Switzerland
Bülach

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Travelers at this place
    • Day3

      N2S Schweiz - Weitwandern 3

      August 4 in Switzerland ⋅ ☀️ 16 °C

      In der Nacht hatte es gut abgekühlt und an meiner Zeltwand hatte sich leichtes Kondenswasser gebildet. Die Nacht hatte ich sorglos auf einer brachen Wiese auf dem Bauernhof Wyden verbracht. Die Betreiber Coni und Martin Hiltebrand waren sehr gastfreundlich. Als einziger Gast, nebst einem Jubla- Lager, genoss ich das Privileg eines Einzelbades mit Dusche und ein wunderbares Abendmahl im Sonnenschein, welches von meinen Gastgebern liebevoll zubereitet und serviert wurde. So war es nicht berwunderlich, dass mein Magen auch bereits kurz nach dem ersten Hahnenkrähen das Verlangen nach einem ordentlichen Frühstück verkündete. Kurz die münden Beine und der verspannte Rücken mit Yoga wieder etwas munter gemacht, sass ich alsbald am Frühstückstisch.

      Nach dem ordentlichen Bäuchleinfüllen und dem letzten Schwatz mit Coni und Martin, hielt mich hier auf Hof Wyden nicht mehr viel und ich machte mich auf meinen Weiterweg: Tag 3!

      Dem vorhergehenden Tag gleich, lief ich auf der Nr 60 dem Rhein entlang bis nach Kaiserstuhl AG. Dabei passierte ich Tössriederen und Eglisau. Die Strecke nach Kaiserstuhl zog sich dahin, langsam hatte ich den Rhein wirklich gesehen. Auch die Temperatur war, sobald die Sonne höher stand, wieder stark angestiegen. Ein Blick auf die Temperaturanzeige vermied ich an diesem Tag konsequent. Es war heiss genug, das verrieten mir meine Schweissperlen und mein Wasservorrat, der so rasch schwindete, dass ich meine Flaschen auf ein Leck untersuchte. Noch vor 12 und leider auch bevor ich Kaiserstuhl erreichte, musste ich bereits die erste längere Verschnaufpause einlegen und meine Füsse kühlen. Nur das Verlangen nach einem Eis motivierte mich zum weitergehen und so stand ich 45min und einen zähen Anstieg später im kleinen Tante Emma Laden in Kaiserstuhl. Zu meiner Freude verfügte der Laden über selbstgemachtes Eis.

      Nach Kaiserstuhl führte mich mein Weg von Fisibach in einem leichten (aber heissen) Anstieg über Egg nach Niederwenigen. Mein Ziel Baden war nun „nur“ noch 10km entfernt. Eine Distanz die ich üblicherweise gut rennend zurücklege. Die Hitze und die schmerzenden Füsse, an welchen sich jetzt doch noch Blasen gebildet hatten, liessen mich aber in einem unglaublichen Schneckentempo gehen oder wohl eher kriechen. An jedem fliessenden Brunnen musste ich meine Flaschen neu befüllen und trank auch gleich noch einige grosse Schlucke des kalten Nass. Ein letzter Anstieg von ca. 200m hatte ich noch vor mir und danach hätte ich die grösste Anstrengung geschafft. Auf der Höhe angekommen (ohne Bäume und umgeben von Weizenfeldern), fühlte ich mich wie in der Sahara. Ein Blick auf die Wander- App verriet mir auch den Namen des idyllischen Örtchens: Hitzbüel. Na passend!
      Langsam wurde es Späternachmittag und ich wollte unbedingt vor dem Abend in der Unterkunft sein; ja ich hatte mir für heute etwas Luxus gegönnt. Also versuchte ich, trotz drückender Hitze, meinen restlichen Weg etwas schneller zurückzulegen. Richtig stolz war ich, als ich schliesslich Müde und dehydriert (trotz 4-5l Wasser) in Baden ankam und in meinem heutigen weichen Bett alle meine Glieder ausstecken konnte.

      34km +740m
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    You might also know this place by the following names:

    Bülach, Buelach

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