Spain
Seville

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107 travelers at this place:

  • Day6

    Day 6 - Sevilla Arrival

    September 15, 2017 in Spain

    Well...we have said it 5 days in a row and meant it every time. But, once again, every day has been better than the last. We LOVE Sevilla.

    Cadiz had originally been planned as a day trip from Sevilla but we decided to change it to a 2 night stay. After just a few hours in Cadiz, we thought about bagging Sevilla completely and staying a week in Cadiz. We are so happy we didn't do that. Sevilla has all of the charm and beauty of an old Spanish town like Cadiz and Toledo with all of the attractions and kind people of a city like Madrid. It may not have a beach, but it has a beautiful canal surrounding the city, as well as cathedrals, museums, monuments, AND Plaza de Espana, where the pod race scene from Star Wars Episode One was filmed. And we managed to see all of this today. But, the stand out of the day so far has been the food.

    After our tapas-filled lunch, Tim and I agreed it had been our best meal yet. But even that couldn't top our tapas-filled dinner at a Michelin star "bar", Eslava. I want to write all of these tapas down so we don't forget.

    Lunch - swordfish over orange wine sauce, "Padron" peppers, dates wrapped in bacon, hearts of palm over vegetable gazpacho, eggplant topped with goat cheese and drizzled in honey

    Dinner - roasted mackerel with tomato onion pepper salad, roasted pork rib with rosemary honey glaze, artichokes with fried garlic and shavings of cod, grilled razor clams with lemon, slow cooked egg over boletas cake with caramelized wine reduction, and brick pastry stuffed with cuttlefish (we did it again!) and algae served with yogurt.

    (Each of these tapas are about 2 Euros a piece...amazing)

    ...not to mention where we are staying. We have a room in a 19th century Andalusian house that is absolutely beautiful. Our friendly hosts are the ones who recommended both of these amazing meals.

    I can't wait to see what tomorrow brings!
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  • Day7

    Day 7 - Sevilla!

    September 16, 2017 in Spain

    Today was pretty much the first day we had to just relax and take it slow. And we needed it! We woke up late and found an awesome park on the water to workout. Then we had breakfast (and lunch!) while wandering the streets and alleys before returning for an early siesta at the beautiful Airbnb. We met our first American friend, Graham, from New Orleans, who is renting the other room in the house, as we sipped a glass of wine on the terrace. Then we wandered the streets some more, had a couple of cervezas at a local bodega, and had a nice dinner while people watching near the city center. Last, but absolutely not least, I finally got my churros con chocolate that we missed out on in Madrid!!!! Now time for an early night (and our books)!!!

    Not many pictures (and they're all of me because Tim had the phone) and a fairly uneventful day, but just as wonderful as the last. Sevilla is absolutely beautiful and the people are by far the nicest we have met so far.
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  • Day8

    Day 8 - Last Day/Night in Sevilla

    September 17, 2017 in Spain

    Sevilla has been absolutely amazing! It reminds me of a Spanish Richmond. It has all of the feels of a small city, yet it's large enough to have a little of everything. There are restaurants, bars, and cafes on every street. There is a ton of culture and history everywhere you look. The people are so charming and friendly. It's cheap! There's a waterfront full of architecture, parks, water sports, art walks, and even a foodie event that we stumbled upon today (similar to "Broad Appetite" of Richmond). While we could happily stay here forever, we did these 3 days right and are happy to see what's in store for us next. We stayed in a beautiful Andalusian home with the nicest hosts imaginable. We ate some of the best food we have ever had (and checked off 7 of the 15 or so restaurants off of our hosts' recommendation list), we wandered about 10 miles a day through streets and alleyways, we explored the beautiful architecture on both sides of the canal, we saw the Cathedral, the Real Alcazar, the Plaza de Espana, and so much more.

    Today was a great finale. Another workout on the water. Crepes for breakfast. Hours of alley wandering and site-seeing. Siesta. Wine on the rooftop. More walking. Another tapas-filled dinner and people watching on a busy terrace. Now some rest and relaxation before we head off to Granada in the morning.
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  • Day11

    Der Tag fing ziemlich ereignislos an. Habe mich gut erholt gegen halb 8 aus den Daunen geschält, wobei ich gestern eigentlich schon ganz gut erholt in die Falle gegangen bin. Die Annehmlichkeiten des Bades ausgiebig genutzt und dann in die Klamotten gesprungen. Der Rucksack packt sich auch von Tag zu Tag fixer, ich bin spätestens jetzt wieder voll im Camino-Modus. Das Auschecken bestand im Schlüssel auf den Empfangstresen legen und schon war ich durch die Tür. Da man frühestens um 9 auschecken konnte, nutzte ich die Gelegenheit noch, flugs die Einkäufe für den Tag im Supermercado zu erledigen. Bestand im Wesentlichen aus 1,5 l Aquarius Lemon, paar Würstchen und 2 Nektarinen. Den Weg dorthin wies mir ein Polizist, der etwas träge an einer Laterne lehnte. Ich dachte mir: Gib dem Mann ne Aufgabe.

    Dann ging es aus dem Ort hinaus und mir fiel schnell auf, dass heute die gelben Pfeile mit Abwesenheit glänzten. Hat mich nicht weiter beunruhigt, da mein Weg klar war, und die Pfeile aktuell eher willkürlich angebracht wurden. Mal hier, mal da, und als die Farbe aus war, wohl auch gerne mal gar nicht. Ich trabte also unverdrossen meines Weges entlang einer Bundesstraße auf einem wunderbar breiten Schotterweg, so dass ich mir keine Gedanken über die Wegführung machen musste.

    Irgendwann endete der Weg erwartungsgemäß vor einer Autobahnunterführung. Zwei Kreisel waren zu durchqueren, dann ging es auch schon nach etwa 10 km in den Ort Lebrija. Und siehe da - plötzlich ein gelber Pfeil an der Hauptstraße, der mich anwies, weiter geradeaus zu gehen. Bis Lebrija rein gar nichts an Pfeilen und dann folgten sie gefühlt alle 100 Meter. Man nimmt es hin.

    In Lebrija eine Bar mit Sitzplatz in der Sonne angesteuert und erstmal einen Cafe Americano geschlürft. Doppelter Kaffee schwarz mit ordentlich Zucker drin. Nicht, dass ich ihn nötig gehabt hätte, das nicht. Aber er schmeckt einfach so lecker 😎 Außerdem wusste ich durch das vorherige Routenstudium, daß das der letzte Ort bis Cabezas sein würde. Also ab da nochmal 20 km durch die Tundra.

    Es ging weiter über extrem komfortable Schotterpisten, die das Laufen zum reinen Vergnügen machten. Nach weiteren 10 km habe ich an einem Brunnen meine Mittagspause gemacht und bischen in der Sonne gechillt.

    Dann ging ich die letzten 10 km an. Zur Rechten konnte ich in der Ferne schon Cabezas ausmachen, zur Linken allerdings auch massive dunkle Wolken, aus denen entfernt Gewitterdonner grollte. Ich zog den Schritt etwas an.

    Nicht allzuviel später verabschiedete sich dann mein Internet für den Tag. Nicht tragisch, dachte ich, die Route ist ja im Handy gespeichert, also wofür brauche ich jetzt Internet. Grundsätzlich richtig. Dennoch war es mir nicht mehr möglich, meine gespeicherte Route aufs Display zu bekommen. Nichts half, kein Handy-Neustart, alle Bemühungen vergebens. Also blieben mir nur die Pfeile. Sofern noch welche kommen würden. Und wo Cabezas in etwa lag, wusste ich auch.

    Ich also weiter, schon etwas grimmig ob des Versagens meiner Wanderapp, da kam es zu dem, wovor viele richtig Muffe haben, wenn sie in der freien Wildbahn am Wandern sind. Ein großer freilaufender Hund. Der gehörte wohl zu einem landwirtschaftlichen Betrieb, der auf meinem Weg lag, und er wollte mir wohl mitteilen, daß er Fremde in SEINEM Revier nur sehr ungern antrifft. Sein Kläffen und die gefletschten Zähne sowie das Tempo, mit dem er auf mich zuschoß, erweckten in mir zumindest den Eindruck.

    Da ich in dem Moment aber eh gerade etwas übellaunig war, dachte ich nur: "Komm nur Sportsfreund, kommst mir gerade recht, dir geb ich fürs Knurren", blieb stehen, drehte mich frontal in seine Richtung, hob beide Stöcke über den Kopf und machte zwei, drei schnelle Schritte auf ihn zu. Die Töle war zwar ein schöner Brocken, aber so schnell, wie der plötzlich stoppen und sich umdrehen wollte und dabei fast noch gestürzt wäre, das sah schon fast zum Schreien komisch aus 😁

    Ich ging dann weiter, er stürzte wieder auf mich zu, und das Spielchen von Neuem. Und so ging das eine ganze Zeit, bis er wohl keinen Bock mehr hatte. Sein Glück, ich habe nichts gegen Hunde, sicher nicht, aber wäre er noch viel näher gekommen, hätte ich ihm das Fell gegerbt. Ich war in genau der richtigen Stimmung, ihm die Stöcke mit voller Wucht übers Haupt zu ziehen und das nicht nur einmal. Vielleicht hat er das geahnt und vielleicht hat er vorher schon mal auf die Art richtig Lack bekommen, keine Ahnung. Auf jeden Fall blieb es dabei. Das ganze Spielchen etwa einen Kilometer später nochmal mit einem anderen Köter, auch ein schöner Krawenzmann, aber der verlor deutlich schneller die Lust.

    Ich dann die letzten Kilometer nach Cabezas weitermarschiert, es kamen noch gelbe Pfeile, insofern war alles kein Problem. Bis ich dann in Cabezas war 😁 denn dort ging auch mein Google Maps nicht aaaaah 😂 also gut, überlegt, was man jetzt tun kann, da fiel mir links auf der Ecke ein Gemischtwarenhandel auf, der zum einen geöffnet hatte, was schon mal gut war, aber zum anderen auch ein Schild über dem Laden hatte, auf dem eine Internet-Adresse vermerkt war.

    Das roch nach WiFi, dachte ich mir und zack stand ich im Laden. Die Gute hinter dem Tresen verstand jedoch nur Spanisch und mein Übersetzer konnte nicht zum Einsatz gebracht werden, weil der wiederum Internet braucht 😎 sie hatte jedoch eine Nachbarin, die über dem Geschäft wohnte und die Englisch sprach. Schon war die mit im Laden und brachte mir sogar ihr Passwort für das WiFi aus ihrer Wohnung im ersten Stock mit 😁 schnell waren dann alle Fragen geklärt und ich trollte mich mit den besten Dankesbekundungen in Richtung Behausung.

    Ein kleines Hindernis galt es noch zu überwinden; den Schlüssel zu meinem Appartement gab es nicht in meinem Appartement. Sondern bei einer anderen Adresse. Die fand ich nicht sofort und dann hatte ich natürlich auch kein Internet mehr, ich war ja wieder unterwegs im Ort 😎 da habe ich einfach die nächstbesten Leute angesprochen, die auf der Straße rumstanden, habe Ihnen meine Reservierungsbestätigung unter die Nase gehalten, und siehe da: den Schlüssel gab es auf der Tankstelle gegenüber auf der anderen Straßenseite 🤓 und die Appartements waren direkt um die Ecke - beides gehörte dem gleichen Besitzer.

    Jetzt hocke ich hier in meinem Appartement in einem seeeehr bequemen Stuhl und habe fertig mit Blog für heute. Stand jetzt. 😎⚽💪🎉
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  • Day12

    Heute das war ein 1a-Training in Sachen Asphalt kloppen. 25 Kilometer und alle auf Asphalt. Mein bisheriger "Rekord" waren 24 km, auf der 2. oder 3. Etappe letztes Jahr in Portugal. Danach hätte ich meine Füße am liebsten abgeschraubt und fachmännisch entsorgt. Heute ging es im Vergleich zum letzten Jahr sogar, ich war positiv überrascht. Nachdem ein gewisser Schmerzpegel erreicht war, wurde es im Gegensatz zum letzten Jahr nicht noch schlimmer. Mich beschleicht das dumpfe Gefühl, daß ich in schlechterer Verfassung sein könnte.

    Heute morgen gab es eine Premiere. Als ich nach dem Aufwachen einen Wetterprüfblick durchs Fenster warf, musste ich mir nochmal die Augen reiben. Am ansonsten stets blauen Himmel war eine einzige graue Suppe auszumachen. Keine Sonne, wohin man auch blickte. Das stürzte mich nicht wirklich in tiefere Depressionen, Sonne hatte ich bislang reichlich, und ist auch mal schön, morgens auf die 50er-Sonnenmilch verzichten zu können.

    Noch rasch die Einkäufe für den Tag erledigt, Bude geräumt, Schlüssel in der Tanke abgegeben und los ging's. Auf Asphalt. Meine Hoffnung, dass sich das noch ändern würde, blieb eine Hoffnung. Nach einer Weile wiesen mir die Pfeile an einem Kanal den Weg nach rechts. Rechts? Hatte ich anders im Gedächtnis. Das Navi befragt und es stimmte, meine Route führte mich genau in die entgegengesetzte Richtung. An diesem Punkt verließ ich also die Via Augusta.

    Hintergrund ist, dass ich mir bei der Planung auch den Weg nach rechts angeschaut hatte. Der hätte mich aber heute zu einem Ort geführt, von dem aus ich morgen Sevilla hätte direkt ansteuern müssen. Das hätte knapp 40 km bedeutet, davon dann an die 8 km über den heißen Asphalt Sevillas. Wer schon mal eine so lange Etappe gelaufen ist und sich dann am Ende mit eh schon ziemlich platt gelaufenen Füßen die Freude gemacht hat, sich noch mal 1-2 Stunden durch eine Stadt zu geißeln, der weiß, was das Wort "Höchststrafe" bedeutet.

    Hier von Los Palacios y Villafranca aus sind es dagegen zwar auch noch 37 km bis Sevilla, auf dieser Route komme ich morgen aber nach knuffigen 14 😁 km in Dos Hermanas vorbei, wo ich dann bleibe und übernachte und am nächsten Tag mit nur noch 22 km nach Sevilla einen entspannten Abschluss meines ersten Teiles der Via de la Plata genießen kann.

    Ansonsten passierte nicht viel Erwähnenswertes. Ach doch, nach etwa 2 Stunden hatten sich alle Wolken verzogen und ich musste unterwegs doch noch meine Sonnenmilch zücken. Irgendwie zog die aber nicht wirklich ein, weil ich natürlich schon Betriebstemperatur hatte und gut am Ölen war. Das hatte einen eigenartigen Nebeneffekt: ich stellte später auf meinen Armen, dort wo die Sonne am heftigsten drauf briet, beim Drüberstreichen mehrere Verkrustungen fest. Beim näheren Betrachten war ich echt erstaunt. Da waren einige glasklare Blasen auf meinen Armen! Also keine Brandblasen, die Haut darunter war unversehrt. Einfach nur Blasen aus Sonnenmilch, die nicht schnell genug in der Sonne einziehen konnte und die dann anscheinend durch die Sonne so erhitzt wurde, dass Luftblasen entstanden, die dann hart wurden und die man einfach wegkratzen konnte. Habe ich so auch noch nicht gesehen.

    Dann wieder das Übliche. Mein Internet meldete sich wie erwartet kurz vor Ankunft ab, so dass wieder die Frage anstand: Wie finde ich jetzt ohne Google Maps zum Hostal? Die Frage hatte sich aber in dem Moment erledigt, als ich die Ortsgrenze überquerte. Bereits am ersten Haus war an der Fassade ein riesiges Schild befestigt, auf dem die Wegbeschreibung zu finden war. 100 Meter geradeaus, 100 Meter links, dann 100 Meter rechts, et voila - das Hostal stand da. Schwein gehabt 😎

    Mit diesem Problem werde ich mich sowieso morgen das letzte Mal rumschlagen müssen, wenn überhaupt; denn ich hege die Hoffnung, dass nach 14 km und entsprechend kürzerer Laufzeit mir noch etwas Internet verbleibt. Wenn nicht, dann sind dunkle Mächte im Spiel.

    In Sevilla kenne ich mich nun eh aus, ich habe auch wieder das Hotel von vor 2 Wochen. Und danach, auf der offiziellen Via de la Plata liegt jede Albuerge eh mehr oder minder direkt am Weg oder der Weg dorthin ist in meinem Outdoor-Wanderführer detailliert beschrieben. Also nur noch morgen einmal das Beste hoffen. Die Route von heute selber hatte ich mir gestern Abend sicherheitshalber nochmal runtergeladen und offline gespeichert, und heute gab es keine Probleme, auch nachdem kein Internet mehr verfügbar war. Was gestern das Problem war - keine Ahnung, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

    Man könnte fast schon ein kleines Zwischenfazit ziehen. Auf meiner Strecke von Tarifa nach Sevilla habe ich wie erwartet nicht einen anderen Wanderer getroffen. Nicht weiter tragisch, beim Wandern selbst komme ich alleine sehr gut zurecht, kann mein Tempo und Pausen machen, wie ich will. Diese etwa 230 km bis Sevilla waren eine erstklassige Vorbereitung auf die 1000 km, die bis Santiago nun noch folgen werden. Ich bin jetzt RICHTIG gut eingelaufen und muss mich nicht erst noch in die Via de la Plata konditionell einfinden. Dass der Start mit dem Zaun-Desaster und dem wirklich ärgerlichen Sturz etwas holprig war - geschenkt. Ganz ohne Mühe geht es eben nicht, wenn man sich gewisse Dinge vornimmt. Nirgends.

    In diesem Sinne - Sevilla, ich komme! 😁😎🚶🌵🌴🍀☉
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  • Day14

    Back to Sevilla! 😁

    Das war vorhin ein wirklich königliches Gefühl, als ich die Stadtgrenze zu Sevilla überschritt. Ich war wieder da! Herrlich.

    Die Route, die ich mir ausgeheckt hatte, hat bis aufs I-Tüpfelchen gepasst. Aus Dos Hermanas raus ging es zunächst durch das etwas edlere Wohnviertel La Motilla und dann direkt ins weite Feld. Keine Zäune versperrten mir den Weg und auch sonst lauerten keine unliebsamen Überraschungen auf mich. Es ging dann durch Industriegebiete vor Sevilla, unter Autobahnbrücken hindurch, dann wieder über Felder und Wiesen, dann die nächste Unterquerung einer Autobahnbrücke, dann wieder in Industriegebiete, und plötzlich war ich an dem einen letzten Kreisel unter einer Autobahnbrücke, von dem aus ich es nur noch etwa 500 Meter bis zur Stadtgrenze von Sevilla hatte. Und dann stand ich vor dem Ortsschild 😁 Geschafft!

    Mir war schnell klar, wo ich nun als erstes hinwackeln würde. Zum Busbahnhof San Sebastian, von dem aus ich vor 10 Tagen nach Tarifa gestartet bin. Hier sitze ich nun, auf dem selben Stuhl wie vor 10 Tagen, und schaue auf die Busse, die heute aber ohne mich abfahren werden. So hat sich dieser Kreis geschlossen. Ein ziemlich cooles Gefühl 😎

    Jetzt werde ich gleich zu meinem Hotel traben und erstmal für die eine Nacht einchecken und dann sicher noch bei dem Irish Pub meines Vertrauens vorstellig werden. Ich habe Nic schließlich versprochen, hier noch ein Pils auf ihn zu trinken 🍺 und was man verspricht, muss man auch halten 😎 Später, wenn ich zurück im Hotel bin, werde ich vielleicht noch was schreiben. Stand jetzt 😁

    Hier in Sevilla ist es gerade eher ungemütlich, es stürmt ordentlich und auch Regen ist mit von der Partie. Wenn das morgen früh immer noch so ist, freue ich mich sogar ein wenig - bei dem Wetter ist Wandern vielleicht nicht ganz so nett, aber umso ursprünglicher. Die Natur zeigt sich dann eben auch von ihrer anderen Seite. Wer das nicht ab kann - naja, der hat sich dann eben vielleicht die falsche Freizeitbeschäftigung ausgesucht. Bin gespannt auf morgen. Und was sich auf der ersten offiziellen Etappe der Via de la Plata so zuträgt.

    Ich werde berichten 😎

    Eben noch mit Michael aus dem Irish Pub ein Erinnerungsfoto geschossen, er hat sich sofort an Nic und mich erinnert und wird den Blog jetzt auch weiter verfolgen, super! 😊
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  • Day10

    Heute haben die Socken derbe gebrannt 😎 mein erster 30km Marsch ist aber richtig gut gelaufen, ich bin fast schon etwas verwundert, wie gut. Nach gerade mal einer Woche schon 30 km am Stück abzureißen, hätte ich mir noch vor paar Tagen kaum vorstellen können. Zumal heute auch einiges an Asphalt dabei war, gerade aus Jerez raus, das zog sich wie Kaugummi.

    Ach ja, noch mal kurz zurück zu Jerez. Heute morgen frühstückte ich noch zusammen mit Micaela, ihrer Tochter und Simon. Simon ist ein 28jähriger Arzt, der bei Micaela zur Daueruntermiete wohnt. Wir haben zwar nur kurz gequasselt, weil er um 9 in die Klinik zur Arbeit musste, aber das war sehr nett. Mit Micaela und ihrer Tochter hatten wir zusammen viel Spaß beim Frühstück, haben gelacht ohne Ende, ging im Grunde eigentlich nur darum, dass sie es sich kaum vorstellen können, wie man zu Fuss durch ganz Spanien gehen kann, weil beide glaubhaft beteuerten, daß sie es zu Fuss nicht mal bis runter zur Kreuzung schaffen würden, ohne zu verdursten. Ich habe dann noch schnell ein Foto von beiden geschossen, sie werden meinen Weg hier im Blog nun auch mitverfolgen 🚶🌴🍀 schöne Grüsse an euch und Simon 🙋

    Dann ging es durch Jerez an einem ruhigen sonnigen Sonntagmorgen. Außer mir waren um diese Uhrzeit nur ein paar äußerst gut gekleidete Familien am Start, die zum Gottesdienst in die Kirche wollten. Und nicht nur zu dieser Gelegenheit sind die Spanier extrem gut gekleidet, auch abends, wenn man draußen in den Straßen unterwegs ist, flaniert und sich trifft - bis ins kleinste Detail durchgestylt. Die Damen extrem elegant, was habe ich hier schon für wirklich schöne Kleider herumlaufen sehen. Und Brillen erst. In allen erdenklichen Farben und Formen. Die Herren meistens klassisch in schwarzem Anzug, weißem Hemd und schwarzer Krawatte. Gerne auch mit Manschettenknöpfen in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Also in Sachen Mode macht den Spaniern sicher so schnell niemand etwas vor. Ich falle da mit meiner Wanderhose beige in Kombination mit Wanderstiefel staubig und Polohemd knitterig etwas ab. Aber nur etwas.

    Ja, also morgens noch in Jerez ein paar Fotos in den Kasten und irgendwann hatte ich die Stadt hinter mir und vor mir breitete sich wieder eine schöne Feldlandschaft in der Sonne aus. Viel passierte unterwegs nicht, außer dass ich hie und da mal eine kleine Pause einstreute, wenn sich irgendetwas am Wegesrand anbot, auf dem man auch ohne Yoga-Ausbildung halbwegs sitzen konnte.

    So zog der Tag ins Land und das Feuer immer wieder mal in meine Socken. Das Gute daran ist: je häufiger die Quanten qualmen, desto länger dauert es beim nächsten Mal, bis es wieder so weit ist. Kurz vor El Cuervo dann etwas Lustiges. Mein Handy mutierte plötzlich zum Radio! Ohne dass ich irgendwas gemacht hätte, tönte plötzlich Radio Luz aus meiner Hosentasche! Ich checkte das Handy, aber alles war wie immer. Na gut dachte ich mir, was kommt, geht auch wieder und steckte das Handy zurück. Nach 15 Minuten stellte Radio Luz dann auch seinen Sendebetrieb auf meinem Handy ein.

    Nach gut 7 Stunden war ich dann in El Cuervo. Mein erster Eindruck, als ich die ersten Häuser sah: Hier hätten sie problemlos alle Spaghetti-Western der Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood drehen können. Diese typischen kleinen weißgetünchten Häuser, wie man sie aus den Filmen kennt, wenn Clint als namenloser Reiter mit zusammengekniffenen Augen und seinem Poncho in den Ort reitet.

    Das änderte sich dann im Ortskern deutlich, bzw. beim Betreten meines Hotels. Ein Traum in Marmor, alles todschick, da gibt es keine zwei Meinungen. Belastbare Fotos mache ich noch gleich.

    Ansonsten steht für heute nur noch chillen auf dem Programm, und das aus gutem Grund. Morgen folgen nochmal 30 Kilometer 😎
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  • Day15

    Sevilla - Guillena

    Yesterday in Spain

    Es gibt sie noch. Andere Pilger 🚶😁 wobei mir heute auffiel, dass mein "Starttermin" in Sevilla heute mit einem Freitag auch nicht wirklich dazu angetan ist, auf ganze Horden anderer Wanderer zu stoßen. Freitag! Wer kommt schon auf die Idee, seinen Urlaub an einem Donnerstag zu beginnen und nach Sevilla zu fliegen, dort zu übernachten, um dann Freitag morgens loszumarschieren? Sicher nicht die Masse. Die rückt eher am Wochenende an, macht Sevilla unsicher und startet dann am Montag, bestenfalls am Sonntag. Aber Freitag? 😁

    Aber: es gibt sie trotzdem. Einen habe ich unterwegs getroffen. Peter aus der Schweiz. Wir haben uns dann in der Herberge wiedergetroffen, er hat zufällig die gleiche wie ich gewählt. Haben uns vorhin zum nächsten Cafe aufgemacht, um in der Sonne bischen zu relaxen. Die Sonne hat leider etwas geschwächelt, nach 10 Minuten fing es an zu regnen, also haben wir uns wieder in die Herberge getrollt.

    Das Wetter heute war eh etwas durchwachsen. Was sich gestern Abend in Sevilla bereits angekündigt hatte, setzte sich heute weiter fort. Sonnige Phasen wurden von einem netten Landregen abgewechselt. Schon hatte ich meinen Regenschirm im Einsatz, und so prasselte es gemütlich auf mein Dach, während ich so vor mich hin marschierte. Ist sehr entspannend übrigens.

    Der Weg selber heute war wenig spektakulär. Insgesamt rund 22 km, wovon die ersten 12 durch verschiedene Vororte Sevillas raus aus der Stadt führte, und dann noch nach etwa 10 km, die auf schöner Strecke kerzengerade auf Guillena zuliefen. Wir waren die ersten in der Herberge, mittlerweile scheinen noch mehr Wanderer angekommen zu sein. Nachher werde ich mit Peter noch was Spachteln gehen, das Restaurant ist keine 50 Meter die Straße runter entfernt. Hoffentlich macht es nicht zu spät auf, habe jetzt schon einen Mörderhunger. Ach ja, den Supermarkt habe ich auch schon entdeckt, dem werde ich später auch noch meine Aufwartung machen und die Dinge für morgen auf der Piste besorgen. Die Wäsche wird gleich mit der Maschine gewaschen, hoffentlich ist die bis morgen trocken, einen Trockner gibt es hier nämlich leider nicht 😳

    Jetzt könnte ich eigentlich mal kurz ein Nickerchen machen, ist jetzt Siesta, und man muss sich schließlich den landestypischen Gepflogenheiten auch ein Stück weit anpassen 😎
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  • Day13

    Ich habe vor einigen Wochen im TV einen Bericht über die Natur in der Gegend südlich von Sevilla gesehen. Aufmerksam wurde ich auf den Film, da in der Ankündigung von Wölfen die Rede war, die dort heimisch sein sollen. Nicht viele, aber es soll sie dort geben. Ich glaube, ich habe heute einen gesehen! 😊 So etwa auf halber Wegstrecke, als sich die Piste von der Schnellstraße, neben der sie größtenteils herlief, etwas ins Hinterland verlegte. So etwa 100 Meter vor mir stand einer plötzlich mitten auf der Piste. War noch nicht ganz ausgewachsen hatte ich den Eindruck, stand da, schaute in meine Richtung und lief dann auf der Piste davon, bis er hinter einer Biegung verschwunden war. Scheu war er allemal, sagt man Wölfen wohl auch allgemein hin nach. Oder es war ein wilder Schäferhund, was ich aber nicht glaube, da ich unterwegs mitten im Nirgendwo noch nicht einen wilden Hund auf den bislang gut 200 km gesehen habe. Die Kläffer von neulich gehörten auch beide zu den landwirtschaftlichen Betrieben, die sie bewachten. War das Highlight des Tages 😎

    Ansonsten verlief der Tag nämlich ausgesprochen ereignislos. Es ging 2 km aus der Stadt heraus und dann begann die Piste entlang der Schnellstaße und führte direkt bis Dos Hermanas. Viele Fotos gab es da nicht zu schießen, sah alles ziemlich gleich aus. Also einfach marschieren und Kilometer abreißen.

    Auf morgen bin ich sehr gespannt. Es ist so gut wie unmöglich, zu Fuss von Süden nach Sevilla zu gelangen. Ein dichtes Autobahnnetz umspannt Sevilla dort. Ich habe im Vorfeld Google-Maps fast bis auf Kieselgröße strapaziert, um einen Weg in die Stadt zu finden, der zu Fuß irgendwie durchführbar ist. Mit meinem Ergebnis werde ich morgen in der Realität konfrontiert. Falls ich da irgendwelche garstigen Zäune oder ähnliches Ungemach übersehen haben sollte, werde ich das morgen besser früher als später mitbekommen. Die Spannung steigt 😎

    Ach ja, das Hotel, in dem ich heute übernachte, ist gleichzeitig Restaurant und Bar. Viel laufen werde ich heute also nicht mehr 😁😎
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  • Day6

    Guillena

    April 27 in Spain

    After my breakfast with the very cheery gentlemen truckies I walked the 11km to Guillena. The flooded Arroyo dos Molinos proved to be easy - used a broken wooden pallet to step across. Lots of mud though - sandals washed and drying. I am now holed up in the municipal albergue. No privacy at all in the showers but as I was the first to arrive I managed to get myself clean without embarrassing anyone.

    Here’s a photo taken last night showing the Theatro Romano at Italica, and one of today’s albergue kitchen.
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You might also know this place by the following names:

Provincia de Sevilla, Sevilla, Seville, Sebilla, Província de Sevilla, Séville, Siviglia, セビリアセビリヤセヴィーリャセヴィリア, Sevilha

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