Oman
Al Mawāliḩ ash Shamālīyah

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9 travelers at this place

  • Day39

    Muskat: letzten Tage im Oman

    October 31, 2019 in Oman ⋅ ⛅ 29 °C

    Ich wollte gerade schon schreiben, dass wir es die letzten Tage haben ruhig angehen lassen. Aber so ganz stimmt das auch nicht.

    „Ruhig“ bedeutet mittlerweile nur, dass nicht ganz so viel los ist und vor allem nichts Unvorhergesehenes oder Katastrophales passiert.

    Unsere Reise ist ja nicht ausschließlich ein Urlaub. Es ist uns wichtig, die verschiedenen Kulturen, die wir erfahren, ein wenig besser zu begreifen. Der Weg führt uns daher in das Oman National Museum um die Entwicklung und Geschichte des Landes zu entdecken. So verstehen wir auch, weshalb das Land in den letzten Tagen geschmückt wird: nicht Weihnachten oder Halloween sind der Grund, sondern die Machtergreifung des Sultans am 18.11.1970.
    Ein „national holiday“, jedes Jahr für eine ganze Woche. Sultan Quaboos regiert seit 49 Jahren - Rekord für einen arabischen Herrscher. Das wird gefeiert!
    Uns wird aber auch klar, dass in einem monarchistischen System die Propaganda ein beliebtes und wirkungsvolles Mittel ist. Spätestens beim 15-minütigen Image-Film über den Oman, welchen wir uns im Museumseigenen Kino anschauen.

    Verstärkt wird der Eindruck durch unser Gespräch mit 3 Expats, die wir in unserem Airbnb kennenlernen und mit denen wir ein nettes Abendessen verbringen.
    1 Tunesierin, 1 Engländer, 1 Algerier und 2 Deutsche (wir) gehen im Oman Türkisch essen. 😂 Was erstmal wie die Einleitung zu einem schlechten Witz klingt, bringt uns viel Erkenntnis. Zum Beispiel:

    - Alle vom Staat betriebenen Firmen (Tankstellen, Einkaufsmalls, Flughafen etc.) scheinen defizitär zu laufen und werden über Ölgelder finanziert und rote Zahlen ausgeglichen

    - Nahezu jeder Mann im Oman studiert und erhält dafür sogar ein Gehalt (300 Rial, ca. 750€) vom Staat. ABER: Ein Nicht-Bestehen ist unmöglich. Die Abschlussquoten müssen schließlich stimmen. Der Anspruch an die Studenten ist daher sehr gering, und so auch die tatsächliche Qualifikation

    - Die Arbeitsmoral der Omanis scheint sehr gering ausgeprägt zu sein. Der Grund dafür schein klar:

    - Um den arabischen Frühling unbeschadet zu „überstehen“ hat die Regierung führende Revolutionäre verhaftet und über Nacht 60.000 gut bezahlte Stellen in der Polizei geschaffen - damit keine Unruhen entstehen und die Menschen das Gefühl haben, alles sei gut. Doch was machen 60.000 Beamte in einem Staat mit gerade mal 5 Mio Einwohnern? Finde den Fehler...

    - Kindererziehung liegt komplett in der Hand von Nannies aus Indien oder den Philippinen. Kaum eine Mutter (geschweige denn Vater) kümmert sich um die Kids. Bei der Einschulung entspricht der soziale und geistige Entwicklungsstand der meisten einem 3-jährigen Kind.

    - Der illegale Verkauf von Arbeits-Visa an Gastarbeiter aus Indien und Bangladesh ist ein florierendes Geschäft. Die armen Menschen ackern sich im Oman zu Tode (meist als Fischer), nur um ihre Familien in der Heimat zu ernähren.

    - Den ausländischen Arbeitskräften wird vorgegaukelt, dass sie in einem Coffee Shop oder Textilgeschäft aushelfen dürfen. Bei Ankunft gibt es das Geschäft „plötzlich“ nicht mehr, dafür „dürfen“ sie dann als Fischer arbeiten. Der Arbeitgeber nimmt den Arbeitern nicht selten den Pass ab, damit sie nicht einfach wieder „entkommen“ können - das ist quasi moderne Sklaverei.

    - Der Oman wird ziemlich sicher auf eine Krise zusteuern, wenn der Sultan stirbt. Denn er hat keinen Nachfolger ernannt und keine Nachfahren. Wer als Nächstes regiert ist also völlig offen. Es könnte aber alles wieder ändern...

    Die schöne Seite dieses Urlaubslandes hat also, wie so oft, auch eine Schattenseite. Es bleibt für uns interessant, die weitere Entwicklung zu beobachten.

    So, wenn du jetzt immer noch am lesen bist und nicht gelangweilt aufgegeben hast, kommen wir zum Fun-Part ⛱🥙☀️

    Zwei Tage lassen wir es uns in Muscat, hauptsächlich am Qurm Beach, gut gehen.
    Strandspaziergang, Baden, Falafel essen, neues Smartphone für Sabrina kaufen, abhängen. Mehr steht nicht auf dem Programm. Ach doch, ein Speedboat und Schnorchel Ausflug am Samstag.

    Rouven darf sogar das Boot mal fahren 😎 Das erste mal am Steuer von 400 PS - faszinierend. Wir haben Glück und dürfen mit Schildkröten 🐢 schwimmen und ein paar Papageien-Fische 🐠 betrachten. Tiger-Haie sehen wir aber leider keine 😔 ansonsten gehen wir direkt nochmal Türkisch essen weil es einfach so unfassbar gut ist - und nach einer sehr kurzen Nacht machen wir uns auf die Weg zum Flughafen.

    Damit verabschieden wir uns von Muscat, dem Oman, der arabischen Welt und setzen unsere Reise fort in Richtung Himalaya. ✌🏼🏔
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  • Day56

    Un dimanche soir à Mascate

    March 1 in Oman ⋅ 🌙 24 °C

    Voyons voir un autre côté d'Oman, plus glitzy. Nous nous rendons à Al Mouj, un mix entre ensemble de résidences de luxe sécurisé et centre commercial. Dans les rues, des scènes inhabituelles à Oman nous amusent : un homme qui promène son teckel, une jeune femme en short... La densité de voitures de luxe au km carré est juste un peu inférieure à celle des palmiers enguirlandés. Nous retrouvons Abdullah dans un café. Il a étudié en Australie, où Khalid l'avait rencontré il y a bien longtemps. Aujourd'hui, il est ingénieur dans l'industrie pétrolière. On est curieux d'avoir son point de vue sur la modernisation accélérée du pays, l'avenir sans le pétrole, le marché du travail, les relations entre les différentes communautés, ou encore la doctrine ibadite. Après cela, Abdullah nous emmène goûter la shuwa, une viande (ici, de chèvre) cuite lentement avec des épices. On mange aussi du dromadaire. Un régal !Read more

  • Day20

    Klischee: Auslandsfamulatur ✔

    September 16, 2019 in Oman ⋅ ☁️ 30 °C

    Viele Leute denken, wenn man eine Famulatur im Ausland macht verbringt man eh nur einen Bruchteil der vorgegebenen 30 Tage im Klinikum. Bis jetzt war ich immer fleißig pünktlichst da, und wir sind sogar nachmittags freiwillig zu den Studentenkursen gegangen. Deshalb habe ich heute beschlossen, mal ein wenig Schlaf nachzuholen und die Gynäkologie mal Gynäkologie zu lassen. Typisch für mich war ich allerdings zum ersten Mal um 5 Uhr morgens wach - dank des Muezinns der nächsten Moschee, der mich mit schiefem Gesang aus meinen Träumen gerisden hat. Zum Glück konnte ich dann noch ein bisschen vor mich hindösen, und ich bin dann nicht mit den anderen Studenten frühmorgens zur Uniklinik gefahren, sondern habe den Vormittag damit verbracht, Postkarten zu schreiben und ein wenig Unikram abzuarbeiten.
    Am frühen Nachmittag sind wir dann an den Strand gefahren, um ein wenig schwimmen zu gehen. Das Taxi zur Wave kostet zwar nur 1€ pro Person, aber mindestens genauso schnell oder schneller findet man per Anhalter jemanden, der so freundlich ist ein paar Studenten aufzusammeln.
    Auf unserem Rückweg zur Unterkunft hatten wir dann noch einen Überraschungsmoment: es ist für 5 Minuten tatsächlich leichter Nieselregen (minimalst!) vom Himmel gefallen. Regen im Oman - das ist fast schon einen Feiertag wert. Um uns diesem "schlechten" Wetter anzupassen, sind wir abends dann Richtung Eishalle gefahren. 21 Uhr, 30°C Außentemperatur, und wir flitzen auf gefrorenem Plastik in unseren Schlittschuhen umher. Es war witzig dabei die omanischen Studenten zu beobachten, die unbeholfen versucht haben wenigstens stehen zu bleiben in den Schlittschuhen. Erfolg des Abends, außer ein paar Steißbeinprellungen hatte sich niemand von ihnen ernsthaft verletzt 😀

    Heute gelernt 🤓 Um per Anhalter zu fahren, streckt man nicht wie in Europa seinen Daumen nach oben, sondern im Oman winkt man mit Zeige + Ringfinger die Autos herbei.
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You might also know this place by the following names:

Al Mawāliḩ ash Shamālīyah, Al Mawalih ash Shamaliyah, الموالح الشمالية

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