Peru
Machupicchu

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301 travelers at this place:

  • Day44

    Machu Picchu (Peru)

    November 4 in Peru

    Peru: schon mein viertes Land auf meiner Abenteuerreise. Vieles plane ich hier sehr spontan und höre auf Empfehlungen in den Hostels, sodass ich meistens nur für 3 Tage buche. 3 Dinge stehen allerdings auf meiner Liste, die ich UNBEDINGT machen will - koste es was es wolle! Der Machu Picchu ist einer davon und kann heute offiziell abgehakt werden 😍

    Den berühmt berüchtigten circa 50km langen und 5 Tage dauernden Inka Trail konnte ich leider nicht machen, da es sich hierbei um ein UNESCO Kulturerbe handelt und nur 500 Menschen täglich hier lang wandern dürfen. Somit muss der Trail 6 Monate im voraus gebucht werden, was bei meiner sprunghaften Route eher schwer war zu planen. Aber auch meine 1-Tages-Tour hatte es in sich: zeitlich, konditionell und preislich 🙈

    Für geschmeidige 270 Euro habe ich mich heute Morgen um 3.30 Uhr aus Cusco nach Aguas Caliente auf den Weg gemacht. Der Panormazug war schon sehr schön und was besonderes, aber der 3-stündigen Aufstieg auf den Machu Picchu und der anschließende Blick auf diese jahrhundertalte Stadt mit den riesigen Anden im Hintergrund war atemberaubend und jede Stufe wert.

    Ein Traum wurde heute wahr. ❤⛰

    Heute kann ich sicherlich gut schlafen nach den anstrengenden letzten 2 Nächten.
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  • Day41

    Machu Picchu

    October 11 in Peru

    Gestern startet das Abenteuer Machu Picchu. Mit Bus und Zug ging es von Cusco durch das heilige Tal (Urubamba) nach Aguas Calientes wo ich am Fusse des Machu Picchu übernachtete bis es heute Morgen früh dann auf den Berg hoch ging.
    2 Tage mit vielen Sehenswürdigkeiten aus der Inkas-Zeit aber auch aus dem Leben der Peruaner. Beeindruckend, spannend, faszinierend.... Toll und dankbar, dass ich das erleben durfte 🙏🏼.Read more

  • Day19

    Der große Tag auf den wir die letzten Tage hingearbeitet hatten war endlich da! Um 3 Uhr morgens klingelte der Wecker um als einer der ersten Machu Picchu sehen zu können. Wir schafften es auch tatsächlich die ersten in der Schlange für den Bus zu sein und konnten pünktlich um 6 Uhr unsere Erkundungen beginnen. Das Wetter war zum Glück genial und wir konnten einmalige Ausblicke auf die Ruinen genießen. Was für eine mystische und beeindruckende Atmosphäre! Morgens ohne viel Trubel konnten wir ganz in Ruhe Fotos machen und das Weltwunder bestaunen. In einer Tour durch die Ruinen lernten wir wieder viel über die Inka, ihre Denkweise und Baukunst (langsam müssen wir auch fast an die Alien Theorie glauben - unglaublich was sie schon alles wussten!) Danach ging es für uns 2400 Stufen (600 Höhenmeter) hinauf auf den Machu Picchu Mountain! Ganz schön schweißtreibend aber eine tolle Aussicht belohnte uns! Zum Abschluss ging es 1000 hm über Stufen zurück in die Stadt. Ein aufregender und anstrengender Tag geht abends um 9 in Cusco wieder zu Ende.Read more

  • Day18

    Salkantay Trek III

    October 25 in Peru

    Auch der dritte Tag unseres Treks begann pünktich um 5 Uhr mit dem gewohnten Coca Tee 🍵 Danach ging es nach einem leckeren Frühstück in den Jungle. Der Wechsel von Felsen zu massenhaft Grün war sehr schön! Wir konnten Avokados, Bananen, Granadillas und Orchideen quasi beim Wachsen zuschauen und Wasserfälle bestaunen. Auf einer Kaffeeplantage bekochten unsere super Köche uns zum letzten Mal (das Essen werden wir vermissen!) und wir machten uns auf den Weg nach Aguas Calientes - dem Eintrittstor zu Machu Picchu. Dazu ging nach 16km Jungle Tour weitere 10km an den Schienen entlang. Kaputt und voller Erwartungen für den nächsten Tag fielen wir nach der ersten Dusche seit 3 Tagen müde ins Bett.Read more

  • Day9

    Tag 3 und 4 waren sehr abwechslungsreich und wieder voller Eindrücke: nach einer feuchtkalten Nacht wurde es schnell wärmer und wir wanderten durch eine immer dichtere Vegetation. In Santa Teresa könnten wir uns in heißen Quellen von den Strapazen der letzten Tage erholen und haben dann erst am Lagerfeuer und dann in der überraschend entwickelten Barszene von Santa Teresa gefeiert. Am 4. Tag folgte noch eine schöne Wanderung durch Kaffee- und Bananenplantage zu einem ersten Blick auf Machu Pichu und abschließend 10 km direkt an den Bahngleisen nach Aguas Caliente...Read more

  • Day44

    Machu Picchu

    December 4 in Peru

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo noch eine Treppe her… 🤦🏽‍♀️

    Hallöle mittlerweile wieder aus Cusco,

    ich bin von meinem Machu Picchu Trip gestern Abend zurück gekehrt und dann nur noch ins Bett gefallen. Da der Rainbow Mountain so gut geklappt hat, habe ich mich entscheiden die Treppen zum MaPi zu nehmen. 💪🏼

    2.000 rauf und 2.000 runter plus die Treppen innerhalb der Stadt. Ich weiß nicht wieiviele tausende Stufen ich gestern gelaufen bin. Wenn man alles an einem Tag macht, landet man laut Google bei 8.760 Stufen aber ich habe den Machu Picchu Berg ausgelassen. Zu hoch und keine Absicherung auf den Treppen, da ist leider meine persönliche Grenze mit der Höhe immer erreicht. 🥺

    Ich hatte den Abend vorher im Hostel 3 Deutsche kennen gelernt. 2 Jungs, mit denen bin ich dann auch zum MaPi und ein Mädel, die bereits oben war. Wir haben dann noch einige Pisco Sour getrunken und im Zimmer habe ich dann noch über eine Stunde mit 2 Kolumbianerinnen
    geredet, da ich unbedingt noch nach Kolumbien will – irgendwann. Das Ende vom Lied war, dass ich nach zwölf im Bett war und der Wecker um 3:30 Uhr ging. 😅

    Fit war ich leider wirklich nicht. Aber wenn es lustig ist, schafft man den Absprung auch schlecht. Ich war hier auch sehr wenig unterwegs abends mit Leuten, da ich dauernd nur Touren buche um so viel wie möglich mit zu nehmen. 😅 Ich muss aber sagen, dass das Alleine reisen mir mittlerweile besser gefällt.

    Ich entscheide wirklich alles komplett selbst und völlig frei, wann und wie und in welchem Tempo. Niemand beeinflusst mich egal in welche Richtung. Zudem lerne ich wirklich deutlich mehr Leute kennen. Man lernt eh viele kennen aber alleine ist das nochmal was anderes. 🤗 Man entwickelt irgendwie auch mehr Ehrgeiz bestimmte Dinge zu schaffen, für sich selbst. Keine Ahnung warum. 🤷🏽‍♀️

    Ich habe mich entschieden, die teurere Variante zum MaPi zu wählen und mit dem Zug zu fahren. 🚂 Die Tour mit dem Bus hätte von Cusco 7h gedauert bis Hydroelectrica. Ab da muss man dann 3h an den Bahnschienen entlang laufen, bis man in Aguas Calientes ankommt.
    Das wäre grundsätzlich kein Problem gewesen, aber die letzte Stunde mit dem Bus geht über eine schmale Schotterstraße die an einem Abgrund entlang führt, an der es bereits viele Erdrutsche gab und
    viele „Baustellen“ sind. Die Fahrzeuge hier sind weder vom Alter, noch von der Bereifung die zuverlässigsten. Ich habe schon 3 Reifenpannen und eine Motorpanne miterlebt. 🤷🏽‍♀️
    Habe mir einige Videos der Straße angesehen und 2 Nächte darüber geschlafen, ob ich wirklich so viel mehr für den Zug bezahle. Die Deathroad in La Paz habe ich bewusst ausgelassen, da ich es mir nicht zugetraut habe, die gefährlichste Straße der Welt 60 km mit dem Fahrrad zu machen. Ich fahre ewig kein Fahrrad mehr und wenn mir jemand entgegen kommt, gilt Linksverkehr. Das ist überall auf den Straßen die am Abgrund vorbeiführen der Fall. Bedeutet 👉🏼 ich hätte mit dem Radl am Abgrund entlang fahren müssen, um einschätzen zu können wie weit ich rüber kann. Das war mir dort schon zu heikel also wollte ich es hier auch nicht mit dem Bus erleben. 😳

    Wenn ihr die Deathroad bei Google sucht, wisst ihr was ich meine. ☝🏼

    Ein deutsches Paar hat mir am Rainbowmountain auch bestätigt, das der Zug die beste Wahl war. Die Beiden haben keine Höhenangst wie ich und selbst sie haben das Rückticket mit dem Bus verfallen lassen und sind mit dem Zug zurück.

    Die Zugfahrt war dafür aber auch wirklich wunderschön. Der Zug ist an den Seiten und oben mit Glasscheiben ausgestattet und man kann die Landschaft und die Flüsse die ganze Fahrt über sehen und dabei gemütlich einen Pisco trinken. 😊 Ich hatte eine ältere Frau aus Michigan neben mir, deren Kinder jetzt erwachsen sind und die sich dann für den Verkauf von Haus und Auto entschieden hat, um zu reisen. Ich höre hier jeden Tag so viele interessante Geschichten von Menschen die ich treffe, ich kann sie euch nicht alle runter schreiben. 😅

    Oben angekommen um 6 Uhr in der Früh, war ich klitschnass, weil es leicht genieselt hat die ganze Zeit und die Treppen sau anstrengend waren. Dann mussten wir bis ca. 9 Uhr warten, da wir wirklich gar nichts sehen konnten. 😳
    Es war so nebelig und diesig, die Sicht ging über keine 10 Meter hinaus. Und dann plötzlich riss der Himmel nach und nach auf und die alte Inkastadt kam zum Vorschein, die beiden Berge - der Machu Picchu und der Huayna Picchu - alles lichtete sich langsam im Nebel. Das war abgefahren! 😳😍 Ich wusste ja, dass alles dort oben sehr weitläufig ist aber so riesig hatte ich es mir nicht vorgestellt. Von der Stadt gingen noch verschiedene Trails ab, wir sind zur Inkabrücke aufgebrochen ca. 1-1,5h. Ich hab es aber nicht bis dorthin geschafft mit meiner Höhenangst. Wir sind dort auch schmale Wege an 500-800 Meter tiefen Abgründen entlang gelaufen und als keine Mauer mehr neben uns war, habe ich aufgegeben. Evtl. kann man das auf dem dritten Bild etwas erkennen und einschätzen. Aber wenigstens habe ich es versucht. 😊

    Die Inkastadt wurde im 15’ten Jahrhundert erbaut und Schätzungen zufolge konnten in ihrer Hochzeit bis zu 1.000 Menschen dort oben leben. 80% der Stadt ist heute noch im Originalzustand und nur 20 % restauriert. Die Stadt ist wirklich super gut erhalten, keine Ruinen 👉🏼 das sind richtige Häuser. 🏠 Eine riesen Sonnenuhr, Tempel, kleine Wasserbecken und Brunnen kann man sehen. Ein ausgeklügeltes Wasserversorgungs- und Abwassersystem innerhalb der Stadt und auf den Terrassen auf denen früher Quinoa, Cocapflanzen usw. angebaut wurden, alles ist noch vorhanden.
    Der Machu Picchu ist eines der sieben neuen Weltwunder. Und mit der Christus-Staue in Rio de Janeiro habe ich damit dieses Jahr schon zwei der sieben neuen Weltwunder gesehen. Und drei weitere habe ich bereits auf meine Liste in naher Zukunft gesetzt. 😅

    Die Stadt Machu Picchu wurde nicht als Festung erbaut, hat unser Guide erklärt. Da die Schutzmauern fehlen, geht man davon aus. Sie wurde innerhalb von 90 Jahren, zwischen 1450 und 1540, auf einem Berg in den Anden in 2.430 Metern Höhe von den Inkas gebaut. Wenn man dort heute steht, in dieser wirklich riesigen Stadt, ist das einfach nicht vorstellbar!
    Über die Geschichte der Inkas wird bis heute spekuliert, wozu die Stadt gedient hat. Einige behaupten sie sollte der finale Rückzugsort der Inkas sein, hoch oben in den Anden, vor den spanischen Eroberern. Andere behaupten das sich dort ein Aclla Huasi ein „Haus der auserwählten Frauen“ befunden hat, da man deutlich mehr weibliche Skelette als männliche gefunden hat. Es gibt auch noch andere Theorien aber niemand kann es am Ende wirklich sagen.

    Es ist auf jedenfall einen Besuch und die Strapazen wert. Man kann allerdings auch gemütlich mit dem Bus rauf und muss nicht die Treppen nehmen. 😅🤷🏽‍♀️

    Für mich geht es jetzt in der letzten Woche in Südamerkia erstmal Richtung Ica und von dort über Lima nach Kuba. 🌴🥰☀️

    Ich melde mich in ein paar Tagen mit den letzten Eindrücken aus diesem wundervollen Land. 😍

    Angi
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  • Day349

    Machu Pichu

    April 20 in Peru

    On our first trip to Machu Pichu via the Inka Trail, Christy got sick (not sure if it was altitude or food) so we had not been able to explore the ruins thoroughly, which is why we’d always planned to return.
    Unfortunately, Cindy woke up feeling sick on our travel day (we think it was a combo of altitude and dehydration), but luckily she recovered completely overnight and was able to enjoy our two days at Machu Pichu. It was so fun to share visiting this incredibly beautiful and impressive site with Cindy – who had been wanting to visit for many years.
    Our first day, we hired a guide and got a good overview of the ruins in the morning. In the afternoon, we hiked up to the Sun Gate where The Inka Trail enters the Citadel. It was a beautiful walk, which we’re so glad we did - and luckily the weather cooperated and we had great views the entire way.
    On our second day, we hiked up to the top of Machu Pichu Mountain and also had good views the entire time. The hike was very challenging and scary with some sections having steep steps with sheer drops and no railings. Yikes! In the afternoon, we walked through the entire ruins again and tried to imprint the beauty and majesty of the place in our minds, which simply can’t be captured in photos.
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  • Day155

    Machu Picchu at last

    November 5 in Peru

    Picking up from yesterday's post, after the salt mines we visited Moray, an agricultural site where the Incas took advantage of natural formations to create greenhouses of sorts. We then had lunch, followed by a visit to Ollantaytambo, another archeological site.

    After that, we made our way to the nearby IncaRail tourist train that took us to Machu Picchu Pueblo. We arrived at our very posh hotel and had dinner. I crashed hard because we had an early go this morning.

    We left the hotel at 6:30 to take a short bus ride up the mountain. What we found there, like everyone before us, was...Amazing. Magnificent. Awe-inspiring. Temple of the Sun, Room of the Three Windows, Condor Temple, the Inca's Palace [Inca means King; the people are called Quechuan for their language], the Intihuatana stone...so many aspects to the city.

    Machu Picchu is incredible and is on a ticking clock for tourists. Very soon, maybe within two years, tourists will no longer be able to walk within the walls. They will only be allowed to take photos from above. If this is on your bucket list, move it to the top.

    Another once in a lifetime experience complete.

    We're at lunch in the Pueblo now. Yummy.

    So long [for now] and thanks for all the fish. ✌️
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  • Day61

    Cusco ist gross. Viel grösser als erwartet. Im Zentrum kolossal kolonial. Ausserhalb grün und voller Inka-Zeugs. Die schönste Stadt die wir in Südamerika bisher gesehen haben. Wir checken im Hostel VIP House ein. Vielleicht bringt der gelbe Armreif ja doch noch was. Der Name verspricht ja Einiges. Und hält wenig. Grund genug, das lästige Papierbändeli definitiv zu entsorgen. Vorerst. Der nächste Guide/Animateur wird ja sicher wieder eines zur Hand haben und mir ohne Bändeli den Buseinstieg verweigern, wenn wir in ein paar Tagen weiterreisen in Richtung Lima. Uns bleibt ein Tag in Cusco, bevor wir zum Salkantay Trek aufbrechen, der seinen Höhepunkt am fünften Tag auf dem Machu Picchu finden wird. Vorausgesetzt, Sue macht auch mit. Bzw ihr Magen. Anstatt mit mir die Stadt zu erkunden und so allerlei Dinge zu erledigen, liegt sie flach im Hostel und hofft auf die Wunderwirkung von Bioflorin und Kamillentee. Und dann heisst es immer, ich sei das schwache Glied. Tss. Natürlich hoffe ich mit ihr. Ehrlich.

    Und wer hätte es gedacht? Auch diese Tour startet quasi mitten der Nacht, 04:30. Ich verspreche mir, wenigstens noch ein Mal in diesem Leben schlafe ich aus. Heute nicht. Der schönen Sue geht es trotz unmenschlicher Uhrzeit tatsächlich besser. Ein Hoch auf Bioflorin und Kamillentee! Schön, das freut mich. Ehrlich. Wir halten also an Plan A fest und starten die Tour wie geplant und gemeinsam. In den fünf Tagen werden wir als zwei von etwa 25 Leuten in zwei Gruppen mit je einem Guide 75km zurücklegen zwischen 1‘800 und 4‘625 Meter über Meer. Natürlich gibt es noch diverse andere Wandergruppen, welche die Wege verstopfen. Ist ja Touri-Land hier. Noch bevor es richtig los geht, sind die ersten noch zurückhaltenden Gruppen-Diskussionen bezüglich wer über welche Agentur gebucht und wie viel für das Trekking bezahlt hat äusserst interessant und aufschlussreich. Resultat? Obwohl Sue und ich 70 Dollarios mehr bezahlt haben als der Schnitt der Gruppe, gibt es keine Sonderbehandlung. Da hilft auch Sue‘s Hopster-Bändeli nichts. So eine Frechheit! Aber auch diesen Fall wollte unsere Rechtsschutzversicherung auf Anfrage nicht übernehmen. War ja klar. Wir vereinbaren also per Handschlag, dass wir uns maximal fünf Minuten aufregen und die Welt verteufeln, bevor wir das Abenteuer einfach geniessen. Das klappte ganz gut. Wird halt beim Trinkgeld geknausert.

    Der Trek startet mit der Aufteilung in die beiden Gruppen. Unser Guide heisst Edgar. Das stimmt ausnahmsweise sogar. Er ist knapp so gross wie seine Wanderstöcke lang sind und findet es toll, wenn als Erstes jeder seinen Namen, sein Alter und seine Nationalität vorträgt. Jede Bekanntmachung wird mit einem kleinen Gruppenapplaus honoriert. Hm, Club Med zum Zweiten?! Wobei, nein, eher anonyme Alkoholiker. Egal, auch wenn man sich die individuellen Steckbriefe nicht auf Anhieb merken kann, sind die geteilten Informationen durchaus aufschlussreich. Zwei Drittel der Gruppe besteht aus Deutschland und die Hälfte der Gruppe ist ziemlich genau halb so alt wie ich. Was auf den ersten Blick und über die fünf Tage durchaus auf die Nerven gehen könnte, entpuppt sich als unterhaltsame und spannende Jungs&Mädels-Truppe mit allerlei Sprachtalent und Reiseerfahrung. Meinen Telomeren (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Telomer) nach zu urteilen, liegt mein biologisches Alter ja auch eher knapp über Zwanzig. So sind wir uns denn alle schon vor Beginn einig, dass der Salkantay-Trek wohl zu den zehn schönsten Wanderungen der Welt gehören soll. Die Aussichten atemberaubend und dank diverser Klimazonen extrem abwechslungsreich mit dem grossen Finale Machu Picchu bei Sonnenaufgang. So sagt man zumindest. Um es vornweg zu nehmen, wir sehen nicht viel davon. Also eigentlich gar nichts. Es hat Nebel. Und regnet. Wir bewegen uns entweder unter oder in den Wolken. Und wenn wir eine Wolke komplett durchschreiten, findet sich darüber bestimmt noch eine. Was das für die Bodenbeschaffenheit bedeutet, ist ja auch klar. Schlamm. Viel Schlamm. Ich finds irgendwie geil. Keine Ahnung wieso. Eher ungewöhnlich. Es entfacht eine kleine Diskussion zwischen Sue und mir. Denn im Gegensatz zu mir gefällt der kleinen Prinzessin die Situation gar nicht. Jetzt sei schliesslich „Ende Regenzeit“ und im „Spätsommer“ wäre es ja jeweils auch noch schön. Ich schaue sie wortlos an und hoffe ganz fest und zum Wohle unserer Beziehung, dass sie innerhalb nützlicher Frist ihrem eigenen Gedanken folgen kann. Zum Glück tat sie das nach rund fünf schwer erträglichen und doch hochspannenden Sekunden. Danke Sue.

    Tag 1 des Treks soll uns wohl auf den anstrengenderen Tag 2 vorbereiten. Schon nach drei Stunden erreichen wir das erste Camping-Lager, von wo aus nach dem Lunch noch ein Round-Trip zu einer 300m höher gelegenen Lagune ansteht. Der Start des Aufstiegs verläuft chaotisch und spontan. Irgendwann sind dann alle unterwegs und pflügen sich durch den Matsch. Den Rest kennen wir. Allerlei Ausreisser setzen sich ab und an die Spitze, nur um kurz danach kläglich einzubrechen und nach Luft japsend zu pausieren. Jaja, die Luft ist dünn hier oben. Wie es ausgeht kennen wir auch schon. Ich ziehe meine glorreiche Pace durch und stehe als Erster an der Lagune. Ich, auf dem Papier der Älteste beider Gruppen. Tag 2 ist wandertechnisch bereits der Tag der Tage. 22km inklusive Salkantay Pass auf 4‘625m. Veranschlagt bis zum besagten Gipfel sind vier Stunden. Diverse Gruppen ziehen los, auf unterschiedlichen Pfaden. Die Frage, ob man zu Beginn den Short-Treck nimmt oder sich doch die beschwerlicheren „Seven Snakes“ antut, war schnell geklärt. Keine Frage, zeigt her die Schlangen! Kurz vor den steilen Sieben-Schlangen-Serpentinen legen wir einen letzten Gruppen-Halt ein, danach wollte ich nicht mehr. Also nicht mehr warten. Ich geniesse die Ruhe und die ach so glorreiche Pace. Ohne weitere Pause und nach insgesamt 2,5h war es dann bereits geschafft. Von allen Gruppen sind an diesem Tag lediglich zwei andere Wanderer vor mir da, aber die sind ziemlich sicher mit dem Hubschrauber angereist. Mr Bergpreis eben. Für etwa 5 Minuten fand ich das total lässig, dann wurde mir kalt. Richtig kalt. Und es sollte noch elend lange 40 Minuten dauern, bis der Zweite aus der Gruppe und eine ganze Stunde, bis das restliche Feld dazu stiess. Man habe jeweils aufeinander gewartet, wie sich das für eine Gruppe gehört. Jaja, "lueg du für du"! Ich hatte mir bereits eine Höhle gebaut, ein Feuer gemacht und irgendwelche Tiere für den wärmenden Verzehr gejagt. Zumindest in Gedanken. Stark unterkühlt horchte ich noch Edgars mir grösstenteils bereits bekannten Erläuterungen zur Inka-Kultur, bevor es nach knapp 1,5h auf dem verdammten Pass dann endlich in Richtung Lunch-Camp weiterging. Aber damit ist nun auch genug heroischer Quatsch erzählt und die vom pummeligen Jungen, der beinahe durch die Fahrradprüfung gefallen wäre, geschriebenen zwei Abschnitte, kommen zu einem Ende. Er braucht das einfach ab und zu. Armer Junge.

    Tag 3 sollte wieder etwas einfacher werden. Ein paar Stunden entspannt dem Fluss entlang zum zweiten Camping-Camp wo es zuerst Lunch gibt und von wo aus wir die noch entspannenderen Hot-Springs für ein kleines Erholungsbad besuchen werden. So der Plan. Der viele Regen der letzten Tage hat über Nacht diverse Hänge abrutschen und Wege verschütten lassen. Auf Nachfrage wird mir versichert, dass dies immer nur in den Momenten passiert, in denen just keine Menschen zugegen sind. Das leuchtet mir weder ein noch beruhigt es mich. Aber das lasse ich mir nicht anmerken. So folgen wir der Strasse dem reissenden Fluss entlang, was Sue’s Gemüt neben der Schlechtwetterlage noch ein wenig weiter trübt. Wer will schon auf Strassen wandern? Natürlich lässt mich das nicht kalt und ich kümmere mich rührend und äusserst erfolglos um die schöne Sue. So schiebt die Holde zwischen meinen Aufheiterungsküssen weiter heiter ihre Krise, bis die Geschichte eine dramatische Wendung nimmt. An einem Punkt ist die Strasse vor uns komplett verschwunden, ein Weiterkommen unmöglich. Die Alternative? Eine luftige Transport-Pritsche über den reissenden Fluss zu einem anderen Pfad. Nervenkitzel garantiert. Schau Video. Die Maultiere passen leider nicht auf die Pritsche, also heisst es alle Taschen selber buckeln. Und auch auf der eben erreichten gegenüberliegenden Seite bleibt der Hike „spannend“. So müssen diverse fehlende Hänge und Pfade teils akrobatisch (oder mit Hilfe eines Schaufelbaggers) überwunden werden. Sue‘s Stimmung verbessert sich ob der ganzen Aufregung schlagartig und so zeugen auch ein paar ihrer fotografischen Impressionen von diesem Abenteuer. Ausser die wenige Meter hinter uns auf die Strasse donnernden Felsbrocken, deren fotografische Dokumentation im Schock untergegangen ist. So viel zu „nur wenn keine Menschen zugegen sind“. Und man ahnt es wohl schon. Auch an diesem sehr viel längeren Tag als geplant haben einmal mehr alle überlebt. Wenn auch knapp.

    Tag 4 ist dann im Vergleich wirklich langweilig. Ein paar Kilometer/Stunden auf den Füssen ohne nennenswerte Ereignisse, bis wir Aguas Calientes erreichen, von wo aus es am nächsten Tag um 04:00 auf den Machu Picchu geht. Tag 5 startet also früh, sehr früh. Die Vorfreude auf den atemberaubenden Sonnenaufgang inmitten der Inka Stadt wird zügig und mit Regen aus Eimern den Gulli runter gespült. Der Aufstieg zum 400m höher gelegenen Eingang entwickelt sich dank besagtem Wetter und schlecht kombinierter Ankleide denn auch zur grössten Plackerei der gesamten Tour. Bereits nach 10 Minuten war ich trotz Regenjacke und Zwergen-Regen-Poncho (also dem kleinen Edgar passte das ausgezeichnet, für mich war es eher eine Art Plastik-Sombrero) so nass wie nie zuvor. Wirklich. Also ausser vor zwei Tagen im Thermalbad, aber das ist was anderes. Die triefenden Hosen fügen jedem Schritt gefühlte 10kg Widerstand hinzu. Diesen Bergpreis sollte ich also nicht gewinnen. Irgendwann war es dann aber geschafft und wir standen geschafft inmitten einer der Wolken, die uns die letzte Stunde mit hektoliterweise Wasser bedacht hatte. Sicht gleich null. Geil. Scheiss Finale! Zum Glück lichten sich die Wolken in den darauf folgenden Stunden zumindest teilweise und ich kann ein wenig abtropfen, während Sue ein paar halbwegs klare Fotos schiesst. Versöhnt mit der Welt machen wir uns kurz vor Mittag an den Abstieg.

    Auch die abschliessende Rückfahrt nach Cusco blieb leider nicht ereignislos. Und für diesen letzten Teil werde ich auf meine übliche unterhaltsame Schreibweise verzichten. Der Kleinbus, der kurz vor uns mit einigen unserer Gruppen-Kameraden abfuhr, wurde bei voller Fahrt seitlich von herabfallenden massiven Felsbrocken getroffen. Der beschädigte Bus blieb zum Glück auf der schmalen Strasse stehen, dennoch gab es einige Verletzte aufgrund geborstener Scheiben. Eine Argentinierin, die nicht zu unserer Gruppe gehörte und deren Namen wir nicht kennen, wurde im Wrack eingeklemmt. Wie wir am nächsten Tag erfahren, ist die junge Frau auf dem Weg ins oder im Spital verstorben. Leider haben für einmal nicht alle überlebt, was uns zwei und auch den Rest unserer Gruppe tief getroffen und erschüttert hat. Wir hatten ein kleines Abenteuer gebucht und von der Natur ein grosses Abenteuer mit tragischem Ende bekommen. Trotz versierter Guides und allen möglichen Vorsichtsmassnahmen, kann die Natur unberechenbar und grausam sein. Überall auf der Welt. Das haben wir an diesem Tag mit Bestürzung erfahren. Wir werden auch weiterhin aufeinander aufpassen und versuchen, Risiken richtig zu beurteilen. Aber ob auf Reisen oder in der Heimat, das Leben selber ist ein ständiges Risiko und wir wissen alle wie es ausgeht. Trotzdem oder gerade deshalb haben wir an unserem letzten Tag in Cusco nochmals mit unserer Gruppe auf das Leben angestossen und das Leben und den Moment zusammen gefeiert. Das sollten wir alle tun. Denn es ist das Einzige das wirklich ist. Das Einzige was wirklich zählt. Der Moment. Das Jetzt.

    Be Happy!
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  • Day20

    Machu Picchu

    August 23 in Peru

    Nachdem wir gestern Nachmittag bereits als Ziel unserer Wanderung Machu Picchu erreicht haben, geht es heute nochmal von Agues Calientes mit dem Bus hoch, um die gesamten Ruinen fußläufig zu erkunden. Unser Guide Silvio gibt uns eine kleine private Führung. Zum Glück klart das Wetter oben deutlich auf, sodass auch Fotos mit Sonnenschein entstehen können. Das Gelände ist wirklich beindruckend groß, aber wir sind froh schon am Vortag da gewesen zu sein, da es Vormittags doch deutlich voller ist.
    Mittags geht es mit dem Zug und anschließen mit dem Auto zurück nach Cusco. Dort angekommen freuen wir uns schon wieder auf unser Hotel, es ist schon fast wie nach Hause kommen, nach 4 Tagen im gleichen Hotel. Nach einem Abendessen geht’s früh ins Bett, denn die Wanderung zum Regenbogenberg geht um 3:30 los... 💪🏼
    Weitere Fotos kommen später!
    - Leonie
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Machupicchu

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