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  • Day21

    Nationalpark Manuel Antonio

    February 26 in Costa Rica ⋅ ☀️ 31 °C

    Unseren letzten Tag in Costa Rica verbringen wir im Nationalpark Manuel Antonio, dem berühmtesten in Costa Rica. Hauptsächlich bekannt ist der Nationalpark für die Affen, die hier heimisch sind.
    Als wir in dem Ort ankommen sind wir negativ überrascht, wie touristisch und verkommen dieser Ort ist. Man kann sagen, dass hier alles falsch gemacht wurde, was man falsch machen kann. Die kleine Straße ist völlig überlastet. Gleichzeitig wird ein Hotel auf das andere aufgesetzt und ein Restaurant auf das andere. Am Strand haben sich die Anbieter von Pavillons breitgemacht, die für teures Geld Schatten verkaufen. Palmen sieht man hier kaum noch. Es sieht aus wie auf dem Ballermann. Kaum nähert man sich dem Nationalpark wird man aggressiv von Parkplatzverkäufern angehalten, die ihre Parkplätze als den offiziellen verkaufen. Hat man diese hinter sich gelassen und endlich den Parkplatz gefunden, geht sie Belästigung anderer weiter. Alles was hier verkauft wird, wird als "offiziell" angepriesen - geführte Touren, Tickets, Souvenirs usw. Selbst am Ticketschalter steht selbsternanntes Sicherheitspersonal, welches so tut als ob es den Menschenandrang regulieren würde.
    Wir haben bereits von diesen Taktiken gehört und versuchen diese zu ignorieren.
    Nachdem wir fast 3 Wochen durchgehend Ruhe und Einsamkeit hatten, ist dieser Ort für uns einfach nur schrecklich.
    Im Park angekommen kehrt einigermaßen Ruhe ein. Man sieht zwar deutlich mehr Touristen als in den anderen Parks, aber es verteilt sich relativ gut.
    Gleich zu Beginn sehen wir einen Aguti - eine Nagetierart, die einer Ratte ähnelt, nur deutlich größer ist. Kurze Zeit später sehen wir an 2 Stellen Faultiere, die gemütlich am Baum hängen.
    Alvin beschließt den Tag an Strand zu verbringen und so ziehen ich und Nina zu zweit weiter. Wir machen einmal eine große Runde zu den verschiedenen Aussichtspunkten. Unterwegs sehen wir Leguane, Schmetterlinge und den Regenwald aus der Nähe.
    Als wir zu dem großen Strand kommen, sehen wir die Affen. Leider versagen auch an dieser Stelle jegliche Kontrollen. Obwohl es offiziell untersagt ist Essen mitzubringen, halten sich offensichtlich viele nicht daran. Die Affen haben sich derart an die Zufütterung gewöhnt, dass sie sich durchgehend am Strand in der Nähe von Menschen aufhalten und aggressiv nach allem schnappen, was nach Futter o. ä. aussieht. Man muss demnach auf alles aufpassen was man dabei hat. Das verdirbt einem etwas den Spaß an diesen an sich interessanten und intelligenten Tieren.
    Wir gehen noch weiter und treffen dieselbe Affenart im Wald wieder. Hier sieht man, wie sie sich normalerweise verhalten würden - scheu und distanziert. Die Affen knabbern am Obst, welches sie von den Bäumen gepflückt haben oder suchen den Boden nach Essbarem ab. Hier macht es Spaß die Tiere zu beobachten.
    Nach ca. 3 Stunden kommen wir zurück an den Strand und machen es uns hier gemütlich. Wir genießen die letzten Stunden in der Sonne und das warme Meer. Der Park wird um 17 Uhr zugemacht und so werden bereits um 15.30 Uhr alle mit einer Trillerpfeife aufgefordert langsam zusammenzupacken.
    Es war ein schöner letzter Tag trotz der negativen Erfahrungen bei der Anreise zum Park.
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