Oman
Ḩillat ar Raddah

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3 travelers at this place

  • Day15

    Bimmah Sinkhole und Al Sifah Beach

    January 10, 2020 in Oman ⋅ ☀️ 25 °C

    Unsere Reise neigt sich dem Ende zu und so lassen wir es die letzten Tage ruhig angehen. Eigentlich wollten wir uns heut noch über abenteuerliche Straßen und Wege zu den malerischen Dörfern und spektakulären Wasserpools des Wadi Tiwi durchschlagen, aber wir entscheiden uns für eine gemütlichere Alternative.
    Als erstes besuchen wir das Bimmah Sinkhole. Was das ist? Letztendlich sowas wie die Zenoten in Mexiko: die Decke einer unterirdischen Höhle stürzt ein und hinterlässt ein Loch im Boden, das sich mit Wasser füllt. Das ist auch hier vor langer Zeit passiert. Ein herrlicher Platz um sich abzukühlen und im klaren Wasser eine Runde zu schwimmen. ☺️
    Das tun auch zwei junge Palästinenser, mit denen wir ins Gespräch kommen. Der eine lebt in der Schweiz, der andere schon über 20 Jahre im Oman. Es ist immer wieder schön, sich über den üblichen Smalltalk hinaus mit Menschen aus andern Kulturkreisen auszutauschen und so entwickelt sich ein tolles Gespräch über sprichwörtlich Gott und die Welt. Wir laden beide nach München ein und vielleicht klappt ja mal ein Wiedersehen. 👍

    Danach geht’s wieder an den Strand! Und schon die Fahrt nach Al Sifah ist wunderschön. Google lotst uns zwar erst auf eine Straße, die es nach 500 Metern nicht mehr gibt 😂, aber wir landen so auf einem Umweg, der sich durch traumhafte Berglandschaft, immer im breiten Talgrund entlang eines ausgetrockneten Flussbetts zieht. Manchmal lohnt es sich, auch mal vermeintlich falsch abzubiegen. 😬
    In Al Sifah angekommen, finden wir einen geschützten Platz am Strand und richten unser Abendessen her. Es ist die letzte Camping-Nacht und somit steht Resteverwertung auf dem Plan. Mit dem übrigen Mehl, unseren Resten aus der Kühlbox und einer Dose Thunfisch zaubern wir uns leckere gefüllte Brote. Eigentlich schon ganz ordentlich für ein Überbleibsel-Menü. Aber dann werden wir wieder von der unfassbaren Gastfreundschaft der Omanis überrascht: ein Einheimischer parkt seinen Jeep neben uns, steigt aus, begrüßt uns herzlich und bringt uns einen frischen Fisch! Geschuppt, ausgenommen, fertig unser Resteessen zum Galadinner zu verwandeln. Wie toll! 😊 15 Minuten später dann das gleiche Spiel: der Einheimische parkt wieder neben uns und bringt uns Feuerholz. Viel besseres als das was Pit in mühseliger Suche am Strand finden konnte. Wahnsinn! 😬 Und wir bekommen auch etwas skurril-gespenstische Info zu unserem Campingplatz. Unser Gast deutet auf mehrere rechteckig angeordnete Steine ca. 5 Meter von unserem Auto entfernt. Was es damit auf sich hat, erklärt er Pit so: er macht mit seiner Hand eine kleine Mulde im Sand, legt den Kopf quer und deutet einen „schlafenden“ Menschen an und schaufelt dann mit der Hand die Mulde wieder zu. Oookkkkeeeyyyy hier liegt also ein Toter im Sand (oder jemand schläft da unten - ähm eher unwahrscheinlich 😂). Uns wird noch eine fauchende Schlange in Pantomime dargestellt und somit wissen wir jetzt auch wie der arme Mensch gestorben ist. Aha... wollen wir überhaupt so viel Info zu unserem Nachtlager??? 😉
    Nach dem Essen bekommen wir dann noch einmal von unserem neuen Freund Besuch (wie ihr schon merkt, haben wir leider seinen Namen vergessen) und er bringt uns Tee und bleibt nun auch länger. Dank dem Google Übersetzer können wir uns sogar halbwegs mit unserem Gast „unterhalten“ und erfahren, dass er Fischhändler aus Salalah im Süden des Omans ist. Sein Auto muss in Maskat zur Reparatur und er schläft auch hier am Strand. Obwohl viele Omanis mittlerweile gut Englisch sprechen, kann er weder richtig lesen oder schreiben, noch eine Fremdsprache sprechen. Aber mit viel Herzlichkeit und Humor und dem Handy in der Hand, verstehen wir uns ganz gut. Was für ein schöner letzter Camping-Abend. ☺️
    Wir entscheiden uns, unserem neuen Bekannten unsere zu viel gekauften Lebensmittel, das übrige Wasser und einige Dinge, die wir uns noch zum Campen besorgt hatten, zu schenken. Als er uns am nächsten Morgen Kaffee bringt und wir ihm unsere Vorratskiste überlassen, ist die Freude groß. Er bleibt noch ein bisschen und bringt Pit ein Spiel im Sand bei, es ist ähnlich unserer „Mühle“. Was für ein Erlebnis und was für eine spontane Gastfreundschaft. Davon kann man sich eine Scheibe abschneiden. 👍

    Unsere letzte Nacht verbringen wir nun in einem Resort am Strand nahe Maskat. Leider ist das Wetter schlecht, aber wir wollen uns bei durchweg Sonnenschein im Urlaub mal nicht über ein paar Tröpfchen Regen am letzten Tag beschweren.

    Oman, Du warst bezaubernd und unfassbar herzlich zu uns! Bis bald, Du hast zwei neue Freunde! ❤️
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  • Day129

    Roadtrip Oman - As Sifah

    February 22, 2019 in Oman ⋅ ☁️ 25 °C

    Unsere Gastfamilie hat uns mit einem typisch indischen - sie sind ursprünglich aus Indien- Frühstück verwöhnt. Somit konnten wir gestärkt unseren Trip beginnen. Nach langer Zeit haben wir nun auch Shaun und Sarah - ein maltesiches Pärchen - persönlich kennengelernt. Sie werden uns im Oman begleiten, wodurch wir die Kosten für den Mietwagen halbieren können. Von Maskat sind wir an der Ostküste in Richtung Süden aufgebrochen. Dabei haben wir schon einige Wadis (Schluchten), Strände, vielen kleine Dörfchen, Kamele und etliche Esel, die hier wild rumstreunern, gesehen.Read more

  • Day2

    As Sifah

    November 5, 2019 in Oman ⋅ 🌙 27 °C

    Das Navigieren klappt dank heruntergeladener Google Maps Karte ganz gut und wir kommen gegen 17h in As Sifah an. Wir konnten uns einige Seiten aus dem Off-road Guide von Carl abfotografieren und finden so problemlos den empfohlenen Spot. Der ein oder andere Jeep steht schon verstreut am Strand, aber es ist genug Platz für alle da. Nachdem wir die Lage gecheckt haben, machen wir uns erstmal auf die Suche nach etwas zu essen. Carl hat uns empfohlen, lieber in As Sifah essen zu gehen statt uns zu lange mit Einkaufen aufzuhalten. Er sprach von einigen Bars und Restaurants. Eine Auswahl können wir zwar nicht entdecken, aber die eine Lokalität tut es auch. Wir dürfen sogar kurz mit in den Kochbereich und uns unser Essen selbst aussuchen. Wir entscheiden uns für zweimal Dahl, Linsen, und dazu Teigfladen. Zum ersten Mal müssen wir nun wirklich darauf achten, nur mit der rechten Hand zu essen. Man bringt uns zwar nachträglich noch zwei Löffel, aber wenn wir MIT den Einheimischen essen, wollen WIE sie essen, also mit der Hand. Für mich als Linkshänder eine echt Herausforderung, darf man doch auch nicht die Linke Hand zur Hilfe nehmen, um zb ein Stück Fladen abzureißen. Es schmeckt hervorragend, auch wenn wir beide froh sind, dass wir gerne scharf essen.
    Nach dem Essen machen wir uns auf, zurück zu unserem ausgekundschaftem Schlafplatz. Das Dachzelt ist schnell und unkompliziert aufgebaut. Den restlichen Abend verbringen wir damit, unsere Sachen zu sortieren, das Auto einzurichten und die weitere Route zu planen, bevor wir dann zum Schlafen in unser Zelt klettern.

    Das Meer hat so laut gerauscht, dass ich leider kaum schlafen konnte. Dabei war es wirklich gemütlich in unserem Dachzelt. Aber wenigstens konnte ich so den schönen Sonnenaufgang überm Meer beobachten.
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You might also know this place by the following names:

Ḩillat ar Raddah, Hillat ar Raddah, حلّة الردّة