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  • Day418

    Guatapé, Colombia (Sabina)

    July 23, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 19 °C

    14. - 23. Juli 2018

    Ich bin zurück in Guatapé, der Stadt der Zócalos. Zócalos sind bunte Basreliefs, die im unteren Teil der Häuserwände mit Zement erstellt werden und meist vom Leben, Arbeiten, Tieren und der Freizeit erzählen. Anscheinend ist Guatapé die neunt farbigste Stadt der Welt. Wofür es nicht alles Ranglisten gibt. Eine halbe Stunde zu Fuss von hier verbringe ich eine Woche in einem Ecohostel, wo ich einen Kurs in Permakultur, Spanisch und Yoga mache. Ich lerne, wie Kompost gemacht und verwendet wird, was die Aufgabe eines Insektizids ist und wie dieses hergestellt wird. Eigentlich braucht man dazu nur Kräuter und Wasser, total einfach:). Oder Knoblauch und Chili, das wäre dann die stärkere Variante, falls die Pflanzen bereits von Schädlingen befallen sind. Auch Gemüsesetzlinge pflanzen wir, nachdem wir den Boden mit Dünger vorbereitet haben. Dabei achten wir darauf, welche Gemüse zusammen harmonieren und sich ergänzen. Manche Gemüse brauchen zum Beispiel mehr Stickstoff als andere, während andere Setzlinge als Lieferanten dienen. Es ist echt spannend und macht Spass! Es beeindruckt mich, dass alles organisch hergestellt wird. Wenn man Zeit hat, ist das sehr gut möglich. Jetzt brauche ich nur noch einen Garten zu Hause:). In diesem Hostel wird auch Seife, Yoghurt, Kambucha oder die pikante Sauce selbst hergestellt. Hühner liefern Eier und Ziegen Mist. Die grüne Landschaft rundherum ist wunderschön und beruhigend. Leider ist das Yoga, das von der Voluntärin jeden Morgen angeboten wird, sehr dürftig und überhaupt nicht meins. Schade, war doch dieser Teil des Angebots mit der Hauptgrund, weshalb ich mich für diesen Ort entschieden habe. Der Spanischunterricht ist okay. Zum Glück nehmen Barbara aus Brasilien und Curtis aus den USA auch teil, so dass ich mit ihnen Spanisch reden und kleinere Ausflüge machen kann.

    An einem unserer freien Nachmittage laufen wir zu mehreren Wasserfällen. Diese sind ziemlich versteckt, mitten im Nirgendwo. Es ist ein Klettern über Stein und Fels und ein sich über den Fluss hangeln. Barbara hat schon nach der ersten Überquerung nasse Füsse; dafür kommt es nachher nicht mehr drauf an:). Auf einer Wiese stellen sich uns agressive Kühe in den Weg, und als wir trotzdem durchgehen wollen, checkt mich eine Kuh weg. Vielleicht gehen wir doch lieber durchs Wasser..

    Memories: Wir mieten Bicicletas naúticas (Pedalos) auf dem Stausee. Unter diesem künstlichen See liegt die überflutete alte Stadt Peñol; Intercambio mit Englischklasse...lustig, treffe dabei auf die Mitarbeiterin des Cafés, in dem ich das Plakat des Ecohostels gesehen habe. Der Kreis schliesst sich; Schmuck gekauft; an beiden Wochenenden ist Guatapé von Touristen überlaufen, da beide Male Festivitäten stattfinden, inklusive verlängertem Wochenende; Casa Rosa sehr herziges Hostel, hauptsächlich wegen der Besitzerin Franzisca.
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