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  • Day9

    Wir fahr’n mal in die Stadt

    September 8, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute ging es nach San Francisco! Whoop! Whoop!
    Bereits 8 Uhr fuhren wir los. Wir kamen gut durch, sodass wir kurz nach halb 9 das Auto im Parkhaus am Pier 39 abstellen konnten. Unglaubliche 60 $ zahlt man für ein Tagesticket! Wir hatten uns schon darauf eingestellt, da wir es zuvor schon im Internet recherchierten.
    Wir gingen zuerst an den berühmten Pier 39, wo wir schon von weiten das kräftige „Guten-Morgen“-Bellen der Seelöwen hören konnten. Wow…wie viele Seelöwen sich dort versammeln. Wir konnten auf einer Infotafel lesen, dass hier zu Spitzenzeiten bis zu 1000 Tiere auf den extra angelegten Holzplattformen liegen. Viele der Seelöwen schliefen und faulenzten einfach in der Sonne. Doch einige (wir denken Bullen) kämpften und verteidigten ihren Platz und rangelten sich mit anderen. Ein interessantes Schauspiel, welches sich nun schon seit zig Jahren hier abspielt. Eine ganze Zeit schauten wir ihnen zu - sehr spannend.

    Dann gingen wir weiter zum Pier 43 1/2 da wir hier ab 10 Uhr eine Bootstour gebucht hatten. Die Tour führte in die Bucht von San Francisco bis hin zur Golden Gate Bridge. Wir erfuhren viel über die Häuser rund um den Hafen und auch einiges geschichtliches. Wir fuhren bis zur großen roten Hängebrücke. Unten vom Wasser wirkte sie gleich nochmal gewaltiger. Immerhin ist sie 2,7 km lang. Danach ging es rund um die berühmt berüchtigte Insel Alcatraz. Auf der sieht man noch die Ruinen des Hochsicherheitsgefängnis welches von den 1930er bis 1950er betrieben wurde. Da die Wärter mit ihren Familien dort lebten gab es sogar eine ganze Kindergeneration die dort aufwuchs. Alcatraz wird oft fälschlicherweise mit „Pelikan“ übersetzt. Da sich dort früher viele Vögel, unter anderem Pelikane, ansiedelten.
    Schön anzusehen war auch die Bay-Bridge, die nicht weniger imposant ist. Sie führt direkt nach Downtown, deren Skyline selbst von weiten beeindruckend ist.

    Wieder mit festen Boden unter den Füßen liefen wir von Fisherman’s Warf zur Cable Car-Station. Warum die Berge laufen, wenn es doch die historische Seilbahn gibt. Die Seile verlaufen unterirdisch und der Driver hängt sich mit der Apperatur vom Cable Car ein. Sodass der Wagon hochgezogen wird. Erschreckend war für uns, dass die Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel 23 $ kosten sollte. Da gerade der Fahrkartenverkäufer zur Mittagspause war, schaute Roman in der SF-App. Und siehe da, da kostete das Ticket nur noch 12 $. Gebucht!
    Bei unserer ersten Fahrt mit dem Cable Car saßen wir drinnen. Schon irgendwie cool. Interessant ist auch, den 2. Mann hinten bei seiner Arbeit zuzuschauen. Er bediente die hintere Bremse (einfache Holzklötzer) per Hand.
    An der Lombard Street stiegen wir aus. Eine der steilsten Straßen der Stadt - mit 27% Gefälle bei 145 m Länge und insgesamt 8 Kurven. Sie wird wohl auch als eine der kurvenreichsten Straßen der Welt gehandelt. Mich hatten die vielen Menschen etwas überfordert. Vor allem mal wieder die Asiaten. Aber zum Glück gab es auch hübsche Hortensien, die schön anzusehen waren. Nach einem kurzen Spaziergang hinunter und wieder rauf, stiegen wir in das nächste Cable Car ein.
    Es ging bis zur Endstation - Union Square. Okay…dort ist verdammt viel los gewesen. Überall Menschen, dazu noch der Großstadtverkehr, Hochhäuser und viele Obdachlose, die mit Musik/durch Trommeln auf jeglichen Gegenständen auf sich aufmerksam machen wollten. Selbstdarsteller in jeglicher Art und ab und an steigt noch der Geruch von Marihuana in die Nase. Ja, Joints sind in Kalifornien aus medizinischen Gründen legal. Das alles lässt uns wissen: Welcome to San Francisco!
    Wir suchten uns die Buslinie 5 mit der wir bis Ecke Pierce Street fuhren. Von da liefen wir zum Alamo Square Park von wo man einen guten Blick auf die Painted Ladies hat. Das sind im viktorianischen Stil errichtete Holzhäuser. Den Namen erhielten früher Prostituierte, da sie sich so auffällig schminkten. Auch die Häuser sind alle mit unterschiedlichen Anstrichen versehen. Vom Park konnten wir auch gut nach Downtown sehen - ein herrliches Postkartenmotiv. Einzig einer dieser Selbstdarsteller störte diesen Anblick, indem er sich sonnte - fast so wie Gott ihn schuf. Und das im prüden Amerika.
    Ecke Steiner Street stiegen wir in den Bus um wieder zum Union Square zu kommen. Ab da gingen wir ein paar Blocks zu Fuß. Weiter ging es mit einem anderen Bus nach China Town. Nach passieren des Dragon Gates standen wir plötzlich in mitten eines großen Straßenfest, anlässlich des Moon Festivals. Überall waren Stände aufgebaut und die Menschen drängten sich durch die Straßen. Uns drängte der Magen in ein Restaurant. Welches auch sehr gut besucht war. Sodass wir unsere gebratene Nudeln an der Bar aßen.
    Pünktlich 15 Uhr: Gratulation zum Geburtstag (nach deutscher Zeit hatte Roman‘s Ehrentag begonnen). Nach ein paar weiteren Blocks durch die Festival-Straßen suchten wir uns wieder ein Cable Car, dass uns in Richtung Hafen brachte. Dieses Mal standen wir außen auf dem Trittbrett und fuhren die Berge hinauf und hinunter.

    Wieder am Pier 39 - dem Vergnügungspier mit Shoppingmeile und Karussell uuuuund mittlerweile viel zu vielen Menschen - machten wir uns auf die Suche nach einem Eis. Puh....ernsthaft 8$?! No way! Wir liefen und liefen die Piers entlang bis zu einem Starbucks. Der leider zu war. Auf dem Weg zurück hatten wir in einem kleinen Diner Glück. Da gab es wenigstens ein leckeres Softeis. Natürlich gibt es keine unterschiedlichen Größen zur Auswahl. Also einfach US-Style: The Big One!
    Wir sahen noch den Breakdancern zu die ihre Show auf der Straße lieferten, die Menge unterhielten und sich ihre Dollars verdienten.

    Im Parkhaus war das Auto schnell gefunden. Die Fahrt zur Unterkunft in San Mateo zog sich. Denn die Innenstadt war gut gefüllt. Zumal auch ein Stadtlauf statt gefunden hatte und es so einige Straßensperrungen gab.

    Die Nacht werden wir wohl gut schlafen und träumen können. Was für ein Tag und wieviele Eindrücke wir sammelten.
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