Oman
Baţḩā’ al Ashkhar

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  • Day26

    Im Niemandsland zwischen Oman u UAE

    November 6, 2017 in Oman ⋅ 🌙 28 °C

    Wir wollen wieder nach Europa!! Ein Europa ohne Visum, fast ohne Grenzen und ganz ohne komplizierte Aus- und Einreisen.
    Wenigstens haben wir einen Mann aus dem Jemen kennengelernt, der uns in seinem Auto durch das Niemandsland mitgenommen hat.

    Und das kam so:
    Als wir unser Auto bei Europcar abgeholt haben haben wir erfahren, das wir mit dem Mietwagen nicht in die Emirates fahren dürfen (obwohl dies so auf der Webseite steht). Wir wollten den geplanten Besuch auf dem Kamelmarkt aber nicht ausfallen lassen. Und naiv, wie Europäer mittlerweile im Grenzübertritt sind, haben wir gedacht, wir können einfach das Auto beim osmanischen Zoll abstellen, über die Grenze in die Emirates laufen, dort übernachten um am anderen Tag den Kamelmarkt zu besuchen und dann den gleichen Weg wieder zurück gehen.
    Blöd nur, das zwischen den Grenzstationen von Oman und Emirates etwa 15 Kilometer Niemandsland liegen...

    Nachdem wir mit dem überaus freundlichen und hilfsbereiten und perfekt englisch sprechenden Zöllner alle gefühlten 8 legalen Varianten durchgesprochen hatten entschieden wir uns, unser Glück bei einem anderen Grenzübergang zu versuchen, wo zwischen das Niemandsland nur etwa ein Kilometer breit ist. Auf der Fahrt die Grenze entlang wurden wir zweimal angehalten um zu erklären, woher wir kommen, wohin wir fahren und zu bestätigen, dass dies ein Mietwagen ist.

    Als wir am ausgewählten Grenzübergang (Mazyed) angekommen sind war es bereits neun Uhr abends und stockdunkel. Also schnell Auto geparkt, Sachen für eine Nacht eingepackt, dem nächsten Zöllner unsere Geschichte erzählt (leider könnt der Zöllner diesmal kein Englisch), den Ausreisestempel (kostenlos) aus dem Oman erhalten und Richtung Emirates losgelaufen.

    Nach gefühlten 3 Sekunden hält ein Auto an und der Fahrer fragt, ob er uns mitnehmen kann. Natürlich! Ab ins Auto und kurz unsere Geschichte erzählt. Der Fahrer kommt aus dem Jemen und macht Geschäfte in den Emirates. Und schon sind wir an der Einreise-Station. Wieder raus aus dem Auto, dankend verabschiedet und los zur VISA-Ausgabe. Diese macht in 15 Minuten zu. Hat aber fast alles geklappt, bloss zu viel Ehrlichkeit schadet. Auf die Frage, ob ich schon mal in den Emirates war, habe ich mit Ja geantwortet (ist schon drei Jahre her und war mit einem alten Reisepass). Jetzt findet die nette Dame von der Einreise weder im Reisepass einen entsprechenden Stempel noch in ihrem Computer einen Eintrag. Während sie ein Gähnen versucht zu verstecken telefoniert sie mit ihre, Chef. Dann lacht sie, wir bekommen den Einreisestempel (kostenlos) und sind wieder auf der Strasse. Nochmal vorbei an drei Grenzkontrollen und wir stehen auf emiratischem Boden. Bis zum Hotel sind es 15 Kilometer 😁.

    Aber unser Glück verlässt uns nicht. Kaum schauen wir nach einem Taxi, hält das nächste Auto an. Diesmal ein Pakistani und eine Omani, die in den Emirates Hotels anschauen wollen. Passt perfekt, nach einer kurzweiligen Fahrt (auf der wir nochmal unsere Geschichte erzählen) können wir in der Nähe unseres Hotels aussteigen.
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    JC Hauser

    Na und dann....wie gehts weiter? Sagt schon...was war nun mit dem Auto bei Europcar...mann immer diese Cliffhanger

    11/6/17Reply
    Jürgen und Brigitte

    Geht weiter, das Internet ist auch im Oman nicht überall toll. Und schlafen mussten wir auch noch nach der Aufregung.

    11/8/17Reply
    JC Hauser

    Ja, verstehen wir ja....aber es hat sich def. gelohnt auf diese Geschichte zu warten...hoffe ihr erzählt sie uns dann auch nochmals ;-) mit allen versteckten Details...

    11/8/17Reply
     
  • Day27

    Im Niemandsland zwischen UAE und Oman

    November 7, 2017 in Oman ⋅ ☀️ 32 °C

    Nachdem uns unser Taxidriver am Grenzübergang wieder abgesetzt hat starten wir den Rückweg in den Oman. Zuerst die Ausreise aus den Emirates (kostenpflichtig). Mit Brigittes Reisepass ist alles klar, bei mir gibt es Probleme - wegen der zweiten Einreise, die nirgends mehr zu finden ist. Erst der zweite Kollege scheint das Rätsel lösen zu können (oder er manipuliert etwas im Computer. Auf jeden Fall dürfen wir nach der Zahlung des Ausreisegeldes weitergehen. Nachdem dann auch der letzte Zöllner der Emirates seine Kopie des Ausreiseformulares bekommen hat verlassen wir das Land.

    Leider haben wir diesmal kein Glück mit dem Mitfahren. Und so laufen wir den Kilometer in der prallen Sonne von den Emirates bis in den Oman. Dort müssen wir ein neues Visum (kostenpflichtig) beantragen, diesmal geht es aber schneller und nachdem die ganze Prozedur etwa zwei Stunden gedauert hat stehen wir wieder vor unserem Auto.

    Allein wegen dem Kamelmarkt hat sich das Abenteuer gelohnt. Und noch was haben wir gelernt. Die Digitalisierung ist beim Zoll noch in weiter Ferne. Selten haben wir so viele Formulare ausfüllen und abstempeln lassen müssen wie in diesen 16 Stunden.
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Baţḩā’ al Ashkhar, Batha' al Ashkhar