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  • Day29

    Jetzt reicht's mit Steppe!

    July 23, 2018 in the United States ⋅ ☀️ 32 °C

    Hanno schreibt:

    Gestern Abend waren wir in einem Barbecue-Grill essen. Das war ein voller Erfolg: Erstens haben wir gelernt, nicht die größten Portionen zu bestellen; zweitens waren die Ribs echt klasse; drittens haben wir mit zwei amerikanischen Motorradfahrern (BMW), die im gleichen Motel eingekehrt sind, zusammen gegessen und den Abend verbracht. War eine tolle Sache!

    Ein neuer Tag im unendlichen Nevada. Nachdem wir im KTM-Anschleppen mittlerweile routiniert sind, geht’s los: zurück von Winnemucca auf den Trail. Der erste Versuch des Quereinstiegs endet nach 20 Kilometern auf einer einsamen Weide. Der zweite Versuch klappt dann. Oder auch nur halb, denn wir irren (bzw. werden vom Navi irregeleitet) durch eine riesige Steppenlandschaft. Hatte ich schon von den Sandwegen, den fiesen, berichtet 🤔? Hier gibt’s jede Menge davon.

    Schließlich stehen wir vor einer Mine, wo man uns die Weiterfahrt über das Minengelände untersagt. Nachdem ich erfragt habe, dass es eine Goldmine ist, erwähnte ich, dass ich für meine liebe Frau noch ein Mitbringsel brauche. So ein kleiner Goldnugget wär doch schön. Falls einer überzählig sein sollte.... Davon wollte man dort aber nichts wissen.

    Wir fahren über einen Bergzug, der über sehr viele Kilometer komplett abgebrannt ist. Dort wuchs zwar nicht viel, aber die schwarzen Reste der Pflanzen über eine so riesige Fläche sind schon bedrückend.
    Nach vielen steinigen und sandigen Wegen (ich fand‘s echt anstrengend heute) sind wir in McDermitt. Glaubt mir, da wollt Ihr nicht hin. 2 Motels, davon eins geschlossen, 2 Tankstellen, davon eine geschlossen, 1 Casino, und wahrscheinlich ein paar Einwohner, von denen ich noch keinen gesehen habe.

    Hans und ich hoffen stark, dass sich morgen endlich die Landschaft ändert: 4 Tage lang Steppe und Berge im Wechsel, das reicht!

    A propos Motel: jeder von uns hat zwar eine Zeltausstattung mit, aber gezeltet haben wir noch nicht. Die hiesigen „Campgrounds“ sind mit europäischen Campingplätzen nicht vergleichbar: wenn man Glück hat, gibt‘s eine Toilette dort. Wasser oder gar Duschen im allgemeinen aber nicht. Wir vier sind zwar die Härtesten, so hart aber doch nicht. Also: Motel. Deren Bandbreite, was die Qualität angeht, ist riesig. Ich glaube, dies hier ist das zweitschlimmste auf unserer Tour. Na ja, Dusche und Klimaanlage laufen!
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