United Arab Emirates
Marīnā al Khubayrah

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5 travelers at this place:

  • Day257

    Vereinigte Arabische Emirate

    July 11, 2017 in the United Arab Emirates

    Die V.A.E. waren eigentlich nie ein ausgemachtes Reiseziel. Wir hatten uns vorgenommen, nur dort Halt zu machen, wo man mit einem "gewöhnlichen" Urlaub von zwei bis drei Wochen Dauer nicht so leicht hinkommt, und der Golfstaat ist gerade mal 6 Flugstunden vom Deutschland entfernt. Andererseits hatten wir keine Lust, von Tokio 17 Stunden fast Non-Stop durchzufliegen, und aus diesem Grunde buchten wir einen Gabelflug mit zwei vollen Tagen Aufenthalt in Abu Dhabi.

    Da wir uns bei der Planung schon dachten, dass uns die 10 Stunden des ersten Fluges (auch ohne Monsun) ganz schön fertig machen würden, haben wir es pimpmäßig nochmal so richtig wissen wollen... und wo Bitteschön könnte man besser in güldenem Luxus schwelgen als im einem Staat, der in Petrodollars schwimmt?

    Luxushotels gibt es in Abu Dhabi einige - es ist eigentlich sogar schwieriger, dort eine klassische Absteige zu finden als einen Multimillionen-Protzbau. Aber mit gewöhnlichen vergoldeten Wasserhähnen wollten wir uns natürlich nicht begnügen - sowas besitzt ja heutzutage bereits jeder mediokre russische Oligarch zuhause. Nee, wir suchten "The real Deal", und buchten uns für die Zeit im Jumeirah at Etihad Towers ein - die gleiche Nobelkette, der auch das weltberühmte Burj El Arab im Dubai gehört. Die Etihad Towers (vier an der Zahl, aber nur in einem ist das Hotel) sind nicht ganz so ansehnlich, aber ebenfalls schön hoch. Wer jetzt denkt, der Scheiß wäre unbezahlbar: Die Zimmer im "Brauhaus Wittenberg", ein popeliges Landgasthaus, welches wir für dieses Wochenende zum MELT gebucht haben, kosten lediglich 20,- am Tag mehr. Ich bezweifle, dass die überhaupt einen Aufzug haben... (im Jumeirah waren natürlich alle sechs vergoldet und mit italienischem Marmor verkleidet).

    Wir vermuten aber, dass das Zimmer auch deswegen so günstig war, weil eigentlich niemand, der bei klarem Verstand ist, sich zwischen Juli und September freiwillig in den Emiraten aufhält. Außer natürlich, man findet es toll, sich dauerhaft in einer zu heiß eingestellten Biosauna aufzuhalten. Im Sommer sinken die Temperaturen selbst nachts nicht unter 40 Grad - als wir um 10:30pm landeten, zeigte das Thermometer noch 42 Grad an. Das alleine wäre ja irgendwie noch erträglich, immerhin sind Kathrin und ich durch die Höllenhitze des Death Valley auf Mulis geritten (ach, dass wusstet ihr noch nicht?) und somit einiges gewohnt. Das Ding allerdings ist, dass Abu Dhabi am Meer liegt, und das bedeutet Feuchtigkeit satt: meistens um die 30%, können aber auch mal 50% sein. Das machte die Sache gleich mal viel unangenehmer, und während es tagsüber um die 47 Grad hatte, lag die "gefühlte Temperatur" bei 58 Grad (wobei das meiner Meinung nach ziemlicher Schwachsinn ist...das eine ist "Scheißeheiß" und das andere "noch Scheißeheißer", irgendwann mal spielt die Zahl überhaupt keine Rolle mehr). Ihr seht also, der Vergleich mit der Biosauna passt - und es fühlt sich wirklich so an.

    Du kannst bei solchen Temperaturen nur drei Dinge tun: ins Wasser springen, dich in ein gekühltes Gebäude begeben, oder dich ausziehen.
    Ersteres fällt eigentlich schon mal flach. Das Meer vor Ort ist nicht sehr tief, und so schwankt die Wassertemperatur zwischen 32 und 35 Grad. Das ist wie eine warme Dusche in der Biosauna nehmen. Ausziehen ist leider auch nicht möglich, denn trotz der gezeigten Toleranz sind die VAE immer noch ein gottesfürchtiger Staat, bei dem Zucht und Ordnung herrscht. Das gilt allerdings nur für Frauen! Während die Männer in weißen, wallenden Gewändern rumlaufen dürfen, haben sich Frauen komplett in schwarz zu kleiden. Dabei bekamen wir alle möglichen Verschleierungsformen zu sehen: vom einfachen Hidschab über Tschador und Niqab, wo nur noch die Augen zu sehen sind, bis hin zur Burka. Wer das bei diesen höllischen Temperatur aushalten will, ohne zu zerfließen, muss schon mit einem festen Glauben ausgestattet sein.
    Bleibt also nur das Flüchten in klimatisierte Räume, und das ist die einzige Rettung vor dem sicheren Hitzetod. Es war so ein bisschen wie das bekannte "Boden ist Lava"-Spielchen, leicht abgewandelt zu "die Luft brennt". Wo ist der nächste AC-Raum nach diesem hier? Wie kommt man am schnellsten dorthin? Aus diesem Grunde ist auch die Anzahl der Fotos aus den VAE bei uns beiden recht überschaubar: die eingesetzte Ausrüstung (z.B. Stative) wird bei diesen Temperaturen sehr schnell so heiß, dass du es nach 5 Minuten außen nicht mehr anfassen kannst. Wir hielten uns nur die allernötigste Zeit im Freien auf. Den Rest der Zeit waren wir entweder in unserem Hotel, in der Scheich Zayid-Moschee (die wirklich unglaublich schön ist - das angehängte Video zeigt diese während des Gebetsrufes am Mittag) oder in einer Mall...wobei da eigentlich nur die Yas-Mall wirklich sensationell ist und sich mit den japanischen Pendants messen lassen kann; in den anderen findet man vornehmlich Geschäfte für Schmuck oder Gold. Dort hängen auch ausschließlich Araber oder russische Oligarchen ab.

    Nach zwei Tagen war der Spaß vorbei. Unser Rückflug nach Deutschland stand an, und somit das Ende unserer Reise...
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  • Day256

    Durch den Monsun

    July 10, 2017 in the United Arab Emirates

    Der zeitliche Zenith unserer Reise, unser "Bergfest", ist ja schon vor einer ganzen Weile überschritten worden. Mit unserer Landung in Abu Dhabi sind wir jetzt allerdings auch geographisch gesehen bereits auf dem Rückweg. Dabei war der Flug alles andere als angenehm. Nicht nur, dass er etwas über 10 Stunden ging (und nein, diesmal haben wir nicht die Businesskarte gezogen), wir flogen über den gesamten asiatischen Kontinent zur Monsun-Zeit.

    Wenn sich in Europa Gewitterzellen am Himmel austoben, können Flieger diese in aller Regel überfliegen, da sie selten über 12.000m Höhe gehen. Tropische Monsunstürme im Sommer sind allerdings ein anderes Kaliber, und können bis 18.000m Höhe reichen. Wahre Monster, in die kein Flugzeug reingeraten möchte. Solche Stürme können natürlich umflogen werden... außer, sie sind zu groß, oder am Radar schlecht erkennbar, was bei hintereinander liegenden, blitzlosen Zellen oftmals der Fall ist. Da hilft nur noch Sichtflug. Ach, hatte ich schon erwähnt, dass wir einen Nachtflug hatten?

    Es ist ein wahrlich imposanter Anblick, in 13.000m Höhe an einer voll ausgebildeten, vom Mond beschienenen Cumulonimbus-Ambosswolke vorbeizufliegen, die deine eigene Flughöhe um einige Tausend Meter überragt und in der ständig fette Blitze aufleuchten. Es ist jedoch weitaus weniger imposant, wenn du bei gleicher Höhe plötzlich dichten Wolkenflug hast und du Turbulenzen ausgesetzt wirst wie an einem sehr windigen Tag kurz vor der Landung. Auf der Onboard-Streckenführung hat man gesehen, wie die Piloten einen Zick-Zack-Kurs fliegen mussten; ganz verschont geblieben sind wir trotzdem nicht. Besonders östlich von Shanghai und über den nordindischen Kontinent hat es uns ein paar mal ordentlich erwischt. Natürlich ist nichts passiert, ich gehe davon aus, dass es auf der nach oben offenen Turbulenzenskala noch viel schlimmer kommen kann; mir hat es allerdings gereicht; in dieser Höhe hatte ich bisher noch nicht mit solchen Kapriolen zu kämpfen. Ich kann übrigens jedem nur empfehlen, bei solchen Wetterbedingungen und im 787 Dreamliner nicht unbedingt an den Flügeln zu sitzen, wie es wir taten - oder zumindest nicht zu oft rauszuschauen. Mag sein, dass das Flugzeug hier am stabilsten ist, aber bei starken Winden haben die Flügel gelegentlich so stark ausgeschlagen, als würde das Ding einem Vogel gleich weiterfliegen wollen. Das kann schon leicht beängstigend sein.

    Ich habe lediglich ein viel zu dunkles Video von dem Ereignis aufgenommen, wir haben sonst keine Bilder gemacht. Trotzdem muss ich hier ein Bild posten, da ich sonst keinen footprint absetzen kann (?). Das gezeigte Bild ist aber nicht von uns.
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You might also know this place by the following names:

Marīnā al Khubayrah, Marina al Khubayrah, مرينا الخبيرة

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