South Africa
uThukela District Municipality

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60 travelers at this place:

  • Day23

    Best Hiking ever

    January 28 in South Africa ⋅ ⛅ 26 °C

    Wow. Einfach nur WOW!
    Erstmal die Busfahrt. Der Fahrer musste immer hupen, wenn Tiere auf der Straße stand (Pferde, Kühe, Schafe..). Das würde in Deutschland gar nicht geben, freilaufende Tiere.
    Dann als wir fast auf dem Berg waren, war die Fahrt so ruppelig. Unglaublich, dass unser Führer sich traut mit dem Bus hier durch zu fahren. Wir hätten Angst, dass das Fahrzeug n Schaden bekommen würde. Und plötzlich war da ein Fuchs. Der ist vor uns gerannt, und dann in die Berge verschwunden. Cool!

    Dann ging der Hike los. Sarah hatte gestern den ganzen Tag den Rucksack gehabt, so durfte ich den Rucksack heute den ganzen Tag tragen. Komischerweise ging ich schnell aus der Puste. Keine Ahnung was los war. Sarah meinte, vielleicht wegen der Luftfeuchtigkeit. Wir hatten Nebel und so gar keine Aussicht auf die schöne Täler gehabt. Einerseits traurig, aber anderseits auch interessant anzusehen. Man hatte das Gefühl neben sich einen weichen Boden zu haben, wo man sich hinlegen könnte. Höhö, es kam aber keiner auf die Idee sich fallen zu lassen. (Gott sei Dank :D)
    Wir machten mehrere Pausen, wegen mir.. :/
    Dann an einem Platz, ich setzte mich hin und fragte belustigt Sarah, na was glaubst du, wo es weiter geht? Da am Weg entlang oder wir müssen da auf dem steilen Hang hochklettern. Sie guckt mich, na klar am Weg entlang. Und dann hat der Führer eine Rede gehalten, wir müssen auf die lose Steine aufpassen und vorsichtig herantasten und so weiter. Sarah und ich guckten uns ungläubig an. Waaaaaas? Da hoch? Never ever! Die fitten Mädels fingen schon an zu klettern. Ich nur zum Führer: I don't believe it!
    Den Rucksack habe ich Sarah abgegeben. Das war zu krass. Der Führer war die ganze Zeit bei mir. Habe immer Kommentare abgeben wie, "Where is the Cable car?, How long?, End of the Way is the waterfall?, Will I survive it?" Er antworte und lachte immer. Mittendrin dachte ich echt, ich muss vom Hubschrauber abgeholt werden. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend das war. Sarah auch noch hopp, hopp zu mir.
    Oben angekommen, war ich so fix und foxy und musste mich erstmal hinlegen. Man war ich stolz auf mich. Bei den anderen sah das mühelos aus. Obwohl Sarah hat zugegeben, dass es für sie auch anstrengend war. "Ich muss mehr Sport machen", war mein erster Gedanke da oben. Und dann fragte ich, wo ist der Wasserfall? :o ich sehe nichts. Wir legten erstmal ne Pause ein, aßen was von unserem Lunchpaket. Und eine Schafherde gesellte sich zu uns. Thihi.
    Dann ging es weiter zu dem Wasserfall. Wir waren am Ursprung. Wir konnten leider den eigentlichen Wasserfall, aufgrund des Nebels nicht sehen. Aber unsere Füße haben sich für die Erfrischung bedankt.
    Wir saßen dann ne Weile auf einem großen Felsen. Ein Reisender Omer zeigte auf einmal in unserer Richtung, Sarah und ich drehten uns um. Mein Gott haben wir uns erschrocken, es waren Einheimische, sie sahen schon n bisschen gefährlich aus. Waren aber ganz harmlos und saßen einfach nur da. Omer hat gefragt, ob er sie fotografieren dürfte. Sie bejahten.
    Dann ging es wieder weiter und wir wurden mit weiteren geilen Aussichten belohnt.
    Der Führer ging Stückchen runter und dann sagte er, da geht's runter.
    Ich machte nur ein erstauntes Gesicht. Waaaaaas? Mit der Leiter da? Ohne Sicherheit? Ohne Gurt und Seil und so? OMG! Sarah und ich guckten uns nur an. OMG! Unsere Herzen bebten. Der Führer hat gefragt, wer von uns mehr Angst hat. Sarah zeigte zuerst auf mich. Ich habe gesagt, ich habe keine Höhenangst, nur Angst davor, dass ich ausrutsche oder wenn ich nicht mehr festhalten könnte. Der Führer entschied sich für Sarah und begleitete sie die Leiter hinunter.

    Das war auch ein geiles Gefühl. Das war Abenteuer, das sag ich euch.
    Wir waren nur froh, als wir unten ankamen, aber gleichzeitig auch stolz auf uns, dass wir diese Sache durchgezogen und geschafft haben.

    Danach war der komplette Hike harmlos. Laufen und schöne Aussicht genießen. Freilaufende Affen beobachten, afrikanischen Biber gesehen und Krabbeltierchen (Tausendfüßler, Borkenkäfer) entdeckt.

    Das war ein Hammah Erlebnis. Das werden wir nicht so schnell vergessen.
    Best Hiking ever.

    Am Ende waren wir so kaputt, aber GLÜCKLICH!
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  • Day11

    Hiking and Golfing

    January 6 in South Africa ⋅ ⛅ 22 °C

    🕣 8:30 Uhr war Treffen im „Club“, angeboten wurden vier Touren durch die Drakensberge, 2 bis 4 Stunden, wir also in unser Trekkingoutfit mit Stiefeln und 🎒 waren ganz gespannt, was da jetzt passiert 🙄

    genau an diesem Morgen wurde allerdings nur ein Spaziergang von genau 20 Minuten um den hauseigenen See angeboten und das auch noch mit einem Guide ... super ... da waren wir ja genau richtig 😳 so hatten wir uns das nicht vorgestellt,

    flux haben wir die Dinge selbst in die Hand genommen und sind alleine los, der Weg führte uns durch einen Wald, es war noch früh und bis auf das Vogelgezwitscher haben wir nur unseren Atem gespürt. Nach einer Stunde sind wir an einer Grotte mit einem Wasserfall angekommen, bei der hohen Luftfeuchtigkeit waren zig Moskitos unterwegs und wollten sich den Bauch vollschlagen, aber nicht mit uns, wir waren vorbereitet und hatten uns eingesprüht 😃

    nach einer Trinkpause ging es zurück,

    der Tag war noch jung und der nächste Golfplatz gleich nebenan 🏌️‍♂️ da wir unsere Golfhandschuhe eingepackt hatten, gab es für uns nur ein Ziel ... einmal in Südafrika Golf zu spielen 🏌️‍♀️⛳️ natürlich hat Melanie mit Ihren phantastischen Abschlägen und Puts mich an die Wand gespielt ... keine Chance an diesem Tag 😐

    die Drakensberge waren bislang nicht so spektakulär für uns, aber wir konnten uns dort von den vielen Stationen ein wenig erholen

    @Benni, natürlich habe ich ein neues Cap 🇿🇦 😎 schade für die schönen Fotos, seit gestern können wir keine Bilder mehr hochladen, weil das Internet hier schwächelt, sorry vielleicht später 😕
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  • Day10

    Drakensberge

    January 5 in South Africa ⋅ 🌙 15 °C

    jep, da sind wir wieder 😎

    unser Guesthouse hat uns am nächsten Tag mit einem leckeren Frühstück am Pool empfangen, frische Früchte, Rühreier mit Toast und einem Kaffee und das Beste war, wir waren wieder mal die einzigen Gäste auf der Terrasse, jede Unterkunft bis auf das Stadthotel in Cape Town hat etwas Besonderes, so hier im Aha Hollandaise. Der Typ an der Reception erinnerte mich zwar an einem der Darsteller in der Rocky Horror Picture Show, aber er war superfreundlich und hilfsbereit.

    Anschließend ging es wieder auf den Highway, Ziel die Drakensberge. Die Landschaft veränderte sich, die Küstenregion hinter uns gelassen, fuhren wir in eine Gegend mit üppiger Vegetation und relativ hohen Bergen. Die Straßen, die dorthin führen, stellt man sich nicht mit afrikanischen Schotterpisten vor, sondern haben absolut europäischen Charakter, breite mehrspurige Straßen; wir haben uns Afrika bis hierhin völlig anders vorgestellt. Weiter auf unserem Weg zu der Unterkunft sind wir aber mehr und mehr in ärmeren Regionen unterwegs gewesen, Wir sahen Lehmhütten, Ziegen und Rinder auf der Straße, Menschen mit Sonnenschirmen, die kilometerlange Fußmärsche hinter sich ließen, nur weil sie kein Geld für irgendein Transportmittel haben. In dieser Gegend waren wir dann ganz gespannt auf unser Resort ...

    😳

    alles was wir bis hierhin gebucht hatten war top, klein schnucklig und sehr persönlich ... aber hier in dieser Einöde erwartete uns eine Urlaubsanlage vom Feinsten...

    Kinderanimation, Beschallung überall, Beachvolleyball, Paintball, Karaoke am Abend etc., um nur so ein paar Dinge zu nennen,

    wir suchten verzweifelt nach einem ruhigen Plätzchen, leider vergebens ...

    das Zimmer war aber ok, abseits vom Rummel und auch das Abendessen war echt gut, Buffet zwar, aber in einer spitzen Qualität,

    morgen gehen wir auf große Wanderung durch die Natur und werden sicher die Drakensberge näher kennenlernen
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  • Day22

    Dach von Südafrika

    January 27 in South Africa ⋅ 🌧 21 °C

    Heute haben wir einen neuen Stempel gekriegt. Wir haben das Land Lesotho besucht. Man nennt es das Dach von Südafrika, weil das Land voller Bergen besteht. Mit dem Bus sind wir erstmal zu einer Schule gefahren und der Führer hat uns über den Schulverlauf berichtet.
    Dann ging es los mit dem Hike. Wahnsinnsausblicke konnten wir genießen. Wir waren in einer Höhle, an einer Steinmauer, wo eine Malerei zu sehen war (Geschichte), besuchten 3 Dörfer, bei einem durften wir die lesothische Milch probieren ~ die komisch geschmeckt hat ~, bei dem anderen durften wir Pap essen (die Lesothen essen es jeden Tag morgens, mittags und abends) ~ ich muss echt sagen, das schmeckt lecker, aber jeden Tag das Gleiche 🙈🙊 ~ und bei dem letzten durften wir eine alte Dame über ihr Leben befragen.

    Wir waren alle nur noch kaputt und wollten nach Hause. Zum Glück war der Bus nicht mehr weit weg. Und es ging wieder zur Kontrolle und Tschüss Lesotho. Es war ein interessanter, aber auch anstrengender Besuch.

    Zum Schluss noch Fakten: in Lesotho gibt es eine andere Währung und wird auch eine andere Sprache gesprochen
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  • Day31

    Natal Drakensberg Nationalpark

    February 2 in South Africa ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute Morgen bin ich mit zwei Mädels aus meinem Zimmer in den Nationalpark gefahren. Wir wollten auf eigene Faust wandern. Unser Ziel warn die Tungela Wasserfälle von unten zu erreichen.

    Wir sind zum Infocenter gefahren und haben uns nochmal eine Karte geben lassen.
    Der Trail sollte nicht so schwer sein. Knapp 400 Höhenmeter die stetig ansteigen. 4 1/2-5 Studenen.
    Am Startpunkt angekommen sind wir gestartet. Anfangs liefen wir noch im Wald, doch bald danach in der Sonne. Wir waren froh, dass nach ca einer Stunde Wolken aufkamen. Die Aussicht war wiederma wunderschön. Nach etwa 2 Stunden hörte der Weg beim Fluss einfach auf. Die Karte zeigte uns, dass wir durch den Fluss mussten. Also suchten wir eine geeignete Stelle und zigen die Schuhe aus. Das Wasser war sehr kalt. Drüben angekommen haben wir eine Essenspause eingelegt. Laut Karte war es nicht mehr weit bis zum Aussichtspunkt. Allerdings mussten wir noch 2x den Fluss durchqueren. Der Weg wirde immer unübersichtlicher. Keiner wusste mehr wirklich wo lang. Auch andere Wandere hatten keine Ahnung. Als sind wir wieder zurück gelaufen. Doch der Weg hat sich trotzdem gelohnt.
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  • Day33

    Tugela Falls Trip

    February 4 in South Africa ⋅ ⛅ 27 °C

    Wow. Was für ein Tag. Es war mein bisher bestes Erlebnis hier.
    Früh morgens um 7:00 wurden wir abgeholt. Nach 2 Stunden fahrt waren wir am Startpunkt angekommenen. Wir starteten bei 2500m über dem Meer. Unser Zielpunkt liegt bei 3100m.
    Es war ziemlich frisch so weit oben, aber das Wetter sah gut aus.
    Wir starteten voller Motivation los. Der Ausblick war jetzt schon Atemberaubend schön.
    Nach der ersten Stunde, wir waren schon ziemlich außer Atem, sagte uns der Guide, dass das bisher „easy, peasy, lemonsqueezy“ war.
    Um auf die 3100m zu kommen müssen wir nun klettern. 250m hoch. Ohne Sicherung oder sonst was. Jeder durfte sein eigenes Tempo wählen. Unser Guide ging als letztes hoch. Es war anstrengend und ab und zu purzelten auch ein paar kleine Steine. Oben ist dann unsere Lunchpause. Nach mehreren kleinen Pausen in der ich die Aussicht genossen hab oder von dem frischen Wasser gekostet habe bin ich endlich oben angekommen. Es war das anstrengendste was ich je gemacht habe.
    Während wir gegessen haben, haben uns leider die Wolken die Aussicht genommen. Aber dann öffneten sich die Wolken und die ganzen Strapazen hatten sich gelohnt! Es war unglaublich was uns da offenbart wurde. So wunderschön. Wir haben Fotos gemacht und die Aussicht genossen. Die Fotos zeigen nicht annähernd wie schön es in Wirklichkeit aussieht.
    Wir sind dann oben weiter gelaufen, Richtung Wasserfall. Der Tugela Wasserfall. Der zweithöchste der Welt. Immer wieder staunten wir über den Ausblick und spielten mit dem Echo. Beim Wasserfall angekommen durften wir darin baden oder uns einfach sonnen. Das Wasser war gar nicht so kalt wie gedacht. Auch diese Pause haben wir genossen. Die Aussicht wurde einfach nicht langweilig. Der Rückweg ging über Leitern runter. Es gab zwei zur Auswahl. Eine, die wackelt wenn man runter geht und eine, die Fest am Felsen ist. Wir wählten alle die feste. Und auch die war nicht ganz ohne. Auf dem Weg zurück zum Bus kamen wir immer noch nicht ganz klar drauf was wir gerade gemacht haben.
    Diese Wanderung werde ich sicher niemals vergessen. Ich bin immer noch überwältigt.
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  • Day16

    Drakensberge

    December 30, 2018 in South Africa ⋅ 🌧 20 °C

    Da die Surfsspots nicht der Börner waren und Luki die Schulter beim Klettern leicht verletzt hat, machten wir eine "Pause". Besser gesagt wir wanderten 5h in den beeindruckenden Drakensbergen über Stock und Stein, im Regen & Sonnenschein.

  • Day55

    Roadtrip

    October 29, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 34 °C

    Unsere vier Wochen in Bambelela neigten sich dem Ende zu. Doch wie sollte es nun weitergehen? An einem geselligen Spieleabend, den wir - wie immer heimlich - in unserem Chalet veranstalteten, entschieden wir uns für einen Roadtrip. Etienne, einer der Langzeitvoluntäre, schlug kurzerhand vor uns zu begleiten. Etwas überrumpelt von der Idee, konnten wir uns doch sehr schnell dafür begeistern, da wir uns sehr gut mit ihm verstanden.

    Zwei Tage später saßen wir in unserem gemieteten Auto, das wir - kreativ, wie wir sind - 'CarL' tauften. Just in diesem Moment fiel uns auf, dass wir noch gar nicht wussten, wohin es gehen sollte. Da wir schon viel von der naheliegenden Panoramaroute gehört hatten, sollte dies unser erstes Ziel werden. Lauthals Liebeslieder mitsingend, fuhren wir überglücklich auf teils staubigen Landstraßen der Sonne entgegen - ein Freiheitsgefühl, das kaum zu beschreiben ist. Überraschenderweise fiel es uns nicht schwer, uns an den Linksverkehr zu gewöhnen. Vielmehr machten uns sowohl die schmalen, unbefestigten und von Schlaglöchern übersäten Fahrbahnen als auch die Fahrweise manch eines Südafrikaners zu schaffen. Dies sorgte hier und da für Nahtoderfahrungen. Am ersten Abend unseres Roadtripabenteuers genügte ein kurzer Blick auf die Karten und der Plan für den darauffolgenden Tag stand fest: ein Ausflug in den berühmten Kruger Nationalpark. Da es bis dort allerdings noch einige Kilometer zu fahren waren, kam es leider dazu, dass wir einen Großteil der Strecke, die für ihre atemberaubende Aussicht berühmt ist, in totaler Dunkelheit befuhren.

    Als wir mit CarL pünktlich um 5:00 Uhr des nächsten Morgens die Tore des Nationalparks passierten, dauerte es keine zehn Minuten, bis wir die erste Giraffe erblickten. Dies sollte nicht das letzte Tier gewesen sein. Neben zahlreichen Antilopen und Vogelarten konnten wir vier der berühmten "Big Five" erspähen. Nur der scheue Leopard ließ sich nicht blicken. Obwohl wir bei einer Größe von 20.000 km² lediglich einen Bruchteil des Nationalparks gesehen haben, hat sich der Tagesausflug absolut gelohnt.
    Alles in allem saßen wir während dieses Ausfluges 17 Stunden im Auto, weshalb wir uns dazu entschlossen, den nächsten Tag etwas genügsamer anzugehen. Wir entspannten auf einer Seidenfarm, wo wir viel über fleißig spinnende Raupen lernten, uns beim Tischtennisrundlauf austobten und anschließend im Pool erfrischten.

    Am folgenden Tag ging es zurück auf die Panoramaroute, die wir nun endlich wieder im Hellen bestaunen durften. Einen kurzen Zwischenstopp legten wir in Pilgrim's Rest ein - eine gespenstische ehemalige Goldgräberstadt, die heute als Freilichtmuseum fungiert. Zu spät fiel uns auf, dass wir uns noch um keine Unterkunft für die Nacht gekümmert hatten. Aber warum auch für ein Hostel bezahlen, wenn man CarL hat: Mit drei Personen und jeder Menge Gepäck im Auto, zählten wir diese Übernachtung zwar nicht zu unseren komfortabelsten, dafür sorgte sie aber für jede Menge Lacher. Den versäumen Schlaf konnten wir in der Folgenacht aufholen: über einen Freund von Etienne erhielten wir eine Gratisübernachtung in einem Familienresort. Dort ließen wir es uns richtig gut gehen: Sonne tanken am Pool, intellektuelle Herausforderungen beim Straßenschach und traditionelles Braai mit Gitarrenmusik.

    Immer wieder unterbrachen wir lange Autofahrten, um kleine Wanderungen zu unternehmen, verschiedene Wasserfälle zu besichtigen oder uns eine beeindruckende und lehrreiche Greifvogelschow anzusehen, bis uns unser letzter Stopp in die Amphitheatre Backpackers' Lodge führte . Das nahe der Drakensberge gelegenen Hostel zog uns mit seinem Charme direkt in den Bann. Die mit Kreativität und viel Liebe zum Detail eingerichteteten Steinhäuser, hoben sich von unseren bisherigen Unterkünften ab. In die Wände eingelassen Elemente aus recyceltem Glas, Mosaiksteinen und Schnitzereien machten jeden Raum besonders. Die gewöhnlicher Weise sehr spartanisch eingerichteten Mehrbettzimmer waren mit angeschlossenem Badezimmer sowie internationale Steckdosen, Licht und Tresor an jeder Schlafbucht für unser Empfinden sehr luxuriös ausgestattet. Auch der Barbereich beeindruckte mit seinem inkludierten Jacuzzi. Im gemütlichen Speisesaal ermöglichte uns Etienne am zweiten Abend durch eine Gesangseinlage für alle Gäste ein gratis Abendessen. Das Hostel bot eine große Auswahl an Aktivitäten an. Sofort gefesselt waren wir von den Bildern des Tugela Fall, dem zweit höchsten Wasserfall der Welt. Leider sprengte die geführte Wanderung unser Budget, so dass wir uns gegen Guide und Shuttleservice entschieden und den Ausflug in Eigenregie planten. Am Morgen vor Aufbruch in die Drakensberge trafen wir beim Frühstück auf Tomas und Mirkka. Da sie uns direkt sympathisch waren, luden wir den südafrikanischen Singer und Songwriter und seine finnische Freundin ein uns zu begleiten. Der Ausflug sollte nicht nur unser letzter, sondern auch der Höhepunkt unseres Roadtrips werden: atemberaubende Aussichten, Adrenalinschübe auf unbefestigten Wegen und Leitern sowie vollkommene Körperfreiheit beim Nacktbaden auf der Spitze des Berges.
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  • Day106

    In den Drakensbergen

    December 26, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 30 °C

    Wow!

    Die Schönheit und Erhabenheit dieser Berge macht mich sprachlos.

    Wir befinden uns inmitten der dramatischen Berglandschaft der Drakensberge. Diese 1000 Kilometer langen zerklüfteten, grünen Tafelberge bilden die natürliche Grenze zwischen Südafrika und Lesotho.
    Wenn man die Felswände aus Klippen und Schluchten aus nächster Nähe anschaut und man die gewaltigen Dimensionen mit den eigenen Sinnen erlebt, wird einem schnell klar, wieso die „Drachenberge“ eine maßgebliche Inspiration für Tolkien waren, als er sich den Schauplatz Mittelerde für „Herr der Ringe“ ausdachte.

    Mit Sack und Pack, Zelt und Isomatte, Sandwiches und Flachmann bepackt steigen wir über die sogenannte Chainleddar (jaaa, das ist wirklich eine Kettenleiter, die senkrecht den Fels hinaufführt. Und nein! Keine Sicherung!) auf eine der berühmtesten Felsformationen des Gebirges: das Amphitheater.
    Schon von unten sieht es unglaublich imposant aus.
    Von oben ist es dann sogar noch spektakulärer. Für den steilen Aufstieg werden wir mit einem majestätischen Bergpanorama belohnt, bei dem uns wieder mal bewusst wird, was Ehrfurcht bedeutet.
    Ich stehe in schwindelerregender Höhe am Rande der Klippe und schaue nach unten. 1000 Meter geht es vor mir senkrecht runter.
    Ahhhhhh! Vermutlich kennt jeder dieses Gefühl, wenn man an einem Abgrund steht, einem die Beine schwach werden und man sich in einem Sekunden-Tagtraum abstürzen sieht. Schaurig-schönes Gefühl. Obwohl man sich ja (ungewollt) vorstellt, wie man in den Tod stürzt, fühlt man sich gleichzeitig so außergewöhnlich lebendig. Prickelndes Adrenalin.
    Links von uns der Sentinel, rechts von uns der Mont aux sources, stehen wir in über 3000 Meter Höhe auf dem Hochplateau des Amphitheaters und der Wind pfeift uns nur so um die Ohren. Mit ihm schießen Adler und Geier über unsere Köpfe hinweg und zerschneiden mit einem scharfen „Fucchhh“ die Luft.

    Immer wieder begegnen wir Schäfern. Die meisten kommen angeblich aus Lesotho und bleiben für 5 Monate am Stück auf dieser Höhe bei ihren Schafen. Das Wetter in den Drakensbergen ist unberechenbar und es kann, egal zu welcher Jahreszeit, zu extremen Kälteeinbrüchen kommen. Kein Wunder sind die Schäfer in dicke Decken eingewickelt und tragen Wollmützen. Wir verteilen unsere Snacks an eine Gruppe Jungs, die zwar außer „Sweets?“ kein Wort Englisch reden, uns aber wild gestikulierend klarmachen, dass wir sie fotografieren sollen.
    Als ich für das Fotoshooting mitten in der Deckenumwickelten Jungenhorde stehe und den modrig-schweißigen Geruch einsauge, wird mir wieder mal bewusst, WIE unterschiedlich Menschenleben aussehen können.

    Wir halten Ausschau nach einem geeigneten Platz, um unser Nachtlager aufzuschlagen. Im Internet haben wir gelesen, dass man sein Zelt erst bei Dunkelheit aufbauen und dann kein Licht mehr anmachen soll, damit einen die Schäfer nicht sehen. Es ist wohl in den letzten Jahren immer wieder zu Überfällen gekommen, bei denen Zelte aufgeschlitzt und Wertsachen entwendet wurden.
    Ich muss zugeben, ich bin etwas nervös mit diesen Informationen im Hinterkopf. Und dass uns schon zwei Wanderer auf dem Weg erstaunt gefragt haben, ob wir es nicht zu gefährlich finden, da oben alleine zu zelten, macht mich nicht gerade entspannter.
    Aber es wäre einfach zu schön, morgen früh mit diesem fantastischen Ausblick den Sonnenaufgang anzuschauen.
    Also entscheiden wir, dass wir es durchziehen. Es ist mal wieder an der Zeit, unser Urvertrauen in die Menschheit auf die Probe zu stellen. Bisher haben wir nur gute Erfahrungen damit gemacht.
    Mittlerweile ist es 15 Uhr, ein Abstieg wäre ohnehin bald nicht mehr möglich.
    Da begegnen wir einer Gruppe Wanderer, ebenfalls mit Zelt und Isomatten bepackt.
    Sie versuchen uns jedoch zu überzeugen, dass es keine gute Idee sei zu zelten. „Guys I am South-African. This is my country and i know when there is trouble and when there’s not. I saw the Shepards and i don’t trust them. They already saw your camera and your iPhone. It is too dangerous guys. This is Africa, there are 50 murders a day. And tomorrow it’s another day.”
    Auch die anderen Männer der Wandergruppe reden auf uns ein und erzählen uns, dass sie schonmal hier oben gecampt haben. Heute finden sie das Verhalten der Schäfer jedoch so komisch, dass sie lieber die gesamte Ausrüstung und Verpflegung wieder runter schleppen.
    Wir bedanken uns für den Ratschlag und als die Gruppe abzieht, merken wir, dass wir ganz alleine auf dem Plateau sind. Die Tageswanderer haben sich bereits alle an den Abstieg gemacht.
    Bei dem pflichtmäßigen Gipfelschnaps aus dem Flachmann überlegen wir, was wir tun sollen.

    Die vom Sonnenuntergang warm beleuchtete Panorama-Aussicht auf das umliegende Gebirge verspricht einen unfassbaren Sonnenaufgang morgen früh. Die Südafrikaner von eben haben uns jedoch solche Angst gemacht, dass wir uns schweren Herzens entscheiden, doch nicht hier oben zu zelten.
    Better safe than sorry...

    Im Endeffekt ist es die richtige Entscheidung, da völlig unerwartet ein Unwetter aufzieht und wir vom Fuße des Berges aus sehen, wie das Amphitheater voll und ganz in dicke schwarze Wolken eingehüllt wird.

    Zurück in der Witsieshoek Mountain Lodge sprechen wir mit anderen Wanderern und Einheimischen, welche uns erzählen, dass sie schon öfters auf dem Amphitheater gezeltet haben und es nicht wirklich gefährlich sei. Die allermeisten Schäfer seien super freundlich.

    Kurz ärgern wir uns, dass wir uns nicht getraut haben, oben zu bleiben, doch als wir die grellen Blitze über dem Hochplateau sehen, sind wir ganz froh hier unten in einem kuscheligen Bett schlafen zu können.

    Was für eine unfassbar schöne und nervenkitzelnde Wandertour das doch war...
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