Vietnam
Tỉnh Yên Bái

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Most traveled places in Tỉnh Yên Bái:

All Top Places in Tỉnh Yên Bái

12 travelers at this place:

  • Day56

    Mai Chau -> Yen Bai

    December 3, 2017 in Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C

    Mein zweiter Tag auf dem Moped hat das Ziel Yen Bai in 209 km Entfernung. Um 8 Uhr starte ich. Gegen Mittag wird es sonnig und dadurch angenehmer. Die Landschaft ist allerdings nicht besonders. Die letzten 80 km habe ich schon keine Lust mehr. Das Fahren ist körperlich und mental anstrengend. Es ist außerdem nicht einfach etwas Vernünftiges zum Mittagessen zu finden. Ich esse eine Art süßes Brötchen und erzähle dem Verkäufer dass ich auf dem Weg nach Yen Bai unterwegs bin. Er sagt, dass das aber noch weit wäre, um die 140 km. Auf meinem Handy werden 80 km angegeben. Ich mache mich wieder auf den Weg und erfahre später, dass Yen Bai einen Radius von 80 km hat. Zum Glück liegt mein Hostel (das einzige Hostel in Yen Bai) am Anfang. Mehr als diese weiteren 80 km hätte ich gefühlt nicht geschafft an diesem Tag.

    Meine ersten Probleme mit dem Roller habe ich gegenüber von einer Yamaha Werkstatt. Ich muss den Roller - der nicht mehr anspringt - nur über die Straße schieben. In der Werkstatt spricht niemand Englisch und mussten sie gedacht haben, dass ich extra zu der Werkstatt gekommen wäre wegen einem Problem. Weil ich ihnen nicht erklären kann was los ist, checken sie den ganzen Roller durch und reparieren u.a. den Lichtschalter für umgerechnet 1,90€. Danach springt der Roller wieder problemlos an und mehrere Mechaniker haben sich angehört, ob der Roller sich normal anhört. Mit gutem Gewissen fahre ich die letzten 5 Minuten bis zum Hostel. Im Hostel bin ich der einzige Gast. Ich dachte ich würde überall auf dem Weg andere Leute treffen, mit denen ich zusammen weiter fahren könnte.

    Die Hostelbesitzerin empfiehlt mir ein Einkaufszentrum/ eine Mall zum Essen. Ich laufe aus dem Hostel und komme nach 10 Minuten in eine Art Parallelwelt. Eine riesige Mall samt Promenade am See, umgeben von Neubauten, die alle nicht ins sonstige Stadtbild passen. Total verrückt! Zusätzlich dazu werde ich hier angeschaut wie ein Einhorn. Ganz offensichtlich kommen nicht viele Touristen nach Yen Bai. Die Menschen schauen mich mit aufrichtigem Interesse an, viele lächeln mir zu. Es ist sehr ungewohnt eine Minderheit zu sein, aber als Weißer
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  • Day22

    Hanoi

    September 28, 2018 in Vietnam ⋅ 🌧 22 °C

    Heute bleiben wir erstmal im Hotel, da es regnet und wir uns mal ne Pause gönnen. Hannes recherchiert, wie wir morgen dann nach Mu Cang Chai kommen und ich mach mich an die Videobearbeitung von Thailand. Nach ein paar Stunden einigen wir uns auf die Reisevariante, dass wir morgen früh um 6 Uhr mit dem Zug der ca. 4 Stunden nach "Yen Bai" geht fahren. In Yen Bai steigen wir dann um in den Bus, der uns nach ca. 6 Stunden nach Mu cang chai bringt.

    Jetzt zieht es uns doch nach draußen. Wir müssen sowieso zum Bahnhof, um das Ticket für morgen zu lösen. Der Verkehr ist wieder der Wahnsinn😁 aber mittlerweile gewöhnen wir uns etwas daran. Am Bahnhof hat alles geklappt und wir schlendern weiter zur Altstadt. Wir gehen zu "Bhan mi25" da gibt's die weltbesten Sandwiches, Hannes hat nämlich gestern schon eins gegessen. Wir bestellen noch zwei Kaffee und als Nachtisch gibt's heut mal zur Feier des Tages ein Eis 😋 das ist nämlich selbst gemacht von dem Betreiber und schmeckt wirklich sehr lecker. Vor allem fruchtig, ich hab Erdbeer - Kokos 😍
    Das Ambiente ist auch sehr schön hier, man kann sogar draußen sitzen und den Verkehr von oben aus beobachten. Ach wie schön, seh mich schon vor Schrecken den Kaffee verschütten, weil sich die Leute fast übern Haufen fahren 🤣

    Hannes braucht noch ein paar Shirts und ich unbedingt ein Nackenhörnchen, da ich mein altes ja verloren hab und ich für morgen gewappnet sein muss.
    Hannes hat Glück, er findet gleich zwei Shirts die ihm super gefallen und für 250 000 Dong ergattert. Ich hingegen durchsuche jeden Stand und nirgends ist ein Nackenhörnchen auf zu finden. Hm, naja wir haben ja noch Zeit. Da ist aber ein toller Laden mit Kleidern... Muss nur mal kurz schauen😂
    Ich komm mit einem Leinentop und Kleidchen wieder raus. Aber die sind wirklich so schön, die musste ich haben. Ich durfte sogar in der Umkleidekabine die Sachen probieren, was hier ja nicht so üblich ist. Die Verkäuferin kam mir immer zur Hilfe und bewunderte meine Rundungen, was mir etwas unangenehm ist😆 ich habe aber schon oft erlebt, wie die Thais oder jetzt auch die vietnamesen Hannes und mich anschauen oder teilweise anfassen weil wir so breit gebaut sind im Gegensatz zu ihnen. 😆 Das war aber eher in den ruhigen Gegenden...
    So zurück zur Suche nach dem Nackenkissen... Alles ist da, wirklich alles. Seien es Taschen, Geldbeutel, Tücher, Schmuck, Kleidung usw. Nur kein Kissen😭
    Naja gehen wir zur Abwechslung was essen oder? Vielleicht haben wir ja danach Glück.

    Gestern haben wir ja ein Bild von uns an der Trainstreet gemacht und es bei Instagram hochgeladen, dies hat dann ein Vietnamese kommentiert und geschrieben, dass er ein Restaurant hat und wir ihn doch besuchen sollen.
    Hannes möchte natürlich zu dem. Wir laufen in irgendeinen Hinterhof herum, wo man in verschiedene Zimmer schauen kann. In einem ist ein Massageraum, im anderen schlafen 3 Leute aufm Boden und dann ist ne Küche zu sehen (also Herd mit Topf) 😁
    Wir werden herzlich von dem Betreiber begrüßt und er lotst uns die Treppen hinauf. Da standen ein paar Tische rum und wir sind die einzigen Gäste. Hannes sieht mich an und versucht sein möglichstes um mich dafür begeistern zu können. Na gut, wir bleiben hier.
    Der Typ ist so begeistert, dass wir da sind und bringt uns einen Gruß aus der Küche. Das ist eine Rindsuppe und Minzblätter, die man in ein Gemisch aus Chili, Salz und Zitronensaft tauchen und dann essen muss. Schmeckt wirklich interessant, vor allem erfrischend und leicht. Dann kommen unsere bestellten Gerichte. Wow, ich habe ne riesen Portion. Das reicht ja für 5 Leute. Ich habe Rice Nudeln mit Rind bestellt und das schmeckt auch ganz gut. 😋 Wir lassen die Nudel einpacken für morgen, dann haben wir gleich was zum Frühstück👍 der Typ ist mir nur bisschen suspect und rückt mir leicht auf die Pelle, weil er sich ständig neben uns stellt und erzählt von seiner Familie und dass er glücklich ist. Er gibt zum Schluss sogar in die Übersetzungaapp ein, dass wir bitte auf ihn stolz sein sollen und er Glück hat mit seiner Familie. Also irgendwie strange.😆
    Als wir rausgehen, seh ich am Stand nebenan auf einmal ein Nackenkissen 🙌🙌🙌🙌🙌🙌 juhhuuu, und was für eins, ne grinse Katze 😁😍 gekauft 👍
    Jetzt kann die Weiterreise los gehen 🙏
    Es ist bereits dunkel und wir gehen zum See, weil ich noch Geld abheben muss(wo gestern auch Hannes war) und der See so schön beleuchtet ist.
    Wirklich eine tolle Atmosphäre herrscht hier allerdings, weil eine Band spielt und das wirklich gut. Eine Mischung aus Geige, Keyboard und Saxophon.

    Zurück im Hotel, nehmen wir unsere Wäsche, die wir hier gestern Abend zum Waschen abgegeben haben mit nach oben und packen unsere Sachen.
    Um 22 Uhr geht's ins Bett...um halb 5 klingelt der Wecker 😫
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  • Day23

    Hanoi to Mu Cang Chai

    September 29, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C

    Der Wecker klingelt, wir ziehen uns Schlafwandlerisch an und laufen los. Am Bahnhof werden wir zum Glück gleich von Zugbegleitern, weitergeleitet zum richtigen Wagon. Wir setzten uns rein und machen es uns gleich gemütlich. Wir sind die einzigen Touris im Zug und die Kinder starren uns an :D Diese Zugfahrt ist ganz cool, zumindest gelingt es uns hier etwas zu schlafen. Die vier Stunden verfliegen regelrecht und als wir in Yen Bai ankommen, gehen wir schnurstracks weiter zum Busbahnhof, der ca. 1 km weit entfernt ist. Wir beeilen uns, da der Bus dann in 1 ½ Stunden fährt und wir zuvor unbedingt was essen wollen.
    Wir laufen und laufen und laufen.. hm.. weit  und breit kein Busbahnhof zu sehen. Google Maps zeigt an, dass wir hier sind. Wir stehen aber bei einem Rollerverkauf. Wir fragen die Jungs, ob sie uns sagen können, wo dieser Bahnhof ist. Da sie kein Wort englisch sprechen, können sie uns nicht folgen. Wir versuchens mit Händen und Füßen und letztendlich kommt ein Mann von Gegenüber, der sogar etwas Deutsch kann. Er erklärt uns, dass hier eine Haltestelle ist und der Bahnhof noch einige Meter weg ist. Die Jungs sind sehr nett und bieten uns einen Fahrservice dorthin an. Hannes auf einem Roller und ich auf einem, fahren bei den Kerlen mit. Tatsächlich, wären wir da noch um einiges gelaufen.
    Als wir ankommen, fahren die Jungs gleich weiter, verabschieden sich und lehnen dankend das Geld ab, das wir ihnen zustecken wollten.

    Dann lösen wir unser Ticket, das auch wieder nur über Google Translation geht, weil hier niemand versteht, was wir wollen. Naja irgendwann klappt es dann doch, aber das kostet sehr viel Zeit. Der Bus steht bereit und wir holen uns für unterwegs noch ein Sandwich mit Rühreiern (Bahn Mi)

    Alle Jungs die dort rumsitzen starren uns an und mir wird etwas mulmig dabei…  Wir steigen in den Bus ein und fahren los. Der Bus hält noch ein paar Mal innerorts, da immer wieder Leute dazusteigen oder Päckchen reingelegt werden, was nicht nur dabei bleibt… :D

    Ein junger Mann sitzt hinter mir, der ein bisschen englisch spricht, was mich sehr freut, denn das gibt mir etwas Sicherheit. Im Laufe der Fahrt, halten wir immer wieder in Ortschaften an, wo noch mehr Sachen eingeladen werden, z.B Säcke voll mit Obst, Reis, Spielsachen, Kleidung, Post, sogar Hennen usw. Alles ist vorhanden :D diese Fahrt wird immer verrückter. Leider steigt der junge Mann (der mir hier von allen am sympathischsten war) aus. Am Anfang war das alles ziemlich aufregend und lustig, doch als immer mehr männliche Einwohner hinzusteigen und ich die einzige weiße (überhaupt) Frau bin und von den Männern Blicke zugeworfen bekomme, wird es mir langsam etwas unheimlich.

    Sie unterhalten sich und lachen dann, der eine spricht mich die ganze Zeit an und ich kann ja nichts verstehen… also hol ich meine Kopfhörer raus und genieße den Ausblick- besser gesagt, versuche ich mich auf die schöne Landschaft zu konzentrieren, die immer bergiger wird. Hannes ist total entspannt und denkt sich dabei gar nichts, ist ja wieder typisch :D

    Mir tut schon so mein Hintern weh, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich mich setzten soll.. manchmal stelle ich mich hin und alle schauen komisch, was ich da jetzt überhaupt will😁🙈 Jetzt rücken wir unserem Ziel immer näher und die Landschaft wird unsagbar schön. Wir fahren über einen Pass, der Kurven über Kurven hoch hinauf geht. Ein Mitfahrer ist so begeistert über diesen Pass zu fahren, dass er mir seine Freude ausdrücken möchte, indem er mir mit seinen Händen zeigt wie wir jetzt die Strecke fahren und lacht dabei… er zeigt immer wieder aus dem Fenster und versucht mir auf Vietnamesisch etwas zu erklären. Ich nicke und grinse nur und bin wirklich von der Schönheit dieser Natur so geflasht, dass mir eh die Worte gefehlt hätten. Wir sehen unzählig viele Reisfelder und andere Felder und von der Straße aus, kann man super gut ins Tal hinabschauen. Ich sehe einen Wasserfall, der sich durchs ganze Tal zieht. Als wir durch die letzten Dörfer durchfahren, sehen wir viele Arbeiter – vor allem Frauen, die am Feld unterwegs waren und ihre - mit Gräsern befüllte Körbe- durch die Gegend tragen. Wir sehen Kinder die auf der Straße spielen und Ochsen, die von den Bergen zurück in den Stall getrieben werden.

    Also eins ist uns klar, sowas kann man sich nicht mal in seinen Träumen vorstellen. Wir sind in einer komplett anderen Welt.... 😮

    Ich möchte euch von nun unserer ersten Nacht hier in Mu Cang Chai erzählen. Denn das was wir hier bei unserer Ankunft erlebt haben, glaubt uns kein Mensch und wer noch nicht hier war, weiß auch nicht von was wir reden oder wie man es sich hier vorstellen kann. Hannes und ich kommen uns vor, als wären wir in die Vergangenheit gereist und als würde dieser Ort zu einem ganz anderen Planeten gehören. Aber ich fange jetzt mal mit unserer Ankunft an.
    Nach 6 Stunden Busfahren, sind wir ganz schön kaputt und wollen eigentlich nur noch duschen und ins Bett, aber da wir vorher hier noch kein Zimmer online buchen konnten, versuchen wir es eben jetzt. Wird schon ein Zimmer frei sein, weil der Ort hier wenig touristisch ist (also Hannes und ich sind die einzig weißen) machen wir uns da überhaupt keinen Kopf.
    Als wir im Hotel „Moon2“ angekommen sind, versteht uns hier keiner und wir müssen uns wieder über Google Translater verständigen ( was auch nicht so einfach ist, weil hier anscheinend nicht alle lesen können, oder das vietnamesisch wieder etwas anders hier ist, als im übrigen Land) naja der Typ gibt uns zu verstehen, dass das Hotel voll ist. Oh man.. schade, geknickt gehen wir weiter und versuchen es einfach bei den anderen Hotels.. aber da heißt es überall das Selbe- sie  sind voll und haben kein Zimmer mehr frei. Oh Gott, das kann doch nicht wahr sein. Hier ist doch nichts, warum sind alle Zimmer ausgebucht? Wir bekommen den Tipp, es bei einem „Homestay“ zu versuchen. Da wohnt man quasi mit bei einer Familie im Haus und hat ein Zimmer zum Schlafen, teilt sich aber das Badezimmer mit den Leuten. Ok, ist uns auch recht, Hauptsache wir bekommen was und müssen nicht auf der Straße schlafen.

    So, hier ist auch alles voll. Ich bin schon den Tränen nahe, weil ich nur ins Bett will, es dunkel ist, ich mich fürchterlich einsam fühle, da hier keinen Ansprechpartner gibt und wir nicht wissen, ob wir heute überhaupt irgendwo schlafen können… als wir verzweifelt und ratlos weiter gehen, kommt eine Frau auf uns zu und bietet uns ein Zimmer bei ihr an. Wir gehen rein und nehmen es natürlich (auch wenn es unseren Wünschen überhaupt nicht entspricht) aber Hauptsache wir haben erstmal eine Bleibe.

    Das Zimmer ist ok, aber das Bad ist wirklich dreckig ohne Ende. Die Dusche hängt neben dem Waschbecken und Klo. Also wenn man duscht (was wir hier auch jetzt machen) spritzt man quasi den ganzen Raum voll und das Wasser läuft dann irgendwann durch den Abfluss, der in der Ecke des Raumes ist.

    Ok, wir dürfen hier nicht häutlich sein, denn die Leute leben eben so und das muss man akzeptieren.

    So ab jetzt ins Bett… mein Seidenschalfsack ist meine Rettung, denn so fühl ich mich wenigstens etwas wohler. Als wir das Licht ausmachen und schlafen wollen, hören wir die Familie oberhalb von uns in ihrem Schlafraum noch reden, was sich ja ganz süß anhört. Jedoch schläft der Mann ein und fängt fürchterlich laut zu schnarchen an. So laut, dass ich es unten trotz der Ohropax und dem Ventilator durchhöre… Hannes schläft schon. Das war mir so klar, ich liege wieder wach, weil ich Sorgen habe mit dem wie es wohl die Tage hier weiter geht und ich mich allgemein wie ein Fremdkörper hier fühle und Hannes ist entspannt ohne Ende. Was ja im Endeffekt auch gut ist, denn das letzte was ich in so einer Lage brauchen könnte, wäre ein Typ der hysterisch durch die Gegend hüpft… Naja ich versuche jetzt mal die Nacht rumgehen zu lassen und morgen sieht die Welt bestimmt wieder ganz anders aus. Gute Nacht ihr Lieben.
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  • Day24

    Mu Cang Chai erkunden

    September 30, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute Nacht konnte ich kaum schlafen.. in meinem Kopf rattert es die ganze Zeit, weil ich nicht weiß wie es weitergeht hier. Kein Mensch kann englisch und das ist eigentlich das Schlimmste, da ich mir so hilflos vorkomme… am Morgen ziehen wir gleich mal los um herumzufragen, ob irgendwo ein Zimmer frei ist, damit wir wenigstens ne Unterkunft haben, wo wir richtig schlafen können. Wir kommen zur Bushaltestation im Dorf, wo auch der Markt aufgebaut ist. Da ein paar Busse herumstehen, nutzen wir gleich die Gelegenheit und fragen an der Rezeption eines Hotels, ob sie ein Zimmer frei haben und wann die Busse hier immer weiter fahren z. B. nach Sapa oder Hanoi. Wir haben nämlich Glück und treffen auf einen Vietnamesen, der englisch spricht und hier das Wochenende im Hotel verbracht hat und heute abreist. Er übersetzt unsere Fragen der Rezeptionsdame und dann wieder uns. Wir klären ab, wo wir hier einen Roller mieten können, wann und wo der nächste Bus nach Sapa fährt und ob sie ein Zimmer frei hat. So, alle Fragen wurden geklärt- Gott sei Dank, wissen wir jetzt wenigstens weiter. Wir dürfen uns das Zimmer von dem Kerl der abreist anschauen und entscheiden uns erstmal noch nicht dafür, weil wir die Hoffnung haben, im Moonhotel noch eins zu bekommen. Jetzt am Sonntag reisen nämlich viele Touristen wieder ab. Wir ziehen also weiter und tadaaaaaaa.. das Moonhotel hat ein Zimmer frei für uns!!! Juhuu.. Bevor wir unsere Sachen holen, gehen wir aber erstmal nen Kaffee trinken. Die Frau des Cafés bringt uns den Kaffee nach draußen auf die Terrasse, wo sie uns hingelotst hat. Hier hat man einen schönen Blick auf die Berge 😍 aber wo ist die Milch? Ich frag mal nach.. Die Dame sucht alles nach der Milch ab und ihr kleiner Sohn, der gerade mal krabbeln kann, fällt fast vom Bett, das vor der Küche steht... Schnell nehm ich ihn zu mir. Anscheinend macht ihm das gar nichts aus, dass ich ihn herumtrage und wollte auch nicht mehr runter. 😁 Die Mutter gibt mir zu verstehen, dass die keine Milch hat. Was auch nicht so schlimm ist, denn der Kaffee schmeckt eh süß und dann können wir den schon mal schwarz trinken.. 🙈
    So jetzt aber schnell!! Wir holen unsere Sachen vom Homestay und checken im Moon2 ein. Ach wie schön, jetzt erstmal richtig ausgiebig duschen und dann ab ins Bett- Schlaf nachholen. 🤗

    Gegen Nachmittag gehen wir dann zurück zum ersten Hotel bei der Bushaltestelle und fragen die Dame, ob das Angebot, das wir ihren Roller mieten können, noch steht. Die Verständigung mit Händen und Füßen gelingt uns einigermaßen. Sie holt uns Helme und schon kanns los gehen.. Ne richtige Einweisung bekommen wir hier natürlich nicht z. B wo der Tankdeckel ist und was wir reintanken müssen usw.. aber naja das werden wir schon schaukeln.. zum Glück ist der halbe Tank voll (nicht so wie in Pai) :D

    Neben uns fährt ein Laster her und hat bestimmt 10 Schweine on Board… die Schweine quieken wie verrückt, weil zwei Vietnamesen sie an ihrem Kringelschwänzchen aus dem Wagen ziehen und es auf eine Waage heben… ich kann da gar nicht hinsehen.. die Armen müssen fürchterliche Angst haben. Die werden jetzt dann bestimmt geschlachtet ☹ furchtbar.. nichts wie weg von hier.

    Als wir vom Dorf hinausfahren, wird die Natur immer schöner, wir blicken auf die wunderschönen grünen Berge, die von Reisfeldern geschmückt sind. Wir treffen auf der Straße auf eine Herde Kühe, Pferde und Wasserbüffel die von einem Jungen ins Tal hinabgetrieben werden, der nicht einmal nen Stock oder irgendwas zum Antreiben in der Hand hält. Die Kühe gehen gemütlich die Straßen hinunter und lassen sich von ankommenden Lkws oder Roller nicht stören. Unterwegs sehen wir viele alte Damen, die Körbe voll mit Gräsern auf ihrem Rücken herumtragen und eine traditionelle Hamomg Kleidung tragen. Auch Kinder, die auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen und sie teilweise schon in einer Wickeltasche (Decke) um ihren schmalen Körper herumtragen usw…

    Wir parken schließlich an einer Hütte. Da wo wir jetzt nämlich hinwandern wollen, können wir unmöglich fahren, da es nur steil bergauf und über schmale Feldwege geht. Am Anfang der Wanderung sehen wir schon einen Wasserbüffel, der gemütlich sein Gras kaut und unter einer Scheue liegt. Er beobachtet uns ganz genau beim Vorbeigehen.. aber er ist friedlich. Wir gehen und gehen und gehen- nur bergauf. Hannes hat per Erfahrungsberichte im Internet einen schönen Ausblickspunkt gefunden und da müssen wir unbedingt hin.. aber selbst nach ein paar Metern, wird der Ausblick immer gigantischer! Wahnsinn, wie schön es hier ist… das kann man gar nicht beschreiben, sowas kann man nur fühlen und das was ich in diesem Moment fühle ist vollkommenes Glück. Glück, hier sein zu dürfen um diese Schönheit der Natur für immer in mein Gedächtnis abspeichern zu können und das noch so wie es jetzt ist erleben zu dürfen… denn wer weiß, wie dieser Ort in ein paar Jahren aussieht? Wenn mir jemand vor ein paar Monaten gesagt hätte, dass ich jetzt hier in Mu Cang Chai in den Bergen wandern gehen würde, um die Reisfelder zu betrachten, hätte ich denjenigen ausgelacht. Und jetzt steh ich hier, mit meiner großen Liebe und wir werden dies unser ganzes Leben nicht vergessen und immer davon erzählen können, wie schön doch die Landschaft hier im Norden von Vietnam ist.

    „So weiter geht’s, nur noch ein paar Meter“ reisst mich Hannes aus den Gedanken… ich schwitze schon wie verrückt, aber das macht mir nichts, denn jeder Schritt hier lohnt sich. Wir knipsen ein paar Bilder und sehen, wie die Bauern ihr Reisfeld abernten. Dazu schneidet eine Frau mit der Sense die Grashalme ab, der Mann trägt sie zu seinem Platz, andem eine Holzkiste steht und schleudert die Halme so gegen die Holzwand, dass die Reiskörner herunterfallen. Ein kleiner Junge sitzt daneben, versteckt sich hinter den Beinen seines Vaters und schaut uns schüchtern an. Dann sehen wir, dass er einen riesigen Käfer in der Hand hat und mit dem spielt.

    Ein Feld weiter sehen wir eine Mutter, die ihr Kind mit einem Tuch um ihren Rücken gewickelt hat und ein Maisfeld umhackt… Wahnsinn. Andere Kinder schließen sich zusammen und spielen auf den Feldern verstecken oder Fangen. Als wir ziemlich weit oben sind und einen herrlichen Ausblick haben, bleiben wir stehen um eine Pause einzulegen. Da kommen zwei Vietnamesen mit ihren Rollern angefahren und sprechen uns an.. wir versehen kein Wort. Sie wollen uns nur zu verstehen geben, dass wir an einem besseren Platz schönere Fotos machen können. Ein paar Damen, die ebenfalls den Berg herunter kommen gesellen sich dazu und eine übersetzt übers Handy, dass uns die Männer mitnehmen und den schönsten Aufblick zeigen und wir hier falsch sind.

    Hm.. eigentlich treten wir dem ganzen recht Skeptisch gegenüber und lehnen erstmal ab… aber auf Hannes App zeigt es noch ewig weit an, bis wir zu diesem empfohlenen Viewpoint kommen. Also gehen wir langsam wieder den Berg runter, es ist ja auch schon spät Nachmittag und wir wollen auf jeden Fall bevor es dunkel wird im Hotel sein. Die Vietnamesen kommen mit den Rollern hinterhergefahren und betteln uns ja regelrecht, dass wir mit ihnen mitfahren. Naja da wir immer ans Gute eines Menschen glauben, lassen wir uns darauf ein. Obwohl mir nicht so ganz wohl bei der Sache ist, da ich Angst habe auf der Fahrt (wo auch immer die hin geht) Hannes zu verlieren. Hannes meint, dass er immer den Fahrer zu verstehen gibt, dass wir während der Fahrt zusammen bleiben. So wars dann zum Glück auch. Den Berg runter, begegnen wir anderen Vietnamesen, die uns ihre Helme sogar borgen. Ich denk mir nur „wow, wie nett von ihnen“

    Wir fahren in eine komplett andere Richtung weiter und das bestimmt 15 Minuten..dann geht’s nur noch bergauf und der Roller hat zu kämpfen uns dort hinaufzubringen. Als wir oben am Berg ankommen, versteh ich auch, was die uns ständig gezeigt haben mit den Händen. Hier sind die kreisförmigen Reisfelder. Aber hier wimmelt es von Chinesen und Einheimischen, die uns natürlich gleich wieder was andrehen wollen, wie z. B. Armketten oder eine Übernachtung bei ihnen. Ok, nach ca. 10 minütigem Aufenthalt wird es uns hier zu viel und wir wollen wieder zurück. Die Sonne ist schon untergegangen und mir ist kalt. Nach einer Weile mit Google Translater, haben die Jungs verstanden, dass wir möchten, dass sie uns wieder zurück bringen, weil da unser Roller geparkt ist. Wir fahren also wieder zurück und lassen uns beim Roller absteigen. Ach bin ich jetzt froh, wieder hier zu sein. Als Dankbarkeit wollen wir den beiden natürlich etwas Geld geben. So an die 100.000  Dong (was um die 4 € ist) aber der eine Kerl möchte mehr und zwar 400.000 pro Person. So, jetzt zeigen sie ihr wahres Gesicht, sie nehmen nichts unter 400.000 an, denn wir halten ihnen Scheine hin und bedanken uns, dafür dass sie uns mitgenommen haben. Aber damit wollen sie sich nicht zufrieden geben. Ich bekomm langsam etwas Bammel, dass die uns jetzt auch nicht gehen lassen und die Leute, die hier in der Nähe sind, natürlich mit im Boot sitzen. Wir geben ihnen zusammen 500.000 Dong (20€) und als er immer noch keine Ruhe geben wollte, bin ich dermaßen laut und sauer geworden, dass er dann doch mit dem, was wir ihm gegeben haben zufrieden gestellt hat. Ich war so wütend, dass wir uns überhaupt dazu überreden haben lassen und wir das Geld genauso oder eher noch besser in eine Tour hätten stecken können. Reinste Abzocke, obwohl wir dort gar nicht hinwollten und wirklich nur 10 minuten Aufenthalt hatten. Auf der einen Seite ist es verständlich, dass die uns abzocken, denn wir leben sehr gut und die haben schließlich nichts… also ok, wir können jetzt damit leben, aber eine Lehre bleibt es uns auf jeden Fall.

    Nichts desto trotz, war es ein schöner Tag, der zum Ende hin einen negativen Touch verliehen bekommen hat. Aber sowas gehört eben auch zu unserer Reise.
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  • Day26

    Weiterreise nach Sapa

    October 2, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir stehen früh auf, packen unsere Sachen mal wieder und stellen uns bereits ab 7 Uhr an den Eingang unseren Hotels, damit wir den Bus nicht verpassen, der nach Sapa geht. Das Auschecken verläuft reibungslos und Hannes bekommt seinen Reisepass, jeah 😊 Der Typ an der Rezeption versucht uns noch ein Privattaxi nach Sapa anzudrehen.. typisch.. versuchen kann man es ja mal. Da wir Kaffeepulver, Milch, einen Wasserkocher und Tassen haben, machen wir uns noch einen Kaffee und essen unsere 10 Bananen, die wir gestern am Stand gekauft haben :D (gabs einzeln leider nicht) Dann gesellt sich ein vietnamese zu uns an den Tisch dazu und wir bieten ihm eine Tasse Kaffee an, die er dankend annimmt. Er spricht zum Glück ganz gut englisch und stellt sich uns vor. Er heißt Hang und kommt aus Na Trang.. geil oder? :D Er erzählt von sich und seiner Leidenschaft- dem Fotografieren. Als wir von unserer Reise die durch komplett Vietnam führt erzählen, bietet er uns an, dass er uns wenn wir in NA Trang sind, etwas herumführen kann, wenn wir dann dort sind. Jeah, das wäre cool. Wir tauschen E- Mail Adressen aus und dann bricht er auf, um Mu Cang Chai zu erkunden. Er hat gerade mal einen Schluck von unserem Kaffee genommen :D anscheinend mundet er ihm nicht, was er uns natürlich nicht direkt hätte sagen wollen. Denn der vietnamesische Kaffee ist dermaßen süß, dass er für uns ungenießbar ist. Hannes und ich haben zum Glück noch Kaffeepulver aus Chiang Mai übrig. So ich mache jetzt ein paar Gymnastikübungen, bis der Bus kommt, da wir jetzt wieder stundenlang sitzen müssen und mir bei dem Gedanken jetzt schon wieder der Arsch weh tut :D

    Also es ist bereits 8 Uhr und weit und breit kein Bus zu sehen… hm, da vorne sitzt ein Mädl (Asiatin) die auch anscheinend auf den Bus wartet. Ich geh mal zu ihr und frag sie. Sie fährt auch nach Sapa. Gott sei Dank, also sind wir schon mal nicht die Einzigen. Auf der Straße gegenüber steht auch ein Pärchen, das auf den Bus wartet. Na, dann wird der schon kommen. Falls nicht, haben wir immernoch die Möglichkeit um 10 Uhr den Bus nach Hanoi zu nehmen. Also hier bleiben wir nicht noch ne Nacht. „Oh schau mal“ Hannes hat eine Heuschrecke entdeckt, die ziemlich gut getarnt ist. Sie sitzt auf einem Holzbalken und ist so braun, dass man sie kaum davon weggekannt hätte. Da kommt hupend der Bus angefahren und ein Mann ruft aus dem Bus „Sapa“. Juhuu, los geht’s. Es ist 8:30 Uhr aber wenn man in Vietnam reisen will, muss man auch etwas Geduld mitbringen (was ja meine absolute Schwäche ist) Aber freu mich gerade einfach tierisch, dass es weiter geht. Als wir einsteigen sehen wir noch ein anderes Pärchen -das aus Tschechien kommt, wie sich bei einem Gespräch herausstellt. Wo kommens denn jetzt auf einmal alle her? Die ganze Zeit keine Europäischen Touristen gesehen und nun sitzen wir gleich mit 4 Leuten davon im Bus.

    So, wie immer wird der Kleintransporter vollgestopft mit allem Möglichen.. unsere Rucksäcke sind von Säcken umbaut. Das schöne ist, dass es aber recht zügig immer weiter geht. Ich kann sogar etwas natzen und meine Playlist fertig hören. Wir machen mal nen Zwischenstopp in einem Dörfchen, wo wir uns auch was zu Essen kaufen und auf die Toilette gehen. Die Toilette ist ja wieder sehr appetitlich. Also ganz wichtig- IMMER an Feuchttücher denken und Desinfektionsmittel. Denn es gibt nur ein Loch zum Reinpinkeln und sonst nichts. Es riecht auch immer sehr stark nach Urin und wenn man die Türklinke anfasst, hat man das Gefühl, als hätte man mit den Fingern in eine Margarinepackung gefasst :D  

    Es hängen ums Klorhäuschen auch massige Spinnen, die mir soweit nichts ausmachen, weil sie schön brav in ihrem Nestchen sitzen und sich (solange keine Fliege ihr Netz berührt) bewegen.

    So, weiter geht’s. Der nächste Streckenabschnitt verläuft relativ zügig. Der Busfahrer muss allerdings öfter abbremsen, da Wasserbüffel die Straße kreuzen :D Als wir in Sapa ankommen, zahlen wir natürlich wieder etwas mehr für die Busfahrt, als am Preisschild gestanden ist 300.000 Dong (was ca. 11€ beträgt) ist natürlich trotzdem günstig.

    Wir verabschieden uns und laufen zum Hotel. Wir checken ein und es ist einfach mega, weil wir uns hier endlich wieder richtig auf englisch unterhalten können und uns jeder versteht und wir jeden verstehen. Sofort fühlen wir uns wohl und haben das Gefühl, dass die vietnamesen hier sehr gastfreundlich sind.

    Beste Nachricht überhaupt: wir bekommen sogar noch ein Upgrade, da wir über Booking.com gebucht haben. Als wir ins Zimmer kommen, sind wir sprachlos… es ist so riesig und sauber! Es hat sogar zwei große Betten (für jeden also eins) jeah, da kannst uns sauber haben :D es ist schön hell und das Bad ist modern eingerichtet und sauber. Oh man, da kann man es aushalten. Wir gehen erstmal los und schauen uns die Stadt ein bisschen an. Da meine Schwester Christina heute ihren 40. Geburtstag hat, drehen wir Geburtstagsvideos im Park und schicken ihr die besten Wünsche durch. An solchen Tagen wir heute fehlt sie mir besonders… wäre so gern bei ihr gewesen.. aber mit den Gedanken bin ich es schon den ganzen Tag.

    So, wir gehen natürlich gleich was Essen. Mal schauen, wie es uns hier in Sapa schmeckt.. bisher hat uns die vietnamesische Küche nicht so umgehauen. Wir vermissen unser Thaifood und vor allem die Thais an sich… diese Atmosphäre, das dieses Land verbreitet hat, haben wir hier noch in keinster Weise erlebt. Aber gerade das macht das Reisen ja aus.. damit man Vergleiche hat und vor allem die unterschiedlichen Kulturen kennenlernt. Auch wenn wir als Deutsche das oft null nachvollziehen können, warum hier die Menschen so handeln oder auch im Gegenteil – oft nicht handeln wenn sie es sollten. Aber dazu mehr in meinen anderen Beiträgen…

    In diesem Restaurant wo wir jetzt sitzen, schmeckt es uns sehr gut. Wir haben gebratenen Reis, Frühligsrollen und Hamong Kingsoup gegessen, um uns herum sind alle Tische besetzt und wir hören einige deutsch sprechen. Also hallo Touris, hier sind wir wieder mitten im Treiben. Ansonsten stellen wir heute nichts groß mehr an, wir schlendern noch durch die Straßen und zum See… dann geht’s zurück ins Hotel, duschen und ins Bett. Oh Gott, das Bett ist wahnsinnig bequem.. endlich eine Matratze die auch etwas nachgibt, sobald man sich hineinsetzt. Die letzten Nächte haben wir so hart geschlafen, also da wäre es wirklich genauso gewesen, wenn wir uns auf ein Brett mit einer Decke darüber gelegt hätten… und schon bin ich eingeschlafen.
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  • Day5

    Raus aus dem Großstadtjungle!

    April 9, 2018 in Vietnam ⋅ ⛅ 32 °C

    Mein Wecker klingelte um 6:30Uhr. Ich habe meinen Rucksack gepackt, habe ausgecheckt und mein Gepäck ans Motorrad befestigt. Charlie, der Vorbesitzer hat mir sein Equipment gegeben. Unter anderem ein Reck mit Gummiseilen um alles hinten drauf zu befestigen.. easy. Anna hat schon vor ihrem Hostel auf mich gewartet. Sie war sehr aufgeregt, weil sie vorher noch nie Motorrad gefahren ist. Sie wird also ihre ersten Meter auf einem Motorrad mitten im Hanoi-Berufsverkehr meistern müssen. Oh je..
    Nachdem wir beim Geldautomaten gehalten haben und getankt haben fing also der Krieg auf den Straßen an. Es war unglaublich voll. Motorräder, Autos und Laster kamen von allen Seiten und wir hupten uns unseren weg frei. Nach gerade mal 10 Minuten passierten wir eine gesperrte Straße. Alles was ich sah war ein völlig zerstörter Roller und eine riesige Blutlache daneben. Ich habe noch nie so viel Blut gesehen und bin sicher der Fahrer ist definitiv tot. Mir wurde schlecht. Ist das hier wirklich so eine gute Idee? ... Fuck ja ist es. Ich hatte nicht weiter Zeit um drüber nachzudenken, da ich zu beschäftigt war nicht selbst unter die Räder zu kommen. Nach einer Stunde wurde der Verkehr erträglicher. Aber auch das erste technische problem ließ nicht lange auf sich warten. Annas dritter Gang machte komische Geräusche. Klang als wär das Getriebe nicht ganz fit. Wir stoppten beim nächsten Mechaniker, der uns per Google translater erklärte man müsse das Getriebe wechseln und wir sollten zurück nach Hanoi dafür. Na super. Wir beschlossen weiter zu fahren und Anna fuhr einfach ohne dritten Gang, denn der Rest lief gut. Wir würden uns darum in Ha Giang kümmern. Wir fuhren weitere 160 km auf Landstraßen bis zu unserem Tagesziel: VunLinh Homestay. Auf unserem Weg trafen wir Dung. Er hat fünf Jahre in Deutschland gelebt und konnte ein bisschen deutsch mit mir sprechen. Wir reichten uns die Hand: "Freunde?" Freunde!" Nach insgesamt 5h sind wir angekommen. Unsere Gastfamilie war sehr nett und der Vater konnte ganz gut englisch sprechen.Wir waren platt. Wir tranken ein paar Biere und genossen den Sonnenuntergang an einem See in der Nähe. Ein erfolgreicher erster Tag. Gute Nacht!
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You might also know this place by the following names:

Tỉnh Yên Bái, Tinh Yen Bai

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