Spain
Alcuéscar

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8 travelers at this place:

  • Day24

    Aljucen - Alcuescar 3.6.2018

    June 3, 2018 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    Das Besondere des heutigen Tages ist sicher unsere Unterkunft - eine Herberge in einem Kloster. Wobei hier nicht viel auf Kloster hindeutet, von einem Kreuz im Zimmer abgesehen. Ansonsten geht hier der Schließer um - punkt 21.30 Uhr sind die Schotten dicht, wer später an die Pforten klopft, schläft auf der Straße.

    Die Etappe heute war schön zu gehen. 20 km auf weitgehend problemlosem Geläuf, eingebettet in schöner Landschaft bei angenehmen Temperaturen machten das Marschieren größtenteils zu einem echten Vergnügen. Ben und Nicky marschierten als erste los, und das aus gutem Grund. Beide stehen nicht im Verdacht, Geschwindigkeitsrekorde auf dem Camino aufstellen zu wollen. Ich würde es als ambitioniertes Schlendern bezeichnen. Nach kurzer Zeit überholten wir sie. Als sie eine Rast machten. York war flotter unterwegs, mal überholte er uns, dann wieder wir ihn, so ging das die ganze Zeit.

    Gegen 15 Uhr kamen wir in Alcuescar an. Wieder pries der Wanderführer eine neue Herberge in wärmsten Tönen an, also wollte ich da mal einen Blick riskieren. Ging ähnlich erfolgreich aus wie gestern. Sie existierte nicht. Ob der Autor seine Empfehlungen auf Zuruf hin veröffentlicht? Wer weiß es schon.

    Was allerdings existierte, war ein Restaurant schräg gegenüber der Herberge mit einem großen Außenbereich. Prompt saßen Lisa und ich draußen an einem Tisch und ließen uns unsere Brause schmecken. Später kam noch York dazu, dann noch Nicky und Ben, die einen weiteren Pilger im Schlepptau hatten. Einen Italiener, der offensichtlich eine Abneigung gegen Etappen unter 35 km Länge hegt. Heute war er 38 km unterwegs, morgen wieder. Damit dürfte er morgen schon wieder über alle Berge sein.

    Wir aßen gemeinsam zu Mittag, ich einen leckeren Insalata Mixta, und dann bezogen wir unsere Betten. Stand jetzt habe ich ein Einzelzimmer, falls noch ein Pilger auftauchen sollte, wird er bei mir im zweiten Bett einquartiert. Ich habe die begründete Hoffnung, daß der Fall nicht eintreten wird 😁

    Abschließend der Stand heute: ich habe ca. 470 km auf der Uhr. Gleich noch mit Lisa kurz in den Ort und Kleinigkeiten für morgen besorgen. Und mal schauen, ob wir noch eine schöne Bar finden, vor der wir bischen in der Sonne chillen können. Möglichst mit WiFi, denn damit sieht es hier in der Klosterherberge eher mau aus 😎
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  • Day17

    Visigoth church and...wildflowers

    May 8, 2018 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    A lovely walk on a perfect surface in perfect weather - not cold but with enough cloud cover that my sunburnt feet were happy. About 17km from Aljucén to Alcuéscar, through national park. Once here I caught a taxi out to see Santa Lucía del Trampal - a Visigoth church that has survived since the 7th Century. Quite remarkable. Staying tonight in a very nice German hostal and we’ve just had a great meal. Tomorrow I’m promised hot churros at the local bar at 6am! What a way to start the day.Read more

  • Day11

    Wiedersehen

    May 19 in Spain ⋅ ☀️ 16 °C

    Gestern Abend sass ich noch mit einigen Leuten zusammen, die ich neu kennenlernte. War echt ein schöner Abend. Irgendwann kam auch Louis in die Herberge, ich freute mich echt ihn wiederzusehen! Wir haben dann auch herausgefunden, dass er gar nie vor mir war, sondern die letzten zwei Nächte in den selben Ortschaften, einfach in anderen Herbergen übernachtet hat. Gestern ist er anscheinend 5 Minuten vor mir losgelaufen. Da er super schnell ist, habe ich ihn natürlich nicht eingeholt und auch auf dem Weg nicht mehr gesehen.

    Heute lief ich für die erste Viertelstunde alleine, dann habe ich bereits Louis wieder getroffen, weil wir beide falsch liefen und schliesslich auf der gleichen Kreuzung wieder aufeiandertrafen. Für den Rest des Tages gingen wir dann zusammen. Die Gesellschaft tat echt gut. Irgendwann trafen wir auf zwei Deutsche (man glaubt es kaum, aber die zwei ersten Deutschen auf dem Weg) und einen Australier und machten gemeinsam Pause. Die ganze Gruppe wollte bereits nach 16 km in die Herberge gehen, Louis und ich hängten aber noch 20km an. Mit Louis zu laufen fordert mich echt. Er läuft sehr schnell, aber gerade noch in einem Tempo, wo ich mithalten kann. Ich merke aber, wie ich an den Tagen mit Louis viel weniger Insulin brauche, das spricht wohl für sich.
    Völlig ins Gepsräch vertieft haben wir einen Abzweiger voll verpasst. Wir liefen der Strasse entlang, welche zwar ebenfalls zum gewünschten Dorf führt, allerdings auf Asphalt, was man möglichst zu vermeiden versucht. Also versuchten wir zurück auf den Weg zu kommen, was gar nicht so einfach war. Zuerst mussten wir über einen Maschendrahtzaun kommen. Wie soll das denn gehen?. An einer Stelle hatte es zum Glück einen Baum, wo wir hochklettern konnten und schliesslich vom Baum aus über den Zaun springen konnten. Wir liefen dann über eine grosse Wiese. Plötzlich sahen wir vor uns eine Kuhherde mit einigen Jungen und leider auch einigen Bullen. Uns rutschte das Herz in die Hose. Halb rennend versuchten wir möglichst schnell möglichst viel Abstand zwischen uns und die Bullen zu kriegen. Geschafft!
    Von da an zog sich die Strecke ziemlich. Obwohl sie viel, viel schöner und auch kürzer war als die gestrige Strecke, fühlte sich alles viel anstrengender an. Irgendwann erreichten wir das Ziel aber doch noch. Heute übernachten wir in einem Kirchenzentrum.
    Ich hoffe, dass wir morgen nach 10km eine offene Bar finden. Mir ist momentan das Essen ausgegangen, und weil heute Sonntag ist, heisst das, ich hatte heute kein Mittagessen und morgen leider auch nichts zum Frühstücken. Mir grauts jetzt schon...
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  • Day138

    Aljucén - Alcuéscar

    April 10, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C

    Die gestrige Herberge war für mich die bisher Beste auf der Via. Leider habe ich keine Fotos gemacht, aber in meiner Erinnerung wird sie bleiben.

    Die Nacht war mäßig. Das lag vielmehr am Bett. Es handelte sich wieder um ein Doppelstockbett. Es sah eigentlich recht stabil und wackelfest aus, aber das war es nicht. Jede kleinste Bewegung von dem Mann unter mir reichte zum schwanken aus. Und er bewegte sich nach meinem Empfinden sehr häufig. Ja es machte mich sogar etwas wütend. O das ich mich mit Absicht auch ein-zwei-mal stärker hin und her wälzte. Damit er ein Gefühl dafür bekam, wie das eben so ist. Gegen 05:15 Uhr standen schon die ersten auf. Es waren Franzosen. Licht im Bad an, Tür auf und Tür zu, am Rucksack herum packen, wieder Bad, Tür auf Tür zu Rucksack, am Bett fummeln. Die versuche dabei leise sein zu wollen, stören mich aber am meisten. Egal. Nacht ist vorbei und ich stand mit einem strengen Blick zu meinem Bett- Nachbar etwas von der Höhe in die Tiefe. Denn ich lag oben. Ich nahm meinen bereit erneut am Abend zuvor gepackten Rucksack, meine Gürteltasche und Brille und verließ das Zimmer. Draußen zog ich mich an, bei langsam immer nervöser werden Mitpilgern, denn das Frühstück wurde schon am Abend zuvor bereitgestellt. Man möchte ja schließlich nicht nur bei den Unterkünften der oder die Erste sein.

    Gegen 06:20 Uhr verließ ich die Albergue und machte mich auf dem Weg. Vorbei an dem Kiosko von gestern Abend, wo ich gut und günstig gegessen habe. Vorbei an der alten Kirche, welche von zwei Palmen eingerahmt war und vorbei an einem noch in diese Zeit beleuchteten Brunnen. Die kleine Ortschaft war schnell durchquert und ich musste erneut wegen der Dunkelheit meine Stirnlampe aufsetzen. Der Weg folgte einer alten Landstraße. Diesmal war wirklich niemand unterwegs. Der Mond schien sehr hell, es war zunehmender Mond und fast Vollmond. Ich überquerte den Rio Aljucén, kam an einer verlassenen Tankstelle vorbei und betrat den Parque Natural "Cornalvo". An einigen Schaubildern könnte man etwas zu Flora und Fauna erfahren, aber leider alles auf spanisch. Die Bilder waren aber sehr gut gestaltet. In weiter ferne hörte man sehr leise aber präsent, die Autobahn. Und wenn ich stehen blieb, wurde ich von einem herrlichen Konzert der verschiedenen Vögel, leisen Kuh- und Schafsglocken und entferntem Hundegebell eingenommen. Einfach Fantastisch und fällig kostenlos. Immer wieder blieb ich so stehen und lauschte dem Konzert. Gaaaaanz laaaaangsam ging die Sonne auf und tauchte durch den Tau, die Umgebung in eine glitzernde, mit blühenden Blumen und Pflanzen bestückte Landschaft. Dazu dann noch das Konzert der Tiere. Es war einfach wunderschön. Von dem Konzert nahm ich Audiotöne auf, mal sehen ob die zu Hause auch so gut ankommen.

    Es ging gute 2 Stunden durch diesen Park. Hin und wieder mussten erneut ein paar Gatter geöffnet und auch wieder verschlossen werden. Rinder und Kälber lagen nur 5 m von mir frei auf den Wiesen und kauten genüsslich vor sich hin. Manchmal gab es kleine Steigungen, aber die sind eigentlich keiner Erwähnung wert. Ein kleiner Bach musste über Steine überquert werden und dann verließ man den Naturpark. Aber es blieb weiterhin so schön. Blühender Lavendel, Ginster und Zistrosen, schmückten nun den Weg. Der Geruch war überwältigend.

    Heute wollte ich mit Absicht keine lange Etappe machen. Es sollten 20km sein, denn heute war mein Geburtstag und ich wollte ihn in einer schöner Atmosphäre verbringen. Leider gab es in Alcuéscar kein Hotel oder andere nette Unterkunft für mich alleine, so dass ich wohl dann in die Albergue der "Kongregation der Brüder und Schwester und der Armen" gehen musste. Es war nicht nur eine 100 Betten Herberge (ich bezweifle sehr, das diese voll geworden wäre), sondern auch eine Wohnstätte für Behinderte. Es war auf Spendenbasis, gab ein gemeinsames Abendessen und Andacht. Hmm... habe ich darauf an meinem Geburtstag wirklich Lust? Nicht wirklich. Ich las meine Reiseführer erneut und benutzte google. Bei google würde ich nicht fündig. Aber in einem meiner Reiseführer stand etwas von einer Deutschen, die hieß Dorothea und sie möchte eine kleine private Herberge für Pilger aufbauen. Zum Stand der Redaktion 2016, war Dorothea noch nicht sehr weit. Aber sie nehme wohl bei Voranmeldung Pilger auf. Das klang zwar etwas unsicher, aber es war besser als die Alternative noch weiter zu gehen und in ein noch kleineres Dorf zu gelangen, wo es keine Einkaufsmöglichkeit gab. Das war mir dann doch nicht so recht. Also rief ich Dorothea an und sie ging auch gleich an das Telefon. Eine sehr freundliche und offene Stimme. Wir duzten und gleich und sie sagte, klar könne ich bei ihr übernachten. Im Moment wäre ich auch der einzige. Wo ich den wäre? Ich sagte ihr, dass ich bereits in Alcuéscar bin und an dem Konvent stehe. Sie beschrieb mit ein Weg zu einem Café in 5 Minuten entfernt. Sie sei gerade noch in der Landschaft unterwegs, käme aber in 15 Minuten vorbei und hole mich ab. Gesagt getan. Ich ging zu dem Café, der Besitzer säuberte aber gerade mit Wasser die Gefäße und deshalb konnte ich dort keinen Kaffee trinken. Dann stellte ich mich eben daneben. Sie wird mich schon finden. Und tatsächlich. Nach guten 20 Minuten kam eine schwungvolle ältere Dame und fragte mich auf deutsch, ob ich Guido sei - sie sei Dorothea. Eine sehr nette Frau. Sie kam zu Fuß und wir gingen kurz durch zwei Gassen und waren auch schon bei ihr. Sie wohnt in einem Haus und teilt ihre Wohnung mit pilgern. Sie gibt auslüfte zu Herbergen, dem Weg, der Stadt und Einkaufsmöglichkeiten. Ich hatte viele Fragen 😬. Aber sie leider keine Zeit. Sie mähte noch Besuch. Es waren zwei Klientinnen, welche sie noch zum Flughafen von Sevilla bringen muss und käme erst gegen 20:00 Uhr wieder zurück. Sie zeigte mir alles was zu beachten ist und auch, wenn neue Pilger kämen und überließ mir einen Schlüssel zu ihrer Wohnung. Was für ein Grundvertrauen in Menschen muss diese Frau haben? Einfach toll. Sie war die Via schon 3,5 mal gegangen sagte sie. Auch die anderen großen Jakobswege habe sie schon gemacht. Im Flur hingen die Pilgerausweise mit den Stempeln und die Urkunden. So wie ich ihre Wohnungseinrichtung deute, arbeitet Dorothea mit Heilsteinen. Das Wasser holt sie immer aus eine Quelle in der Nähe und hat es auch mir empfohlen. Wer mich kennt weiß, dass ich jetzt schon begeistert bin.

    Also Dorothea mit den zwei Klientinnen weg war, wusch ich meine Wäsche und duschte. Dann klingelte es auch schon zum ersten Mal. Ich ging hinüber und öffnete. Es war Kai, welchen ich in der dritt vorletzten Herbergen kennengelernt hatte. Er war aus Hannover und hat eine Tochter. Auch ein ganz netter Kerl. Der machte jedenfalls große Augen als ich die Tür öffnete. Ich zeigte und erklärte ihn alles und kam mir dabei wie ein Hospitaliero vor. Ein saugutes Gefühl. Einkaufen muss ich auch noch, denn alle meine Reserven sind durch das vergangenen Wochenende drauf gegangen. Aber das erledige ich sicherlich auch noch schnell.

    Der Kai und ich quatschten erst einmal eine Runde lang. Dann wollte er einkaufen gehen, was nicht ging, weil alles zwischen 13 und 17 Uhr geschlossen hat. Irgendwie wollte er es nich ganz glauben. Also ging er los und kam geläutert nach 30 Minuten zurück. So quatschten wir weiter, wobei er sich über sich selbst wunderte, warum er mir als eigentlich wildfremden Menschen so viel privates aus seinem Leben erzählte. So ginge er die Via, um am Ende eine Entscheidung zu haben. Letztes Jahr sei er den Camino del norte gegangen und habe eine Frau kennen und lieben gelernt. Nun gehe er die Via, um zu erfahren, welche Entscheidung am Ende die Beste sein sollte. Neue Liebe oder alte Liebe. Und noch so andere Dinge kamen auf den Tisch, außen was zu essen. Wir hatten Hunger und so gingen wir kurz vor 17:00 Uhr los, um rechtzeitig was zum Essen Kufen zu können. Aber Pünktlichkeit wird in Spanien anders definiert. Si gingen wir zuerst in die Kirche und konnten dort zusehen, wie Jesus auf dem Pferde zu Ostern sauber gemacht wurde. Es handelte sich dabei um eine 1:1 Statue. Den alteR zeigte man und auch voller stolz. Machte sogar die super Beleuchtung dazu an und erklärte uns, das die Madonna dort im Altar die Schutzpatronin dieses Ortes sei. Voller Ehrfurcht und Demut gingen wir einkaufen. Nach dem Einkauf trafen wir auf dem Rückweg Nico, ein junger Studierender Däne, der mit seinem Vater auf der Via unterwegs ist. Der Vater hat unglaublich viel Blasenpflaster an den Füssen. Mindestens 15. Der Nico erzählte und, dass er in dem Konvent sei und dort eine ganz schreckliche Atmosphäre sei. Wir waren froh bei Dorothea zu sein. Zurück gab Brot, frisches Gemüse und eingekochte Bohnen. Dazu Weißwein lecker. Und natürlich haben wir wieder gequatscht. Alles in allem ein schöner Abend.

    Motto von heute: Trau dich!
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You might also know this place by the following names:

Alcuéscar, Alcuescar

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