A 189-day adventure by Nina & Jan
  • Day186

    Gebratenes Meerschweinchen & Quinoa

    March 28 in Peru ⋅ ☁️ 21 °C

    Letztes Land, letzter Essensbeitrag 😭 Dafür gibt es hier eine Vielzahl an köstlichen Speisen, in die wir uns reinlegen könnten! Peru ist weltberühmt für seine Küche. Dabei sind die Gerichte und Zutaten so vielfältig wie die Regionen in Peru selbst und eine ganzheitliche "peruanische" Küche im eigentlichen Sinne gibt es gar nicht. In einem Monat haben wir uns so gut durchprobiert wie möglich. Allerdings gibt so viele Gerichte, dass es ewig dauern würde alle zu testen und aufzuzählen 😀 Unsere Favoriten und exotischsten Gerichte findet ihr hier:

    Pisco: Chile und Peru streiten sich darum, wer dieses Getränk erfunden hat. Obwohl wir in Chile nicht vom Pisco Sour begeistert waren, schmeckt uns die peruanische Variante mega gut und gehört mittlerweile zu unseren Lieblingsgetränken hier 😀

    Einwanderer:innen, vor allem aus China, brachten ihre Küche im 19. Jahrhundert nach Peru und beeinflussten die peruanischen Speisen nachhaltig. Sog. "Chifas" (chinesisch peruanische Restaurants), die Menüs aus Quinoasuppe und Bratreis-/Nudeln servieren, finden sich an jeder Straßenecke im Land. Hier waren wir regelmäßig mittagessen, da die Gerichte sehr günstig und lecker sind:)

    In Arequipa haben wir eine Dessertspezialität namens "Helado de queso" (Käseeis) probiert. Das Eis enthält aber keinen Käse, sondern besteht aus Milch, Vanille und Zimt und schmeckt super lecker!

    In den Anden stehen vor allem Quinoasuppe, Ocrawurzeln, Fisch und Kartoffeln auf dem Speiseplan. Diese Gerichte haben wir insbesondere während unserer Zeit auf den Inseln im Titicacasee gegessen. Die Inselbewohner:innen essen außerdem regelmäßig Schilfrohrknollen. Diese enthalten viel Calcium und sind daher wichtige Nährstoffliefranten und Zahncreme gleichzeitig.

    Aufgrund ihrer hohen Lage wird am Titicacasee, Cusco und in Arequipa vor allem eins regelmäßig getrunken: Coca- oder Muña-Tee. Aufgebraut in heißem Wasser helfen die frischen Blätter dieser Pflanzen auf natürliche Weise gegen die Höhenkrankheit. Darüber hinaus schmeckt der Tee auch echt lecker. In jedem Restaurant oder Hostel gab es dieses Getränk zum Frühstück.

    Als Snack in Cusco und Umgebung gibt es "Choclo con Queso". Das ist ein riesiger gekochter Maiskolben (nicht zu verwechseln mit unserem Zuckermais) der mit einem Stück würzigem Käse gegessen wird. Perfektes Essen während einer langen Wanderung für Zwischendurch!

    Am berühmtesten in ganzen Land sind zweifellos die "Cevicherias" (Fischrestaurants) in denen eines von Perus Nationalgerichten "Ceviche" angeboten wird. Ceviche ist roher Fisch (Meeresfisch oder auch Flussfisch) der in Limettensaft "gekocht" wird und mit Zwiebeln und Chilis serviert wird. Dieses Gericht haben wir auch in unserem Kochkurs zubereitet 😉
    Neben Ceviche gehören auch "Lomo Saltado"(Gegrilltes Fleisch mit Paprika und Zwiebeln) und "Rocoto Relleno" (gefüllte Paprika) zu den Klassikern der peruanischen Küche. Letztere haben wir in vegetarischen/ veganen Versionen probiert. War seeehr lecker!!

    Neben diesen Gerichten gibt es hier auch für uns eher ungewöhnliche Spezialitäten: Alpaka und Meerschweinchen. Sarah, Gabby und Jan haben einen Alpakaburger probiert. Anna hat sich an ein gegrilltes Meerschweinchen gewagt 😄 Das Alpaka hat etwas zäh geschmeckt und erinnert vom Geschmack her an würziges Rindfleisch. Das Meerschweinchen war etwas knorpelig.

    Alles in allem hätten wir nochmal 6 Monate länger gebraucht, um alle Spezialitäten zu testen 😀
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    Sigrid Walcher

    so viele Zwiebeln....😅 Jan, hast du dich schon daran gewöhnt?

    3/28/22Reply
    Jan Weihpratizky

    Muss man ja nicht alle essen 😅

    3/28/22Reply
    Sigrid Walcher

    ooohhhh 😳

    3/28/22Reply
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  • Day182

    Auf dem Titicacasee

    March 24 in Peru ⋅ ⛅ 8 °C

    Direkt nach unserem Macu Picchu Abenteuer haben wir uns am nächsten Morgen um 7 Uhr in einen Bus mit dem Ziel Titicacasee gesetzt. Nach 9 langen Stunden in dem etwas siffigen lokalen Bus kamen wir schließlich in Puno an. Für uns das zweite Mal, für Sarah, Gabby und Anna das erste Mal an diesem Ort am größten schiffbaren See der Welt. Wir haben im gleichen Hostel wie bei unserem ersten Halt übernachtet und haben hier auch unsere 2-Tages-Tour inklusive Übernachtung bei einer Familie auf dem Titicacasee gebucht.

    Am nächsten Morgen in der Früh wurden wir abgeholt und zum Hafen zu unserem Boot gebracht. Zusammen mit 15 anderen Leuten aus Frankreich, den USA und Israel sind wir dann erstmal eine halbe Stunde zu den (ziemlich touristischen) Uros-Inseln geschippert. Hier waren wir ja schonmal bei unserer Kajaktour. Spannender wurde es für uns als wir 2,5 Stunden weiter zur Insel Amantaní gefahren sind, auf der wir auch bei unseren Gastfamilien übernachtet haben. Auf dieser riesigen, grünen Insel mitten auf dem See gibt es 10 Gemeinden und insgesamt 5.000 Bewohner:innen. Sie unterscheiden sich sowohl vom Aussehen ihrer traditionellen Kleidung als auch von ihrer Muttersprache Quechua von den Menschen auf den Uros-Inseln (wo man Aymara spricht).

    Bei unserer Ankunft wurden wir von Silia und ihrer süßen kleinen Tochter Diana begrüßt, die uns in einem anstrengenden, steilen Fußmarsch (wir befanden uns ja auf über 4.000 Meter Höhe) zu ihrem Haus brachten. Dort wartete schon der Rest der Familie (Opa Ignacio, Oma Olga, Sohn Joni und Schwiegertochter Nelly) mit dem Mittagessen auf uns. Auf der Insel wird größtenteils das gegessen, was selbst angebaut oder im See gefangen wird. Für uns gab es leckere Quinoasuppe und verschiedenes gekochtes Gemüse mit Käse.

    Nach einer kurzen Pause sind wir zu einer Wanderung auf den höchsten Gipfel der Insel, dem Pachamama, aufgebrochen. Vor dem Aufstieg haben wir jeder einen Stein mitgenommen, mit dem wir uns oben am Heiligtum etwas wünschen konnten. Das ist ein Ritual auf dieser Insel. Auch an jedem der vier steinernen Torbögen, die wir auf unserem Weg nach oben passiert haben, war ein Wunsch frei. An der höchsten Stelle des Berges stand ein kleiner ummauerter Altar, den wir einmal gegen den Uhrzeigersinn umrundet haben, um die Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Der Altar der Mutter Erde selbst ist nur einmal im Jahr zugänglich, wenn sich alle Bewohner zu einem großen Fest versammeln. Vom Gipfel aus hatten wir einen atemberaubenden Rundumblick auf den Titicacasee und die dahinterliegenden Andengipfel wie z.B. die Cordillera Real in Bolivien. Mit Einsetzen des Windes wurde uns ziemlich kühl und wir haben uns an den Abstieg gemacht.

    Am Dorfplatz haben wir noch einigen Frauen in traditioneller Tracht beim Volleyball spielen zugeschaut. Wieder am Haus angekommen, gab es auch bald Abendessen - erst eine Suppe aus Mais und Gemüse und anschließend selbst gemachte Pommes mit Reis. Die dreijährige Diana hatte zu dem Zeitpunkt bereits einen Narren an Gabby gefressen und wollte unentwegt mit ihr spielen 😁

    Abends stand als Highlight dann eine Fiesta auf dem Programm. Wie alle anderen Tourist:innen, die bei anderen Familien untergebracht waren, wurden wir in typische lokale Gewänder gekleidet - Männer in Ponchos und Andenmützen, Frauen in weiße Blusen und enge bunte Röcke. Olga hat uns dann in die Dorfhalle gebracht, wo eine Band aus Gitarren-, Flöten- und Trommelspielern gespielt hat. Schnell entwickelte sich ein Kuddelmuddel aus Touris und Einheimischen, die im Kreis zusammen zur traditionellen Musik tanzten. Da der Tag für die Inselbewohner:innen früh beginnt und auch früh wieder endet, war auch die Feier um kurz vor zehn beendet. Wir sind dann auch heimgegangen und ziemlich bald todmüde eingeschlafen.

    Der nächste Tag begann auch wieder früh. Um kurz vor halb sieben klopfte Ignacio an unsere Türen, um uns zum Frühstück (Pancakes mit Marmelade) zu rufen. Kurze Zeit später hieß es bereits Abschied nehmen, den Berg wieder runtersteigen und mit dem Boot weiterzutuckern. Drittes Ziel unseres Ausflugs war nämlich Insel Taquile. Diese ist kleiner und niedriger als Amantaní und es leben hier auch nur knapp 2.000 Menschen. Elektrizität hat es erst vor ein paar Jahren hierher geschafft und es gibt strenge Traditionen. Nach einem halbstündigen Aufstieg in das Dorfzentrum haben wir vor dem Mittagessen bei einer traditionellen Tanzaufführung zugeschaut. Am frühen Nachmittag ging es dann mit dem Boot auch schon wieder zurück nach Puno, wo uns direkt ein Taxi zum Flughafen gebracht hat.

    In Lima haben wir jetzt noch 4 Tage, bevor es auch für uns nach Deutschland zurück geht😵‍💫
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    Sigrid Walcher

    diese Farben!!! toll !

    3/27/22Reply
    Sigrid Walcher

    farbrausch für die Damen! schön! aber auch hier dürfen sich die Männer nur gedeckt farbig kleiden... schade

    3/27/22Reply
    Jan Weihpratizky

    Ja, die Ponchos sind alle sehr schlicht - entweder grau oder braun.

    3/27/22Reply

    Eva und ich sind auch hoch zum Pachamama - da spürte ich die dünne Luft doch und mußte langsamer gehen. [Peter Walcher]

    3/31/22Reply
     
  • Day180

    Jungle Trek zum Machu Picchu

    March 22 in Peru ⋅ ☁️ 16 °C

    Um 6 Uhr morgens ging es los. Unser Guide Guido und der Fahrer Percy holten uns mit einem Bus am Hostel ab. Die Tour war quasi eine Privattour, weil außer uns vier niemand sonst dabei war. Sehr entspannt also! 😊
    Nachdem wir irgendwo in der Stadt noch Mountainbikes und das zugehörige Equipment aufgeladen hatten, führte uns der erste Teil der Busfahrt nach Ollantaytambo im Heiligen Tal für einen kurzen Frühstücksstop. In weiser Voraussicht hatten wir uns am Vorabend zwar schon Sandwiches in einem Restaurant besorgt, aber ein Kaffee und ein Muña-Tee war durch das frühe Aufstehen bitter nötig haha 😅 Danach ging es eine weitere Stunde über eine fast Übelkeit erregende Serpentinenroute steil hoch in die Berge. Kurz hinter dem Pass begann dann das erste Abenteuer - Mountainbike fahren.

    In kompletter Downhill-Montur ging es 3 Stunden bergab. Gefahren sind wir (leider) die Autostraße runter Richtung Bergregenwald. Von über 4.000m ging es runter bis auf 1.200m. In vielen schnellen Abfahrten, durch enge Kurven und wilden Flüssen, die über die Straße flossen, sind wir bergab gedüst. Dabei gab es immer ein tolles Bergpanorama mehr oder weniger hinter den Vormittagswolken verborgen.
    Unten angekommen, sind wir wieder in den Van gestiegen und in unsere Unterkunft für die Nacht gefahren. Dieses nette kleine Hotel bei Santa Maria liegt mitten im Dschungel an einem Fluss und war super gemütlich. Nach einem leckeren Mittagessen bestehend aus Quinoasuppe, Omelette und Gemüse haben wir keine Zeit verloren und sind direkt zur zweiten Aktivität aufgebrochen - Wildwasser Rafting.

    Der Fluss Urubamba war durch den vielen Regen der letzten Wochen noch reißender als sonst. Das schmutzig braune Wasser und die mächtigen Stromschnellen haben uns erst mal ganz schön Respekt eingeflößt. Nach den Erfahrungen vom Rafting in Baños und Mendoza wussten wir zwar schon, was auf uns zukommt, aber dieser Fluss war nochmal eine ganz andere Hausnummer. Klitschnass und angestrengt aber mega happy sind wir am Ende wieder aus dem Fluss gestiegen und zum Hotel zurückgefahren. Dort rief nach dem Abendessen relativ bald das Bett, denn am nächsten Tag ging unser Weg ziemlich früh wieder weiter.

    Tag 2 stand ganz im Zeichen des Wanderns. 18 Km Gesamtstrecke lag vor uns. Um halb sieben gab es Frühstück und eine halbe Stunde später sind wir in strömendem Regen aufgebrochen. Erst mal ging es recht steil den Berg hoch. Beim Passieren eines Felds kamen plötzlich drei recht kleine Hunde bellend hinter uns her gerannt. Nichts ahnend sind wir natürlich einfach weitergelaufen. Der eine Hund hat dann aber Jan, der hinten lief, unvermittelt und ohne Vorwarnung ins Bein gebissen. Zum Glück nicht tief, die Hose war dazwischen und er hat direkt wieder losgelassen. Gott seit Dank blieb nur eine kleine Wunde zurück, trotzdem eine besch*** Situation. Da hat sich die Tollwutimpfung, die wir uns vor der Reise abgeholt haben, noch gelohnt 😅

    Danach ging es ohne weiteren Zwischenfall knapp 500m bergauf bis zu einer kleinen privaten Kaffeerösterei, wo es eine Röstdemonstration gab. Der weitere Wanderabschnitt war ein Teil des klassischen Incatrails. Guido erklärte uns unterwegs allerlei Pflanzen und ihre Heilwirkung. Pfade der Inca gibt es eigentlich in den ganzen Anden, aber diesem handelt es sich um die typischen Wanderstrecke, die direkt beim Machu Picchu am Sonnentor endet. Unser Guide hat mit uns am höchsten Punkt des Pfades, mit einem malerischen Ausblick auf die umliegenden Andengipfel und das Urubambatal, ein Ritual durchgeführt, um die Berge ringsum um ihren Schutz zu bitten. Dieses Ritual bestand aus drei Coca-Blättern, die wir nacheinander in alle Himmelsrichtungen gehalten und dabei dreimal hineingepustet haben. Bei jedem Pusten haben wir uns still etwas gewünscht. Danach haben wir diese Coca-Blätter in eine kleine Höhle als Opfergaben gelegt. Dieses Ritual ist Zeichen des Respekts vor den Bergen, die die Inka und Einwohner der Region bis heute als heilig verehren. War eine tolle Erfahrung für uns!

    Fürs Mittagessen ging es wieder bergab bis unten zum Fluss. Dabei sind uns die ganze Zeit zwei süße kleine Welpen hinterhergelaufen. Nach der letzten Hundeerfahrung eine nette Abwechslung 😅 Eigentlich sollte es dann nach dem Essen noch knappe drei Stunden weiter mit Wandern gehen. Aber da mittlerweile wieder Dauerregen eingesetzt hatte, Teile des Weges überschwemmt waren und wir auch recht spät dran waren, haben wir uns entschieden, für ein paar Soles ein Taxi zu nehmen. Zum Abschluss des Tages haben wir ein Naturbad mit heißen Quellen besucht, wo wir unsere müden Knochen und Muskeln entspannen konnten. Ein Träumchen! Übernachtet haben wir dann in Santa Teresa.

    Tag 3 ging zum Glück mal ein bisschen später los. Erste Tagesaktivität war Zipplining über eine Schlucht. Mit fast einem Kilometer gehört die letzte Line zu den längsten in Südamerika.
    Danach kamen wir bereits auf die Zielgerade Richtung Machu Picchu. An den Bahngleisen und dem Urubamba-Fluss entlang sind wir knappe 12 Kilometer nach Aguas Calientes gewandert. Dieser Ort liegt am Fuß des Berges mit der berühmten Incastätte und ist komplett vom Tourismus gezeichnet. Hotels, Restaurants und Souvenirshops reihen sich hier aneinander wie Perlen auf einer Kette. Vor dem Abendessen haben sich Nina und Sarah noch eine traditionelle Incamassage gegönnt.

    Tag 4 war dann der große Tag und krönende Abschluss. Mit dem Bus sind wir den Berg zum Eingang von Machu Picchu hochgefahren. Oben angekommen, warteten bereits viele Menschen an der Ticketkontrolle. Zum Glück ging es dort aber trotzdem schnell. Zu Fuß ging es noch ein gutes Stück weiter nach oben, um den berühmten Blick auf die archäologische Stätte zu bekommen. Da es am Anfang noch ziemlich wolkig war, gab es zunächst eine ausführliche historische Erläuterung von Guido. Bei jeder Auflockerung der Wolken sind wir aber aufgesprungen, um ein Foto nach dem anderen zu schießen 😂 Es ist wirklich ein grandioses Gefühl unter den sich lichtenden Wolken dieses Weltwunder mit eigenen Augen zu sehen😍
    Schließlich folgte dann die Tour durch die Stadt selbst.

    Machu Picchu (bzw. eine ganz aktuelle Meldung des Spiegel besagt eher, dass die Stätte bei den Inca selbst Huayna Picchu hieß) wurde wohl als Ort errichtet, wo vor Allem Kinder und Frauen des Incaherrschers sicher leben und aufwachsen konnten. Ebenfalls gibt es hier verschiedene Tempel und Gebäude der Astronomie. Aus nicht genau bekannten Gründen wurde die Stätte im 16. Jahrhundert verlassen und erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Die spanischen Eroberer wussten jedenfalls nie etwas von Machu Picchu. Das ist ein Glück, denn diese hätten heute Ruinen sicher nicht intakt gelassen, sondern eher eine Kirche aus den Steinen errichtet.

    Im dann doch noch einsetzenden Regen ging es nach dem Besuch wieder den Berg runter. Wir waren zwar kaputt aber dennoch überglücklich so tolles Wetter für den Machu Picchu gehabt zu haben 😊

    Nach einem Mittagessen sind wir dann mit dem Zug zurück nach Ollantaytambo gefahren. Bei der Verspätung von fast einer Stunde und einem ziemlich langsam fahrenden Rumpelzug haben wir uns aber fast die Deutsche Bahn hierher gewünscht 😂 Die letzte Etappe vom Bahnhof zurück nach Cusco haben wir dann mit dem Bus zurückgelegt. Zurück im Hostel waren wir dann ziemlich müde. Viel Schlaf stand uns aber nicht bevor, weil wir am nächsten Morgen direkt wieder Richtung Titicacasee aufgebrochen sind 😄.
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    Sigrid Walcher

    wow wie wow

    3/26/22Reply
    Sigrid Walcher

    😳😊

    3/26/22Reply
    Sigrid Walcher

    was für ein Abenteuer!!! sooo viele Fortbewegungsmittel mit Kick! und dann dieser Blick auf Machu Picchu! Gänsehautfeeling auch beim Betrachten der Fotos!

    3/26/22Reply
    Jan Weihpratizky

    😊😊

    3/26/22Reply
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  • Day176

    Die Incas rufen

    March 18 in Peru ⋅ ⛅ 12 °C

    Angekommen in der archäologischen Hauptstadt Amerikas: in Cusco. Hier gibt es eine super faszinierende Mischung aus Inca- und Kolonialvergangenheit. Es ist toll, durch die Gassen und Plätze zu streifen und die ganze Geschichte auf sich einströmen zu lassen.

    Den ersten Tag haben wir genutzt, um die Stadt kennenzulernen. Von der Plaza de Armas ging es über den Hauptmarkt San Pedro bis zum Ältesten Viertel San Blas. Dabei mussten wir uns mehrmals am Tag vor strömendem Regen unter Vordächern in Sicherheit bringen. So nervig der Regen tagsüber war, so schön war er in der Nacht. Nach Einbruch der Dunkelheit haben die Reflexionen der gelben Straßenlaternen auf den nassen Fliesen am Hauptplatz für wunderschöne festliche Stimmung gesorgt.

    Am Dienstag sollte dann eigentlich eines unserer Highlights in Cuscos Umgebung stattfinden - eine Wanderung zu dem berühmten bunten Rainbow Mountain. Allerdings gab es dort seit einigen Tagen schon Proteste von den Einwohnern aufgrund von zu schlechter Bezahlung durch die Stadt Cusco. Die Protestierenden blockierten die Route zum Berg und auch an diesem Tag war es leider nicht möglich, zum Rainbow Mountain zu kommen. Deswegen hatte die Reiseagentur stattdessen einen Ausflug zu einem „alternativen“ Regenbogenberg angeboten. Leider hatten wir aber auch mit dieser Alternative kein Glück 😅
    Die ganze Nacht hatte es in Cusco in Strömen geregnet. Da dieser Regen in den Bergen als zentimeterdicker Schnee gefallen war, konnten wir die Farbschattierungen des Berges schlussendlich gar nicht sehen.
    Echt enttäuschend, aber irgendwie ist das Wetter hier, vor allem weil die Regenzeit noch nicht ganz vorbei ist, absolut unberechenbar.

    Unseren Bedarf an Archäologie haben wir dann mit zwei Ausflügen an den folgenden Tagen vorerst auch gedeckt. Erst ging es ins Heilige Tal nach Pisac. Von diesem Ort aus sind wir mehrere hundert Höhenmeter einen Berg bzw. die Seite des Tals hochgeklettert, um zu einer Ansammlung von Incaruinen zu kommen. Wegen der Höhe (ca. 3.600m) ordentlich schnaufend kamen wir dabei an Incaterassen und alten Lehmhäusern vorbei. Der Aufstieg wurde schließlich durch spektakuläre Aussichten auf das umliegende Tal gekrönt.
    Als ein Regenschauer einsetzte und wir uns unter ein paar Strohdächer flüchteten, hat sich eine findige ältere Souvenirverkäuferin zu uns gesellt. Nach 20 Minuten in ihrer Gesellschaft hatte sie uns dann soweit überredet, dass wir ihr zwei Alpakahaararmbänder abgekauft haben😄

    Gestern haben wir uns von einem Colectivo zur Incastätte Tambomachay im Norden von Cusco fahren lassen und haben von dort eine schöne Wanderung zurück in die Stadt gemacht. Entlang des Wegs gab es Incabäder, Incaforts und weitere historische Stätten zu bewundern. Ende war dann in Saksaihuaman, einer großen ehemaligen Garnison und Kopf des Pumas (Cusco wurde vom achten Inca in Form eines Pumas angelegt). Dieser Ort war einst Schauplatz eines Massakers der spanischen Conquistadoren an Incakriegern.

    Heute sind Ninas Freundinnen Sarah und Gabby von Lima angekommen, mit denen wir gemeinsam den Weg nach Machu Picchu bestreiten werden. Den letzten vollen Tag in Cusco haben wir mit ihnen zusammen für ein ausgiebiges Souvenirshopping genutzt.

    Morgen geht es dann im Morgengrauen los auf unsere viertägige Abenteuertour zu Perus Nr. 1 Touristenattraktion 😊
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    Sigrid Walcher

    wenn der Regen immer wieder in die Quere kommt....😕 aber ihr macht j das Beste daraus!

    3/22/22Reply
    Jan Weihpratizky

    So ist das nun mal, die Regenzeit ist auch noch nicht ganz vorbei…

    3/22/22Reply
     
  • Day170

    Am Titicacasee (Besuch 1)

    March 12 in Peru ⋅ ☁️ 10 °C

    Unsere Fahrt mit dem sehr frühen Bus von Arequipa nach Puno ging beinahe schon schief, bevor sie überhaupt begonnen hatte. In unserem Onlineportal von Peru Hop stand, dass wir zwischen 5:15 und 5:45 Uhr am Hostel abgeholt und zum Busbahnhof gebracht werden sollten. Deswegen hatten wir uns auf 4:45 Uhr Aufstehen eingestellt. Als es dann aber um 4:20 Uhr an unserer Tür klopfte und der Rezeptionist sagte, der Bus sei jetzt da, kam bei uns ein bisschen schlaftrunkene Panik auf 😅 Zum Glück hatten wir am Vorabend schon nahezu alles gepackt, sodass wir vom Aufwachen in den Bus steigen keine zehn Minuten gebraucht haben.
    Mit dem Reisebus ging es dann nach Puno am Titicacasee. Schon auf der Fahrt machte sich bei einigen unserer Mitreisenden die Höhe bemerkbar. Puno selbst liegt immerhin auf über 3.800 Meter und bei der Fahrt haben wir einige Male die 4.000 gebrochen. Bei einem Zwischenstopp des Busses haben wir Coca- und Muña-Tee (Andenminze) gekauft, die beide gut gegen die Symptome der Höhenkrankheit helfen.

    Gegen Mittag waren wir dann schließlich in Puno, eine geschäftige Stadt mit Hafen - der Titicacasee ist immerhin der höchstgelegenste schiffbare See der Welt. Viel mehr als ein bisschen die Stadt und den Fähranleger erkunden konnten wir nach dem frühen Aufstehen und der anstrengenden Fahrt aber nicht mehr machen. Dabei haben wir schon beim normalen Gehen festgestellt, wie schnell wir hier aufgrund der dünnen Luft außer Atem kommen 🥵

    Von einem Aussichtspunkt, auf dem eine monströse Statue eines Kondors thront, konnten wir ein paar Tage später eine grandiose Aussicht auf die Stadt und einen Teil des Sees genießen. Der „Aufstieg“ von 135m hat uns aber gut fertig gemacht.

    Etwas weniger anstrengend war unsere Kayaktour zu den Uros-Inseln. Bei diesen handelt es sich um zahlreiche (um die 120, niemand weiß es ganz genau, weil sich die Anzahl auch öfter ändert) kleine Inseln aus Schilf. Die Bewohner müssen in der Regenzeit regelmäßig Schichten dieses Schilfs erneuern, weil es von unten schnell wegfault. Es war sehr interessant zu sehen wie die Leute hier leben. Entweder hier oder auf anderen, „echten“ Inseln wollen wir noch übernachten, wenn wir in ein paar Tagen noch einmal nach Puno zurückkehren.

    Am Ende unseres ersten dreitägigen Besuchs am See stand dann unsere letzte Etappe mit dem Peru Hop Bus an. Dieser hat uns nach Cusco gebracht, in die Hauptstadt der alten Inca.
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    Sigrid Walcher

    ihr seid ja echt taff!!!

    3/21/22Reply
    Sigrid Walcher

    cool !

    3/21/22Reply
    Sigrid Walcher

    gegen die Höhenkrankheit?

    3/21/22Reply
    Jan Weihpratizky

    Genau! Aber Coca oder Muña werden auch so regelmäßig getrunken.

    3/21/22Reply

    gute Idee aufm Titicaca zu paddeln. Wir sind mit der Fähre und mit den Touri-Bambus-Flössen drüber geschippert [Peter Walcher]

    3/31/22Reply
     
  • Day165

    Im dritttiefsten Canyon der Welt

    March 7 in Peru ⋅ ⛅ 8 °C

    Eine Wanderung im Cañon del Colca stand ganz oben auf unserer Peru To-Do-Liste. Dieser imposante Canyon befindet sich rund 100 Km entfernt von Arequipa und ist der dritttiefste der Welt. Touristen, die nur wenig Zeit haben, machen hier lediglich eine Eintagestour. Da wir aber überhaupt keine Lust darauf hatten, uns in einer öden Bustour nur von einem Aussichtspunkt zum anderen fahren zu lassen, haben wir uns für eine Zweitageswanderung entschieden.

    Um 3 Uhr in der Früh (ja Horror😅) wurden wir mit dem Bus abgeholt. Der Weg zu unserem Startpunkt führte über 4900 Meter Höhe über einen Bergkamm. Dort haben wir bei eisiger Kälte einen Stopp eingelegt und in der ersten Morgensonne die Aussicht auf viele Berge und die Haus-Vulkane von Arequipa Misti und Chachani bewundert. Nina hat sich hier ein paar kuschelige Alpaka-Handschuhe für ca. 3 Euro von einer netten Verkäuferin gekauft. Wie diese Wolle warm hält ist wirklich unglaublich😊

    Nach einer weiteren Stunde Fahrt haben wir den berühmten Aussichtspunkt "Cruz del Condor" erreicht. Von dieser Felskuppe hat man einen fantastischen Blick ins Tal und kann mit viel Glück einen der mächtigen Kondore in die Höhe gleiten sehen. Leider hing bei uns eine dicke Nebelwand in der Schlucht, die nur lückenhaft Blicke in die Tiefe freigelassen hat. Dafür konnten wir aber schon erahnen wie wunderschön die Schlucht gelegen ist: Rotschattige Bergklippen, umringt von saftigem Grün und einem reißenden Strom in der Talsohle. Unser dritter Stopp war gleichzeitig auch der Startpunkt unserer Wanderung. Zusammen mit zwei Französinnen namens Floriane und Laeticia haben wir noch eine halbe Stunde auf unseren Guide José gewartet, der direkt und ohne Pause von der vorherigen Mehrtageswanderung zu uns gestoßen ist 😀

    Unser erster Wandertag bestand aus insgesamt 11.5 Km bergab (auch bergauf, aber hauptsächlich bergab) wandern. Den ganzen Canyon einmal runter auf teilweise sehr steinigen Wegen. Begleitet wurden wir dabei die ganze Zeit von einer verspielten Straßenhündin. Danach haben wir unsere Knie ganz schön gespürt😅 Am Anfang sah das Wetter auch leider überhaupt nicht gut aus. Die dicken Wolken vom Morgen schienen sich einfach nicht verziehen zu wollen. Aber dann, nach den ersten zwei Kilometern, brach Sonne die Nebelwand plötzlich auf und gewährte uns atemberaubende Ausblicke auf das Tal und die wunderschöne Umgebung. Sogar einen Kondor konnten wir erspähen! An dieser Stelle lassen wir unsere Bilder mal für sich sprechen😍

    Die Landschaft, zu Beginn noch karg und rau, wandelte sich mit jedem Kilometer mehr zu saftigem Grün und tropischen Bäumen. Der Weg zu und nach unserer Mittagspause war gesäumt von wilden Feigen- und Granatapfelbäumen. Zu unserem Glück ist gerade Erntezeit dieser Früchte, daher haben wir unterwegs die ganze Zeit davon genascht😁. Ihr könnt euch diesen Geschmack frisch vom Baum nicht vorstellen - noch nie in unserem Leben haben wir so leckere Feigen und Granatäpfel gegessen!😍

    Nach 7 Km und einem Mittagessen in einem pittoresken Dörfchen ging es nochmal 4,5 Kilometer steil bergab zu unserem Abendquartier, einer Oase am Fuß des Canyons. Unterwegs mussten wir dabei einen knietiefen ziemlich wilden Fluss durchwaten. Da uns immer noch die Hündin folgte, musste unser Guide nicht nur uns, sondern auch sie sicher über den Fluss bringen😄 Da unsere tierische Begleitung gerade läufig war, ist uns der Rüde der Restaurantbesitzerin den ganzen Weg nachgelaufen und hat sich auch von dem reißenden Fluss nicht abhalten lassen😂.

    Um 15:30 Uhr kamen wir schließlich an der Oase an und haben erstmal unsere müden Beine im lauwarmen Pool entspannt 😄 Nach der Besprechung mit José, der uns mitteilte dass es am nächsten Tag um 5 Uhr Früh mit einem Aufstieg von 1200 Höhenmetern weitergehen sollte, sind wir um 21 Uhr wie Steine ins Bett gefallen.

    Nach einer glücklicherweise erholsamen Nacht haben wir am nächsten Morgen den mühsamen Aufstieg der letzten 5 Kilometer in Angriff genommen. Noch im Dunkeln haben wir uns Schritt für Schritt den steinigen Serpentinenweg hinaufgekämpft. Unterwegs mussten wir hüfthohe Felsen hinaufklettern. Ein Stück ohne Hindernisse gab es eigentlich kaum. Die letzten Kilometer begann es leider auch leicht zu regnen. Ein Mädchen aus einer anderen Gruppe konnte irgendwann nicht mehr weiter und musste auf einem Maultier mitgenommen werden. Schweißgebadet aber auch saumäßig stolz auf unsere Leistung kamen wir nach 3 Stunden endlich oben an😊 Ohne zu übertreiben, das war mit Abstand eine der anstrengendsten Wanderungen, die wir jemals bewältigen haben!😵

    Danach gab es erstmal Frühstück, bevor wir zurück in den Bus gestiegen sind. Zur Belohnung unserer Mühen haben wir einen Abstecher bei heißen Quellen gemacht. Wir können euch sagen, noch nie tat ein heißes Bad so gut wie zu diesem Zeitpunkt 😅 Zum Tourabschluss haben wir noch eine Alpakafarm besucht. Gefühlt hundert dieser süßen Tiere standen zusammen mit Schafen und ein paar Lamas ohne Zaun auf einer Wiese an der Straße und haben gefressen 🦙😊.

    Um 18 Uhr sind wir wieder nach Arequipa zurückgekommen. Hier sind wir noch 2 Nächte länger geblieben, um etwas Schlaf nachzuholen und Souvenirs zu shoppen :)
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    Sigrid Walcher

    wow!

    3/21/22Reply
    Sigrid Walcher

    süüüüüß !

    3/21/22Reply
    Sigrid Walcher

    brutale Wanderungen! tapfer!!! aber bei so beeindruckenden Aussichten....

    3/21/22Reply
     
  • Day163

    Gaumenfreuden in der weißen Stadt

    March 5 in Peru ⋅ ☁️ 17 °C

    Arequipa empfing uns erst mit Sonnenschein, dann ist es leider zugezogen. So sollte es auch die meiste Zeit bleiben. Von den beiden nahegelegenen Vulkanen, die normalerweise die Skyline dominieren, haben wir leider nur einmal kurz beim Frühstück einen Teil der Bergflanken zwischen den Wolken erspähen können.

    Highlight hier in der Stadt war der Kochkurs, an dem wir teilgenommen haben. Am Anfang sind wir wie beim Kochkurs in Mexiko auch auf den lokalen Großmarkt gegangen. Besonders beeindruckend waren hier die vielen verschiedenen Sorten von Kartoffeln. Zwar ist jetzt eigentlich keine Saison, dennoch gab es noch fünf Varianten zu kaufen. In Peru gibt es über 800 verschiedene Kartoffelsorten🥔
    Beladen mit typischen peruanischen Snacks sind wir dann zurück Richtung Outdoorküche. Der Kurs selbst fand nämlich im Haus von Koch Patricio und seiner Frau Diana auf der Terrasse statt.

    Dort haben wir erst mal verschiedene Zutaten und die schon vorbereiteten Soßen probiert (besonders lecker mit Kartoffel oder Süßkartoffel). Auf dem Speiseplan standen als Vorspeisen „Ceviche“ (peruanische Spezialität aus in Zitronensaft „gekochtem“ Fisch) und „Solterito de Queso“ (eine Salat-Spezialität aus Arequipa bestehend aus Käse, Zwiebeln, Oliven, Tomaten und Saubohnen). Als Hauptspeise haben wir ein Tabule de Quinoa mit gebratenem Fisch zubereitet. Leider war das die einzige „Vegetarische Variante“ im Angebot 😅. Für die anderen gab es Lomo Saltado, ein ganz typisches Gericht aus der Peruanisch-chinesischen Fusionsküche. Dabei handelt es sich um scharf angebratenes und dann in Pisco flambiertes Rindfleisch (alternativ Hühnchen, Fisch, Soja, etc.) mit Tomaten, Zwiebeln und milden Chili in einer Marinade aus Sojasoße, Austernsoße und Senf. Begleitet wird es normalerweise mit Reis und Pommes (wie so vieles in Perú 😉).

    Zum Nachtisch gab es dann eine Mazamorra Morada, eine Art Pudding aus Mais, Ananas und Äpfeln mit verschiedenen Gewürzen, der warm serviert wird. War wirklich lecker! Den Abschluss bildeten hervorragend gemixte Pisco Sours bzw. Pisco Maracujas. Den Wettstreit zwischen Chile und Perú um den besten Pisco Sour hat in unseren Augen daher ganz klar Perú gewonnen - allerdings haben wir in Chile ja nur einen einzigen davon getrunken 😁
    Alles in allem war es ein toller und sehr leckerer Tag, nachdem wir nur noch vollgefressen rumliegen konnten.

    Am nächsten Tag konnten wir in einer Free Walking Tour viele interessante Fakten über die Stadt erfahren. Für den Spitznamen „Weiße Stadt“ gibt es eine einfache Erklärung. Nachdem es früher üblich war, sein Haus bunt anzustreichen, kam irgendwann der Trend auf, die Außenfassade in schlichtem Weiß zu halten. Das wurde so schick, dass schließlich die meisten Gebäude der Stadt weiß angemalt waren.

    Am letzten Tag in Arequipa haben wir uns einerseits mit Souvenirs und Alpakapullovern eingedeckt. Andererseits haben wir noch dem Kloster Santa Catalina einen Besuch abgestattet. Dieses Nonnenkloster ist viel mehr eine Stadt in der Stadt, als eine Zitadelle. Heutzutage sind knapp 80% des riesigen Komplexes für die Öffentlichkeit zugänglich und es ist ziemlich beeindruckend, durch die ewig langen Gassen des Klosters zu streifen.

    Arequipa war auch unser Ausgangspunkt für den Besuch im Colca Canyon, über den wir in einem eigenen Blogpost berichten:)
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    Sigrid Walcher

    so ein niedriger Tisch!

    3/21/22Reply
    Jan Weihpratizky

    Schon, ja 😉 dafür war es an der frischen Luft

    3/21/22Reply
    Sigrid Walcher

    mmmhhhh

    3/21/22Reply
    3 more comments
     
  • Day160

    Ab durch die Wüste

    March 2 in Peru ⋅ ☁️ 22 °C

    Der Peru Hop Bus hat uns früh morgens in Lima am Hostel abgeholt. Nach ein paar weiteren Stopps an anderen Unterkünften ging es dann los nach Paracas. Dieser kleine Ort an der Küste, rund 3 Stunden südlich von Lima, hat optisch eigentlich gar keinen Charme. Trotzdem kommen hier besonders am Wochenende scharenweise Touristen her. Einerseits wegen des Strands (ehrlich gesagt ist der Strand direkt im Ort aber unattraktiv), andererseits wegen der Islas Ballestas. Zu diesen „Galápagosinseln für Arme“ kann man Bootsausflüge machen und dort Robben, Pinguine und andere Seevögel beobachten. Wir haben uns aber dagegen entschieden, weil wir in La Serena in Chile bereits eine ähnliche Tour gemacht haben.
    Stattdessen haben wir eine Wandertour über die Klippen am Meer gemacht, wo es beim Sonnenuntergang goldene Schatten auf den Felsen gibt. Leider hatten wir ein bisschen Pech mit vielen Wolken, aber die Landschaft mit der Wüste hinter den Klippen war nichtsdestotrotz spektakulär.

    Von Paracas sind wir weiter ins nahe gelegene Huacachina. Das ist eine kleine Oase direkt in der Wüste. Wenn man mal kurz vergisst, das gleich hinter der nächsten Düne die Großstadt Ica liegt, wirkt dieses Örtchen echt romantisch.
    In Huacachina kann man hauptsächlich drei Dinge tun. Am Pool liegen, Sandboarden und Sandbuggy fahren bzw. mitfahren. Vor allem Letzteres ist ein cooles Erlebnis. Die Fahrer rasen mit ihren aufgemotzten Post-Apokalypse-Mad-Max-Schlitten die Dünen rauf und runter und lassen ihre Fahrgäste schreien wie in der Achterbahn. War definitiv eines unserer Highlights bisher in Peru 😄 Zwischendurch gab es einen Stopp oben auf einer besonders hohen Düne, von der wir dann mit dem Sandboard runterfahren konnten. Man hätte in Huacachina auch richtige Ski oder Snowboards leihen können, aber in Anbetracht der hohen Verletzungsgefahr wollten wir nicht gleich übertreiben.

    Nach Huacachina haben wir dann zwei der kostenlosen Unternehmungen von Peru Hop mitgenommen. Einen kurzen Workshop in einer Süßigkeitenmanufaktur, wo wir unsere eigenen „Tejas“ (Pralinen aus Karamellmasse, Nüssen oder Trockenfrüchten und Schoko- oder Zuckergussüberzug) gemacht haben.
    Außerdem eine Pisco-Verkostung in einem Weingut. Ica ist nämlich der wichtigste Ort für den peruanischen Weinbau. Aus den Trauben wird hauptsächlich Pisco hergestellt, das Getränk, um das sich Chile und Peru streiten, wer es erfunden hat. Bei der Verkostung gab es insgesamt zehn verschiedene mehr oder weniger hochprozentige Piscovarianten zum probieren. Auch mit Frucht oder anderen Beimischungen. Danach hat uns ganz schön der Kopf geschwirrt. Zum Glück gab es direkt danach Mittagessen 😂

    Anschließend haben wir uns auf den Weg nach Nazca gemacht, allerdings nur als kurzer Zwischenstopp auf dem Weg nach Arequipa. Hier bei Nazca findet man die weltberühmten Nazca-Linien, unzählige große und kleine Figuren aus Linien in der Steinwüste, die über 2000 Jahre alt sind und von denen immer noch niemand weiß, wer sie wieso angelegt hat. Den Flug über die Linien haben wir uns aber gespart und haben uns mit den dreien begnügt, die man vom Aussichtsturm an der Straße sehen kann.

    In Nazca sind wir dann abends in den Nachtbus gestiegen. Weil aktuell nicht so viele Leute bei Peru Hop mitfahren, benutzt das Unternehmen ab Nazca öffentliche Busse. Diese sind aber auch komfortabel und ein Guide ist trotzdem immer dabei. In Arequipa haben wir auch schon tolle Dinge erlebt, von denen wir im nächsten Post berichten werden :)
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    Sigrid Walcher

    geile Karre!

    3/21/22Reply

    wir waren ähnlich unterwegs: in der Wüste nur Bodysurfin und in Nazca nur die 3 an der Straße vom Türmchen aus angeguckt. [Peter Walcher]

    3/31/22Reply
     
  • Day157

    Los geht‘s auf den Gringo-Trail

    February 27 in Peru ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir sind in Peru angekommen! Das ist leider bereits das letzte Land auf unserer Reise :(
    Heftig, wie die Zeit rennt🙈 Daher wollen wir unseren letzten Monat noch so intensiv wie möglich nutzen, um dieses kulturträchtige Land kennenzulernen 😊

    Wie gefühlt in jedem Land bisher, sind wir in Lima nachts gelandet. Die Einreise war aber auch hier kein Problem. Trotz der späten Stunde war auf dem Flughafen noch sehr viel los, deshalb gab es auch viele Taxis. Eins davon hat uns in unser Hostel im Stadtteil Miraflores gebracht, wo wir direkt ins Bett gefallen sind.
    Der nächste Tag stand erst mal im Zeichen der üblichen Organisation: Geld holen; SIM-Karten besorgen und die nächsten Tage planen. Da wir relativ schnell weiterziehen wollten und Lima erst Ende März ausführlich erkunden, gibt es noch keine Fotos ;)

    Wir haben entschieden, uns in den kommenden Wochen auf den Süden Perus zu beschränken und den klassischen „Gringo-Trail“ abzufahren. „Gringo“ ist eine humorvolle Bezeichnung für weiße Ausländer, die sich in Lateinamerika aufhalten. Für den Gringo-Trail haben wir uns Tickets für den Hop Peru Bus gekauft. Das ist ein bequemes Bussystem mit Hostelabholung, das beliebt bei Langzeitreisenden ist. UnsereTickets sind ein Jahr für die Route gültig und wir entscheiden selbst, wie lang wir an jedem Ort bleiben. Das absolute Highlight werden sicherlich Cusco, der Titicacasee und Machu Picchu sein, aber bis dahin erwarten uns noch viele andere interessante Ziele.
    Mitte März kommen uns drei Freundinnen aus Deutschland besuchen, mit denen wir uns in Cusco treffen😊

    An unserem ersten Stopp auf dem „Gringo-Trail“ - der Küstenort Paracas - haben wir auch wieder mehr Gelegenheiten, Fotos für die nächsten Posts zu schießen.
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    Gringo ist in L-Amerika auch als Schimpfwort gedacht. Kommt von green go = der grüne Dollarschein. Noch ärger güra oder yanki. [Peter Walcher]

    3/31/22Reply
     
  • Day154

    Argentinisches Essen

    February 24 in Argentina ⋅ ☀️ 28 °C

    Jedes Land bekommt seinen eigenen Essens-Blog. Natürlich auch Argentinien. Viel Spaß beim Lesen und Appetit holen :)

    Ein klassisches argentinisches Frühstück besteht aus einem Kaffee und zwei "Medialunas". Letztere sind kleine Croissants, die mit Zuckersirup überstrichen sind. Abartig süß aber auch sehr lecker :D Leute, die keinen Kaffee mögen, bestellen sich anstelle des Kaffees einen "Submarino" (U-Boot). In diese Variante unserer heißen Schokolade wird in ein Glas heiße Milch ein Schokoriegel eingerührt.

    Deftige Abendessen sind auch hier wieder sehr fleischlastig. Ist ja auch kein Wunder im Land der berühmtesten Steaks 😉 Witzigerweise sind hier auch Milanesas (Schnitzel) in verschiedensten Varianten total beliebt und werden mit Vorliebe gegessen. Jan hat hier mal eine Ausnahme gemacht und sich in einer "Parilla" (typisches Grillrestaurant) ein gutes Steak schmecken lassen. Für Pia und Nina gabs dort Provolone, einen leckeren gewürzten Grillkäse 🧀

    Ein landestypischer Snack für zwischendurch ist der "Lomito". Das ist ein Sandwich mit kleingeschnittener Schweinelende, Salat und Pommes. Wir haben die vegetarische Variante mit Sojageschnetzeltem probiert, war mega!
    Neben Lomitos gehören auch rießige Tartas (Quiches) und Locros (Eintöpfe) zum klassischen Mittagessen. An jeder Ecke gibt es natürlich auch hier wieder Empanadas zu kaufen, die argentinischen sind aber kleiner als die in Chile.

    Die traditionellstenDesserts sind zweifelsohne der "Flan" und der "Alfajor". Alfajores kennt ihr ja noch aus unserem vorletzten Blogartikel. Das sind leckere gefüllte Schokoküchlein. Der Flan ist eine Art fester Grießbrei, der mit Dulche de Leche - der in ganz Lateinamerika beliebten Karamellsoße - serviert wird.
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    Sigrid Walcher

    na, ihr könnt ja super kochen, wenn ihr wiederkommt. wenn man hier diese Zutaten bekommt...

    3/21/22Reply
    Jan Weihpratizky

    Das ist wahrscheinlich das größte Problem. Aber Inspiration und Rezepte bringen wir auf jeden Fall mit 👍🏻

    3/21/22Reply