Joined November 2017
  • Day166

    Saigon, Vietnam

    May 5, 2018 in Vietnam ⋅ ☀️ 33 °C

    Saigon (oder modern Ho Chi Min-City) wollten wir uns eigentlich sparen und stattdessen von Mui Ne aus direkt ins Mekong-Delta fahren. Leider haut das bustechnisch nicht hin, deswegen sieht unsere Planänderung das Mieten eines Rollers vor. Doch zuerst gönnen wir uns nach der kurzen Fahrt im Nachtbus noch ein paar Stündchen Schönheitsschlaf im gunstigsten Hostel, das wir finden können. Leider schlägt auch unsere Rollermiete fehl, da der Rückgabetag auf einen Sonntag fällt und unser Zeitplan zu tight für einen Extratag ist. Wir buchen deshalb eine verdächtig nach Kaffeefahrt aussehende Eintagestour (einheimische Musik, exotisches Früchte-Tasting etc.) und machen das beste aus dem Rest des Tages. Wir laufen durch die größten Roller-Armadas bisher bis zum War Remnant Museum, wobei wir auch nicht selten auf dem Gehweg fahrenden Rollern ausweichen müssen - an die Ampeln hält sich eh kein Schwein (und beim Überqueren der Straße hilft nur eine gesunde Portion Gottvertrauen). In der nächsten Stunde lernen wir viel über die Grausamkeiten des Vietnamkriegs und treten ob der vielen Kriegsverbrechen betreten einen Trip zu den Cu Chi-Tunneln der Vietcong an. Dort erzählt uns der Guide vieles über den Bau, Verwendung der Tunnel und die Fallen der Vietcong, bevor wir selbst durchkriechen dürfen. Das dauert zwar keine zwei Minuten, ist aber wegen der Höhe von ca. 80 cm und der brütenden Hitze trotzdem lang genug - unvorstellbar, dort für Jahre Widerstand zu leisten! Von den vielen Nachtbusfahrten, Parties und Sightseeing komplett geplättet, fallen wir abends einfach nur ins Bett (um 21:00!) und gönnen uns eine lange Nacht voller Schlaf.
    Die brauchen wir auch, denn am morgen gehts um 7:00 früh los und Richtung Delta. Es wird kurz bei einer "Fabrik" gehalten, wo verschiedener Trödel angeboten wird - und so soll es weiter gehen! Per Boot setzen wir über einen der vielen Mekong-Arme über und erreichen Unicorn Island, wo wir bei weitem nicht die einzige Touristentruppe sind, denen hier zunächst kleine Fruchtschälchen hingestellt werden, während eine Musikgruppe verschiedene vietnamesische Volkslieder zum besten gibt - das Ganze dauert keine 5 Minuten. Danach darf Leo als Nachwuchs-Imker bei der lokalen Honigproduktion aushelfen - indem er äußerst fotogen eine der Waben in die Kamera hält. Währenddessen wertet Eric sein Outfit gekonnt mit einer Boa auf, die er sich elegant um den Hals schlingt - Karl Lagerfeld approves! Auf der nächsten Insel wird die lokale Kokos-Süßigkeiten-Produktion besichtigt, natürlich immer mit der Option, direkt dort zu kaufen. Wir probieren den hiesigen Reisschnaps, in dem die Großmutter der Schlange von vorher eingelegt ist - erstaunlich mild... Oder vielleicht gerade deswegen?
    Nach dem Mittagessen wird noch schnell die garantiert schönste Pagode der Gegend besichtigr, und dann geht es auch schon zurück nach Saigon. Besonders viel haben wir vom Mekong-Delta zwar nicht gesehen, aber langweilig wars trotzdem nicht! Dann essen wir noch schnell zu Abend (Banh Mi, belegtes Baguette natürlich), treffen Reisevorbereitungen für Kambodscha (schnell noch das ein oder andere gefälschte Tshirt auf dem Nachtmarkt gekauft) und gehen dann auf der günstigsten Rooftop-Bar den Abschied aus Vietnam feiern...
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  • Day164

    Mui Ne, Vietnam

    May 3, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 17 °C

    Mui Ne war nicht von Anfang an in unserer Planung vorgesehen, weil wir in Huacachina, Peru, schon Sanddünen gesehen haben - aber seien wir ehrlich, jetzt ist es mal wieder schön, einen Tag ohne Wasserfall oder Tempel zu verbringen! Die Fahrt von Da Lat dauert nur einige Stunden, und wird deshalb zur ersten Nicht-Nachtbusfahrt in Vietnam - ein Highlight, seine Füße mal nicht in einer zu kleinen Box verdrehen zu müssen! Dafür war wohl irgendwas an dem Essen bei der obligatorischen Buspause in einem Restaurant mitten im Nirgendwo schlecht, denn wir müssen uns beide übergeben, pünktlich als wir gerade im Hostel eingecheckt haben... Leo erwischt es ein bisschen mehr als Eric und verbringt den Abend im Bett, während Eric es sich am Pool mit Beerpong gut gehen lässt!
    Am nächsten Tag sieht die Welt gottseidank schon wieder besser aus und wir nehmen an einem Ausflug zu den Highlights der Umgebung teil. Der Bus hält zunächst am Fairy Stream, einer seltsamen Kombination aus Bach und Sandweg, die sich durch einen Mini-Canyon windet. Wir laufen durch das knöcheltiefe Wasser, bis uns ein kleiner Wasserfall den Weg versperrt - so ganz ohne Wasserfall geht ea scheinbar doch nicht! Mit einer kühlen Kokosnuss in der Hand warten wir auf den Rest und schauen erheitert den eintreffenden asiatischen Touristen bei ihren Fotoshootings zu.
    Eine halbe Stunde spater stehen wir auch schon vor den weißen Dünen und stehen vor der Entscheidung, Quad oder Jeep zu fahren. Wir beschließen uns mal zu jgönnen und ballern für eine Weile mit dem Quad über den weißen Sand, was sau viel Spaß macht - noch besser wird es, als unser Guide zum Steuer greift und unmöglich zu bezwingende Steilkurven und Abhängig hoch und runter düst!
    Den Sonnenuntergang sehen wir von den roten Dünen aus (ja, es gibt zwei verschiedene). Leider liegt überall viel Plastikmüll im Sand, dafür ist es witzig zu sehen, wie alle versuchen, auf Kunststoffrutschern die Dünen hinunter zu gleiten, aber entweder direkt stecken bleiben oder zur Seite umkippen.
    Zurück im Hostel brillieren bei dem allabendlichen Beerpong-Turnier und scheiden unverrichteter Dinge in der Ersten Runde aus. Ist aber nicht schlimm - der Nachtbus nach Saigon, dem letzten Stopp in Vietnam, wartet schon!
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  • Day163

    Da Lat, Vietnam

    May 2, 2018 in Vietnam ⋅ ☀️ 24 °C

    Waterfalls, Baby! So könnte Da Lat im aller Kürze zusammengefasst werden, doch bevor wir ums auf den Weg machen können, haben wir dezente Schwierigkeiten, unser Hostel zufinden - die "Straße" führt unter anderem über Holzplanken, dafür erwartet uns eine winzige Vietnamesin, die uns alle ständig umarmt! Außerdem gibt es zwei süße Welpen, den Eric gar nicht mehr hergeben will - harte Schale weicher Kern! Dann drängeln wir uns (zecks Spanisch-Auffrischung heute mit Spaniern und einem Chilenen unterwegs) durch den frühmorgendlichen Verkehrstau, bis wir endlich beim Elephant Waterfall ankommen. Der Abstieg ist glitschig, lohnt sich aber (man sieht Leo staunen)! Der zweite Wasserfall des Tages heißt Pongour und besteht mehr aus einer Reihe von Minifällen. Leider liegen überall Bierdosen-Berge herum, Überbleibsel der Nationalfeier. Wir schlüpfen trotzdem kurz in die Badesachen, um uns nach der Nachtbusfahrt zumindest etwas frisch zu machen. Weil alle kaum geschlafen haben und deshalb todmüde sind, widmen wir uns der spanischsten aller Tugenden - der Siesta! Leider zu früh wecken uns ein starker Wind und dunkelgraue Wolken am Horizont, weshalb wir zurück nach Da Lat flüchten. Der einsetzende Regen hält uns aber nicht von einem kurzen Besuch beim Crazy House ab, dass ein völlig verrückter Architekt etworfen haben muss. Worte können das Ganze nur schwer beschreiben: man läuft beispielsweise über Beton-Bäume übers Dach!
    Später am Abend findet im Hostel ein Geburtstags-BBQ statt. Irgendwann setzen wir uns ab, weil wir noch schnell in der Maze-Bar vorbeischauen wollen. Könnte vom Architekten stammen wie das Crazy House, denn in diesem von außen fünfstöckigem Gebäude gibt es enge Durchgänge, Verbindungstreppen und verteckte Bars - wir spielen ein Such- und Trinkspiel, und es stellt sich als quasi unmöglich heraus, jemanden in unter 10 Minuten zu finden! Dann geht es zurück zu einer Local-Bar, die uns auf den Weg durch ihre laute Musik aufgefallen ist - wo wir auf den Rest der Geburtstags-Crew treffen und bis tief in die Nacht weiterfeiern...
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  • Day163

    Hoi An, Vietnam

    May 2, 2018 in Vietnam ⋅ ☀️ 32 °C

    Unser nächstes Ziel steuern wir ausnahmsweise mal tagsüber und nicht mit dem Nachtbus an: es geht mit dem Roller über den Hay Van-Pass. Erster Stopp: Der An Bang Friedhof außerhalb Hues gehört zu den größten und schönsten in Vietnam. Die meisten der bunt geschmückten Gräber haben die Größe eines Doppelhauses, und einige besitzen angeblich sogar eigene Toiletten! Egal in welche Richtung man schaut, es ist kein Ende der Bauwerke absehbar, und abgesehen von wenigen Gärtnern sind wir komplett alleine! Bevor es auf die Passstraße geht, halten wir ein weiteres Mal, um uns abzukühlen: ein Bergbach mit dem schönen Namen Elephant Springs wartet! Kaum angekommen, werden wir von einer Vietnamesin abgepasst, die uns zum oberen Ende der vielen Holzplattformen führt, die auf beiden Seiten des Wassers aufgebaut sind. Wir erwarten eine Aufforderung, bei ihr Mittagessen zu bestellen - und müssen feststellen, dass selbst das Hinsitzen auf der Platform kostet! Wir weigern uns zu zahlen, ziehen uns zwischen den Felsen um und springen in den nächsten blaugrünen Pool. Kaum steigen wir aus dem Wasser, werden wir gebeten, für unsere anmutigen Kopfsprünge zu bezahlen - und zwar 2€ pro Sprung! Wir lehnen dankend, aber bestimmt ab und der Typ lässt uns in Ruhe... Weil schon die nächsten Touristen kommen, und bei irgendwem zieht die Masche bestimmt! Diese Schattenseite des Tourismus ist traurigerweise an einigen Stellen in Vietnam zu finden...
    Weiter geht's auf der eigentlichen Passstraße, die sich die grünen Hügel direkt neben dem Meer emporwindet. Am höchsten Punkt steht ein alter, französischer Bunker mit schönem Ausblick auf die Großstadt Da Nang, aber ansonsten waren die Serpentinen Nordvietnams doch deutlich spektakulärer - tut uns leid, liebe Top Gear Fans!
    In Da Nang warten dann noch die Marble Mountains, fünf Kalksteinhügel voller Höhlen, Tempel - und Touristen! Pünktlich zum Sonnenuntergang schaffen wir es nach Hoi An, einem schnieken kleinen Städtchen, bekannt für seine vielen Schneider und das bei jedem Vollmond stattfindende Laternenfestival. Einen Maßanzug haben wir ja schon in Thailand bestellt, aber wie der Zufall will, ist am nächsten Abend Vollmond - ohne, dass wir es geplant hatten! Im Hostel angekommen, werden wir direkt zu einigen Runde Rum-Pong aufs Haus eingeladen, während die Besitzerin Promo-Bilder für ihre Website schießt - kommt uns nach der langen Fahrt gerade recht!
    Am nächsten Tag sind wir ausnahmsweise mal unmotorisiert unterwegs: wir haben uns Fahrräder geliehen, um mal wieder dem Leg Day zu frönen. Wir rollen also gemütlich durch die hübsche, aber volle Altstadt, haben aber schnell das Gefühl, das meiste gesehen zu haben! Zum Glück ist das Meer nur ein paar Kilometer entfernt, die wir selbst auf unseren rostigen Göbbeln schnell hinter uns bringen. Am Strand angekommen ignorieren wir die Bitte, für das Abstellen unserer Fahrräder zu bezahlen, und verbringen einen gemütlichen Nachmittag. Zurück in Hoi An beginnt das Festival, und wir bezahlen mit einigen anderen aus dem Hostel für eine kurze Bootsfahrt und eine Kerze, die aufs Wasser gesetzt mit all den anderen den Fluss herunter treibt - sieht in der Dunkelheit und mit all den anderen Booten ganz geil aus! Wie den Abend davor, ziehen wir mit den anderen noch ein wenig von Bar zu Bar, spielen Riesen-Jenga und schwingen die müden Tanzbeine!
    Unseren letzten Tag spielen wir mal wieder Indiana Jones und fahren zu den Dschungelruinen von My Son. Besonders abenteuerlich ist es dort entgegen unserer Hoffnung nicht wirklich - dafür aber wahnsinnig heiß! Kurzerhand beschließen wir, auf dem Rückweg nochmal beim Strand vorbeizuschauen - definitv die richtige Entscheidung! Und dann wartet auch schon - mal wieder - der Nachtbus und die Bergstadt Dalat, wo es definitiv kühler sein wird!
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  • Day158

    Hue, Vietnam

    April 27, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 29 °C

    Man ahnt es kaum, aber wir stehen schon wieder nachts nach einer langen Busfahrt in einer fremden Stadt, müssen uns mit verschlafenen Augen orientieren und müssen den armen Rezeptionisten unseres Hostels aus seinem wohlverdienten Schlaf reißen. Mit Robin aus dem Schwarzwald (Zimmergenosse) leihen wir uns nach dem Frühstück, das in Vietnam entweder als Pfannkuchen mit Bananen oder Omelett im Baguette besteht, Roller, und fahren aus der Stadt, um den alten Kaisern in ihren Gräbern einen Besuch abzustatten. Wir entscheiden uns für den Kollegen Tu Duc, dessen Grabanlage aus einem See, Palast und mehreren Tempeln besteht - von denen quasi alle im Moment renoviert werden! Leo unterstützt die Bauarbeiten durch seinen Einsatz an der Schubkarre und versucht (vergeblich), die Arbeiter zu dem Ende ihrer Siesta zu bringen. Unverrichteter Dinge ziehen wir von dannen und fahren zurück in die Stadt, wo wir uns die Kaiserresidenz anschauen, bevor uns die Hitze zurück ins Hostel treibt. Dort verbringen wir den Nachmittag mit trockener, aber leider notwendiger Reiseplanung für die nächsten Tage und Wochen. Zur Belohnung gibt's nen 1,78 € "teuren" Haarschnitt vom Friseur um die Ecke, bevor wir uns wieder auf die Roller schwingen und uns einen Weg durch den Feierabendverkehr bahnen, um den Sonnenuntergang von der Thien Mu Pagode aus anzuschauen. Abschließend schlendern wir durch die von Touristen überfüllte Stadt, da die 5-tägige Nationalfeier gerade begonnen hat, essen in Bananenblätter eingepackte Würste und stellen uns unseren eigenen Nachtisch aus einer riesigen Auswahl bunter Glibberdinger zusammen. Wir enden im Barviertel und schließlich im definitiv schicksten Club der Stadt, wo wir von Türsteher und Kellner direkt einen Tisch zugewiesen bekommen und höflich aufgefordert werden, doch eine Flasche für 7.000.000 Dong zu bestellen - immerhin noch 260 €! Wir weisen das großzügige Angebot entschieden zurück, und werden als einzige Touristen von den anwesenden Vietnamesen eingeladen und aufgefordert, unsere Tanzkünste zum Besten zu geben. Wir lassen uns natürlich nicht lange bitten, und sind deshalb am nächsten Morgen noch etwas müde, als es daran geht, die Fahrt über den Hay Van Pass bis nach Hoi An anzutreten...Read more

  • Day157

    Phong Nha, Vietnam

    April 26, 2018 in Vietnam ⋅ ☀️ 13 °C

    Nach Bus- und Taxifahrt endlich um 4:00 im Dorf nahe des Phong Nha-Höhlen-Nationalpark angekommen, nutzen wir den Rest der Nacht und verpassen beinahe die Frühstückszeit. Dann gönnen wir uns mal wieder einen Roller und fahren auf eigene Faust zur Paradise Cave, einer der schönsten und größten Höhlen der Welt. Ohne Touren zu horrenden Preisen zu buchen, können wir leider nur die paar hundert Meter sehen. Trotzdem sind die Dimensionen einfach nochmal ganz anders als bei den relativ verwinkelten Jenolan Caves in Australien, und die schiere Größe mancher Stalagmiten-Säulen noch beeindruckendender. Trotzdem sind wir uns danach einig: mehr Höhlen brauchen wir auf absehbare Zeit nicht mehr! Ganz entgegen unserer Gewohnheit werfen wir einen kurzen Blick auf Tripadvisor, am abzuchecken, was die Umgebung sonst noch zu bieten hat - und dort entdecken wir auf Platz 1 keine weitere Höhle, sondern: The Duck Stop! Ohne genau zu wissen, was dort auf uns wartet, rollen wir über eine matschige Huckelpiste, die den meisten Skigebieten in nichts nachsteht. Am Ziel angekommen wartet eine nette vietnamesische Bauernfamilie, die uns zunächst köstliche, eigen angebaute und geröstete Erdnüsse vorsetzt. Dann werden wir Donald Trump vorgestellt - dem Wasserbüffel, der nicht mehr arbeiten muss, dafür aber mutige Touristen auf sich reiten lässt. Und dann kommt das absolute Highlight des Tages: 200 weiße Enten haben Hunger und wollen gefüttert werden! Wir rennen mit dem Futter durchs Gehege, verfolgt vom laut quakenden Federvieh. Schon das Gefühl der vielen gierigen Schnäbel auf der Hand fühlt sich witzig an, aber als wir Futter auf unsere Füße verteilt bekommen, können wir vor Lachen kaum still stehen bleiben! Als krönenden Abschluss bekommt jeder eine Ente in die Hand gedrückt, die wir in den Teich werfen - das soll Glück bringen und uns einen stillen Wunsch erfüllen! Wir hoffen natürlich insgeheim auf eine kurze Nachtbusfahrt, denn später soll es weiter gehen nach Hue! Dann wird noch ein kurzer Stopp eingelegt bei der "Bar with cold Beer" - der Name ist Programm! Und dann wartet auch schon wieder eine lange Nacht in einem kleinen Nachtbusbett auf uns...Read more

  • Day156

    Ninh Binh, Vietnam

    April 25, 2018 in Vietnam ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach einer mal wieder mehr oder weniger schlaflosen Fahrt im Nachtbus kommen wir früh morgens in Ninh Binh an. Mit am Start: Blerin, der schon beim Ha Giang-Loop mit von der Partie war. Da wir uns noch nicht sicher sind, ob wir über Nacht bleiben, machen wir uns direkt auf den Weg zu einer Ruderboottour zwischen Bergen und durch Höhlen. Wir sind bei weitem nicht die einzigen, da in Vietnam die mehrtägige Nationalfeier begonnen hat, und teilen uns deshalb das Gewässer mit einer ganzen Flotte anderer Boote. Selbst gerudert wird nur in Ausnahme-Situationen (episches Rennen gegen anderes Boot), ansonsten übernimmt eine winzige Vietnamesin mit scheinbar unendlicher Ausdauer den Job. 9 Höhlen und etliche Tempel später beenden wir die Fahrt pünktlich mit dem einsetzenden Regen. In der Nähe findet eine Art Festival statt, das uns von einer hilfsbereiten Ticketverkäuferin empfohlen wird, und das wir uns als nächstes anschauen wollen. Leider hält der Regen an und das Ganze fällt etwas ins Wasser, was zumindest den bunt geschmückten Wasserbüffeln die Laune nicht verderben kann. Wir nutzen die Auszeit für sind ausgiebige Mittagspause, bevor wir Richtung Aussichtspunkt weiter fahren. Dort angekommen sehen wir überhaupt nicht ein, Parkgebühren für unsere Roller oder Eintritt für die 500-Stufen-Kraxelei zu bezahlen, und versuchen zunächst, uns vorbei zu schleichen - leider erfolglos... Unter lautem Protest zahlen wir also doch und können kommen so zumindest in den Genuss des Panoramas, wo sich beeindrucken spitze Kalksteinfelsen aus den ebenen Reisfeldern erheben und in den Wolken verschwinden! Wir beschließen einstimmig, für den Tag genug Programm gehabt zu haben, und planen unsere Weiterfahrt. Durch den Nationalfeiertag stellt sich das aber als schwieriger heraus als gedacht, da viele Busse schon ausgebucht sind - und so enden wir neben dem Highway, wo wir wie die Locals wahllos Busse anhalten. Relativ schnell haben wir dann auch Glück, und steigen in den nächsten Nachtbus, der uns zu den Phong Nha-Höhlen bringt!Read more

  • Day153

    Ha Giang Loop, Vietnam

    April 22, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir kommen um 4 Uhr nachts in Ha Giang an, wo wir die nächsten drei Tage mit Zweirädern auf den Bergstraßen Nordvietnams unterwegs sein wollen, und finden zum Glück ein Hostel, das uns um diese Uhrzeit noch aufnimmt.
    Nach dem Frühstück geht es ans Eingemachte: wegen der Steigungen brauchen wir diesmal echte Motorräder, keine Automatikroller. Dumm nur, dass keiner von uns fünf jemals Motorrad gefahren ist oder den entsprechenden Führerschein hat - in Vietnam ist das jedoch kein Problem! Stattdessen gibt es einen 5 Minuten Einführungskurs, und dann drehen wir nach kleineren Startschwierigkeiten unsere ersten, vorsichtigen Runden. Nach einer halben Stunde fühlt es sich an, als hätten wir unser ganzes Leben im Sattel gesessen, und wir brettern Serpentine um Serpentine den ersten Pass hinauf und genießen oben den Ausblick von einem alten Sendemast. Als wir von der größeren auf eine Seitenstraße abbiegen, kommen wir wirklich aus dem Staunen nicht mehr heraus: links und rechts sind Reisplantagen, die von Bauern und Wasserbüffeln beackert werden, dahinter die spektakulären Berge und die vom Tourismus bisher fast verschonten Menschen und besonders Kinder winken uns zu, als wir vorbei rollen. Dazu kommt der Fahrspaß auf den nicht immer optimal geteerten, nicht endend wollenden Kurven - wir kommen kaum voran, weil wir immer wieder für Fotos halten müssen! Die Zeit vergeht wie im Flug und wir schaffen es gerade zur Dämmerung zu unserem Homestay, wo ein Fluss zum baden einlädt und ein richtig geiles Abendessen auf uns wartet: es wird so viel aufgefahren, dass sich die Tische biegen!
    Der zweite Tag on the road beginnt mit einem kleinen Unfällchen: Eric überfährt in einer Kurve einen kleinen, unschuldigen Stein mit seinem Vorderrad und kuschelt zur Wiedergutmachung kurz mit der Straße - aber weder Mann noch Bike tragen größere Schäden davon, den martialisch aussehenden Protektoren sei Dank! Am Nachmittag fahren wir einen Pass mit abenteuerlicher Straßenqualität bis hinauf zur chinesischen Grenze - nur um von aufgeregt gestikulierenden Soldaten zurück gescheucht zu werden: offensichtlich verirren sich nicht besonders viele Touristen hierher!
    Am letzten Tag müssen wir dann leider schweren Herzens unsere Motorräder wieder abgeben (bis auf Leo, dessen Bike nur beim bergab rollen zu anzulassen war). Die Bilanz unseres legendären deutschen Quintetts: zwei Stürze, eine Lebensmittelvergiftung und ein tiefer Schnitt in den Finger - aber drei unfassbar geile Tage!
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  • Day151

    Halong Bay, Vietnam

    April 20, 2018 in Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    Früh um 6 geht er los, unser Cocktail Cruise! Die Stimmung im Bus ist ob der Uhrzeit noch etwas verhalten, was auch aber nach der ersten Toilettenpause ändert: statt Kaffee gibts ein erstes Bier! Im Hafen angekommen besteigt unsere 15 Mann-Crew (ok, Frauen sind auch mit an Bord) unser etwas in die Jahre gekommenes Boot, das mit Kunstrasen-Sonnendeck trotzdem Charme hat. Nach kurzer Fahrt beginnen links und rechts erste Felsen aufzutauchen, die sich allmählich in ein Labyrinth aus Klippen verwandeln. Leo bringt vor Begeisterung mal wieder den obligatorischen Handstand, und dann geht's auch schon weiter mit Mittagessen, einem Cocktaileimerchen und mehr Bier. Dann werden die Kajaks zu Wasser gelassen und wir paddeln durch mehrere Höhlen bis in eine geheime Bucht. Nach kurzer Fahrt auf dem Schiff halten wir schon wieder - diesmal ist es Zeit, vom dritten Stock des Bootes ins Wasser zu hüpfen! Auf unserer Privatinsel angekommen, wird die Zeit bis zum Abendessen mit Beachvolleyball und Billard überbrückt, während anschließend Trinkspiele und ein Lagerfeuer am Strand warten. Gekrönt wird das ganze von dem fluoreszierenden Plankton im Wasser, der beim Nachtbaden jede Bewegung blau leuchten lässt!
    Für den nächsten Tag steht seit langer Zeit mal wieder Wandern auf dem Programm - wegen der Hitze und einem dezenten Kater fragen wir uns aber, warum wir das ganze extra dazugebucht haben! Zum Glück haben wir einen mega witzigen Führer, dessen Namen wir zwar bis heue nicht wissen, der uns aber bei dem kurzen Aufstieg bis zum Aussichtspunkt alle 10 Meter Luft zufächelt. Dankbar genießen wir den Ausblick über die unzähligen Kalksteinhügelchen von Cat Ba und nutzen die Gelegenheit für ein paar Fotos mit unser vietnamesischen Primaballerina. Nach dem Abstieg werden wir per Fähre zurück zum Festland gebracht, wo wir in den Bus nach Hanoi steigen. Dort nehmen wir ein letztes mal das Freibier mit, und dann wird es auch schon Zeit, zusammen mit Max, Thorsten und Blerin als deutsches Quintett den Nachtbus in Richtung Vietnams wilden Norden zu nehmen...
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  • Day149

    Hanoi, Vietnam

    April 18, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 25 °C

    Statt 24 Stunden dauert es quasi zwei Tage, bis wir endlich in Hanoi ankommen - aber der Reihe nach! Statt direkt in einen Bus einzusteigen, werden wir per Shuttle nach Vientiane gebracht, der prachtlosen Hauptstadt von Laos. In den 4 Stunden Aufenthalt wollen wir die Stadt anschauen, finden aber nichts von Bedeutung: viele Läden haben wegen des Neujahrsfests am vorherigen Tag geschlossen, die Parks sind verwahrlost und von architektonischen Meisterleistungen keine Spur. Wir schlagen die Zeit in einem Cafe tot und steigen um 6 Uhr abends endlich in den eigentlichen Bus nach Vietnam. Der fährt bis zur Grenze, die wir um 2 Uhr morgens erreichen, und alle schlafen im Bus. Punkt 6:30 am nächsten Morgen öffnet die Grenze - und wir zahlen diverse Extragebühren für das Ausstempeln aus Laos, die Bearbeitung unserer Visas und anderes. Müde bezahlen wir hier einen Dollar und da einen Dollar und sind heilfroh, als nach 2 Stunden alle wieder im Bus sitzen. Die Fahrt ab der Grenze ist deutlich lauter als zuvor: der Busfahrer hupt nämlich bei jedem Roller, der überholt wird - und davon gibt es einige! An den Fenstern ziehen die grünen Reisfelder vorbei, überall stehen Wasserbüffel und die Bauern tragen endlich die charakteristischen, spitzen Strohhüte. Abends um 6 haben wir es endlich geschafft und staunen über Hanois Hektik und den Verkehr - tausende Rollerfahrer heizen laut hupend und scheinbar ohne Regeln durch die Straßen! Wir laufen noch etwas durch die quirlige Altstadt und fallen dann todmüde ins Bett.
    Am zweiten Tag steht dann Sightseeing auf dem Programm: wir besuchen den Literaturtempel, wo Eric endlich seinen offiziellen Uni-Abschluss nachfeiert, während Leo mit dem Motto "Hanoi, s läba isch koi schlotzer!" die schwäbische Kehrwoche einführt. Als LRT-M.Sc. stehen Eric sämtliche Karrieretüren offen, und wird deshalb direkt von einer Ananasverkäuferin als Packesel eingestellt. Zurück im Hostel steht die Freibier-Happyhour am und wird natürlich deutsch-effektiv ausgenutzt, bevor am nächsten Morgen der Cocktail-Cruise zu Catba Island und der berühmten Halong Bay ansteht...
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