Serbia
Srem

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14 travelers at this place

  • Day27

    E23 - Nijemci-Ruma

    September 20 in Serbia ⋅ ⛅ 25 °C

    In Nijemci wurde ich altmodisch vom krähenden Hahn geweckt. Dieser machte nämlich pünktlich um 05:15 im Hühnerstall nebenan Radau. So wirklich Lust zum weiterfahren habe ich nicht. Das unbequeme Sofa bot aber auch keine Argumente um noch weiter liegen zu bleiben.
    Ich erstelle also die Packung und pedalliere um 07:00 in den Dorfkern. Dort hoffte ich auf einen Kaffee, welcher nicht mit Nespresso-Konzentrat hergestellt wurde. In einer Bar wurde ich dann auch glücklich gestellt und teilte mir einen grossen Tisch mit einem Lastwagenfahrer, welcher bereits sein erstes Bier genoss.

    Um acht Uhr nahm ich dann die ersten 20km bis an den Grenzübergang zu Serbien auf mich.
    Der Verkehr war nicht wirklich präsent. Ich hatte eine Art Dejavu als ich die lange, gerade Strasse entlang fahre und einfach die einzige Person weit und breit bin. Hat etwas von Freiheit, bei einem Grenzübergang während einer Pandemie kann dies aber auch ein sehr schlechtes Zeichen sein. Vor dem Übergang liegt noch ein kleines Dorf mit dem obligatorischen Tankstellen/Alkoholladen. Ich halte an um mein Wasservorrat wieder aufzufüllen und erfahre beiläufig, dass der Zoll in Betrieb ist, aber erst um 13:00 öffnet.
    Schöne Sache, da sitze ich also 3h auf einem wackligen Plastikcampingstuhl und beobachte herumlaufende Hühner.

    Endlich stand der Zeiger kurz vor der 1 und ich machte mich auf vor die Schranke. Pünktlich wurden die Schranken dann auch gehoben und ich gelange an ein Häusschen in welchem 3 serbische Beamte sich den Platz streitig machten. Das Fensterchen wurde von einer Dame geöffnet, welche vor sich auf dem Schreibtisch die Pistole und ein belegtes Brötchen positioniert hatte. Nachdem ich mein Anliegen an die Dame geäussert hatte, begann erneut eine hitzige Diskussion mit den anderen Zollbeamten. Das Gespräch hörte sich jedoch zunehmend schlechter an und irgendwann hiess es, dass ich nicht einreisen dürfte, da ich mehr als 2 Tage in Kroatien war. Wenig später wurde aber dann das Gespräch noch einmal angeregt, da es plötzlich eventuell doch wieder funktioniert, wenn ich einen negativen Covid19 Test vorlegen könne. Dies konnte ich natürlich auch nicht. Die Frau hatte scheinbar wirklich Verbarmen mit mir und tätigte ein Telefonat. Anschliessend teilte Sie mir mit, dass ich passieren dürfte, wenn ich nicht in Serbien einreise, sondern lediglich Serbien als Durchreise verwende. Die Durchreise sei auf 24h begrenzt. Ich schaute sie dann ironisch an und zeigte auf mein Fahrrad. Sie lachte nur und meinte "This is your new challenge" und zwinkerte mir lachend zu.
    Ich nahm die Geste dankend an und radelte neben einer Kolonne von wartenden LKW vorbei Richtung Sid, das erste grössere Dorf in Serbien. An einer Tankstelle gönnte ich mir dann eine Dose Cola. Die Bezahlung nahm ich mit einer 2€ Münze vor und bekam dafür 10 Stück Dinar-Banknoten als Wechselgeld zurück. Ach ja, schon wieder eine neue Währung.

    Etwas nach Sid wurde dann ein Campingplatz an einem See ausgeschildert. Ich nutzte die Gelegenheit und begnügte mich dafür heute mit einer kurzen Tour (46km).
    Ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschöner Campingplatz und herrliches Wetter. Leider keine Sanitären Anlagen, dafür mit Anwohner, welche scheinbar schlechte Erfahrungen mit den Campinggästen gemacht haben. Dies bekam meine Packtasche zu spüre, denn diese wurde von einem sichtlich genervten Anwohner gleich einmal durch die Gegend gekickt.
    Als ich ihn dann darauf ansprechen und die Situation entschärfen wollte, stiess ich schnell an meine Handlungsgrenzen. Der ältere Mann war extrem aggressiv und konnte kein Wort Englisch. Irgendwann stampfte der Herr dann weg und schrie andere Campinggäste an. Ich war immer noch perplex, fing dann aber trotzdem an mein Abendessen zuzubereiten. Dann tauchte plötzlich Ivan auf. Er ist Serbe und reist jedes Jahr 6000-8000km mit seinem Tourenrad umher. Er erklärte mir dann, dass der ältere Mann ein bekannter Chaot, zertifizierter Griesgram und Alkoholiker hier in der Gegend sei.
    Wir haben länger miteinander gesprochen und er konnte mir sehr viele Tipps für die Reise in Serbien mitgeben. Die Tour nach Istanbul ist er selbst auch schon mehrmals gefahren.
    Anschliessend verkroch ich mich dann auch schon ins Zelt.

    Heute Morgen genehmigte ich mir etwas mehr Zeit im Schlafsack. Ich wusste, dass ich nur knapp 60km nach Ruma vor mir hatte. Dies bereute ich schon früh, da ein stetiger Gegenwind mir die 60km wie 100km vorkommen lies. In Ruma angekommen, konnte ich seit längerer Zeit wieder eine Art von Luxus erkennen. Die Bewohner hatten wieder Markenkleider an, fuhren Elektrofahrräder und auch die Autos klangen nicht mehr wie Traktoren. Ich sah sogar auch einen recht neuen BWM, welcher an einer Kreuzung ein Burnout vollführte - natürlich mit Schweizer Nummernschild. In Ruma genehmigte ich mir dann ein neues 4 Sterne Hotel, wurde dann aber mit einem Raucherzimmer ausgestattet. Als ich das Zimmer dann nicht annehmen wollte, wurde mir gesagt, dass dies in Serbien ein Luxus sei, wenn man im Bett rauchen könne.
    Ich stellte dann klar, dass ich gerne in die rauchfreie Holzklasse wechseln würde.
    Die nette Dame konnte dies kaum verstehen, gab mir aber ein neues Zimmer, welches prompt die hälfte kostete. Komisches Land =)

    Morgen geht es weiter, noch ein letztes Mal über Hauptstrassen, bis nach Belgrad. Endlich, endlich, endlich treffe ich die Donau an.

    Ride on
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  • Day380

    Ankerplatz

    August 21 in Serbia ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir starten um 9 Uhr und wollen uns wieder einen Ankerplatz suchen. Allerdings erst in ca. 100 km, weil wir es dann nicht mehr so weit haben bis Belgrad. Ich finde, die Donau wird immer schöner und vor allem an vielen Stellen sehr breit, fast wie ein See. Das ist wohl auch der Grund, weshalb wir immer häufiger Segelbooten begegnen. Die haben aber fast alle den Mast gestellt...... 😁
    Wir fahren durch Novi Sad, in der man noch einige Kriegsschäden sehen kann. Die Festung, zu der eine Brücke führte, von der aber nur noch die Pfeiler stehen und dann auch eine riesige Brücke, neben der das Schiff von Christoph und Juri wie ein Spielzeugschiff aussieht. Irgendwie finde ich diese Stadt bedrückend, vielleicht wegen der so offensichtlichen Kriegsschäden?
    Später gegen 17 Uhr finden wir einen wunderbaren Ankerplatz an einer sehr breiten Stelle. Wir fahren zwischen Buhnen ein, wo ich sehr nah ans Ufer fahren kann. Es werden die gleichen Manöver gefahren wie gestern und die Anker fallen gelassen. Zusätzlich bereite ich den 2. Anker für den Notfall vor. Sicher ist sicher.
    Dann gehen wir wieder ausgiebig schwimmen und anschließend revanchiere ich mich und koche für uns. Nur was einfaches, denn es ist schon relativ spät. Es gibt Nudeln und Tomatensoße und frisch geriebenen Parmesan, danach sitzen wir wieder in der Plicht und die beiden erzählen mir, dass sie einen Youtube Channel haben, auf dem sie ihre Fahrt dokumentieren. Also Leute besucht sie doch einfach dort und vor allem liked sie. Er heißt "Bootsbube" und die beiden werden sich sicher freuen, wenn ihr dort auch was schreibt.
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  • Day27

    Hallo Serbien

    October 22, 2019 in Serbia ⋅ ☀️ 23 °C

    Umringt von zwei kroatischen Fischern wachten wir in Louie auf. Diese hatten sich schon ab der ersten Helligkeit, also so gegen halb sieben, ein Plätzchen zum stundenlangen Angeln gesucht. Freundlich und auf Kommunikation aus bot Maurice ihnen gleich mal einen Kaffee an. Auch diesmal konnte einer der beiden wieder Deutsch und lehnte unseren Kaffee allerdings ab, da schon zuhause gefrühstückt worden war. Die beiden Fischer dachten, wir wären über Nacht dort gewesen, um zu fischen und als wir verneinten, löste dies bei ihm Verwunderung aus. "Was macht ihr dann hier?" - "Es ist schön hier!" Wir glauben, diese Aussage hat die beiden gefreut.

    Im gemütlichen Einklang von Fischerfolgen und unserem Frühstück mit Seeblick, lebten wir so den Vormittag vor uns hin. Schliesslich brachen wir aber doch auf Richtung Serbien. Da wir immer 'Mautstrassen vermeiden' im Navi eingeben, fuhren wir durch viele kleine kroatische Dörfer und konnten so die ländliche Seite abseits von Tourismus und Meer kennenlernen. Erwähnenswert ist hier der Zustand der Dörfer. Viele verfallene Häuser und Höfe stehen neben wenigen neue Familienhäuser, bei denen jedoch fast durchgängig oft der Putz (noch?) fehlte und die Wände blank gemauert standen. Teilweise leben Einheimische auch in wirklich sehr baufälligen Häusern, wo man sich fragt, wie kalt oder nass es dort werden kann. Wir haben versucht, aus dem Auto ein bisschen zu fotografieren, es ist nicht sonderlich geglückt, aber es bietet einen Eindruck.
    Auf dieser Tour hörte auch plötzlich der Asphalt auf und die offizielle Straße bestand auf Schotter mit zahlreichen Schlaglöchern. Nach einiger Zeit vorsichtigem Fahren kamen wir doch zum Glück wieder auf eine befestigtere Straße.

    An der Grenze zu Serbien war zwar reger Verkehr, aber es ging trotzdem für Pkws recht schnell. Hier durften wir unsere erste richtige Kontrolle machen. Da wir hier die EU verließen, war auchFrontex vertreten. Der Angestellte war natürlich ein Deutscher und fand unsere Marke Eigenbau sehr gelungen. Also einmal raus aus Kroatien und zur Einreise nach Serbien, wo wir das erste Mal auch hinten die Tür aufmachen mussten und ein Polizist sogar mit Taschenlampe im Bus unseren Kleiderschrank ausleuchtete. Eine zweite Kontrolle 30 m weiter folgte. Diese schien aber mehr aus Schikane-Gründen zu sein. Da wir am nicht sichtbaren Haltebereich zu weit vorfuhren, genoss der Grenzbeamte uns wieder zurückfahren zu lassen und noch einmal uns die Türen öffnen zu lassen.

    Ehrlicherweise wurde uns erst bei dem ganzen Grenzübergang bewusst, dass wir nun aus der EU fahren und kein Internet mehr haben. Also nutzten wir noch den kroatischen Empfang über die Grenze für Infos über Serbien etc.
    Wir steuerten einen Campingplatz in Sremska Mitrovica an.
    Dort wurden wir von Jovan, dem Besitzer, Vera, einer supernetten Angestellten, einem Holländer-Ehepaar und zwei anderen jungen Deutschen empfangen. Wir fühlten uns sofort super aufgehoben und Jovan klärte uns gleich mal über seine Mission, das Image von Serbien zu verbessern, auf. Schon beim "Einchecken" waren Vera und er so herzlich und hatten viele schöne Geschichten und Tipps für uns. Der Platz ist auch super sauber und einfach eine absolute Empfehlung für alle nach Serbien Reisende.
    Außerdem wettete er mit uns, dass er wisse, welchen Platz wir uns aussuchen und wir müssen zugeben, er hat gewonnen! Seine Erklärung: "Deutsche denken geordnet und in Reihen, also war klar, dass wir uns anreihen an die anderen".
    Nach herrlicher Dusche und Kennenlernen mit den Deutschen Natalie und Philipp, die mit einem Luxus-Rentner-Camper unterwegs sind, den sie für zwei Wochen gemietet haben, kochten wir uns Nudeln mit Pesto und aßen im schönen Picknickeck des Platzes.

    Tierischer Besuch überraschte uns im Dunkeln; als plötzlich ein wuscheliger schwarzer Hund vor uns stand und sich gleich einen Platz im Herzen erschlich. Wir (Kathi) tauften ihn Jim Knopf, kurz Knopfi. Also hatten wir auch noch einen Wachhund für die Nacht und konnten müde ins Bett fallen.

    PS: Durch WLAN konnten wir auch noch mehr Infos zusammen suchen und gleich mal sehen, welche Regeln wir bei der Einreise missachtet haben. Hups!
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  • Day28

    Ost-Serbien entdecken

    October 23, 2019 in Serbia ⋅ ⛅ 21 °C

    Wie immer standen wir recht früh auf, um viel vom Tag mitzubekommen. Unser lockiger Beschützer ward nicht mehr gesehen und nur eine Kule im Laubhaufen zeugte von seinen nächtlichen Beschützerinstinkten. Wir bauten unserem Tisch und unsere Stühle im Sonnenschein auf, um dort ein fürstliches Frühstück zu geniessen, nebenher Gitarre zu spielen und Smalltalk mit Philipp und Natalie zu halten. Außerdem nahmen wir die Waschmaschine gerne für 1,50 € in Anspruch, um unserem Wäscheberg mal wieder Herr zu werden. Nur 300m weiter befindet sich der Eingang zum Nationalpark Zasavica, wo wir nach Berichten von Natalie und Philipp auch mal hingingen. Wir verabschiedeten uns von den beiden, die nun weiter nach Bulgarien zu Natalies Oma fuhren.
    Leider hatte genau zu dem Zeitpunkt eine Schulklasse oder vielmehr drei Schulklassen beschlossen, in zwei riesigen Reisebussen, dorthin zu fahren. Zum Glück wurden sie bald zum Mittagessen in ein Haus dort gerufen und wir hatten wieder Ruhe. Persönliches Highlight dort waren die drei kleinen Ferkelchen, gleich am Eingang des Parks. Sooooo süüüüüß! Aber auch die anderen Tiere konnte man streicheln. Leider ließen sich die Wildpferde, auf die wir uns am meisten freuten, nicht blicken. :(
    Zurück bei Louie beschlossen wir Jovan, den Besitzer des Campingplatzes, nach Tipps für Belgrad und Sirmium zu fragen. Diese kurze Informationsbeschaffung endete in einem halbstündigen detaillierten Vortrag über Belgrad (mit Markierung der Toiletten in der Innenstadt auf der Karte) und 20 Infoheften über ganz Serbien. Ein bisschen grinsen mussten wir dabei schon, aber eigentlich zeugt dies nur mal wieder von der Herzlichkeit der Serben. Jovan nahm uns dann sogar noch im Auto mit in die Stadt einschliesslich kleiner Stadtführung mit dem Auto. Bessere Info und Eindruck hätten wir nicht bekommen können!
    Danke, dass es Menschen wie dich gibt, Jovan! Wir tragen deine Nachricht über dein tolles Volk in die Welt, darauf kannst du dich verlassen.
    Jovan war übrigens mal Präsident der Basketballvereinigung Serbiens und mag Nowitzki sehr gerne!

    In Sremska Mitrovica steuerten wir dann auf eigene Faust zuerst die Ausgrabungsstätte von Sirmium an. Da wir noch keine Dinar abgehoben hatten, durften wir diese leider nicht mehr besichtigen und es war schon so spät, dass wir dann nicht mehr eingelassen worden wären. Von außen konnte man durch die Fenster aber eigentlich schon genug sehen und leider schien den Serben das Potenzial dieser Stätte noch nicht ganz klar. Vielleicht kommt das mit wachsendem Tourismus noch.

    Nach erfolgreichem Beschaffen von Serbischen Dinar gönnten wir uns im Obelix-Imbiss typisch serbische Pljeskavica, was Burger mit Lamm-, Rind- und Schweinefleisch ist und schon lecker schmeckte, aber leider trotzdem als Billig-Patty zusammengepresst war. Die Kommunikation klappte ohne Englisch oder Deutsch nur mit Händen und Füßen. Dadurch hatten wir als Soßen dann letztendlich Quark und Senf auf dem Burger, da Maurice das einzige auswählte, was er neben Ketchup und Mayo an Worten nicht kannte.

    Ein weiteres serbisches Erlebnis ereignete sich beim Bierkauf: Nachdem Kathi die vollen Flaschen auf das Band gelegt hatte, kam nur die Frage "Empty Bottle?"- "Ne, hätte gerne die vollen Flaschen". Scherz, das hat sie natürlich nicht geantwortet, aber es war etwas schwierig zu verstehen, was das Problem darstellte. Am Ende war klar, in Serbien bekommt man volle Bierflaschen nur gegen Leere und falls man keine hat, muss man eine Art Pfand extra zahlen. Der Kassiererin war es deutlich unangenehm Kathi für die Flaschen zahlen zu lassen (es handelte sich um 15 ct), aber tat es schliesslich doch, nachdem sie den Zettel mit den Preisen ganz unten aus einem Ordner gezogen hatte. Offensichtlich muss sie diesen Preis nicht so oft einscannen :D.

    Wir genossen noch ein bisschen die Sonne am Fluss Save (Tagesmaximum 27 °C!), während wir ein paar Fischern zuschauten. Dort bekam Maurice einen Anruf von der Autoversicherung, sie hätten noch eine grüne Karte rumliegen und wissen aber nicht, für welches Land die Erweiterung gelten soll. Argh, diese Karte sollte eigentlich mit der Erweiterung für den asiatischen Teil der Türkei seit Montag auf dem Weg zu uns bzw. zu einer Post in Bulgarien sein! Vielleicht hatte der vorherige Bearbeiter nach dem Gespräch am Freitag Urlaub und war im Kopf schon woanders... Wir hoffen, dass die Sendung nicht all zu lange dauern wird, dass wir sie ohne Warterei in Bulgarien abholen können.
    Dann gingen dann noch in ein Restaurant auf einem Floß, das uns Jovan empfohlen hatte. Als typisches Essen von dort entschieden wir uns beide für Fisch und genossen die tolle Atmosphäre gemischt mit Fröstel-Attacken, da es mit Sonnenuntergang schnell kühl wird und wir nur in Tshirt und kurzer Hose unterwegs waren. Ein weiteres schönes Erlebnis hier, waren die drei Welpen, die vor dem Restaurant herumtollten und die wir am liebsten sofort mitnehmen wollten. Hätten wir bisher alles an Tier mitgenommen, was wir wollten, wäre der Bus schon voll.

    Wir hatten dann vor, mit dem Taxi zurück zu fahren und auch hier half uns wieder eine Serbin, die ohne wirklich mit uns reden zu können uns gerne half und einfach nett war. Am Platz wurden wir schon von Vera und Knopf erwartet. Jovan hatte wie wir später erfuhren schon mehrmals angerufen, ob wir schon zurück seien, da er sich Sorgen machte. Voll gegessen und müde chillen wir uns in den Bus mit Knopf als Aufpasser vor der Tür.
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  • Day106

    Wir müssen wieder aufpassen

    October 14, 2018 in Serbia ⋅ ⛅ 14 °C

    Denn die Menschen, denen wir in den letzten Tagen begegnet sind, sind verdammt freundlich. Und sie schenken uns alles mögliche: Äpfel, Bananen, Schokoriegel, Mandarinen, Bananen, Brot, noch mehr Schokoriegel, Blauwale (zum Glück nur Magneten - Sonst hätten wir echt ein Problem: wo kriegt man in Serbien eigentlich Krill her und wo sollen die schlafen, das Zelt ist jedenfalls zu klein, und was tun bei Heimweh? Denn das ist hier auf dem trockenen Land in Serbien ja schon fast vorprogrammiert. Es ist sogar so furztrocken, dass die Felder an jeder Ecke brennen und über dem Land eine Smogschicht hängt. Immerhin gibt das schöne Sonnenuntergänge.)
    Eine besondere Begegnung hatten wir vorgestern Abend in einem Dorf namens Neštin als wir im Dunkeln vor dem verschlossen Tor eines Campingplatzes standen. Zum Glück arbeiteten eine Blauwal-Länge entfernt noch einige Menschen, von denen einer Englisch sprach (T.) und uns weiterhelfen wollten. Nachdem sie herausgefunden hatten, dass wir erst nächstes Frühjahr wieder auf den Zeltplatz schlafen können, bot uns einer (M.) einen Schlafplatz in seinem Haus an. So verbrachten wir den Abend mit T. und M. und uns wurde mal wieder die Ungerechtigkeit der Welt bewusst. Denn um sich über Wasser halten zu können, müssen sich die beiden Tag für Tag 10-14 Stunden auf der Apfelplantage abrackern und erhalten noch nicht einmal 2 Euro pro Stunde. Und trotzdem luden sie uns zum Essen ein und T. (aus Slowenien) sagte dazu: "The people here have nothing but when they have just one Euro they will share it."
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You might also know this place by the following names:

Srem, Sremski Okrug

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