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  • Day9

    Wandern, Schwimmen und Heiligtümer

    August 27 in Greece ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute ging es in ein kleines Paradies.
    Der Preveli Beach ist ein schöner, abgeschirmter Strand, den man über einen Pfad mit ein paar hundert Stufen erreichen kann.
    Es führt keine Straße hierher und das ist auch gut so.
    Wenn man angestrengt den Weg verfolgt, da er voll von größeren Steinen ist, und dann kurz stehen bleibt und zum ersten Mal in die Bucht hinuntersieht breitet sich unweigerlich Vorfreude in einem aus.
    Man blickt auf einen kiesig-sandig-hellen Strandstreifen, mit ein paar Handtüchern und einer kleinen Bar, der in ein wunderbar klares, blaues Wasser endet. Gegenüber des Meeres öffnet sich eine Schlucht, welche mit Palmkronen gefüllt ist. Durch die Schlucht führt ein schmaler Flusslauf, welcher sich zum Strand hin zu einem großen Becken erweitert und schließlich mit einer sanften Kurve ins Meer mündet.
    Durch das Erreichen zu Fuß, nimmt man die Wirkung eines Ortes viel stärker wahr als mit dem Auto oder einem anderen Verkehrsmittel.

    Unten angekommen führten wir unsere Wanderung gleich noch fort und begaben uns in den Palmenwald, durch den ein sandiger Pfad führt und weiter oben, an einer flachen Stelle in den dort noch Bach endet. Hier stiefelten wir dann ohne Schuhe durch das belebend kalte Wasser zurück Richtung Meer bis uns das Wasser zu tief zum waten wurde und wir wieder ans Ufer zum Füße panieren und im Sand verbrennen lassen wechselten.
    Schließlich ging es baden und Fischchen beobachten und dann gab es an der Bar noch ein kleines Mittagessen.
    Nach dem Bergaufsteigen fuhren zum zweiten Halt: dem Kloster Arkadi.
    Es ist den Kretern ein sehr wichtiger (oder sogar heiliger) Ort, da sich hier Märtyrer bei einem Angriff der Osmanen das Leben nahmen.
    Wenn man drüber nachdenkt, war das vielleicht sogar der leidlosere Tod, einige Mönche wurden angeblich im Speisesaal gefoltert und enthauptet.
    Aber gut, ich persönlich bin ja kein allzu großer Fan der Martyrerschaft.
    Die enthaltene Kirche weist genauso viele Bilder auf wie alle anderen, in die wir schon einen Blick geworfen haben und ja Caro, auch hier küssen die Leute diese Bilder.
    Über die Hygiene wollen wir jetzt mal lieber nicht diskutieren, es entspricht eben ihrem Glauben (auch wenn Gott sicher nicht will, dass die Gläubigen seinetwegen krank werden).
    Positiv aufgefallen sind mir zum einen die schönen, duftenden Rosen und eine Mutter, die ihre Katzenbabys beaufsichtigte. Die kleinen, neugierigen Racker stolperten über den Innenhof und fanden eine Scheibe Brot, die wohl ein Touri verloren hatte. Mama Katze saß ganz stolz neben den drei, die sich über ihren Fund hermachten und sah aus als würde sie denken: Hach, endlich werden sie erwachsen!
    Diese kleinen Fellknäule bringen einen zwangsläufig zum schmunzeln.
    Gegen Nachmittag fuhren wir dann noch nach Rethymnon, der angeblich schönsten Stadt Kretas.
    Hier wurden erstmal in einem gepflegten Park Kraft und Kaffee oder Vitamine (Smoothie) getankt und anschließend ging es durch die Altstadt zur venezianischen Hafenanlage.
    Diese stellte sich als kleiner heraus als gedacht, war aber trotzdem ganz hübsch.
    Die zweite Sehenswürdigkeit war die alte (ich glaube ebenfalls venezianische) Zitardelle, die sich dann größer als gedacht präsentierte und deren großes Gelände wir einmal durchstreiften.
    Dann ging es noch zum Abendessen in ein kleines schön ruhig gelegenes Lokal, wo wir das ausgiebige Spielen zweier offensichtlich befreundeten Hunde beobachten durften.
    Auch das wirkte sehr stimmungsaufhellend.

    Nunja, jetzt wird geschlafen und von glücklichen Hunden und süßen Kätzchen geträumt.
    Bis bald!
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