Ukraine
Kiev

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17 travelers at this place:

  • Day50

    Pripyat, Ukraine: Teil 2 ☢️

    August 11, 2018 in Ukraine ⋅ 🌙 20 °C

    Hier ein paar Eindrücke aus der Geisterstadt. Vieles wurde geplündert und auf dem Schwarzmarkt verkauft, mit teilweise fatalen Folgen. Wir durften auch "ausnahmsweise" einige Gebäude und Anlagen betreten. Man musste nur sehr aufpassen wegen rostiger Nägel, Scherben und Löchern im Boden, ach ja und potentiellen herabfallenden Trümmerteilen 😂
    Ach ja und Füchsen 🦊
    So habe ich einen Konzertsaal, ein Kino, eine Schule, einen Plattenbau, einen Supermarkt und den berühmten Freizeitpark mit Riesenrad und Autoscooter besichtigen können. Bei Interesse zeige ich gerne mehr Fotos.
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  • Day50

    Reaktoren Chernobyl, Ukraine: Teil 3 ☢️

    August 11, 2018 in Ukraine ⋅ 🌙 20 °C

    Hier ein paar Eindrücke der Reaktoranlagen. Natürlich darf man nicht alles fotografieren, da die Zwischenlager und Regierungs- und Militärgebäude strategische Ziele sein könnten.
    Aber Reaktor 5 wurde nie zu Ende gebaut wegen der Katastrophe. Da kann man quasi reinlaufen, wäre nicht die Einsturzgefahr...Read more

  • Day4

    Eingang zur Sperrzone - 30km Abschnitt

    May 31 in Ukraine ⋅ ⛅ 21 °C

    Am Eingang zur Sperrzone angekommen, hieß es dann zunächst warten, warten, warten.
    Dort war die Hölle los. Von Tanya erfuhren wir, dass die Zone am gestrigen Tag aus unerklärlichen Gründen geschlossen blieb und so viele Touren auf den heutigen Tag gelegt wurden.
    Im Normalfall wäre nicht so viel los...na klasse. Aber warten wir mal ab, wie man das zu spüren bekommt.
    Um in die Zone reinzukommen werden die Eintrittskarten mit den Pässen abgeglichen. Da nur 2 Polizisten vor Ort waren, dauerte dies auch dementsprechend.

    Am Eingang befanden sich noch zwei Stände, wo man Souvenirs, Getränke etc kaufen konnte.
    Das finde ich schon wieder ein wenig übertrieben, aber nun gut.

    Während wir warteten, erzählte uns Tanya noch einiges zu der Geschichte von Tschernobyl.
    Nach gut einer Stunde warten, durften wir dann endlich rein. Wir bekamen jeder noch einen kleinen Zähler um beim rausgehen die Strahlung besser messen zu können, die wir abbekommen haben.
    Des Weiteren erhielt die gesamte Gruppe noch 5 Geigerzähler.
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  • Day4

    Duga 3 - Woodpecker

    May 31 in Ukraine ⋅ ⛅ 22 °C

    Da die Zeit, aufgrund des langen Wartens, etwas drängte, machten wir einen kurzen Halt am Stadteingang von Tschernobyl.
    Tschernobyl selbst ist relativ weit von dem Atomkraftwerk entfernt. Mittlerweile leben hier schon wieder um die 4000 Menschen. Oft sind es Arbeiter, die im Atomkraftwerk tätig sind.
    Dementsprechend gut erhalten sieht die Stadt aus, wo sicherlich einiges erneuert wurde.
    Schade, dass hier nicht mehr Zeit bleibt!

    Aber unser erster Checkpoint ist dann doch etwas interessanter.
    Dieser liegt ca. 7 Kilometer von der Hauptstraße entfernt. Wir fahren über eine Art "Plattenstraße", welche vom Militär angelegt wurde.
    Die Straße besteht aus einzelnen Platten, damit diese im Falle eines Angriffes o.ä. schnell zur Seite gepackt werden können und keine Feinde mehr durchkommen.

    Am Ende der Straße befindet sich dann Duga 3 oder auch Tschernobyl 2 Radar oder im Westen Woodpecker genannt.
    Dies ist ein Raketenabwehrsystem der Sowjetunion. Mit diesem beeindruckenden Bauwerk sollten Raketenstarts aus Europa und Amerika frühzeitig erkannt werden.
    Erst nach der Tschernobyl-Katastrophe 1986 kamen Fotos und genauere Infos an die Öffentlichkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste keiner etwas über diese "Wand". Den Einheimischen wurde es als Feriencamp verkauft. Dafür wurde sogar am Anfang der Straße eine Bushaltestelle hergerichtet.

    Die Duga 3 ist 150 Meter hoch und 700 Meter lang und wirkt von unten absolut gigantisch!

    Des Weitere konnten wir noch einige Gebäude, der extra für die Arbeiter und deren Familien errichteten kleinen Stadt, wie die Feuerwehr oder das Krankenhaus etc. in der Umgebung ansehen, ehe es wieder zum Sprinter ging.

    Schon krass und erstaunlich, wie zerfallen und verlassen es alles ist, dabei sind wir noch nichtmal in der Geisterstadt...
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  • Day4

    Atomkraftwerk Tschernobyl

    May 31 in Ukraine ⋅ ⛅ 22 °C

    Bevor wir zum Atomkraftwerk und dem explodierten Reaktor 4 kommen, müssen wir noch einen weiteren Checkpoint anfahren. Dies ist die 10 Kilometer Grenze. In dieser ist ein Wohnen absolut untersagt, da die Strahlung hier deutlich höher ist.
    Ein Glück gibt es an diesem Punkt keine große Passkontrolle und wir können schnell weiterfahren.

    Unser nächstes Ziel ist dann das Atomkraftwerk, wo bis heute noch gearbeitet wird.
    Dort gibt es für uns auch ein Mittagessen in der Kantine und die erste Dosimeterkontrolle.

    Am 26. April 1986 kam es hier im Reaktor 4 in der Nacht zu einer der größten Katastrophen der Welt.
    Bei Tests explodierte der Reaktor und setzte eine gewaltige Menge an Strahlung frei.
    Anstatt alles zu evakuieren, wollte die Regierung diesen Vorfall eher verheimlichen und spielte diesen runter. Viele tausende Feuerwehrmänner, Polizisten etc. ließen ihr Leben im Kampf gegen diese Katastrophe bei versuchten Löscharbeiten und Verhinderung einer weiteren Explosion.

    Heute ist über dem Reaktor ein großer Sarkophag, sodass man sich dieser Zone wieder nähern kann.
    Es arbeiten dort auch noch zahlreiche Leute, da man nicht alles aufmal abstellen kann, sondern langsam runterfahren muss.
    Die Menschen arbeiten hier im 2-Wochen-Takt. Das heißt sie arbeiten 2 Wochen und haben dann 2 Wochen frei, um keine zu hohe Strahlenbelastung zu bekommen.

    Das Atomkraftwerk sollte das größte weltweit werden.

    Bevor wir uns zum Reaktor begeben, bekommen wir aber in der Kantine noch ein Mittagessen.
    Um in die Kantine zu dürfen, müssen wir uns einer Kontrolle unterziehen, um sicherzustellen dass wir keine Partikel an den Klamotten haben.
    Die Kantine ist riesig und das Essen ist auch sehr lecker und mehr als genug.
    Nach dem kleinen Stopp, fahren wir dann fast ganz ran an den Sarkophag.
    Das ist schon echt beeindruckend und auch echt gruselig. Unsere Geigerzähler schlagen auch das erste Mal etwas mehr aus.
    Heftig!
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  • Day4

    Prypjat

    May 31 in Ukraine ⋅ ⛅ 23 °C

    Unser letzter Stop bzw. Checkpoint ist dann die wohl weltbekannteste Geisterstadt Prypjat.
    Auch hier gibt es wieder eine Kontrolle die wir passieren müssen.
    Hier hat damals die Katastrophe zuerst und am stärksten zugeschlagen.

    Die Stadt Prypjat wurde erst 1970 gegründet und sollte eine der Vorzeigestädte in der Sowjetunion werden. Sie wurde sozusagen für die Arbeiter des Atomkraftwerkes erbaut.
    Prypjat galt als reiche und schöne Stadt, wo sich die Menschen alles leisten konnten.
    Die Stadt war vorallem jung. Das Durchschnittsalter betrug 26 Jahre zum Zeitpunkt des Super-Gau.
    Es war sogar schon eine Vergrößerung der Stadt geplant. Die Größe sollte dann von 50.000 auf 80.000 Einwohner gesteigert werden.
    Unter den 50.000 Einwohnern befanden sich ca. 15.000 Kinder, was die Sache noch schlimmer macht, da diese anfälliger sind als Erwachsene.
    Leider wurden die Einwohner zu spät mit der Wahrheit konfrontiert. Sie wurden erst 2 Tage nach der Explosion innerhalb von 2 Stunden evakuiert. Selbst da wussten sie noch nicht, dass sie nie wieder herkommen werden. Ihnen wurde gesagt, sie sollen sich auf eine 3-tägige Abwesenheit vorbereiten.
    Das ist auch der Grund warum viele Sachen noch in den Gebäuden zu finden sind.

    Beim Betreten der Stadt wird einem schon etwas anders, wenn man sich vorstellt, was hier damals passiert ist. Alles ist zugewachsen und zugewuchert. Wir bewegen uns von Gebäude zu Gebäude und Tanya erzählt uns einiges dazu und zeigt Bilder von früher im Vergleich. Das macht es noch krasser, da man sich noch besser vorstellen kann, wie es ausgesehen hat und dass es kaum wieder zu erkennen ist.
    Die Natur holt sich irgendwann alles zurück, aus Straßen und Gebäuden wachsen Bäume etc, heftig!
    Zuerst kommen wir am alten Schiffsanleger an. Dort kann man noch die Halle und Getränkespender sehen. Tanya zeigt uns außerdem einen Hotspot. Der Geigerzähler schlägt extrem aus und ist an diesem Punkt 40 Mal so hoch wie vorher. Beängstigend!
    Danach geht es dann zum alten Kino und zu dem Zentrum der Stadt, wo sich alle wichtigen Gebäude befinden.
    Leider ist es nicht mehr erlaubt, diese zu betreten, was sehr schade ist, da man sich so sicherlich noch besser die ganze Situation vorstellen kann. Von außen sieht es halt einfach nach zerfallenen Gebäuden aus.
    Auch hier werden uns wieder Bilder gezeigt, wie es früher ausgesehen hat und man entdeckt dadurch mehr und mehr Gebäude zwischen den Bäumen und kann sich das ganze besser vorstellen.

    Dort erzählt uns Tanya auch ihre Lebensgeschichte und warum sie sich Tag für Tag dieser Gefahr aussetzt.
    Ihr Vater arbeitete in Tschernobyl und starb an den Folgen der Katastrophe (Krebs).
    Ihre Oma arbeitete als Taxifahrerin in Prypjat, sie überlebte das Ganze aber, was Tanya als "unfair" bezeichnet bzw sich fragt, warum ältere Menschen eine größere Chance gehabt haben.

    Tanya war damals noch ein Kind. Sie erzählt uns dies mit Tränen in den Augen und musste immer wieder schlucken. Spätestens jetzt müsste es jedem kalt den Rücken runterlaufen.
    Sie erzählt, dass für viele Menschen der Traum einer Familie mit der Katastrophe starb.
    Sie weiß um die Gefahren, aber Prypjat und Tschernobyl gehören zu ihrem Leben dazu und sie möchte den Menschen die Wahrheit näher bringen, da diese damals lange schön geredet bzw vertuscht wurde.
    Es ist und bleibt einer der größten Katastrophen der Welt und ist auch nicht schön zu reden!

    Zum Schluss ging es dann noch zum von Fotos bekannten Vergnügungspark.
    Dieser sollte offiziell am 1. Mai 1986 eröffnet werden, dazu kam es nie.

    Mittlerweile zerfällt auch dieser langsam aber sicher. Man kann trotzdem noch gut das Riesenrad, den Autoscooter und ein Karussell sehen. Wenn das ganze nicht so schrecklich gewesen wäre, ist es schon echt geil.

    Auf dem Weg zum Bus laufen wir noch durch ein ehemaliges Fussball-Stadion, in dem sogar in der fünfthöchsten Spielklasse der Sowjetunion gespielt wurde.
    Man kann es nur noch anhand der Tribüne erkennen, ansonsten ist das Geld komplett zugewachsen und sieht eher aus wie ein Wald.
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You might also know this place by the following names:

Kyiv Oblast, Oblast Kyiw, Kiev, Кіеўская вобласць, Киевска област, Província de Kíev, Kyjevská oblast, Kyiva provinco, Oblast de Kyiv, Kiievi oblast, Kiovan alue, Oblast di Kyiv, キエフ州, Kijevo sritis, Oblast Kyiv, Kyiv oblast, Obwód kijowski, Киевская область, Київська область, 基辅州

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