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  • Day247

    Haute-Nendaz, Chaletferien Teil 1

    September 3, 2020 in Switzerland ⋅ ☀️ 13 °C

    31. August - 5. September 2020

    Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah...

    Geplant war eine Villa mit Pool in Kroatien, geworden ist es ein Chalet mit Whirlpool in der Schweiz. Und zwar im Wallis in Haute-Nendaz. Da es die ersten Tage nicht so schön ist, verbringen wir die meiste Zeit im und um das Chalet. Hat es sich doch gelohnt, so viele Spiele mitzubringen.

    Am Montag wird das Wetter besser, und so machen wir eine erste kurze Wanderung. Diese führt uns auf einem schönen Waldweg an einer Bisse (Suone, Bewässerungskanal) entlang. Im Restaurant im nächsten Dörfchen wartet Privi bereits auf uns. Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg.

    Die Planung für die nächsten Tage ist in vollem Gang. Das Wetter soll nämlich von Tag zu Tag besser werden. Trotzdem gehen wir erstmal „in“ den Berg, um die Salzminen von Bex zu besichtigen. Und zwar mit Maske, da im Kanton Waadt, wie auch im Wallis, an diversen Orten Maskenpflicht gilt. Vom riesigen unterirdischen Labyrinth mit Gängen und Schächten können mehrere Kilometer besichtigt werden. Mit einem Stollenbähnchen gelangt man hinein. Von hier (und von Basel) kommt das bekannte „Sel des Alpes“ her. Der Guide erklärt die unterschiedlichen Techniken der Salzgewinnung, die seit der Entdeckung des Salzvorkommens im Jahre 1680 eingesetzt wurden und werden. Die Salzmine fördert ein Volumen von 10'000 Tonnen Salz pro Jahr. Es ist spannend und etwas gespenstig, sich so tief in einem Stollen zu befinden.

    Auf halbem Weg zurück in das Chalet besuchen wir eine der zehn schönsten Schluchten Europas, die Duranschlucht in der Nähe von Martigny. Wunderschön, wie die Steinpfannen ausgewaschen sind, wie hoch die Schlucht ist und wie all diese Treppen am Fels installiert wurden!

    Exkurs Salzminen: Entstehung Salzvorkommen: Im Erdzeitalter Mesozoikum herrschte in der Gegend von Bex ein warmes Klima und an Stelle des heutigen Rhonetals befand sich vor 250 Millionen Jahren Meer. Das eingedampfte Meersalz wurde später von anderen Meeresablagerungen überdeckt und schliesslich in die Alpenfaltung miteinbezogen.
    Geschichte des Bergwerks: 1680 Entdeckung Salzvorkommen; 1684 Stollen werden in den Berg getrieben, um das «weisse Gold» abzubauen; bis zum 18. Jahrhundert bergmännischer (trockener) Abbau des Salzes; seit dem 19. Jahrhundert nasser Abbau, d.h., es wird Wasser in die Lager geleitet, um das Salz darin zu lösen. Die Sole wird darauf hochgepumpt, das Wasser wieder verdampft und das daraus gewonnene Salz gereinigt und aufbereitet.
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