Poland
Powiat hajnowski

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14 travelers at this place:

  • Day129

    Zalew Siemianówka - Topilo

    September 4 in Poland ⋅ ☀️ 20 °C

    Reisekilometer 14.303 km
    Tageskilometer 97 km

    Ruhige Nacht im EU gesponserten Camping bzw. Picknick-Bereich verbracht. Morgens ist Tina nochmal auf dem Vogelbeobachtungsturm und mit Dirk auf die Seebrücke oder was auch immer das sein sollte, gewesen.
    Wir sind dann auf meistens guten Straßen zum größten noch existierenden Urwald in Europa gefahren.

    Der Bialowieza Nationalpark liegt in der Provinz Podlachien im Osten Polens unmittelbar an der Grenze zu Weißrussland. Er ist rund 10.000 Hektar groß, die streng geschützte Kernzone - der eigentliche Urwald - umfasst jedoch nur rund 4800 Hektar. Auf weißrussischer Seite stehen weitere 87 000 Hektar unter Schutz.

    Wir fahren zum "Lehrpfad Žebra Žubra",der angeblich als einer der schönsten Wanderwege, durch den Białowieża-Wald führt. Die 2,7 km lange Route führt durch verschiedene Lebensraumtypen - feuchte und frische Algen-Feuchtgebiete, sumpfige Wälder. Fast die Hälfte des Weges besteht aus einem Holzsteg, der Rest ist ein fester Kiesweg. In der Vergangenheit wurde die Route aus Eichen- und Eschenbrettern gebaut, deren unebene Oberfläche und Abstand den Rippen ähnelten, daher der Name der Route. Der Weg, die Rippen von Žubra 'wurden am 21. April 2016 renoviert und wieder in Betrieb genommen.
    Über den Köpfen breiten einige hohe Bäume ihre Kronen aus.
    Es ist Nachmittag, um Tiere zu sehen oder hören zu können, hätten wir vorm Aufstehen starten müssen. Er ist wirklich erschreckend frei von Tiergeräuschen. Keine Vögel, keine Bienen oder Wespen nicht mal Mücken und schon gar keine Wisente.
    Aber für den Primärwald reicht es, die Bäume laufen nicht weg.
    Sie fallen nur irgendwann um. Und das ist auf den ersten Blick der größte Unterschied zu Forstwäldern: Im Urwald von Bialowieza liegen meterdicke Stämme herum: Eichen, Linden und Ulmen, die alt wurden und standen, bis sie ein Sturm (oder entlang des Wanderweges eine Kettensäge) zu Boden schickte.
    Angeblich werden Tannen und Eichen so hoch wie ein Haus mit zwölf Etagen. Ahorn, Hainbuche und Linde schaffen zuverlässig die 30-Meter-Marke und ein Drittel der Bäume ist mehr als 150 Jahre alt.
    Wenn ein stürzender Baum eine Lücke in das Blätterdach reißt, beginnt ein Wettlauf.
    Die jungen Bäume wachsen dann so schnell es geht. Wer es zuerst nach oben schafft und den anderen mit den Blättern das Licht nimmt, überlebt. Die Folge: Die Eichen hier sehen anders aus als ihre knorrigen Artgenossen, die mit riesigen Kronen auf freier Fläche wachsen. Die bis zu zwei Meter dicken Stämme der Waldeichen gleichen Säulen. Äste und eine Krone wachsen erst in mehr als 15 Meter Höhe. Dieser kopflastige Wuchs hat seinen Preis: die Baumriesen im Bialowieza-Wald gehen bereits im besten Eichen-Alter von 500 Jahren zu Boden.
    56 Säugetierarten leben hier - bis auf Bären eigentlich alles, was ein europäischer Wald bieten kann. Ein Auszug aus der Liste: Dachse, Otter, Biber, Luchse, Wölfe, Rothirsche, Elche und - das Wappentier des Nationalparks - das Europäische Bison oder Wisent. Die massigen Wildrinder sind der Grund dafür, dass es der Bialowieza-Wald durch die Jahrhunderte geschafft hat.
    Schon vor rund 600 Jahren reservierten sich polnische Könige die bis zu 900 Kilo schweren, mannshohen Wisente für ihren Trophäenschrank. Zum Schutz der Tiere wurde das Abholzen der Bäume verboten. Die russischen Zaren, die hier zwischen 1795 und 1918 das Sagen hatten, machten den Bialowieza-Wald zu ihrem Privatbesitz. Auf das Wildern der Wisente stand die Todesstrafe. Das Ende der Zarenherrschaft und die Wirren des Ersten Weltkrieges machten den letzten wilden Wisenten jedoch den Garaus: Im Februar 1919 schoss ein zuvor entlassener Forstbeamter das letzte Tier in Bialowieza.
    Wenig später begann die moderne Geschichte des Naturschutzes in Bialowieza. 1923 wurde der Wald unter Schutz gestellt, 1932 der erste Nationalpark Polens gegründet. Die Wisente waren da schon seit drei Jahren wieder zurück: Aus Tierparks wurden die letzen lebenden Exemplare in eine neue Aufzuchtstation gebracht.
    Das Projekt war erfolgreich: Weltweit gibt es nun wieder etwa 3.000 Wisente, die alle von der Zuchtgruppe aus Bialowieza abstammen. Allein im Bialowieza-Wald streifen inzwischen wieder etwa 900 wilde Wisente durch das Unterholz. Rund 500 leben auf der polnischen Seite, die übrigen jenseits des EU-Grenzzauns in Weißrussland - kleiner Grenzverkehr ist den Wildrindern nicht erlaubt. Die polnischen Wisente bleiben auf der einen, die weißrussischen auf der anderen Seite.
    Das könnte auf Dauer die Inzuchtproblematik erhöhen.
    Der bestehende Nationalpark ist eigentlich zu klein, um die Natur zu schützen und gleichzeitig auf Tourismus zu setzen. Pläne, den Park zu vergrößern, sind jedoch am Widerstand der Einheimischen gescheitert. Der WWF versucht nun, den Tourismus außerhalb des eigentlichen Nationalparks zu fördern.
    Will man ein Wisent sehen, dann fährt man ins
    Wisentgehege, denn wie heißt es in einer Broschüre: „Wenn man in Bialowieza keinen Wisent sieht, ist das so ähnlich, als ob man in Rom wäre und den Papst nicht gesehen hätte.”
    Wir waren in Rom und haben den Papst weder gesehen noch vermisst. Und ein Wisent im Gehege...
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  • Day157

    Der letzte Urwald Europas

    October 4 in Poland ⋅ ☀️ 10 °C

    Der Auftrag war klar: Bis 13:00 im Center des Nationalparks Białowieski das 3 Tages Visum für Belarus zu beantragen.
    Mit einem kleinen Umweg via Klejniki, dort gibt es schöne alte Holzhäuser mit verschiedenen Zäunen, schaffen wir es pünktlich.
    Treffen danach auf unsere alten Weggefährten Jane und Markus mit klein Clara, welche sich auf nem Parkplatz mitten im Wald niedergelassen haben. Nach nem Grosseinkauf gibt es noch einen Besuch im Tierpark. Hier gibt es auch die Wisente zu bestaunen, welche einzig noch frei in diesem Nationalpark anzutreffen sind (darauf hoffe wir natürlich, und machen daher keine Fotos von ihnen im Tierpark. Zur Information, sie sehen aus wie Bisons).
    Ein geselliger Abend mit Gerstensuppe und Kaiserschmarren lässt und ignorieren, dass draussen gerade das Geschirr vom Fuchs im Wald verteilt wird. Wir finden alles bis auf ne Holzkelle wieder. Entweder hat der Fuchs oder Clara diese so versteckt, dass sie unauffindbar bleibt.
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  • Day22

    Bialowiesa

    July 23 in Poland ⋅ ⛅ 21 °C

    Nous voici arrivés au confin de la Pologne et de la Biélorussie. Elles se partagent la dernière forêt primaire d'Europe. Cerfs, élans, loups, lynx mais surtout les derniers bisons d'Europe la peuplent.
    Malheureusement, les chances de les apercevoir sont plus qu'infimes malgré les 4 heures passées en son sein. Au tableau de chasse, photographique bien entendu, de vénérables chênes quadri-centenaires et un énergique pivert, tout à son affaire sur des troncs pouvant atteindre 55 mètres de haut.
    Heureusement, une réserve toute proche nous a permis d'admirer ces fiers bisons.
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  • Day521

    Day 522: Eastwards across Poland

    July 21, 2018 in Poland ⋅ ☀️ 23 °C

    Lots of driving today across Poland, after leaving Gdansk in the morning. Our next two World Heritage sites are in the far east of Poland, just near the borders with Belarus and Ukraine. So off we went! Six hours is a long drive, though we've done a lot of long drives lately.

    This is the trouble we've been having lately - we want to go to very specific places now, and there's not really any more low-hanging fruit in terms of World Heritage sites. And since we kind of have a deadline of finishing Europe by mid-October, we're just stuck with long drives and awkward connections. Oh well.

    Finished our driving around 4pm in the village of Bialowieska where we checked in to our guest house and later had dinner at a nearby restaurant with excellent Polish food - potato pancakes!
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  • Day522

    Day 523: Bialowieza Forest

    July 22, 2018 in Poland ⋅ ⛅ 25 °C

    Today's WHS was the Bialowieza Forest just outside town. This is an old-growth forest, the last remnant of a huge forest that once covered much of northern and central Europe. It's also the refuge for the last remaining European bison, so off we went.

    First stop was the bison breeding reserve, since our chances of spotting bison in the wild was basically zero. It's got quite a sad history - as with the North American bison, it was hunted to extinction because of the meat, fur and skins. The last one was shot by German soldiers in 1919, apparently only days before the Versailles treaty was signed and the Germans were forced leave the area. At this point the species was extinct in Europe, and around 50 animals remained in captivity around the world. The new Polish government bought 4 animals and set up a breeding program in the forest, so that now these days there's a few hundred animals - about 30% of the total population.

    It was basically a small zoo here, in addition to the bison they had wolves, deer, moose, lynx and a few others. Got some interesting footage and then headed off.

    Next up we went to the Palace Park, where the Russian Tsar had built a palace in the 17th century. Only a couple of outbuildings remain, since the Germans used it for an army HQ during WW2 and the Red Army burned it down in 1944 during their advance - not sure whether they were more disgusted by Nazis or Romanovs.

    From here we had a quick bite for lunch and then headed off on a short forest walk. Most of the really old growth sections are off limits without a guide (Polish spoken only of course), so we just sort of fumbled around filming and talking. At least with forests you can film a bunch of footage along the same trail and have it all look quite different, very nice!

    Back home in the afternoon to relax and escape the heat, before heading back to the same restaurant as yesterday for dinner. We both kind of wished we'd splurged on the nice hotel in town that had a swimming pool, but in the end we saved about $70 per night staying in a small guesthouse so it was all OK.
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You might also know this place by the following names:

Powiat hajnowski

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