Spain
Castilblanco de los Arroyos

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9 travelers at this place:

  • Day16

    Guillena - Castilblanco de los Arroyos

    May 26, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Hola - ich dachte eigentlich, heute steht eine Chiller-Etappe an 😎 aber weit gefehlt 😁 Auf dem Papier klang es zumindest danach. Knappe 18 km durch ein reines Naturreservat. Was sollte da schon anstrengen?

    Als ich gegen 8 die Herberge verließ, als einer der ersten übrigens, die anderen frühstückten noch munter vor sich hin, stellte ich als erstes fest, dass es regnet. Nicht weiter tragisch, meinen Schirm installiert, und schon ging es mit akustisch ansprechendem Geprassel auf meinem Dach los.

    Der Weg führte mich zunächst runter zu einem Bach, der aber ansonsten wohl nicht da ist, da die Pfeile den Weg durch ihn hindurch wiesen. Also Planänderung, wieder hoch zur Strasse und die nächste Brücke links angesteuert. So den Bach überquert und anschliessend auf einer Landstraße Fahrt aufgenommen. Nach ca. 2 Kilometer ging der Weg links in die Botanik und dann wurde es...sagen wir mal anspruchsvoll.

    Der Regen der letzten Zeit hatte den ansonsten wohl gut begehbaren weil knochentrockenen Lehmweg ziemlich aufgeweicht. Und dann wurde es anstrengend. Man sackte bei jedem Schritt ordentlich weg und dieser Lehm saugt dich dann regelrecht ein. Und denkt nicht daran, deinen Schuh inklusive Fuß so ohne weiteres wieder rauszurücken. Das entwickelte sich dann zu einem regelmäßigen und regelrechten Kampf, zumal auch die Sohlen dann nach allen Regeln der Kunst zugeklumpt waren und man so auch nicht mehr wirklich gut laufen konnte. Alle paar Meter die Sohlen wieder halbwegs freigekloppt, schon waren sie wieder zugedreckt. Sehr mühsam das Ganze.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit besserte sich der Untergrund etwas und es ging flotter voran. Aber auch nicht lange, da dann Hohlwege gemeistert werden wollten, sehr felsig und auch immer mal steil hoch und wieder runter. Ein Zuckerschlecken ist was anderes. Plötzlich standen Kühe auf meinem Weg, naja die Kühe standen etwas abseits, aber ein Ochse mit fetten Hörnern stand mitten im Weg und starrte mich an.

    Da fiel mir ein, dass ich ja noch meinen knallroten Schirm an und auf hatte und überlegte, ob die Farbe den Ochsen wohl aggressiv machen könnte. Ich wollte es nicht testen und nahm den Schirm ab und schloss ihn wieder. Das war mein Passierschein, denn nach 10 Sekunden angestrengten Nachdenkens trabte der Ochse ganz gemächlich zur Seite und ich konnte weiter.

    So ging es noch einige Kilometer und nach insgesamt 12 oder 13 km dort kam ich wieder zu einer Landstraße, auf der es dann noch ca. 3 Kilometer bis zum Etappenziel ging. Dort habe ich in einer privaten Herberge ein Einzelzimmer für 14 😁 Euro geschossen, habe geduscht und sitze jetzt hier auf der Hauptplaza von Castilblanco de los Arroyos, auf dem schon gut was los ist. Heute findet hier wohl irgendein Fest statt, außerdem ist Samstag und die Leute im Ort sind offensichtlich in Feierlaune 🎉🥂🍺

    Von den anderen Wanderern habe ich noch nichts gesehen, vielleicht geniessen die gerade noch die Freuden des Lehmwanderns 😎
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  • Day4

    Abenteuer

    May 12 in Spain ⋅ ☀️ 28 °C

    Der gestrige Marsch entlang eines schnurgeraden Weges in der prallen Sonne und brennender Hitze ohne Bäume, Büsche und Schatten entsprach eigentlich ziemlich genau dem, was ich mir unter der Via de la Plata vorgestellt habe. Ich wusste, dass der Weg landschaftlich nicht an den Camino del Norte herankommen würde, aber das war mir auch nicht so wichtig.
    Umso positiver wurde ich auf der heutigen Strecke überrascht. Nach einigen Kilometern der Hauptstrasse entlang bog man ein und landete praktisch mitten in den Olivenbaumplantagen. Hie und da ragte ein riesiger Kaktus empor, wie man es sich in diesen heissen Gebieten vorstellt. Nach einigen weiteren Kilometern betrat man eine "Weide". Der Boden war zum Teil sandig, zum Teil mit Gras bedeckt. Bäume und Sträucher zierten den Wegrand. Die Strecke war wunderschön, mir blieb der Mund nur noch offen stehen. Als dann noch ein feines Lüftchen ging, war alles perfekt.

    Heute konnte ich entweder 18 oder 48 km machen. Auch wenn ich mir die 48 mittlerweile zutraue, habe ich doch noch ziemlich Respekt vor der Hitze und so blieb es dann bei den 18 km. Das hiess dann leider auch, dass ich (trotz Trödeln auf der Strecke) bereits um 12 Uhr im Dorf ankam. Sogar die Herberge öffnete erst um 13 Uhr, das ist mir jetzt also noch nie passiert! Also ass ich noch was zu Mittag und telefonierte nach Hause. Nach dem Bett beziehen liess ich mir ordentlich Zeit mit Duschen, Kleider waschen etc.

    Irgendwann setzte ich mich mit einer meiner Orangen (ich esse momentan nur noch Orangen, weil ich 5 geschenkt gekriegt habe und die viel zu schwer sind im Rucksack!) an den Küchentisch, wo ein älterer Norweger sitzt. Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir von seiner Reise. 5 Wochen lang sei er bereits mit dem Fahrrad in Marokko unterwegs gewesen, jetzt macht er Spanien und danach noch Frankreich. Nur schon das finde ich eine beeindruckende Leistung, ich schätze ihn auf ca. 75 Jahre. Irgendwann stellt sich dann heraus, dass das für ihn mehr so eine Luxusreise ist, denn der war schon so ziemlich überall mit seinem Fahrrad. Für den Rest des Abends unterhielt er mich mit seinen Abenteuergeschichten. Er erzählt mir davon, wie er es illegal über die Grenze von China nach Tibet geschafft hat, wie er in Kolumbien ganz knapp den Guerillakämpfern entwischt ist, wie er in der Karibik auf einem Segelboot einen Monat mit seinem Freund gefangen war, wie er sich in Nepal fast die Finger abgefroren hat, wie er auf die Vulkane Südamerikas kraxelte, oder wie er sein Fahrrad im Sudan auf einen Güterzug lud und damit durchs Land fuhr. Unglaublich! Besser wie jedes Buch, besser wie jeder Film! Ich sass nur noch mit offenem Mund da. Und ich dachte der Camino sei ein Abenteuer. Das fühlt sich plötzlich alles so sicher an hier! Nein nein, der Camino ist Urlaub, das Risiko ist hier eigentlich gleich null.
    Naja aber Spass machts ja trotzdem, deswegen freue ich mich jetzt auf Morgen und hoffe auf einen abenteuerreichen Tag!
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  • Day7

    A perfect days walking

    April 28, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Today was simply stunning. Sunny, but with a cool breeze, firstly olive groves, then orange groves and then kilometres of beautiful path through a garden of wildflowers. Every few steps I’d stop and take another photo - I now have so many flower photos it is silly - mass deletion necessary!
    A few photos - steers with some serious horns, a sign that I’m sure features on everyone’s blog, and then - flowers.Read more

  • Day130

    Sevilla - Castilblanco

    April 2, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Das Hostal Jentlof bietet Frühstück ab um 08:00 Uhr. Was mir eigentlich schon viel zu spät ist. Ich versuchte 10 Minuten eher in den Speiseraum zu kommen, aber ich würde sogleich vom Rezeptionisten zurück beordert mit dem Hinweis, es sind noch 10 Minuten. Da ich eh nicht hungrig war, ging ich gleich los. Da blickte er mich erstaunt an - hehe. ich verließ Sevilla im Erwachenmodus der Stadt. Diese Stimmung mag ich immer ganz besonders. Es dauerte aber nicht lange und ich begebet den ersten Pilger. Wiederum nach 5 Minuten den nächsten. Mir graute schreckliches. Aber es blieb lange Zeit bei diesen beiden. Mein eigentliches Ziel war Guillena und unterwegs in Santiponce die Ruinenstadt Italica aus der Römerzeit. Trajan wurde dort geboren. Es gab ein Amphitheater und Ruinen der verfallenen Stadt zu sehen. Eintritt für EU-Bürger frei und das ab 09:00 Uhr. Der Weg nach Santiponce war sehr abwechslungsreich. Beim verlassen von Sevilla kam ich an einem Trödelmarkt vorbei, unterquerst mehrmals die Autobahn, welche man anfangs immer irgendwie hörte und den Blick auf die Landschaft störte. Die Luft war klar und kühl. Herrlich. Je weiter weg von Sevilla, in so ruhiger würde es. Nicht das Sevilla eine Grossstadt ist, aber gibt immer Vororte an großen interessanten Städten. Viele Radfahrer waren unterwegs, was sicherlich daran lag, dass es Sonntag war. Der Blick auf Santiponce war interessant. Schon von der Ferne war eine Kirchenruine zu sehen. Leider kam man da nicht heran. Ich folgte dem Weg weiter durch Santiponce, um Italica zu besuchen. Am Straßenrand wuchsen Orangenbäume und hin und wieder lagen einige auf dem Boden. Die sahen wirklich super gut aus. So sammelte ich 3 auf, um sie dann später zu verzehren. An der Ausgrabung angekommen stellte ich fest, dass diese leider geschlossen waren. Also ging ich weiter. Ich begann zu rechnen, wann ich denn nun in Guillena ankommen werde und schälte mir eine der zuvor gefundenen Orangen. Ich biss hinein und ... igitt - schrecklich bitter und sauer. Einfach ungenießbar. Wieder schade. Ich gib weiter und nach einer erneuten Überquerung einer großen Kreuzung und Unterquerung der Autobahn, öffnete sich die Landschaft mit einem endlos wirkend verlaufenden, schnurgeraden Weg. Was für eine Herausforderung. Also Kopfhörer rein und Musik an. Immer mal wieder erneut von Radfahrern überholt, ging ich musikalisch weiter.

    Dann erreichte ich Guillena und es war erst 12:00 Uhr. Die Herberge war natürlich verschlossen. Hmm ... ich gehe weiter sagte ich mir. Zwar habe ich erst 22 km hinter mir und bis zur nächsten Herberge in Castilblanco waren es weitere 17km. Aber ich fühlte mich gut. Nur mein Wasser wurde knapp. Im Reiseführer las ich von einer Tankstelle mit einem Kiosk. Auf dem Weg zu dieser, führt der Jakobsweg mitten durch den Rio. Das scheint auch möglich zu sein, wenn er kein Wasser führen würde. Also ging ich einen kleinen Umweg über die Autobrücke und dann zu dieser Tankstelle. Ich kaufte Wasser und es sollte das einzigste mal auf diesen Weg sein, dass ich den Rucksack absetzte und somit eine 2 Minutenpause machte. Ich sollte eigentlich schlauer sein und wissen, dass man Pausen einlegen muss. Die Strafe dafür könnte schnell kommen. Weiter durch herrlich duftende Olivenhaine mit begnügen von Rindern und Pferden. Eine wirklich tolle Landschaft und diese Gerüche. Der Wahnsinn!!! Die Sonne begann zu brennen und ich erinnerte mich daran, dass ich nur eine kleine Flasche Sonnenmilch mit hatte. Ob ich in den kommenden orten Sonnenmilch finden werde? Hinzes einer Biegung plötzlich eine Reisegruppe von 17 Personen - scheinbar aus England und mit ganz kleinen Rucksäcken. Bestimmt eine geführte Tour mit Gepäcktransfer. Ein furchtbarer Anblick. Schnell ging ich weiter und der Weg schien immer besser zu werden. Blühende Landschaften, zwitschernde Vögel und die Ruhe sind eine echte Wohltat für die Seele. So folgte ich dem Weg und erreichte Castilblanco und die öffentliche Herberge. Der Hospitaliero begrüßte mich herzlich und war sehr erstaunt, dass ich aus Sevilla kam. Er meinte, wenn ich so weiter mache bin ich in einer Woche in Santiago - hehe. Die Herberge ist schön gelegen. Eine große Dachterasse, kleine Küche mit Kochgeschirr und einigen von Vorherigen Pilgern zum Verbrauch bestimmte Lebensmittel. Ich schlief zunächst etwas nach der wirklich anstrengenden Tour, ging dann duschen und kochte mir danach Nudeln mit Tomatensoße. So bräuchte ich nicht noch einmal los gehen und ein Restaurant aufsuchen. Die Herberge ist voll mit Pilgern aus den unterschiedlichsten Ländern. Zum Beispiel Südkorea, Irland, Frankreich, Finnland und auch Deutschland. Ich bin gespannt wie die Nacht wird. Ob ich morgen erneut an die 40 km gehen werde, weiß ich noch nicht. Wenn ich es mache, kann ich eine Herberge mit WLAN nehmen. Vorausgesetzt es ist noch ein Bett frei.
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You might also know this place by the following names:

Castilblanco de los Arroyos

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