Tanzania
Moshi

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17 travelers at this place:

  • Day2

    Einführung in Moshi

    September 3 in Tanzania

    Wir sind heute nach einer 11 Stündigen Fahrt, bei Moshi in einer Lodge für einem kurzem Einführungsseminar angekommen.
    Moshi liegt direkt am Kilimandscharo,welcher aber den ganzen Tag in Wolken lag als wir das heute die Stadt erkundet haben.
    Dafür gab es alte Deutsche Gebäude zu sehen wie den Bahnhof und während der Fahrt die einzige Brücke die den Norden Tansanias führt und damit die Reise um 10 Stunden verkürzt hat.
    Generell werden die Deutschen hier als halbgltter behandelt da wir in den Augen der Einheimischen nur positive Sachen bewirkt haben,die Genozide übersehen sie geflissentlich.

    Am Mittwoch fahren wir dann nach Mwanza und an unsere Schule, ich werde probieren wöchentlich etwas zu schreiben kann das aber nicht garantieren.

    Im Bild sind die Gleise des Bahnhofes zu sehen im Hintergrund sind die ersten Ausländer des in den Wolkenl iegenden Kilimandscharos zu sehen
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  • Day3

    Kurze Info zum Projekt

    September 4 in Tanzania

    Ich dachte ich nutze die Zeit die ich hier im Projekt bin und gebe euch mal kurz ein paar Infos über mein Projekt und mache euch mit den wichtigsten Begriffen bekannt.

    Was mache ich hier überhaupt:
    Ich bin mit 7 anderen Freiwilligen(s.u.) für den Verein Rafiki E.V. aus Kellinghusen Schleswig Holstein hier am Kilimandscharo. Wo wir insgesamt 12 Schulen betreuen 6 die direkt zum Rafiki E.V. gehören 5 die zu. Elimu E.V. aus Heikendorf gehören und 1 behinderten Schule die zur Kirchengemeinde Heikendorf gehört.
    Untergebracht sind die 6 Damen von uns bei den örtlichen zuständigen, und mitbegründern der Kiumako Secondary school, Hisham und ich werden dort zwar Gästezimmer haben aber auf uns alleine gestellt in einem Haus auf dem Schulgelände der Vunjo secondary school wohnen.
    Wir werden hier an den Schulen wechselnd verschiedene Projekte leiten/betreuen zudem werden wir mindestens einmal die Woche an einer der Schulen Kochen,zu einem gegeben anlass werde ich meinen Stundenplan hier vorstellen.
    Ich werde vermutlich das Trommel Projekt hier leiten,Hisham so weit für mich möglich als Co-trainer beim Fußball unterstützen und wenn es umsetzbar ist zusammen mit 2 Mädchen hier ein Feldhockeyprojekt starten.

    Wichtige Begriffe und Abkürzungen:
    Chagga:das Volk das am Kilimandscharo heimisch ist gelten als die Geschäftsmänner und Preußens Afrika

    Masai:das Volk das in der Ebene vor dem Kilimandscharo heimisch ist sind eher ärmlich haben aber eine beeindruckende eigene Kultur

    Uowo:der Ort an dem unsere Schulen stehen sollte ich von unserem Dorf sprechen Rede ich hiervon

    PoC:People of colour der selbstgewählte Begriff der Farbigen Community in America so wird alles nicht weiße genannt(hier angewandt aufgrund der 110 Völker die in Tansania Vorkommen unter anderem Inder)

    Schwarz:selbstgewählter Begriff der dunkelhäutigen Community der Großteil der Einheimischen hier ist Schwarz

    Einheimische:alle Leute deren Wurzeln in der Stammesstruktur hier liegen oder die als Tansania zugehörig angesehen werden.

    Dar: Daressalam Regierungssitz Tansanias (nicht Hauptstadt) innerhalb der letzten Jahre um 4 Millionen Einwohner gewachsen bis jetzt tatsächlich ohne Slums kann jetzt aber nicht mehr mitwachsen

    Moshi:Regionalhauptstadt der Region Moshi sie wurde von den Deutschen für die Kaffe weiterverarbeitung gegründet

    Kili:kurz für Kilimandscharo der Berg an dem wir wohnen mit über 5000 Meter der höchste Berg Afrikas bestehend aus 3 Vulkanen sein Schmelzwassers ist der Grund für den Reichtum der Gegend zusammen mit dem Tansanit dem seltensten Edelstein der Welt der nur hier vorkommt.

    Rafiki E.V.:Verein der gegründet wurde um hier eine Highschool zu bauen trägt inzwischen 6 Schulen in der Region

    Elimu E.V.:Verein aus Heikendorf kooperiert mit dem Rafiki E.V. trägt 5 Schulen überwiegend Primaryschools.

    Heikendorf:die Christliche Gemeinde des Dorfes Heikendorf tragen eine Behinderten Schule und habe hier ein Krankenhaus gebaut.
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  • Day2

    Hakuna Matata

    September 13 in Tanzania

    „Hakuna Matata - Don‘t worry!“

    Auf diese Weise begann heute früh unser Briefing für die Besteigung des Kilimanjaro.
    Wir sitzen in unserer Unterkunft „More than a drop“ in Moshi, in der junge Frauen aus sozial schwachen Schichten eine Berufsausbildung machen können. Dies bietet ihnen eine Perspektive auf ein eigenständiges Leben. Was uns auffällt, ist dass sie bei allem, was sie so machen aus voller Inbrunst singen.
    So hören wir im Hintergrund beständig deren wundervollen Gesänge während wir unsere zahlreichen Schichten Merino-, Funktions-, Fleece-, Regen- und Daunenkleidung auf den Tischen ausbreiten. Nick und Goodluck (jaaaaa, unser Guide heißt wirklich Goodluck. Hätte ich dies nicht von meiner lieben Freundin Jojo, die vor kurzem auch hier war, bereits erfahren, hätte ich bei der Begrüßung wohl gleich wie sie reagiert: „Hi, i am Johanna.“ „Goodluck!“ „Good luck to you too!“ „No! My Name is Goodluck!“ :)) von der Organsiation Kilimanjaro Trekking Mates checken unsere Ausrüstung + Medizin und überreden Felix (der seiner Meinung nach mit Ibral-Hoodie und Regenjacke bestens ausgestattet ist) sich doch noch weitere Longsleeves und eine Daunenjacke zu leihen. „First Rule: Trust your Guide. We know how it is up there.“

    Morgen wagen wir also den 7tägigen Aufstieg über die Machame-Route auf den 5895m hohen Uhuru Peak. Wir haben zuhause länger hin und her überlegt, dieses nicht ganz billige Abenteuer zu machen. Die begeisterten Erzählungen von Feli und Jojo haben uns dann kurz vor knapp noch überzeugt, die Tour zu buchen.

    Wir werden sehen, ob wir die „unerreichbare Reise“ schaffen - Fun Fact zum Schluss: Der Berg wurde früher von den hier lebenden Chagga „Kilemiekyaro“ genannt, was Suaheli ist und so viel wie „unreachable Safari“ bedeutet. Keiner der Chaggas schaffte den Anstieg bis auf den höchsten Punkt, bis der deutsche Hans Meyer 1889 zum ersten Mal den Gipfel erklomm. Dieser konnte den Originalnamen des Berges nicht recht aussprechen und daraus resultiert der heute bekannte Namen „Kilimanjaro“ - höchster Berg Afrikas und höchster freistehender Berg der Welt.
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  • Day5

    Kilimanjaro Tag 4

    September 16 in Tanzania

    6.30 Uhr. Wake up call.

    „Wir haben Eis auf dem Zelt Tini! Es ist richtig zugefroren!“ Felix ist wiederhergestellt und bereits aus unserem Nest gehüpft, um sich den Sonnenaufgang anzuschauen.

    Ich fühle an meiner Nasenspitze, dass die Welt da draußen, außerhalb meines Daunenschlafsackes, bibberkalt ist. Es hilft alles nix, ich pelle mich aus dem Schlafsack, bin dankbar über den Ingwertee, den Nyari bereits gebracht hat und stopfe alle Wanderkleider, die noch steif vor Kälte sind, in meinen Schlafsack, damit der Schock beim Anziehen nachher nicht allzu groß wird.

    Halbzeit.

    Heute ist Aklimatisierungstag.
    Wir sind im Wandermodus. Schritt vor Schritt vor Schritt. Es wird auch nicht mehr so viel geredet wie in den ersten Tagen. Das monotone Laufen hat was meditatives.
    Die Schrittgeschwindigkeit, die Pius bergauf vorgibt, gleicht der eines Chamäleons. Oder sogar eines Faultiers. „Pole Pole“. Eine wunderbare Entschleunigung nach den letzten turbulenten Wochen.

    So wandern, klettern und kraxeln wir up and down, up and down von 3900m auf 4200m, machen dort eine kurze Pause und steigen dann wieder auf 3995m ins Karanga Camp ab.

    Als das kleine Crew Zelt wieder wackelt, raucht und quietscht, gehen wir hin, bieten unsere letzten Haribos an und fragen, ob wir mitzocken dürfen. Allgemeines Lachen. Leider gibt es in dem vollgestopften Zelt, in dem neben dem Kartenspiel schon wieder gekocht wird, keinen freien Zentimeter. Schade!
    Schnitt. 20 Minuten später klopft es bei uns und die Zockrunde wird auf unser Zelt verlegt. Interkultureller Austausch vom Feinsten. Wir lernen ihr Kartenspiel „Last Card“ (bei dem auch gerne geschummelt werden darf, wie sie immer wieder betonen), sie lernen Dobble von uns, das wir auf Deutsch-Suaheli spielen. Wir biegen uns vor Lachen und plötzlich ist uns gar nicht mehr kalt.

    Oh ich hab sie alle so lieb gewonnen. Unsere Crew. Einige Tage gemeinsam von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, schweißt ganz schön zusammen. Wie aufmerksam, wie fürsorglich, wie geduldig, wie genügsam, wie lustig sie sind - obwohl sie das ganze Geraffel der weißen Bonzen da hoch schleppen müssen. Hut ab!
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  • Day10

    Konyagi & Karaoke

    September 21 in Tanzania

    „Waaaaas? Ihr habt noch keinen Konyagi getrunken? Dann müssen wir heute Abend unbedingt feiern gehen!“ Alina, die gerade im ‚More than a drop’ Volunteering macht, lässt uns keine Wahl (Ok. Wir haben uns auch nicht gerade stark gewehrt). So tauchen wir ganz tief in das Nachtleben Moshis ab.
    Die erste Station ist eine Bar, in der wir unseren ersten Konyagi mit Ingwerbier trinken. Sie verkaufen es uns als den tansanischen Gin-Tonic.
    Man bekommt aber nicht nur ein Glas, sondern direkt eine ganze Flasche, auf deren Unterseite man vor dem Öffnen traditionell mit dem Ellbogen klopfen muss, damit der Schnaps noch stärker wird. Das hat mir natürlich direkt eingeleuchtet.

    Der Drink schmeckt zwar nicht nach GinTonic, aber er läuft gut rein. Die Einheimischen freuen sich, dass es uns schmeckt und motivieren uns, noch weitere Flaschen zu bestellen.

    Schnitt. Wir stehen in einer KaraokeBar, unser neuer Kumpel Mehul verkündet durch das Mikrofon „I want to say hello to our special guests Tini and Felix. They have both birthday today!” Riesen Party, alle wollen uns gratulieren. Und plötzlich wird uns das Mikrofon in die Hand gedrückt und wir grölen lauthals Lieder von den Backstreetboys, Enrique Iglesias und Celine Dion mit. Die Liste mit den verfügbaren Tracks wurde offensichtlich seit den 90ern nicht mehr aktualisiert. Die Meute um das Mikrofon wird immer größer und Felix findet richtig Gefallen am Karaoke singen. Er legt eine grandiose Show zu Britney Spears hin. „Oops I did it again!”

    Schnitt. Wir sind in einem riesigen Club, die Einheimischen bewegen sich extrem gekonnt zu der Bongo-Flavour-Musik.
    Felix wackelt extrem lustig zu irgendeiner Musik in seinem Kopf. Bongo-Flavour ist es jedenfalls nicht.

    Tja wie soll es auch anders enden, wenn man zuerst Konyagi in sein Bier schüttet und dann als Vorzeige-Bayer diese edle Mischung auch noch ext?!

    Schnitt. Felix am nächsten Morgen: „Tini ich glaube ich wurde vergiftet!“
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  • Day3

    Kilimanjaro Tag 1

    September 14 in Tanzania

    Ein junger Erdnuss-Verkäufer streckt seinen Kopf in das Busfenster und bietet uns seine Ware an. Mit unseren drei Brocken Suaheli unterhalten wir uns prächtig mit ihm und meinen alles zu verstehen. Bis er asimba oder sowas sagt. Wir fragen unseren Guide Goodluck, was das heißt: So in etwa ‚Guten Tag weißer Bonze‘. Felix und ich schauen uns an: Hä? Wir sind doch keine Bonzen. Dann drehen wir uns um, und schauen auf die 11 Einheimischen (7 Träger, 2 Köche, 2 Guides) hinter uns im Bus, die uns diese Bergbesteigung erst ermöglichen. Dann schauen wir uns wieder an und müssen lachen. Ok! Wir sind doch ganz eindeutig bonzig unterwegs. Für die Verhältnisse in Tansania jedenfalls.

    Wieder einmal sind wir zutiefst dankbar, was uns im Leben alles möglich ist und gleichzeitig sind wir beeindruckt, wie viiiiel Gepäck die Träger scheinbar mühelos bergauf schleppen können.

    „Pole Pole, sippy sippy and positive thinking. Then you will make your way up!”
    „Langsam langsam gehen, Schlückchen für Schlückchen trinken und positiv denken!“. Das ist das Geheimrezept unseres Guides Goodluck, um den Gipfel des Kilimanjaro erfolgreich zu erklimmen.

    Bei unserer ersten Tagesetappe haben wir gute 1000 Höhenmeter zu bewältigen (1800m - 2835m), drei Viertel davon im Regen. Was will man auch erwarten, wenn man durch den Regenwald marschiert?! Dieser ist übrigens die zweite von insgesamt 5 Vegetationszonen, die wir in den 7 Tagen durchschreiten werden.

    Immer wieder muss ich an meine Mama denken, die seit jeher mein Unvermögen an klimamässig angepasster Kleidung bemängelt. Und jaaa Mum, auch heute bin ich mäßig gut ausgestattet. Konnte ja keiner ahnen, dass es in dieser Höhe kalt wird in kurzen Hosen, Turnschuhen und Top. Zusammen mit Felix an meiner Seite (der in kurzen Lederhosen steckt) sind wir ziemlich sicher das am seltsamsten ausgestattete Team. Gut dass wir dafür umso mehr SchnickSchnackSchnuck (oder auch SchnickSchnackSchluck wie Goodluck immer sagt), positive Thinking und Reggaemusik haben, sodass wir frohen Mutes im Machame-Camp ankommen.

    Dort erwartet uns (wie es sich für zwei Bonzen gehört) ein aufgebautes Zelt inklusive Tisch und Stühlen, zwei Wannen mit warmem Wasser und Seife, Tee, Kaffee und Popcorn. Als sei dies nicht schon Luxus genug, gibt es zum Abendessen eine wohltuend heiße Gurkensuppe als Vorspeise und Salat, Kartoffeln und eine leckerlecker Gemüsesoße als Hauptgang. Dies alles futtern wir in mittlerweile 3 warmen Schichten Kleidung und bei romantischem Kerzenlicht, an das die Crew natürlich auch gedacht hat.

    Unfassbar.

    Ich habe ein krass schlechtes Gewissen, weil 11 (ELF!!!) Leute für uns zwei schufften, aber da die ganzen Arbeiter so super gut gelaunt sind, freunde ich mich mit dem Gedanken an, dass sie vermutlich froh sind so einen Job zu haben. „Hakuna Matata“ eben.

    Bibbernd genießen wir noch kurz den atemberaubenden Sternenhimmel bevor wir in unsere Daunenschlafsäcke schlüpfen. Felix ist so kalt, dass er Angst hat, morgen erfrieren zu müssen, wenn wir noch höher sind. (Kleine Erinnerung: wir befinden uns gerade mal in Nacht 1.)
    Schnitt. Felix vor drei Wochen zu Jojo, die den Gipfel schon erklommen hat und ihm Kleidungstipps geben wollte: „Ach Papperlapapp. Da oben wird es doch nicht so kalt!!“
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  • Day4

    Kilimanjaro Tag 2

    September 15 in Tanzania

    Ganz nach der Tradition von Felix‘, Max‘, Fränkies und Christis Männertrips spielt Felix bei Sonnenaufgang erstmal mit Goodluck aus, wer das Gepäck trägt (SchnickSchnackSchluck natürlich).
    Kurze Zeit später wandern wir durch die dritte Vegetationszone, das Moorland (Surreale Landschaft im Avatar-Style) und Goodluck trägt zusätzlich zu seinem 18kg-Rucksack noch Felix’ Daypack. Mein schlechtes Gewissen wird dadurch nicht weniger. Felix, nur eine Trinkflasche umhängend, meint dazu nur „Ach das schafft er schon!“. Nach einer halben Stunde nimmt er seinen Rucksack dann aber doch wieder selbst.

    Heute ist unser zweiter Guide, Pius, mit von der Partie und wir steigen bei Gesprächen über das Oktoberfest und Volksmusik (anlässlich unseres Vorzeigebayers Felix (immer noch in Lederhosen)) von 2835m auf 3900m. Das Nachtlager Shira Cave liegt jedoch auf 3750m - Walk high, sleep low. Ein weiteres Erfolgsrezept unserer Kumpels Goodluck und Pius.

    Den edlen Empfang mitsamt dem Deluxe-Essen am Camp werde ich von nun an nicht mehr erwähnen, weil es einfach jeden Tag so unfassbar gut ist wie an Tag 1! Ein Hoch auf unsere Köche Nyari und Ibrahim.

    Beim täglichen Briefing misst Goodluck nicht nur unsere Herzfrequenz und den Sauerstoff (alles Tippitoppi), sondern rät uns auch, morgen mehrere Kleidungsschichten anzuziehen, da wir die Schneegrenze überschreiten werden. Dies bedeutet das Aus für Felix kurze Lederhosn.
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  • Day8

    Kilimanjaro Tag 6

    September 19 in Tanzania

    Trotz des Overloads an Eindrücken und Gefühlen, lassen wir es uns nicht nehmen, zum Sonnenaufgang aufzustehen. Wir sind einfach nur geflashed. Von dem krassen Gipfelerlebnis letzter Nacht, von Sonnenaufgängen und Wolkenmeeren, von dieser Weite und dieser Stille.
    Das müssen wir jetzt erst mal verarbeiten. Vielleicht wandern wir auch aus diesem Grund ohne Gespräche hinab ins „Mweka Camp“ (3100m). Jeder ist in sich gekehrt. Angenehmes Schweigen. Es herrscht eine Atmosphäre der Zufriedenheit.

    Und wie als Zeichen für das, was ich anfangs über Pius‘ Laufgeschwindigkeit geschrieben habe, ist das erste Tier, das wir hier unten antreffen ein Chamäleon.
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  • Day7

    Kilimanjaro Tag 5

    September 18 in Tanzania

    Komfortzone adieu.
    Haare waschen. Fließend Wasser. Sich rasieren. In nur einer Schicht Kleidung und auf einer richtigen Matratze schlafen. Ein Bier statt Flusswasser. Auf einer Klobrille sitzen und spülen können. Internet.
    Was war das nochmal gleich?

    Spaß beiseite. Irgendwie schön, ein paar Tage auf diesen Luxus verzichten zu müssen, weil ich genau weiß, dass ich ihn danach wieder umso mehr wertschätzen werde.

    Die zahlreichen Gänsehautmomente entlohnen ohnehin tausendfach für diesen Verzicht. Einen Sternenhimmel wie ich ihn noch nie gesehen habe. Sonnenauf- und untergänge, die sich gegenseitig die Show stehlen. Atemberaubende Ausblicke auf das tansanische und kenianische Flachland. Mystische Nebelschwaden. Mondlandschaften. Weite. So viel Weite. Da pfeift einem die Freiheit buchstäblich um die Ohren.
    Und immer diesen schneebedeckten massiven Gipfel im Blick.

    Heute gehts von 3995m ins 4673m hoch gelegene Base Camp „Barafu Camp“, wo wir dann um Mitternacht zum Gipfel aufbrechen wollen, um dort den Sonnenaufgang zu sehen.

    Kleines Update am Rande: Wir haben zwei Wasserunfälle zu verzeichnen. In der letzten Nacht hat sich Felix Thermosflasche (die wir als Wärmeflasche zweckentfremden) in seinen Schlafsack entleert. Und keine zwei Minuten nachdem wir morgens losgewandert sind, bemerkt Felix, dass es aus meinem Rucksack tropft: meine komplette 2 Liter Trinkblase ist in meinem Rucksack ausgelaufen und alles ist nass. „Hakuna Matata“ sagt Goodluck. Wir hängen meine Sachen an seinen und Felix’ Rucksack außen hin und weiter gehts.

    Kurz bevor wir im Base Camp ankommen, fragt Pius uns, ob wir es schaffen würden, direkt weiter zum Gipfel zu gehen. Erst denken wir, es sei ein Witz.
    Aber er meint es ernst. So könnten wir die wunderschöne Landschaft bei Tageslicht sehen und müssten beim Gipfelschild nicht Schlange stehen für das obligatorische Foto. Pius meint, wir hätten eine gute Geschwindigkeit und Ausdauer. Wenn wir um 13 Uhr am Base Camp losgehen, schaffen wir es zum Sonnenuntergang. Es ist jetzt 12 Uhr. Wir überlegen kurz und treffen dann (im Nachhinein gesehen) die absolut richtige Entscheidung. So packen wir unsere wärmsten Sachen ein, futtern noch schnell den lecker Kartoffeleintopf von Ibrahim und schon gehts los. Ich spüre glücklicherweise noch gar nichts von der Höhe, dafür umso mehr von den vielen Kartoffeln, die ich mir gerade einverleibt habe. Ibrahim kocht einfach zu lecker, aber unmittelbar vor dem (sehr) steilen Gipfelaufstieg sollte man vielleicht keine 3 Schüsseln Eintopf essen.
    Goodluck lacht nur und meint, die Kartoffeln werden mich zum Gipfel hoch treiben.

    Am Stella Point (5756m) angekommen, können wir unseren Augen kaum trauen.
    Es eröffnet sich uns eine Schönheit, die ich nur schwer in Worte fassen kann.
    Wir haben die letzte Zone, die „Summit-Zone“ erreicht. Wir wandern durch skurrile Gebilde aus Eis, die im orangeroten Licht der untergehenden Sonne glitzern. In weiter Ferne der Mount Meru, der aus dem Wolkenmeer ragt. Gigantische Gletscherformationen. Eiskalter Wind.
    Die Sonne taucht die gesamte Zauberlandschaft in eine surreale Farbe. Es herrscht eine magische Stimmung.
    Dieser Moment auf dem höchsten (und vermutlich kältesten) Punkt Afrikas gehört ganz allein uns Vieren. Keine andere Menschenseele ist hier. Die Gefühle übermannen mich, Tränen steigen mir in die Augen. Ich starre in die Weite, der Sonne entgegen und kann mein Glück nicht fassen, so etwas erleben zu dürfen.

    Wie es sich gehört, trinken wir einen Gipfelschnaps aus einem Mini-Flachmann (Danke Stasl!), der uns für kurze Zeit
    richtig schön einheizt. Dann treten wir auch schon wieder den Heimweg an, um beim letzten Tageslicht den Pfad durch die Eislandschaft zu finden.

    Jeder mit einer Stirnlampe ausgerüstet, nehmen wir den Shortcut zurück ins Base-Camp. „Just like skiing!“ sagt Pius. Wir rutschen die 1000 Höhenmeter auf Geröll runter, sehen eigentlich gar nichts außer dem aufgewirbelten Staub vom Vordermann.
    Circa eine halbe Stunde vor dem Basecamp sehen wir einige Stirnlampen entgegenkommen und wundern uns, wer das ist.
    Und jetzt kommt der zweite Moment des heutigen Abends, der mir aus Rührung (und vielleicht auch aus Erleichterung) Tränen in die Augen treibt: Unsere gesamte Crew hat sich den extrem steilen Teil hochgekämpft, um uns zu gratulieren, uns Orangensaft zu bringen, uns die Rucksäcke abzunehmen und uns zu feiern. Da stehen wir im Stockdunkeln in 5000m Höhe, jubeln und schlürfen Orangensaft. Unfassbar.
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  • Day5

    Kilimanjaro Tag 3

    September 16 in Tanzania

    Heute fängt es an eklig zu werden. Ich rieche meine Haare, die ersten Klamotten stinken (außer den Merinosachen natürlich), im Zelt duftet es nach dem verdauten Bohneneintopf von gestern Abend und Felix offenbart mir, dass ich in den nächsten Tagen tapfer und eher wie ein Kumpel sein muss, nachdem er mir ausführlich über seine Morgentoilette berichtet.

    Beim ersten Blick aus dem Zelt jedoch ist alles vergessen. Wir werden von einem atemberaubenden Sonnenaufgang und einer Aussicht auf die unter uns liegende Wolkendecke, aus der der Mount Meru ragt, begrüßt. Keine zwei Minuten später steht auch schon Nyari da „Excuse me please! Hot water for washing!” Noch nie hat mich eine kleine Schüssel mit warmen Wasser und Seife mehr gefreut.

    Nach dem Porridge-Frühstück in der Sonne brechen wir auf, wandern durch die vierte Vegetationszone, die alpine Wüste, bis zum Lava Tower (4600m), wo wir eine kurze Lunch-Pause machen. Unsere Finger sind kalte Eiszapfen, sodass wir unser Brot kaum essen können.

    Es ist wirklich affenkalt. Recht schnell brechen wir wieder auf. Immer wieder werden wir von den Trägern überholt.
    Bastkörbe. Auf dem Kopf. Frei balancierend. Dazu große vollgestopfte Rucksäcke, an denen Eierpaletten, Wasserkanister und Klappstühle befestigt sind. Ich bin immer noch schwer beeindruckt von der Kraft und der Geduld dieser Männer, die zum Teil schon über 300 mal auf dem Kilimanjaro waren.
    Mein Mann dagegen jammert und leidet am laufenden Band. Die Hüfte zwickt. Der Schuh drückt. Der Magen ist unruhig. Er kriegt zu wenig Luft durch die Nase. Kalt. Pipi. Wie Männerschnupfen. Nur schlimmer.

    Im Baranco-Camp (3900m) angekommen, bereite ich unser Schlaflager vor, mache ihm einen Tee mit Honig und überzeuge ihn noch, eine Orange für den Vitamin-Boom zu essen, bevor er dann fix und foxy im Daunenschlafsack wegschlummert. Den werden wir schon wieder aufpäppeln.

    Ich gehe übers Gelände auf der Suche nach der Toilette (ich weiß nicht, ob ich die Plumpsklos hier in den Camps oder doch lieber den Call of Nature während des Wanderns bevorzuge). Dabei sehe ich: Das kleine 3Mann-Zelt unserer Crew wackelt. Lautes Gelächter, unverständliches Gebrabbel, oben aus dem Zelt kommt Rauch raus. Aus lauter Neugierde frage ich ob ich reinschauen darf. Da sitzt doch tatsächlich Ibrahim zwischen Bastkörben voller Gemüse und kocht unser Abendessen. Hinter ihm sind geschätzt 7-8 Crewmitglieder ins Zelt gequetscht, zocken Karten und lachen sich dabei kaputt. Ein Bild für Götter.
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You might also know this place by the following names:

Moshi, Моши, Μόσι, موشی, מושי, QSI, モシ, 모시, Mošis, موشی، تنزانیہ, 莫希

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