Turkey
Sultanahmet

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62 travelers at this place:

  • Day3

    A morning in Istanbul.....with Jessi 2.0

    December 16, 2018 in Turkey ⋅ ☁️ 14 °C

    In Anlehnung an die fiktive "orientalische" Weihnachtsgeschichte "Ein Vormittag in Istanbul.....mit Jessi" vom Dezember letzten Jahres, nachfolgend die völlig frei erfundene ( aber durchaus realistische ) Fortsetzung - 2.0!

    Mein Blick aus den Fenstern des Frühstücksraums im Dachgeschoss unseres Gästehauses, verliert sich im grauen Himmel über dem Bosporus. Wir haben Glück, das Wetter zeigt sich auch am dritten Tag in Istanbul stabil - soll heißen: milde Temperaturen um die 14 Grad, kein Regen und sehr wenig Sonne. Trotzdem überhaupt kein Grund zu meckern finde ich - daheim fällt Schnee und es ist rund zehn Grad kälter. Der Plan des Tages sieht Shopping auf dem "Großen Basar" vor - Jessi befindet sich gefühlt seit gestern in vorfreudiger Stimmung und ist deshalb letzte Nacht "extra" sehr früh zu Bett gegangen. Apropos Doser....., langsam könnte sich die junge Dame einmal sehen lassen - es ist 9.30 Uhr! Ein Stockwerk tiefer klopfe ich leise an die Türe von Zimmer 302! "Doooser lebsch noch?" Keine Antwort! Also nochmal....."Doooooooser"! Geräusche....., die Türe öffnet sich! "Hab noch de Laafi gmacht" antwortet eine mir völlig unbekannte Person und hüpft "leichtfüßig" wie ein asiatischer Wasserbüffel zurück ins Bett! "Doooser", bisch du's"? "Hab' dich gar net erkannt mit der Frise"! Über meinen Witz muss ich allerdings alleine lachen - macht nix! Eine halbe Stunde später zeigt sich Jessi aufbruchsbereit - Freude schöner Götterfunke! Den Weg zum "Kapalı Çarşı", legen wir mit für diese Tageszeit überlicherweise sehr kurzen, sinnfreien Dialogen in wenigen Minuten zurück und erreichen überrascht, die völlig ausgestorbenen Straßen rund um das Shoppingparadies. "Tja....., hat heut' wohl zu der Basar" meine ich - "Ja Klasse.....ich krieg de Raff", lautet Jessis erster vollständiger Satz des Tages! "Jetzt chill dich Mal, ist doch net schlimm! Wir sind im Urlaub, dann gehen wir eben Morgen nochmal hierher" versuche ich zu trösten - wie sich fast jeder denken kann, bleibt es bei dem Versuch! Mir kommt eine Idee: Der "Ägyptische Basar" müsste geöffnet haben - also los! Und tatsächlich....., wenige Minuten später beginnen blaue Augen neben mir zu glänzen - Geschäfte sind geöffnet, Tochter ist zurück im Leben! Eine sogleich erspähte Handtasche ist das Objekt ihrer Begierde. Die Verhandlungen können erfahrungsgemäß dauern und deshalb entscheide ich mich kurzerhand, in der Zwischenzeit wenige Meter weiter, Oliven einzukaufen! Als ich erfolgreich von der "Jagd" zurück komme, haben sich die Preisverhandlungen nicht wirklich weiter entwickelt. Fairerweise muss gesagt werden, daß Jessi neben Beharrlichkeit durchaus Verhandlungstalent besitzt - heute anscheinend jedoch nicht! "Und wie läuft's mit der Tasche"? "Gar net" kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen - "Grieg glei der Raff" ( Raff 2.0 )! Als guter Vater sollte man sein Kind in einer solch verzweifelten Situation natürlich trösten und ablenken - auf den Trost verzichte ich heute jedoch! "Schau", starte ich mein Ablenkungsmanöver - "Gleich da vorne habe ich zufällig die "Rüstüm-Pascha-Moschee" entdeckt. "Soll toll sein, lass uns doch Mal kurz rein gehen" - was soll ich sagen..... Manöver fehlgeschlagen, Beigeisterung sieht anders aus! Jessi trottet mir mit verdrehten Augen hinterher! Der Eingang der kleinen Moschee liegt gut versteckt in den angrenzenden, verwinkelten Basarstraßen rechts vom Gewürzbasar und ist ohne Nachfragen bei den Eingeborenen kaum zu finden. Doch.....Allah'a büjük.....wir laufen direkt darauf zu! Aber nur um festzustellen, daß das 450 Jahre alte Gotteshaus zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist! Jessi reagiert darauf überraschend erwachsen: "Ich grieg de Raff" ( Raff 3.0 ), ist alles was ich rechts von mir höre! Soviel "Enttäuschungen" kurz hintereinander müssen natürlich erst einmal verarbeitet werden - ein kleiner "Pide-Bäcker" an dem wir zufällig vorbei laufen, soll's richten! Wir bestellen zwei gefüllte Teigtaschen und ein Glas Ayran für mich obendrauf - lecker! Eine Stunde später zurück im Gästehaus, ist es an der Zeit für einen kleinen Mittagssnack auf der Dachterrasse. Simit, Schafkäse, Tomaten und die heute gekauften Oliven. Als Jessi selbige entdeckt, geht der Vorhang auf für.....richtig....., Raff 4.0! Ich finde die großen Oliven besonders lecker - die junge Dame überhaupt nicht und verabschiedet sich deshalb brabbelnd, von wegen "haben da wohl nen unterschiedlichen Olivengeschmack" oder so ähnlich, zur Mittagsruhe! Und so sitze ich eben alleine beim mediterranen Lunch und verliere mich wieder im grauen Himmel über dem Bosporus. Manchmal läuft's nicht ganz so gut, aber halb so wild, morgen ist ja auch noch ein Tag :-)!Read more

  • Day6

    The simplest things are most the best!

    December 19, 2018 in Turkey ⋅ 🌧 3 °C

    Die Mittagszeit bringt weiteren Regen und..... Appetit auf etwas Warmes! Wie gut, daß das winzige Restaurant von "Meşhur Üsküp" ganz in der Nähe vom "Großen Basar" liegt. Die Anzahl der angebotenen Speisen ist sehr, sehr übersichtlich, dennoch verdient der kleine gastronomische Betrieb, meiner Meinung nach allein aufgrund seines herzhaft gewürzten Eintopfs mit weißen Bohnen einen "Michelin Stern"! Ohne Übertreibung.....dieser ist mit Abstand das Schmackhafteste, was ich bis dato aus Hülsenfrüchten hergestellt verkosten durfte. Das Restaurant entdeckte ich bereits letztes Jahr rein zufällig, als mir beim Vorbeischlendern der riesige Tontopf mit dem appetitlichen Inhalt aufgefallen ist. Etwas Glück ist schon nötig, um bei Meşhur einen Sitzplatz zu bekommen! Im Untergeschoss befinden sich neben dem Küchenbereich gerade einmal drei Sitzplätze ( wenn ich selbst Platz nehme, maximal zwei ), im ersten Stock sind es nur wenige mehr. Ich muss schon seit etlichen Jahren immer wieder schmunzeln, welch unglaublich hohe Rechnungen viele Restaurantbesucher am Ende bezahlen und danach "wieder einmal" enttäuscht von ihrem Essen sind. Mit sehr wenigen Ausnahmen ( dazu gehört das "Brunnenstüble" in Möglingen - Gruß an Alle und "Daumen hoch" für den leckeren Kartoffelsalat ), habe ich selbst aus genau diesem Grund, überhaupt kein Verlangen mehr "Essen zu gehen". Doch von Zeit zur Zeit, wenn auch selten, sitze ich auf meinen Reisen vor einem Teller "Geschmackserlebnis" ( meist in einer winzigen Garküche, oder Vergleichbares ) und muss dann feststellen, daß es immer die ganz einfachen, bodenständigen Gerichte sind, die mir besonders gut schmecken und mich nachhaltig begeistern. Angenehmer Nebeneffekt dabei sind die oftmals winzigen Preise - der heutige Teller "Gourmet-Bohneneintopf" beispielsweise kostet umgerechnet 1,50 € :-)!

    Nach dem Essen zieht es mich noch nicht zurück ins Gästehaus. Auf dem Weg dorthin, befindet sich ein lohnenswertes Ausflugsziel, vor allem bei unfreundlichem Wetter - die "Cisterna Basilica"! Über eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Bosporus, hatte ich ja ebenfalls schon letztes Jahr ausführlich berichtet - ein Besuch lohnt definitiv, auch beim zweiten Mal!
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  • Day2

    On tour.....

    December 15, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 15 °C

    Part 1: A short trip to Asia

    Der Bosporus verbindet das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer und teilt geographisch betrachtet, den europäischen vom asiatischen Kontinent ( Info vor allem für Akademiker )! Somit weißt Istanbul ein Alleinstellungsmerkmal auf - sie ist die einzige Stadt weltweit auf zwei Kontinenten! Natürlich verfügt die Metropole über eine moderne Metro und ein breit aufgestelltes Linien-Busnetz, doch Istanbul lässt sich meiner Meinung nach, mit den zahlreichen Fähren am Besten entdecken! Die Tickets sind mit umgerechnet ca. 0,50 € je Strecke unglaublich günstig und man bekommt neben einem zuverlässig fahrenden Verkehrsmittel ( außer es herrscht stürmisches Wetter ), auch immer noch den besten Blick auf die Stadt obendrein - vom Wasser aus! Mit der Istanbul-Card ( ich habe eine im Gästehaus bekommen ) geht's ganz einfach - Karte an den Ladestationen bei den Fâhrterminals aufladen ( Automat nimmt nur Scheine ) durch die Schranke gehen ( verbleibendes Guthaben wird angezeigt ), fertig! Meine erste Fahrt bringt mich in ca. 20 Minuten nach "Kadıköy" - inklusive eines kostenlosen Entertainment-Programms hunderter von Möwen! Die Passagiere der Fähre haben einen riesen Spaß daran, die Vögel mit allerlei Blödsinn zu füttern und damit bleibt der riesige Schwarm eben solange als Begleitung, wie es etwas zu futtern gibt. "Kadıköy" auf der asiatischen Seite der Stadt ist anders - deutlich weniger touristisch! Hier leben und wohnen die Istanbuler und gehen ihren alltäglichen Arbeiten nach. Dazu gehört natürlich auch Lebensmittel einkaufen und.....das macht Spaß in den engen Straßen gleich hinter dem Fähranleger! Frische Ware und buntes Essen an vielen Ständen, sowie in zahlreichen Restaurants - Gewöhnliches und Besonderes und vor allem viel frischer Fisch! Würde ich hier leben, die Marktstraßen in diesem Viertel wären mein "Jagdrevier"! Nachfolgende Fotos vermitteln einen guten Eindruck!Read more

  • Day6

    A city in the city!

    December 19, 2018 in Turkey ⋅ 🌧 3 °C

    Es ist kalt geworden! Seit gestern Abend bestimmt ein Sturmtief aus dem Westen kommend das Wetter. Die starken Winde lassen gerade etwas nach, der Regen leider nicht - eindeutig ein Tag für "Indoor-Aktivitäten"! Im Gästehaus zu bleiben, kommt aber definitiv nicht für mich in Frage, Kultur auf UNESCO-Welterbe Niveau war gestern - für heute soll es Shopping im "Großen Basar", bzw. in den unzähligen Gassen drum herum werden. Den überdachten "Kapalı Çarşı" selbst, kann man mit seinen rund 4000 Geschäften, getrost als kleine Stadt innerhalb Istanbuls bezeichnen - erst Recht, wenn dabei die unzähligen Geschäftsstraßen bis hinunter zum "Ägyptischen Basar" berücksichtigt werden. Da ich bereits letztes Jahr ausführlich über den "Großen Basar" berichtet habe, verzichte ich heute auf weitere Informationen darüber und möchte stattdessen über ein sehr kleines, ganz besonderes Geschäft innerhalb erzählen!

    Auf "Satre" bin ich 2015 durch die vierteilige Dokumentation-Reihe "Basare der Welt" in der ARD aufmerksam geworden. Der Inhaber Emrah Ertaş hat sich mit seinem kleinen Geschäft, das bereits seit dem Jahre 1861 familiengeführt direkt am Eingangstor Nr. 14 des überdachten Marktes liegt, einen sehr guten Namen gemacht. Das angebotene Sortiment besteht vor allem aus "Peştemals" ( traditionelle, türkische Hamamtücher ) und Decken. Während überall in Istanbul immer wieder die gleichen, endlos kopierten Tücher verramscht werden, entwirft der sicherlich 75 jährige die traditionellen Muster und Stoffe seiner Ware, einer uralten Familientradition folgend, selbst und lässt diese dann patentieren! Die Familie Ertaş ist durch ihre fundierten Kenntnisse bezüglich Stoffe und orientalisches Design, auch immer wieder als Ratgeber und Ausstatter für diverse TV- und Kinoproduktionen gefragt, wie beispielsweise für den Hollywood-Erfolg "Troja" mit Brad Pitt und Orlando Bloom! Was mir besonders gut gefällt wenn man das Geschäft betritt, ist die höfliche Distanz die ein Kunde dort erwarten darf. Ein freundlicher Gruß, aber ansonsten keine basarüblichen Ansprachen oder ständiges Nachfragen, ermöglichen dem Interessierten sich in aller Ruhe, auf Wunsch gerne mit einem Glas Çay in der Hand, umzuschauen! Natürlich habe auch ich mir wieder etwas Kleines gegönnt - eben einer dieser besonderen "Peştemals"! Auf meine Frage, welches seine liebsten Hamamtücher sind, zeigt der Chef des Hauses auf ein Hochregal neben der Eingangstür. "Nach meinen Kindern, mein bestes Produkt" scherzt Emrah - na, wenn das keine Empfehlung ist :-)! "Sie waren schon einmal bei mir?!" meint sich der sympathische Herr am Ende zu erinnern - "Ja, letztes Jahr um die gleiche Zeit" antworte ich und bekomme frohe Weihnachten gewünscht! "Und ich wünsche Ihnen weiterhin Gesundheit" bedanke ich mich. "Stimmt....., Sie haben Recht, daß ist das wichtigste überhaupt"!

    Wie man das kleine Geschäft zielgerichtet findet? Keine Ahnung :-)....., sich einfach durch den "Kapalı Çarşı" treiben lassen und immer Mal wieder kurz nach oben schauen. Dort an der Decke des Basars hängen abundzu Wegweiser, auf denen auch die Eingangstore vermerkt sind. Irgendwann ist dann sicherlich einmal "Gate 14" zu lesen..... Inshalla!
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  • Day7

    Fastfood at the Bosphorus

    December 20, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 4 °C

    In der zweitgrößten Metropole Europas muss niemand verhungern! Gefühlt überall und zu jeder Tageszeit brodelt, köchelt und dampft es aus unzähligen Restaurants, kleinen Garküchen und mobilen Verkaufsständen. Müsste der "Nicht-Türkei-Reisende" typisches "Fastfood" für Istanbul benennen, würde ihm spontan sicherlich "Döner Kebab" als Erstes einfallen. Die in Deutschland äußerst beliebte Zwischenmahlzeit, ist jedoch in der Türkei nicht zwingend ( mit Ausnahme von touristisch stark frequentierten Gebieten ) Fastfood. Eher eine im Vergleich teure Mahlzeit, da beim Originaldöner qualitativ hochwertiges Lammfleisch verwendet wird und kein "Fleischrestemix" wie wir es in Deutschland kennen! Auch wird das Dönerfleisch in der Türkei überlicherweise nicht in ein Brötchen gezwängt, sondern auf einem Teller serviert! Unangefochtener Fastfood-Spitzenreiter ist definitiv der Simit - ein ( wenn frisch ) äußerst leckerer Sesamkringel, ohne den das öffentliche Leben am Bosporus zweifelsohne in Anarchie versinken würde! Sicherlich gehen jeden Tag allein in Istanbul Millionen ( für umgerechnet 0,30 € / Stk.) davon über die Ladentheken und mobilen Verkaufsstände, die wiederum gefühlt, alle 100 Meter auf Kundschaft warten. Ganz in der Nähe des "Ägyptischen Basars" hat man dem beliebten Kringel sogar eine Bronzeskulptur gewidmet - das sagt ja wohl alles! Fast genauso oft sind kleine Verkaufswägen zu sehen, an denen Maiskolben ( in Milchwasser gekocht oder vom Grill ) und geröstete Maronen erhältlich sind. Sehr beliebt sind auch süße Waffeln oder "Kumpir" - große Folienkartoffeln mit den unterschiedlichsten Dipps dazu! Frische Miesmuscheln mit etwas Zitronensaft und die ( vor allem an der Galata-Brücke ) angebotenen Fischbrötchen mit gegrillten Sardinenfilets, sind natürlich auch der Lage unmittelbar am Meer geschuldet. Gesunde Sachen sind tatsächlich auch zu bekommen! Die Locals zeigen große Begeisterung bei frischgeprässten Säften und so ist es nicht verwunderlich, daß überdurchschnittlich viele Fruchtpressen im Einsatz sind. Auch habe ich immer wieder Mal als gesunden Snack zwischendurch, bereits gepulte Granatapfel-Kerne entdeckt - sehr lecker und.....es erspart das mühsame Entkernen der Früchte, welches bedingt durch den stark färbenden Fruchtsaft, im günstigen Fall nackt unter einem Wasserfall erledigt werden sollte! Zweifelsohne eine Kuriosität und sicherlich nicht Jedermanns Geschmack, ist Kokoreç! Gegrillte und gewürzte Lammdärme, werden zerhäckselt im "Baguette" mit Kräutern und Gemüse als Snack zwischendurch, oder auf einem Teller angerichtet, als Hauptmahlzeit verzehrt. Eine bei den Osmanen sehr beliebte Speise, die jedoch bis jetzt überhaupt nicht mein Interesse wecken konnte :-)!Read more

  • Day7

    Let myself drift one last time!

    December 20, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 4 °C

    Die Regenfront ist weitergezogen - am letzten Tag in Istanbul lasse ich mich vormittags noch einmal durch das Viertel "Kadıköy" in Richtung "Taksim Platz" treiben. In der verkehrsberuhigten, kilometerlangen Einkaufsstraße dorthin, reihen sich die seelenlosen Labels, welche weltweit die "Shoppingmeilen" beherrschen, aneinander - wer's mag! Ich nicht wirklich - die lebhaften Gassen der Basare reizen mich viel mehr, daher kehre ich nach ungefähr einen Kilometer wieder um und bummle zurück zum "Marmara Guesthouse". Gegen 17.00 Uhr wird's dann Zeit für einen letzten Abendspaziergang. Nach dem "Ägyptischen Basar", hat mich sogleich das Basarviertel "verschluckt" - mein Ziel für's bescheidene Dinner, ist ein letztes Mal die Pide-Bäckerei meines Vertrauens, "Mavi Haliç Pidecisi"! Jetzt gerade sitze ich wieder umgeben von UNESCO gelisteten Prachtbauten - in wenigen Minuten beginnt der abendliche "Wettstreit" der Muezzine. Danach noch ein kurzer Plausch mit "Erbek" dem Schuhputzer - es wartet eine neue Hörspielproduktion der "Schatzinsel" auf mich :-)!Read more

  • Day2

    On tour.....

    December 15, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 15 °C

    Part 2: Stroll through "Karaköy"

    Um die Mittagszeit besteige ich die nächste Fähre in den Stadtteil "Beşiktaş", um von dort aus ungefähr 6 Km zurück zum "Marmara Guesthouse" ( meiner Unterkunft ) zu laufen. Das was ich unterwegs von "Beşiktaş" sehe, begeistert mich nicht, aber schon bald zeigt sich in der Ferne der "Galata Tower" - im nächsten Stadtteil "Karaköy"! Hier hat es mir schon letztes Jahr gut gefallen. Das Viertel ist "hipp" und kreativ, hat viele ( auch außergewöhnliche ) Geschäfte, Künstler-Galerien und hübsche Cafés - durch "Karaköy" zu bummeln macht Spaß! Für das lebendige Treiben rund um den "Galata-Tower" sollte man unbedingt gutes, rutschfestes Schuhwerk anhaben - die steilen Kopfsteinpflaster-Straßen sind selbst bei trockener Witterung rutschig! Der 1500 Jahre alte Turm ist ein beliebtes Ausflugsziel der Großstädter und bietet einen tollen Blick über den Bosporus bis hin zur Altstadt "Sultanahmet" mit seinen weltbekannten Bauwerken - vorausgesetzt man(n) bringt genügend Geduld für's Anstehen mit. Über die "Galata-Brücke" ist das dritte Stadtviertel für heute erreicht - "Eminönü"! Am Ausgangspunkt für die Fähre heute morgen, wimmelt es nur so von Menschen - Stau auf den Gehwegen! Noch ein kurzer Besuch des Bahnhofs "Sirkeci" - der liegt direkt auf meinem Heimweg und weckt Erinnerungen an den historischen Bahnhof von Porto. "Orient-Express" Atmosphäre kommt auf, denn die alte Station war tatsächlich der Endbahnhof von Selbigem, beherbergt heute ein Restaurant und dient immer wieder als Filmkulisse ( z.B in der ARD-Krimireihe "Mordkommission Istanbul" )!Read more

  • Day5

    "As long as the world exists.....

    December 18, 2018 in Turkey ⋅ 🌫 10 °C

    .....this mosque will stands too", versprach der selbstbewusste Architekt "Mimar Sinan" dem damaligen Sultan Süleyman, bei der offiziellen Übergabe des monumentalen Bauwerks im Jahre 1557. Nun, die Chancen daß es vielleicht so kommt, stehen nicht schlecht - unter dem talentiertesten osmanischen Architekt aller Zeiten, sind einzigartige Bauten entstanden, die trotz mehrfacher Erdbeben, die letzten knapp 500 Jahre ohne nennenswerte Schäden überstanden haben. Blickt man von der Galata-Brücke auf die gewaltige "Süleymaniye-Moschee" mit ihren vier Minaretten, so scheint diese ganz nah. Aber, es kostet schon ein wenig Mühe von dort aus hinzugelangen, denn das UNESCO-Welterbe thront majestätisch auf einem der sieben Hügel Istanbuls - es geht "bergauf"! Das Innere des muslimischen Gebetshauses, besticht allein durch seine Räumlichkeit und der gewaltigen, fünfzig Meter hohen Hauptkuppel. Verglichen mit dem oft "protzigen" Interieur christlicher Kathedralen, wirkt alles sehr bescheiden. Etwas ganz besonders Kurioses ist jedoch zu entdecken, wenn man seinen Blick sehr aufmerksam auf die riesigen, hängenden "Beleuchtungskörper" richtet - nach exakt jeder vierten Lampe, kommt ein.....Straußenei! Diese dienen als biologische Insektenabwehr und werden in einer besonderen Gewürz-/Kräutermischung gekocht, so daß der dadurch entstehende Geruch, langfristig Spinnen vertreiben soll - outstanding :-)!

    Da sich der Himmel heute regnerisch grau zeigt, passend dazu die Außenaufnahmen in Schwarz-weiß!

    Im Übrigen sehe ich eine Besichtigung der "Süleymaniye-Moschee als wunderbare Alternative zur "Sultanahmet-Moschee". Von innen sind sich Bauwerke sehr ähnlich, jedoch ist Erstere nicht ansatzweise so stark besucht!
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  • Day7

    Ein Vormittag in Instanbul....mit Jessi

    December 10, 2017 in Turkey ⋅ ⛅ 15 °C

    Mittlerweile haben meine Tage einen sehr angenehmen Rhythmus bekommen. Leider regnet es heute Vormittag ( voraussichtlich aber nur bis 12.00 Uhr ) und so verzichte ich auf den liebgewonnen Morgenspaziergang und bleibe im Gästehaus - die Reisetasche muß eh noch für den morgigen Heimflug gepackt werden. Gerade stelle ich mir vor, wie denn so ein typischer Vormittag in Istanbul mit Jessi ausgesehen hätte. Natürlich ist das nur eine fiktive Geschichte - jede Ähnlichkeit mit lebenden oder blablabla etc! Zur Jahreszeit passend.....eine Art "Orientalische Weihnachtsgeschichte":

    Es sind schon knapp drei Stunden vergangen, seit der Muezzin zum Morgengebet aufgerufen hat. Kurz vor 9.00 Uhr sitze ich am Frühstückstisch und blicke auf den Bosporus. Es ist heute sehr windig - mit weißer Gischt schlagen die Wellen der Meerenge an die Ufer. "Morgii" höre ich es plötzlich neben mir - ein kleines Wunder, Jessi ist tatsächlich schon wach - das hätte ich nicht erwartet! Obwohl, wach ist die falsche Beschreibung - anwesend passt da schon besser - der Gesichtsausdruck meiner Tochter sagt eher Nachtii! "Na du, gut geschlafen"? antworte ich - "Mogsch mr, kannsch net zeigä"? Unser übliches Vater / Tochter Geplapper welches eh niemand versteht, der uns nicht kennt. Es wird Zeit, sich wieder meinem Frühstück zuzuwenden und die Kommunikation für's Erste einzustellen - Jessis genervter Gesichtsausdruck macht dies unmißverständlich klar. Der Aufbruch zum geplanten Spaziergang inklusive Shopping auf dem "Ägyptischen Basar" wird sich, so meine Erschätzing um kurz nach 9.30 Uhr, auf jeden Fall verzögern - es stehen noch wichtige Geschäfte / Bedürfnisse an, die erst vollzogen werden müssen. Jeden Morgen das gleiche Prozedere - inklusiver erfolgreicher Vollzugsmeldung! Wie im Kindergarten - ich werde noch wahnsinnig! Fast nicht zu glauben, aber eine Stunde später sind wir dann doch unterwegs. Ich leite Jessica beschwichtigend am "Arasta Basar", gleich beim Gästehaus um die Ecke liegend vorbei, lenke dabei erfolgreich mit meinem Halbwissen über die "Sultan Ahmet Moschee" von etwaigen Kaufinteressen ab und dränge sie an dem Prachtbau vor uns liegend, geschickt nach rechts in Richtung "Hagia Sophia". Auf den nächsten 500 Meter drohen keine weiteren Verzögerungen, da höchstens ein Kastanien- oder Maiskolben-Verkäufer unseren Weg kreuzen kann. Als ich den Simitverkäufer, der sich sehr geschickt hinter einem Kastanienwagen platziert hat entdecke, ist es schon zu spät! "Daaaaad" tönt es von rechts - "Schmeckiii"! OK denke ich mir, ein Sesamkringel passt immer und kaufe gleich zwei davon. Es geht weiter, jetzt sind Konzentration und Taktik angesagt, denn vor uns liegt die "gefährliche" Strecke in Richtung Fähranleger "Eminömü" - dort sind jede Menge Krimskrams Läden mit Blödsinn im Sale zu finden. Sorry, aber dazu fehlt mir heute die Geduld! Ich versuche mit geschickter Rhetorik Jessica eine "Abkürzung" schmackhaft zu machen. Sie trottet mir hinterher, aber ich glaube, daß sie den Trick bemerkt hat. Egal, noch einen Kilometer bis zum Ziel - wir liegen ganz gut in der Zeit und haben noch nichts eingekauft. Ganz klar ein erster Etappensieg für mich, aber die Schlacht ist noch nicht gewonnen! Um die nächste Ecke dann ein herber Rückschlag, der viel Zeit kosten wird! "Daaaaad" tönt es wieder neben mir "Gaiiil....Megges...Schmeckii"! Ich kapituliere - gegen Mac Donalds, bzw. Mac Café habe ich keinerlei Chancen, das hat sich dieses Frühjahr schon deutlich in Rom gezeigt. Selbstverständlich wird vor dem Kauf des beliebten Heissgetränks noch intensiv die Toilette des Schnellrestaurants genutzt - im Anschluss daran natürlich mit der gewohnt, erfolgreichen Vollzugsmeldung! Wenig später haben wir dann tatsächlich den "Gewürzbasar" erreicht. Es ist 12.35 Uhr - endlich am Ziel - obwohl, der Wahnsinn beginnt ja erst! Mal sehen wer nach dem sicherlich erfolgreichen Einkaufsevent, die meistens der "Schätze" zurück zum Gästehaus tragen darf?! Ich höre es schon wieder schallen: "Daaaaad"!
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  • Day3

    Don't miss "Hafiz Mustafa"!

    December 16, 2018 in Turkey ⋅ ⛅ 14 °C

    Wer im hektischen Großstadtgetümmel Istanbuls einen stilvollen Ort der Ruhe sucht, der sollte unbedingt das Café / Patisserie von "Hafiz Mustafa" besuchen. Was "Dallmayr" ( wenn auch doppelt so lange ) in München, ist das im Jahre 1864 gegründete Traditionshaus am Bosporus. Direkt an der Metrolinie, nur einen Katzensprung von der Sultanahmet Moschee entfernt, betritt man als gefühlt Zeitreisender, eine andere Welt. Zurückversetzt in ein Ambiente längst vergangener Tage - allerdings ohne den Staub der Jahrhunderte - findet der Genußmensch hier im Stil alter Café-Häuser, einer Platz zum Verweilen und jede Menge Kalorien. Zuckerjunkies bekommen beim ersten Blick auf das riesige süße Sortiment große Augen und Schnappatmung - die sanfte traditionelle, türkische LaLa-Musik im Hintergrund, normalisiert den Puls aber wieder auf ein akzeptables Maß, so daß einer Bestellung beim orientalischen Zuckerbäcker nichts mehr im Wege steht. Für die zwei Kalorienbomben meiner Wahl und ein Glas Çay ( türkischer Schwarztee ) durfte ich am Ende überschaubare 5,50 € bezahlen - gut investierstes Geld! Für die gefutterten Kalorien jedoch, muß ich heute noch mindestens zehn Extrakilometer laufen ;-)!Read more

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Sultanahmet

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