Spain
Fuencaliente de la Palma

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26 travelers at this place:

  • Day36

    Die (fast) letzte Etappe

    May 12, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Zu herrlich dieses Appartement. Das Erwachen ist einfach mit dieser Akustik zu schön. Gerne würden wir länger liegen bleiben. Aber heute haben wir eine etwas längere und auch schwere Etappe vor uns. Gestern Abend haben wir diese noch besprochen und sind bei der ursprünglichen Planung geblieben. Angedacht hatten wir noch eine Busfahrt, um den Aufstieg etwas abzumildern. Aber die 30 Minuten Zeiteinsparung haben es einfach nicht gebracht.

    Wir standen auf und packten komplett unsere Rucksäcke. Dann gingen wir zum Frühstück. Greta und Paul haben es schon wieder vorbereitet. Wir gratulierten Greta zum heutigen Muttertag. Sie freute sich sehr darüber. Das Frühstück, was sie zauberte, war wieder fantastisch und mit viel Liebe gemacht. Paul suchte die Konversation und heute gab es statt Piano etwas Geigenmusik. Nach dem Frühstück bedankten wir uns ganz herzlich bei ihnen und gingen los.

    Laut unserer Planung stand uns ein 4 stündiger Aufstieg bis auf 1900m bevor und danach dann wieder 1300m hinunter. Insgesamt hatten wir einen Höhenunterschied von von 2600m zu bewerkstelligen.

    Das Wetter war gut, sonnig und leicht windig. Wobei wir uns beim letzteren mehr gewünscht hätten. Es ging bergauf - was soll ich sagen. Die Aussichten waren herrlich und der Weg führte durch herrlichen Kiefernwald. Immer wieder blieben wir stehen und machten Fotos oder aber um etwas Pause zu machen.

    Das setzte sich bis zum sehr touristischen Rastplatz "Refugio El Pilar" fort. Auch hier wären noch die Spuren des gestrigen Events "Transvulcania" zu sehen. Die Bühne wurde abgebaut. Viele Spanier haben sich hier schon versammelt, gemeinsam im Bund mit der Familie den Sonntag mit Grillen zu verbringen. Geredet wird natürlich auch und entsprechend war die Geräuschkulisse. Auch wir machten hier Pause, um danach dann den Weg bergauf fortzusetzen. Auch hier wieder herrliche Ausblicke auf die Caldera de Taburiente - da wo wir gestern drin waren. Es ging höher und höher. In meiner Magengegend grummelte die Vorahnung, dass es bald eine Herausforderung für mich geben wird. Und so war es dann auch. Es ging rechts steil hinunter und es ging links steil hinunter und wir mussten ebenfalls hinunter. Hinunter - wie ich dieses Wort hassen gelernt habe. Aber wie es mit jeder Angst ist, sie hat Macht. Aber die hat sie nur, weil ich sie ihr gebe. Ich sage der Angst wo es lang geht und nicht umgedreht. Also ging ich nach einer kleinen Pause HINUNTER. Und unten angekommen stellte ich fest, es ist nichts passiert.

    Der Weg war seit längerer Zeit wieder der GR131 und hier müssten auch die Läuferinnen und Läufer von gestern langelaufen sein. Das war an den vielen Fußspuren gut zu erkennen. Der Weg war nicht nur der GR131, sondern auch die "Routa del Volcano". Sie heißt deshalb so, weil sie an vielen Vulkanen vorbei führt. Entsprechend war auch der Weg. Teilweise kleinster Schotter aus Lavasteinchen und dann wieder aus Lava-Asche. Es war anstrengend diesen Weg zu gehen, der nun nur abwärts ging. Das erschöpfte uns sehr und schnell stellte sich die Ermüdung ein. Wenn man kraftlos daher geht passiert es schnell, das man ins stolpern kommt

    Auch hier unterwegs an den Vulkanen vorbei, war die Aussicht herrlich. Das Farbenspiel aus schwarzem bis rotbraunem Vulkangestein und dem grün der frischen Kiefern und gelben Blumen bzw. dem blauen Himmel. Dazu das Gesurre von den Bienen war wunderschön.

    Aber wir wollten endlich ankommen. Wir redeten schon davon, was wir alles essen und vor allem trinken werden. Dann erreichten wir den Ort "Los Canarios". Den ersten Ort nach 8 Stunden Wanderung ohne Einkehrmöglichkeiten. Hier in der "Bar Parada", sollten wir den Schlüssel für unsere Casa erhalten und man würde uns auch dorthin fahren. Wir meldeten uns an der Theke an und tranken erst einmal zwei Bier. Nach guten 20 Minuten kam die Besitzerin mit ihrem Auto und sie fuhr uns kreuz und quer durch die verstreuten Ortschaften. Damit zeigte sie uns Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Dann brachte sie uns zu unserer Casa, wo wir zwei Tage bleiben werden. Sie zeigte uns das Haus und schwubs war sie wieder weg.

    Die Dusche war herrlich. Endlich wieder sauber und vom Staub befreit. Dann wollten wir in ein nahes Restaurant essen gehen. Dort angekommen stellten wir fest, dass es geschlossen war. Okay. Was nun? Wir gingen diverse Optionen durch. Heute war Sonntag. Einkaufen war nicht möglich. Also blieben nur Restaurants oder die Reserven von uns. Wir entschieden uns für die Restaurants. Das Problem daran war jedoch, dass die Orte hier so am Hang verteilt sind, dass wir 40 Minuten erneut nur bergauf gehen mussten im dann festzustellen, dass so gut wie alles geschlossen hatte. Nur ein kleiner Imbiss hatte auf. Dort gingen wir dahin und haben sehr gut gegessen und konnten noch Wasser kaufen.

    Danach gingen wir zurück. Es war dunkel und der Weg führte logischerweise jetzt abwärts. Keine Ahnung wie das Gefälle teilweise war, aber wir gingen manchmal sehr schräg daher. Gut in der Casa angekommen, bereiteten wir uns für die Nacht vor. Morgen soll es ein letzter und auch entspannter Tag mit einer kleinen Wanderung hinunter bis zur südlichen Spitze von La Palma und dem Leuchtturm werden.
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  • Day37

    Der Leuchtturm am Ende des Weges

    May 13, 2019 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Wie gestern besprochen, wollten wir heute einen ruhigeren Tag angehen.

    In der Nacht war es so ruhig, dass es schon fast gruselig war. Kein Zirpen, kein Hundegebell, kein Schaf, kein Hahn, keine Vögel, kein Lüftchen oder anderes. Das war irgendwie unheimlich.

    Trotzdem haben wir gut geschlafen und standen für unsere Verhältnisse spät auf. Das Frühstück bestand aus Kaffee, Obst, Kekse und etwas Saft. Mehr hatten wir nicht, da gestern Sonntag war und alle Supermärkte geschlossen hatten. Aber es war mehr als ausreichend.

    Nach dem Frühstück gingen wir los. An unserer Casa vorbei und auf einem Wasserkanal entlang. Das war möglich, weil der mit Betonplatten abgedeckt war. So kamen wir relativ schnell zum "Roque Teneguia". Der Roque Teneguía gehört zu den geschützten Naturdenkmälern des Gebietes "Volcanes de Teneguía" und wurde durch die Lava der Ausbrüche des San Antonio im Jahr 1677 teils verdeckt. Die palmerischen Ureinwohner haben dort ihre Felsgravuren hinterlassen. Er ist der Namensgeber für den Vulkan Teneguia.

    Wir gingen dann am Vulkan "Teneguia" vorbei. Der Teneguía ist ein Vulkan an der Südspitze der Kanaren-Insel La Palma. Der 439 Meter hohe Schlackenkegel entstand im Jahre 1971. Die ausgestoßene Lava floss an mehreren Stellen bis ins Meer und schuf dort ungefähr 29 ha neues Land.

    Zwischen recht ausgedehnten Lavafeldern, folgten wir dem GR131. Er führte uns bis zum Leuchtturm "Faro de Fuencaliente" und war dort auch der Endpunkt unserer mehr als 5 Wochen dauernden Kanarenwanderung. Das Gebäude wurde in den Jahren 1882 bis 1898 aus Steinen aus dem Ort Arucas (durch diese Stadt sind wir durchgelaufen) auf der Insel Gran Canaria erbaut. Der Turm wurde im Jahr 1903 als Navigationshilfe für die Küstenschifffahrt an der Südküste der Insel eröffnet. Er ist eine größere Variante des Turmes Faro de Punta Abona (auch hier sind wir auf unserer Reise vorbei gekommen), der sich auf der Insel Teneriffa befindet. Bei den Erdbeben der Jahre 1949 und 1971 wurde das Gebäude so stark beschädigt, dass der Leuchtturmwärter nicht mehr hier wohnen konnte. 1985 übernahm die Funktion ein neuer Leuchtturm, direkt neben dem alten in dem sich jetzt ein Informationszentrum befindet.

    Direkt neben dem Leuchttürmen, befindet sich eine sehr berühmte Salzgewinnungsanlage. Die "Salinas de Fuencaliente".
    Die zu diesem Gebiet gehörige Fläche ist sieben Hektar groß und gehört zum Naturdenkmal Los Volcanes de Teneguía. Im Jahre 1994 erhielt der Betreiber Gelder aus einem Fond der UNESCO, die zur Renovierung und Erweiterung der Anlage dienten. Die Anerkennung als Gebiet wissenschaftlichen Interesses hatte allerdings zur Folge, dass das geplante Museum und ein Restaurant nicht gebaut werden konnten, da eine andere Nutzung der Saline als zur Salzgewinnung nicht erlaubt war. Erst nach jahrelangem Tauziehen wurde im Jahr 2012 die Genehmigung zum Bau eines Besucherzentrums mit Museum und Restaurant erteilt. Bereits im Jahr 1971 musste die Saline für mehr als ein Jahr die Arbeit einstellen. Grund war der Ausbruch des Vulkans Teneguía, der nur etwas oberhalb der Saline liegt und dessen Lavaströme in der Nähe des benachbarten Leuchtturms ins Meer flossen. Der Vulkanausbruch hätte beinahe das Ende der Saline bedeutet. Einer der Lavaflüsse kam nur knapp 200 m vor der Saline zum Stehen.

    In dem Restaurant waren wir dann etwas essen und sahen uns die Saline an. Auf Informationstafeln rund um die Saline, erfuhren wir sehr viel über Salzgewinnung, Wissenschaftlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Saline. Das fanden wir in höchsten Maße interessant.

    Anschließend gingen wir noch zu einem Lavasandstrand in der Nähe. Hier wurde erst vor einigen Jahren eine alte und sogar heilige heiße Heilquelle, die "Fuente Santa", wieder entdeckt. Diese wurde im 16 Jahrhundert bei dem Vulkanausbruch des Vulkans San Antonio verschüttet. Gesehen haben wir von der Quelle allerdings leider nichts, da diese sich in einem verschlossenen Stollen befindet. Angedacht ist wohl, hier mal ein Thermalbad zu errichten.

    Dann fuhren wir mit dem Bus über Serpentinen nach "Los Canarias". Die Fahrt an sich machte mir wegen der spektakulären Höhe der Straße wenig Spaß. Im Ort kauften wir dann etwas zu Abend und gingen zurück in unsere Casa. Dort sortierten wir Dinge die wir mitnehmen und welche die wir hier lassen wollten aus und packten unsere Rucksäcke. Derweilen kochte ich Abendbrot und wir nahmen es zum Sonnenuntergang mit eine Flasche (Bio-) Wein auf der Terrasse ein. Wir waren schon etwas wehmütig und auch traurig, aber wir freuen uns unsere Familien und Freunde wieder zu sehen und unseren Hund Spooky.

    Wir sprachen noch die Planung für morgen ab und bereiteten uns auf die letzte Nacht unserer wunderschönen Wanderung quer über ALLE kanarischen Inseln vor.
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  • Day10

    Angekommen am Vulkan San Antonio

    June 28, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute sind wir beide mit recht schweren Beinen und Muskelkater aufgewacht. Zum Glück war für heute nicht sonderlich viel geplant. Heute wollten wir lediglich den Süden der Insel ein wenig erkunden und anschließend am Strand entspannen & braun werden. Unser erstes Ziel für heute war der Vulkan San Antonio. Hierfür haben wir das Besucherzentrum angesteuert. Direkt am Vulkan befindet sich ein Besucherzentrum, in dem es Informationen über Vulkane im allgemeinen, den Vulkanismus der Kanaren (und deren Entstehung), den Vulkan San Antonio und auch den dahinter liegenden Vulkan Teneguía. Bevor wir begonnen haben den Vulkan zu erklimmen, sind wir in das Informationszentrum und haben uns ein wenig über Vulkanismus informiert. Sehr interessant und gut gemacht.Read more

  • Day10

    Der Vulkan San Antonio

    June 28, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Aufstieg auf den Vulkan geht direkt vom Besucherzentrum los. Insgesamt geht es circa 500 m bis zum Ende des Fußweges. Von hier aus ist man auf einem hohen Punkt des Kraterrandes. Der Weg ist gut befestigt und einfach zu begehen. Leider hatte Nadine jedoch Sandalen an, da war der steinige Weg natürlich nicht ganz so einfach. Es war sehr faszinierend, einen Blick in das Innere eines Vulkankraters zu werfen. Da der Vulkan zum Glück schon länger nicht mehr ausgebrochen ist, wachsen hier inzwischen kanarische Pinienbäume. Der San Antonio ist ein Schichtvulkan und liegt direkt bei der Ortschaft Los Canarios, ca. 12 km von der Südspitze von La Palma entfernt. Direkt unterhalb des San Antonio befindet sich der Teneguía, der 1971 ausgebrochen ist und den jüngsten Vulkan La Palmas darstellt. Auf diesen hat man vom Vulkan San Antonio einen sehr tollen Blick. Der Vulkan liegt auf einer Höhe von 632 m ü. NN. An seiner Basis besitzt er einen Durchmesser von ca. 1 km. Der Vulkankegel mit dem runden Krater ist ca. 150 Meter hoch. Der Vulkan ist mehr als 3000 Jahre alt. Der letzte Ausbruch des Vulkans war 1677. Seit Oktober 2017 kommt es immer wieder zu kleineren Schwarmbeben unter der Cumbre Vieja, die sich im Februar 2018 wieder verstärkten. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe zwischen 20 und 30 km und hatten eine Stärke zwischen 1,1 und 2,7 auf der Richterskala. Die drei Erdstöße vom Juli 2018 ereigneten sich dagegen in einer Tiefe von knapp 5 km. Insgesamt lassen die Beben aber noch keinen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch erwartet. Zum Glück. Während wir auf dem Vulkan waren, mussten wir immer mal wieder darüber nachdenken, was wäre wenn er ausbricht wenn man auf der Insel ist.Read more

  • Day10

    Den Kraterrand - Ausblick genießen

    June 28, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach circa 25 Minuten hatten wir das Ende des Weges erreicht und waren direkt am Kraterrand. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick in den Krater, aber auch entlang der Ostküste und auf den unterhalb liegenden Vulkan Teneguía. Nachdem wir den Ausblick eine Zeit lang genossen hatten, sind wir zurück Richtung Auto. Den Rückweg hatten wir zwar mehr oder weniger rechtzeitig eingelegt, trotzdem aber etwas zu spät, da es auf dem Rückweg angefangen hat zu regnen. Anfangs hat es ein wenig getröpfelt, dann wurde es zu einem kleinen Regenschauer. Rückblickend war es relativ lustig, auf einem Vulkan zu stehen, der unsägliche Hitze produziert und dabei wegen Regen zu frieren. Am Auto angekommen waren wir relativ nass, war aber kein Problem da wir schnell getrocknet sind. Mit dem Auto ging es dann noch etwas weiter in den Süden, an die südlichste Spitze der Insel, zu dem Faro de Fuencaliente. Während der gesamten Fahrt hatten wir gehofft, dass es am Leuchtturm nicht regnet. Die Chance darauf war sehr hoch, da der Leuchtturm deutlich niedriger liegt. Über Serpentinen und steile Straßen ging es dann nach unten zum Meer.Read more

  • Day10

    Erster Blick auf die Leuchttürme

    June 28, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Auf dem Weg zu dem heute aktiven Leuchtturm haben wir bereits aus der Entfernung erste Blicke genießen können. An einer Stelle, wo man gut halten konnte und einen sehr schönen Ausblick hatte, haben wir einen kurzen Zwischenstopp gemacht. Hier habe ich Fotos festgehalten, sowohl von den zwei Leuchttürmen, den aktiven und früheren Faro de Fuencaliente. Ebenso konnte man von hier aus gut die Salzsalinen sehen. Auch ein Blick den Berg hinauf Richtung Vulkane war sehr sehenswert. Nachdem wir hier kurz die Pause eingelegt hatten, ging es weiter zu den Leuchttürmen. Direkt an den Leuchttürmen gibt es einen großen Parkplatz, hier konnten wir das Auto abstellen und den Rest zu Fuß erkunden.Read more

  • Day10

    Faro de Fuencaliente - Süd Leuchtturm

    June 28, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    An der südlichsten Spitze der Insel angekommen, hatten wir einen tollen Blick auf den dritten und vierten Leuchtturm der Insel. Beide fallen jedoch unter den selben Namen, da der rot-weiße Leuchtturm den grauen abgelöst hat. Derzeit ist nur noch der größere der beiden aktiv. Bereits jetzt war uns klar, dass der letzte Leuchtturm der uns noch fehlte von uns nicht aufgesucht wird, da dieser sehr schlecht zu erreichen ist. Der Faro de Fuencaliente ist der bekannteste Leuchtturm der Insel. Der alte Turm ist ein rechteckiges, eingeschossiges Leuchtturmwärterhaus mit einem etwa zwölf Meter hohen Turm. Die Lichtkuppel befindet sich in etwa in zehn Meter Höhe auf der seewärtigen Seite. Das Gebäude wurde in den Jahren 1882 bis 1898 aus Steinen aus dem Ort Arucas auf der Insel Gran Canaria erbaut. Der Turm wurde im Jahr 1903 als Navigationshilfe für die Küstenschifffahrt an der Südküste der Insel eröffnet. Bei den Erdbeben der Jahre 1949 und 1971 wurde das Gebäude so stark beschädigt, dass der Leuchtturmwärter nicht mehr hier wohnen konnte. Der Betrieb wurde automatisiert und die Wartung erfolgte lediglich alle zwei Tage. Seit 1985 ist der Leuchtturm nicht mehr als solcher in Betrieb. Das Gebäude wurde im Jahr 2006 renoviert und dient heute als Informationszentrum des Meeresschutzgebiets der Insel La Palma. Das Museum kostet zwar nur einen minimalen Eintritt, trotzdem haben wir uns nicht die Zeit genommen dieses zu besichtigen. Sicherlich wäre das kleine Museum die 2€ Eintritt wert gewesen. Im Jahr 1985 wurde der neue Turm, direkt neben dem alten Turm, in Betrieb genommen. Es handelt sich um einen zylindrischen, 24 Meter hohen Turm aus Beton mit zwei roten Bändern. Die Türme haben wir von allen Seiten angesehen, bevor wir Richtung Salzsalinen aufgebrochen sind. Diese liegen nur etwas abseits der Türme und ist somit fußläufig gut zu erreichen.Read more

  • Day10

    Salinen von Fuencaliente - Frisches Salz

    June 28, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 24 °C

    Direkt vom Leuchtturm sind wir zu den Salinen von Fuencaliente. Diese haben uns bereits von den Leuchttürmen aus sehr gefallen, da die Salzbecken in verschiedenen Farben leuchten. Die Salzbecken schimmern in rosa, grün, gelb, orange und weiß. Direkt an den Salinen befindet sich ein Gebäude in dem sich ein Restaurant und ein kleiner Laden befindet. In dem Restaurant kann man sicherlich gut essen, da dieses gut gefüllt war. In dem Laden haben wir uns die Zeit genommen und frisches Meersalz gekauft. Dieses hatten meine Eltern bereits letztes Mal mitgenommen, was eine sehr gute Entscheidung war. Das Salz von hier schmeckt sehr gut und hat eine sehr hohe Qualität. Die Saline von Fuencaliente ist die letzte aktiv betriebene Saline der Inseln La Gomera, Teneriffa, La Palma und El Hierro. Die Salinen umfassen eine Fläche von ca. 35.000 m². Der Untergrund der Becken besteht aus feinem Lehm, die Begrenzungen aus Lavagestein. Durch diese Bauart sind die Becken leicht zu pflegen. Gegründet wurde die Saline 1967 durch Don Fernando Hernandez, der sich entgegen allen Ratschlägen von anderen Salinenbetreibern der Kanaren an das Projekt wagte. Bereits im Jahr 1971 musste die Saline für mehr als ein Jahr die Arbeit einstellen. Grund war der Ausbruch des Vulkans Teneguía, der nur etwas oberhalb der Saline liegt und dessen Lavaströme in der Nähe des benachbarten Leuchtturms ins Meer flossen. Der Vulkanausbruch hätte beinahe das Ende der Saline bedeutet. Einer der Lavaflüsse kam nur knapp 200 m vor der Saline zum stehen. Die jährlich gewonnene Salzmenge beläuft sich auf ca. 500 Tonnen. Der größte Teil des Salzes verbleibt auf La Palma, der Rest wird auf die übrigen Inseln verkauft. Die Gewinnung des Salzes erfolgt auf traditionelle Weise von Hand. Dabei kommen in den Salzbecken ausschließlich die traditionellen Werkzeuge Sieb, Schaufel, Rechen und Schubkarren zum Einsatz. Die Salzgewinnung findet in der Zeit von Mai bis ca. November statt. Die Zeit vor und nach der Salzernte wird zur Instandhaltung der Saline genutzt. Das zur Salzgewinnung benötigte Salzwasser wird über Pumpen aus dem tieferliegenden Atlantik in die Becken gepumpt. Die Saline verfügt über eine Salzmühle, eine Verpackungsanlage und einen Trockenofen. Das gewonnene Salz ist frei von Rieselstoffen oder anderen chemischen Zusatzstoffen, was den Geschmack nochmal deutlich besser macht. Von den Salinen ging es dann zurück zum Auto. Da es auch hier ein wenig getröpfelt hat und vor allem sehr windig war, sind wir nicht direkt hier zum Strand. Mit dem Auto ging es wieder die Ostküste entlang Richtung unserer Finca. Kurz zuvor ging es dann wieder Richtung Meer an den Strand Puerto Naos, wo wir schonmal waren.Read more

  • Day6

    Nach Fuencaliente

    October 31, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 19 °C

    31.10.2017
    Wir frühstückten wieder am Tisch, nachdem wir alles zusammengepackt und uns im Waschhäuschen nochmals gewaschen hatten. Ich hatte mir hier auch meine Knie und Fersen neu verpflastert. Wie immer gab es Tee, Brot, Käse und Wurst. Beim Versuch, die Tüte der Wurst, die beträchtlich kleiner geworden war, ein Stück abzuschneiden, schnitt ich mir mit dem Messer in die Fingerkuppe, was noch mehrmals an diesem Tag neu verklebt werden mußte.
    Zunächst ging es durch den Wald steil bergan, dann über viele Vulkane und durch Sand in der prallen Sonne, was teils sehr anstrengend war, aber immer wieder mit wahnsinns Aussichten belohnt wurde. Man konnte quasi die komplette bislang begangene Tour sehen und hatte nach Osten und Westen gleichzeitig Meerblick neben den unglaublichen Vulkanbergen, meist schwarz, aber auch rot, braun, beige und vielen grün leuchtenden Kiefern mittendrin, die scheint’s ohne Nährstoffe und weichen Untergrund auskommen. Die Vegetation trotz des denkbar schlechten Untergrundes einfach unbeschreiblich und faßbar. Wir trafen heute viele Wanderer, die diese Etappe als Tagestour machten, da sie in allen Wanderführern als sehr aussichtsreich angepriesen wird, was durchaus zu bestätigen ist. So stießen wir auch auf einen Vater mit seiner Tochter aus Höchstadt – so klein ist die Welt.
    Später ging es sehr viel durch Pinienwälder bergab, und man mußte aufpassen, um nicht auch Nadelpolstern, Vulkangesteinsbrocken oder Pinienzapfen auszurutschen.
    Es gab noch ein letztes Bergsteigermittagessen – Nudeln in Kräutersoße – bevor wir relativ bald am Nachmittag Fuencaliente nach gut 17km Wanderung erreichten. Die Suche nach dem Zeltplatz, auf dem wir heute übernachten wollten, verschoben wir auf später und gingen zunächst in den Ort, um uns ein kaltes Bier zu gönnen. In einem Café saßen wir mit einer Frau am Tisch, um die 60, wie sich später herausstellte, und auch weit gereist und viel unterwegs. Anschließend liefen wir bei dem Hostel vorbei, in dem wir am nächsten Tag Übernachtung gebucht hatten, um zu fragen, ob wir bereits morgens unser Gepäck bringen könnten, um ohne den schweren Rucksack die Etappe GR 131 La Palma bis zum Meer runter beenden zu können. Vor uns lagen noch ca. 700hm. Der Mann im Hostel war sehr nett, und bot uns an, sogar morgen früh schon unser Zimmer zu beziehen, falls am Abend niemand mehr kommen würde, an den er es vermieten könnte. Er erklärte uns dann auch den Weg zum Zeltplatz – wieder ein ganzes Stück den Berg hoch, am Fußballplatz, den wir bereits gesehen hatten, noch ca. 1km die Straße entlang. Unseren Plan, am Abend zum Essen ins Dorf zu gehen, legten wir ab, da der Weg dann doch recht weit war, und besorgten Bier, Wein und ein bißchen Brotzeit. D.h. Flo legte den Plan ab, da ich mich nicht traute, den Vorschlag zu machen oder gar nicht daran dachte, da er ja schon den ganzen Tag von dem lecker Essen heute Abend gesprochen hatte... Aber auch er hatte kein Problem mit der Planänderung.
    Am Zeltplatz trafen wir auf ein Aussteigerpaar aus Leipzig, die seit 2 Jahren mit ihrem Wohnmobil unterwegs waren. Mit ihnen saßen wir den Abend zusammen und unterhielten uns. Sie gaben uns 4 selbst gepflückte Äpfel von hier mit auf den Weg, und es wurde für unsere derzeitigen Verhältnisse spät bis wir ins Zelt krochen. Zum Glück gaben sie uns noch den Hinweis mit ins Bett, daß auch hier am nächsten Tag Feiertag ist und die Läden geschlossen haben sollten. Sie bestätigten uns außerdem, daß wir das wohl beste Wetter in dieser Konstanz auf dieser Insel erwischt hatten. Noch in den Tagen vor unserer Ankunft war es diesig von Saharastürmen, so daß man wohl nicht mal Teneriffa und La Gomera hätte sehen können. Auch diese Wärme ist für diese Jahreszeit längst nicht die Regel.
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  • Day7

    Nach Faro de Fuencaliente

    November 1, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 24 °C

    01.11.2017
    Bei Sonnenaufgang nach Zusammenpacken und Frühstücken starteten wir ins Dorf, um uns dort noch einen Kaffee zu gönnen. Um 9 gingen wir zum Hostel, bekamen unser Zimmer, packen einen Tagesrucksack, den ich nicht tragen mußte, und machten uns auf die Zieletappe – 700hm bergab in ca. 7km zum Meer und diese anschließend wieder zurück. Eine neue tolle Vulkanlandschaft begleitete uns nach unten, skurrile Steinformationen, Farben und Mondlandschaften, die in der Sonne unter wieder wolkenlosem Himmel glühten. Wir erreichten Faro de Fuencaliente gegen Mittag – blaues, türkises Wasser mit schwarzem Strand und schwarzer Steilküste erwartete uns zum Baden gehen – ein unglaublicher Sprung in den wohltuenden Atlantik, ein unbeschreibliches Gefühl – wir hatten es geschafft und waren so glücklich.
    Am Ort gab es ein Restaurant, in dem wir uns leckeres Essen und La Palmanesisches Bier gönnten, ein Zwischending aus Weizen und Bier, naturtrüb und recht süßlich, Tintenfischringe, kanarische in Meerwasser gekochte Kartoffeln mit Salzkruste und Fisch.
    Den Aufstieg durch die schwarze Sandwüste, durch Weinplantagen und Steppe erledigten wir wie im Flug. Ich hatte 3 Stunden geschätzt, der im Hostel sprach wohl von 4 Stunden, da heiß, steil und gen Süden gerichtet, aber wir waren in weniger als 1 ¾ Stunden oben und belohnten uns mit Bier an einem Imbißladen, da sonst alles geschlossen hatte um diese Zeit.
    Nach der Dusche (ich rief kurz meine Mama an, die sich riesig freute, mich so glücklich zu hören und weil wir es geschafft hatten), Wäsche waschen (Wäsche aus der Dreck und Vulkanstaub ohne Ende floß) und einer kleinen Ruhepause gingen wir ins Dorf. Es hatte wirklich fast alles geschlossen. Wir besorgten uns Brotzeit (Baguette und Streichwurst, ähnlich Teewurst) für den nächsten Tag und landeten wieder in dem Imbißladen, um eine Kleinigkeit zu essen. Danach noch in eine Taberna, wo lauter Einheimische waren, auf zwei Bier. Wir waren müde, geschafft und sehr entspannt ausgelassen.
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Fuencaliente de la Palma

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