June 2017 - August 2018
  • Day434

    Schwiiz:)

    August 8, 2018 in Switzerland ⋅ ⛅ 23 °C

    8. August 2018

    Mir sind wieder da:)

    Danke a alli, wo üs am Flughafe go begrüesse cho sind, mir händ e riiese Freud gha. Leider hämmer vergässe, es Föteli zmache.

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  • Day433

    Bogotá, Colombia

    August 7, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 15 °C

    5. - 7. August 2018

    Zurück in Bogotá werden wir von Robinson erneut sehr herzlich empfangen. Es gibt ein herzhaftes kolumbianisches Mittagessen und einen sensationellen Brombeersaft. Danach zeigt er uns das Stadtzentrum: am Präsidentenpalast vorbei ins touristische Candelaria-Viertel. Unterwegs geniessen wir guten kolumbianischen Kaffee, Empanadas und wir probieren gekochte Ameisen. Diese haben die Konsistenz von Popcorn aber einen käseähnlichen Geschmack. Die Busfahrt zurück nach Hause dauert im vollgestopften TransMilenio eine gefühlte Ewigkeit. Das Bussystem wird ja zum Spass auch TransmiLLENO (LLENO = voll) genannt.
    Am nächsten Tag nehmen wir dann doch lieber das Taxi, um ins Zentrum zu gelangen. Wir machen eine Graffititour, die eigentlich besser StreetART-Tour heissen sollte, denn wir passieren unzählige umwerfend schöne Kunstwerke. Von detailreichen Tiermotiven bis zu anklagenden politischen Motiven reicht die Bandbreite. Der lokale Guide erklärt uns die Geschichten hinter den Kunstwerken, den Künstlern und den Kampf der Künstler gegen die ignorante Politik-Elite.
    Und dann bricht auch schon der letzte Tag unserer langen Reise an. Zusammen mit Robinson und einem Arbeitskollegen machen wir eine ausgedehnte Velotour ins landwirtschaftliche Hinterland von Bogotá. Die Flüsse sind zwar alle schwarz vom stinkenden Abwasser, aber die grüne Landschaft mit den vielen Kuhweiden erinnert doch sehr stark an die Schweiz. Zum Schluss gehen wir noch auf einen Früchtemarkt und decken uns mit über 10kg süssen Tropenfrüchten ein. Wir wollen ja ein bisschen Lateinamerika in die Schweiz mitnehmen.
    Nach auf den Tag genau 14 Monaten in Lateinamerika heisst es Abschied nehmen. Wir werden die schöne Natur, die exotische und artenreiche Tierwelt, das gemütliche Leben, die vielen netten Bekanntschaften und die unzähligen unvergesslichen Erlebnisse für immer in unserem Herzen festhalten. Und so sagen wir nicht adios, sondern hasta luego (auf Wiedersehen).
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  • Day431

    Willemstad, Curaçao

    August 5, 2018 in Curacao ⋅ ⛅ 31 °C

    29. Juli - 5. August 2018

    Willemstad auf der Insel Curaçao sieht aus wie Klein-Amsterdam (Curaçao gehört zu den niederländischen Antillen). Schmucke, pastellfarbige Häuschen, die heute Einkaufsläden, Souvenirshops und Restaurants beherbergen, säumen die Strassen. Wir merken aber bald, dass nur das Zentrum so herausgeputzt ist; sobald man sich etwas ausserhalb befindet, sieht man viele baufällige und/oder verlassene Häuser. Neben der einheimischen Sprache Papiamentu sprechen viele Einwohner Curaçaos auch niederländisch, spanisch und englisch. Obwohl die Insel zu Holland gehört, ist die Währung nicht Euro sondern Antillische Gulden. Es ist zuweilen verwirrend, da auf den Speisekarten und in den Läden nicht sofort ersichtlich ist, ob der Preis nun in Gulden oder US Dollar angegeben ist.

    Am ersten Tag klappern wir verschiedene Tauchshops ab (zum Glück gibt es in unserem Hostel Velos), um Angebote und Preise zu vergleichen. Schlussendlich entscheiden wir uns, nur einen geführten Tauchgang zu machen und danach selbst zu tauchen und dafür ein Auto zu mieten. In Curaçao kann man ganz einfach vom Parkplatz aus mit der Tauchausrüstung ins Meer spazieren. Eine Bootsfahrt ist bei vielen Tauchplätzen nicht nötig.

    Wir mieten die Tauchausrüstung bei unserem favorisierten Tauchshop und fahren los. Am ersten Tag tauchen wir am ‚Playa Mari Papun‘ und am ‚Vasterbaai‘. Vor unserem ersten alleinigen Tauchgang sind wir schon etwas besorgt, dass wir den Rückweg wieder finden. Wir haben zwar einen Tauchcomputer, aber keinen Kompass. Bevor wir ins Wasser watscheln, besprechen wir genau, in welche Richtung wir wie lange tauchen (je nach Strömung und Luftreserve), wie tief wir tauchen wollen und was unsere Tauchzeichen sind. Einmal unter Wasser prägen wir uns einige markante „Gegenstände“ ein, die wir dann auf dem Rückweg hoffentlich wieder passieren und erkennen:).
    Die Orientierung ist dann zum Glück recht einfach, da wir uns am Riff entlang orientieren können. Wunderschöne Korallen und Schwämme sehen wir. Auch alle Arten von Fischen können wir bewundern; von Butterly-, über Angel-, Papagei-, File-, Cornet- und Trompetenfischen. Und unsere persönlichen Lieblinge: der Koffer- und Kugelfisch.

    Am zweiten Tag fahren wir eine Stunde bis in den Norden der Insel, nach Westpunt. Bei unseren zwei auserwählten Tauchplätzen ‚Piscador‘ und ‚Playa Lagún’ sollen wir Schildkröten sehen. Und wirklich, endlich gleiten grüne Schildkröten vor, hinter und neben uns durchs Wasser. Einfach genial! Auch einen Lionfish sehen wir. Diese sind zwar schön anzusehen, aber in den hiesigen Gewässern eine Bedrohung für die Unterwasserwelt, da sie keine natürlichen Feinde haben, aber ihrerseits viele kleine Fische jagen und fressen. Sie werden deswegen von ausgebildeten Tauchern mit Harpune gejagt. Das Fleisch kann gegessen und aus den Schuppen Schmuck gemacht werden. Sabina hat nun einen Lionfish Fingerring und Ohrringe:).

    Insgesamt hat Curaçao eine wunderschöne und gut zugängliche Unterwasserwelt, die kaum in drei Tagen entdeckt werden kann.

    Neben dem Tauchen besichtigen wir die Curaçao-Fabrik. Hier wird der originale Curaçao hergestellt, von Hand verpackt und etikettiert. Nur auf dieser Insel gibt es die Art von Orangen, die für den Likör gebraucht werden. Es ist spannend; und natürlich befinden sich in unserem Gepäck nun auch kleine Fläschen der blauen, orangen, roten und grünen Flüssigkeit (die aber wohlgemerkt alle gleich schmecken).

    Memories: Tauchspot am dritten Tag: Playa Kalki und Porto Mari; kleine Graffititour mit Velo gemacht (bei etwa 35 Grad).
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  • Day424

    Villa de Leyva, Colombia

    July 29, 2018 in Colombia

    25. - 29. Juli 2018

    Villa de Leyva liegt vier Stunden nordöstlich von Bogotá auf 2100 m.ü.M. Ich stehe in Medellín morgens um fünf Uhr auf, mache mich zu Fuss, mit der Metro und dem Kleinbus auf zum Flughafen, fliege nach Bogotá, fahre mit dem Taxi zum Busterminal und finally mit dem Bus nach Leyva. Puh, was für eine Reise:). Die Umgebung bei der Busfahrt erinnert mich an die Schweiz mit ihren Äckern und grünen Weiden.

    Leyva ist eine weisse Stadt und bekannt für ihre mit grossen Steinen gepflasterten Strassen. Nicht ideal für Highheels. Zudem besitzt sie mit 120x120 Metern einen der grössten Hauptplätze Südamerikas. Die Stadt gefällt mir gut. Noch am Ankunftstag besichtige ich das Casa Terracota, ein riesiges Haus, das nur aus Lehm und sonstigen natürlichen Baustoffen erstellt wurde. Der Architekt wollte eigentlich selbst darin wohnen, aber all die Bewunderer des Hauses (oder Touristen), die das Haus besichtigen wollten, waren dann doch zuviel. Jetzt ist es ein Hausmuseum geworden. Sehr eindrücklich.

    Am nächsten Tag laufe ich hoch zur Statue des Santo Cristo. Von hier oben geniesse ich eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und ihre Umgebung. Das heraufkraxeln hat sich definitiv gelohnt.

    Und dann meldet sich Suti aus dem Dschungel und sagt, dass er auch noch nach Leyva kommt. Jepii, was für eine schöne Überraschung!

    Zusammen machen wir eine Wanderung zum ‚Santuario de Flora y Fauna de Iguaque‘ oder besser gesagt, zur Laguna. In diesem Nationalpark existiert das einzigartige neotropische Páramo-Ökosystem, das von Hunderten von Tier- und Pflanzenarten beheimatet ist. Am bekanntesten und für uns die grösste Attraktion sind die Frailejones, ein Halbstrauch, der typisch für diese Höhenlage der Anden ist. Wir befinden uns zwischen 3000 und 4000 m.ü.M. Ja, es ist kalt. Zudem regnet es. Aber die Strapazen lohnen sich; die Frailejones sind wirklich speziell und schön anzusehen, und es wachsen schöne Blumen. Als wir endlich bei der Laguna ankommen (die übrigens superklein ist) ziehen die Wolken für zehn Sekunden auf. Zum Glück haben wir die Kamera griffbereit:).

    Heute gibt es einen weiteren Reisetag; mit dem Bus zurück nach Bogotá und mit dem Flugzeug direkt weiter nach Curaçao:). Unsere Tauchferien beginnnen. Und damit gleichzeitig unsere letzte Woche auf unserer grossen Reise.

    Memories: schöne Souvenirs; Glühwein ist hoch im Kurs; Spaziergang durch Wies und Feld (und wieder zurück, da das Strässchen plötzlich aufhörte [ja, maps.me wusste es]); Marktbesuch; Besichtigung Monolithen, die an Stonehenge erinnern; Wenn beim Coiffure der Strom ausgeht, wird mit Handybeleuchtung weitergemacht.
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  • Day421

    Amazonas, Colombia (Suti)

    July 26, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    16. - 26. Juli 2018

    Die Ankunft in Leticia beginnt mit einer Enttäuschung. Das Hostel La Jangada ist von einem herzigen Häuschen in ein 0815-Gebäude umgezogen und nicht mehr im Besitz des Schweizers, welcher mit einem selbstgebauten Veloboot den Rio Amazonas befahren hat.
    Zudem ist Leticia nicht gerade eine Schönheitskönigin; der Sonnenuntergang vom Kirchturm aus beobachten ist dennoch spektakulär, denn um diese Zeit kommen tausende Vögel zurück in die Bäume des Parks. Sie regnen regelrecht vom Himmel.

    Weil die brasilianische Grenze nur fünf Minuten zu Fuss vom Hostel entfernt ist, statte ich einen kurzen Besuch ab, um ein paar Souvenirs zu kaufen.

    Ok, gekommen bin ich ja nicht für die Stadt, sondern für den Dschungel. Mit dem Schweizer Christian und den zwei einheimischen Guides Juan und Marcos plane ich eine 4-Tagestour tief in den Amazonas. Mit Gummistiefel, Hängematte und Proviant starten wir 20 km ausserhalb der Stadt. Unterwegs kaufen wir noch Mambe - ein Pulver aus Kokablättern gemischt mit anderen Blättern - damit weder Hunger noch Ermüdung uns verlangsamen können. Während zwei Tagen dringen wir immer tiefer in den dichter werdenden Primärwald ein. Ab und zu sehen und hören wir Affen und Vögel, diese sind aber sehr scheu. Die Nächte sind erfüllt mit unzähligen Geräuschen. Hören wir Stimmen und Gesänge? Sind das die Waldgeister, von denen uns die Guides am Lagerfeuer lebhaft erzählt haben? Heil erreichen wir das Haus von Marcos Vater am Rio Calderón. Hier bleiben wir einen Tag lang und vertreiben die Zeit mit Schwimmen, Fischen, Hühner schlachten lassen und den Wald bei Tag und Nacht durchstreifen. Wir entdecken sogar blau schimmernde Pilze. Zurück geht es die 25 km in 8h am Stück. Es war schön, ein vom Menschen (noch) nicht zerstörten Regenwald zu erleben!

    Am nächsten Tag gehts gleich auf die nächste Tour: drei Tage in einem indigenen Dorf namens Loma Linda (was schöner Hügel bedeutet).
    Empfangen werde ich von Oscar. Er zeigt mir das kleine Dorf, welches 1994 von seinem Vater Don Fernando gegründet wurde. Stolz zeigt er mir die Solaranlage, die eigene Grundwasserquelle, den Fussballplatz und die Schule und erzählt mir vom Leben zwischen dem Rio Amazonas und dem Regenwald. Beim Mittagessen treffe ich die anderen Gäste: eine Familie aus Deutschland, die deutsche Voluntärin Janine, Sabrina aus London und Dominik aus der Schweiz. Zusammen schlagen wir ein Zeltlager im Dschungel auf. Auf der anschliessenden Nachttour sehen wir Vogelspinnen, Skorpione und Frösche. Begleitet werden wir leider von unzähligen Stechmücken.
    Nach dem reichhaltigen Frühstück verbringen wir den Tag auf dem Rio Amazonas. Zuerst beobachten wir graue und pinke Delfine, dann fischen wir das Mittagessen und dann baden wir im Fluss und chillen am Strand. Aufgrund der stechenden Fliegen ist jedoch Bewegung angesagt. Wir starten spontan einen Wettkampf mit Speerwerfen, Seilziehen und weiteren Games. Zum Abschluss gibts eine weitere Nachttour mit nachtaktiven Affen und einem Zitteraal. Am nächsten Morgen zieht die Gruppe weiter und ich mache mich mit Alberto nochmals auf eine 4-stündige Entdeckungstour in den Dschungel. Er erzählt mir viele Geschichten und Mythen der indigenen Bevölkerung und zeigt mir unzählige Heilpflanzen.
    Dann heisst es Abschied nehmen: Danke Don Fernando, Oscar, Roberto und Alberto für die unglaubliche Gastfreundschaft und die unvergessliche Zeit!!

    Die letzten zwei Tage verbringe ich im autofreien Puerto Nariño. Die halbzahmen Totenkopfaffen und die zwei Papageie machen die etwas abgelegene Unterkunft zu einer einmaligen Entspannungsoase.

    Auf meinem Weg zurück nach Bogotá entscheide ich mich spontan, Sabina in Villa de Leyva zu besuchen. Das bedeutet in 12h von 100 auf 2100 M.ü.M mit folgenden Transportmitteln: Panga mit Polizei, Lancha rapida, Pequepeque, Motorrad, Flug, Taxi und Bus.

    Memories: Vogelspinnen im Garten; Puerto Nariño, im ganzen Dorf gibt es keine Bananen und nur eine Ananas zu kaufen; Riesige Seerosen, den Riesenfisch Pirarucú und Schildkröten im Parque Agroturistico Wochine gesehen; Fazit: ca. 85km zu Fuss durch Amazonas gewandert, fast ganze Länge des kolumbianischen Teils des Rio Amazonas bereist.
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  • Day420

    Medellín, Colombia (Sabina)

    July 25, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    22. - 25. Juli 2018

    Es ist einiges heisser in Medellín als vor einem Monat, vor allem abends und nachts. Im Yoga Airbnb hat es leider keinen Platz, so quartiere ich mich im Backpackers Inn ein.

    Ich laufe durch die Stadt und auf den Hausberg Nutibara mit seinem kitschigen Pueblito Paísa. Von oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt. Oben befindet sich das Museo de la Ciudad, das sich der Geschichte von Medellín widmet und vor allem alte Fotoaufnahmen über das damalige Leben, die Fortbewegung und die Stadt Medellín zeigt (Jahre 1890-1950).

    Am nächsten Tag geniesse ich die Vogelperspektive noch höher oben, nämlich vom Fallschirm aus:). Mein erstes Mal, ein super Gefühl!! Leider landen wir nach gut zehn Minuten bereits wieder. Viel zu schnell ist es vorbei.

    Memories: superfeine Galletas im Saludpan.
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  • Day418

    Guatapé, Colombia (Sabina)

    July 23, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 19 °C

    14. - 23. Juli 2018

    Ich bin zurück in Guatapé, der Stadt der Zócalos. Zócalos sind bunte Basreliefs, die im unteren Teil der Häuserwände mit Zement erstellt werden und meist vom Leben, Arbeiten, Tieren und der Freizeit erzählen. Anscheinend ist Guatapé die neunt farbigste Stadt der Welt. Wofür es nicht alles Ranglisten gibt. Eine halbe Stunde zu Fuss von hier verbringe ich eine Woche in einem Ecohostel, wo ich einen Kurs in Permakultur, Spanisch und Yoga mache. Ich lerne, wie Kompost gemacht und verwendet wird, was die Aufgabe eines Insektizids ist und wie dieses hergestellt wird. Eigentlich braucht man dazu nur Kräuter und Wasser, total einfach:). Oder Knoblauch und Chili, das wäre dann die stärkere Variante, falls die Pflanzen bereits von Schädlingen befallen sind. Auch Gemüsesetzlinge pflanzen wir, nachdem wir den Boden mit Dünger vorbereitet haben. Dabei achten wir darauf, welche Gemüse zusammen harmonieren und sich ergänzen. Manche Gemüse brauchen zum Beispiel mehr Stickstoff als andere, während andere Setzlinge als Lieferanten dienen. Es ist echt spannend und macht Spass! Es beeindruckt mich, dass alles organisch hergestellt wird. Wenn man Zeit hat, ist das sehr gut möglich. Jetzt brauche ich nur noch einen Garten zu Hause:). In diesem Hostel wird auch Seife, Yoghurt, Kambucha oder die pikante Sauce selbst hergestellt. Hühner liefern Eier und Ziegen Mist. Die grüne Landschaft rundherum ist wunderschön und beruhigend. Leider ist das Yoga, das von der Voluntärin jeden Morgen angeboten wird, sehr dürftig und überhaupt nicht meins. Schade, war doch dieser Teil des Angebots mit der Hauptgrund, weshalb ich mich für diesen Ort entschieden habe. Der Spanischunterricht ist okay. Zum Glück nehmen Barbara aus Brasilien und Curtis aus den USA auch teil, so dass ich mit ihnen Spanisch reden und kleinere Ausflüge machen kann.

    An einem unserer freien Nachmittage laufen wir zu mehreren Wasserfällen. Diese sind ziemlich versteckt, mitten im Nirgendwo. Es ist ein Klettern über Stein und Fels und ein sich über den Fluss hangeln. Barbara hat schon nach der ersten Überquerung nasse Füsse; dafür kommt es nachher nicht mehr drauf an:). Auf einer Wiese stellen sich uns agressive Kühe in den Weg, und als wir trotzdem durchgehen wollen, checkt mich eine Kuh weg. Vielleicht gehen wir doch lieber durchs Wasser..

    Memories: Wir mieten Bicicletas naúticas (Pedalos) auf dem Stausee. Unter diesem künstlichen See liegt die überflutete alte Stadt Peñol; Intercambio mit Englischklasse...lustig, treffe dabei auf die Mitarbeiterin des Cafés, in dem ich das Plakat des Ecohostels gesehen habe. Der Kreis schliesst sich; Schmuck gekauft; an beiden Wochenenden ist Guatapé von Touristen überlaufen, da beide Male Festivitäten stattfinden, inklusive verlängertem Wochenende; Casa Rosa sehr herziges Hostel, hauptsächlich wegen der Besitzerin Franzisca.
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  • Day411

    Bogotá, Colombia (Suti)

    July 16, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 18 °C

    14. - 16. Juli 2018

    Meine Reise beginnt bei Robinson in Bogotá, einem Freund von meinem Bruder Marcel. Wir starten sogleich auf eine Velotour durch Bogotá mit einem Zwischenhalt an einer Chichabar (vergorenes Maisgetränk) und eine Runde Freezby im Park. Phu, Sport auf dieser Höhe ist anstrengend! Nichtsdestotrotz starten wir den Sonntagmorgen mit einer Joggingrunde, zum Glück gibts Strassenstände mit frischen Fruchtsäften zum Verschnaufen.
    Ein reichhaltiges Frühstück aus Tamales passt an dieser Stelle perfekt. Anschliessend ist Sport im Fernseher angesagt: WM-Final!

    Robinson will mir als nächstes den Blick auf die Stadt vom Monserrate zeigen. Doch weit kommen wir nicht. Beim Haus seiner Schwester zwei Häuser weiter bleiben wir hängen. Der Grill ist voll mit Leckereien, die Gäste in guter Stimmung und ein Bier kann man schlecht ablehnen. Ein Bier folgt aufs nächste, Schweizer Musik wechselt sich mit kolumbianischer ab. Gefeiert wird beim Grill, dann an der Strassenecke und schliesslich bei Robinson zuhause mit Discolicht.
    Am nächsten Morgen gehts für die Einheimischen zur Arbeit, ich mache mich auf in den Amazonas!

    Memories: Am Busbahnhof nicht aufgepasst und schon wird man abgezockt und somit reise ich im teuren VIP-Bus; Die Wäsche ist zwar gewaschen, aber noch nass; Rasierklinge, Schere und Feuerzeug schaffens nicht durch den Security-Check.
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  • Day409

    Desierto de Tatacoa, Colombia

    July 14, 2018 in Colombia ⋅ ☀️ 33 °C

    12. - 14. Juli 2018

    Nach rund eineinhalb Monaten im Grünen von Kolumbien, lockt es uns in die Halbwüste (Desierto de Tatacoa). Es ist die trockenste Gegend und daher soll es der beste Ort sein, um den Sternenhimmel zu beobachten. Als wir aber ankommen, fallen einzelne Regentropfen. Zum Glück lichten sich die Wolken bis zum Einbruch der Nacht teilweise. Wir suchen uns eine Sanddüne aus und bewundern den Nachthimmel. Das Spezielle an der Desierto de Tatacoa ist, dass man sowohl den nördlichen als auch den südlichen Sternenhimmel sieht. So sehen wir auf der einen Seite den grossen Wagen und gegenüber das Kreuz des Südens. Wie schon auf unserer gesamten Reise prangt über uns das Sternzeichen Skorpion. In Bewunderung verfallen wir, als wir Venus, Jupiter, Saturn und Mars erspähen. Schön aufgereiht wie auf einer Perlenkette. Übertroffen wird dies nur noch durch etliche Sternschnuppen, wovon zwei extrem gross sind und langsam verglühen.

    Tagsüber erkunden wir die Wüstenlandschaft zu Fuss. Morgens wandern wir zum Aussichtspunkt Ventana (was Fenster bedeutet). Da sehen wir einige interessante Felsformationen. Am späten Nachmittag erkunden wir die roten Steinformationen im Labyrinth. Hier bezaubern uns die roten, durch Erosion geschaffene Formen. Auf einem der vielen Kakteen erspähen wir zum Schluss noch zwei verliebte Papageie.

    Ab hier trennen sich die Wege von Sabina und Suti ein weiteres Mal. Sabina geht für eine lehrreiche Zeit nach Guatapé (nähe Medellín) und Suti ziehts für zwei Wochen in den Amazonas.
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  • Day407

    Tierradentro, Colombia

    July 12, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

    8. - 12. Juli 2018

    Lediglich eine Nacht verbringen wir in der weissen Stadt Popayán, bevor wir uns auf den langen Weg nach Tierradentro machen, um uralte unterirdische Grabkammern zu besichtigen.
    Wieder einmal eine Anekdote zum Thema Transport: Als wir am Busterminal ankommen, heisst es, der Bus um 13 Uhr sei voll. Der nächste gehe erst um halb vier. So lange wollen wir aber nicht warten, da wir, wie wir feststellen werden, KEINESFALLS bei Dunkelheit über den schlammigen, rutschigen und schmalen Gebirgsweg mit einem Bus fahren wollen. (Eigentlich will man das auch bei Tageslicht nicht). So entscheiden wir uns, erst einmal bis zur Zwischenstation Inzá zu fahren und dann auf gut Glück weiterzukommen. Unser kleines Büsli rast dahin, bis es aus der Motorhaube raucht. Na, toll! Ein Loch im Kühler. Durch den Wasserverlust überhitzt der Motor. Erstmal Wasser nachgiessen, Motor abkühlen lassen und dann in gemässigterem Tempo weiterrasen. Diesen Vorgang wiederholen wir einige Male. An einem Ort verschwindet der Chauffeur im Hühnerstall und kommt mit zwei Eiern zurück, schlägt diese in den Wassertank und lässt den Motor aufheulen. Das Ei soll das Loch verstopfen. Wenns hilft... Tatsächlich kommen wir in Inzá an und zwar noch vor dem ein Uhr Bus, der eine Stunde früher in Popayán losfuhr. So können wir gleich reinhüpfen, als dieser einfährt. Zwar stehen wir die nächste Stunde, aber immerhin kommen wir unserem Ziel näher. An der Kreuzung nach Tierradentro steigen wir aus. Nun müssten wir noch rund zwei Kilometer laufen. Oder aber wir nehmen die Offerte des Jeepfahrers an und hüpfen auf seine Ladefläche. Die unzähligen leeren Bierdosen beim Unterstand lassen auf eine fröhliche und nicht ganz nüchterne Truppe schliessen. Trotzdem, einsetzender Regen und schweres Gepäck (mussten uns ja noch eine riesige Hängematte kaufen) erleichtern unseren Entscheid. Alles geht gut, und wir erreichen schlussendlich unser Hostel. Das mit der Reservierung per Whattsapp hat zwar nicht geklappt (Überraschung gleich Null), aber es hat zum Glück noch ein Zimmer frei, in dem die Holzwürmer permanent Holz auf unser Bett runterrieseln lassen. Nach einer Nacht können wir ins Haupthaus wechseln.

    Soviel zur Anfahrt. Tierradentro ist wunderschön im Grünen gelegen und viel weniger touristisch als sein berühmter Nachbar im Süden, San Agustín. Am ersten Tag besichtigen wir die zwei Museen, die uns über das Leben und vor allem über die Bestattungsriten der dort ansässigen Kultur ab dem 6. Jahrhundert v.C. aufklären. Begräbnis Nummer eins ist eine normale Erdbestattung, bei dem den Toten meist Keramikutensilien und Schmuck für ihr nächstes Leben mitgegeben werden. Nach fünf Jahren werden die Knochen ausgegraben und so weit verbrannt, bis sie in eine Urne passen. Diese wird in einem „Hipogeo“ (Grabkammer) vergraben, was das zweite Begräbnis ist. Diese Kammern befinden sich meist in erhöhter Lage auf einem Hügel oder Berg, sind zwei bis zehn Meter tief, mit Säulen und Pfeilern ausgestattet und mit farbigen Mustern sowie Gesichtsskulpturen verziert. Am zweiten Tag besichtigen wir dann die Gräber. Es ist unglaublich eindrücklich und spannend, wie gut manche der Kammern noch erhalten sind. Viele sind aber auch eingestürzt oder gar nicht erst ausgegraben worden. Das Gebiet erstreckt sich über etwa 14 Kilometer, die wir ablaufen. Die Wanderung mit ihrer Landschaft und Aussicht ist einfach wunderschön.

    Memories: In Tierradentro werden mit Unterstützung der Regierung im grossen Stil Kaffeplantagen angebaut; es ist regnerisch und kalt.
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