Auf Reisen gleichen wir einem Film, der belichtet wird. Entwickeln wird ihn die Erinnerung.
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  • Day3

    Noch ein wenig Kultur und Fika

    January 19 in Germany ⋅ ⛅ 3 °C

    Nach 20.000 Schritten am Vortag, blieb den Füßen nur wenig Zeit zum regenerieren. Sollten doch noch weitere 26.000 Schritte folgen 🥴

    Nach dem Frühstück checkten wir bereits im Hotel aus und ließen unsere Rucksäcke an der Rezeption aufbewahren.
    Es erwartete uns ein wolkenloser, sonniger Tag in der schwedischen Hauptstadt ☀️ Also perfekt um ins Museum zu gehen 😬 hahaha!!!
    Die Temperaturen sind, trotz Sonne satt, nicht sonderlich gestiegen. Daher war das Museum dann ein perfekter Zwischenstopp zum Aufwärmen. Wir hatten das Vasa Museum im Stadtteil Djurgården als Ziel auserkoren. Nein, kein Knäckebrot-Museum! 🤔
    Bei der Vasa handelt es sich vielmehr um ein Kriegsschiff. Dieses war 1628 bei der Jungfernfahrt im Hafen gesunken. Und wurde erst ca. 300 Jahre später fast vollständig geborgen, aufwendig restauriert und konserviert. Interessant und sehenswert. Man kann viel rund um das Schiff, die Besatzung, die Bergung und vieles mehr erfahren.

    Am Hafen schlenderten wir zurück in Richtung Gamla Stan. Wir genossen noch einmal die verschiedenen Bauarten, das schwedische Flair und die Gelassenheit. Letzteres war uns gleich von Anfang an positiv aufgefallen. Die Menschen mit denen wir in Kontakt kamen, sind immer freundlich, offen und sehr gelassen gewesen. Auch so ist die Stadt ziemlich ruhig gewesen. Klar es war Wochenende und Mitte Januar. Aber gefühlt war vergleichsweise auf den Straßen dennoch erstaunlich wenig Verkehr.

    In der Altstadt angekommen brauchten wir eine Stärkung. Zeit für ein Fika! In Schweden ist das eine Unterbrechung einer Tätigkeit meist bei Kaffee und Gebäck - also eine Kaffeepause. Aber auch mit nichtsüßen Speisen wird Fika gemacht. Wir gönnen uns zum Kaffee ☕️ etwas Herzhaftes zu essen. So gab es doch noch Köttbullar (klassisch mit Kartoffelbrei und Preiselbeeren) und ein Krabbenbrötchen.

    So ließen wir den Tag entspannt ausklingen, kehrten alsbald zum Hotel zurück um unser Gepäck 🧳 wieder in Empfang zu nehmen. Von der Zentral-Station startete der FlixBus zum Flughafen. Und der orange-weiße Flieger brachte uns wieder sicher in die Bundeshauptstadt. Gut zwei Stunden später konnten wir nach einem langen Tag endlich ins Bett fallen.

    Ein Wochenende ist definitiv zu kurz um alles in Stockholm zu sehen. Aber für uns war es so vollkommen in Ordnung. Wir haben nichts vermisst oder waren nicht traurig, dass wir vielleicht irgend etwas verpasst hätten. Wir wurden oft gefragt, ob so ein Wochenendtrip nicht stressig sei. Aber im Gegenteil. Wir hatten uns treiben lassen und die Tage nicht voll verplant.
    Es gibt viele schöne Ecken und eine Menge zu sehen. Dazu noch die gelassene, nordische Mentalität.
    Wir kommen bestimmt irgendwann noch einmal wieder. Vielleicht dann auch im Sommer.
    Stockholm ist definitiv eine Reise wert.

    #nachträglich im 04/2020 verfasst
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  • Day2

    Altstadt, Djurgårdens & schwedische Fika

    January 18 in Sweden ⋅ ☁️ 5 °C

    Mit einem reichhaltigen Frühstück ☕️ starteten wir nicht allzu spät in den Tag. Die typischen Langschläfer sind wir für gewöhnlich sowieso nicht.

    Mit der Tunnelbahn (U-Bahn) - die nächste Station war nur wenige Minuten fussläufig vom Hotel entfernt - fuhren wir in die Altstadt. Die Einzelfahrt kostet umgerechnet knapp 3,50 €. Es war nicht kälter als in Deutschland. Sicher aber auch in Schweden zu warm für diese Jahreszeit. Doch es zog ein ordentliches Lüftchen. Wodurch es sich kälter anfühlte.

    Gamla Stan mit den vielen kleinen Gassen, alten Häusern und den vielen Läden und Restaurants ist einfach herrlich. Da der Stadtteil autofrei ist, macht es ihn nochmal attraktiver. Ein Besuch am Königspalast durfte nicht fehlen. Da kam man schon mal vorbei, doch die Königin 👸 lies sich nicht blicken 🤔 Die Wachen mit ihren übergroßen Stiefeln konnten einem schon Leid tun. Müssen sie doch bei Wind und Wetter den Palast „beschützen“.

    Mich hatte die Tage zuvor ein kleiner Infekt 🤧 erwischt, den ich noch nicht ganz überstanden hatte. Also beschloss ich mich noch ein wenig im Hotel für das Abendprogramm auszuruhen. Tina schlenderte unterdessen weiter durch die Gassen und Läden.

    Als auch sie ins Hotel zurück kehrte. Gab es das erste schwedische Fika - Zimtschnecken und Heidelbeeren. Perfekt 👌
    Gestärkt und ausgeruht machten wir uns für das abendliche kulturelle Programm fertig. Wir haben uns Tickets 🎫 für das Erstligaspiel Stockholm gegen Malmö rausgesucht. Das Spiel fand aber leider nur im „kleinen“ Hovet-Stadion statt. Da passen gut 8.000 Zuschauer rein. Im großen Globen-Stadion gleich nebenan sind es fast doppelt so viel.
    Wir sahen ein sehr schnelles und stimmungsvolles Spiel. Nicht zu vergleichen mit den heimischen Spielen in Dresden. Das ist schon ein anderes Niveau. Zählt doch Eishockey zum schwedischen Nationalsport. Djurgårdens hat das Spiel mit einem knappen 2:0 über die Zeit gebracht.

    Nach dem Spiel schlenderten wir nochmal durch die Altstadt. Diese war durch die Nacht und die Beleuchtungen nochmal in einem ganz anderen Licht zu sehen. Toll 👏
    Der Leib sehnte sich nun auch nach Verwöhnung 🍽 Wir wollten unbedingt etwas typisch schwedisches essen. Also suchten wir ein Restaurant wo es Köttbullar gab. An einem Aufsteller entdeckten wir nach einigen Anläufen ein passendes Angebot, welches uns auch preislich zusagte. Merke! Wer lesen kann ist klar im Vorteil 🙈 Das war ein Mittagsangebot. Egaaaal...jetzt saßen wir einmal in der kleinen Gaststube und wenn ich einmal Hunger habe und nichts bekomme sinkt die Stimmung 😂
    Auf ein typisch schwedisches Menü wollten wir dennoch nicht verzichten. So ließen wir uns für Rentierbraten mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren überreden. Das war zwar gleich um einige Preisklassen höher als zuvor angepeilt, aber letztlich sehr lecker 😋 Man muss sich auch mal etwas gönnen.

    #nachträglich im 04/2020 verfasst
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  • Day1

    Nonstop in die schwedische Hauptstadt

    January 17 in Germany ⋅ ☀️ 7 °C

    Nach einer kurzen Nacht (Tina war erst Mitternacht angekommen) und einem noch kürzeren „Arbeitstag“ geht es los.
    Von Falkensee fuhren wir mit Zug und Bus zum Hauptstadtflughafen - richtig vom Flughafen Otto Lilienthal, besser bekannt als Berlin Tegel 😝
    Mit EasyJet flogen wir für knapp 60 € pro 👃🏻 nonstop nach Stockholm. Okay, wir sind aber auch nur mit 🖐🏻-Gepäck unterwegs gewesen. Also beschränkten wir uns jeweils nur auf das nötigste und auf das was in einen Rucksack passte. Und wie wir beim einchecken bzw. boarden sehen konnten, waren wir damit nicht die einzigen. Das Konzept der Airline geht halt auf.
    Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal dazu hinreißen lasse und mich schon weit vor Start des Boarding ans Gate stelle 🙈 Besser war es allerdings. Denn umso später man da steht, umso länger ist dann auch irgendwann die Schlange. Und aus Erfahrung sind die Gepäckfächer im Flieger rar. Gerade bei so vielen „Handgepäckreisenden“. Der 2-stündige Flug war überraschend angenehm und wir waren pünktlich gegen 20 Uhr gelandet.

    Der Flughafen Arlanda liegt etwa 40 km außerhalb der schwedischen Hauptstadt. Es gibt viele Optionen um ins Zentrum zu kommen. Taxi, Bus oder Arlanda Express 🚅. Wir hatten uns für die günstigste Variante entschieden und uns zuvor online FlixBus-Tickets (zusammen für ca. 10 €) gekauft. Der Zug braucht zwar nur halb so lang, ist aber mit über 30 €/Person auch um einiges teurer.
    Da wir großzügig gebucht hatten und man schnell aus dem Flughafen raus war, war die Zeit bis zur Abfahrt des Bus etwas länger als gedacht. Wir fragten aber beim Busfahrer 👨🏻‍✈️ vom Bus davor, ob er uns mitnimmt - Bingo! Eine Stunde gespart.
    Von der Zentral-Station mitten im Zentrum war es noch ein halbstündiger Fußweg bis zu unserer Unterkunft. Tina hat uns ein kleines Hotel - gar nicht weit vom Zentrum raus gesucht. Ein Doppelzimmer mit Frühstück kostete uns knapp 80 € die Nacht.

    Apropos Nacht - Gute Nacht 😀

    #nachträglich im 04/2020 verfasst
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  • Day0

    One Night in Falkensee

    January 16 in Germany ⋅ ☀️ 8 °C

    Es ist angerichtet: wir haben uns zuvor ein wenig mit Stockholm beschäftigt. Aber nicht wie üblich alles durchgeplant 😅
    Um alles zu sehen wird die Zeit dann doch zu knapp sein. Wir wollen uns mal größtenteils treiben lassen. Was steht, sind unsere Flüge 🛩 von Berlin nach Stockholm, der Transfer 🚌 vom Arlanda Airport in die Stadt, das Hotel 🏩 und das Spiel 🏒. Wir wissen, dass die Stadt auf mehreren Inseln verteilt ist und eine schöne Altstadt haben soll. Um sehr viel mehr haben wir uns dieses Mal nicht gekümmert.
    Und das obwohl wir so einen Kurztrip übers Wochenende so auch noch nicht gemacht haben (mal abgesehen von innerdeutschen Ausflügen)..... heijeijei 😱😅

    Einen ersten Eindruck von Schweden 🇸🇪 konnte ich bereits mal auf einer einwöchigen Dienstreise gewinnen. Damals war ich in Karlskrona.

    Bereits einen Tag vor der Abreise kommt Tina nach Falkensee zu meinem temporären „Zweitwohnsitz“ gefahren.
    Das soll unsere morgige Abreise etwas entspannter machen. Zudem kann sie so auch mal sehen wie und wo ich den vergangenen Monat und die noch kommenden zwei verbringe 🏡

    #nachträglich im 04/2020 verfasst
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  • Day21

    Round about

    September 20, 2019 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Unerwartet schön - überraschende und besondere Augenblicke auf unserer Reise:

    • Zion Overlook Trail: die Aussicht am Ende des kurzen Wanderwegs 🥾 war spektakulär

    • Das Panorama vom Glacier Point mit den Bergformationen und dem Tal des Yosemite Nationalparks

    • Der Sonnenuntergang 🌅 am Meer in Pacific Grove/Monterey 👩‍❤️‍👨 - wunderschön

    • Fotostopp mit Klettereinlage am Tunitas Creek Beach - der Strand war menschenleer, nur ein paar Vögel waren da und die Wellen 🌊 des Pazifik tosten am Strand

    • Die Mittagspause am Seepage Lake im Rio Grande National Forest 🏞

    Die Kehrseite der Medaille - Dinge die das Reiseglück etwas geschmälert haben:

    • Der Unfall auf dem Weg zum Grand Canyon kurz vor unserem Helikopter-Rundflug. Wir sahen gut 400 € davonfliegen 💸 Glücklicherweise erhielten wir einen neuen Termin am Tag danach.

    • Der angedachte Ausritt 🐴 im Rio Grande National Forest fiel leider aus - wir waren ein Tag zu spät in der Region.

    • Die Ankunft und Weiterreise in/von Frankfurt. Es wurde zur kleinen Tortur. Und wir waren froh als wir endlich nach der langen Rückreise zuhause angekommen waren.

    Insgesamt legten wir in 18 Tagen ca. 6.000 km mit unserem Mietauto zurück. Was einen Schnitt von gerundet etwas mehr als 300 km/Tag machte. Mal waren es deutlich mehr, mit knapp 670 km als wir in einem Ritt von Utah (Cedar City) durch ganz Nevada bis Kalifornien (Mammoth Lakes) fuhren. Und dann waren es mal nur 30 km als wir den ganzen Tag in Monterey gastierten.
    Klar saßen wir stundenlang im Auto 🚙 - insgesamt waren es 83 h Fahrzeit. Aber zum einen sind teilweise die Entfernungen so riesig und zum anderen konnten wir auch vom Autositz die abwechslungsreichen Landschaften bestaunen oder einfach nochmal die Augen schließen. Und wenn uns danach war, machten wir Stopps für Fotos 📸 oder Kaffee ☕️ wie wir es wollten.
    Unser Kia Rio entpuppte sich als äußerst sparsamer Wegbegleiter. Begnügte er sich doch mit nur 5,7 l auf 100 km. Bei Benzinkosten ⛽️ von durchschnittlich 0,87 €/Liter betrugen die Gesamtkosten für den Sprit so 300 €. Auch waren wir mit der Größe und dem Komfort des Wagens mehr als zufrieden. Er bot ausreichend Platz für die zwei großen Koffer im Kofferraum und hatte eine ordentliche Ausstattung (Tempomat, Klimaanlage, Multimedia...), was bei solch einer Strecke nicht ganz unbeachtet bleiben sollte.

    Eine der teuersten Aktien waren die Übernachtungen die mit insgesamt fast 1.300 € zu Buche schlugen. Das sind rund 80 €/Nacht. Mal mit inkludiertem Frühstück 🥞, mal ohne. Wobei dieses aber auch kein sonderlicher Genuss im Motel war 😅
    Insgesamt hatten wir fast 4.000 € Fixkosten für Flüge, Züge, Mietauto, Übernachtungen und diverse Ausflüge veranschlagt. Hinzu kamen natürlich noch Spesen für Essen & Trinken und sonstige Ausgaben wie Souvenirs, Klamotten oder die Handykarte.

    Dass wir uns für den Jahrespass der Nationalparks entschieden hatten, stellte sich als goldrichtig heraus. Gegenüber den Tages-/Wocheneintrittsgeldern machte das eine Ersparnis von 145 $ - addiert hätte es 225 $ gekostet. Mit dem „America the Beautiful“-Pass bekamen wir Einlass zu sieben Parks:

    - Arches National Park (Utah)
    - Bryce Canyon National Park (Utah)
    - Zion National Park (Utah)
    - Yosemite National Park (Kalifornien)
    - Muir Woods National Monument (Kalifornien)
    - Grand Canyon National Park (Arizona)
    - Mesa Verde National Park (Colorado)

    Auch über die Vorplanung der Strecke mit den bereits reservierten Unterkünften stellte sich als gut heraus. Da wir uns so an den jeweiligen Tagen keine Gedanken mehr machen mussten, uns um eine Übernachtung zu sorgen oder zu kümmern. Es verschaffte uns einfach gesagt Zeit. Durfte aber keinerlei größere Verzögerungen mit sich führen. Da muss man sagen, dass wir dahingehend auch einfach immer Glück hatten, dass nichts unvorhersehbares passiert war.

    Es waren drei wunderbare Wochen, die zwar wenig körperliche Entspannung zuließen aber dafür umso mehr geistige. Wir bekamen so viel geboten, dass sich die Zeit viel, viel länger und intensiver anfühlte. Auch von dieser Reise werden wir sicher noch lange zehren und erzählen können 🙏😊
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  • Day20

    Über „Umwege“ gehts nach Hause

    September 19, 2019 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    In Frankfurt kamen wir leider mit einer Stunde Verspätung an. In 1,5 Stunden sollte der Zug gehen - das wird knapp! 😖
    Es kam eins zum anderen. Die Passkontrolle 🛂 zog sich, weil die zwei Beamten 👮🏻‍♀️👮🏻‍♂️ am Schalter die Ruhe weg hatten und die elektronischen Passkontrollen erst spät freigegeben wurden.
    Am Gepäckband, dann die Krönung. Wir warteten vergeblich auf unsere Koffer 🧳 Ein Systemfehler ließ unser Gepäck in den Katakomben des Frankfurter Flughafen verschwinden. Sie waren zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auffindbar. 🤔

    Spätestens da war klar, dass wir den Zug 🚅 nach Dresden nicht mehr bekommen würden. Bis wir alle Formalitäten mit der Fluggesellschaft geklärt hatten, verging nämlich noch eine ganze Weile. Per Telefon gaben wir eine Schadensmeldung auf und bekamen die Info, dass sobald unser Gepäck gefunden wurde, es nach Hause geliefert wird.

    Zum Glück hatten wir unseren dicken Pullis an. Aber eine Jacke 🧥 wäre nicht schlecht gewesen.
    Es begann ein kleiner Marathon um einen Weg nach Hause zu finden. Denn wir hatten unsere Bahntickets im Spartarif gebucht. Bedeutet man hat keinen Anspruch auf Umbuchung. Am Info-Schalter bekamen wir die Auskunft, dass wir nur mit dem zuständigen Zugbegleiter sprechen oder gleich neue Tickets 🎫 kaufen konnten. Letzteres war so spontan natürlich extrem teuer, sodass wir mit einem Mietauto - laut Onlineplattform - günstiger gekommen wären.
    Also gingen wir wieder zurück ins Terminal zu den Mietwagenstationen - um ewig anzustehen und letztlich zu erfahren, dass sämtliche Autos raus sind. Keine Chance! Es war fand die Automesse in Frankfurt statt 🙈
    Also ging es wieder zurück zum Zug. Wir kauften uns Fahrscheine um bis zum Frankfurter Hauptbahnhof zu kommen. Dort sprachen wir dann mit dem Zugbegleiter des ICE und erzählten ihm unsere Geschichte. Er hatte Mitleid und winkte uns rein. ☺️ Er meinte die 1. Klasse, wofür wir ursprünglich die Tickets hatten, sei schon recht voll, aber wir sollen uns andere Plätze suchen. Das war uns vollkommen schnuppe. Wir freuten uns so sehr über unser „Glück im Unglück“.
    Nach Umstieg in Leipzig hatten wir ebenso Glück 🍀 , da die Zugbegleiterin die Entscheidung des Kollegen aus dem ersten Zug als gesetzt ansah.
    Nach der langen Reisezeit machte sich so langsam der Jetlag bemerkbar und wir schliefen viel im Zug. 😴 Spätestens da waren wir froh kein Mietauto bekommen zu haben. Immerhin wären es mindestens 5 Stunden Autofahrt gewesen.
    In Dresden angekommen, holte uns Vati vom Bahnhof ab, fuhr uns nach Hause und kochte uns noch etwas zu essen. Geschafft! Die Rückreise war echt anstrengend.

    Wir waren glücklich als wir im eigenen Bett lagen. Die Strapazen schmälerten um nichts die tolle Reise mit vielen schöne Erlebnissen und Erinnerungen! Unser „American Dream“ in drei Wochen!

    P.S.: Die Koffer kamen dann bereits zwei Tage später bei uns zuhause an.
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  • Day19

    Bye Bye America

    September 18, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 30 °C

    Der letzte Morgen in Amerika für diesen Urlaub. Wir gingen zum Frühstück im Motel - wie immer zweckmäßig, aber gut war etwas anderes 😬 Wir packten alles flugtauglich zusammen, checkten aus und fuhren zum Flughafen.
    Das Auto 🚙 war unkompliziert und schnell abgegeben. Es glich einer Massenabfertigung und keiner schaute sich in dem Moment das Auto genauer an. Der Shuttle-Bus brachte uns zum Terminal.

    Bei der Gepäckabgabe wurde es spannend. 23 kg waren erlaubt. Roman hatte vorsorglich ein paar schwere Sachen ins Handgepäck gepackt, aber darauf hatte ich keine richtige Lust! Das müsste ich ja alles schleppen - Challenge accepted! Ergebnis = 22,8 kg - dem war nichts hinzuzufügen! 💪😜👍

    An der Sicherheitskontrolle 👮🏻‍♂️ standen wir eeeeewig und drei Tage an! Aber irgendwann war das auch geschafft und wir saßen im Flieger. Und wir sagten: „Bye Bye Denver!“ 👋
    Mit American Airlines flogen wir ca. 2 Stunden bis Dallas / Texas. Dort hatten wir in etwa 4 Stunden Aufenthalt. Beim Lunch im Applebee’s verkloppten wir unseren letzten Dollar. Die restliche Zeit verbrachten wir im Wartebereich mit Tagebuch schreiben ✍️, lesen 📖 und Fotos bearbeiten.
    Der anschließende Flug nach Frankfurt war ruhig und gespickt mit den üblichen Aktivitäten: Essen, Schlafen, Filme gucken und von vorn.
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  • Day18

    Überraschung in Denver

    September 17, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 27 °C

    Mit einem etwas wehmütigen Gefühl starteten wir in den Tag und packten unsere Sachen zusammen. Langsam, aber sicher kam doch das Ende unserer Reise näher 😔 Den Gedanken schoben wir aber vorerst bei Seite - einen vollen Tag hatten wir immerhin noch!
    Die Schlüsselabgabe bei den Vermietern war wieder unterhaltsam. Der Hausherr schien kein Frühaufsteher zu sein. Er öffnete mit verschlafenen Augen und im Bademantel die Tür. Und fragte etwas knurrig: „Ob wir mal auf die Uhr geschaut hätten?!“ 🤗

    Auf der Fahrt durch Colorado wurden uns wieder tolle Ausblicke geboten: auf die Bergketten der Rocky Mountains, aber auch auf weite Ebenen und Täler 🏔
    Einen Mittagsstopp zum Beine vertreten legten wir in Buena Vista ein. Wir spazierten durch den Park, am alten Bahnhof (wohl eher ein Haltepunkt) vorbei, durch die Stadt bis zum Arkansas River. Unser Mittag bekamen wir in einem alternativ angehauchten Diner - „Simply Eatery & Spoon it up“. Alles frisch, alles lecker!
    In Richtung Denver gestaltete sich die Tour weiterhin mit schönen Panoramen, es ging mal runter und mal hoch und dann: Umleitung aufgrund einer Straßensperrung! Na toll! 🤔 Anfangs waren wir etwas skeptisch. Aber letztendlich stellte sich heraus, dass wir nicht wirklich viel Zeit eingebüßt hatten. In Denver kamen wir aber genau zur Rush-Hour auf die Interstate. Entsprechend voll gestopft war sie und eine Baustelle 🚧 verschärfte die Situation.

    An unserem Motel - das „Super 8 by Wyndham“ - angekommen, bezogen wir unser Zimmer. Und ich bekam ein klare Ansage: „Fertig machen. In spätestens einer Stunde geht’s los zur angekündigten Überraschung!“. Ooookay! Man muss dazu sagen, Roman hatte das vor zwei Monaten mal erwähnt und während der Reise hatte ich immer wieder mal daran gedacht. Aber zum Ende hin hatte ich nun wirklich nicht mehr damit gerechnet!
    Wir fuhren in Richtung Downtown Denver und hielten an einem großen Parkplatz 🅿️ Dort konnte man schon das riesige Football-Stadion 🏟 sehen. Hah, Rätsel gelöst, dachte ich mir. Da die Eishockey-Saison noch nicht gestartet war, schien das für mich am logischsten. Roman ging ein Parkticket kaufen. In der Zeit liefen zwei Fans mit Trikot am Auto vorbei. Das eine erkannte ich sofort: Vegas Golden Knights. Häh?! Als Roman zurück kam, ging er in den Kofferraum und zauberte unsere Eislöwen-Trikots hervor. Warum war mir nicht aufgefallen, dass mein Trikot bereits seit fast drei Wochen mit uns durch Amerika reiste? Gut - Überraschung eindeutig gelungen. Wir gingen zu einem Vorbereitungsspiel der Colorado Avalanche gegen die Vegas Golden Knights in das Pepsi Center.
    Wir waren etwas zeitig da und konnten uns in Ruhe umschauen. Unsere Plätze 💺waren ganz oben im letzten Rang. Das hieß drei Rolltreppen hinauf. Wie riesig ist das denn bitte?! Auf dem Weg da hin schauten uns bereits viele an. Wir fielen definitiv auf. Mehrmals wurden wir auf unsere „schönen“ Trikots angesprochen. Auch ein Ordner verwickelte uns in eine Gespräch. Dabei gefielen uns die völlig werbefreien Jerseys der Amis viel besser!
    Kleines Manko an dem Abend. Dadurch dass es nur ein Vorbereitungsspiel war, waren leider nicht viele Zuschauer da. Leider spielten auch nicht die Top-Spieler, wie bspw. der Deutsche Torhüter Philipp Grubauer. Vor dem Spiel wurde die Nationalhymne live 🎙 auf dem Eis gesungen. Das wird bei jedem Spiel so zelebriert, sagte Roman. Das war schon ein cooles Gefühl, das mal so mitzuerleben. Auch das Spielerlebnis war ein tolles: ein schnelles Spiel, gute Atmosphäre. Allerdings ist es während des Spielgeschehens so ruhig, dass man sogar den Puck und andere Geräusche vom Eis hören konnte. Die Stimmung der Zuschauer bekam man mehr in den Drittelpausen zu spüren: Dance Cam, Kiss Cam 💋, Fans die Songs der Backstreet Boys mitsangen und das Maskottchen Bernie 🐶 (ein Bernhardiner) lief umher und heizte die Fans an. Da zeigte sich wieder, wie einfach die Amerikaner manchmal gestrickt waren und unterhalten werden wollten. Aber egal, es machte Spass dem Treiben einfach mal zuzusehen. Der Hunger trieb mir fast die Augen aus dem Kopf 😳: Chicken Stripes & Fries für schlappe 18 $! dazu eine Pepsi für 8 $! Wir fragten uns erneut, wie hoch wohl das Durchschnittseinkommen 💰 der Einheimischen sein musste.
    Am Ende gewann Vegas ziemlich eindeutig gegen ein überfordertes Denver. Kann man nur hoffen, dass Colorado Avalanche die Vorbereitung noch gut nutzen wird 🙈 Es war ein toller Abend. Auch wenn es preislich intensiv war. Mit insgesamt 180 $ (Eintritt, Parken, Fanshop und Verpflegung) liegt man aber sicher im Durchschnitt. Eine Mitarbeiterin des Pepsi Center sprach uns beim Ausgang an, um ein Erinnerungsfoto für uns zu machen. Sie erkannte unsere Trikots - eine deutsche Auswanderin.
    Wir fuhren durch die Straßen von Downtown 🌃 mit einer angenehmen Abendatmosphäre. Die Stadt wird uns in guter Erinnerung bleiben!
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  • Day17

    Rio Grande National Forest

    September 16, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 12 °C

    Was zieht man denn am besten auf einer Tour auf 3.000 m Höhe an? Die Entscheidung war gar nicht so einfach. Vor wenigen Tagen waren wir teilweise in der heißen Wüste unterwegs. Nun ja, irgendwann war auch dieses „Problemchen“ gelöst und wir machten uns auf den Weg in den Rio Grande National Forest.
    Ursprünglich wollten wir einen Ausritt durch den Wald und am Fluss entlang machen. Leider bot die Ranch die Ausritte nur bis zum 15.09. an - ein Tag zu spät. So ein Pech aber auch! Wir hätten gern die Gegend auf dem Rücken von Pferden erkundet.
    In Creed legten wir einen kurzen Tankstopp ein und fuhren weiter flussaufwärts am Rio Grande entlang. Da oben in den Bergen ist der Fluss noch ganz schmal. Auf seinem weiten Weg durch die USA und Mexiko wird er sicher noch mächtiger bis er im Golf von Mexiko mündet. Wir fuhren weiter ins bergige. Als erstes hielten wir in der Nähe des „South Clear Creek Fall“. Bereits nach wenigen Gehminuten waren wir da. Der Wasserfall war so cool und keine weitere Menschenseele war weit und breit. Sodass wir alle Wege in Ruhe erkunden konnten. Sogar direkt neben den Wasserfall konnte man steigen - aber am Besten nur mit Regenjacke. Nach vielen Fotos und einigen „Genießer-Momenten“ liefen wir zurück zum Auto. Obwohl es nur ein paar Meter bergauf ging merkten wir sofort dass die Luft dünner war.

    Weiter ging es zum „North Clear Creek Fall“. Okay, wir dachten wirklich der erste Wasserfall sei schon groß gewesen. Aber der NCCF war nochmal um einiges größer. Es ist schon immer wieder toll, dem Wasser zuzuschauen wie es in den Massen so runter strömt bzw. fällt. Durch den Zoom der Kamera bemerkten wir, dass wir von der anderen Seite der Schlucht beobachtet wurden. Ein Murmeltier genoß die Ruhe und die Sonne. Wir dagegen erkundeten noch etwas die Nähere Umgebung, den Wasserlauf und den Blick in die tiefe Schlucht. Immer auch in der Hoffnung etwas tierisches zu entdecken.

    Wir fuhren zurück in Richtung Creed. Es boten sich uns schöne Ausblicke in die Täler, auf weite Wiesen und Lichtungen. Immer umgeben von Bergen. Das hatte schon irgendwie ein alpenähnliches Flair. Auf der Landkarte war uns ein See aufgefallen, also bogen wir vor Creed von der befestigten Straße ab. Dort wollten wir unser Mittagslager aufschlagen. Etwas mulmig war uns ja schon mit unserem Kia eine solche Holperpiste zu fahren. Wir kamen an einem kleinen See an. Dort stellten wir das Auto aber lieber ab. Das war auch gut so. Mit unserem Auto wäre das wirklich schief gegangen, da der Weg immer buckeliger, teilweise schlammig wurde und große Steine herum lagen.
    Mit den Rucksack auf dem Rücken ging’s zu Fuss weiter. Wir liefen durch den Wald. Linker Hand waren Nadelbäume und rechts eine grüne Wiese, ein kleiner Bachlauf zwischen oberen und unteren See und dahinter kleine Berge. Es war absolute Stille! Und wieder keine Menschenseele zu sehen. Ahh…zu früh gefreut. Uns kam ein Golf-Buggy-ähnliches-Offroadgefährt entgegen. In dem saßen vier Rentner + Pfiffi auf dem Schoß. Der Fahrer hielt an und fragte: „Was wir hier machen und wohin wir wollen und ob wir angeln gehen?“. Puh…Sperrgebiet oder was? Unsere „Klappangeln“ vermutete er wohl im Rucksack. Er war sicher einfach nur neugierig und wollte bissl Small-talken. Am „Seepage Lake“ angekommen, konnten wir kaum glauben wie schön es da war! Das Wasser schimmerte blau-grün und war ganz klar. Die Wolken und umliegenden Berge spiegelten sich darin. Am Ufer suchten wir uns ein paar Steine wo wir den Moment genießen konnten und nun wirklich die absolute Stille. Kein Mensch! Nur die Vögel im Wald und in der Luft hörte man. Schon ein paar Minuten an diesem Ort und man war entspannt. Ein Spaziergänger mit Hund erinnerte uns, nach bestimmt einer halben Stunde daran, dass wir gar nicht so weit von der Zivilisation entfernt waren. Was für ein herrlicher Fleck Erde!

    Zurück in Creed fuhren wir eine besondere Straße: die „Historic Colorado Mining Country Loop“.
    Auch da waren wir uns nach wenigen Metern unsicher ob das unser Kia Rio wohl verkraften würde. In Berichten die wir zuvor gelesen hatten, war oft die Rede von „Allradantrieb und Geländewagen wird empfohlen“ die Rede. Wir probierten es dennoch. Die Straße war zwar befestigt aber nicht geteert. Ab und an ragten Steine aus der Straße oder es zogen sich tiefere Furchen, die vom Regen ausgespült wurden, entlang. Puh! Wir fuhren also den Berg hinauf. Aber bis auf verschiedene Waldabschnitte gab es nicht viel zu sehen. Ob wir dort richtig waren? Immerhin wollten wir alte Minengebäude sehen. Aber mit Geduld fuhren wir weiter und trafen auf die ersten Schächte und Holzgebäude die dem Zusammenfall sehr nahe waren. So stellt man sich eine „Ghost-Town“ vor! Es folgten noch einige weitere Stopps mit interessanten Gebäuden. Manchmal gingen wir auch hinter eigentlich „abgesperrte Bereiche“ um einen besseren Einblick zu bekommen. Wir sahen zum teil ziemlich große Holzgebäude, Wasserkanäle, Gleise und Abtragungsorte. Mitunter konnte man noch richtig die Produktionskette erkennen.
    Am Ende der Tour kamen uns einige Jeeps entgegen. Wir ernteten irgendwie ungläubige Blicke der Insassen. Aber warum?! Weiter bergab wurde es uns schnell klar. Wir waren die Loop wohl verkehrt herum gefahren. ABER…in der „richtigen“ hätten wir es mit unserem Auto sicher nie geschafft den Berg hoch zu kommen! Intuitiv alles richtig gemacht!

    Wieder in Creed angekommen war es schwer ein Café zu finden. Also entschieden wir uns für Kaffee und Eis von der Tanke. Natürlich war beides mal wieder viel zu groß! Wir lernten es einfach nicht, dass wir besser teilen sollten.
    Wir starteten wieder in Richtung South Fork. Am Rio Grande legten wir noch einige Fotostopps ein. Früher fuhr dort mal eine Eisenbahn entlang. Die Gleise lagen noch. Immerhin war auch ein Eisenbahnerkind mit dabei.
    Das Schild „Coller Wildlife Area“ lockte uns noch einmal von der Straße abzufahren. Kurz darauf wurden wir belohnt. Kleine Präriehunde waren neugierig und lunschten immer wieder aus ihren Bauen. Was für ein Glück! Wir hätten nie erwartet, dass wir so viele verschiedene Wildtiere in den USA sehen würden. Auch wenn sie in dem Moment „nur“ erdmännchen-groß waren.
    Zurück in der Unterkunft gab es das erste Mal nach fast drei Wochen selbst gekochtes Essen. Natürlich gab es Nudeln mit Tomatensoße, die wir vor unserer Hütte auf den Holzbänken zu uns nahmen. Bei einem Bad im warmen Jacuzzi ließen wir den Tag entspannt ausklingen.
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  • Day16

    Auf den Spuren der Indianer

    September 15, 2019 in the United States ⋅ ☁️ 17 °C

    Da wir nicht weit vom „Four Corners Monument“ entfernt waren, wurde das unser erster Zwischenstopp am heutigen Tag. Dies ist die einzige Stelle in den USA wo vier Bundesstaaten aufeinander treffen - sozusagen das Vierländereck. Wenn man sich im Vierfüßler-Stand hinstellt, kann man zur gleichen Zeit in Utah, New Mexico, Arizona und Colorado sein.
    Auch diese „Sehenswürdigkeit“ wird von den Navajos verwaltet. Im Prinzip handelt es sich um ein Monument in welchem im Zentrum die vier Staaten aufeinander treffen. Im Kreis ringsherum kann man sich an Verkaufsständen der Indianer verschiedene und teilweise handgemachte Souvenirs kaufen. Praktischerweise fanden wir gleich die obligatorischen Schnapsgläser.
    Weiter ging’s…auch die Bilder an den Schildern zu New Mexico und Colorado waren im Kasten. Bei letzterem hatte Roman wieder kreative und lustige Ideen. 🤪

    Der nächste Punkt auf der Strecke sollte der Mesa Verde Nationalpark werden. Übersetzt aus dem Spanischen steht das für „Grüner Tafelberg“. Auf dem Berg hatten sich vorkolumbische Anasazi-Stämme niedergelassen und Felsbehausungen erbaut. In dem Park befinden sich wohl über 4000 archäologische Stätten. Mesa Verde ist der einzige Nationalpark in den USA, der zum Schutz eines archäologischen Ortes eingerichtet wurde und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
    Um die Felsbehausungen zu sehen mussten wir ein ganzes Stück in den Park hinein bzw. auf den Tafelberg hinauf fahren. Leider kommt man ohne eine geführte Tour nicht direkt zu den Unterkünften. Was aber dem Schutz der Gebäude dient. Von erhöhten Aussichtspunkten bekamen wir dennoch gute Sichten - beispielsweise auf „Cliff Palace“. Das ist eine der größten Siedlungen im Mesa Verde Gebiet. Es ist schon sehr bewundernswert wie die Menschen im 11./12. Jahrhundert solche Bauwerke errichten konnten. Die Häuser/Wohnungen waren meist nur über Leitern zu erreichen. Das bot den Einwohnern Schutz vor ungebetenen Gästen. Es wird vermutet, dass ca. um 1300 die Einwohner verschwanden - wahrscheinlich verursacht durch eine große Dürre.
    Wir fuhren weiter die Cliff-Loop entlang und hielten noch an ein, zwei weiteren Stopps - u.a. am „Balcony House“. Wir fuhren bis zum Informationszentrum wo sich ein Archäologie-Museum befand. Von dort konnte man zu einer Self-Guided-Tour zum „Spruce Tree House“ aufbrechen. Leider wies uns ein Schild darauf hin, dass der Weg gesperrt sei. Sehr schade! So blieb uns auch nur der Blick aus der Ferne.
    Zurück am Auto gab es die geschmierten Brote zum Lunch. Da hatten die Truthähne am Straßenrand aber nochmal Glück gehabt.
    Trotz der wenigen Zeit die wir hatten, waren wir froh diese Attraktion auch noch mitgenommen zu haben.

    Das Bedürfnis ein wenig die Füße zu vertreten und die Lust auf einen Kaffee trieb uns in Durango zu einem weiteren Halt. Durango ist eine beschauliche Kleinstadt in den Rocky Mountains im Westernstil. Mit unserem McCoffee schlenderten wir durch die Straßen mit den hübschen Häuserfassaden, bunten und prächtig gefüllten Blumenkästen. An einem konnten wir auch ganz nah einen grünschillernden Kolibri bewundern. Vor einem Restaurant „schlüpften“ wir in die Rollen von Cowboy und Tänzerin.
    Die wohl bekannteste Attraktion der Stadt ist die Schmalspur-Museumseisenbahn die zwischen Durango und der Bergbaustadt Silverton verkehrt. Die Strecke beträgt 72 km und dauert wohl mehrere Stunden. Da liegen bestimmt einige Höhenmeter Unterschied zwischen den beiden Städten.
    Am Bahnhof konnten wir in ein kostenfreies Museum. Es war hübsch gemacht. Man konnte einen Blick in den Lokschuppen werfen, allerhand Ausstellungsstücke begutachten und viele historische Berichte lesen. Auch sind diverse ausgestopfte Tiere ausgestellt - u. a. ein Schwarzbär welcher sich immer wieder Zutritt zum Museum verschafft hatte.

    Die letzte Etappe führte uns nach South Fork im Rio Grande National Forest. Um da hin zu kommen fuhren wir hoch hinauf bis über den „Wolf Creek Pass“ (3.308 m über NN). Die Fahrt bot uns tolle Aussichten, aber wurde auch etwas unheimlich als weiter oben der Nebel aufzog.
    Im kleinen Örtchen South Fork angekommen, fuhren wir zu unserer Unterkunft - der South Fork Lodge. Der Empfang der Eigentümer war sehr herzlich und witzig. Der Mann erzählte uns alles und seine Frau berichtigte ihn im Hintergrund durch Mimik und Gestik. Die Zwei waren uns gleich sympathisch.
    Die kleinen und feinen Lodges hatten alles was wir brauchten. Ein kleine Holzhütte mit Küche, Bad, Bett und Esstisch. Nebenan auf der Wiese, war noch Platz für große Camper. Zudem gab es draußen beim Häuschen der Eigentümer einen Jacuzzi den man nutzen durfte.
    Später gingen wir noch Einkaufen. Glück gehabt - der Laden war eigentlich schon geschlossen.
    Im Old Firehouse gingen wir Abendessen. Wie der Name bereits sagt, handelte es sich um die alte Feuerwehr im Ort. Das Essen, ein traditionelles BBQ mit Truthahn und Coleslaw und für Roman ein Philly Cheessteak, war sehr lecker.
    Zurück in der Unterkunft brachten wir den Vermieter noch zum Lachen, als wir ihn darum baten die Heizung im Häuschen anzumachen. Er meinte zu uns, dass es Sommer sei! Das mochte sein, nur kamen wir aus tiefer gelegeneren und viel wärmeren Gebieten.
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