Serbia
Cvetići

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Travelers at this place
    • Day9

      Tag 9 - Gastfreundschaft im Kosovo

      August 30, 2019 in Serbia ⋅ ⛅ 19 °C

      Da wir unser gewähltes Nachtlager für Frühstück als ungeeignet einstuften, machten wir uns auf dem Weg nach Prizren und hielten unterwegs nach einer besseren Stelle Ausschau. Nach wenigen Kilometern wurden wir breites fündig. Ein Fluss abseits der Straße mit sauberen Wasser und befestigten Platz für Stühle und Fahrzeug. Nach dem einnehmen unserer Mahlzeit, prüften wir unsere Vorräte und beschlossen einen Einkauf einzuplanen. Leider mussten wir feststellen, das die Wasserqualität mittlerweile deutlich nachgelassen hat, auch allerhand Müll bahnte sich Flussabwärts seinen Weg. Da zusätzlich die Fliesgeschwindigkeit merklich zugenommen hat, vermuteten wir weiter oben eine Schleusenöffnung. Trotz leichten wiederwillen wollten wir aufs Bad nicht verzichten. Wir führten also unsere Hygiene in einem kleinen Nebenbecken durch. In Prizren angekommen, zeigte André sein ehemaliges Einsatzgebiet Stefan. Er zeigte dabei auf die unzähligen neugebauten Gebäude und erklärte das dies alles hier vor 10 Jahren noch ganz anders ausgesehen habe. Auch die Orientierung zum NATO-Camp verlief dadurch schwieriger als erwartet. Schließlich haben wir es doch entdeckt und bezogen auf dem Bergrücken des Lagers Stellung. Wie wir erfahren haben, sind hier keine Bundeswehrsoldaten mehr Stationiert. André erklärte auch hier, die unübersehbaren Veränderungen und berichtete von seinen Leben und Dienst während seines Einsatzes. Wir machten uns über eine lange Staubpiste auf Richtung Airfield und weiter nach Montenegro. Unterwegs kamen wir einer Tankstelle vorbei, die Super für 1,13€ anbot. Wir tankten also voll und kamen mit dem Tankwart, einen um die 20 Jahre alten Kosovo-Albaner ins Gespräch. Nach begleichen der Rechnung lud er uns auf Getränke freier Wahl ein. Wir nahmen im Café-Ausensitz Platz. Auch 3 weiter Angestellte gesselten sich zu uns. Den Großteil des über 2h Gesprächs kommunizierten wir auf englisch, meist auch Zielführende. Einer der männlichen Angestellten sprach auch etwas deutsch, da er einen Kurs belegt hat. Die weibliche Verkäuferin sogar fließend, da sie in Deutschland gelebt hat, bis sie im Alter von 8 Jahren mit ihrer Familie das Land verlassen musste. Wir redeten über das Leben in Kosovo, die Sicherheitslage und liesen uns ihre Sicht auf den Krieg und Serbien ausführlich erklären. Gesprächsaufklärung mit der einheimischen Bevölkerung wie damals. Der Tankwart bekleidete uns zum benachbarten Supermarkt. Im Anschluss bat uns unser neuer Freund noch an, uns zu einem nahen gelegen Ort mit Wasserfall nach seiner Schicht begleiten zu wollen. Inzwischen war es kurz vor 1800, etliche Kilometer und noch 2 Grenzüberquerungen lagen noch vor uns.
      Nach kritischem Blick auf die Uhr und herzlicher Verabschiedung machten wir uns mit einem guten Gefühl weiter. Wir durchquerten ohne besonderes Erlebnis Montenegro und erreichten einen großen abgelegen Waldsee in Serbien. Die Stelle am Ufer war inmitten der Natur und perfekt für uns geeignet. Bereits beim Aufbau des Lagers bemerkten wir immer wieder ein Rascheln im Gebüsch. Nach Einnahme unserer Konservenmahlzeit gingen wir zu Bett.
      Wir sind sehr dankbar darüber, dass die viele Mühen in den letzten Jahren dieses Land Frieden zu bringen Früchte tragen. Die Sicherheitslage lässt es Heute zu, die Gastfreundlichkeit der Einheimischen und die Landschaft bei einer Reise kennenzulernen, was am Anfang dieses Jahrzehnts noch alles andere als für selbstverständlich galt.

      Grüße vom Team Leitwölfe Leipzig
      André & Stefan
      Wolfsschutz-Deutschland e.V.
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    You might also know this place by the following names:

    Cvetići, Cvetici

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