United States
Great Lawn

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
5 travelers at this place
  • Day5

    Mit dem Bike durch den Central Park

    March 27, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 4 °C

    Heute ist schon unser letzter Tag in New York, abends geht es mit dem Flieger zurück nach Hause. Wir lassen es trotzdem gemütlich angehen. Ich hab die Nacht nicht gut geschlafen und bin dementsprechend etwas träge. Wir kümmern uns erstmal um unseren Flug (also die Sitzplätze), danach gibt's ein gutes Frühstück aus Restern und anschließend geht's ans Packen. Ein bißchen später als gehofft checken wir aus unserem tollen Apartment aus und machen uns auf den Weg in die City. Wir planen, unsere Koffer bei einem entsprechenden Luggage store zu deponieren und dann noch etwas in der City zu unternehmen. An der Penn Station, nahe des Madison Square Gardens, verlassen wir also die U-Bahn und begeben uns auf die Suche nach dem Luggage store. Auf dem Weg dorthin werden wir plötzlich von einem Typen angesprochen, der uns auch anbietet, unser Gepäck zu beaufsichtigen. Das Hotel, für das er arbeitet, sieht seriös aus und da es außerdem günstiger ist, als der store, den wir ursprünglich rausgesucht hatten, entscheiden wir uns für diese Möglichkeit - spart Zeit und Geld.
    Weil es trotz bewölktem Himmel heute nicht so kalt ist, entschließen wir uns nochmals dafür, ein bißchen Fahrrad zu fahren, dieses Mal aber eher in Richtung Central Park. Die erste Verleihstation, die wir aufsuchen, gibt es offenbar nicht mehr. Eine große Pappvorrichtung verziert die gesamte Glasgläche, das war dann wohl nix. Die nächste Station ist schnell gefunden und dann geht's mit den Bikes auch schon ab Richtung Central Park. Zunächst wollen wir den Park einmal komplett umrunden, um damit unsere ins Wasser gefallene Uptown-Tour nachzuholen. Entlang der Central Park West geht es am Columbia Square vorbei Richtung Norden. Wir passieren Kirchen, rießige Wohnhauskomplexe und das American Museum of Natural History. Je nördlicher wir kommen, um so einfacher werden die Gebäude. Als wir schließlich am nördlichen Ende des Central Parks ankommen, sind wir in Harlem, hier sieht es tatsächlich ganz anders aus als im wohlhabenderen Mid- und Uptown. Auf der Ostseite geht's mit dem bike schließlich zurück. An der Eastside wohnen wohl einige Promis, interessiert uns nicht groß, aber die Wolkenkratzer, die hier so rumstehen, sehen schon teuer und edel aus. An der östlichen Seite des Central Parks gibt es aber auch einige Museen, darunter das bekannte Guggenheim-Museum und das Metropolitan Museum of Art, aber auch das jüdische Museum, das Museum of the City of New York und das Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum. Wir sind ja nicht die passioniertesten Meseumsgänger und fahren deswegen einfach weiter. An der Grand Army Plaza kommen wir schließlich wieder am südöstlichsten Punkt des Central Parks an, eine gute Stunde haben wir für die Tour gebraucht. Als nächstes geht es aber in den Central Park hinein. Viele kleine Pfade führen durch den verschlungenen Park, aber mit dem Rad dürfen wir nur die große Straße nehmen, die einmal eine komplette Runde in dem Park beschreibt. Ein paar Querstraßen, um von Ost nach West zu kommen, gibt es auch, aber die Nord-Süd-Verbindung besteht aus einer Art Einbahn-Ringstraße. Im Park scheint die ursprüngliche Landschaft noch mehr erhalten zu sein. Im Gegensatz zu den flachen Straßen New Yorks, durch die man ohne Mühe schnell mit dem Fahrrad vorankommt, ist der Central Park doch recht hügelig, immer mal geht es rauf und runter. Man fährt über Felsformationen und durch Wiesen. So könnte Manhattan vor der Besiedelung überall ausgesehen haben. Nach einer halben Stunde sind wir die Ringstraße abgefahren und entschließen uns, noch etwas auf der westlichen Seite Manhattans rumzufahren und nach einem netten Restaurant Ausschau zu halten. Ein bisschen kopflos radeln wir durch die Gegend. Keine Ahnung, wo es hier was gutes und preiswertes gibt... Uns fällt schließlich ein, dass wir vor zwei Tagen etwas schönes gesehen hatten.
    Allerdings wäre das recht nah bei dem Hotel, wo wir unsere Koffer deponiert haben. Da mit dem Rad hinzufahren, um dann wieder zur Verleihstation zu fahren und anschließend wieder zurück zu laufen, erschien uns ziemlich sinnlos. Wir machten uns also auf zum Radverleih, um die Bikes wieder abzugeben. Auf dem Weg dorthin kommen wir zufällig am Lincoln Center vorbei, ein großes Areal bestehend aus mehreren Auditorien, Theatern und Konzertsälen. Auch die Juliard und die MET Opera gehören dazu. Wir schauen uns kurz um und fahren schließlich weiter. Inzwischen ist es kälter geworden und der Verkehr in New York wird zunehmend stärker. Man muss sich als Radfahrer einfach durchmogeln, so machen es alle. Aber das erfordert natürlich Konzentration und erhöhte Aufmerksamkeit. Wir sind deswegen nicht allzu traurig, unser Fahrrad wieder abzugeben und zu Fuss weiterzugehen. Auf dem Weg zurück entdecken wir schließlich ein anderes nettes Lokal, das saisonal und regional angebaute Lebensmittel verarbeitet. Man kann sich sein Essen schließlich selber zusammenstellen und aus mehreren Gemüse-, Beilagen- und Fleischzubereitungen wählen. Sehr lecker ist das Ganze und die Idee, regionale Bauern zu unterstützen, finden wir super. Anschließend gibt es in einem Delikatessen-Laden noch einen Nachtisch und ein Heißgetränk (das Radfahren hat uns ganz schön ausgekühlt) und dann holen wir gehen 18uhr unsere Koffer ab. Ab der Penn Station fragen wir uns schließlich zum Flughafen durch. Wir wären ja gern über Jfk geflogen (hätten wir eigentlich auf dem Hinflug gehabt, wenn der Flug nicht gestrichen worden wäre), aber für den Rückflug mussten wir nach Newark in New Jersey. Dort angekommen warteten wir mal wieder in einer ewig scheinenden Schlange für die Sicherheitskontrollen. Die lassen sich in den Staaten aber auch wirklich Zeit mit diesem Kram. Nur gut, dass wir genügend Zeit eingeplant hatten, denn das ganze Prozedere dauerte 45min.
    Ein bißchen später als veranschlagt, um 22.15uhr, ging es mit Swiss Airline dann in die Luft. Der Flug verlief gut, nur am Anfang kam es zu heftigeren Turbulenzen - und das gerade, als das Abendessen serviert wurde. Nicht schön! Ansonsten haben wir fast die komplette Zeit geschlafen. In Zürich ging es dann auch schnell weiter. Das Propeller-Flugzeug war schon 25min nach Abflug in Stuttgart - da lohnt der Boardservice ja gar nicht. Das kleine Ding schaukelte dann auch ganz schön in der Luft, landete aber sicher.
    Der restliche Weg war dann auch ein Klacks: Koffer holen, mit der S-Bahn fahren, Koffer nach Hause zerren. Um 15uhr sind wir schließlich zu Hause, 22h nachdem wir unser kleines Apartment in Brooklyn verlassen hatten. Wir sind müde und hungrig, aber froh, wieder zu Hause zu sein.
    New York war wirklich toll, eine beeindruckende Stadt. Vieles haben wir gar nicht geschafft (z.B. Top of the Rock und Coney Island), weil es einfach zu viel zu sehen gibt und alles soooooooo weitläufig und groß ist. Ein erneuter Besuch ist demnach fest eingeplant, dann aber zu einer besseren Jahreszeit.
    Read more

You might also know this place by the following names:

Great Lawn