Ukraine
Arkadiya

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3 travelers at this place:

  • Day171

    Odessa

    October 18 in Ukraine ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir finden einen herzigen Parkplatz inmitten eines etwas verwahrlosten aber schönen Parks und bleiben hier für drei Nächte. Der Park beherbergt diverse Strassenhunde, Vögel und ein Igeli (habe Goodies gekauft, die aber dann keiner essen wollte🙈). Wir erleben einiges in diesen Tagen: dekadent essen und trotzdem kaum Geld ausgegeben, Kinofilme werden nur am Mittwoch in Originalsprache gezeigt, ukrainische Schönheiten sind rar, wunderbar verwachsene Innenhöfe, im Sommer sei Odessa das ukrainische Ibiza, einen Besuch in einem der schönsten Opernhäuser Europas (haben dazu leider keinen Vergleich), Arjen macht mit beim Sport 😱🎉 und ein anschliessendes Bad im schwarzen Meer! Der einzige Downer: das „Tigerloch“ (ein Insider) in welches ich falle, weil meine Motivation zum Büsslireisen schwindend ist. Ein Plan muss her: raus aus der Ukraine und ab in den Süden.Read more

  • Day45

    Odesa, Ukraine

    August 6, 2018 in Ukraine ⋅ ☀️ 32 °C

    Obwohl der Bus durch Transnistrien gefahren ist, waren wir sehr flott in Odessa. Statt der veranschlagen 6 Stunden waren es nur 4 im "Marshrutka" (sprich: meist ausgemusterter Sprinter ohne Stoßdämpfer oder Anschnallgurte), da der findige Fahrer unter lauter Fluchen und Hupen an dem Grenzstau vorbeigefahren ist, per Handschlag die Zöllner begrüßt hat und ich prompt meinen Pass mit mehreren Stempeln zurück hatte 👍🏻
    Transnistrien ist offiziell Teil Moldawiens, hat sich jedoch so halb abgespalten als autonome Region Russlands, sprich mit Rubel als Währung und Putin als Held. Wie eine Zeitreise in die 80er der Sowjetunion.

    Schwieriger ist schon, dass kaum jemand hier in Odessa Englisch (oder Deutsch, Französisch oder Spanisch) spricht. So stoppte mein Bus irgendwo in Odesa und ich wollte aussteigen, als ich merkte dass die meisten Leute sitzen geblieben waren. Auf Nachfragen wo der nächste Stop wäre und zeigen der Karte auf dem Handy gab es nur Stirnrunzeln und Geschrei. Wir stoppten dann noch beim Hauptbahnhof an der Bushaltestelle. Da die Ukraine nicht in der EU ist und öffentliches Wifi eher unüblich ist war es mir leider nicht möglich herauszufinden wie ich zu meiner Camping Datscha kommen sollte. 6km bei über 30 Grad waren seit der Grenzüberquerung nach Rumänien heute keine Option. Also bin ich so lange um den Bahnhof spaziert bis ich ein ungeschütztes WiFi gefunden hatte (und Geldautomat) um erfreut festzustellen dass Uber hier möglich ist. Sprich für schmale 3 Euro wurde ich Richtung Süden zu den Stränden gefahren. Da meine "Datscha" - eigentlich eine Art Campingplatz mit Pressspanbuden - direkt am Strand ist gibt es auch nur stundenweise Strom und kein Internet. Außerdem musste ich trotz Uber Taxi die letzten knapp 2 Kilometer den Hang runter Richtung Strand laufen und die Datscha suchen, da diese weder bei Google noch maps.me verzeichnet war und Autos nicht in das Gebiet einfahren können. Da wären wir wieder beim Sprachproblem bzw fehlendem Internet 😂 Andererseits hat es mich mal wieder gefreut mit Händen und Füssen Scharade zu spielen um sich verständigen zu müssen.
    Egal, Odesa ist das Ziel sonnenhungriger Ukrainer, insbesondere da die Crim ja nicht mehr bereisbar ist. Ich bin bisher der einzige Westeuropäer hier. Der Rest kommt aus der Ukraine, Weißrussland, Moldova oder Polen 😂
    Kulturschock: oh ja, total. Mal was anderes. Aber auch anstrengend, da mich nix kyrillisch. In den anderen Ländern konnte man sich das meiste herleiten oder es gab die Möglichkeit mit Englisch durchzukommen. Erziehungstechnisch hagelt es hier es auch durchaus häufiger mal Backpfeifen und es wird auch mal etwas lauter. 🤔 Ist man so gar nicht mehr gewohnt...
    Viele neue Eindrücke also. Auch wenn die meiste Zeit aus o.g. Gründen in eigener Gesellschaft verbringen muss 🤷‍♂️ Die Stadt habe ich auch kurz besichtigt. Besonders ist die potemkinische Treppe. Sie ergibt eine optische Illusion. Im Grunde folgt auf ca 30 Stufen immer eine Art Plattform, dann wieder 30 Stufen. Schaut man von unten im richtigen Winkel hoch sieht man durchgängig nur Stufen. Von oben wiederum sieht man nur die Plattformen und keine einzige Stufe 😉 Ein paar schöne alte Boulevards und Restaurants gibt's natürlich auch. Aber der Star ist der Strand und die kilometerlange Promenade ohne Verkehr für Jogger, Radfahrer und Inliner. Die Leute sind total sportbegeistert aber abends auch dem Feuerwasser nicht ganz abgeneigt. Gut zu sehen an der riesigen Auswahl in jedem Supermarkt oder Kiosk 😎 Für Donnerstag habe ich ein Busticket nach Kiev (7 bis 8 Stunden). Mein vielleicht vorerst letzter Stop. Ringe gerade mit mir selbst ob ich auf dem Landweg über Polen zurück komme (plus eine gute Woche) oder ob ich von Kiev zurück fliege. Wird wie immer spontan entschieden 😉
    Nach 2 Tagen habe ich durch Zufall erfahren dass hier russisch und nicht ukrainisch gesprochen wird. So viel zu meiner Sprachbegabung. 😂 Aber es gefällt mir mit jedem Tag besser. Morgen früh nochmal an den Strand, am Mittag geht dann der Bus nach Kiev (7 Stunden). Die vielleicht vorerst letzte Station?! 🤔
    Mal sehen...
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Arkadiya

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