Armenia
Armenia

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46 travelers at this place:

  • Day463

    Totale Hochkultur ... und Pizza

    April 24 in Armenia ⋅ ☀️ 12 °C

    Jerewan - die „Pink City“ nennen anderthalb der insgesamt drei Millionen Einwohner Armeniens ihr Zuhause - empfängt uns mit einem klasse Zimmer in einem netten Guest House im Herzen der Stadt. Die Küche darf ebenfalls mitbenutzt werden und ich habe derart Hunger, dass ich bei der kurzen Besichtigung einen von vier lecker strahlenden Muffins klaue. Also stibitze, das klingt harmloser. Fertig ausgepackt und zurück vom Zimmer auf dem Weg in die grosse, fremde Stadt, packt mich aber dann doch das schlechte Gewissen und ich gestehe mein Verbrechen ungefragt. Er sei wirklich total lecker gewesen. Das diebische Feedback freut die gute Irina aber dermassen, dass sie uns sogleich Brot, Käse, Eier und Weisswein sowie die restlichen drei Muffins auf den Tisch stellt. Esst, esst! Ehrlichkeit zahlt sich also doch aus. Manchmal.

    Armenien hat neben einer sehr lebendigen Kaffeekultur leider nach wie vor mächtig Beef mit Azerbaijan - es geht um post-sovjetische Landverteilung und die Zugehörigkeit seither autonomer Regionen innerhalb Azerbaijans - und der Türkei, die den Genozid vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nach wie vor leugnet und innerhalb deren Landesgrenze das armenische Wahrzeichen - der Berg Ararat - liegt. Über Georgien, das seinerseits mit allen einigermassen gut auskommt, macht man sich gerne lustig und die grossen Verbündeten heissen Russland und(!) die USA. Der Kaukasus ist so gesehen wenig harmonisch. Der Wein aus der Region hingegen schon. Armenien für sich hat eine interessante und in weiten Teilen tragische Geschichte. Im Bezug auf Azerbaijan leider noch immer mit tödlicher Dynamik. Ein paar Anekdoten dazu erfahren wir während der eher mittelmässigen Free Walking Tour mit einem Guide vom Typ „Kunstlehrer mit narzisstischen Zügen und regelmässigen Anflügen von Schwachmatismus“. Den Namen von Ramon habe ich mir erst gar nicht gemerkt. Fragen sind zwar ausdrücklich erwünscht aber ungern beantwortet. Auf meine Frage, ob die eben erwähnte Cognac-Fabrik am Oster-Montag wohl offen hat, bekomme ich ein vielsagendes „if it‘s open, it‘s open“ ... ah, shut up, bitch! Das abschliessende Bier halten wir kurz. So kurz wie möglich. Schliesslich wartet eine extrem leckere Pizza auf uns. Vor allem auf Sue. Die ist total aus dem Häuschen. Ich irgendwie auch. Das Teil ist so authentisch, dass wir den Laden die Tage noch ein zweites Mal aufsuchen. Für Menschen vom Land mit einfachen Gemütern wie uns braucht es definitiv nicht viel, um glücklich zu sein. Und sonst ist da ja noch der Wein.

    Wir kompensieren diesen Ausbruch frivoler Freude an einfachem italienischen Essen mit einem kulturell um einiges höher gestellten Besuch der Jerewan’schen Philharmonie. Alexander Romanovsky und das armenische Symphonie-Orchester geben Sergei Rachmaninoffs übel schweres Piano Concerto No.3 in D-Moll zum Besten. Kein Stück verlangt mehr Noten pro Sekunde am Klavier. Total kranker Scheiss. So krank, dass der australische Pianist David Helfgott bei seinem Konzert in London 1970 einen Nervenzusammenbruch erlitt und für mehrere Jahre in die Klapse wanderte. Alex behält aber zum Glück die Nerven und spielt das total toll. Und das ganz ohne Noten. Wir sind beeindruckt. Und haben geklatscht.

    Wir haben unseren Besuch in Jerewan bewusst so geplant, dass wir während des „Genocide Memorial Days“ hier sind, an welchem den mehreren hunderttausend Opfern der Kriegsverbrechen des Osmanischen Reichs an den Armeniern vor und während dem ersten Weltkrieg gedacht wird. Bewegende Stunden, während denen über achthunderttausend Menschen die über der Stadt liegende Gedenkstätte besuchen. Die niedergelegten Blumen bilden zum Schluss gigantische Wände und schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Sehr bewegend. Ein anderer Tagesausflug bringt uns ins unendlich weit entfernte Tatev, eine der grossen Touristenattraktionen Armeniens. Im Sommer. Es ist aber auch bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt schön. Wie Sue, einfach anders. Zurück in Jerewan finden wir - wie eigentlich in allen Städten und grösseren Gemeinden im Kaukasus - auch hier einen permanenten Rummel. Dieser kommt aber weit weniger solidarisch daher, als die Rummel die wir bisher in der Region gesehen haben. Das Riesenrad ist zwar rostig, dreht sich aber fröhlich im Kreis und auch sonst sind diverse Familien mit Kindern unterwegs. Der schönen Sue kommt der aktive Betrieb ganz gelegen. Sie will sofort Popcorn. Und das kriegt sie natürlich. Wie sonst alles im Leben. Zum Beispiel mich. 

    Da wir nach dem wiederholten Pizza-Flash das kulturelle Niveau nochmals aufzubessern haben, Bier ja eher für Bauern ist und „because if it’s open, it‘s open“, besuchen wir Menschen von Welt noch die berühmte Cognac-Fabrik „Noy“, bei der uns als Teil des Tastings auch ein Gläschen 75-jähriger Port für zweitausendfünfhundert Dollar die Flasche gereicht wird. Total classy eben. Damit schliesst sich aber der armenische Kreis allmählich und wir verlassen Jerewan in Richtung Norden. Irgendwo auf dem Weg soll es ja noch die „Armenische Schweiz“ geben. Aber wehe es gibt dort keine Cervelats. Da versteh ich keinen Spass!
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  • Day10

    Zurück nach Armenien

    October 7 in Armenia ⋅ ⛅ 13 °C

    Von Tiflis aus fahren wir zurück nach Armenien in die Provinz Lori. Wieder kommen wir später los, denn nur selten gibt es vor 9 Uhr Frühstück. Dafür läuft der Grenzübertritt ausgesprochen zügig und entspannt, nach einer dreiviertel Stunde sind wir in Armenien.
    Es wäre noch schneller gewesen, hätten Vahe und Arsen nicht noch bei der Ausreise aus Georgien ihre Strafen für das Überqueren von durchgezogenen Linien bezahlen müssen.
    Wir folgen den Fluss Debed Richtung Alaverdi mit einem Stopp am Kloster Haghpat, das aus dem 10. Jahrhundert stammt. Dort haben wir auch wieder eine Gelegenheit zu einer Mittagspause. Weiter geht es durch die Stadt Sanahin zum dortigen Kloster, das im Mittelalter ein bedeutendes Ausbildungs- und Kirchenzentrum war. In der Nähe ist auch das Mikoyan Museum, denn Sanahin ist der Geburtsort der zwei bekannten Brüder Mikojan: Artjom Iwanowitsch Mikojan war ein bekannter Flugzeugkonstrukteur und einer der Väter der MiG und sein älterer Bruder Anastas Hovhannessi war der Politiker mit der längsten Karriere im Politbüro der KPdSU. Er hatte beginnend bei Lenin unter Stalin und Chruschtschow verschiedene Ministerposten inne und war auch in der Ära Breschnew 1964 bis 1965 als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets Staatsoberhaupt der Sowjetunion. Über traumhafte Straßen geht es zur mittelalterlichen Festung Lori Berd, die an einer tiefen Schlucht liegt, die weiträumig das Gelände durchschneidet. Weiter anschließend zum Sochut Resort Stepanavan am Baumpark von Gyulagarak, eine interessante Anlage noch aus sowjetischer Zeit.
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  • Day14

    Armenien von oben

    October 11 in Armenia ⋅ 🌙 17 °C

    Nur gute 20 Kilometer sind es von Goris zur Wings of Tatev Seilbahn Station. Wir hatten uns vorgenommen, die Fahrt zum Kloster Tatew zweimal zu machen, einmal durch die Luft und einmal über die Straße. Die Anreise ist schon eindrucksvoll. Glücklicherweise ist es nicht sehr voll. Seit dem 16. Oktober 2010 ist das Kloster durch die Seilbahn Tatew über die Worotan-Schlucht mit dem Ort Halidsor verbunden. In elf Minuten können Besucher nun das ganze Jahr über das Kloster erreichen. Die Seilbahn ist mit 5.750 Metern die längste, in einer Sektion mit einem durchgehenden Tragseil ausgeführte Pendelbahn der Welt. Also - hin und zurück. Anschließend gibt es das zweite eindrucksvolle Erlebnis über die Straße. Inzwischen ist bis auf wenige hundert Meter auch die letzte Strecke zum Kloster geteert. Mit Stopp im Tal an der Schlucht des Bazarcay sind es weitere eindrucksvolle 15 Kilometer. Wir lassen die Motorräder am Tatew Restaurant und sehen uns das Kloster auf der Felsnase an.
    Tatew ist ein im Jahr 895 gegründetes armenisch-apostolisches Kloster, das im 9. Jahrhundert am Ort eines alten Heiligtums erbaut worden ist. In vielerlei Hinsicht eindrucksvoll.
    Nach einem wunderbaren Mittagessen fahren wir auf einer wenig befahrenen Erdstraße um das Kloster herum und erreichen durch verschiedene Bergdörfer die Bergbaustadt Kapan.
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  • Day460

    Romantische Zombie-Apokalypse

    April 21 in Armenia ⋅ 🌬 5 °C

    Per Marshrutka - eine Art Minibus - tingeln wir über verschneite und schlammige Strassen nach Armenien. Kaum passieren wir die Grenze, scheint auch schon die Sonne. Ein ähnlich freundlicher Empfang wie damals Georgien. Doch ein Blick auf die Speisekarte verrät, nein, hier gibt es kein Ajaruli Khachapuri. Schade. Dafür hat sich der blöde Schafbock wieder auf das Menu gemogelt. Egal, die Sonne scheint und unsere erste Gastfamilie spricht fliessend Deutsch. Soweit so gut. In Gjumri wurden beim verheerenden Erdbeben von 1988 achtzig bis neunzig Prozent der Häuser zerstört. Die meisten wurden wieder aufgebaut oder repariert, ein anderer Teil noch nicht. Zusammen mit dem lokalen Rummel herrscht auch hier ein gewisses Fallout-Flair. Das scheint ja durchaus üblich in der Region. Vielleicht sind dies aber auch einfach eine Art Solidaritätsbekundungen für Tschernobyl und Umgebung. Ich hab keine Ahnung. Sue auch nicht. Wovon wir aber scheinbar Ahnung haben, sind Fremdsprachen. Die Dame Im lokalen Telekom-Shop spricht nur eine Fremdsprache. Französisch. Damit haben wir zwei Osterhasen zwar nicht gerechnet, aber nach wenigen Minuten haben wir beide vollen Handy-Empfang und grinsen stolz wie Oskar. Wenn mich Stalking-Mam doch bloss sehen könnte. Ohh, très bien! Ça marche. Merci madame. Je suis très heureux. À tout à l‘heure. 

    Da wir auch den diesjährigen Karfreitag auf Reisen verbringen, verpasse ich schon den zweiten 11bis11-Sauf ... äh, Jassmarathon im Kreuz. Ich bin obdessen derart frustriert, dass wir neben Museen, Klostern und Festungen auch eine Brauerei aufsuchen. Bier in einem normalen Laden zu kaufen, scheint mir heute nicht das Richtige. Aber es ist Karfreitag und Armenien ein äusserst christlich-traditionelles Land. Der Fabrikladen ist denn auch erwartungsgemäss geschlossen, doch die Produktion läuft unbeeindruckt vor sich hin. Der Security-Mensch am Eingang spricht wie unser Guesthouse-Daddy und heutiger Fahrer ein paar Worte Deutsch und nach ein paar Telefonaten kriegen wir doch tatsächlich eine Privatführung mit Trinkproben. Total nett und total gut gegen den Frust. Zum Schluss decke ich uns noch mit ein paar 1,5l-Flaschen ein. Für später. Wenn der Frust zurück kommt. 

    Auf dem Weg nach Jerewan machen wir für eine Nacht halt in Spitak, dem Epizentrum des Erdbebens von 1988, welchem mehrere zehntausend Menschen zum Opfer fielen. Spitak wurde dabei komplett zerstört und einige Kilometer entfernt vom ursprünglich Zentrum neu aufgebaut. Die damals aufgestellten Container werden teilweise heute noch genutzt. Das hat jetzt nicht direkt damit zu tun, aber die kleine Sue hätte es in einem einfachen Container wohl auch einfacher. Die „Erlebnis“-Dusche im YMCA Spitak ist der Schönen offensichtlich viel zu kompliziert und ich werde mit mürrischem Ton mehrfach ins Badezimmer bestellt. Trotz drücken aller Knöpfe an der elektrischen Konsole fliesst kein Wasser. Ich drücke zuerst ein paar von Sues Knöpfen und öffne dann einfach den physischen Wasserhahn. Gern geschehen. Beides.

    Die Reisezeit hat hier noch nicht wirklich begonnen und wir sind die einzigen Gäste im vom Schweizer CEVI ins Leben gerufene YMCA. Eine Art Schulhaus mit diversen Klassen- und Sporträumen, einer grossen Mensa und ein paar Gästezimmern im oberen Stock. Sobald wir abends alleine sind, kommt allerdings ziemlich Fallout-Feeling auf. Ist das jetzt diese Zombie-Apokalypse? Sind wir die Letzten? Und wo ist unser Lead-Preper Robin, wenn man ihn braucht? Jeder Schritt und jedes Wort hallt durch das übertrieben kalte Gebäude. Man überlässt uns netterweise den Schlüssel zur Küche, welche wir für die Herstellung eines (letzten?) Abendessens bestehend aus Pasta mit Reste-Sosse aus gefüllten Zucchinis nutzen. Total lecker und das Abendmal ist inmitten dieser post-apokalyptischen Grundstimmung in gleichem Masse einsam wie romantisch. Die gleichentags erworbene Flasche Rotwein aus armenischer Produktion spielt aber das Zünglein an der Waage und lässt die Stimmung zum Schluss vollends ins Romantische kippen. Zombies hin oder her. Und falls sie nicht gestorben sind, ... blablabla.
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  • Day2

    (Zu) viele Eindrücke

    September 28 in Armenia ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach einer kurzen Nacht starteten wir spontan mit einer Free Walking Tour vom Herzen Jerewan's, dem Platz der Republik, aus. Zusammen mit einem Paar aus Polen und einem Herr aus der Türkei hörten wir unserem Guide gespannt zu. Es gab sehr viel Geschichtliches, angefangen 3000 v.Chr. bis heute. Viele Kriege und Konflikte prägten Armeniens Vergangenheit. Auch heute noch sind die Grenzen zur Türkei und Aserbaidschan zu. Der russische Einfluss in der Stadt ist überall sichtbar, denn bis weit ins 19. Jahrhundert war Armenien teils unter sowjetischer Führung. Die Unabhängigkeit erreichte das Land erst 1991.
    Auf unserem Weg durch die Stadt nahmen wir sehr viele neue Eindrücke auf, auch später beim typisch armenischen Essen. Kulinarisch sind wir noch nicht richtig glücklich geworden, Roman's Magen überdachte sogar das Verzehrte noch einmal... Ansonsten geht es uns gut und sind gespannt auf die folgenden Tage.
    Übrigens scheint in Jerewan an 300 Tagen im Jahr die Sonne. Dies war auch heute Vormittag der Fall. Nachmittags wurden wir dann aber etwas vom Gewitter überrascht.
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  • Day6

    Der Südosten

    October 2 in Armenia ⋅ 🌙 7 °C

    Am Dienstag gings auf holpriger Straße über einen 2344m hohen Pass hinauf. Von dort geht der Blick weit in den Südosten wo sich eine Bergruppe an die nächste reiht. Nun auf besserem Untergrund ging es zur Worotan Schlucht, wo sich ein gross angepriesenes Highlight, das Kloster Tatev, befindet. Mittels moderner Gondelbahn gings über die imposante Schlucht zum Kloster. Dieses hingegen gefiel uns nicht allzu sehr, auch weil überall etwas gebaut oder gebastelt wurde. Die Landschaft rund herum ist aber sehr sehenswert, welche wir auf einer kleinen, spontanen Rundwanderung genießen konnten.
    Nach einer gemütlichen Nacht in Goris ging es heute in ein anderes Tal, mit unzähligen Höhlen. Darin lebten bis zu 3000 Familien noch bis anfangs 20. Jahrhundert. Auf schön angelegtem Weg und einer coolen Hängebrücke erkundeten wir diese grüne Gegend.
    Unsere Reise führte uns dann weiter in den Kurort Jermuk auf 2000 Metern über Meer. Da machten wir es uns im 5-Sterne Hotel mit Whirlpool, Billard, Tischtennis und Wizard gemütlich.
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  • Day3

    Region Garni

    September 29 in Armenia ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute ging es relativ früh los für einen Sonntag, denn wir mussten am Flughafen unser Mietauto abholen. Unser Gefährt ist ein Renault Duster und Roman brachte uns sicher durch die Stadt und weiter nach Garni. Den Tempel selbst haben wir nur von weitem besichtigt, wir wollten zu Fuss runter in die Schlucht. Nach nur wenigen Minuten gabelte sich der Weg und die ersten Fotos wurden geschossen. Dass wir nicht falsch weiter liefen verdankten wir einem älteren Herr. Er zeigte uns nicht nur die Richtung, spontan lud er uns ein ihm zu folgen. Die folgende Stunde verbrachten wir am grossen Holztisch unter Bäumen und versuchten uns etwas zu unterhalten. Ashram und sein Neffe Artak versorgten uns mit Äpfel, Brot, Käse, Nüssen, Kaffee und Wodka. So herzlich, offen und großzügig!! Irgendwann wanderten wir dann doch noch ins Tal runter und am anderen Hang wieder aufwärts. Sehr eindrücklich, die hohen Felswände aus Basaltstein!
    Auf dem Rückweg natürlich nochmals ein kurzer Besuch bei unseren neuen armenischen Freunden und dann noch weiter per Auto ans Ende des Tals zum Kloster Gerhard. Viele Leute pilgern dort hin, oder heiraten gleich dort. Ebenfalls schön gelegen in einer felsigen Schlucht.
    Den Abschluss des ereignisreichen Tages waren noch die 572 Treppenstufen (Kaskaden) mit Blick über die ganze Stadt.
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  • Day13

    Aktuell und prähistorisch, Armenien live

    October 10 in Armenia ⋅ ⛅ 11 °C

    In unmittelbarer Nähe des Kurortes Dschermuk / Jermuk befindet sich der Berg Amulsar, an dem das Konsortium Lydian International Gold, Uran und verschiedene andere Metalle gefunden hat. Es erwirkte von der letzten Regierung Armeniens eine Genehmigung für für eine Goldmine. Gegen den Abbau hat sich vor Ort und im ganzen Land eine große Bürgerbewegung von Einheimischen und Umweltaktivisten gebildet, die seit Mitte letzten Jahres die Zufahrt zur Mine blockiert, um ihren Auf- und Abbau zu verhindern. Das Minengebiet befindet sich über einem Tunnel, der sowohl den Sevan-See als auch Jerewan mit Wasser versorgt. Wissenschaftler haben gewarnt, dass Abwässer aus der Mine in den See eindringen und das armenische Wassersystem gefährden würden. Gegner der Mine behaupten zudem, der Staub vom Bau würde Besucher davon abhalten, nach Dschermuk zur Kur zu fahren. Außerdem hätte er schon Ernten und Weiden beeinflusst. Seit Baubeginn würden Rinder sich weigern, Trinkwasser aus den Bächen des Berges zu trinken, was sich auf die Lebensgrundlage der Bevölkerung auswirkt.
    Bei den Protesten gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei, die angeblich Lydian die freie Durchfahrt zum Minengelände sichern sollte. Daran waren mein Freund Artur und sein Bruder beteiligt und hatten deswegen heute eine gerichtliche Anhörung. Mal sehen, wie das ausgeht.
    In Dschermuk spazieren wir zu den Kuranlagen und sehen uns den größten Wasserfall Armeniens an. Dann fahren wir mit interessanten Begegnungen weiter nach „Karahunj“, dem „armenischen Stonehenge“. Karahunj, die Steine mit Stimmen, ist ein Höhepunkt unserer Reise durch Armenien. Es gibt einen Kreis aus mächtigen Steinen, die Landschaft ist atemberaubend, nichts behindert den Ausblick.
    Der Name Karahunj weist zumindest sprachlich auf Zusammenhänge mit Stonehenge hin. Kar bedeutet Stein auf Armenisch und Hunj ist vom Klang her dem henge sehr ähnlich und hat im Englischen keine Bedeutung. Auf dem Gebiet von sieben Hektar stehen 223 große vertikale Steine, einige mit Löchern im oberen Bereich. Es wird angenommen, die Anlage datiere auf das 1. bzw. 2. Jahrtausend vor Christus, vielleicht sogar auf das 6. Jahrtausend v. Chr. Damit wäre es 3.500 Jahre vor Stonehenge entstanden. Hier konnten Beobachtungen der Sonne, des Mondes und der Sterne ausgeführt werden.
    Östlich von Goris gibt es beim Dorf Khndzoresk bizarre Felsformationen und zahlreichen Höhlen. Die letzten Höhlenbewohner verließen ihre Behausungen in den 1980-er Jahren. Während des Konflikts um Bergkarabach Anfang der 1990-er Jahre flüchteten die Bewohner des neuen Dorfes in die Höhlen, um sich vor Artilleriebeschuss zu schützen. Heute ist die Anlage eine Besucherattraktion, die meisten stehen aber leer. Zur Übernachtung fahren wir nach Goris.
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  • Day8

    Wunderbare Herbsttage

    October 4 in Armenia ⋅ 🌙 15 °C

    Nach einer ruhigen Nacht im edlen Hotel wollten wir mittels Sessellift noch hoch hinaus. Für etwa 3.- pro Person wurde extra für uns die Bahn gestartet. Oben liefen wir zu einem nahen Hügel und genossen die Rundumsicht. Danach ging es auf die längste Fahretappe über einen schönen Pass nordwärts sowie entlang dem riesigen Sewansee (doppelt so groß wie der Bodensee) zum Kloster Sewanank. Etwas geschafft von der Fahrt erkundeten wir die Halbinsel, schauten einer weiteren Hochzeit zu und probierten Backwaren. Das Tagesziel erreichten wir dann nach einem Tunnel und einer Passabfahrt in ein bewaldetes Tal - die armenische Schweiz. Der Ort heißt Dilidschan und hier verbringen wir 2 Nächte. Nach gestrigem Gaumenschmaus wachten 3 von 4 mit Bauchschmerzen auf. Erklären können wir es uns nicht, aber irgendwas scheint uns nicht zu bekommen... Trotzdem fuhren wir in den Debed Canyon, ca. 1 Autostunde entfernt. Dort wanderten wir hoch über dem Tal auf schönem Bergwanderweg 10km in ein Dorf mit schöner Kirche. Zurück besorgten wir uns dank den netten Einheimischen eine Mitfahrgelegenheit. Auch ohne einander zu verstehen kann man sich irgendwie verständigen. :-)
    Eine Anmerkung haben wir noch, leider sind die freundlichen Armenier nicht besonders umweltbewusst. Überall wird die Natur zugemüllt. Hoffentlich wird das nicht noch schlimmer...
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  • Day4

    Weisser Riese und rote Schlucht

    September 30 in Armenia ⋅ 🌙 20 °C

    Es ist Montag und wir verlassen Jerewan in südlicher Richtung. Der erste Stopp ist beim Chor Virap mit herrlicher Aussicht auf das Wahrzeichen, denn über 5000m hohen Ararat. Über einen Pass fuhren wir weiter ins Wein Gebiet von Areni. Highlight aber ist das Chor Norawank und die beeindruckende Schlucht. Wir lassen mal die Bilder sprechen und schreiben vielleicht beim nächsten Mal wieder es mehr. 😉
    Liebe Grüße und tschüss
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You might also know this place by the following names:

Republic of Armenia, Armenien, Armenia, Arminië, Aamenia, አርሜኒያ, ارمينيا, ܐܪܡܢܝܐ, Ermənistan, Арменія, Армения, Arimeni, আর্মেনিয়া, ཨར་མེ་ནི་ཡ།, Ermenija, Armènia, Arménie, Армєнїꙗ, Эрмени, Armenia nutome, Αρμενία, Armenujo, Armeenia, ارمنستان, Armenii, Armènie, Armeenje, An Airméin, આર્મેનિયા, Armeniya, Jermenija, ארמניה, आर्मीनिया, Armenija, Armenska, Örményország, Hayastani Hanrapetut’yun, Armenía, アルメニア共和国, სასომხეთი, អារមេនី, ಅರ್ಮೇನಿಯಾ, 아르메니아, ئەرمەنستان, Armeni, Arameniya, Armenië, Amɛni, ອາມິເນຍ, Armėnija, Ameni, Armēnija, Ерменија, അർമേനിയ, आर्मेनिया, Armenja, အာမေနီးယား, Arminiya, Armienii, ଆର୍ମେନିଆ, Armênia, Arminya, Arumeniya, Armenïi, ආර්මේනියාව, Arménsko, Armeeniya, Арменија, ஆர்மேனியா, ఆర్మేనియా, Арманистон, อาร์เมเนีย, Armenya, ʻĀminia, Ermenistan, Вірменія, آر مینیا, Armaniston, Ác-mê-ni-a (Armenia), Larmeniyän, ארמעניע, Orílẹ́ède Améníà, 亚美尼亚, i-Armenia

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