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  • Day64

    Lago Quilotoa und Cotopaxi Volcano

    May 24, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 5 °C

    Von Quito aus haben wir zwei Tagestouren unternommen, die wir bei uns im Hostel gebucht haben. Die erste Tour ging zum Kratersee des Vulkans Quilotoa. Früh wurden wir in Quito mit einem Bus abgeholt, wenig später machten wir an einem Aussichtspunkt Halt. Der nächste Stopp sollte bei einem Markt in einer kleinen Stadt stattfinden, allerdings hatten wir Pech und es war gerade Putztag. Interessant war es trotzdem, denn die Menschen sahen hier ganz anders aus als in Quito und waren teilweise traditionell gekleidet. Dann ging es mit dem Bus weiter, und schon bald konnte man die Höhe deutlich beim Atmen spüren! Wir hielten noch an einer Hütte, wo sich Meerschweinchen am Spieß um die eigene Achse drehten. “Cuy“ ist hier eine Spezialität und soll schmecken wie Hühnerfleisch. Ein komischer Anblick!

    Der Rand des Kraters liegt auf 4000 Metern Höhe, der See auf 3500. Nachdem Quito Auf 2900 Metern Höhe liegt und wir auch die Tage zuvor in Kolumbien schon auf dieser Höhe verbracht hatten, waren wir zumindest an diese Höhe schon gut gewöhnt. Auch auf den 4000m hatten wir keine Probleme mit Höhenkrankheit, uns ging es super. Der Blick von oben auf den Kratersee war richtig schön, auch wenn Wolken hinein gezogen sind. Wir machten uns auf den Weg nach unten, wo wir den See noch aus nächster Nähe sehen konnten. Strahlendes türkis-blaues Wasser und Blumen erwarteten uns, und sogar die Sonne ließ sich blicken. Danach mussten wir den steilen Weg wieder hoch, und dabei merkten wir die Höhe deutlich! Wir waren schnell außer Atem, besonders am Anfang des Aufstiegs und mussten die erste Pause einlegen. Danach wurde es aber immer besser, es schien, als würden wir uns sehr schnell an die Anstrengung in der Höhe gewöhnen. Zum Abschluss des Ausflugs gab es noch ein verspätetes Mittagessen, danach fuhren wir zurück nach Quito.

    Schon am nächsten Tag ging es los in Richtung Vulkan Cotopaxi, der ebenfalls südlich von Quito liegt. Dieser ist einer der höchsten aktiven Vulkane weltweit, und einer der aktivsten in Ecuador. Der Kleinbus war diesmal ziemlich voll, und als wir losfuhren war es bewölkt und regnerisch, nicht die besten Voraussetzungen wenn man sich eine gute Aussicht erhofft. Unterwegs bekamen wir in einer Lodge ein Frühstück, und vorsichtshalber machten wir uns einen Tee aus Kokablättern, die wir ein paar Tage zuvor auf einem Markt in Quito gekauft hatten. Diese sollen gut gegen Höhenkrankheit wirken und werden oft auch einfach gekaut. Ob es jetzt die Kokablätter waren oder nicht, Probleme hatten wir wieder keine. Mit dem Bus fuhren wir bis auf 4500 Meter Höhe in den Cotopaxi Nationalpark. Schon während der Anfahrt riss der Himmel auf, die Sonne schien und wir hatten einen tollen Blick auf den Cotopaxi sowie die weiteren angrenzenden Vulkane. Am Parkplatz angekommen packten wir uns dick ein, in Quito hatten wir extra noch Mütze und Schal gekauft, und auf der Fahrt zusätzlich noch Handschuhe. Eine gute Investition! Die Gruppe wurde aufgeteilt, jeder durfte entscheiden ob er bis zu einem Gletscher auf genau 5000 Meter Höhe wandern will, oder nur bis zur Hütte auf ca. 4800 Meter. Wir entschieden uns ohne zu zögern für Team Gletscher! Unser Guide José gab ein angenehmes Tempo vor, und wir waren erstaunt wie wenig anstrengend es uns vorkam! Der Aufstieg auf 4000 Meter am Tag vorher kam uns schwieriger vor, obwohl es ebenfalls 500 Höhenmeter waren, und das 1000m weiter unten. Anscheinend haben wir uns echt schon gut eingewöhnt. Es machte richtig Spaß, und oben angekommen lag stellenweise auch Schnee.

    Auf dem Weg zurück machten wir einen kurzen Stopp bei der Hütte, dann machten wir den Abstieg. Mit dem Bus fuhren wir bis zu einer Stelle wo wir Mountainbikes bekamen, um den Berg gar runterzudüsen, auch ein riesen Spaß 😀 Da wir auf den Mountainbikes weniger empfindlich für Bodenwellen und Schlaglöcher waren, überholten wir Busse und Autos. Auf dem Heimweg bekamen wir noch ein Essen bei einer Lodge. In Quito angekommen machten wir nicht mehr viel, der Tag hat uns ziemlich müde gemacht.
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    Georg Henning

    Flying GerMan 😂

    5/27/19Reply
    Georg Henning

    Kein Wunder das es euch so gut ging und ihr immer so nett grinst, waren anscheinend gute Cocablätter 😂

    5/27/19Reply
    Michael Künnell

    Bei den Cocablätttern kann man schon mal abheben😂😂

    5/27/19Reply
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