Norway
Sædingsskjæret

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12 travelers at this place

  • Day6

    At last, we meet

    February 27, 2019 in Norway ⋅ 🌧 5 °C

    Hours after our tyre fiasco and all nighter, we were finally on the road again and, in spite of the horrible weather, got to enjoy some of the stunning views from the Lofoten. Who needs sleep or tyres anyway?Read more

  • Day16

    Svolvær

    September 8, 2020 in Norway ⋅ 🌧 12 °C

    Der Tag heute hat auf jeden Fall eins im Gepäck, Wetter. Und das so richtig.
    Es beginnt am Morgen ziemlich harmlos mit dem üblichen Regenguss nach einer schönen Morgenstunde. Diesmal zeigt sich ein zarter Regenbogen über Henningsvær.
    Die See ist aufgewühlt und lässt sich vom Wind aufreiben. Die fetten Wellen knallen ans Ufer. Verströmen ihre weisse Gischt als gäbe es kein Morgen. Der Wind pfeifft ums Eck, die Hauswand wackelt. Wir erahnen, wozu die riesigen Felsbrocken hier an der Strasse zu einem grossen Wall aufgetürmt wurden. Dieses ist ja nur ein Stürmchen, gemessen an dem, was der Herbst und der Winter hier schon mal übers Land schickt. Dennoch schaffen es einige Spritzer bis an die oberen Felsen.
    Wir fahren zeitig los heute und staunen schon beim rausfahren aus dem Ort, wie wild das Meer in der Bay umherscheapptm es kracht hier zwischen die Felsen und donnert da an die Shorline. Dunkelblaues Wasser schiebt sich heran, aufgewühlt klatscht es ans Ufer. Herrlich. Wir halten in einer wilden Parkbucht und kraxeln auf einen der riesigen Felsbrocken.
    Der Wind haut mir fast das Handy aus der Hand, so heftig tobt er in Böen heran. Wir schwanken als wären wir betrunken, weil immer wieder eine Böe versucht, mich umzustossen. Na wenigsten zieht der Wind die Falten glatt.
    Wir sehen das Unheil kommen.
    Von Süden her schiebt sich eine fette, dunkelgrauen Wolkenwand heran und verschluckt alles, was sie findet. Die Berge, das dunkelblaue, aufgewühlten Meer, die kleinen Inselchen.
    Nichts mehr sonst ist zu sehen, als diese graue Wand, die Literweise Regen mit sich bringt.
    Mit dem Zuschlagen der Autotür kommt es über uns. Heij, was ein Regen. Der Scheibenwischer schafft das nicht. Wir bleiben in der wilden Parkbucht, bis der Spuk vorüber ist. Da ahnen wir noch nicht, dass die der heutige Tagesrythmus wird. Halbe Stunde Regen, Viertel Stunde etwas Sonne. Vielleicht.
    So landen wir einige Regengüsse später in Svolvær.
    Wir fragen, wie das mit dem Parken hier so läuft, bekommen einen Parkplatz gezeigt, wurschteln uns durch das Bezahlsystem und es regnet schon wieder.
    Wir finden die Touristinfo und kehren ein. Die blonde Frau hinter dem Spritzschutz gibt sich nordisch extrem unterkühlt. Keine Mimik, ein Lächeln gar. Ich glaube, sie heisst Solvwg Schnecke weil sie wirklich echt langsam ist, in allem, was sie tut. Jedenfalls erfahren wir , dass die grossen Schiffe nicht in den Trollfjord fahren. Es gibt nicht genug Leute. Es geht aber morgen ein Zodiac. Wir verzichten gerne. Nicht bei dem Wetter.
    Es regnet schon wieder. Eine Toilette haben sie auch nicht, wir machen den Einkehrschub. Gegenüber gibt es ein Restaurant, das nehmen wir.
    Ein grosser, moderner Raum erwartet uns. Wir können sitzen, wo immer wir wollen. Bekommen ein Schild, mit Tischnummer und App für die Speisekarte. Kontaktlos läuft es hier, wegen Corona. Ist sicherer, erklärt uns der Kellner, der keinen Meter von uns entfernt steht. Wir ordern und bezahlen also über die App. Und er bringt uns Speisen und Getränke an den Tisch. 2 Mal kommt er und naja, da hätte er auch die Bestellung aufnehmen können, oder? Auch in dem Hotel hier geht alles nur noch per App, im Restaurant wurden die Tische und Stühle reduziert. Überall hängt Desinfektionszeugs.
    Aber das Essen ist lecker, wenn auch recht übersichtlich. Gibt noch Lachs und Süsskartoffelpommes dazu. Es regnet und regnet nicht, in einem schnellen Wechsel und ehrlich, schön ist die Innenstadt im Zentrum nicht. Am Hafen wird gebaut, was die Bretter hergeben, neu, hoch, viel Glas, quadratisch, praktisch, funktional., der Charme bleibt auf der Strecke. So kleine Lädchen, wie bei uns gibt es wohl nicht. Die Lädchen hier, im Erdgeschoss der Wohnhäuser sind Surferläden, Touranbieter, Fischereibedarf. Alles geschlossen.
    Im Sommer könnte es sicher nett sein, hier, wenn alle draussen sitzen, sie Sonne scheint. Aber jetzt hat es etwas trostloses.
    Solveg Schnecke meinte vorhin, wir könnten zur Pier laufen. Das tun wir jetzt. Also, wir fahren, denn es regnet schon wieder.
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  • Day46

    Die Magie von Fotos und Orten

    October 8, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C

    Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, in denen digital noch keine Rolle spielte?
    Unabhängig, dass wir uns alle so nicht kennen würden, wir hätten auch keinen Austausch in Foren wie diesen. Wir hätten möglicherweise einen DiaAbend mit Onkel Manfred. Bei denen zu Hause. Tante Giesela stellt einen Käseigel auf die Mitte des Tisches, die Männer trinken Bier, die Frauen irgendeinen Wein, halbtrocken. Es gibt Salzstangen und Nüsse. Jeder wäre gerne woanders, aber Onkel Manfred kennt kein Pardon und zeigt so gerne seine Dias vom letzten Urlaub am Balaton oder vom Schwarzen Meer. Tante Giesela erträgt es mit unfassbarer Gelassenheit. Alle anderen hoffen, die 700 Dias sind bald durch. Onkel Manfred am Strand von Varna, im Boot auf dem Balaton, auf der Liege am Strand irgendwo bei Odessa. Immer in Badehose und immer der Schönste. Tante Giesela sueht man höchstens mal beim Essen am Tisch im Restaurant und Landschaft, naja muss halt sein. So war das damals. Fotobücher? Na hallo, man klebte die Papierabzüge in Fotoalben. Malte rein, zeichnete, schrieb mit Füller dazu. Das Seidenpapier zwischen jeder Seite raschelt noch heite in meinen Ohren, wenn ich daran denke.
    Und bevor man überhaupt zu Hause Fotos zeigen konnte, musste man ziemlich genau planen, wie viele Filme nehme ich mit? 32 Bilder per Film, da galt es zu überlegen, was man wie fotografierte.
    Ich habe eine Zeitland in einem Fotostudio gearbeitet. Die schönste Zeit war immer nach den Ferien, wenn alle ihr Filme brachten und wir diese entwickelten. Wir hatten ein Stückchen grosse weite Welt vor uns. Das war echt toll. Okay, wir hatten auch die Geliebte auf dem Papier und FKK Fans, Absurdes und Skuriles, aber es war immer spannend, was am Ende von so einem 32er Film übrig blieb.
    Diese Überraschung hat uns das Digitale genommen, dafür aber gibt es jetzt viele Möglichkeiten, sich fotografisch auszuleben Handwerkliches auszubreiten, Kreatives zu entdecken. Das ist toll weil man sich so ausprobieren kann, weil man seine erlebten Momente ganz anders zeigen kann, mehr seine eigene Sicht ausdrücken. Es gibt ein wesentlich größeres Publikum und damit auch mehr, die Kreatives nicht so mögen. Okay ein paar, die es nicht mit Toleranz nehmen und mit Respekt, die gibt es nun natürlich auch mehr. Onkel Manfred hätte heute keine Chance mehr. Was ich ein bissle auch bedauere. Denn so langweilig seine Selbstbilder manchmal waren, wir saßen zusammen, gaben gelacht, gestaunt und ohne trotzdem respektiert und toleriert. Das vermisse ich manchmal heute. Eine größere Toleranz anderen Sichten gegenüber.
    Wann ist ein Foto gut? Wenn es eine Geschichte erzählt, Emotionen transportiert, Menschen anspricht. Das war es damals und das ist es heute. Und da wir ja alle unterschiedlich sind, spricht eben ein Foto auch ganz unterschiedlich an. Und ich denke, wir können so froh sein, diese Vielfalt an unterschiedlichen Fotostilen, Richtingen anschauen zu können und zu dürfen. Es macht uns reicher.
    "Halte dich an das Schöne", schrieb der Freiherr von Feuchtersleben. "von Schönheit lebt das Gute im Menschen."
    Und das Gute im Menschen, das brauchen wir ganz dringen im Überfluss.
    Mein größtes Fotoexperiment war übrigens damals die Crossfotografie. Ich war absoluter Fan davon. Die Porträts, die ich damit gemacht habe, fanden reißenden Absatz, obwohl die Hautfarbe gelb war und die Bilder immer in einem schrillen Grünton brillierten. Aber die Aussage der Bilder stimmte eben und das ist die hohe Kunst, das bei Fotos, die ja nur Momentaufnahmen sind, hinzubekommen. Jeder auf seine ganz eigene Art.

    Heute Fotos von Henningsvær. Ein Ort, der mich sofort begeisterte. Von der ersten Minute an.
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  • Day6

    Henningsvær

    June 20, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir investieren zu wenig Zeit, um die Schönheiten von Henningsvær zu entdecken. Die Leute hier sind sehr freundlich - vor allem die im dem netten Fischrestaurant, in das wir leider nicht einkehren - Uschi benutzt hier nur die Toilette. Wir stehen hier auf der Dreyers Gate, die Heimøya and Hellandsøya verbindet, mit Blick auf den Hafen.Read more

You might also know this place by the following names:

Sædingsskjæret, Saedingsskjaeret

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