Turkey
Ankara

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24 travelers at this place:

  • Day28

    Rehairsel mit Elon

    March 24 in Turkey ⋅ ⛅ 1 °C

    Mein Weg nach Ankara führt über Baku, wo ich mich für ein paar Stunden in einen kostenlosen Sleeping-Pod verkrieche. Neu für mich und doch so viel besser, als auf einer schnöden Sitzbank zu schlafen. Ankara steht ja schon länger auf meiner Wunschliste und ich war gerade in der Gegend. Hier praktiziert er also, dieser Arzt dem die Glatzen vertrauen. Doktor Özgür in seiner HLC Beautyklinik. Ich habe heimlich entschieden, bevor ich (wirklich) alt bin, will ich noch ein Mal schön sein. Ein Mal noch. Wie Sue eben. Eine wild gewordene Strähne aus dem Blickfeld pusten oder mir wie Bradley Cooper in „A Star is Born“ auf Oxycontin durchs Haar streifen. Einfach ohne Oxy. Oder auch mit. Aber wieso sollte ich dafür diese grossen Strapazen und horrenden Kosten auf mich nehmen? Hm, keine Ahnung. Wahrscheinlich wegen Instagram. Oder Facebook. Oder beidem.

    Kaum in der Türkei gelandet, werde ich im Umfang der Passkontrolle überraschend abgeführt und einer separaten Kontrolle unterzogen. Keine Ahnung wie ich das schon wieder verdient habe. Verdammtes Opfer. Wahrscheinlich wegen der Glatze. Das Interesse gilt aber nicht primär meiner Haupthaarsituation sondern eher meinem Handy, welches mehrere Minuten durchwühlt wird. Ein ziemlich komisches Gefühl. Gelinde ausgedrückt. Zum Glück habe ich meine Pimmel-Bilder erst kürzlich archiviert. Sue „oben ohne“ bin ich jetzt gar nicht sicher. Was ich hier wolle, will man wissen. Nach meinem Hinweis auf den Glatzen-Doktor folgt die äusserst dämliche Folgefrage, ob wir in der Schweiz denn keine Ärzte hätten. Übersetzt wird das ganze Cabaret von einem anwesenden Zivilisten, denn der untersuchende Komiker - er sieht effektiv aus wie Bülent Ceylan - spricht kein Englisch. Ein bescheidenes Skillset für einen Geheimdienstmitarbeiter, der an der Grenze arbeitet. Egal, irgendwann darf ich dann doch ins Land und mein teures Geld verpulvern. Ich bin nach zwanzig Stunden reisen auch einfach stinkig. Und dieser russisch-osmanische Umgang ist irgendwie gewöhnungsbedürftig. Leute wissen nicht wie anstehen, jede Schlange ein Chaos, man rempelt und steht einander auf die Füsse. Schrecklich. Ganz schrecklich. Aber egal, ich bin ja nicht hier, um Freunde zu finden. Hier geht es mir einzig und allein um die Bradley Cooper Matte. Und ein paar Kebabs. Und Baclava. Wenn die Zeit reicht.

    Ein wenig nervös bin ich ja schon. Obwohl es erst in zwei Tagen los geht. Viele Stunden liegen und sitzen stehen bevor. Um mich zu beruhigen, haue ich spontan ein Double-McChicken Menu und eine Tüte Chicken McBites rein. Die Bauchschmerzen im Anschluss lassen mich die Nervosität schnell vergessen. Klever Jung. Und dann geht es auch schon los. Doch bevor mir Doktor Dürüm meine künftige Haarlinie auf die Fleischkappe kritzelt und mein Rehairsal losgeht, legt man mir einen intravenösen Zugang und entnimmt eine Blutprobe. Wie üblich schaltet mein Körper umgehend auf Notstrom, produziert kalten Schweiss und klappt quasi zusammen. Da ist er also wieder, dieser grosse, starke Junge, der kein eigenes Blut sehen kann beziehungsweise schon bei der Vorstellung vom eigenen Blut einen sofortigen Shutdown einleitet. Schon komisch, denn das passiert nur im medizinischen Setup und nicht bei Verletzungen und dergleichen. Weiss jemand, wie diese Krankheit heisst? Mauerblümchenkomplex? Schwachmatismus? Blutophobie? Ich hab keine Ahnung. Sue auch nicht. So oder so, ich erwarte Mitleid. Nach einigen Minuten geht es mir dank Orangensaft und Schokoriegel aber schon wieder besser. Trotzdem. Grossartige Voraussetzung für die kommenden Tage auf dem Operationstisch. Ohne Vollnarkose. Armer Junge.

    Die acht mehrstündigen Sessions verteilt über zwei lange Tage stellen jeden Zahnarztbesuch in den Schatten. Nein, Spass hat das definitiv nicht gemacht und „schmerzfrei“ war das auch nicht. Trotz lokaler Betäubung sowie gelegentlicher und äusserst willkommener Sedierung. Und die Scheisse von wegen „wer schön sein will muss leiden“ will ich gar nicht erst hören. Sue leidet ja auch nicht. Zumindest nicht aufgrund ihres Äusseren. Klar, sie hat es sonst nicht leicht im Leben. Wie auch immer. Ob ich es nochmal machen würde? Hmm. Das kann ich erst sagen, wenn ich das Resultat kenne. Also in sechs bis zwölf Monaten. Bis dahin heisst es alle zwei Stunden den Kopf mit einem Wässerchen feucht halten und munter Tabletten schlucken. Und da die von Natur aus schöne Sue immer noch auf Safari weilt, verstecke ich meine hässlich blutige Büchse die Tage noch irgendwo in Ankara und vermeide den Kontakt zur Aussenwelt. Obwohl die hiesige Aussenwelt den Anblick blutiger Fratzen durchaus gewohnt ist. Tonnen von Eitelkeit reisen wie ich hierher, um wenigstens eine Sache mit Elon Musk gemeinsam zu haben. Denn im Gegensatz zu meinem Fintech-Gschpändli Michi bin ich weder stolzer Tesla-Besitzer noch umtriebiger Unternehmer. Nicht mehr beziehungsweise noch nicht wieder. Mal schauen. Klappt bestimmt. Mit neuen Haaren.

    Hätte es diese Behandlung vor hundert Jahren schon gegeben, wäre das hier vielleicht auch was für meinen Dad gewesen. Trotz Proximität zu einer mehrtägigen Wurzelbehandlung. Aber mein Dad - aka CJK - ist ja ein harter Hund. Im Gegensatz zu mir. Wohl nicht zuletzt aufgrund dieser Härte, verabschiedete sich sein Haupthaar aber schon Jahre früher als meins. Verdammtes Testosteron. Eine damit verbundene Geschichte aus den Siebzigern hätte ich wirklich gerne miterlebt. Ich kenne nicht viele Stories, bei denen meine geschiedenen Eltern beim Erzählen heute noch Tränen lachen. Wobei, darf ich die Geschichte überhaupt erzählen? Falls nicht. Sorry. Dad. Aber ... Rode Senior hat in jungen Jahren zu Beginn des Glatzenkampfs gerne auf Haarteile aus indischem Engelshaar gesetzt. Zu der Zeit wohl der letzte Schrei. Stille Schreie stiess dann aber auch meine noch unverheiratete Mutter beim gemeinsamen Fussballspiel im Garten ihres Elternhauses aus. Aufgrund Schweiss und vollem Körpereinsatz vom schnittigen CJK begann das teure Toupée für alle gut sichtbar zu rutschen und sich zu drehen. Das Resultat soll ähnlich erheiternd ausgesehen haben, wie Trumps Cheddar-Tolle bei Seiten- oder Rückenwind. Der Einzige, dem dies verborgen blieb, war der junge CJK. Das ungläubige und peinlich berührte Gelächter der versammelten Familie dürfte für CJK ähnlich verwirrend gewesen sein, wie das spontane Gelächter der UN-Vollversammlung für The Donald. Armer CJK. Geheiratet wurde irgendwann trotzdem. Zum Glück.
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  • Day23

    Anadolu otuyolu

    September 6 in Turkey ⋅ ⛅ 25 °C

    Autobahn Anatolien

    Anatolia, Turkish Anadolu, also called Asia Minor, the peninsula of land that today constitutes the Asian portion of Turkey.
    Kleinasien (lateinisch Asia minor, altgriechisch Μικρά Ἀσία Mikrá Asía) oder Anatolien (von altgriechisch ἀνατολή anatolē Osten.

  • Day184

    Ankara

    September 18 in Turkey ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach 17 Stunden Busfahrt reicht die Energie so gerade noch, um bis zur Ankara Citadel zu wandern. Leider kein direkter Zugang mehr möglich. Der Kaffee / Tee im Husar Kasri mit Blick über die Stadt entschädigt uns für die Tagesstrapazen. Morgen um 10:00 Uhr geht es auch schon weiter nach Istanbul.

  • Day26

    Ankara

    May 28, 2015 in Turkey ⋅ ⛅ 17 °C

    Our next stop in Turkey was Ankara. Here we had another great couchsurfing experience with a nice family. It was a little rainy, but we enjoyed the food and sights anyway ;)

  • Day1

    Der >PUDDING-SHOP< in Istanbul

    August 25, 2016 in Turkey ⋅ ⛅ 26 °C

    Hier in Istanbul,im legendären >Lale Pudding-Shop< hat sich die Hippiewelt getroffen..bis hier konnten viele mit dem "Daumen" Reisen..doch ab hier gab es keine Möglichkeit mehr...per Anhalter zu Fahren..also wurde der "Hippie-Bus" gebucht..Von Amsterdam bis Istanbul haben Einige gebucht..doch weiter wollten sie vorerst nicht. OK, so wurde neu gebucht, und die Fahrt ging durch die Türkei nach TEHERAN / Persien..dort war dann wieder ein weiterer längerer Stop.Read more

  • Day41

    Ankara Pit Stop

    February 18 in Turkey ⋅ ☀️ -2 °C

    Leaving behind chilling Bolu, we made a quick stop into the Turkish capital of Ankara to visit Ataturk's mausoleum. G tours used to run and overnight in Ankara, but apparently that changed with the bombings in 2016.

    Our visit felt quite short to walk down Lions Alley, visit the museum and Ataturk's mausoleum itself. Lions Alley gave us a few nice views over the city. The museum exhibits opposite the mausoleum are skippable, as the main attraction is the museum that surrounds the mausoleum itself.

    We stared in wonder at the war recreations while audio tracks added to our imaginations and then blitzed through the rest of the place. I actually didn't get time to see the mausoleum itself, but did catch part of the changing of the guard.

    After leaving Ankara, we stopped at MODA for Turkish ice cream called Dondurum. It's supposed to be so thick and chewy you needed a knife and fork to eat it. Delicious though not chewy, just very thick and creamy. We would later have more of this ice cream but in the form of a cone.
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You might also know this place by the following names:

Ankara, Provincia de Ankara, Provinsi Ankara, Ancara, Lankariän, 安卡拉省

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