South Africa
Rosettenville

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13 travelers at this place:

  • Day18

    zurück in Südafrika

    April 28, 2019 in South Africa ⋅ ⛅ 18 °C

    Was gestern beschlossen, wurde heute gemacht. Köcherbaum und Giant Playgroung noch mal zum fotografieren. Hat sich gelohnt. Die beiden Geparden, die wir – besser gesagt Olaf - gestern Abend noch gesehen haben und von denen einer Fritz warnend angefaucht hat, sind leider nicht mehr zu sehen. Fritz bildet uns mit seiner Theorie, dass die unendlich vielen riesengroßen Steinhaufen, die aussehen, als wären sie von Menschenhand aufgeschichtet worden, sind natürlichen Charakters. Millionenfaches kalt werden in der Nacht und heiß werden tagsüber, sorgt irgenwann für Risse und Brüche – und dann platzen riesige Steinblöcke ab und am Ende sieht es aus wie aufgeschichtet. Und die Köcherwaldbäume sind eigentlich keine richtigen Bäume, sondern eine Art Sträuchen. Unten am Stamm bis zu 1 m dick und 200 – 300 Jahre alt. Sie stehen auf Steinboden – also ohne Erde – und halten sich in den Steinritzen fest. Aus den Ästen haben die Einheimischen früher Köcher für ihre Pfeile gemacht – daher der Name. Anschließend geht es wieder Richtung Osten mit dem Ziel Südafrika. Die versprochene black road entpuppt sich als gravel road – läßt sich aber auch mit 100 kmh befahren. Seit unserem Platten sind wir hoch sensibilisiert. Wir haben uns schlau gemacht, wie man auf dirty roads fährt. Jedenfalls nicht mit 3 bar Druck im Reifen – das sorgt dafür, dass spitze Steine sich durchbohren können. Bei < 2,0 bar (1,6-1,8) legt sich der weichere Reifen um den Stein und fährt drüber, ohne dass dieser Schaden anrichtet. Jetzt haben wir das beachtet. Also: dirty road 1,8 atü – black road 2,8-3,0 atü. Und die Pannenwahrscheinlichkeit sinkt.
    Mit einem um Faktoren kleineren Aufwand passieren wir die Grenze – es ist nicht die Hauptroute Namibia-Südafrika, sondern ein sehr kleiner Neben-Zoll. Hier sieht man das alles sehr viel lockerer. Man muß zwar auch hier aussteigen und das Formular ausfüllen – schaut aber in weniger strenge Gesichter. Tut auch mal gut. Kaum haben wir die Grenze passiert, kehren wir zurück ins Leben – mit Netzverbindung ins Internet. Hurra! Und die black-streets kehren auch wieder zurück.
    In Hakskeen pan soll eine Lamborghini-Teststrecke sein, die wir uns anschauen wollen. In Verbindung mit einer Rennstrecke auf einem ausgetrockneten See auf dem ein 33000 ps-starkes Raketenauto den neuen Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge aufstellen soll oder vor kurzem aufgestellt hat: 1.600 kmh !!! Kaum zu glauben. Wir suchen und suchen – aber hier – in the middle of nowhere – ist außer dirt roads und Eseln nichts zu sehen. Weder was von Lambo – noch vom Rekordauto. Wir geben auf, brechen die Suche ab, weil wir noch zum Kgalagadi (Kalahari) Transfrontier Park wollen. Ein riesig großer National Park, der über die Grenzen von Südafrika und Botswana hinaus geht = Transfrontier (grenzüberschreitend). Hier in der Kalahari ist es mit Menschen und Unterkünften nicht weit her. Wir sind froh Netz zu haben und buchen eine mit 9,3 sehr hoch ge-ratete Lodge wenige km vor dem Park. Im - für unsere bisherigen Erfahrungen - mittleren Preissegment. Das hohe rating ist berechtigt. Die Chalets sind gut und mit allem, was man möchte ausgestattet. Mit Terasse und Sitzmöbel - mit tollem Ausblick. Nach dem check-in fahren wir noch die Koffer ausgeräumt zu haben zum Park. Für die 1 h bis der Park schließt – und wir wieder draussen sein müssen – lohnt es sich nicht die 90 Rand Eintritt zu zahlen. Wir entscheiden den Park erst morgen früh anzufahren.
    So haben wir zwischen fertig-mit-Koffer-auspacken und dinner noch ca 1,5 h Zeit. Die Jungs vertiefen sich hinter ihren smart-phones – ich mache die Buchführung und schreibe ein paar Zeilen blog. Da es WLAN nur im Lobby- und Restaurantbereich gibt, können wir fürs Dinner gleich sitzen bleiben. Wir haben alle 4 Spagetti Bolonese bestellt und freuen uns drauf.
    Während die 3 Jungs noch zum Absackerbier auf der Terasse des Chalets Jack Daniels mit an den Tisch bitten, gehe ich früh schlafen. Ich höre noch, wie sie sagen ‚mach‘ mal alles Licht aus, um das Sternenzelt schauen zu können‘ – dann bin ich auch schon eingeschlafen.
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  • Day22

    Statt palace of lost city - Hexenhouse

    May 2, 2019 in South Africa ⋅ ☀️ 20 °C

    ... in der Wildnis !

    Um unser Ziel – Sun city – zu erreichen, müssen wir heute kräftig auf’s Gas treten. Ca 600 km erwarten uns. D.h. viel fahren – ohne viel zu erleben. Dachten wir. Von Sun City haben wir/ich nur vage Vorstellungen. Ich halte Sun City für so eine Art ‚Klein-Las Vegas in Südafrika‘. Mit Casinos; Erlebnisbereichen; Themenhotels. Am bekanntesten ist mir das ‘Palace of lost city‘ (Palast der verlorenen Stadt) , das in dem Film ‚Der Prinz von Zamunda‘ eine Rolle spielt. In der Eingangsszene fliegt man minutenlang über Dschungelgebiet auf den Palast zu. (meine Lieblingsszene im Film: ‚… der kleine Prinz ist jetzt auch sauber!...‘).

    Bekanntermaßen sind wir ja Demokraten – auch bei der Wahl der Unterkunft. Im Auto erzähle ich im Laufe des (fahrenden) Vormittags, was der ‚Palace of lost city‘ an Unterkunftsqualität zu bieten hat. Man kann’s nicht anders sagen: der reinste Luxus – und zwar vom feinsten. Auf höchstem Niveau. Die Bilder sprechen für sich. Jeder führt sie sich zu Gemüte und ist mehr als angetan davon. Es folgt die Frage des Preises. Und der ist auch – für hiesige Verhältnisse ‚auf höchstem Niveau‘. 13.800 Rand für 1 Nacht für uns 4 ist schon ein sehr großer Schluck aus der Pulle. Entspricht fast dem ‚gefühlt‘ 10-fachen des bisher bezahlten Durchschnitts für die Übernachtung. Es gibt Stimmen dafür, sich wegen der großen Gesamtersparnis bisher, diesen Luxus für diese 1 Nacht zu gönnen – und Stimmen dagegen, dass man so was gar nicht braucht, nur um zu schlafen. Und was machen Demokraten, die feststellen in der Diskussion nicht einig zu sein: sie stimmen ab. Bei einem Stimmenverhältnis von 2:1 gegen den Palace, enthalte ich mich der Stimmabgabe, um keine Patt-Situation zu erzeugen, die eine Lösung erschwert hätte. Es bleibt also bei der Entscheidung dagegen. Die Gründe sind nachvollziehbar – genau, wie die Gründe dafür. Also bin ich beauftragt wieder neu zu suchen und werde bei Airbnb wieder fündig. Eine sehr rustikal bebilderte, ausgesprochen naturnah wirkende und beschriebene Unterkunft mit Superhost (eine Auszeichnung von Airbnb für sehr gute Vermieter). Für 1.450 Rand die Nacht. Also fast nur 10% des Palace-Peises – demnach fast 800 Euro mit der Unterkunftsentscheidung gespart. Das ist doch ein Wort – oder?
    Damit steht aber auch fest, dass wir sun city heute nicht mehr erreichen werden, weil diese Unterkunft ca 1,5 h von sun city entfernt ist. Also Planänderung: sun city ist morgen. Gegen 16:00 h kommen wir in die Gegend der Unterkunft. Der link zur Wegbeschreibung, der bei der Bestätigung automatisch dabei ist, passt nicht. Das ist ein straßenloser Punkt mitten in der Pampa. Das ipad-Navi kennt den mitgelieferten Adresspunkt nicht – auf Olafs iphone zeigt google-maps jedoch einen Punkt ‚in the middle of no-where‘. Nachdem wir kurz nach der Bestätigung angerufen wurden – waren wir erst mal erfreut, dass der Anrufer dies in perfektem deutsch tut. Ich rufe zurück und bekomme eine lange Wegbeschreibung über wechselnde black roads, sand roads, vorbei an pub und wieder dirty road usw. Wir folgen dem Beschrieb, wie wir ihn verstanden haben – deckt sich ziemlich mit dem Punkt bei Olaf. Beim 1. Mal wirkt eine solche Anfahrt immer ‚als-nie-enden-wollend‘ mit superschlimmen Schlaglöchern und schweren Sand-Steigungen. Ein Glück, dass wir Allrad haben. Dann stehen wir plötzlich vor einem Gate mit mehrköpfiger Wachmannschaft: ‚Utopia – private Property‘. Wie immer wird uns eine auszufüllende Liste gereicht; in welches Haus wir wollen, wer der Vermieter sei usw. Alles Fragen, die wir nicht beantworten können. Aber anhand der Bilder des Hauses und der Vermieterin erkennt der Wachmann, dass wir ins Haus Nr 16 wollen. Wir haben noch mal ca 1-2 km dirty road in einem vollkommen naturbelassenen Gebiet mit 36 Wohneinheiten, die weit genug voneinander entfernt liegen, dass man sie untereinander nicht sehen kann. Die letzten Meter sind so steil und ‚naturbelassen‘, dass man sie eher mit einem Panzer, als mit einem Auto befahren kann. Dank des Allrad im Hillux und dem ‚besten Fahrer südlich der Sahara‘ schaffen wir die letzten 100 m aber auch problemlos.
    Wir werden erwartet. Das Paar wirkt ein wenig exotisch. Er ist 76 – wie wir später erfahren – sie 45. Künstler! Er spricht von ‚seiner Freundin‘ und sieht sich mit ihr in einer Beziehung. Sie spricht davon, dass sie zusammen arbeiten und nach dem Motto handelt: my way – or highway. (So wie ich will – oder einer ‚verpisst‘ sich). Beide aber wirklich sehr liebenswürdig und liebenswert. Sympatisch und sehr herzlich. Nach 5 Minuten werden wir für den Abend bereits zum Essen mit bestem südafrikanischem Wein und sehr gutem schottischen Scotch eingeladen. Jürgen – so heißt unser Vermieter – ist Deutscher. War Übersetzer in England, dort mit einer Engländerin verheiratet, die vor kurzem nach langer Krankheit verstorben ist. Danach ist er wieder hierher zurück nach Südafrika gekommen, wo er jahrzehntelang mit seiner Frau gelebt hat. Zay – so heißt die Vermieterin – lebt in Scheidung von ihrem Noch-Ehemann, der ihr bester Freund geworden ist. So sagt sie. Sie ist Freigeist und passt ihrer Meinung nach in kein Schema. Ein wenig verrückt, mit gutem Herz und immer positiver Grunderwartung – bis sie eines besseren belehrt wird.
    Sie zeigen uns das kleine Haus. Alles ein wenig anders, als man es sich vorstellt. Ein Künstlerhaus eben. Kühlschrank auf Gas; eine einzige Steckdose im Haus mit Normalstrom; Licht auf 12 Watt mit LED’s. Ihre Spezialität: Zementarbeiten! Und so sieht es im Haus auch aus. Wenig Holzmöbel, überwiegend Zementmöbelskulpturen. Ich kann das nicht so pos beschreiben, wie es ist. Alles ist geschmackvoll arrangiert mit vielen schönen Accessoires. Gefühlt ist das Erdgeschoß ca 50 m2 groß. Geschlafen wird oben. Durch das Steildach gibt es nur eine Steiltreppe nach oben, die man nur auf allen vieren raufgehen kann. Und runter nur rückwärts. Ausser den 4 Betten ist kaum Platz oben. Jedenfalls nicht für die Koffer…. Gebaut ist das Haus aus rotem Naturstein und Schilfdach. Um das Haus herum sind Gartenmöbel ebenfalls aus dem roten Naturstein gefertigt. Ich hoffe, meine Jungs bekommen etwas von dem Haus und meinem eher kryptischen Beschrieb rüber, damit man sich besser vorstellen kann, wo wir hier gelandet sind. Aber alles hier ist ok – nur gewöhnungsbefürftig. Und mehr für Naturburschen als für weicheiernde Stadtmenschen.
    Denn beim Abendessen – die Einladung dazu haben wir gerne angenommen – es ist einfach zu viel pos Stimmung, die von den beiden ausgeht, erfahren wir, in welcher Nachbarschaft wir uns hier befinden. Das Haus liegt mit 35 anderen Haus in einem privaten Reservat. Jürgen hatte bereits Besuch von diversen Schlangen – u.a. einer schwarzen Mamba (giftigste Schlange der Welt, die er von einem Nachbarn, der sich damit auskennt, hat einfangen lassen); einer 4-5 m langen Python Würgeschlange und wurde schon 2 x von Skorpionen gestochen, weil er vergessen hatte, morgens die Schuhe auszuschütteln, wie er es all seinen Gästen rät. Das sind nur ein paar Beispiele der vielfältigen Nachbarschaft – auf die man meines erachtens nach auch verzichten könnte. Wir ändern unseren Plan die restlichen 4 Nächte bis zum Abflug hier zu verbringen und verkürzen auf 2 Nächte. Für die letzten 2 Nächte tauschen wir Schlangen- und Skorpionnachbarn mit Gangstern – Johannesburg gilt als ‚Paradise of gangsters‘. Ach wie schön waren doch die bisherigen Nächte und Tage ;-)))
    Der Abend wird so richtig toll. Das Haus von Jürgen, in das wir eingeladen wurden, ist größer als unseres. Aber ähnlich zu beschreiben. Jürgen kocht und grillt. Und zwar gut. Zay unterhält uns. Mit Gitarre und Gesang. Und die Versorgung mit Wein und Whisky ist überoptional. So sehr, dass Olaf in der Mitte des abends anfängt zu lallen und als wir gegen 21:30 h aufbrechen mit der sehr schweren Bank auf der er sitzt umfällt. Offenbar haben sich der Rotwein und der Whiskey in der Gesamt-Wirkung multipliziert. Jedenfalls kann er ohne Hilfe nicht mehr die Stufen runter, den kurzen dirty Weg zum Auto braucht er meine Stützhilfe und nachdem er auf allen vieren die Treppe rauf ist, höre ich ihn keine 2 Minuten später bereits schnarchen. Sollte es mir nicht gelungen sein, diesen Abend als wirklich schönen, tollen Abend zu beschreiben, so möge man mir das einfach glauben, dass er super war. Live music, leckeres Essen, gutes Trinken, sehr sympathische Menschen. Wäre es nicht so kalt geworden, hätte der Abend noch sehr viel länger angedauert. Einfach toll.
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  • Day21

    Diamants & best friends, Kimberley

    May 1, 2019 in South Africa ⋅ ☀️ 20 °C

    ... auch noch den Rest-Text am Vortag lesen.

    Zuhause in Deutschland ist nicht nur schönes Wetter, wie ich von Biene am Tel erfahre, sondern auch Feiertag. Und wie immer mittwochs ist Paul-sitting angesagt – Biene’s Oma-Lieblingsbeschäftigung. Und Paul liebt diese Tage auch mit seinen fast 2 Jahren. Heute hilft er Oma bei Salat putzen. Konzentriert und mit Engagement, wie ich dem Foto entnehmen kann..
    Bei uns kommt sich die Vermieterin verabschieden – ausserdem bekommt sie noch den Verlängerungstag von mir bezahlt, den Airbnb – aus welchem Grund auch immer – bei mir nicht angenommen/abgebucht hat. Mit Interesse fragt sie nach unseren nächsten Zielen und zieht die Augenbrauen hoch, als wir davon erzählen, dass wir in den Tswalu Kalahari Reserve Park wollen. ‚Wollt Ihr dort etwa übernachten‘ kommt die erschrockene Frage… Nein – dort ist es uns zu teuer! Sie nickt verständnisvoll mit dem Kopf. Das sein nur für die Superreichen, wie wir erfahren und bestätigen. Der Park ist privat und gehört der Familie Oppenheimer – eine der reichsten Familien der Welt – die Übernachtung kostet 25.000 Rand ( ca 1.600 Euro) pro Person und Nacht. Vollpension – aber Spa-Anwendungen extra. Der Park ist zwar sehr tierreich – die exclusiven Touren beginnen morgens um 05:00 h – Tages-Gäste im Reserve sind ihres wissens nach nicht üblich. Da die Tour zur Tour eine mehrstündige Tortur über dirty roads ist, beschließen wir, den Park aus unserer Tour zu streichen!!! Auch von dem ‚kristallklaren Teich‘ in Kuruma rät sie uns ab. Dieser sei von ‚den Schwarzen‘ vollkommen zerstört worden. Und dort sei eins der heissesten Pflaster, was die Kriminalität angeht. Die bösen Schwarzen…. Neben Johannesburg – das ‚Paradies für Gangster‘ wie sie uns wissen läßt. Also fällt auch der Wegpunkt ‚Kuruman-Teich‘ der Einheimischen-Empfehlung zum Opfer. Und die Routenführung passt sich automatisch an, den autobahnvermeidenden Weg nach Sun City zu finden. Ihrer Körpersprache ist anzusehen, dass sie das was sie sagt sehr, sehr ernst meint. Wir wissen es ja nicht besser, als man es uns sagt. Als Deutsche aus Deutschland sind wir mit solchen massiven Kriminalitätsproblemen doch nicht in diesem Maße konfrontiert, wie das hier wohl der Fall ist. Kaum ein Gespräch in dem wir nicht vor der Kriminalität der Schwarzen gewarnt werden. Die hätten weder Respekt vor fremdem Eigentum und ein Menschleben bedeutet ihnen rein gar nichts. Niemand läßt deutliche Warnungen aus und jeder rät nachdrücklich und dringend sehr vorsichtig zu sein. Diebstahl, Raub und Mord seien an der Tagesordnung. Es ist keiner dabei, der nicht aus eigener Erfahrung, aus Verwandten- oder Bekanntenkreis Erlebniserzählungen parat hat, die einem Schauer über den Rücken jagen. Beim Zigarettenholen fast umgekommen, weil ihm ein Steinbrocken auf den Kopf geschlagen wurde; Auto auf Bestellung geklaut; Weiße haben abends in Südafrika nicht auf die Straße zu gehen usw etc. Die 100%ige Creditkarten-Akzeptanz (also auch Beträge < 1 Euro), die wir hier erleben – und für modern und fortschrittlich im Vergleich zu Deutschland empfinden – sei reiner Prakmatismus. Niemand – kein Supermarkt, keine Tankstelle, kein Hotel etc – möchte Bargeld haben. Damit sei man potenzielles Ziel von Räubern und die vielen gut gesicherten Geldtransporte seien tägliche Ziele von Überfällen. Klingt alles logisch und passt zum Platz 123 von 163 in der Kriminalitätsstatistik der Welt. Und erklärt auch die enorm hohen Sicherheitsvorkehrungen in jedem Haus, in jeder Wohnung, in jedem Haushalt – und sei er noch so abgelegen. Mögen wir in den letzten Tagen unserer Tour auch weiterhin von dieserlei Erfahrungen verschont bleiben. Wir denken – formal ist die Apartheim abgeschafft. In der Praxis und in den Köpfen aber noch nicht. Das riesengroße Gefälle von arm, bitterarm und reich bis superreich – ohne einen nennenswerten Mittelstand – bessert das Problem nicht, solange nicht grundsätzlich dagegen vorgegangen wird. ‚Wie‘ – weiß ich leider auch nicht. Vielleicht Hilfe zur Selbsthilfe; Bildung und auskömmlich bezahlte Jobs für alle – keine Ahnung wie man das hinbekommen soll. Wenn die USA so was auch nicht schafft….
    Nach dem Kuruman-Teich steht das Big Hole in Kimberley auf unserem Wegpunktplan. Der Wegpunkt ist richtig gesetzt, doch muß Olaf sich auf den Verkehr in der 100.000-Einwohner zählenden Stadt konzentrieren, so das er den Wegpunkt ungesehen überfährt und wir erst noch 2 Schleifen drehen, bis wir dort sind.
    In einem Film erfahren wir etwas über die Geschichte von Diamanten, dem Big Hole, dieser Stadt und vieles mehr. Dieses Big Hole ist sage und schreibe 1.600 im Durchmesser und 400 m tief. Und das größte Loch der Welt, dass rein von Hand mit Schaufel und Pickel geschaffen wurde. Begonnen in der frühen 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und Grundstein für sowohl erfolgreiche Gründungen wie z.B. DeBeers – dem Unternehmen, das weltweit den Diamantenmarkt beherrscht – als auch für zahllose Schicksale unbekannten Ausgangs. Zufalls-Millionäre; Glücksritter; sich-zu-Tode-Schuftende; Prostituierten; Händlern und Räubern. Am Ende des Diamanten-Rush’s gab es keinen einzigen Schwarzen mehr, dem auch nur 1 Claim gehörte, sondern 40.000 von ihnen fuhren täglich 12-h-Schichten für 16 cent die Stunde. Bei hohem Risiko für Leib; Seele, Gesundheit und Leben. Das Big Hole ist die Wiedereröffnung eines Vulkankraters, aus dem die Diamanten aus großer Tiefe bei Ausbrüchen nach oben gespült wurden. Aktuell ist das Big Hole wieder mit 40 m tiefem Wasser gefüllt und der Guide fragte scherzhaft nach Tauchern, die hier nach weiteren Diamanten tauchen sollten. Olaf und Fritz – beides Taucher – lehnen aber ab…. ;-))) Hier am Big Hole wurden insgesamt 2.700 Kilo Diamanten – das sind 14,5 Millionen Carat – gefunden. Wieviele dabei umkamen oder an Erde verschafft werden mußte, hat man nicht gesagt. Die 5 schönsten, bekanntesten, berühmtesten Diamanten konnten wir als Replika sehen – sogar der wichtigste Stein der englischen Kronjuwelen ist dabei.
    Nach einem frühen, lecker-guten Dinner finden wir wieder Unterkunft mit Hilfe von Airbnb in Boshof. Auf einer Farm mit vielen Hunden; Katzen und einer großen Vogelvoliere. Wir setzen uns noch für ein Bier auf die Terasse und als es zu kalt wird, gehen wir ins Bett. Mit dem Ziel morgen Sun City mit dem ‚Palace of lost city‘ zu erreichen.
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  • Day372

    BOTSWANA

    April 6, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    The day we left the Victoria Falls we crossed the border into Botswana. It was the easiest border crossing by far and only took a few minutes, which was a nice change from the normal. From here we went straight to the Chobe National Park. We decided to opt for a boat safari here for something slightly different, it certainly wasn't a drunken affair like the previous two. It was a four hour boat cruise in the afternoon as the sun was setting where we saw elephants, baboons, hippos, a few mongoose, crocodiles and number of birds all coming to the water to drink. Nothing we hadn't seen before but it was very chilled and was a nice way to get to know our new group.
    We then had a few days on the road before heading to the Okavango Delta, this is the largest land based delta in Africa. This means that the delta or the river supplying the delta (the Zambezi River) never enters the sea or an ocean but rather floods forming the delta mentioned above. Therefore, it can grow or reduce in size depending on the season. On our first day we took a scenic flight over the Delta. Despite Susie's normal motion sickness she agreed to try again. After much planning and sickness tablets she managed to complete the hour flight unscathed!!! The scenery was amazing, allowing us to see all the animals from a better vantage point as well and the delta itself. I think Susie was just happy she wasn't sick!! The following day we took a local canoe along the narrow waterways for a two hour trip to what would be our campsite for the night. Again the canoe ride itself was extremely enjoyable, we were able to sit back, relax and watch the view while out local guide used a bamboo stick to navigate our route. Our campsite was typical bush camping, no shower and just a hole in the ground for a toilet which we used as little as possible. During the afternoon we were taken on a walking safari where we went into the delta to see the plants and any wild life we could come across. After sitting on a bus for hours at a time it was a nice change. We only managed to see some antelope and wildebeest but it was still a good afternoon. That evening we were given a show of local dance and music by our guides. It was .... Interesting, but a good laugh, luckily we weren't picked to get up and dance with them and it was more fun to laugh at the people who were.
    In the morning after another early start and a ride out if the delta we continued on our way towards Namibia.
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  • Day3

    10.11.2018: Fahrt nach White River

    November 10, 2018 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    Von wegen Urlaub ... Wecken um 05:15 Uhr und Abfahrt um 06:45 Uhr. Von unserem Quartier in Johannesburg ging es heute in Richtung Kruger Nationalpark. Gleich bei der ersten Station einer Tankstelle mit Raststätte konnten wir das erste Zusammentreffen mit der heimischen Tierwelt verbuchen. Es handelte sich dabei jedoch nur um ein Gehege mit Nashörnern, Zebras und Antilopen. Dennoch hat es viel Spaß gemacht, gleich einen ersten Eindruck zu gewinnen. Anschließend besuchten wir den Blyde River Canyon, God´s Window mit einer unbeschreiblichen Aussicht und die Berlin Falls, einen hübschen Wasserfall. Insgesamt waren wir heute 12 Stunden unterwegs. Gegen 19:00 Uhr erreichten wir dann unser Quartier, das Pine Lake Inn in White River. Es ist eine stattliche Hotelanlage, die im Stil der afrikanischen Logdes gebaut wurde. Hier haben wir auch das Abendessen in einem fröhlichen Kreis von Mitreisenden eingenommen. Morgen lassen wir uns dann um 04:15 wecken, Abfahrt zur Pirschfahrt ist um 05:00 Uhr.Read more

  • Day3

    Cape Town

    November 14, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 26 °C

    Am dritten Tag unserer Reise stand nach einer Mütze Schlaf, die Erkundung der Stadt via Hop on/ Hop off auf dem Programm. Bei etwas bewölktem Himmel und einer ordentlichen Brise, war das aber genau das richtige um die Stadt in groben Zügen kennenzulernen. Nach der 2 1/2 stündigen fahrt meldete sich der Magen zu Wort und wir schlenderten gemütlich durch den V&A Food Market, an dem wirklich kein Wunsch offen bleibt. Nach dem Essen und einem Kaffee to go schlenderten wir an der V&A Waterfront entlang und bestaunten ein paar afrikanische Musiker und Künstler. Bei nur einer Stunde Sonne an diesem Tag, machten wir das beste daraus. Am Abend ging es noch fein ins Steak House, wo wir uns mit einer alten Studienkollegin von mir und ihrem Freund (die auch gerade hier Urlaub machen) verabredeten. Zum leckeren Steak durfte natürlich eine Flasche Pinotage nicht fehlen.Read more

  • Day17

    Durch Swaziland nach Hluhluwe

    May 16, 2018 in South Africa ⋅ ⛅ 12 °C

    Weiter geht's...ciao Krüger, ab nach Hluhluwe. Wir fahren mit dem Bus durch das Swaziland, der Schweiz Afrikas. Weil es so bergig und hügelig ist. Swaziland wird von einer absoluten Monarchie regiert, d.h. der König hat das sagen und sonst niemand. Ist aber im ganzen nicht so toll, für die Bevölkerung wie Koomy uns erklärt hat. Aber so ist nun mal Afrika, alles ein wenig kompliziert.Read more

  • Day4

    Musée de l'apartheid

    May 4, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 21 °C

    Programme du jeudi: visite du musée de l'apartheid.
    Pas très joyeux mais très instructif. Le musée est immense, j'y passe 4h sans avoir le temps de lire toutes les longues explications qui expliquent comment cette situation est arrivée, détaillent la vie côté blancs et côté noirs/coloured durant cette politique, puis la montée révolutionnaire et la fin relativement récente de ce régime politique. Les images et propos qu'on découvre sont évidemment choquants. Toute une aile du musée est bien sûr consacré à Mandela, père de la nation.Read more

  • Day1

    Zwischenstopp London

    September 21, 2018 in South Africa ⋅ 🌙 16 °C

    Nachdem wir etwas Stress mit der Security zwischen Ankunft und Abflug hatten, geht es nun weiter nach Johannesburg 😍
    Zum Einstimmen gibt es jetzt einen Gin Tonic

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