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  • Day149

    Fahrt von La Paz nach Sucre

    August 17, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 14 °C

    Als Julio dann endlich fertig repariert und gewaschen war, konnten wir losfahren. Es war zwar schon kurz nach 15.00 Uhr, aber wir wollten heute noch ein paar Stunden fahren. So verließen wir La Paz in Richtung Sucre, der Hauptstadt Boliviens. Zunächst mussten wir uns über den Vorort El Alto wieder auf über 4.200 Meter hochschrauben. Es ging zum Teil über sehr steile Strassen. Oben angekommen fuhren wir dann wieder auf der Hochebene. Wir wollten noch bis Oruro, einer Stadt auf 3.700 Metern und mit knapp 300.000 Einwohnern, kommen. Dort kamen wir dann auch gegen 20.00 Uhr an, brauchten aber fast 1 Stunde in der Stadt, bis wir bei unserem Stellplatz ankamen. Überall war ein offener Markt und buntes Treiben auf den Straßen, so dass ein Durchkommen gar nicht möglich war. Wir waren gezwungen, abweichend vom Navi, andere Wege zu fahren. Dann kam noch ein Umzug mit kostümierten Menschen und Blasmusik des Weges und es ging eine halbe Stunde gar nichts mehr voran. Endlich kamen wir dann an. Wir hatten uns für einen öffentlichen Parkplatz mitten in der Stadt als Stellplatz entschieden, da wir mal wieder mitten im Geschehen sein wollten. Und so kam es auch. Gleich bei der Ankunft spielte eine Blaskapelle auf dem Platz. Die hielten da einfach eine Probe ab.

    Am nächsten Morgen ging es weiter. Zunächst versammelte sich eine Hundertschaft von Polizisten und ging dann los. Dann hörten wir Musik und Gesänge im Bulli. Draußen auf dem Platz waren Obdachlose und Arme versammelt, die animiert von einer Sozialarbeiterin zu religiösen Liedern sangen und tanzten. Richtig gelebte Sozialarbeit. Wir waren begeistert. Als wir losfahren wollten kam auch die Sozialarbeiterin auf uns zu und erklärte uns das Projekt. Es ginge darum, den Leuten Hoffnung zu geben und Selbstwertgefühl, damit sie wieder ins normale Leben zurückfinden können. Jeden Samstag bekommen die Leute Unterstützung, auch in Form von Mahlzeiten. Wir unterstützen dann spontan das Ganze mit einem Geldbeitrag und sie bat uns mit den Leuten zu sprechen. Die waren so dankbar und umarmten uns aus Freude. Eines der Highlights unserer Reise und ein Moment, den wir nicht vergessen werden.

    Wir brachen dann gegen 11.00 Uhr nach Sucre auf und die Fahrt ging weiter auf der Hocheebene, die diesmal zum Teil mit Schluchten durchzogen war. Wir sahen auch wieder viele freilaufende Alpacas und Lamas. Die Anden dazu im Hintergrund und blauer Himmel. Es war einfach perfekt und die Fahrt verging wie im Flug. Um 21:00 Uhr kamen wir in Sucre auf dem Campingplatz an.
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