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  • Day63

    Copacabana & Isla del Sol

    March 10, 2020 in Bolivia ⋅ ⛅ 11 °C

    Von La Paz, der Gondeli-Stadt, reisen wir weiter an den Titicacasee. Wir steigen also vom Gondeli um auf den Bus, vom Bus auf das Boot und wieder zurück auf den Bus. Übrigens auch der Bus durfte eine kurze Bootstour geniessen. Nach dieser 4-stündigen Bus- und Boots-Tour stehen wir schliesslich am Titicacasee, sozusagen am Vierwaldstättersee in gross. In seehr gross um genau zu sein. 72 mal so gross und um einiges verschmutzter als unser heimischer See. Die Verschmutzung des Sees kommt zu stande, weil kaum eines der umliegenden Dörfer über eine Kläranlage verfügt und die zuführende Flüsse und Bäche all die Schwermetalle der nahegelegenen Bergminen mitführen. Wir verbringen die nächsten Tage in Copacabana, ein kleines Dorf am Titicacasee. Unsere dortigen Highlights: Der Hausberg mit einer schönen Aussicht über das Dorf und den See. Und unsere Unterkunft: Eine Ecolodge bestehend aus mehreren Lehmhütten in Form von Muscheln, Zipfelmützen und anderen lustigen Formen. Die Aussicht über den See, die Hängematten zum Entspannen und unsere Mitbewohner, die hauseigenen Lamas, die rund um die kleinen Hobbit-Häuschen grasen, sind ein einmaliges Erlebnis.

    Mit einem möchtegern Speedboot fahren wir nach drei Tagen auf die Insel "Isla del Sol", welche sich auf dem Titicacasee befindet. Der Sonnengott Inti soll hier seine Kinder, den ersten Inka Manco Cápac und seine Frau Mama Ocllo, auf einem Felsen der Isla del Sol zur Erde gelassen haben. Aus diesem Grund spielt die Isla del Sol in der Mythologie der Inka eine sehr große Rolle. Weder vom Sonnengott, noch von Inkas werden wir auf der Insel empfangen. "Diez Bolivianos" sind die begrüssenden Worte einer sympathischen, gutgenährten Dame in traditionellem bolivianischen Gewand. Nachdem wir also 20 Bolivianos ärmer sind und die Insel betreten dürfen, stehen wir, mit unseren gut befüllten Rucksäcken, vor dem nächsten Highlight. Diesmal nur ein Höhepunkt im Sinne einer hoch-hinaufführender Treppe, welche zu unserem Hotel führt. Kein Problem, denken wir uns und bestellen uns auf der Autofreien Insel ein Taxi in Form eines Esels. Pünktlich, wie wir es uns gewohnt sind, "galoppiert" nach 5 min ein Esel und dessen Besitzer vor. Schnell sind unsere Rucksäcke auf dem Rücken des Esels und schon geht es los mit dem "Highlight"... Streng atmend versuchen wir dem Esel hinterher zu kommen und sind froh um jedes Ausbügsen des kleinen Rebellen. So haben wir ein bisschen Zeit um unser Rückstand aufzuholen und unser Sauerstoffgehalt im Blut zu normalisieren. Nur der arme "Eseltreiber" bekommt keine Zeit zum durchatmen. Denn unser Eseltaxibesitzer muss dem ausgebügsten Esel immer wieder und wieder hinterher eilen und ihn auf den richtigen Weg lotsen.

    Auf der Sonnen-Insel kann man gut Wandern. Was wir auch ein bisschen machen. :) Aber hauptsächlich versuchen wir warm zu bleiben. Die kalten Nächte überstehen wir im Gästehaus mit fünf Decken. Eine mobile Heizung gibt es erst nach der ersten Nacht und auf Anfrage. Wir regen uns aber nicht auf, da Diese sowieso nicht viel bewirkt. Wir raffen uns auf, für einen kleinen Spaziergang auf der Insel. Ein kleines, authentisches Dörfchen mit wunderschöner Lage hoch über dem Titicacasee. Aufmuntern und aufwärmen lassen wir uns durch eine leckere, warme Quinoa-Suppe bevors wieder unter die fünf Decken zu Bett geht. Ab dem zweiten Tag auf der Insel, sorgen wir uns allmählich über unsere Weiterreise vom jetzigen Land Bolivien nach Peru. Aufmerksame, virtuelle Reisebegleiter (liäbi Griäss a Peter, Leandra und Manuel) schicken uns immer wieder Infos zu, unter anderem auch, dass wohl die Grenzen Perus bald geschlossen werden. Auch in Südamerika macht das cheibe Coronavirus keinen Halt. Für uns ist es wichtig, dass wir auf alle Fälle nach Peru kommen. Nur so können wir die peruanische Familie, bei der Ramona im 2011 für zwei Monate war, besuchen und dort gegebenenfalls eine Zeit bleiben. Dass der Grenzübertritt nach Peru schliesslich unser kleinstes Problem sein wird, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht...
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  • Day57

    Gondeli fahren in der Andenstadt LA PAZ

    March 4, 2020 in Bolivia ⋅ ☀️ 13 °C

    Mit einer Höhe von 3200 bis 4100 müm ist La Paz der weltweit höchstgelegene Regierungssitz. Der Regierungssitz Boliviens nämlich! Wir verweilen in dieser eindrücklichen Höhe rund 6 Nächte und lieben es die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erkunden als gewöhnlich. Aus der Sicht von oben etwa. Aufgrund der fast 1000 Höhenmetern zwischen der Stadt La Paz und der auf der Hochebene westlich von La Paz entstandenen Stadt El Alto kann man sich schwierig ein funtkionierendes ÖV-System mit Tram, U-Bahn oder Busse vorstellen. Es hat zwar viele Busse in kleinerer und grösserer Ausführung, aber die kommen nicht wirklich gut voran in mitten der vielen Autos. Deshalb hat die bovilianische Regierung 2012 ein paar Gondeli aus der Schweiz und Österreich bestellt, um ein Seilbahn-Netz namens "Mi Teleférico" zu erbauen. Heute ist es nicht nur für die Einwohner ein praktisches Verkehrsmittel, sondern für die Touristen wie Ramona und Thomas ein super, mit Heimatgefühlen verbundenes Erlebnis.

    So führen uns die Gondeli die ganze Woche im Stile eines Schweizer Produkts völlig sicher, pünktlich (obwohl Zeit hätten wir hier genug) und absolut zuverlässig von Ort zu Ort. Am ersten Tag einmal rund um die Stadt. Man stelle sich vor; Ein Tal, in der Grösse unseres heimischen Engelbergertals, voll aus roten Backstein bebauten Häusern und Hütten und im Zentrum ein paar Wolkenkratzer, die hier in dieser Höhe wortwörtlich die Wolken kratzen. Ach ja, und da war noch der Markt, welcher vor lauter Panorama fast unterging. Obwohl das unmöglich ist bei dieser Grösse und Vielfalt. Der flächenmässig grösste Markt Südamerikas ist eine art Fundgrube wo man wirklich ALLES zu sehen bekommt und kaufen könnte! Von Rattengift, Unterhosen, Zahnbürsten, Mäusefallen, frittierte Poulet-Brüstli auf Plastiktellern zum "Geniessen" bis hin zu Fruchtsäften die in kleinen Plastiksäcken abgefüllt sind. Quasi ein Open-Air-Bau+Hobby mit Karosserieteilen oder Schraubensortimente und ins Alter gekommene Sportausrüstungen wie Ski und Skischuhe... Mittendrin wird auch noch Blutdruck gemessen und Orangensaft gepresst. Vor lauter Eindrücken sind wir zwei herrlich überfordert.

    In den Tagen zwei und drei geniessen wir die Innenstadt von La Paz mit dem "Plaza Murillo" welcher neben dem Regierungsgebäude liegt und den vielen Ständen wo man die wunderschönen, typisch bunten Souvenirs kaufen kann. Der Hexenmarkt ist eine Touristenattraktion und befindet sich ebenfalls im Zentrum der Stadt. Da kriegt man, nebst den normalen bunten Souvenirs, viele kurlige Sachen zu Gesicht; zum Beispiel kann man Talismane, Heilkräuter und Lamaföten kaufen, welche als Opfergabe an die Pachamama (Mutter Erde), Glück und Segen bringen sollen. Ein solcher Lamafötus reist nun in Ramonas Tagesrucksack mit und soll uns Glück und Segen bringen. ;) ...niicht!

    Am Tag vier besuchen wir ausserhalb der Stadt "El Valle de las Ánimas". Ein abgelegenes, ruhiges Tal mit schönen Gesteinsformationen, welche aufgrund von jahrelanger Erosionen so aussehen, wie sie aussehen. Fast das Beste daran: es gibt weit und breit keine Touristen. Es ist nämlich ein Geheimtipp unseres Gastgebers.

    Am nächsten Tag beobachten wir aus den Gondeln, wie die Einheimischen in 4000 müm ohne Atemnot Fussball spielen und ein weiteres mal das Panorama der Stadt. Nur diesmal bei Dunkelheit.

    Apropos Dunkelheit: Am letzten Tag in La Paz, geht es für uns kurz vor 6 Uhr los in Richtung Norden von La Paz. Wir Verrückten wagen uns auf die Death Road. In Begleitung von Tourguide Gustavo, einer professionellen Veloausrüstung am Körper und einem vollgefedertem Bike unter dem Füdli, fahren wir ca. 60 Kilometer den Berg hinunter. (ca. 3000 Höhenmeter). Die Schotterstrasse ist bei trockenen Verhältnissen für uns Velofahrer sehr gut befahrbar. Trotzdem darf man sich bei vielen Stellen keinen Fehler erlauben, da man sonst mehrere hundert Meter ins Leere hinunterstürzen würde. Bei nassen Verhältnissen und beim Kreuzen zweier Autos oder gar LKW's ist sich dieses Manöver kaum vorzustellen. Zum Glück gibt es seit einigen Jahren eine sicherere Umfahrungsstrasse, sodass die Todesfälle auf dieser Strasse von 200-300 auf knapp 10-20 Jährlich gesunken sind.
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    Livia Bissig

    Garaventa🙌🙌😅

    3/9/20Reply
     
  • Day51

    Sucre, du Schönheit!

    February 27, 2020 in Bolivia ⋅ ⛅ 16 °C

    Mit Wasserbomben und lauter "Guggenmusik" werden wir am Busterminal in Sucre empfangen. Die Stadt ist für die Tage im Ausnahmezustand - EL CARNEVAL - wo das Auge hinreicht. In diesen Tagen ist man vor keiner Wasserbombe (sei dies ein Wasserballon, ein Wasserkübel oder Wasserpistole) sicher. In verschiedenen Kleingruppen laufen die Musiker (ähnlich wie unsere Guggenmusik, aber nur mit einem gleichfarbigen T-Shirt) in der Stadt umher und werden von tanzenden und wasserspritzenden Leuten begleitet. Auf unsere Frage, wieso so viel Wasser, da Bolivien kein Wasserschloss ist, lautet die Antwort: es ist Tradition.

    Wir beginnen unseren Aufenthalt in Sucre mit einem kurzen Marsch auf den Aussichtspunkt "La Recoleta", von wo wir einen herrlichen Blick über die weisse, hügelige Stadt bekommen.
    Obwohl auf 2800 müm. hat Sucre ein angenehmes Klima. Die Innenstadt besteht aus vielen schönen Bauwerken aus der spanischen Kolonialzeit, was sie vielleicht deshalb zu einer der schönsten Städte Südamerikas macht. Uns gefällt sie sehr gut. In Sucre wurde 1825 die Unabhängigkeit von ihrer Kolonialmacht Spanien ausgerufen.

    Sucre hat viele interessante Museen zu bieten. Wir besuchen das Haus der Freiheit sowie das Museum für indigenes Webe-Handwerk. Dort werden Frauen (und mittlerweile auch Männer) gefördert, eine uralte Technik des Webens zu erlernen und vor allem weiterzuführen und so am Leben zu erhalten.

    Auch unternehmen wir einen tollen Tagesausflug in den Maragua-Krater. Dies ist ein riesengrosser Krater, worin heute ein kleines Dorf steht und Mais, Quinoa angepflanzt und Schafe gehalten werden. Laut unserem Guide gibt es 5 verschiedene Theorien wie dieser Krater entstand und man sich aussuchen darf, welche Entstehungsart einem am besten zusagt...

    Sucre und Umgebung ist auch sehr bekannt für seine Millionenjahre alten Dinosaurier-Fussabdrücke, welche in Felswänden - meistens durch Zufall- entdeckt wurden. Nebst den Spuren im Dino-Museum in Sucre bestaunen wir auf unserem Tagesausflug im Maragua-Krater 68 Mio. alte Dino-Spuren.

    Abends in Sucre gehen wir sehr lecker Essen. Es gibt viele kleine Cafés mit gutem Kaffee und Dessert. Der Hauptplatz mit seinen hohen Bäumen lässt uns immer wieder ein Päuschen machen.
    Sucre können wir von Herzen weiterempfehlen.

    Nun sind wir gespannt auf den höchstgelegenen Regierungssitz der Welt: La Paz.
    12 Stunden Nacht-Busfahrt ahoi!
    Übrigens: Mittlerweile haben wir bereits dreieinhalb Tage im Bus verbracht ;-)
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    .aRoundtheWorld

    🤩

    3/3/20Reply
    .aRoundtheWorld

    Bi üs hends d wasserballön durs offene fenster i bus inegrüehrt😄

    3/3/20Reply
    TomUndRamonaUnterwägs

    da kennid sie nüd...😎

    3/4/20Reply
     
  • Day46

    Salar de Uyuni

    February 22, 2020 in Bolivia ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einer holprigen und nassen 8-stündigen Fahrt von San Pedro nach Uyuni, fallen wir abends um 23.00 Uhr ins Bett.
    Am nächsten Tag buchen wir eine Tour in die Salar de Uyuni, der grösste Salzsee auf Erden. Mit seinen 10000 km2 Grösse, ist es eines der Highlights in Bolivien und auf der ganzen Welt bekannt.
    Die Salzkruste, welche in der Regenzeit (Nov.-April) mit mehreren Zentimetern Wasser bedeckt ist, wurde vor 10000 Jahren gebildet. Die Salzschicht ist bis zu 30m dick, weshalb man ohne Probleme mit schweren Fahrzeugen über die Salar fahren kann.
    Faszinierend ist die Salar deshalb, weil sie in der Regenzeit durch das Wasser den Himmel und die Wolken bis in den Horizont spiegelt und man in der Trockenzeit eine unendlich scheinende schneeweisse Ebene vor sich hat und lustige Perspektivaufnahmen schiessen kann.

    Natürlich wollen wir euch diese Fotos nicht vorenthalten;-)
    Unsere Gruppe besteht aus 3 Chilenen und einer Kolumbianerin und dem Einheimischen Guide. Wir haben einen sehr lustigen Tag in der Salzwüste verbracht und werden uns noch lange an diese faszinierende Ebene erinnern.
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    Marlies Krummenacher

    Super super schoen

    2/26/20Reply
    Viola Wolfisberg

    😍😅

    3/1/20Reply
     

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