February 2017
  • Day455

    Cook Islands

    May 10, 2018 in Cook Islands ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach 15 Monaten mehr Work als Travel in Neuseeland haben wir uns gedacht, wir gönnen uns einen kleinen 6-tägigen Urlaub. Wo? Auf den Cook Islands mitten im Pazifik. Am 10. Mai checkten wir also am Flughafen in Neuseeland ein, mit ein bisschen mehr Gepäckgewicht als erlaubt, das aber anscheinend niemanden gestört hat..Also dann: auf nach Rarotonga, wo wir am 10. Mai 2018 gegen 1.30 Uhr früh auf dem Rollfeld gelandet sind, da wir von der ersten Zeitzone in die letzte gereist sind und dieser Donnerstag laut unseren Mathekenntnissen insgesamt ca. 44 Stunden lang war. Den frühen Morgen haben wir bei angenehmen Temperaturen am Flughafen verbracht, um dann den ersten Bus, der clockwise die runde Insel abfährt, um 7 Uhr zum Hostel zu nehmen. Diesen haben wir allerdings verpasst, da er nicht direkt am Flughafen, sondern an der Straße gehalten hat..Dann halt mit dem nächsten Shuttle (anti-clockwise)! Dummerweise standen WIR jetzt an der Straße und wo hält der Bus? Am Flughafen! Also warteten wir auf ein Neues und wurden dann von einem Einheimischen mitgenommen, der anscheinend bisschen Mitleid mit uns vollgepackten Backpackern hatte.
    Wer jetzt denkt, wir waren im Paradies und haben Luxus-Urlaub gemacht, den müssen wir leider enttäuschen: leider hat es die meiste Zeit nur geregnet, weswegen unsere Tagestour nach Aitutaki zweimal abgesagt wurde und wir so enttäuschenderweise das richtige Traumparadies, auf das wir uns sehr gefreut haben, nicht sehen konnten. Wir sind weder geschnorchelt noch im Meer geschwommen und konnten leider auch aufgrund des vielen Regens das Island-Crossing nicht machen. Und da wir auch low-Budget reisen, war unser 2er-Zimmer im Hostel auch nicht Luxus: durchgelegene dünne Matratzen, „cook-islands“-sauber und sehr wenig Tageslicht, da die Hostelküche direkt gegenüber war. Also alles andere als ein paradiesischer Urlaub.
    ABER wahrscheinlich werden wir nur einmal auf den Cook Islands sein und das mussten wir ausnutzen. Wir haben für 24 Stunden einen Roller gemietet und sind in 35 Minuten einmal um die runde Insel gefahren, mit max. 50 km/h, schneller ist nicht erlaubt. Allerdings wurden wir während der Fahrt von Schauern überrascht, die Regentropfen waren wie Nadelstiche in der Haut und wir sind klitschnass am Hostel angekommen. Wenn sich die Sonne hat blicken lassen, haben wir die Chance ergriffen und sind in das Zentrum gefahren, haben Souvenirs für uns gekauft und lecker gegessen. Natürlich waren wir auch am Strand und im Wasser, zumindest mit den Beinen, das wunderschön in den Farben türkis-blau schimmerte und in dem sich auch sehr viele Seegurken heimisch fühlen und wir somit aufpassen mussten, auf was wir treten. Ginger Steffi hat aber trotzdem eine erwischt, schön glibberig haha. Apropos Strand: es gibt sie wirklich, die kitschigen romantischen Sonnenuntergänge, bei denen sich der ganze Horizont verfärbt. Leider hatten wir nur einen schönen Untergang, dennoch mit Wolken, sehen können, da es die restlichen Abende geregnet hatte. Und bei Regen haben wir die Zeit mit Bücherlesen totgeschlagen und waren erstaunt, wie schnell eine Woche Urlaub vorbei gewesen ist. Unser Fazit zu den Cook Islands: es ist nicht immer Gold, was glänzt bzw. eine Insel im Ozean ist nicht immer ein Paradies auf Erden, auch wenn uns das Internet davon versucht, zu überzeugen, aber Kokosnüsse und Bananen haben uns trotzdem viel besser gemundet als irgendwo sonst. Schlussendlich konnte man das Wetter nicht beeinflussen und den Regen wegtanzen, aber dank der tropischen Wärme haben wir nicht frieren müssen und konnten unsere warme Kleidung im Backpack lassen.
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  • Day453

    Quake City

    May 8, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Einen Tag später, 8. Mai 2018, haben wir das Auto ausgeräumt und bei Wicked Campers abgegeben. Auf dem Rückweg durch Christchurch's Innenstadt haben wir einen Zwischenstopp bei “Quake City” eingelegt, das Museum, das über die Historie der Erdbeben in Christchurch informiert. Auch wenn wir selbst ein kleines Erdbeben mit Stärke 4.0 erlebt haben, ist es für uns unvorstellbar, wie sich die Einwohner gefühlt haben mussten, als plötzlich das Große mit einer Stärke zwischen 6-8, die Stadt beben ließ, Hauswände zerstörte und den Boden spaltete. Es war sehr interessant, Live-Aufnahmen des Erdbebens gesehen zu haben und auch, wie Christchurch nach und nach langsam wiede aufgebaut wird.Read more

  • Day452

    Akaroa

    May 7, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 18 °C

    Den letzten Montag in Neuseeland, genauer gesagt der 7. Mai 2018, haben wir in Akaroa verbracht. Diese kleinere Stadt befindet sich auf der Banks Peninsula, 90 Minuten südöstlich von Christchurch entfernt. In Akaroa haben sich in der Vergangenheit französische Siedler niedergelassen, weshalb der Ort auch viele französische Geschäfte, Café's etc. vorweisen kann. Davon haben wir natürlich eins getestet und uns in einer französischen Bäckerei zwei kleine Quiche (Spinat und Blauschimmelkäse + Feta) gegönnt. Sehr lecker, sehr käsig und wirklich sehr sättigend. Nachdem wir den Ort innerhalb von 30 Minuten durchlaufen hatten, wussten wir nicht, was wir dort noch tun sollten und sind wieder die kurvenreiche Straße zurück in die 400.000 Einwohnerstadt gefahren, die für ein knappes halbes Jahr unser Zuhause gewesen ist.Read more

  • Day451

    Kaikoura

    May 6, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Nach unserem allerletzten Arbeitstag am Samstag bei Jucy Rentals und Wicked Campers haben wir uns gegen Nachmittag mit dem geliehenen Camper “Bowie”, gesponsert von Ginger Steffi's Firma, in Richtung Kaikoura gemacht, da wir eine Tour für “Dolphin Swim” am Sonntag gebucht haben. Auf dem Weg ist uns übrigens ein Schaaf vor das Auto gerannt, wegen dem wir nur noch im Schritttempo voran kamen. Aber das war kein Thema, das Schaaf ist dann links in eine Tankstelle abgebogen, entweder war das Tier total verwirrt oder wollte einfach mal ein kühles Bier anstatt Wasser, haha. Happened only in New Zealand.. Etliche Baustellen später, die noch an die starken Erdbeben erinnerten und die Straße damals für den Verkehr unzumutbar machten, sind wir gegen Abend im Dunkeln in der Küstenstadt Kaikoura angekommen. Da Neuseeland sehr campingfreundlich ist, konnten wir auch auf einem free Campground ein bisschen außerhalb das Auto parken, direkt am Meer. Mit Wellenrauschen sind wir auch eingeschlafen und waren am Morgen umso besser gelaunt, da wir beim Blick aus der Rückscheibe einige Surfer im Wasser sahen und begriffen, wie schön der Spot bei Tageslicht eigentlich war. Nach dem kleinen Frühstück in den Campingstühlen sind wir zurück in die Stadt, haben einen kleinen Spaziergang unternommen und uns als Souvenir noch Socken, bedruckt mit Kiwivögeln, gekauft. Man weiß nie, wann und wo plötzlich die Kälte einbricht... Anschließend ging es zu dem Unternehmen “Dolphin Encounter”, bei dem wir zuvor den Ausflug gebucht hatten. Wir wurden einer Gruppe zugeteilt, haben uns in unsere Wetsuits und Schwimmschuhe gezwängt, Handschuhe, Kopfhaube, Taucherbrille mit Schnorchel sowie Flossen ausgehändigt bekommen und bevor es in den Bus Richtung South Bay ging, mussten wir uns noch einem kleinen Sicherheitsvideo unterziehen. Dann ging es ab aufs Boot und raus auf das offene Meer. Leider hatten wir am Anfang nicht viel Glück und es dauerte 60 Minuten, bis wir endlich Dusky Delfine sichteten und ins Wasser konnten. Um mit diesen bezaubernden Lebewesen interagieren zu können, mussten wir zu ihnen schwimmen, Gesang durch den Schnorchel erzeugen oder sich selbst so gut es ging wie ein Delfin verhalten. Bei vielen hat sich der Gesang allerdings eher angehört wie ein Hilferuf eines sterbenden Wales, keine Ahnung, was die so für Musik in ihrer Freizeit hören...Wir konnten mit den Delfinen schwimmen und wenn ein Tier um uns herumgekreist ist, einfach mitkreiseln! Aber da es sich hier um wilde Tiere in ihrem Lebensraum handelte, sollte man nicht versuchen, sie anzufassen, sondern immernoch Respekt gegenüber ihnen zeigen! Wir verloren auch total das Zeitgefühl, Steff ist früher wieder ins Boot geklettert als Ginger Steffi, die noch feucht fröhlich mit den Delfinen interagierte. Da Steff schon wieder früher auf dem Boot war, das im stillen Wasser aufgrund der Wellen sich sehr auf- und abbewegte, wurde ihr wohl ein bisschen schlecht. Der halbgegessene Apfel und der von Ginger Steffi angebotene Cookie haben dann doch nicht den natürlichen Weg nach unten im Körper genommen, sondern entschieden sich, noch einmal ihre Speiseröhre zu erkunden und kamen wieder nach oben, um dann als Erbrochenes im Eimer zu landen, das wiederum als Fischfutter ins Meer gespült würde. Guten Appetit, liebe Meeresbewohner! Nach Ende diesen Ausflugs sind wir wieder in das Auto gestiegen und nach Christchurch zurückgefahren. Der Tag war mehr als schön und für uns eins der schönsten Erlebnisse, die wir bisher gemacht haben. Solchen wilden Tieren so nahe zu sein, ohne sie fälschlicherweise anlocken zu müssen, ist einfach ein atemberaubendes Gefühl.Read more

  • Day450

    Daily life in Christchurch

    May 5, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Nachdem wir aus dem Zug ausgestiegen waren, sind wir in Christchurch erst einmal in einem Gefängnis gelandet...“Hinter Gittern im Backpackerknast“, das bekannte „Jailhouse“. Schokiert? Nun, jeder muss mal einsitzen und wir taten das für eine Nacht, allerdings mit eigenem Schlüssel und bequemen Bett in unserem Zimmer, die Toilette war aber nicht inklusive und befand sich eine Tür weiter, vom Gang aus erreichbar. Wie der Name schon verrät, war das „Jailhouse“ früher ein Gefängnis und wurde 2006 stilvoll in ein Hostel umgewandelt. Da uns diese Unterkunft auf Dauer zu teuer geworden wäre und auch nicht zentrumsnah genug war, sind wir in das „Small Kiwi House“ umgezogen, natürlich im Besitz von Asiaten, von wem auch sonst, wenn man Neuseeland fast schon als das 2. Asien bezeichnen könnte...In diesem Hostel haben wir uns auch nach neuen Jobs umgeschaut und beworben: Ginger Steffi hatte ein Probearbeiten in einem Rennstall, das sie allerdings nicht so super fand, da es eher Massenabfertigung war. Aber wo sich eine Tür schließt, öffnet sich bekanntlich eine andere und sie hatte ein Vorstellungsgespräch bei „Wicked Campers“, einer Campervermietung, bei dem sie ab 1. Dezember anfangen konnte. Steff hingegen ist zu einer Zeitarbeitsfirma gegangen und hatte ihren 1. Arbeitstag am 28. November bei Sorted Logistics, die die Logistik für die Handelskette KMART übernehmen. Relativ zeitnah und zum Glück noch vor dem 1. Arbeitstag haben wir auch eine günstige Bleibe in dem Stadtteil Riccarton gefunden: eine Wohngemeinschaft in einem sehr alten Haus, ein bisschen schäbig, trotzdem irgendwie gemütlich und halt super günstig, inklusive Erdbebenerfahrung! Zur Arbeit gekommen sind wir beide, so sportlich wie wir ja doch sind, mit den Fahrrädern, von denen Steff ungewollt einen Verschleiß von 3 Bikes in den letzten 5 Monaten hatte: das 1. Rad wurde aus dem Hof gestohlen, bei dem nächsten sprang die Kette nach kurzer Zeit raus und das letzte hatte plötzlich einen platten Hinterreifen...
    Nachdem Ginger Steffi immernoch bei „Wicked Campers“ arbeitete, hatte Steff die Schnauze voll, in der Frühschicht Pakete zu scannen und ordentlich auf Paletten zu stapeln und ist 2 Monate später zu „Post Haste“ in die Nachtschicht gewechselt, ein Unternehmen der neuseeländischen Post. Dort musste sie Pakete und Sperrgut nach den Stadtteilen in Christchurch sortieren, was allerdings noch viel anstrengender war als zuvor, weshalb sie sich letztendlich im März dazu entschied, dann doch lieber Autos und Camper bei „Jucy Rentals“ zu putzen und sich mit den südamerikanischen Backpackern anfreundete. Und Ginger Steffi? Ja, sie hat die ganze Zeit bei einer Firma im Service sowie im Cleaning gearbeitet, sich reichlich am Free Food bedient, Camper geputzt, Naked Fotos gezwungenermaßen von Kunden machen müssen, sich über manche Menschen aufgeregt und Ewigkeiten auf unpünktliche Menschen gewartet, bei denen anscheinend noch nicht die Uhrzeit erfunden wurde. Ach und samstags hat sie alleine den Laden geschmissen, da sich die Festangestellten aus dem Staub gemacht haben. Des weiteren wurde ihr von dem Firmengrundstück ein Auto vor der Nase geklaut, wohingegen bei „Jucy Rentals“ manche Gaskocher einfach mal explodierten und man auch mal eine (größere) Verschnaufspause in den Betten der Camper verbringen konnte.

    Natürlich haben wir nicht nur gearbeitet, sondern auch das Leben ein bisschen genossen:
    Weihnachten verbrachten wir bei fast 30 Grad am Strand in Sumner und Silvester haben wir eiskalt verschlafen, da wir um 23 Uhr ins Bett sind. Des weiteren waren wir öfters mal Essen, italienisch, griechisch, mexikanisch, burgerisch, subwayisch, burgerkingisch, mcdonaldsisch, hellisch, dominosisch, pizzahutisch. Neben dem „Night Noodles Market“ im Hagley Park, bei dem sehr viele Asiaten erschienen, wir dafür aber auch sehr gute Essenstände vorfanden und uns einen Smoothie aus einer Ananas gönnten, haben wir uns auch ein Rugbygame der Crusaders, die Mannschaft von Christchurch, angeschaut. Das durfte auf keinen Fall fehlen, Check auf der To-Do-Liste. Und wenn wir schon mal in Neuseeland waren, konnten wir unsere Tattoosammlung durch neue Bildchen erweitern: ein Freundschatstattoo in Form unserer Backpacks sowie die Neuseelandkarte und den Kiwivogel. Ginger Steffi hat noch zwei Pfeile am Handgelenk, die ihr aber dennoch keine magische Kraft verliehen haben. Alles gestochen bei „Soular Tattoo“ von einem waschechten Maori! Zufälligerweise war der Tattootermin am 10. Februar, also sozusagen ein Geschenk an uns zum Einjährigen, da wir das 1. Mal dieses Land am 10. Februar 2017 betreten haben.
    Und weil wir anscheinend noch nicht genug neuseeländische Dollar ausgegeben haben, waren wir auch Anfang Mai im Outlet shoppen, damit wir endlich mal die Nähte und den Platz unserer Backpacks ausreizen können sowie unsere Nerven, wenn wir vor dem Flug auf die Cook Islands das Gewicht überschreiten würden.
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  • Day284

    Greymouth

    November 20, 2017 in New Zealand ⋅ ⛅ 27 °C

    Willkommen in Greymouth, willkommen bei der „TranzAlpine Rail“! Auf der Plattform endete unser kleiner Roadtrip auf der Südinsel, den wir gemeinsam mit Ginger Steffi's Eltern und dem Wohnmobil bewältigt haben. Schnell verabschiedet, den Eltern noch viel Spaß für die weitere Reise gewünscht und auf den Sitzen Platz genommen. Tuuuut tuuuut! Wir verließen gegen Mittag, natürlich mit einer Stunde Verspätung, den Bahnhof in Greymouth und begaben uns auf die 5-stündige Zugfahrt nach Christchurch. Die Waggons waren mit Panoramafenstern versehen, sodass wir einen perfekten Ausblick auf die Landschaft hatten, durch die wir fuhren. Vorbei an Bergen, durch mehrere Tunnel, über mehrere Brücken und wir überquerten den 920 Meter hohen Arthurs Pass, der die Grenzen der Regionen Westland und Canterbury markiert. Und unser Ziel war die Stadt Christchurch in dem Distrikt Canterbury, in der wir unsere restlichen Monate bis zur Ausreise aus Neuseeland geplant hatten. Die Zugfahrt an sich fanden wir beide nicht so beeindruckend, ist vielleicht eher so ein „Alte-Menschen-Ding“? Aber wir sind gegen Abend sicher in unserer neuen Heimatstadt angekommen.
    Einmal mit einem Zug in Neuseeland fahren? Check!
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  • Day284

    Pancake Rocks

    November 20, 2017 in New Zealand ⋅ ☀️ 16 °C

    Der letzte Spot, an dem wir auf der gemeinsamen Reise mit Ginger Steffi's Eltern Halt gemacht haben, waren die sogenannten „Pancake Rocks“. Entstanden sind die außergewöhnlichen Felsen durch Schichten aus abgestorbenen Meerestieren und Pflanzen. Diese Schichten befanden sich erst am Grunde des Ozeans, sind aber durch eine Landhebung an die Oberfläche gebracht worden. Durch die verschiedenen Wettereinflüsse und die Brandung sind im Laufe der Zeit die Felsen ausgewaschen worden und haben somit die Türmchen geformt, die sehr an gestapelte Pancakes erinnern. Auch ein weiteres Phänomen sind die „Blow Holes“, in denen die Gischt nur so an der Felswand hochgespritzt ist und zischende Laute von sich gegeben haben. Übrigens entstanden die „Blow Holes“ durch aggressive Wellen, die nicht einfach ins Meer zurückweichen wollten, sondern sich den Weg direkt durch das Gestein gesucht haben. Huch, hatte die Natur auch mal schlechte Laune?! Und als wir zwischen den „Pancake Rocks“ unterwegs waren, bekamen wir auch Hunger auf richtige essbare Eierkuchen. Was ja auch selbstverständlich war, wenn wir den Vormittag bei überdimensionalen Pancakes verbrachten! Deswegen gab es, bevor wir die Route nach Greymouth einschlagen mussten, eine Runde Pancakes mit Schokosoße, Puderzucker und Beeren in dem angrenzenden Café. Lecker!Read more

  • Day283

    Hokitika

    November 19, 2017 in New Zealand ⋅ 🌬 23 °C

    Hokitika ist wahrscheinlich ein Ort, der nicht vielen Touristen bekannt sein wird. Man könnte fast behaupten, dass der aus Holzstöcken gebastelte Ortsname am Strand das Highlight oder das „Wahrzeichen“ von der Stadt war. Abgesehen davon liegt Hokitika an der Westküste und da wir ja alle wissen, dass im Westen die Sonne untergeht, sind wir abends an den Strand gelaufen, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Und dazu gab's den Geschmack von einer deutschen (!) Dose Apfelwein der Marke „Bembel With Care“, eingeführt von Ginger Steffi's Eltern. Allerdings war das nicht alles, was wir in dieser Gegend erlebt haben. Rund 30 Kilometer entfernt gibt es das „Hokitika Gorge Scenic Reserve“, das wohl bekannter sein dürfte als der Ort selbst. Wenn man nämlich in Google den Begriff „Hokitika“ eingibt, kommen auch die Bilder des berühmten türkisfarbenen Wassers. Dieses haben wir im Reserve wieder entdeckt, welches wir auf einem kurzen Trail erkundet haben. Unter anderem gab es auch eine „Swing Bridge“ und der Weg endete in einem kleinen Felsenmeer, von dem aus wir spektakuläre Fotoaufnahmen von dem Reserve machen konnten. Wenn man diese Fotos um 180 Grad drehen würde, könnte man den türkisfarbenen Fluss aufgrund der Farbintensität mit einem wolkenlosen Himmel verwechseln. Was die Natur uns doch für bewundernswerte Landschaften präsentieren kann!Read more

  • Day283

    Franz Josef Glacier

    November 19, 2017 in New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Was darf man auf keinen Fall verpassen, wenn man dieses Land besucht und dessen wunderschöne Natur zu sehen bekommt? Natürlich ein Gletscher. Wir haben uns für den Franz Josef Glacier entschieden, der sich im Westland-Nationalpark befindet und gleichzeitig auf der Westseite der neuseeländischen Alpen. Fragt sich nur, wie lange noch? Der etwa 10 km lange Gletscher war einmal so groß, dass er direkt ins Meer mündete. Seitt 1999 verliert er stetig an Masse, obwohl er einer der wenigen großen Gletscher ist, die noch nicht so stark von der weltweiten Gletscherschmelze betroffen sind. Dennoch wird damit gerechnet, dass er bis zum Jahrhundertende 5 km Länge einbüßen müsste. Wir sind von dem Carpark aus die knappe halbe Stunde zu dem Glacier gelaufen, mit verbrannten Schultern, die wir wegen der Sonne abdecken mussten. Was das Laufen anstrengender machte, da wir ja nicht nur im Top unterwegs waren. Der Weg führte über eine kleine Brücke und durch die Gegend, die wohl früher mal selbst noch mit Gletschereis bedeckt gewesen sein musste. Weil es Steff zu heiß war und man auf dem Weg schon das Ausmaß der Erderwärmung sowie den Gletscher teilweise sehen konnte, hat sie sich unter einen schattenspendenden Felsen gesetzt und gewartet. In der Zwischenzeit ist Ginger Steffi mit ihren Eltern zu dem Anfang bzw. dem Ende des Franz Josef Glaciers gelaufen um Fotos zu machen. Danach sind sie wieder umgekehrt und haben Steff auf dem Rückweg eingesammelt, vorbei an Wasserfällen, an denen wir uns erst einmal ein bisschen aufgehalten und abgekühlt haben. Im Großen und Ganzen war es sehr schockierend, wie viel Masse dieser Gletscher bereits verloren hat, was den Besuchern auf Bildern verdeutlicht wurde. Wenn man darüber nachdenkt, wie viel Länge manch andere Gletscher, die schon sehr stark unter der Schmelze leiden, noch verlieren werden, würde es einem wohl glatt die Sprache verschlagen...Read more

  • Day282

    Wanaka

    November 18, 2017 in New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Sonnenbrand, geteerter Arsch, schwarze Füße und Co. in weniger als 24 Stunden. Möglich? Mit uns schon...
    Für diesen Tag hatten wir den Roys Peak, ein Berg nordwestlich von der Stadt Wanaka, geplant. Wir hatten Glück, denn der Carpark war bis zum 17. November geschlossen gewesen, weil dieser eine neue Teerschicht bekommen hatte, die uns allerdings zum Verhängnis wurde. Wieso, weshalb, warum? Dazu später mehr... Wir waren schon zu spät dran, bekamen den letzten Parkplatz, schnallten uns die Rucksäcke mit genügend Wasservorrat über die Schultern und liefen in kurzen Klamotten los, in der fiesen Mittagshitze, wenn die Sonne bekanntlich am höchsten steht... Sonnencreme? Nein, wieso? Wir hatten immerhin unsere Kappen auf und unsere Haut müsste sich doch endlich mal an die Sonne gewöhnt haben, dachten wir. Der Weg bergauf führte durch eine Gras- und Buschlandschaft, teilweise auch durch privates Weideland, auf dem die Schafe grasten, meistens in den schattenspendenden Büschen versteckt. Da konnten wir schon neidisch werden, auf dem ganzen Anstieg befand sich so gut wie kein Schattenplätzchen, während des Laufens auf dem staubigen Pfad schon mal gar nicht. Für die kleine Wanderung wurde eine Dauer von 3-4 Stunden angesetzt, je nach Kondition und Temperatur. Erreichte man die Spitze des 1500 Meter hohen Berges, hatte man eine 360 Grad Aussicht über die Landschaft, in der sich auch der Lake Wanaka befand. Ginger Steffi's Eltern waren auch nach kurzer Zeit schon nicht mehr in unserer Sichtweite, aber wir blieben tapfer und sind trotz der starken Sonne weitergelaufen. Nach 2,5 Stunden haben wir uns eine Pause gegönnt und uns auf einen Felsen gesetzt um die Aussicht zu genießen. Als ein älterer Mann vorbei kam und meinte: „Your arms look very red!“ haben wir uns nur blöd angeschaut und uns wieder auf den Weg gemacht. Den Gipfel erreichten wir nie, wir waren schon 3 Stunden unterwegs, hatten langsam kein Bock mehr und der Wasservorrat ging auch langsam zu Ende. Wir sagten uns, die Aussicht wäre uns der weitere Anstieg nicht wert und wir haben uns wieder an den Abstieg gemacht, der blöderweise auch eine ganze Stunde dauerte und unsere Knie innerlich zum Schreien brachte. Als wir endlich (!!) den ersten Schritt auf den Carpark setzten, waren wir unglaublich erleichtert und sind zum Wohnmobil geschlurft. Leider hatten wir die Schlüssel nicht, aber es hat uns trotzdem Schatten gespendet, sodass wir uns davor auf den Boden gepflanzt haben und uns den Wanderschuhen mitsamt den Socken entledigten. Nach kurzer Zeit merkten wir allerdings, dass irgendwas nicht so stimmte. Als Ginger Steffi auch noch aufgestanden ist, wussten wir auch schon Bescheid. Der Split vom frisch geteerten Boden klebte an ihrer Shorts, leider war das noch nicht alles: an unseren nackten Füßen hingen überall die kleinen Steine, die wir wieder herunter gekratzt haben, trotzdem blieb der Teer... Und wir haben uns noch gewundert, was auf dem Carpark so nach Teer riecht, wo er doch gerade erst wieder geöffnet wurde. Logisches Denken? Nein, dafür ließ die Dummheit grüßen. Als nach einer Stunde Warten Ginger Steffi's Eltern kamen, waren unsere Füße inzwischen schwarz gefärbt und wir haben versucht, den Mist mit Feuchttüchern wegzuschrubben...Mehr erfolglos als erfolgreich, haha. Dennoch sind wir ins Wohnmobil gestiegen, die Reise musste ja weitergehen. Beim Blick in den Spiegel haben wir dann auch noch unser Ausmaß gesehen, dass sich ohne die fehlende Sonnencreme in unseren Gesichtern, Nacken und Schultern widerspiegelte. Ähm, ups? BH-Träger und Arme heben gehörte vorerst der Vergangenheit an. Um uns wenigstens ein bisschen abzukühlen, sind wir zu dem bekannten „Wanaka Tree“ aufgebrochen, der einsam im Wasser des Lake Wanaka wächst und auch der am meisten fotografierteste Baum in Neuseeland ist. Am steinigen Ufer haben wir nochmals versucht, unsere Füße wieder hautfarben zu bekommen und auch den Staub der Wanderung zu entfernen. Man hätte es auch so wie Ginger Steffi's Vater machen können, der typisch deutsch in Unterhemd und Shorts im See stand und sich gewaschen hat. War für uns aber ein zu hohes Risiko, uns mit vorhandenem Sonnenbrand in die Sonne zu stellen. Autsch! Diese Nacht haben wir definitiv nicht gefroren, Dank unserer neuen, natürlich gewonnen und Wärme ausstrahlenden Röte.Read more