South Africa
Gauteng

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Top 10 Travel Destinations Gauteng
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Travelers at this place
    • Day 253

      Port Elizabeth

      October 7, 2019 in South Africa ⋅ ⛅ 22 °C

      Die letzten beiden Tage haben wir in Port Elizabeth verbracht. Allerdings haben wir gestern nichts unternommen, da ich leider mit "Magen-Darm" flach lag.
      Port Elizabeth ist aber keine wirklich große Stadt, so dass wir heute trotzdem alles Wesentliche gesehen haben bei einer privaten Stadtrundfahrt.
      Unser Tourguide hat uns erst einige Plätze in der Stadt gezeigt, bevor wir durch ein Township gefahren sind. Anschließend hat er uns noch durch die Altstadt geführt und wir haben uns das älteste Hotel Südafrikas angeschaut. Zum Abschluss ging es zur Strandpromenade.
      Port Elizabeth ist eine nette Stadt aber ich hatte ehrlich gesagt etwas mehr erwartet und dort hat man sich auch nicht so entspannt gefühlt wie in Kapstadt.
      Am Abend sind wir von Port Elizabeth noch nach Johannesburg geflogen und werden uns die Stadt morgen anschauen.
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    • Day 254

      Johannesburg - Teil 1

      October 8, 2019 in South Africa ⋅ 🌙 21 °C

      Heute waren wir den ganzen Tag mit dem Hop on - Hop off - Bus in Johannesburg unterwegs und haben uns einen Eindruck von der größten Stadt Südafrikas verschafft. Durch den deutschsprachigen Audioguide haben wir jede Menge Informationen zur Stadtentwicklung, den wichtigen Gebäuden und bedeutenden Persönlichkeiten erhalten.
      Johannesburg ist wirklich sehr weitläufig und ziemlich geschäftig und der Verkehr ist teilweise wirklich extrem aber mich hat die Stadt beeindruckt.
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    • Day 254

      Johannesburg - Teil 2

      October 8, 2019 in South Africa ⋅ 🌙 20 °C

      Besonders interessant war heute die Tour durch Soweto (South-Western-Townships).
      Es ist natürlich traurig zu sehen, dass heutzutage noch so viele Menschen in solchen Verhältnissen leben müssen aber Soweto besteht nicht nur aus Blech-Hütten.
      Soweto ist ein Zusammenschluß vieler einzelner Townships, die im Laufe der Zeit eine interessante Entwicklung erlebt haben. In einige Vierteln leben mittlerweile sehr gut situierte Menschen.
      Auch Nelson Mandela und Desmond Tuto haben in Soweto gewohnt.
      Dieser Teil von Johannesburg ist auf alle Fälle einen Besuch wert.
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    • Day 5

      Sunrise Game Drive >> Johannesburg

      October 23, 2019 in South Africa ⋅ 🌙 23 °C

      Was für ein verrückter Tag war das heute!
      Um 03:45 Uhr sind wir aufgestanden für unseren letzten Sunrise Game Drive - Phindele unsere Guide holte uns ab und fuhr mit Yasmin und mir, ausgestattet mit Taschenlampe und einpackt in Mütze und Decke, ein letztes Mal Richtung Kruger Park! Nach einer Viertelstunde bekam sie einen Anruf eines anderen Guides: Löwen gesichtet! Wir drehten sofort um und Phindele sagte nur: „I‘m gonna get you cold now“ (im offenen Truck) und raste los. Wenige Minuten später standen uns zwei ausgewachsene Löwen gegenüber. Wir verfolgten sie langsam für die nächsten Dreiviertel Stunde - was für ein Erlebnis!!! Einer der Löwen kam uns bis auf einen halben Meter nahe, Gänsehaut-Moment!
      Gegen 5 Uhr bekam Phindele einen weiteren Anruf, sie hätte zwei Gäste vergessen, die wir am Gate einsammeln fahren mussten. Wie sich herausstellte wurden sie nicht vergessen, sondern waren wahrscheinlich auf der falschen Tour - oder zumindest wurden ihnen eine falsche Abholzeit um 04:45 genannt... Nach kurzem Unmut auf beiden Seiten fuhren wir zu fünft zurück in den Park und genossen die letzten Stunden unserer Safari, in denen es langsam heller wurde. Wir sahen nochmal Zebras, Giraffen, Elefanten, Büffel und von weitem ein paar Nashörner. Allerdings versteckten sich die Tiere nach dem regnerischen Tag gestern immernoch unter ihrem „natürlichen Regenschirm“ wie Phindele es ausdrückte. Aber wir hatten die Löwen hautnah gesehen und waren deshalb eh total geflashed. Das hat bisher alles getoppt! 😀
      Zurück im Hotel genossen wir beim Ausblick auf viele Hippos, die direkt vor der Terrasse unseres Hotels „badeten“, unser Frühstück.
      Langsam kam die Sonne raus und wir checkten eigentlich nur kurz den Kalender... tja... eigentlich. Mit Schrecken stellten wir fest, dass wir zwar heute den Bus zurück nach Johannesburg gebucht hatten - unser Hotel, den Flug nach Kapstadt und alles weitere aber erst ab Morgen!!! Danach bekamen wir uns vor Lachen erst mal nicht mehr ein - wie konnte das passieren 🤷🏻‍♀️😂 Kurzerhand buchten wir also unseren Flug um, riefen beim Hotel an, fragten ob wir auch heute schon kommen könnten, und suchten nach einem weiteren Hotel in Kapstadt! Irgendwie schön, „plötzlich“ noch einen weiteren Tag in Kapstadt verbringen zu können 😉
      Die Rückfahrt nach Johannesburg war sehr entspannt. Zum Abschluss dieses aufregendes Tages genossen wir ein leckeres hausgemachtes Abendessen!
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    • Day 2

      Willkommen in Johannesburg Greenfire Lod

      December 14, 2019 in South Africa ⋅ ☀️ 27 °C

      Der Flug verlief sehr ruhig und schlafen war auch möglich. Am Airport traf ich dann gleich auf meine erste Mitreisende-Romy aus Amsterdam, später gesellten sich noch die 2 Deutsche hinzu. Insgesamt sind wir zu 7. Unser Fahrer Lou kurvte 1,5 Stunden durch Johannesburg und wusste sehr viel über die Geschichte der Stadt und des Landes zu erzählen. Sehr herzlicher Empfang durch Ann-Marie in der Greenfire lodge und unsere erste Unterkunft für eine Nacht. Es ist ganz liebevoll und eine schöne Oase am Rande der Stadt. Jetzt haben wir erstmal die Vorräte im Supermarkt gefüllt und testen den Wein. Heute Abend ist Briefing und wir finden uns dann hier finale ein bevor es morgen auf geht Richtung Botsuana. 6.00 Uhr ist hier Abmarsch. Also Wecker stellen und pünktlich aufstehen. Unser Guide scheint jede Menge Humor zu haben auch wenn ich nur die Hälfte verstanden habe. 😂😂😂😂 WLAN ist nun seit heute Nachmittag komplett ausgefallen so gewöhnen wir uns mal daran nicht erreichbar zu sein.Read more

    • Day 7

      Johannesburg

      January 2, 2020 in South Africa ⋅ ☀️ 19 °C

      Seit unserer Ankunft in Johannesburg vor 5 Tagen ist tatsächlich gar nicht so viel passiert.
      Nach unserem unerwarteten Direktflug, da der Flug über Istanbul komplett überbucht war, hat uns der Simon in der Früh in Johannesburg vom Flughafen abgeholt. Wir haben dann unser tolles Gästezimmer bei Vanessa und Simon bezogen und die darauffolgenden Tage waren eigentlich alle vom kleinen Zwerg Nandi bestimmt, die jetzt 1,5 Jahre alt ist.
      Unser Wetter hier war durchwachsen, allerdings habe wir es bei einer kleinen Wanderung beide geschafft Sonnenbrand zu bekommen… und an Silvester war sogar ein Pooltag drinnen. Ausserdem gab es ein klassisch südafrikanisches Braii, mit sehr lecker Fleisch und Chakalaka.
      Heute machen wir uns mit dem Mietwagen auf den Weg in Richtung Krugerpark, bevor wir am Sonntag noch einmal kurz bei Vanessa und Simon sind.
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    • Day 27

      Soweto und zurück in den Alltag

      January 8, 2020 in South Africa ⋅ ☁️ 24 °C

      Jetzt ist es tatsächlich soweit. Unser Abflug steht kurz bevor. Wir hatten gestern noch einen sehr schönen Abend und haben uns sehr ausgiebig bei Takalani bedankt.

      Was macht man mit dem angebrochenem Tag??? Richtig... eine Fahrradtour.

      Heute Morgen startet dann unsere Fahrradtour durch Soweto. Mit dem Uber einmal quer durch die Stadt... unsere Bikes waren uns allen etwas zu klein und die Luft war auch etwas schwach. Egal... betrachten wir es einfach als sportliche Herausforderung. Mit zwei netten Jungs aus dem Viertel sind wir dann losgezogen. Clemente, Romee und ich- Wir haben uns auf der Reise ausgesprochen gut verstanden und ich werde die beiden ganz besonders vermissen.

      Sie longierten uns sicher durch die Brennpunkte und Sehenswürdigkeiten von Soweto. Hier sind die Widersprüche besonders groß..... sie wussten auch so viel zu berichten. Irgendwann hielten wir wie sollte es auch anders sein- an einer Brauerei an. Ich hab noch gedacht meine Güte es ist noch nicht mal zwölf.😂😂😂😂 Biertesting in the Morning 🤓Herrlich... ich hab mich für Apfelbier entschieden, romee und Clemente probierten die ganze Bandbreite durch.🍻🍻🍻🍻

      Gestärkt und mit wackligen Beinen ging es weiter und stetig Berg an. Das war wirklich die sportlichste Herausforderungen unseres Urlaubs. 😅

      Weiter ging’s zum Haus von Nelson Mandela und auf einen Markt.

      Zurück in der Lodge...duschen, Sachen packen und ab zum Airport. 4 Wochen sind viel schnell vergangen.

      Romee und ich sitzen in der Bar am Flughafen und hauen unsere letzten afrikanischen Rand auf dem Kopf. Wir haben uns entschieden für eine Flasche Chardonnay und ein ordentliches Steak.

      Nie vergesse ich ...
      Put up your tent 😂😂😂
      Brotherman...
      Number one
      Hakuna matata
      Klick....
      The Truck is Open
      Happy Birthday 😂😂😂😂

      .... wer weiß wo die nächste Reise hinführt
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    • Day 2

      Johannesburg

      March 1, 2020 in South Africa ⋅ ☁️ 18 °C

      Township Tour: Ja odr Nei?

      Mir chöi d Velotour vom Lebo's Soweto Backpackers empfähle.
      Äs wird eim nüt ufgschwätzt und oh nüt vorgspiut. Was üs sichr blibt, isch dass hie Arm und Rich Tür a Tür wohne.
      Leidr heimr die ganz krasse Orte nid chönne fötele aber me chasechs öppe genau so vorsteue wie sones Township imne Fium.

      Trotz auem, hei üs die meiste fründlech empfange und wöue Highfive mache.
      Bim Backpackers hetts e Party vode Iheimische gha wo mir abr guet oh hei chönne si. Natüerlech ischs nid überau so. Am einte Ort isch d Stimmig scho rächt agspannt gsi und dert hätte mir sichr oh nid uf eigeti Fuscht härächönne.
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    • Day 57

      Johannesburg

      March 9, 2022 in South Africa ⋅ ☁️ 22 °C

      Sollen wir in die Stadt oder einfach nur zum Flughafen für die Weiterreise?

      Alle haben uns immer gesagt in Johannesburg gibt es nicht viel zu sehen und es ist sehr kriminell. Aber nachdem wir solche Aussagen immer wieder über Orte hier in Südafrika gehört haben und dann doch etwas ganz anderes vorgefunden haben, entscheiden wir uns doch für einen Aufenthalt in der Stadt.

      In einem Reiseblog haben wir von dem kleinen aufstrebenden Künstlerviertel Maboneng gelesen und entscheiden uns dorthin zu gehen. Unsere kleine Wohnung ist in einem alten umgebauten Industriegebäude direkt an der belebten Fox Street mit vielen tollen Restaurants, Bars und Geschäften.

      Ein lokaler Führer zeigt uns und einer netten Australierin dieses lässige Viertel mit all seiner Strassenkunst. Die Tour geht sogar bis in die Innenstadt, die mit ihren teils leeren Hochhäusern sehr befremdlich wirkt. Es ist für uns sehr interessant zu hören wie die Stadt entstanden ist und wie extrem sie durch geschichtliche Ereignisse geprägt wurde.

      Wir haben in den Tagen hier erfahren warum Johannesburg einen allgemein schlechten Ruf hat, aber wissen nun auch, dass viele Menschen fest daran arbeiten wieder etwas aus ihrer Stadt zu machen.

      Was wir hier in Maboneng gesehen haben, hat uns begeistert und wir hoffen wirklich, dass dieses Konzept weiter wächst und den Ruf von Johannesburg nachhaltig verbessert.

      Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns von Südafrika. Wir hatten in diesem Land eine unglaubliche Zeit und freuen uns nun auf neue Abenteuer in Namibia.
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    • Day 208

      Johannesburg

      September 2, 2022 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

      Am Freitagnachmittag kommen wir in Johannesburg an und beziehen eine tolle Loft-Wohnung, die wir über AirBNB gefunden haben und die im hippen und sicheren Viertel Maboneng liegt. Wir sind die letzten vier Tage unserer Südafrikareise hier und haben vor allem noch ein paar organisatorische Dinge zu erledigen. Unser Gastgeber führt uns nach unserer Ankunft noch ein bisschen durch das Viertel und zeigt uns ein paar schöne Ecken und Läden, wo er zufällig auch jeden kennt 😏 und meint, hier kann man sich sehr sicher fühlen und frei bewegen, nur auf sein Handy sollte man aufpassen.

      Für uns heißt es jetzt aber erst mal wieder Wäsche waschen und alles ausräumen, bevor wir dann am Abend noch ein wenig durch das Viertel streifen.
      Johannesburg ist leider immer noch bekannt für seine hohe Kriminalitätsrate und auch in unserem vermeintlich sicheren Viertel ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Dennoch fühlen wir uns hier wirklich wohl und schauen von einer Bar im ersten Stock dem bunten und geschäftigen Treiben auf der Straße zu, immerhin ist es Freitag Abend und vor allem die jungen Leute haben sich ordentlich rausgeputzt und fahren auch zahlreich in ihren Mercedes, BMW und weiteren (meist deutschen) hochpreisigen Karosserien vor.

      Als wir zurück in das Loft kommen, stehen wir erst mal im Dunkeln…der Strom ist ausgefallen.
      Wir denken zuerst, es ist mal wieder Zeit für „Load Shedding“.
      In Südafrika ist seit vielen Jahren das sog. Load Shedding Teil des Lebens der Bevölkerung. Load Shedding bedeutet, wenn die Nachfrage nach Strom das verfügbare Angebot übersteigt, müssen geplante Versorgungsunterbrechungen durchgeführt werden.
      Es ist eine kontrollierte Art, den verfügbaren Strom zwischen allen Strom-Kunden der Firma Escon (die für 95% der Stromversorgung verantwortlich ist) zu verteilen.
      Nach Angaben des Energieversorgers werden betroffene Bereiche nicht länger als zwei Stunden am Stück unterbrochen, Kunden können in den meisten Fällen im Voraus über Unterbrechungen informiert werden. Es wird auch auf Rotationsbasis durchgeführt. Engpässe im Stromsystem bringen das Netz aus dem Gleichgewicht, was zu einem Zusammenbruch führen kann; durch das geplante und kontrollierte Drehen der Last soll das System stabil bleiben. Was für uns (noch?) völlig verrückt klingt, hängt hier leider nicht zuletzt mit den kriminellen Machenschaften und absolutem Fehlmanagement des Energieversorgers sowie untätiger Regierung zusammen.

      Am nächsten Morgen stellt sich allerdings heraus, dass der Strom immer noch nicht wieder da ist und es sich nicht um das Load Shedding handelt. Unser Vermieter sagt, gegen Mittag sollte alles wieder funktionieren 😑.
      Also fahren wir erst einmal wie geplant mehrere Postämter ab, wir wollen unsere Campingsachen nun doch endlich los werden, nachdem wir sie bereits in Südafrika aufgrund der Kälte nicht mehr gebrauchen konnten und in Asien auch nicht brauchen. Allerdings stellt sich das Unterfangen als nicht so leicht heraus. Das erste lokale Postamt verweigert die Annahme wegen der Größe des Paketes 😳, das zweite sagt uns, die dürfen keine Campingsachen verschicken, weil es so etwas hier nicht gibt 🤨 und als wir schließlich bei DHL landen, soll der Spaß über 300 € kosten und damit ein Vielfaches mehr als an Wert überhaupt im Paket ist. Also fahren wir frustriert mit dem Paket wieder nach Hause und wissen noch nicht so richtig, was wir jetzt damit machen sollen. Der Strom ist immer noch nicht da und wir sind bereits langsam genervt, da uns das Loft für die Selbstverpflegung reichlich wenig bringt, wenn weder Kühlschrank noch Herd oder sonstige Küchengeräte funktionieren 😔.
      Da wir es aber nun nicht ändern können, gehen wir in ein kleines Lokal, in dem auch viele andere Backpacker und Locals herumhängen und machen uns dann eben hier mit all den netten Leuten noch einen gemütlichen Nachmittag, bevor wir uns auf den Weg ins unglaublich riesige FNB Stadium (auch Soccer City genannt) machen. Es spielen die Kaizer Chiefs aus Johannesburg gegen die Mannschaft AmaZulu aus Durban. Schon von weitem hört man die uns noch all zu gut bekannten Vuvuzelas dröhnen und wir freuen uns, mit den anderen Fans hier zu sein. Das Stadion der Fußballweltmeisterschaft 2010 ist natürlich viel zu groß, um es jetzt für solche Fußballspiele auch nur annähernd voll zu bekommen, immerhin passen hier knapp 95.000 Menschen rein 😱. Die heute ca. 15.000 Gäste 🤣 haben aber riesigen Spaß und machen eine tolle Stimmung, so dass ich mich eigentlich mehr auf sie als auf das Spiel konzentriere.
      Dieses geht dann auch unspektakulär mit 0:0 aus, aber die 3,50 € pro Ticket waren es auf jeden Fall wert. Auf dem Weg nach draußen, werden wir noch von einer jungen Frau und ihrer Familie nach einem Foto gefragt, weil es sie sehr freut Touristen beim Spiel „ihrer“ Mannschaft zu sehen und verabschieden uns dann zurück in unser Viertel. Da viele aus dem Lokal von heute Mittag auch zum Spiel gegangen sind, haben wir uns nach dem Spiel dort wieder getroffen und haben noch einen super lustigen Abend mit Leuten aus aller Welt 😍.
      Als wir schließlich nach Hause kommen, geht immerhin auch der Strom wieder, nur der Kühlschrank streikt weiterhin…

      Am nächsten Tag stand nun nur noch das Apartheid Museum an, welches ich gerne sehen wollte, was uns dann allerdings ein wenig enttäuschte. Es ist ein sehr schöner und ziemlich großer Bau, zu Beginn gibt es zwei Eingänge, für die Weißen und die Nicht-Weißen. Zu welcher Gruppe man gehört, entscheidet das Ticket für den Eintritt nach dem Zufallsprinzip und entsprechend wählt man den Einfang. Es folgen viele (wirklich unglaubliche) Schilder und Bilder zur damaligen Rassentrennung, bevor es dann leider für uns etwas unübersichtlich wurde. Es ist alles aus dem letzten Jahrhundert dargestellt, viele Bilder mit noch mehr Text aber ohne, dass man auf Anhieb die Reihenfolge oder richtige Richtung der Ausstellung verstehen würde, was das Ganze sehr anstrengend macht. Außerdem gab es noch eine extra Nelson Mandela Ausstellung, die zwar auch ganz interessant aber für uns viel zu vollgepackt war. Da haben wir uns irgendwie etwas mehr erhofft 😔.

      Passend hierzu hatten wir überlegt, ob wir das größte Township Südafrikas besuchen sollten. Das South Western Townships (kurz: Soweto) ist eine „Stadt“, die während des Apartheidsystems als Township für Schwarze entwickelt wurde. Mit mittlerweile über 3,5 Millionen Einwohnern ist das Township die größte städtische Siedlung von Schwarzen in Afrika mit einer reichen politischen Geschichte. Soweto war das Zentrum politischer Kampagnen, die auf den Sturz des Apartheidstaates abzielten. Der Studentenaufstand von 1976, auch bekannt als Soweto-Aufstand, begann in Soweto und breitete sich auf den Rest des Landes aus.
      Damals, ab dem 16. Juni 1976 erschütterten Schüler- und Studentenproteste Soweto, die sich gegen eine Direktive der Regierung richteten, in den höheren Schulklassen zur Hälfte auf Afrikaans statt auf Englisch zu unterrichten. Die Unruhen forderten über 500 Opfer. Soweto wurde somit zum Symbol des Kampfes gegen die Apartheid und der Soweto Day – heute Youth Day – erinnert seit 1995 als Nationalfeiertag an dieses Ereignis.

      Sowetos Wachstum war phänomenal – aber ungeplant. Trotz der Versuche der Regierung, den Zustrom schwarzer Arbeiter in die Städte zu stoppen, zogen Wellen von Wanderarbeitern vom Land und aus den Nachbarländern hierher, um in der Stadt des Goldes nach Arbeit zu suchen. Auch heute leben hauptsächlich Schwarze in Soweto. Viele Menschen aus ländlichen Gebieten kommen in den Stadtteil, um in angrenzenden „weißen“ Stadtteilen von Johannesburg und umliegenden Nachbargemeinden Arbeit zu finden. Doch passende Jobs sind rar und somit entstehen innerhalb kürzester Zeit immer neue kleine Armutssiedlungen.
      Und Soweto wird eben auch zunehmend von Touristen besucht. Viele Gebiete in Soweto, wie Dube oder die Extensions (deutsch „Erweiterungen“) wie Diepkloof Extension, werden vom schwarzen Mittelstand bewohnt und gehören damit zu den sichersten Gebieten in Johannesburg. Informelle Siedlungen wie Kliptown hingegen sind von Ärmeren oder den Ärmsten bewohnt und gehörten, wie einige Favelas in Brasilien, zu den gefährlichsten Orten der Welt. Es gibt heute unzählige Touranbieter, die dich zu Fuß, auf dem Fahrrad oder per Tuk-Tuk durch das Township bringen, vorbei an den damaligen Wohnorten der beiden Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela und Desmond Tutu in der Vilakazi Street und natürlich auch in die Armenviertel.

      Wir haben uns aber schlussendlich gegen eine Tour entschieden. Auch wenn dort zum Teil mittlerweile vom Tourismus profitiert wird, waren wir von der Idee, mit Kamera und Guide durch die aller ärmsten Viertel zu laufen, um uns diese Armut mal anzuschauen, nicht weiter zu begeistern. Nicht, weil wir die Augen davor verschließen wollen, sondern den Mehrwert für die Leute dort und uns nicht erkennen konnten. Die meisten Touren sind hochkommerziell und so undurchsichtig, dass einem nicht klar wird ob und welches Geld den Bewohnern zu Gute kommt. Zudem bleibt uns immer der Gedanke an einen Zoo im Kopf.
      Um Armut und üble Wohnverhältnisse zu sehen, reicht es durch andere Viertel in Johannesburg (oder Südafrika) zu fahren. Auf unserer „Post-Tour“ kamen wir dabei bereits an so vielen unglaublich üblen Ecken vorbei, dass wir einen Eindruck bekommen haben. Denn klar ist auch, wählt man eine solche Tour, will man nicht die mittlerweile gut situierten Viertel sehen…
      Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben nach einigen hin und her überlegen Soweto bewusst ausgelassen.

      Schlussendlich müssen wir auch sagen, dass Johannesburg für uns kein Hauptziel auf der Reise durch das Land war und es ist eben leider auch immer noch so, dass hier (z.B. im Vergleich zu Kapstadt) noch die meisten Teile (nach unserem Empfinden) wenig gut und sicher zu besuchen sind. Von daher hatten wir eine kurze und für uns schön gestaltete Zeit mit lieben Leuten und nun heißt es für uns nur noch, den Mietwagen abgeben, alles für den nächsten Flug nach Asien zu packen und vorzubereiten und dann früh schlafen zu gehen.
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    You might also know this place by the following names:

    Gauteng, خاوتينغ, Гаутенг, Ĥaŭtengo, Gautengi provints, خاوتنگ, Gauteng-sén, חאוטנג, ハウテン州, 하우텡 주, Chrysotopia, Gautengas, Hautena, ग्वाटेंग, iGauteng, گاؤتنگ, Provincia Gauteng, Gauteng Gobol, Хаутенг, Kgauteng, Ґаутенг, GAU, Kautiän, IPhondo yaRhawuti, 豪登省, IGauteng

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