Spain
Maspalomas

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15 travelers at this place

  • Day21

    Auf Wiedersehen Berge, willkommen Meer!

    October 20, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Unruhig war es und gegen 05:00 Uhr gab es sogar unangenehme Geräusche durch laute Babys. Hier verstehe ich uns Gesellschaft nicht. Baby- und Kinderlärm ist tolerabel. Hundelärm nicht. Eindeutig fühle ich mich ungerecht behandelt. Lärm ist Lärm - egal von wem.

    Demzufolge waren wir heute früher wach und warteten auf den Beginn der Menschenfütterung. Erneut wurden wir vom Gärtner begrüßt, der auch für das Frühstück zuständig zu sein schien. Wie gestern, saßen wir draußen. Es war erstaunlich frisch bei herrlich aufgehender Sonne auf den Bergen. Die leuchteten im morgendlichen Sonnenschein goldgelb.

    Dann kamen zwei Frauen mit Gurten am Körper, worin die Babys festgehalten wurden. Offensichtlich ein weibliches Pärchen aus den „Ostblock-Staaten“. Eine freundliche Mine könnte ich wegen der nächtlichen Erinnerungen Ihnen leider nicht anbieten. Nein, ich kann und will dafür kein Verständnis aufbringen. Basta! Ein Spa-Hotel ist für Ruhe und Erholung da. Spaß und Animationen gibt es in andere Hotels.

    Unsere wenige Sachen waren recht schnell gepackt und gegen 09:00 Uhr ging es dann los. Des Schlüssel von Zimmer ließen wir in einer Holzbox zurück und folgten den selben Weg, den wir am Abend zuvor nach „Fataga“ gegangen sind. Es war bereits schon sehr sonnig und wohlweislich hatten wir uns schon mit ekliger Sonnenmilch eingecremt. In „Fataga“ selbst machten wir nur kurz halt und folgten nach einem kleinen Umweg über den Kirchplatz wieder der geplanten Route unserer Wander-App. Erst schlängelte sich der Weg durch enge Häuserschluchten und endete plötzlich an einem Gatter. Dort wurde uns der Weg ohne für uns erkenntlichen Grund versperrt. Wir folgten der Landstraße und versuchten von dieser immer wieder auf der rechts von uns verlaufenden Route zu kommen. Immer wieder mussten wir zurück und kamen einfach nicht auf die Route. Letztendlich gaben wir auf und gingen auf der Bundesstraße, um dann irgendwann auf einen Nebenweg und von diesem dann auf unsere Route zurück zu kommen. Auch das gelang uns nicht. Wir kamen dann von der Bundesstraße auf eine Nebenstraße, welche zu dem Staudamm „Presa de Fataga“ führte. Von dort sollte dann es möglich sein, den Weg über die Staumauer zu nehmen und dann auf unsere geplante Route zu kommen. Wie es sich aber herausstellte, konnten wir zwar auf die Staumauer, aber diese an der Staumauer herunter gehende Treppen nicht abwärts gehen, da diese unterhalb durch ein Gatter versperrt waren. Also wieder zurück auf die Bundesstraße und weiter sich über die Autofahrer freuen.

    Dann endlich - ein weiterer Stausee - nur leider ohne Wasser. Aber mit einer Landstraße zu diesem und wir folgten ihr, bis ins ausgetrocknete Flussbett. Dort war eine mit zwei Rundbögen erhalten Brücke unter welcher wir dann das Flussbett erreichten. Auf den Weg dorthin, kamen uns 4 Jeeps 🚙 mit Touristen entgegen - offensichtlich 🙄 eine Safaritour mit viel Staub. Egal. Wir waren auf unserer Route und die Sonne ☀️ schaffte uns ganz schön.

    Was mich auf dieser Reise immer sehr erfreute, was die „Kot-Analyse“ von Olaf. An den tierischen (oder eventuell auch menschlichen) Hinterlassenschaften, wollte Olaf erkennen können, um welches Tier es sich dabei gehandelt hat. SPANNEND. besonders angetan hat ihn dabei eine besondere Form dieser Spur. Denn er konnte nicht einschätzen, zu welchem Tier das Abfallprodukt passen würde. Für manche Rassen zu Groß, für manche Rassen zu klein und das sowohl in Farbe und Konsistenz. Nach einer Weile kamen wir an einem „Camel-Park“ vorbei. Da war die Lösung ➡️ Kamel-Kacke 💩. Ebenfalls als Tourist, kann man dann auf Kamele in dem ausgetrockneten Flussbett eine Tour machen und im angeschlossenen Grill-Restaurant Kamelfleisch essen 🤢

    Wir folgten dem sehr steinigen Weg im Flussbett und kamen zur Nekropole „Arteara“. Schon auf dem Weg dorthin wurde man unterwegs anhand von Infotafeln auf die Geschichte, Archäologie, Flora und Fauna informiert - auch auf deutsch. Die Nekropole selbst war geschlossen, aber man könnte auf einem öffentlichen Weg außerhalb vom Museum sich nich mehr informieren.

    Vorbei an der Nekropole führte ebenfalls der öffentliche Wanderweg „S-53“ nach „Maspalomas“ und so verließen wir vorerst erneut unsere geplante Route. Jedoch bereuten wir das bereits schon nach 10 Minuten, das der Weg uns bergauf führte. Es gab keinen Schatten und nur Sonne und Unmengen an Staub. Warum sind wir nicht unten in ausgetrockneten Flussbett bei den Palmen geblieben? Ein Rätsel, ein großes Rätsel.

    Nach 1,5 Stunden kamen wir an ein kleines Stromhäuschen und in dessen Schatten, machten wir eine Pause und aßen einen Apfel. So langsam wollten wir dann doch ankommen und folgten weiter dem offiziellen Weg „S-53“, der nun wieder auch zu unserer geplanten Route wurde. Hin und wieder kamen uns wieder Jeep-Safaris entgegen. Die Berge und der der Barranco wurde zusehends flacher und in einer Quere kam uns dann auch noch ein großes staubendes Fabrikmonster entgegen. Eine Steinfabrik, wo Steine fein zermahlen werden. Die Umgebung von dieser Fabrik war großflächig mit feinem Staub überzogen und kam einem wie ein Postapokalyptischer Unfall vor.

    Kurz danach wurde aus der Landstraße eine kleine asphaltierte Straße und wir erreichten den Randbezirk von „Playa del Ingles“. Das war ein Kulturschock ohne gleichen. Laut, staubig und hektisch kam es mir nach der Zeit abseits großer Zivilisation vor und die Sehnsucht nach Zurückgezogenheit wuchs in mir heran. Aber wie sage ich immer: das gehört dazu und da muss ich durch 😊

    Nach mehrfachen Wechsel der Straßenseite, erreichten wir das Hotel „Rondo“. Dort mussten wir für unser Hotel „Miraflor-Suits“ einchecken. Wir hatten einen Bungalow in der „farbigen Seite“ der Hotelsiedlung. Kleine doch recht hübsche bunte Häuschen und recht modern und komfortabel ausgestattet. Wir packten unsere Rucksäcke aus und ich ärgerte mich über meinen. Denn der lösliche Kaffee verteilte sich im inneren. 🙄

    Dann gingen wir zu quer durch die Stadt zu den Dünen. Herrlich. Was für eine Augenweide und ein wunderbares Gefühl durch den warmen Sand in der Abendsonne die Dünen entlang zu gehen. Fast fühlt man sich glücklich wie ein Kind im Sandkasten. Ich freue mich schon auf die kommenden Tage und den anblicken dieses Naturwunders.

    Zurück ins Hotel und dann essen gehen. WOW 😮 - diese Lautstärke und diese vielen Menschen. Öhm... darüber denke ich lieber nicht viel nach. Es war aber schon belastend. Danach gingen wir zu unserem Bungalow, tranken Sekt und lauschten den Kinderlidern auf der Minibühne 😂😂😂
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  • Day22

    Standtag

    October 21, 2017 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Nacht war ruhig, trotz der exponierten Lage mitten im Geschehen. Die Betten wackelten etwas und wir mussten Papier und die Füße legen. Nach dem aufstehen ging es logischerweise gleich zum Frühstück und danach - SHOPPEN. wir haben Souvenirs, Medikamente, Getränke und Kaffeebohnen gekauft. Eine der 1kg Kaffeebohnen-Tüten war kaputt und die Bohnen Fiedeln an der Kasse auf den Scannerbereich. Ganz unkomplizierteres mit südländischer Ruhe würden wir gefragt, ob wir die Kaffeebohnen gegen einen neue Tüte oder zurück geben wollen. Wir entschieden uns für eine neue Tüte und Olaf hole sie, während ich schon bezahlt habe. Ein prüfender Blick von der Kassiererin und alles war gut.

    Die Shopping-Tour war recht anstrengend und nachdem wir zurück waren, legte ich mich für eine Stunde hin und schlief sogar ein. Danach gingen wir an den Strand. Aber nicht einfach so. Nein - erst musste eine „große Strandtour“ absolviert werden. Auf dem Weg zum Strand kamen wir an verschiedenen Hotels vorbei und wir stellten uns vor wie es wörtlich, einen Urlaub mit der Familie hier zu verbringen. Wir stellen und das immer sehr schön vor. Aber es gibt unterschiedliche Bedürfnisse und die wollen erkannt sein und befriedigt werden. Das macht die Auswahl des Urlaubsortes, Urlaubszeit, Geld, Hotel, Versorgung und Freizeitangebote und somit die Planung nicht gerade einfach. Alles unter einen Hut zu bringen, so dass ALLE zufrieden sind, erschien und schwierig - aber nicht unmöglich.

    Wir gingen bei wechselnder Bewölkung an den zu Beginn recht vollen Strand. Zuerst würden wir von fliegenden Händeln gefragt, ob wir Ihren haben wollen. Dann etwas leiser, ob wir Crack oder Kokain wollen. Auch das lehnten wir ab 👍. Vielen Menschen am Strand auf den Liegen und im Wasser. Viele gingen so wir wir am Strand spazieren. Unser Weg ging barfuß teils in Wasser, teils in Sand zum „Faro de Maspalomas“ - der hiesige Leuchtturm. So am Wasser und den Dünen entlang zu gehen, war einfach malerisch und auch anstrengend. Recht kräftiger Wind zog auf und blies viel davon in die Luft.

    Am Leuchtturm angekommen suchten wir nach einem Hinweis, ob hier tatsächlich der Jakobsweg beginnt. Leider hBen wir nichts gefunden. Dann gingen wir zu einer Lagune neben dem Leuchtturm. Sie bestand teils aus Süß- und teils auch Meerwasser. Die Flora und Fauna ist dort natürlich einzigartig und steht unter Naturschutz. An den dortigen Infotafeln haben wir uns darüber informiert. Danach gingen wir zu dem Meer und den Dünen. An einem Platz mit relativ wenig Menschen, legten wir uns zunächst hin. Später gingen wir nackt baden - dort war FKK erlaubt. Herrlich erfrischend und auch nicht so kalt wie wir zunächst dachten. Durch den Wind war das Meer auch leicht unruhig und es gab eine schöne Brandung. So entspannten wir uns, bis die Abendsonne kam. Dann zogen wir unsere Sachen an und machten uns quer durch die großen Dünen auf dem Rückweg. Am Rand der Dünen war ein Hochzeitspaar und machten dort professionelle Fotos von ihrem Tag.

    Im Hotel zurück dann geduscht und zum Abendbrot gegangen. Danach lagen wir vor unserem Bungalow noch auf den Liegen und genossen die Atmosphäre. Wobei schöneres Wehmut aufkam, denn bald ist Abreise
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  • Day1

    Gran Canaria - Maspalomas

    October 19, 2016 in Spain ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach diesem Kölner Sommer war es endlich Zeit für Sonne... und wo in Europa bekommt man die derzeit am besten: Auf Gran Canaria. Also ging es nun mit (der) Manu nach Maspalomas im Süden der Insel.
    Wir wohnen hier in einem süße kleinen Bungalow und alles was man dazu wissen muss ist: Lila. ;)
    Hier ist ALLES farblich aufeinander abgestimmt: Küche, Sofa, Tische, Bettwäsche, Handtücher, Küchenutensilien, Körbe, Deko, Bilder, Wandfarbe, Teppiche... absolut beeindruckend... nebenbei: Falls wir nicht zum Strand wollen, nehmen wir einfach unseren Pool auf dem Kiwi-Bungalowgelände.
    Abends bin ich dann noch zum Strand und zum Leuchtturm Faro gelaufen. Leider ist der Strand fast 40min zu Fuß entfernt. Aber es gibt hier ja auch Busse und Taxis. Aber der Abendspaziergang war schön. Es ist soooo schön warm hier. :D
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  • Day1

    Primeiro Dia Maspalomas

    July 14, 2017 in Spain ⋅ 🌙 23 °C

    *Viagem de guagua no trajeto aeroporto LP Maspalomas
    *Estadia no Bungalow Las Gaviotas (recepçao Himar)
    *Almoço, diversão no parque Holiday World HW (5 min a pé, Bruninho perdeu mochila Laranja, foi encontrado por um segurança)
    *Compras (para cafe da manhã) no supermercado Hyperdino do cc Faro 2 (5min)
    *No regresso a casa, paragem no HW antes de seguir a pé para o Bungalow LG.
    ***CdD (ComédiaDoDia): uso pomada Clotrimazol como pasta dente (Lamine)
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  • Day2

    Visita ao Hollyday World

    July 15, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 26 °C

    *Apos um banho de piscina em casa e de compras no Supermercado Hyperdino, fomos ao parque Holiday World,.
    *Atrações feitas (Cine 6D, barco na piscina, montanha russa, salto com elástico, roda gigante, barco pirata, competiçao lançamento basket, martelada)
    *Ganhamos pontos (+60) no jogo lançamento que deram direito a uma pistola d'agua.
    *CdD: Ao passar junto de uma mesa de jogo de snooker, Rubem mexe numa bola na mira de ser jogada por um dos jogadores.
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  • Day10

    Parque Botánico de Maspalomas

    November 14, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 20 °C

    Ogród botaniczny nie zrobił na mnie dużego wrażenia. Ot, kilka drzewek, krzewów, kwiatków. Całość wygląda raczej na zaniedbaną i chyba nie ma się co dziwić, skoro wstęp jest darmowy. Tak, czy inaczej spędziliśmy kolejną godzinę na zwiedzaniu.

  • Day2

    Familientreffen in Playa del Ingles

    November 1, 2017 in Spain ⋅ 🌙 19 °C

    Die Morgensonne strahlte durch die Fenster in den Gemeinschaftssaal des Hostels. Pünktlich um 8 Uhr öffnete die Rezeption und ich checkte aus.

    Mein erster Weg führte mich entlang der Küste auf teils eher für Geländewagen geeigneten Strecken zu Plätzen, die ideal zum Freicampen sind. Ich stoppte hier und da und genoss die Sonne.

    Mein eigentlicher Plan, das Schnorchel-Equipment zu nutzen, klappte nicht. Es war zu windig. Die Wellen in den Buchten, die gegen die Klippen schlugen, waren mir zu hoch, um einen Schnorchelgang zu wagen.

    Am Vormittag erreichte ich dann Playa de Inglés, den Ausgangsort für weitere Erkundungen der Insel. Als erstes gönnte ich mir ein Backpackerfrühstück und einen Kaffee, bevor ich den Strand und die angrenzenden Dünen erkundete.

    Die Sonne brannte und nach dem ich über mehrere nackte Pärchen inmitten der Dünen und der kargen Bepflanzung stieß, entschied ich mich zur Strandpromenade zurückzugehen.

    Ich kehrte „Zum blauen Engel“ ein und beobachtete bei zwei kleinen KöPi das bunte Treiben auf dem kleinen Platz. Hier kann man einfach mal ein paar Stunden bleiben und die Leute beobachten, aber bevor mir Wirtin Sandra das nächste Bier brachte, zahlte ich. Versacken ging heute nicht. Zum einen musste ich noch weiter, zum anderen herrscht hier auf der Insel die 0,3 Promille Grenze. Also, aufgepasst. Und so machte ich mich mit dem Mietwagen auf den Weg zum Treffpunkt vor dem Bungalow Park Holycan. Um 14 Uhr trafen meine Frau und meine Schwiegereltern ein. Besitzer Sandro übergab uns die Schlüssel und lud uns gleich zum Stand-Up-Paddeln am kommenden Dienstag ein.

    Akklimatisieren stand heute auf dem Programm. Außer einkaufen, einen Sprung in den Pool und Abendessen stand heute nichts mehr auf den Plan.
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  • Day1

    Josefines erster Flug!

    October 26, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Nachdem ich den geplanten Urlaub aus dienstlichen Gründe absagen musste, war die Stimmung im Hause Schindler-Schulze angespannt. 14 Tage wollten wir mit den Schwiegereltern auf die Kanaren fliegen. Leider ohne mich. Da ich die erste Hälfte des geplanten Urlaubs wegen einer Veranstaltung nicht konnte, hatte ich heimlich für den 4.11. ein Flugticket gebucht, um meine Familie zu überraschen und doch noch ein paar Tage gemeinsam auf der Insel verbringen zu können. Überraschung? Nachdem mich zuhause immer wieder die Vorwürfe über den verpatzten Urlaub einholten, musste ich zur Verbesserung der Stimmung die Überraschung leider preisgeben. Etwas geärgert hatte es mich schon, denn eigentlich war ich auf die verdutzen Gesichter vor Ort gespannt, wenn ich meiner Frau irgendwo in Playa del Ingles „zufällig“ über den Weg gelaufen wäre.

    Nun also die Premiere. Ich lasse meine Ehefrau an die Tastatur für den ersten Teil des Reiseberichts. Und so startete sie anstatt mit Ehemann mit Tochter Josefine, ihren Eltern und Schwiegermamas bester Freundin Petra zur ersten Flugreise mit Baby. Dem neuen Leben als Mama und einem Handicap ist es dann wohl geschuldet, dass der Reisebericht eher alltagslastig als abenteuerlustig ist, aber alleine der erste Flug mit Kind war Abenteuer genug:

    Freitagmorgen. Chaos in Freisenbruch. Der Göttergatte hatte für den Morgen noch einen Bagger bestellt, um sich neben einer Großveranstaltung der Essener Kulturszene auch noch am Wochenende mit der Gartengestaltung zu stressen. Josefine und ich starteten mit zwei vollgestopften Reisetaschen, einer Handtasche, die eher den Namen Seesack verdient, einem Rucksack mit „Baby-den-Flug-angenehm-gestalten-und-auf-einen-möglichlichen-Notfall-vorbereitet-sein-Utensilien“ sowie einen eigens angeschafften Reisebuggy (für die Eltern unter euch: Joie Impact Lite) in die Ferien. Milchpulver, Breie zum anrühren, diverse Gläschen, Windeln und und und. Ich beschränkte mein persönliches Gepäck auf einige schwarze Kleidungsstücke und erntete wie so oft den Kommentar der Oma: „Farbenfroher gings wohl nicht“. Dank einer Fußverletzung, die ich mir ein paar Tage zuvor bei der Gartenarbeit zugezogen hatte, blieben die offenen Schuhe ohnehin zu Hause. Dafür trug ich jetzt eine passende modisch schwarz-schicke Aircast-Schiene.

    Nachdem Großeltern, Baby und die dazugehörigen Eltern im Auto verstaut und die erste Panik über mögliche vergessene Pässe verblasst war, erwartete uns erstmal der Stau auf der Autobahn. Am Düsseldorfer Flughafen angekommen, wurde die neu gestaltete Ankunftszone (10 Minuten frei, 11.-15. Minute 5 Euro!) genutzt. Alles ausgeladen, Kind im Buggy festgeschnallt und ein letztes Mal für zehn Tage vom Papa geknuddelt. Traurig irgendwie, denn sein Baby so lange nicht zu sehen ist schon hart. Dementsprechend kurz fiel der Abschied aus, um nicht doch noch ein Tränchen fließen zu lassen.

    Hinein in die Halle, ab zum Check-In Schalter von TUIfly. Gebucht hatten wir den Perfekt-Tarif, sodass Josefine umsonst flog und ich für 15 EUR pro Strecke Gepäck bis 20kg für sie mitnehmen konnte. Kinder unter zwei Jahren erhalten dort keinen eigenen Sitzplatz, sondern fliegen auf dem Schoß eines Erwachsenen mit. Trotz zwei exakt gleich langen Schlangen ging es nicht voran. Die Schlange neben uns löste sich auf und die Trulla am Schalter sah ihre Arbeit als beendet an. Sie ließ die offensichtlich vollkommen überforderte Kollegin alleine zurück und zog mit Handtäschchen von dannen. Etliche Minuten später dackelte sie frustriert zurück, um doch noch ein bisschen zu arbeiten. Ansonsten wäre das Flugzeug wohl nie vom Boden abgehoben. Dass wir verschiedene Buchungsnummern hatten, verstand sie offensichtlich als pure Provokation und ließ uns dies auch spüren. Eine Ute Schindler hätte sie nicht und überhaupt wäre das ja alles durcheinander. Wenigstens erklärte sie mir einigermaßen neutral, dass ich den Buggy mit zum Gate nehmen konnte und brachte einen Aufkleber an.

    Gefühlte Stunden später ging es mit Sack und Pack zur Sicherheitskontrolle, um dort erneut zu warten. Lediglich zwei Scanner geöffnet, elend lange Schlangen und sichtlich genervte Passagiere. Während ich mich dadurch nicht stressen ließ und mich über ein strahlendes Kind freute (ALLE wurden angelacht), entschied Opa, dass beim nächsten Mal doch das Priority Boarding gebucht werden solle. Endlich an der Reihe wurde Josefine abgetastet, der Buggy durchsucht und Mama und Oma durchleuchtet. An dieser Stelle war ich dann sehr froh nicht alleine zu reisen, da ich Josefine aus den Händen geben musste.

    Endlich durch den Sicherheitscheck war die Zeit soweit fortgeschritten, dass der Opa schon Druck machte zum Boarding zu gehen. Moooooment. Frau braucht zwingend ihr Lustiges Taschenbuch sowie einen Wasservorrat für Josefine. Da es für die Mitnahme von Wasser für Babys immer unklare Aussagen gibt, hatte ich entschieden dieses erst am Flughafen zu kaufen. Am Gate angekommen… der Flug hatte Verspätung. Soviel zu der Hektik. Vorbereitend baute ich den Buggy zusammen und musste feststellen, dass die Trulla von vorhin den Aufkleber falsch angebracht hatte. So war er nämlich nicht zu sehen. Ich also wieder zu ihr, um zu fragen, was ich denn nun machen solle. „Ja das sei schlecht, den müsse man sehen“. Ja und jetzt. „Na jetzt ist das ihr Problem“. Ich könnte ihn ja abmachen aber dann klebt er nicht mehr. Statt einfach mal einen Tacker rauszugeben, den Sticker zu erneuern oder sonst was, feierte die Dame sich wohl selbst für ihre bescheuerte Antwort. Kurzerhand hatte ich das Ding abgerissen und mit Pflastern angeklebt.

    Beim Einsteigen ging es dann recht problemlos mit meinem gut gelaunten Baby in den Flieger. Der Buggy wurde vorne stehen gelassen. Als erste im Flieger konnten wir dann das mangelnde Sozialverhalten von Menschen und die Freuden der Onlinebuchungen beobachten. Denn zahlreiche Sitzplätze waren doppelt vergeben. Schrecksekunde – die Trulla dackelte durch den Mittelgang. Sollte sie für die Bordverpflegung zuständig sein würde ich dankend ablehnen. Bei der Laune hätte sie wohl reingespuckt. Aber nein. Sie sorgte wohl dafür, dass die Passagiere mit den doppelt gebuchten Sitzen die Schuld bei sich suchten. Naja, danach wart sie wenigstens nicht mehr gesehen. Für den Zwerg erhielten wir noch einen Minigurt und eine Babyschwimmweste, die aber wohl eher als Atrappe dienen sollten. Die Startzeit verzögerte sich weiter und mein perfekt getimtes Mittagessen für Josefine (sie sollte bei Start und Landung trinken) musste dank Schreitirade vorgezogen werden. Den Start verschlief das Töchterchen dann entspannt.

    Während des Fluges wurde der kleinste Passagier mit Fingerspielchen, Obstquetschies und Brötchen bei Laune gehalten. Wenn die Stimmung der jungen Dame zu kippen drohte sorgten die Fluggäste in den Sitzreihen hinter uns für Aufmunterung. Baby in die Luft gehalten und das Winken ging los. Hier mein Dank an die kinderlieben Mitflieger. Das Wickeln gestaltete sich Dank Omas und Mamas Schoß unproblematisch. Allerdings frage ich mich ernsthaft, ob ich mit 29 noch wachse oder die Sitzreihen immer enger werden. Mit meinen 1,69m gehöre ich wohl noch zu den kleineren Passagieren und stosse dennoch mit meinen Knien gegen den Vordersitz. Mit Baby auf dem Schoß ist das für wenige Stunden zwar noch zu ertragen, gerade weil ich sie auch mal bei Oma parken konnte, bei einen Langstreckenflug wäre es aber wirklich unbequem. Früher hat mir das Fliegen mal Spaß gemacht, mittlerweile ist es nur noch ein notwendiges Übel.

    Nach einer absoluten Bruchlandung – der Rücken von Opa dankt heute noch dem Piloten – kamen wir mit reichlich Verspätung endlich am Flughafen von Las Palmas an. Schnurstracks zum Gepäckband und… warten. Die Koffer aller kamen und kamen nicht. Auch der Buggy, um dessen Unversehrtheit ich mich am meisten sorgte, blieb verschollen. Naja, ich wäre ja auch mit dem Handgepäck über die Runden gekommen. Doch nach einer Weile entdeckten wir das andere Band, auf dem die Koffer vergeblich auf uns warteten. Endlich ab zum Transfer, der wie im letzten Jahr privat organisiert war, Baby in der georderten Babyschale verstaut und ab ins Holycan in Playa de Ingles.

    Vermieter Sandro ließ nicht lange auf sich warten und wir konnten einziehen. Ein Babybett und Hochstuhl waren bereits vorbereitet und Josefine und ich konnten uns breit machen. Der erste Weg führte die Damen des Hauses zum Spar. Kaffee, Bier, Kekse. Das Nötigste halt. Ich konnte mir es natürlich nicht nehmen lassen triumphierend eines der wenigen Babygläschen in die Luft zu halten und der Oma zu erklären, dass ich mit meiner Vorratshaltung nicht schlecht gefahren bin. 2,30 Euro für ein Glas, was bei uns 95 Cent kostet – war gar nicht so dumm das mitzunehmen. Zumal die Auswahl wirklich bescheiden war. Nichtsdestotrotz müsste kein Baby hier verhungern. Auch die Windeln sind um ein vielfaches teurer als bei uns, daher war ich froh sämtliche Hohlräume in den Koffern damit ausgestopft zu haben.

    Apropos stopfen. Wieder zurück ging es kurz zum frischmachen, Baby füttern und dann zum Stammlokal La Carretta auf der Av. de Gran Canaria.

    Wieder zurück im Bungalow herrschte dann das Chaos. Wo ist was, wer schläft wo und überhaupt. Aber egal. Josefines Schlafsack wart gefunden, meine Zahnbürste dafür verschwunden und wir wollten nur noch ins Bett.

    Da das Minimenschlein verständlicherweise vollkommen durch den Wind war, hab ich aufs Kinderbett gepfiffen und sie in meinen Arm gekuschelt einschlafen lassen.
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  • Day2

    Poolparty in der Bungalowanlage

    October 27, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C

    Die erste Nacht war super, aber weitere sehr kurze Nächte sollten folgen. Der Kurzen wurde ein Lager zum spielen aufgebaut, es wurde gefrühstückt (leider wieder in Plastik gepacktes Brot) und dann die Kurze bespaßt.

    Die ersten wilden Wortgefechte unserer Familie hielten Einzug und der Urlaub konnte starten. Typisch Schindler. Nach einer gefühlten Ewigkeit war der Inhalt der Koffer in den Schränken verstaut und ich konnte mich auf den Weg zum Pool machen, den ich mir von der blöden Fußverletzung nicht madig machen wollte. Da der Pool im Holycan echt kalt ist, wagte Petra sich nur zögerlich mit den Zehen hinein, nachdem sie über den vermeintlichen Kunstrasen gedackelt war. Klimabedingt sehen die Grünflächen hier allerdings wirklich etwas unecht aus. Nach einigen Bahnen machten mein Arme dann jedoch schlapp und ich humpelte zurück zum Bungalow, um mit Josefine in die Fluten zu springen.

    Madame bekam einen eigens für sie angeschafftes Planschbecken mit Wasser gefüllt und hatte Spaß ohne Ende. Wir natürlich auch. Da schwimmen müde macht, verschliefen das Töchterchen und ich den restlichen Mittag bis es zum Essen ging.

    Stammchinese. Eigentlich bitter in Spanien zum Chinesen zu gehen, aber die Ente mit Pfannkuchen ist im Chino China Sol unschlagbar. Zudem überschlugen sich die Inhaberin und ihre Angestellte um Josefine zu bespaßen. Der kunstvoll geschnitzten Möhrenvogel fiel meiner Tochter aber dann zum Opfer. Während Petra und Papa einen Absacker nahmen, ergatterten Mama und ich noch ein Babyoutfit, um den Papa, der am übernächsten Sonntag nachreisen sollte, standesgemäß zu begrüßen. Der Abend wurde kurz, denn das angesteuerte Kölsche Eck hatte witterungsbedingt schon die Schotten dicht.
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You might also know this place by the following names:

Maspalomas, 35100, Маспаломас, Maspalomasos

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