South Africa
//Khara Hais

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4 travelers at this place:

  • Day16

    Upington

    May 11 in South Africa ⋅ ☀️ 27 °C

    Eigentlich war der Plan, dass wir die südafrikanische Grenze mitten in der Nacht passieren, und um 9 Uhr bereits in Upington in der südafrikanischen Nord-Kapprovinz einen Stadtrundgang machen. Als wir allerdings morgens um kurz nach 7 Uhr die Augen aufschlagen steht der Zug immer noch auf der namibischen Seite der Grenze. Es war einfach keiner da für die Ausreise. Das ist Afrika 😂
    Vorab gesagt: Upington ist absolut keinen Besuch wert. Das einzige, was uns heute doch mit hinaustreibt, ist der Wunsch sich ein bisschen die Beine zu vertreten und die vage Hoffnung auf Wifi.
    In einem Hotel bietet sich dann tatsächlich ein recht hübscher Ausblick auf den Oranjefluss, und ein Wifi, das im Angesicht der 30 Smartphones, die sich zeitgleich einloggen, so in die Knie geht, dass sich nicht mal ein Foto in den Pinguin hochladen lässt... 🤔
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  • Day19

    Cheeta - auf den letzten Drücker

    April 29 in South Africa ⋅ ☀️ 29 °C

    Ich werde ausgeguckt im Lodge-Laden Eier und Speck zu holen. Für ein gemütliches Frühstück auf der Terasse. Dann setzt Olaf sich durch, endlich mal den Hillux grob vom Staub auf der Ladefläche zu befreien. Mit Besen, Wasser-Eimer und Lappen wird dem zu Leibe gerückt. Auch Koffer, Rücksäcke und sonstige Gepäckstücke erfahren eine Basis-Reinigung. Man erkennt sie danach kaum wieder – auch wenn sie trotzdem noch weit davon entfernt sind, klassisch sauber zu sein. Aber aus braunen Staubgepäckstücken sind nun ‚nur noch‘ angestaubte Stücke geworden…
    Wir fahren zum Park und Olaf und ich vereinbaren eine erste englisch-lernen-durch-training-on-the-job-stunde. Nur er und ich gehen zur Rangerin – ich erkläre ihr, dass Olaf englisch lernen möchte und bei ihr seine 1. On the job-Stunde bekommt. Es ist herrlich die beiden zu erleben. Sie gibt sich unendlich viel Mühe, ist geduldig, formuliert um, redet mit Händen und mit Füßen, erklärt es neu und anders, macht es vor usw etc – und Olaf stellt sich richtig gut an. Er ist selber überrascht, wie viel er bereits selber erreichen kann. Auch ohne Hilfe. Er vesteht fast alles – nur beim sprechen fehlen ihm noch die Vokabeln. Nach der Rangerin holen wir für alle 4 Pässe noch die Stempel für Botswana – Ordnung muß sein – immerhin fahren wir ja auf dem Gebiet von Botswana.
    Die Rangerin hat Olaf mit Engelsgeduld erklärt warum und wieviel Reifendruck für die bevorstehende dirty road am besten ist – und neben dem Gebäude ist eine Tankstelle, an der wir dem Rat der Rangerin folgen. Wir durchfahren den Park 4,5 h lang - > 120 km. Und wenn wir uns nachher den Teil des Parks auf unserem Track-Erfassungs-Tool anschauen, ist unser gefahrener Teil weniger als 10% des Parks. Ganz schön groß der Park. Aber auch wieder ein wenig enttäuschend. Wir sehen kleine Antilopenherden, Gnus, Strauße, Erdhörnchen – aber nichts von den ‚big five‘. Einmal erzählt uns ein anderer Parkbesucher, dass in ca 1 km ein ‚Cheeta‘ (Gepard) sei. Aber als wir hin kommen, war Cheeta entweder schon weg oder wir haben ihn nicht gesehen, weil er zu gut getarnt war ;-))) Doch ca 9 km vor der Ausfahrt ist das Glück uns hold. Ein Cheeta liegt seelenruhig im Gras des Baumschattens direkt neben der dirty road – keine 5 m von uns entfernt. Und beobachtet in aller Gemütsruhe die Gegend und wedelt gelegentlich mit dem Schwanz. Olaf ist ganz ausser sich – endlich hat er was für Daheim zu erzählen. Und zu zeigen – denn ein schönes Foto des Geparden gab es noch obendrauf.
    Dann ist der Park für uns zu Ende. Wegen der wenigen Tankstellen tanken wir hier den teuren Park-Sprit – aber lieber ein paar Cent mehr zahlen, als ohne Sprit unterwegs liegen zu bleiben.
    Apropos liegen bleiben. Meine Jungs haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich noch erwähnenswertes vergessen habe. In dem sehr positiv beschriebenen und erlebten Bahnhof Hotel in ‚Aus; Namibia‘ (der Ort hieß wirklich ‚Aus‘) wurde service ja groß geschrieben. Das hatte ich ja schon erwähnt. Aber als wir ins Bett kamen, lag in jedem Bett einen Wärmeflasche/Bettflasche. Weil es nachts ja empfindlich kalt wird. Und für jeden eine gute Praline als Bett-Hupferl. Wir waren einig, dass es bei jedem schon mindestens 50 Jahre her ist, dass wir Wärmeflaschen im Bett hatten. … und Jürgen stellt alsbald fest, dass seine undicht war. So wurde aus einer wärmenden Bettflasche schnell ein kaltes und nasses ‚Vergnügen‘.
    Das 2. was ich vergessen habe zu beschreiben war das Wegpunkt-highlight ‚Fish River Canyon‘. Ein lohnenswerter Besuch. Vor allem weil mich viel an den Grand Canyon in Arizona erinnerte. Was auch nachvollziehbar ist, weil der Fish River Canyon nach dem Grand Canyon und einem Canyon in Mexico der drittgrößte Canyon der Welt und der größte des afrikanischen Kontinents ist. Nur ist vom Fish River, der diesen riesigen Canyon ja in jahrmillionen mit unendlichem Wasservolumen und Fließgeschwindigkeit geschaffen hat, nichts nenneswertes mehr übrig geblieben. Jedenfalls haben wir keinen fließenden river mehr gesehen, sondern nur noch stehende Tümpel, wo der river bei mehr Wasser sonst fließt. Imposant ist der Canyon trotzdem. Und hat jedem von uns sehr gut gefallen. Auch die Tatsache, dass wir auch hier vollkommen alleine waren. Kein weiterer Tourist weit und breit. Und diese angenehme Erfahrung begleitet uns ja schon, seit wir gestartet sind. Vermutlich haben wir auch deshalb bisher noch nie irgendwelche Probleme mit der Unterkunftsbeschaffung gehabt.
    So auch dieses Mal. Wir schauen uns die bevorstehende Strecke an und erklären Upington zu unserem heutigen Ziel. Netz ist da, Internet funktioniert und ich checke im Auto bei airbnb. Ich suche schon gar nicht mehr nach Zimmern – sondern immer direkt nach ‚ganzem Haus‘. Upington ist kein Ort oder Dort sondern bereits eine richtige schöne, kleine Stadt. Macht den Eindruck, dass es den Menschen hier sehr gut geht. Und der Sicherheitseindruck ist auch nicht so schlimm, wie wir das in den meisten anderen Gegenden erlebt haben. Mir werden sage und schreibe 9 ‚ganze Häuser‘ angeboten. Im Laufe der Jahre und der sehr vielen 1-Nacht-Buchungen bekommt man ein Auge dafür, was geschönt, realistisch und/oder wunschenswert ist. Von den 9 Angeboten kommt 1 besonders in Frage. Also: Buchungsanfrage ob noch was frei ist. Die Vermieterin reagiert schnell - es ist frei für uns. Keine ½ h später stehen wir vor dem Einfahrtstor (so spät suchen wir in letzter Zeit erst nach Quartier…) Vermieterin kommt, läßt uns rein und zeigt uns alles. Wir sind wieder mal platt! Überdachten Parkplatz im inneren hinter starkem Eisentor; ein Haus mit kompletter Küche, Wohnzimmer, Esszimmer, 3 Schlafzimmer und 3 Bäder, WLAN. Alles wirklich supertoll. In guter Qualität. 2 Schlafzimmer mit je 1 Doppelbett; 1 Zimmer mit 2 Einzelbetten. Die Zimmerbelegung wird verlost und Jürgen und Fritz landen auf den Einzelbetten. Herz, was willst Du mehr.
    Wir fragen die Vermieterin noch nach Einkaufs- und/oder Restaurantmöglichkeiten und sie empfiehlt uns die Mall ganz in der Nähe. Für’s Restaurant ist es in der Mall zu spät – die Mall schließt um 20:00 h – also kaufen wir ein und essen im Haus. Dabei kommt Olaf noch auf die Idee, hier in dieser Unterkunft 2 Nächte zu bleiben, weil die nächsten Wegpunkte alle um diesen Ort hier herum liegen und wir ohnehin wieder auf der Weiterfahrt durch diesen Ort fahren würden. Super Idee – gesagt, getan. Das Haus ist auch noch eine weitere Nacht frei für uns. Herrlich – wieder mal 2 x hintereinander im selben Bett und keine Koffer schleppen. Alle sind happy.
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  • Day333

    28.10.2017 Im Weinland

    October 28, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 21 °C

    Gegen Mitternacht wird Südafrika erreicht. Die Grenzformalitäten berühren uns nicht, wir können weiterschlafen.
    Beim Aufwachen sind wir schon in Upington, das wir laut Programm erst um 09:00 Uhr erreichen sollen. Erstmals seit Windhoek ein "richtiger" Bahnhof mit vielen Gleisen. Ebenfalls erstmals seit Reiseantritt Frühstück ab 07:30 Uhr und dafür 1 1/2 Std Zeit.
    Heute gibt es nur den Ausflug zu einem Weingut mit Wein- und Brandyverkostung, ansonsten verweilen wir im Zug. Auf der Fahrt zum ca 25 km entfernten Weingut fallen sofort zwei Dinge ins Auge: das viele Grün und allerdings auch der viele Müll, der beiderseits der Straßen liegt. Charlie gibt uns dafür die Erklärung, die Leute weigern sich Gebühren für die Entsorgung zu zahlen und werfen den Müll dann an den Straßenrand.
    Im Weingut werden uns 4 Weine - die uns nicht vom Hocker rissen -, 1 Brandy - hätte mehr sein können - und zwei Liköre - gehörten wohl dazu - kredenzt. Dann zum Zug zurück, dort ist heute wieder der rote Teppich ausgelegt und Begrüßung wie immer mit feuchten Tüchern und Getränken.
    Upington ist die Kreisstadt (70.000 Ew) der größten Provinz Südafrikas - Northern Cape - und eines der größten Weinanbaugebiete des Landes. Ausläufer der Kalahari Wüste reichen bis an den Stadtrand.
    Um 17:30 Uhr doch noch ein, wenn auch nicht geplantes, Ereignisse: die Lok macht schlapp. Nach einer Stunde erfahren wir, eine Ersatzlok muss her und wird in sechs Stunden eintreffen. Daher bleiben wir mitten in der Einöde stehen und nicht wie geplant im Bahnhof von De Aar. Vielleicht gibt es noch einen Sonnenuntergang zu bewundern.
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