October 2016 - November 2017
  • Day1

    Angst beginnt im Kopf, Mut ebenso

    October 5, 2016 in Switzerland ⋅ ⛅ 9 °C

    Nach einem unvergesslichen Abschied in Wien mit den besten Freunden und Familie, die man sich vorstellen kann, musste ich dann doch irgendwann anfangen meinen Rucksack zu packen. Zum Glück hatte ich
    Unterstützung, sonst wäre ich wahrscheinlich immer noch nicht fertig 🙈. Was nicht passt, wird passend gemacht, bedeutete in meinen Fall, es wurde aussortiert! Ich hör jetzt noch die Frage "brauchst du das auch wirklich?" JAAAAAA, ich bin ja schließlich 12 Monate unterwegs! Danke Mami & Connie 😘

    Aus einem Traum wurde ein Plan und nach monatelanger mal mehr oder weniger intensiver Vorbereitung ist er nun da - Tag X. Dennoch fühle ich mich so unvorbereitet wie auf noch keiner meiner bisherigen kurzen Reisen. Ich weiß gerade einmal, wo ich die ersten beiden Nächte bin und habe in den nächsten 12 Monaten bis jetzt 6 Flüge (inkl. Hin- und Rückflug).
    Aber was solls "...all my bags are packed, I am ready to go..." Jetzt geht's los und es gibt kein Zurück mehr. Myanmar ich komme.
    Bis jetzt überwiegt übrigens noch der Mut, die Angst kommt dann wahrscheinlich wenn ich erstmal in Myanmar bin 😂
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day4

    And so the adventure begins...Myanmar

    October 8, 2016 in Myanmar ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich hatte die wildesten Vorstellungen, was mich wohl alles erwarten könnte. Das erste mal so richtig Asien und dann auch gleich ein Land wie Myanmar, von dem man die wildesten und gleichzeitig auch schönsten Sachen liest und erzählt.

    First stop - Yangon

    Wie gesagt, ich habe mir davor ein bisschen informiert, bin dann aber überrascht, wie groß und verhältnismäßig modern Yangon ist, überall übergroße Billboards für Handys oder Handynetze mit super schnellem Internet. Die Erreichbarkeit scheint gesichert, ich muss also doch keine Rauchzeichen nach Hause schicken.

    Natürlich steht in Yangon klassisches Touristen Sightseeing auf dem Programm, womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, dass ich plötzlich zur Attraktion werde und der Budda hinter mir plötzlich zur Nebensache wird 🙈

    Das gleiche ist mir mit 2 jungen Mädchen bei einer 3 Stündigen Zugfahrt durch Yangon im Schneckentempo auch passiert. Vielleicht bringt es ja Glück mich anzufassen 😂
    Die Zugfahrt ist praktischerweise eine Circle Line und man kann einfach sitzen bleiben und die Leute bzw. Landschaft beobachten...wobei die Leute definitiv das spannendere sind ;)

    .......
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  • Day4

    Wie war das noch gleich mit dem Mut?!?

    October 8, 2016 in Myanmar ⋅ ⛅ 12 °C

    Meine erste Mutprobe Mittagessen habe ich einfach mal ausgelassen (brauch noch genug davon in den nächsten 12 Monaten) und mich von Resten meines Geburtstagskuchen ernährt. Nachdem aber bekanntlich alles irgendwann ein Ende findet, musste ich dann doch anfangen sehr undefinierbare Sachen zu essen und va keine Ahnung zu haben wie man sie ist - Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1.000 Worte 😂Read more

  • Day7

    Mandalay

    October 11, 2016 in Myanmar ⋅ ☀️ 33 °C

    Ich glaube in den letzten beiden Tagen bin ich etwas mehr angekommen...
    Auch wenn es sich vielleicht etwas eigenartig anhören mag, aber die ersten Tage alleine zu reisen, sind einfach immer eine Umstellung oder einfach gesagt: komisch - es ist in diesem Fall halt vieles fremd und noch mehr neu 🙈...
    Doch es gibt diesen einen Moment, in dem sich dieses komische Gefühl auf einmal ändert...

    Mit dem Luxus Nachtbus gings von der ersten Station Yangon in den Norden nach Mandalay. Vom Bus dann mit einem Moped ins Hostel, ich frage mich nach wie vor, wie der Fahrer mit meinem riesen Backpack zwischen seinen Armen und Lenker auch nur irgendeine Kontrolle über das Gefährt haben konnte, aber für ihn war alles "no problem".

    When was the last time you did something for the first time?
    Und schon gings los mit meinem ganz persönlichem kleinen Mandalay Abenteuer - wie kann man die Stadt besser erkunden als mit einem Fahrrad?!? Verkehrsregeln werden überbewertet, Ampeln, Licht am Fahrrad und voll funktionierende Bremsen scheinbar auch 😂
    Aber mir geht es gut, ich lebe noch und bin unfallfrei in 2 Tagen sicherlich mehr als 70km gefahren und habe gefühlt eine Million mal Kreuzungen überquert, die sich anfühlten, als müsste ich einmal über die Autobahn.

    Mein Highlight dieser Station war sicher auch der Clocktower des Mandalay Palace, an dem ich meinen ersten Moment der kompletten Zufriedenheit gefunden habe - so etwas gibt es scheinbar wirklich. Ich bin einfach mind 30min sitzen geblieben und habe den Wind und den Ausblick genossen 😳

    Ein kleiner Mutausbruch folgt zur Zeit dem anderen...

    Nightmarket in Mandalay - hinter all dem unglaublich tollem Obst und Gemüse hat sich ein kleiner Stand mit alten Damen versteckt, für die Finn & ich (ich habe im Bus einen jungen Deutschen kennengelernt, der in den nächsten Tagen die gleiche Route hat) sicher das Highlight ihres Tages bzw. der Woche waren. Zu kaufen gab es unter anderem Heuschrecken und ja ich kann voller Stolz sagen, ich habe sie probiert. Ich glaube, die alten Omis hatten Mitleid mit mir, nachdem ich das Ding mind. 5min hin und her gedreht habe, haben sie mit extra eine geschälte Mädchenversion gegeben. Wie sie schmecken? Es ist eine etwas komische, fast mehlige, Konsistenz mit nicht so viel Eigengeschmack. Es gibt auch ein Video davon, wenn das Internet mal besser ist, versuche ich mal es auf Facebook zu posten 🙈

    Als Nachtisch gab es dann Streetfood mit den Locals, bisher sicher mein besten essen in Myanmar.

    ...Next stop Bangan...
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  • Day11

    Bagan

    October 15, 2016 in Myanmar ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach knapp 10 Tagen habe ich das Gefühl ich wäre schön ewig unterwegs und könnte auch noch ewig so weiter machen. Jeden Tag lernt man neue Leute kennen, die einem von Ländern oder Orten erzählen, die man unbedingt noch sehen sollte und Dinge, die man unbedingt noch ausprobieren sollte. Meine Bucket List wird gerade immer länger - zum Glück hab ich ja noch über 11 Monate vor mir, um wenigstens ein paar der Dinge abzuhaken 😂

    Meine Zeit in Bagan zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Mir fallen tausend Dinge zu gleich ein, die beeindruckend waren und Momente, die ich hoffentlich nie vergessen werde.

    Für Myanmar ist Bagan verhältnismäßig ein sehr touristischster Ort, aber man muss den Sonnenaufgang einfach einmal von einer der tausenden Pagoden gesehen haben (es sind tatsächlich tausende, ich übertreibe ausnahmsweise mal nicht 😂 und auf viele davon darf man wirklich raufklettern). Jeden Morgen gegen 5 Uhr ging sie los, die Suche nach dem perfekten Spot - eine möglichst leere Pagode mit dem perfekten Blick auf den Sonnenaufgang.

    Neben dem Sonnenaufgang hat Bagan auch noch einiges zu bieten, man muss einfach "planlos" mit dem Scooter durch die Gegend düsen und die vielen Eindrücke genießen. Sehr spannend war z.B. ein kurzer Abstecher über die größte Matsch-"Straße" (es hatte in der Nacht geschüttet) in eines der einheimischen Dörfer. Hier leben die Leute noch recht ursprünglich, freuen sich aber extrem, wenn sich Leute mal zu ihnen verirren. Sie zeigen dann voller Stolz ihr zu Hause bzw. ihr Handwerk und landen einen auf Tee und Erdnüsse - die natürlich selbst angebaut werden, ein. Die Verständigung klappt auch irgendwie mit Händen und Füßen. Bevor wir allerdings weiter fahren durften, zeigte uns der nette Dorfbewohner, dass es auch eine bessere Straße zu ihnen gegeben hätte und wir doch besser die nehmen sollten 🙈

    Ich habe im Bagan nicht nur viele neue nette Leute kennengelernt, sondern natürlich auch hier neue Dinge gelernt - z.B. wie man wirklich mit Stäbchen isst oder Elektroscooter fährt - auch offroad querfeldein. In dem Zuge musste ich auch lernen, dass man nicht zu schnell durch riesen stehende Wasser/Schlammpfützen fahren sollte oder sonst eine ungewollte Dusche abbekommt 😂

    Meine Pläne, welches Land ich als nächstes bereise, hab ich in meinem Kopf auch schon des Öfteren angepasst. Jetzt ist der Flug aber gebucht und es wird am 27.10 nach Malaysia gehen 😍
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  • Day12

    Kalaw - bevor es los gehen kann...

    October 16, 2016 in Myanmar ⋅ ⛅ 8 °C

    Bevor es mit dem Trekking los gehen kann, mussten wir (ich Reise zur Zeit mit Dominik und Finn) erst mal von Bagan mit einem Minibus für 14 Personen nach Kalaw kommen.
    Das war bisher sicher meine spannendste "Busfahrt" in Myanmar - an so mancher Stelle musste ich die Augen schließen, da wir mit mind. 80km/h eine Serpentinenstraße mit einigen Schlaglöchern hinauf gerast sind und gerne auch mal an sehr unübersichtlichen Stellen überholt haben. Aber das scheint hier ganz normal zu sein, abgesehen von uns 4 Touristen waren die anderen Mitfahrenden alles Einheimische und die waren allesamt ganz entspannt. Wenigstens saß bei uns während der ganzen ca. 8h Fahrt keiner auf dem Dach, obwohl wir zeitweise mehr als 14 Personen im Auto hatten - Kinder zählen im Bus sowieso nicht 🙈

    In Kalaw hieß es dann die Sachen für 3 Tage in den kleinen Rucksack packen und hoffen dass er nicht zu schwer ist und alles rein passt - irgendwie hats geklappt auch wenn er nicht ganz leicht war.

    Auf geht's also am nächsten Morgen.
    Die Infos, die ich vor Start des Trekkings hatte, waren die folgenden: 3 Tage und 2 Nächte, es ist eine leichte Tour, viel bergab, die jeder machen kann. Man schläft in der 1.Nacht in einem kleinen Dorf mit ca. 20 Häusern irgendwo im nirgendwo ohne Dusche und die 2. Nacht ist dann schon in einem größeren Dorf...

    Vielleicht sollte ich mir merken, vorab doch noch mal ein wenig genauer zu fragen - auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich die Antworten dann auch verstehe 😂

    ....
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  • Day14

    Trekking Day 2

    October 18, 2016 in Myanmar ⋅ ⛅ 21 °C

    Am nächsten Morgen gab es dann um 06.30 Uhr schon Frühstück, unser Guide wollte unbedingt vor der großen Hitze los - im Nachhinein weiß ich jetzt auch wieso 😂

    Vor mir Stand mein persönlicher kleiner Frühstückshorror, es gab Fried Rice und noch frittiertes Gemüse, aber der Gedanke an das bevorstehende Trekking hat zumindest ein paar Bissen Reis rein getrieben 🙄

    Es sollte ein ca. 20km langer, mehr oder weniger flacher Trek werden (nur am Anfang ein ca. 30min Anstieg. Der Trek ging in Wirklichkeit den ganzen Tag auf und ab oder in der prallen Hitze auf unwegsamen Gelände durch Felder. Mittags wurden die Beine dann schon immer schwerer. Zur Motivation hat uns unser Guide glaub ein paar km verschwiegen oder einfach noch einen kleinen Umweg eingelegt. Am Ende des Tages wurden es dann tatsächlich knappe 26km und es ging am Ende noch mal so richtig schön bergauf...

    Als ich die Unterkunft gesehen habe, wäre ich tatsächlich lieber weiter gelaufen, ich weiß zwar nicht was meine Beine dazu gesagt hätten - aber es sollte ja nur für 1 Nacht sein 🙈

    Aber immerhin meinte unser Guide am Abend wir seien schon ganz schön fit, sonst wären die Gruppen nicht so schnell 😂
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  • Day14

    Trekking Day 3

    October 18, 2016 in Myanmar ⋅ ⛅ 21 °C

    Man würde ja irgendwie meinen, dass es so kurz vorm Ziel leichter gehen soll, va hieß es ja, dass es die ganze Zeit mehr oder weniger bergab gehen sollte, wann also kommt "abwärts" endlich?!?

    Man könnte das ganze auch nennen: Tag 3 - der Kamp Kopf gegen Körper...aber was ist, wenn beide auf einmal nicht mehr wollen 😂😂😂 - es waren immerhin auch wieder 17km.
    Zwischendrin - aus dem nichts heraus - ist unser Guide mit uns bergab gerannt und nein ich übertreibe hier nicht, er ist einfach los gerannt... Bei dem unwegsamen Gelände ist auch die Konzentration ganz schön gefordert worden, da man bei jedem Schritt ganz genau schauen musste, wo man hin steigt. Ab einem gewissen Punkt bewegen sich die Beine automatisch, man darf nur einfach nicht stehen bleiben - ein bisschen musikalische Unterstützung durch Finns iPhone hat auf den letzten Metern wahrscheinlich auch geholfen...

    Zusammengefasst: wir haben Tag 3 auch überlebt und sind Mittags am Ziel Inle Lake angekommen und hatten uns die Bootsfahrt zum anderen Ende des Sees reichlich verdient.
    Und: man sollte sich vorher gut überlegen, was man sich wünscht...Ich habe gelernt abwärts ist eindeutig schlimmer als aufwärts, es klingt im Kopf nur besser 😜
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  • Day15

    Trekking Day 1

    October 19, 2016 in Myanmar ⋅ ☁️ 5 °C

    Der Start des Trekkings nach Inle Lake:
    Es ging mit einer recht zügigen Geschwindigkeit um kurz vor 09.00 bei schon echt warmen Temperaturen los. Der Weg war ganz ok, mehr oder weniger immer bergauf, aber zum Glück zum Großteil schattig.

    Redbull verleiht Flügel...
    Um kurz nach 11.00 (?!?!) gab es dann für uns überraschenderweise auch schon Mittagspause.
    Ich glaube, unser Guide muss mind. 5 Redbull oder etwas vergleichbares in seinem Tee gehabt haben, da sein Tempo auf einmal bergauf noch schneller wurde. Wir haben uns schon kaum mehr getraut Fotos zu machen, um ihn nicht zu verlieren 😂

    Leider habe ich seinen Namen in den ganzen 3 Tagen einfach nicht verstehen können, aber er dachte auch ich werde tatsächlich sexy genannt - da frage ich mich schon, wer würde sich selbst so einen Namen geben würde, aber vielleicht anderes Land andere Sitten 😂🙈

    Als wir nach etwas über 22km dann in unserem Schlafplatz angekommen sind, waren wir wirklich positiv überrascht. Es gab durch Solarzellen abends sogar Licht (von Strom kann man nicht so wirklich sprechen, da es außer Licht nichts gab) - um es auszuschalten musste man einfach die Glühbirne rausdrehen. Auch unsere kleine "Wellnessoase" war besser als erwartet. Nach dem Marsch tat die Dusche mit kaltem Regenwasser sogar ganz gut. Das heißt aber nicht, dass ich für den Rest meines Lebens jetzt mit so einer Dusche leben möchte 😜.
    An unserem Abendessen, hat die Familie sicher den ganzen Tag gearbeitet, der Tisch war nur noch voll mit Tellern. Ich bin mir nicht sicher, ob es der Hunger nach dem Trekking war, aber das essen war innerhalb von Minuten verschlungen und es hat auf jeden Fall echt gut geschmeckt.

    Zusammengefasst war Tag 1 also besser als erwartet...
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  • Day15

    Inle Lake

    October 19, 2016 in Myanmar ⋅ ⛅ 27 °C

    Auch am Inle Lake gilt wieder: "the early bird catches the worm 🐛"... das scheint irgendwie das Motto meiner Myanmar Reise geworden zu sein. 🙈
    Der Wecker hat auf jeden Fall mal wieder kurz vor 5 für einen Sonnenaufgang auf dem Boot geklingelt - und ich dachte bisher immer, die Leute sind verrückt, die um diese Uhrzeit aufstehen 😂

    Nach der Anstrengung des Trekkings ist es auch mal ganz schön den ganzen Tag nur auf einem Boot über den See gefahren zu werden. Da die Buddhisten gerade das Ende ihrer "Fastenzeit" feiern sind wir plötzlich mittendrin statt nur dabei im sehr "organisierten Chaos" der Parade...aber auf der Straße klappt es ja auch immer 😜

    Bei unserem straffen Zeitplan (es gibt in Myanmar einfach zu viel zu sehen) heißt es am nächsten Tag aber auch schon wieder goodbye und ab nach Ngapali Beach ☀️ein paar Tage Sonne, Strand und Meer...
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