Spain
Caceres

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.

67 travelers at this place

  • Day862

    Cáceres & Trujillo

    October 15, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 12 °C

    When we last visited Cáceres in 2018, the weather was so bad that our planned 3-day stay turned into one as we left to find better weather. This time, the sun was shining which made for some exploring.

    The municipal campsite where we stayed is quite unique in that every pitch has it's own bathroom with individual boilers, so plenty of hot water on demand.

    The 'Cuidad Monumental' (Monumental City) in the centre of Cáceres was founded by the Romans in 34 BC. In the 12th century, defensive walls and towers were built over the Roman foundations. Like everywhere else in these parts, first the Visigoths ruled, then the Arabs, and Christians then followed with King Alfonso IX of León incorporating the city into his kingdom. Wealth brought back from the Americas enabled the city to build impressive churches and palaces. Also brought back from the Americas, as a conquistadors wife, was Isabel Moctezuma, daughter of the Aztec emperor Moctezuma II. What she must have thought of all this is anyone's guess. Also, we've noticed that the name 'Isabel' became very popular during this period, Queen Isabel was obviously very popular or very powerful!

    Few people actually live here now, though the modern-day town that surrounds it is home to around 96,000 people, and to wander around it feels like taking a step back in time with narrow, cobbled streets that twist and climb, and grand buildings decorated with gargoyles, spires and turrets that remain unchanged since the 16th century, worthy of its UNESCO accreditation.

    The historic town of Trujillo is also recognised as one of Spain's 'Most Beautiful Towns' and now we know why. Some 30 miles from Cáceres, our bike journey took us across golden dry plains, the only inhabitants seemed to be cattle and sheep, but there, in the middle of nowhere, high on a hill, was the medieval town of Trujillo.

    The beautiful and atmospheric Plaza Major, surrounded by baroque and Renaissance buildings, is a stunner with a large bronze equestrian statue of the conquistador Francisco Pizarro taking centre stage. We sat in one of the pretty restaurants overlooking the square marveling at the views in front of us. We were also marvelling at what Chris chose for lunch - scrambled eggs with prawns and gulas. I had no idea what 'gulas' were but Chris said had a pretty good idea. Traditionally, 'angulas' are baby eels or elvers, eaten when they are 2-3 years old, just a couple of inches long. However, over-fishing has meant that the price compares with caviar today. Hence, what we see in restaurants and supermarkets are imitations made of compressed fish but which definitely look like the real thing. Thank goodness, or maybe not.

    From the 600m high 10th century castle of Islamic origin, we had fantastic panoramic views as we patrolled the battlements before we climbed into the Chapel of Our Lady of the Victory, the towns patron saint, where a 50 cent coin would see her spin on her stand - we didn't.

    After all the churches, basilica and museums that we have visited recently, it was just nice to wander around these two atmospheric towns and enjoy the peacefulness.
    Read more

  • Day29

    Cáceres

    October 15, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 12 °C

    Vivieron acá los romanos en la época de la República, luego los árabes por unos mil años y luego los católicos desde el 1200 d.c. Por lo que el casco viejo tiene influencias diversas en la construcción de sus muros, torres y edificios.

    Salimos con Juliana que nos hizo una visita guiada por el casco viejo, una pequeña ciudad amurallada dentro de lo que hoy es la Cáceres moderna.

    La ciudad amurallada es patrimonio de la humanidad, por lo que no es posible construir algo moderno en su interior y por lo mismo es una de las ciudades medievales mejor conservadas. Esto ha servido para filmar varias escenas en películas como Romeo y Julieta, o Juego de Tronos.

    Las calles son angostas, de piedra y en su interior hay tabernas, bares, hoteles y un palacio episcopal. Tiene varias puertas, pero destaca la de la Estrella, más espaciosa para carruajes mayores, y según se cuenta la más ruidosa de las ciudad.
    Read more

  • Day30

    Carcaboso - Hostal Asturias 9.6.2018

    June 9, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 26 °C

    Halbzeit! 😎

    Heute war der 27. von insgesamt 54 geplanten Wandertagen. Und der zweite von den fünf 30ern. Hatte es in sich 😁

    Heute morgen um 7.30 Uhr die Stallungen verlassen und ab auf die Bahn. Ohne Schirm in Aktion. Schon mal gut. Sehr gut sogar, wenn ich an den Untergrund denke. Es ging über Feldwege und -pfade, und so richtig eben waren sie eher selten. Eher steinig. Hoch und runter. So war stetes Ausschreiten mehr ein frommer Wunsch. Alles was stetig war, war der ständige Rhythmuswechsel beim Marschieren. Die helle Freude 😎

    Obendrein kam, dass heute keinerlei Ortschaften auf meinem Weg lagen. Kein Cafe Americano als Booster für zwischendurch. Auch mein Hostal für heute Nacht, vor dem ich gerade sitze, liegt in keinem Ort, sondern direkt an der Bundesstraße N630. Ist gerade ein Teil der Via, der durchaus anspruchsvoll ist. Heute war häufiges Pausieren Trumpf, auch wenn die Pausen jeweils kurz waren. Sonst wäre ich bei Mondschein angekommen. Bloß keinen Moos ansetzen.

    Nach 18 langen Kilometern kam ich beim Torbogen von Caparra an. Fast 5 Stunden nach Aufbruch. Wieder eine kurze Rast und weiter ging es. Ich wurde heute wieder mal nur von Radfahrern überholt. Wanderer? Fehlanzeige. Ich scheine gerade ziemlich alleine unterwegs zu sein. Der Herbergsmeister in Grimaldo bestätigte mir das vorgestern. Sehr ungewöhnlich dieses Jahr auf der Via. Das Wetter sowieso. Normal wären jetzt Temperaturen um die 30 Grad meinte er, und normalerweise hat er um diese Zeit alle drei Zimmer immer voll belegt. Aber jetzt? Am Tag vorher war auch nur ein Wanderer da, und die Tage davor sah es ähnlich bei ihm aus. Ist so ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten wirklich superschönen Camino. Aber nur ein klitzekleiner 😁

    So ging es weiter über Stock und Stein, bis ich ca. 5 km vor dem Ziel die Gelegenheit hatte, auf eine Landstraße zu wechseln 😁 ich musste nicht lange überlegen.

    Morgen werde ich die Extremadura verlassen und die Region Kastilien und Leon betreten. Extrem war sie ja. Die Extremadura. Nur leider kalt statt warm. Mein Zielort Puerto de Bejar ist der erste Ort in der Region Kastilien und Leon. Und er macht es mir richtig leicht, ihn zu erreichen. Nach 24 hoffentlich nicht zu nervigen KM geht's dann noch mal 3 KM steil in die Berge, um dort hin zu gelangen. Meine Freude ist grenzenlos 😎 Einen ersten Eindruck von den Bergen in Kastilien und Leon habe ich bereits. Ich schaue gerade direkt drauf 🤤😁

    Stand heute: 626 km 🚶🍀
    Read more

  • Day29

    Grimaldo - Carcaboso 8.6.2018

    June 8, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 20 °C

    Der erste 30er von 5 wäre geschafft. Fühle mich sogar noch relativ frisch. Was ich heute morgen nicht wirklich erwartet hätte 😎

    Denn der Tag begann mit Regen. Das ist soweit nichts Tragisches. Schirm installiert und ab geht der Peter. Unglücklich war hingegen, dass der Weg nun durch, wie es aussah, bislang von Menschen unerforschtes Gelände ging. Naja, und Weg, also das war alles, aber kein Weg mehr. Nicht einmal als Pfad würde das durchgehen. Es war schlicht alles zugewachsen, das Schilf stand kniehoch, und wohin ich trat, blieb größtenteils ein reines Glücksspiel.

    Bei dem Regen hatte das zur Folge, dass ich bis zu den Knien hoch innerhalb kürzester Zeit komplett durchnässt war. In beiden Schuhen entstand ebenso schnell jeweils ein veritabler Tümpel. Hätte es irgendwann in meinen Schuhen gequakt, gewundert hätte es mich nicht. Da wusste ich, dass man meinen Schuhen sehr viel Positives nachsagen kann - Wasserdichtigkeit wird aber nicht dazu gehören.

    Ich war zu diesem Zeitpunkt schon stramme 2 Kilometer gelaufen und hatte nur noch 28 km vor mir. Mit tratschnassen Füssen. Oha. Beste Voraussetzungen für eine Armada von Blasen. Jetzt kommt es darauf an, dachte ich so für mich, wie gut dein Sitz in den Schuhen WIRKLICH ist. Wenn es nur ein kleines bischen hin und her rutscht, sind Blasen nicht zu vermeiden. Nur keiner Schonhaltung Vorschub leisten, ganz normal weitergehen. Das war nun das Gebot der Stunde.

    So stiefelte ich also weiter, und dachte über den weiteren Wegverlauf nach. Da fiel mir etwas Großartiges ein 😎 Eigentlich sollte der Weg heute unter KEINEN Umständen über Riolobos führen, da man dann laut Wanderführer zu etwa 20 herzlosen Kilometern über Landstraße verdammt sei und dort übelst geknechtet werden würde. LANDSTRASSE! Bei dem Gedanken fing ich laut an zu kichern, und wusste, DAS ist die Lösung! Schön über Landstrassen traben, gerader Boden, keine Sichtbehinderungen nach unten und ich könnte richtig Strecke machen! Perfekt! 😁

    So bog ich also nach etwa 7 km, für die ich etwa 2,5 Stunden gebraucht hatte, an einer Weggabelung nach links ab, Richtung Riolobos. Auf eine Teerpiste 😁 Dann begann der schöne Teil des Tages. Zum einen hörte der Regen auf und zum anderen zeigten meine Schuhe und meine Socken, was in ihnen stecken. Im wahrsten Sinn des Wortes 😁 Die Tümpel wurden immer kleiner, und schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit merkte ich, wie es in den Schuhen kaum noch schwappte. Die Socken leiteten tatsächlich durch die feinen Lüftungsöffnungen unten im Schuh die Feuchtigkeit ab, durch die sie eingetreten war. Und zwar richtig schnell.

    In Riolobos ca. 4 km weiter war das schon ein riesiger Unterschied. Dort verpasste ich mir einen Cafe Americano und schnaufte etwas durch. Dann wieder auf die Landstraße und drauf gedrückt. Es wurde immer besser in den Schuhen und ich merkte auch nichts von etwaigen Blasen. Nach weiteren 10 km die nächste Rast in Galisteo und da waren meine Füsse fast schon wieder trocken. Die Schuhe ebenfalls. Ohne Folgeschäden. Dann die letzten 8 km und jetzt sitze ich hier in einer Bar neben meiner Herberge und es fühlt sich an, als ob niemals Wasser in meine Schuhe eingedrungen wäre. Cool 😎

    Morgen dann die nächsten 30 km. Trotzdem hoffentlich ohne Regen. Jetzt aber erstmal ein Cerveza auf den Tag. Und 597 km 😁
    Read more

  • Day27

    Casar de Caceres - Tajo Stausee 6.6.18

    June 6, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute bin ich in der Herberge mit dem garantierten schärfsten Ausblick des gesamten Caminos. Direkt am Hang des Tajo-Stausees 😎👍 bin gerade angekommen, und habe mich direkt auf die Terrasse zum Entspannen geknallt. Das fällt gerade extrem leicht - außer mir und dem Kollegen, der die Herberge betreibt, ist niemand hier 😁 in Summe: ein herrliches Vogelkonzert, das sanfte Summen des Windes, und sonst - nichts! 😎

    Heute morgen ging es zwar zeitig, aber dennoch gut ausgeschlafen raus. Mit Lisa noch ein Abschiedsfrühstück eingeworfen und dann ging es wieder los. Die Etappe heute lässt sich gut unterteilen.

    Die ersten ca. 14 km ging es über eine äußerst komfortable Schotterpiste, die das Laufen fast von alleine geschehen ließ. Diese endete an einer gigantischen Bausünde der Spanier. Eine Hochgeschwindigkeits-Trasse, die sich irgendwelche richtig pfiffigen Geister ausgedacht haben müssen. Sie steht jetzt wohl schon mehrere Jahre halbvollendet und entsprechend nützlich in der Landschaft herum und verschandelt diese. Sehr.

    Dieses Monster einmal umrundet folgte der 2. Teil der Etappe. Mit einem Rastplatz. Aus gutem Grund. Denn nun folgten ca. 2 Kilometer, auf denen es auf felsigem und steinigem Untergrund ständig den Hang hoch ging und dann wieder runter, Hang hoch und runter, wie eine slawische Bergziege habe ich mich gefühlt und vorwärts bewegt. Also zumindest ähnlich elegant und leichtfüßig.

    Dann endete das Drama urplötzlich an der Landstraße, auf der es dann die letzten 7 km am Tajo-Stausee längs auf der Landstraße dem Ziel entgegen ging. Laut Wanderführer fast ausgeschlossen, daß die Herberge geöffnet ist, aber er hat schließlich auch Herbergen über den grünen Klee gelobt, die gar nicht mehr existieren. Und das wohl nicht erst seit vorgestern. Ich habe übrigens die aktuelle Auflage des Buches. Nur so am Rande erwähnt. Insofern war ich schon fast wieder ziemlich optimistisch, dass der Autor erneut schief liegt und die Herberge vorhanden und geöffnet ist. So war es dann auch 😎

    Den Kilometerstand nicht vergessen, gestern abend waren es 525. Und gerade jetzt auf diesem paradiesischen Fleckchen Erde: 547 km. Nun lasse ich den Tag mal kommen und chille, was das Zeug hält. Ich schätze, mit dem Herbergsmeister kann ich frei verhandeln, wann ich spachteln werde; er macht einen sehr entspannten Eindruck und außer mir ist niemand da. Stand jetzt 😁
    Read more

  • Day25

    Alcuescar - Valdesalor 4.6.2018

    June 4, 2018 in Spain ⋅ ☁️ 17 °C

    Zunächst einmal bringe ich eben meinen Kilometerstand in Ordnung. Habe mit spitzer Feder nachgerechnet und komme nach dem Tag heute mit 26 km auf insgesamt 502 km. 6 km blieben bei dem ganzen Abrunden mittlerweile auf der Strecke. Haben sie ja auch nicht verdient.

    Verdient hätten wir eigentlich auch besseres Wetter. Nun dachte ich, die Wetterlage entspannt sich und Sonnenmilch wird wieder Pflichtprogramm. Von wegen. Heute morgen bin ich erstmals mit meiner Jacke komplett über losgetrabt, den Reißverschluss bis unter die Futterluke hochgezogen. War einfach zu frisch. Gut; daß das nur eine begrenzte Zeit funktionieren konnte, war klar, denn SO wird einem auf jeden Fall ziemlich zügig bullewarm.

    Lisa und ich waren heute die Letzten, die sich aus der Klosterherberge verabschiedeten. Lag an Lisa, sie hat keinen Wecker gehört, wie sie reumütig eingestand 😁 Haben dann ordentlich drauf gedrückt, das Zwischenziel lag in Aldea del Cano, ca. 16 km entfernt. Dort wollten wir eine längere Pause einlegen, um dann möglichst geschmeidig in die letzten 10 km zu starten.

    Mit einer kurzen Rast nach etwa 11 km erreichten wir Aldea del Cano auch, suchten im Ort aber vergeblich eine geöffnete Bar für ein legger Käffchen. Also futterten wir auf dem Marktplatz auf einer Bank von unseren Vorräten. Einer der hiesigen Hunde bekam das spitz und schlich mit treuem Blick an, um Leckereien abzustauben. Lisa trennte sich von drei Frankfurter Würstchen, ich ließ ihn an meinen Knobi-Brotchips teilhaben. Mästen wollten wir ihn nicht, so trollte er sich auch bald wieder, nachdem es nichts mehr gab. So treu er auch schaute.

    Dann zogen wir weiter, allerdings Richtung Herberge des Ortes, da mein Wanderführer dort eine Bar verortete. Und siehe da: es stimmte! 😎 Dort einen Cafe Americano geschlürft und dann ging es endgültig wieder auf die Bahn. Mit leichtem Nieselregen. Schon war mein Wanderschirm am Rucksack installiert und wir zogen los. Dieser Cafe hatte Wunderkräfte 💪 die nächsten 6 Kilometer gingen im Expresstempo vonstatten. Unterwegs überholten wir aber niemanden. Eigenartig. Hier im Ort angekommen entschieden wir uns für die öffentliche Herberge direkt am Ortseingang. Supergepflegt alles, auch ziemlich neu. Nur ein spanischer Pilger war da. Und nun wir. Von den anderen weit und breit keine Spur.

    Lisa und ich meldeten uns dann erstmal im Ort in einer Bar für diese Herberge an und zischten einen frisch gepressten Orangensaft. Dann noch eine Brause. Mit dem Schlüssel im Gepäck trollten wir uns anschliessend wieder in die Herberge, Wäsche waschen. Und siehe da: York war plötzlich da. Als Lisa und ich den Cafe Americano schlürften, ballerte er sich im Restaurant nebenan einen Hamburger rein. Knapp verpasst. Und plötzlich standen auch Ben und Nicky im Raum. Ben etwas lädiert, Probleme mit der Schienbeinsehne. Kommt meistens nicht von der Belastung, sondern von zu wenig trinken. Sagte ich ihm, da meinte er, Nicky hätte ihm das auch schon gesagt 😎

    Jetzt geht es gleich nochmal mit Lisa und York in den Ort, ordentlich Spachteln und was leckeres schlürfen. Und den Tag hochladen, WiFi hat unsere Klause nämlich nicht 😎
    Read more

  • Day24

    Aljucen - Alcuescar 3.6.2018

    June 3, 2018 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    Das Besondere des heutigen Tages ist sicher unsere Unterkunft - eine Herberge in einem Kloster. Wobei hier nicht viel auf Kloster hindeutet, von einem Kreuz im Zimmer abgesehen. Ansonsten geht hier der Schließer um - punkt 21.30 Uhr sind die Schotten dicht, wer später an die Pforten klopft, schläft auf der Straße.

    Die Etappe heute war schön zu gehen. 20 km auf weitgehend problemlosem Geläuf, eingebettet in schöner Landschaft bei angenehmen Temperaturen machten das Marschieren größtenteils zu einem echten Vergnügen. Ben und Nicky marschierten als erste los, und das aus gutem Grund. Beide stehen nicht im Verdacht, Geschwindigkeitsrekorde auf dem Camino aufstellen zu wollen. Ich würde es als ambitioniertes Schlendern bezeichnen. Nach kurzer Zeit überholten wir sie. Als sie eine Rast machten. York war flotter unterwegs, mal überholte er uns, dann wieder wir ihn, so ging das die ganze Zeit.

    Gegen 15 Uhr kamen wir in Alcuescar an. Wieder pries der Wanderführer eine neue Herberge in wärmsten Tönen an, also wollte ich da mal einen Blick riskieren. Ging ähnlich erfolgreich aus wie gestern. Sie existierte nicht. Ob der Autor seine Empfehlungen auf Zuruf hin veröffentlicht? Wer weiß es schon.

    Was allerdings existierte, war ein Restaurant schräg gegenüber der Herberge mit einem großen Außenbereich. Prompt saßen Lisa und ich draußen an einem Tisch und ließen uns unsere Brause schmecken. Später kam noch York dazu, dann noch Nicky und Ben, die einen weiteren Pilger im Schlepptau hatten. Einen Italiener, der offensichtlich eine Abneigung gegen Etappen unter 35 km Länge hegt. Heute war er 38 km unterwegs, morgen wieder. Damit dürfte er morgen schon wieder über alle Berge sein.

    Wir aßen gemeinsam zu Mittag, ich einen leckeren Insalata Mixta, und dann bezogen wir unsere Betten. Stand jetzt habe ich ein Einzelzimmer, falls noch ein Pilger auftauchen sollte, wird er bei mir im zweiten Bett einquartiert. Ich habe die begründete Hoffnung, daß der Fall nicht eintreten wird 😁

    Abschließend der Stand heute: ich habe ca. 470 km auf der Uhr. Gleich noch mit Lisa kurz in den Ort und Kleinigkeiten für morgen besorgen. Und mal schauen, ob wir noch eine schöne Bar finden, vor der wir bischen in der Sonne chillen können. Möglichst mit WiFi, denn damit sieht es hier in der Klosterherberge eher mau aus 😎
    Read more

  • Day28

    Tajo Stausee - Grimaldo 7.6.2018

    June 7, 2018 in Spain ⋅ ☁️ 20 °C

    Es waren heute zwar nur 20 km, die waren dafür aber auch hübsch giftig 😎 los ging es mit dem ersten Kilometer, der steil bergauf ging, aber nicht auf schicker Piste, nein, es war alles felsig und steinig. Also bei jedem Schritt aufpassen, wo und wie man den Fuß setzt. Ging mir schön auf den Zahn.

    Als ich dann oben angekommen war, erstreckte sich vor mir zwar eine schöne Hochebene, der Untergrund blieb aber größtenteils unverändert. So zu gehen ist reichlich zermürbend, man kommt nicht wirklich in Schwung, muss immer wieder abstoppen und neu anlaufen.

    So stand die erste Pause bereits nach 90 Minuten an, in denen ich nicht viel mehr als 5 km geschafft hatte. So ging es eigentlich auch weiter bis Höhe Canaveral. Höhe deshalb, weil ich die Stadt umlaufen habe; ich hätte von dem Weg runter nach Canaveral abzweigen müssen. Dafür bestand aber keine Veranlassung, also trabte ich weiter.

    Hinter Canaveral besserte sich die Piste etwas und ich bekam mehr Zug ins Marschieren. Dennoch wechselten sich An- und Anstiege immer wieder mal ab, so daß auch das Tempo ständig wechselte. So etwas strengt mehr an, als man ahnt. Ich machte daher häufiger mal eine kurze Pause, als sonst. So ging das dann ohne größere Probleme. Ich habe hier festgestellt, dass die Spanier ihre Rastplätze nicht ganz zufällig irgendwo hinbauen. Triffst du auf eine, nutze sie, denn dahinter kommt schnell irgendetwas Fieses. Bei mir war das heute dann noch etwa 7 km vor dem Ziel ein richtig fetter Anstieg. Foto anbei.

    Hier in Grimaldo lasse ich es heute unterkunftsmäßig mal wieder etwas gediegener angehen. Das Zimmer ist vom allerfeinsten. Das Bad ebenfalls. Fotos anbei. Ist auch nicht ganz ohne Grund, denn ab morgen kommen bei mir 5 Tage mit jeweils rund 30 km und ordentlichen Steigungen. Ein massiver Zwischenspurt. Da kann es nicht schaden, wenn ich meinem Körper vorher nochmal bischen Wellness-Oase verpasse 😎

    Den Stand heute nicht vergessen. 567 km. Es läuft 😁
    Read more

  • Day26

    Valdesalor - Casar de Caceres 5.6.2018

    June 5, 2018 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Camino fordert seine Opfer. Ich sitze mit Lisa hier in einem Restaurant in Casar de Caceres. Zum letzten Mal. Bei ihr hat heute ein Fuß unmissverständlich mitgeteilt, daß ihr Camino für dieses Jahr beendet ist. Manchmal geht es sehr schnell.

    Im Grunde war es heute eine auf dem Papier einfach zu gehende Etappe. Wir starteten den Tag gut ausgeschlafen mit einem Frühstück in Valdesalor und ab ging die wilde Fahrt. Die aber völlig unspektakulär war, es waren kaum Höhenunterschiede zu meistern, der Untergrund bot kein Anlass zur Klage, aber manchmal spielt auch das keine Rolle.

    Zum Ende der Etappe hin bemerkte ich schon mehrfach, dass Lisa etwas zu kämpfen hatte, auch wenn sie das Gegenteil beteuerte. Aber was wollte sie auch sagen, klagen hilft nichts, ankommen musste sie so oder so. Als wir dann ankamen, nach 23 km laut Wanderführer, war aber schnell klar, dass Weiterlaufen für sie nicht wirklich empfehlenswert ist. Sie wollte dieses Jahr eh nur bis Salamanca und nächstes Jahr ihre Via de la Plata dort fortsetzen, nun endet sie dieses Jahr eben in Casar de Caceres und setzt nächstes Jahr hier wieder ein. Dass ich ausgerechnet hier an dem ersten Busbahnhof auf dem Weg seit Sevilla vorbei gelaufen bin, ist eine der merkwürdigen Zufälligkeiten auf dem Camino. Lisa wird dort morgen früh einen Bus nach Caceres nehmen und von dort nach Salamanca weiterfahren. Die völlig richtige Entscheidung.

    Die Etappe heute war, zumindest für mich, richtig schön zu gehen. Bis Caceres ging es unaufgeregt nach vorne. In Caceres direkt auf einen Dia-Supermarkt gestoßen, in dem wir uns beide gut für die nächsten Tage eingedeckt haben. Dann wollten wir eine ausgedehnte Mittagspause dazu nutzen, uns ein wenig in der Altstadt umzuschauen. Caceres zählt zum Weltkulturerbe, da sollte es das ein oder andere zu sehen geben.

    Der Weg in die Altstadt zum Plaza Mayor wurde uns einfach gemacht. Ein Einheimischer führte uns aus freien Stücken bis zu diesem Platz, als Lisa ihn spontan ansprach. Er war bereits im Rentenalter und läuft jeden Tag 20 km, wie er berichtete. Das war dann heute sicher auch ein Teil seines Fitnessprogramms, da es auf dem Weg in die Altstadt auch einmal sportlich bergan ging. Oben angelangt, wollten wir ihn noch auf einen Kaffee oder ähnliches einladen, er lehnte aber auch auf Nachfrage höflich ab. Ein wirklich sehr netter Mann!

    Nach einer längeren Pause bei Cola mit Eis und Cafe Americano gingen wir dann die zweiten 10 km am. Es ging zuerst unverdächtig über 3 km Landstraße. Dort hat sich Lisa wohl den finalen Riss geholt. Die letzten 7 km waren für sie dann nur noch zum Vergessen.

    Jetzt spachteln wir noch zusammen etwas, dann war es das für sie auf der Via de la Plata in diesem Jahr. Ich trabe morgen wieder an, das Wetter deutet stark darauf hin, dass ich meinen Regenschirm nicht allzu lange in der Seitentasche meines Rucksacks stecken lassen werde 😎 und die anderen? Ben hat seine Schienbeinsehne geschrottet, und York ging heute nur bis Caceres. Morgen werde ich also alleine wieder durchstarten.

    Auf der Via de la Plata 2018 🚶🍀👍😎
    Read more

  • Day17

    Visigoth church and...wildflowers

    May 8, 2018 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    A lovely walk on a perfect surface in perfect weather - not cold but with enough cloud cover that my sunburnt feet were happy. About 17km from Aljucén to Alcuéscar, through national park. Once here I caught a taxi out to see Santa Lucía del Trampal - a Visigoth church that has survived since the 7th Century. Quite remarkable. Staying tonight in a very nice German hostal and we’ve just had a great meal. Tomorrow I’m promised hot churros at the local bar at 6am! What a way to start the day.Read more

You might also know this place by the following names:

Provincia de Cáceres, Provincia de Caceres, Cáceres, Caceres, Cazeres, Província de Càceres, カセレス

Join us:

FindPenguins for iOSFindPenguins for Android

Sign up now