Armenia
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Travelers at this place
  • Oct28

    Dilijan

    October 28, 2021 in Armenia ⋅ ☀️ 11 °C

    Das Ankommen in Dilijan vergangenen Sonntag war für uns eine Wohltat. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen spazierten wir in dieser ruhigen kleinen Stadt zu unserem Guesthouse und unternahmen kurz darauf gleich einen Ausflug zu zwei 800-900 Jahre alten Klöstern in den Wäldern um Dilijan. Zwei Orte, die die Natur nach und nach wieder für sich beansprucht.

    Armenien ist das älteste christliche Land der Welt und im gesamten Land gibt es über 7000 Klöster. Die beiden die wir besucht haben, sind sehr mystische Orte voller Energie und Geschichten.
    Typisch sind für Armenien auch die vielen Chatschkare - das sind Gedächtnissteine mit in den Stein geschlagene und verzierte Reliefkreuze (ein immaterierelles UNESCO-Weltkulturerbe).
    Nachdem wir auf unserem Rückweg von einem armenischen Pärchen mitgenommen wurden, die demnächst beide in Los Angeles leben werden, durften wir ein selbstgekochtes Abendessen von unserer Gastgeberin Hermine genießen und dazu gab's Granatapfelwein.

    Am Montag war es relativ frisch und am Abend begann es schließlich auch zu regnen und die umliegenden Berggipfel wurden von Schnee bedeckt. Und ja insgesamt waren das jene Tage, die uns deutlich machten, dass uns der Winter langsam einholt. Der Wunsch wieder mehr draußen unterwegs zu sein und zu zelten ist sehr groß und letztlich half er uns, uns endgültig gegen eine Reise in den Iran zu entscheiden.
    Nach nicht vorhandenen Grenzübergangen zur Türkei und geschlossenen Grenzen zu Aserbaidschan bedeutet das für uns, dass uns unser Weg zurück nach Georgien führen wird und auch da war es ein ordentliches hin und her, welcher Grenzübergang mit öffentlichen Verkehrsmitteln überhaupt passierbar ist. Ja das waren schon ordentlich zähe und planungsintensive Tage, wo häufig ein am Vorabend gemachter Plan am nächsten Morgen schon über den Haufen geworfen wurde🤦

    Fürs Wandern war das Wetter in Dilijan aber letztlich noch recht gut und so machten wir am Mittwoch eine nette Kammwanderung in den Bergen und genossen die unglaubliche und ruhige Natur Armeniens.
    Und auch am Donnerstag waren wir noch viel draußen unterwegs. Eine ungewöhnliche Begegnung hatten wir dann am Donnerstagabend noch... Als wir im Dunkeln durch den Park von Dilijan nach Hause spazierten, entdeckten wir zwei Zelte und daneben Fahrräder stehen. Wir dachten an die beiden Radfahrer, die wir am Vortag von Wanadsor nach Dilijan radeln sahen und entschieden uns sie anzusprechen.
    Wir waren beide sichtlich irritiert, als uns die beiden antworteten, dass sie aus Österreich seien. Theresa & Stefan aus Oberösterreich sind vor 7 Monaten in Wien gestartet und über Slowenien, Italien, Griechenland, die Türkei und Georgien nach Armenien geradelt. Unsere ersten beiden Österreicher, die wir auf unserer bisherigen Reise getroffen haben und das sind zwei Weltenradler und das in Dilijan in Armenien. 😁 Wir unterhielten uns eine Weile und tauschten unsere Erfahrungen aus. Zu erzählen gibt's dabei ja immer genug. Was für eine schöne Begegnung! 😅

    Am Freitag geht's für uns nun wieder weiter. Die Zeit in Armenien war für uns eine etwas anstrengende. Vor allem die Unklarheit wie es demnächst weitergeht, hat uns dabei wirklich viel beschäftigt. Die weniger vorhandene (touristische) Infrastruktur, die zusätzlich pandemiebedingt nochmals reduzierter war, erschwerten uns so manche Planungsschritte. Und dennoch haben wir für uns jetzt wieder mehr Klarheit für die weitere Zeit gefunden.
    Wir sind dankbar für die vielfältigen Eindrücke, Erfahrungen und Begegnungen, die wir in Armenien sammeln durften.
    Die schönen und eindrucksvollen Berge, die mystischen Klöster, die netten Menschen, die zwar zumeist nur armenisch oder russisch sprachen, sich aber dennoch immer ausgiebig mit uns unterhielten oder uns beim Trampen zurück vom Wandern mitgenommen haben. 🙏

    So und jetzt ab in den nächsten Van und zurück nach Georgien!
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  • Oct23

    Jerewan

    October 23, 2021 in Armenia ⋅ ☀️ 14 °C

    Jerewan die Hauptstadt Armeniens. Mehr als ein Drittel des 3 Mio Einwohnerlandes leben in dieser Stadt.
    Oliver, ein Mitreisender aus Deutschland, am Weg von Tbilisi nach Jerewan, nennt sie gleich zu Beginn: "Eine weitere Stadt, die gebaut wurde für Autos." Unglaublich breite Straßen und selbst sehr zentral im Inneren der Stadt gibt es ein hohes Verkehrsaufkommen. Vielleicht ist es deshalb die logische Konsequenz, dass am betonierten Vorplatz der Oper, Kinder in kleinen Autos sich bereits im Autofahren üben?

    Ursprünglich war es nicht unser "Plan" nach Armenien zu reisen, da es letztlich aufgrund einer schwierigen politischen Situation keine Möglichkeit gibt auf dem Landweg weiterzureisen. Allerdings lösten Gerüchte einer möglichen Grenzöffnung des Irans eine ordentliche Euphorie in uns aus. Ein Mitarbeiter der iranischen Botschaft in Tbilisi bestätigte diese Gerüchte und somit setzten wir uns vergangenen Mittwoch in einen Kleinbus und sechs Stunden später erreichten wir bereits Jerewan. Ein Anruf bei der iranischen Botschaft in Jerewan sorgte dann rasch für Ernüchterung. Die Antwort des Mitarbeiters war: " Nein, sie können kein Visum beantragen. Vielleicht in einer Woche, vielleicht in zwei oder erst in vier."

    Klar war somit, dass die Beantragung eines Iran-Visums einiges an Zeit beanspruchen würde und wir nicht wissen würden, wann und ob es klappen würde. Und so drängten sich uns einige Fragen auf:
    Was ist uns das wert?
    Worum geht's uns in nächster Zeit?
    Was brauchen wir gerade?

    Was sich zeigte... Jerewan ist mit seinen wuchtigen Gebäuden und breiten Straßen aus der Sowjetzeit zu laut und zu unruhig für uns. Wir waren überrascht wie viele Geschäfte und Restaurants wir hier vorfanden und bekamen den Eindruck nicht los, dass diese Stadt sich eigentlich sehr westlich zeigt.

    Die Temperaturen waren meist so zwischen 15 und 20 Grad. Wir hatten glücklicherweise viel Sonne und das ermöglichte uns wunderbare Sonnenuntergänge am Kaskadenkomplex mit unglaublich schönen Ausblick auf den schneebedeckten 5137 m hohen Ararat, dem Nationalsymbol der Armenier (so sind auch Cognac-, Bier- und Zigarettensorten nach diesem Vulkanberg benannt). So verbrachten wir die Abende gerne an diesem so schönen Ort, schauten der Sonne zu wie sie sich vom Tag verabschiedet und der Stadt beim Übergang von Tag zu Nacht.

    Am Sonntag gehts für uns nun zurück aufs Land - zu den Wäldern und Bergen Armeniens. 🤗

    Mehr dazu gibt's dann im nächsten Beitrag!😃🙋🙋‍♀️🇦🇲
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  • Day16

    Rückkehr nach Jerewan

    October 13, 2019 in Armenia ⋅ 🌙 10 °C

    Das Ende unserer Reise durch Armenien naht. Noch einmal 250 Straßenkilometer sind es bis Jerewan. Nach einem kleinen morgendlichen Sonnenstrahl zieht es sich bei unserer Abfahrt aus Goris zu, es wird nebelig und frisch. Aber schon nach einer Weile reißt es auf. Spätestens nachdem wir durch eine karge Landschaft den 2.344 m hohen Worotan-Pass am monumentalen Tor von Syunik überquert haben, wird es zunehmend wärmer. Armenien ist hier nur 40 km breit zwischen der Grenze von Aserbaidschan und der seiner Exklave Nachitschewan. Die M2 führt hinunter nach und Vayk in die Schlucht von Jeghegnadsor.
    Wir machen noch einen Abstecher durch einen eindrucksvollen Canyon zur bedeutenden Klosteranlage von Noravank. Dann passieren wir das Weindorf Areni und fahren über die vielbefahrene M2 weiter zurück Richtung Hauptstadt Jerewan. Mit einem kleinen Schlenker cruisen wir auf der sichtlich schöneren Strecke über Vedi zur Klosteranlage von Khor Virap, immer den Berg Ararat im Blick. Die Besichtigung des Klosters sparen wir uns aber, denn an diesem Sonntagnachmittag ist es hier besonders voll. Außerdem wollen wir noch etwas Zeit in Jerewan haben. Wir bringen die Motorräder zurück und lassen und zum Hotel fahren. Dann packen unsere Sachen für den Rückflug und werden dann noch zum Abschiedsessen abgeholt. Sehr schön ist es, dass Arsens Mutter Susanne dabei ist, ebenso wie mein „alter“ Freund Vahe Galstyan. Ein großartiger Abschiedsabend von einer ganz besonderen Reise.
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  • Day15

    1000 Kurven und mehr

    October 12, 2019 in Armenia ⋅ 🌧 12 °C

    Gleich bei der Ortsausfahrt von Kapan aus geht es los. Die Straße ist in nahezu hervorragendem Zustand und überhaupt nicht befahren. Bis wir an die Grenze zum Iran erreichen, kommen uns auf 80 Kilometer nur drei Autos entgegen. Das macht Spaß,mehr als in den überfüllten Alpen. Wir schwingen uns durch das Shikahogh-Reservat, es ist schon fast meditativ.
    Wir sind immer in Höhenlagen zwischen 700 und 2.400 m unterwegs. Laubwälder herrschen als Lebensraum vor. Wir machen einen Abstecher in den Platanen-/Ahorn Park bei Hand und passieren eine Brücke, über die die Seidenstraße führte. Im Grenzbereich zu Aserbeidschan stoßen wir auf Überbleibsel der Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern, bis hin zu Tafeln, die vor noch vorhandenen Landminen warnen.
    Durch das „goldene Tal“ erreichen wir den Aras, den Grenzfluss zum Iran. Eine merkwürdige Grenze. Vieles erinnert an die ehemalige deutsch-deutsche Grenze. Vor allem der letze Streckenabschnitt ist vom Straßenbelag eine kleine Herausforderung, da sich hier alle Lastwagen durchquälen, die vom Iran nach Jerewan fahren. Neben einigen schönen Ausblicken sind aber besonders stark die menschlichen Eingriffe in die Natur zu sehen. Dann geht es über Kapan zurück nach Goris.
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  • Day14

    Armenien von oben

    October 11, 2019 in Armenia ⋅ 🌙 17 °C

    Nur gute 20 Kilometer sind es von Goris zur Wings of Tatev Seilbahn Station. Wir hatten uns vorgenommen, die Fahrt zum Kloster Tatew zweimal zu machen, einmal durch die Luft und einmal über die Straße. Die Anreise ist schon eindrucksvoll. Glücklicherweise ist es nicht sehr voll. Seit dem 16. Oktober 2010 ist das Kloster durch die Seilbahn Tatew über die Worotan-Schlucht mit dem Ort Halidsor verbunden. In elf Minuten können Besucher nun das ganze Jahr über das Kloster erreichen. Die Seilbahn ist mit 5.750 Metern die längste, in einer Sektion mit einem durchgehenden Tragseil ausgeführte Pendelbahn der Welt. Also - hin und zurück. Anschließend gibt es das zweite eindrucksvolle Erlebnis über die Straße. Inzwischen ist bis auf wenige hundert Meter auch die letzte Strecke zum Kloster geteert. Mit Stopp im Tal an der Schlucht des Bazarcay sind es weitere eindrucksvolle 15 Kilometer. Wir lassen die Motorräder am Tatew Restaurant und sehen uns das Kloster auf der Felsnase an.
    Tatew ist ein im Jahr 895 gegründetes armenisch-apostolisches Kloster, das im 9. Jahrhundert am Ort eines alten Heiligtums erbaut worden ist. In vielerlei Hinsicht eindrucksvoll.
    Nach einem wunderbaren Mittagessen fahren wir auf einer wenig befahrenen Erdstraße um das Kloster herum und erreichen durch verschiedene Bergdörfer die Bergbaustadt Kapan.
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    Siegfried Einmahl

    Tolle Reise, mit wenig Touristen. 👍

    10/12/19Reply
    Werner Kirchhoff

    Einfach super👍👍 was ihr da durchgezogen habt – kommt gut nach Hause!! Gruß von der Insel Usedom / Heringsdorf Werner

    10/12/19Reply

    Immer wieder faszinierend, lieber Jürgen! Nun fahre ich mit Dir ein 2.Mal durch Armenien und erfahre wieder , dass es mit dem Auto weniger Spaß macht. Immer Guten Grip und Gruß aus der Heimat , Klaus

    10/13/19Reply
     
  • Day13

    Aktuell und prähistorisch, Armenien live

    October 10, 2019 in Armenia ⋅ ⛅ 11 °C

    In unmittelbarer Nähe des Kurortes Dschermuk / Jermuk befindet sich der Berg Amulsar, an dem das Konsortium Lydian International Gold, Uran und verschiedene andere Metalle gefunden hat. Es erwirkte von der letzten Regierung Armeniens eine Genehmigung für für eine Goldmine. Gegen den Abbau hat sich vor Ort und im ganzen Land eine große Bürgerbewegung von Einheimischen und Umweltaktivisten gebildet, die seit Mitte letzten Jahres die Zufahrt zur Mine blockiert, um ihren Auf- und Abbau zu verhindern. Das Minengebiet befindet sich über einem Tunnel, der sowohl den Sevan-See als auch Jerewan mit Wasser versorgt. Wissenschaftler haben gewarnt, dass Abwässer aus der Mine in den See eindringen und das armenische Wassersystem gefährden würden. Gegner der Mine behaupten zudem, der Staub vom Bau würde Besucher davon abhalten, nach Dschermuk zur Kur zu fahren. Außerdem hätte er schon Ernten und Weiden beeinflusst. Seit Baubeginn würden Rinder sich weigern, Trinkwasser aus den Bächen des Berges zu trinken, was sich auf die Lebensgrundlage der Bevölkerung auswirkt.
    Bei den Protesten gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei, die angeblich Lydian die freie Durchfahrt zum Minengelände sichern sollte. Daran waren mein Freund Artur und sein Bruder beteiligt und hatten deswegen heute eine gerichtliche Anhörung. Mal sehen, wie das ausgeht.
    In Dschermuk spazieren wir zu den Kuranlagen und sehen uns den größten Wasserfall Armeniens an. Dann fahren wir mit interessanten Begegnungen weiter nach „Karahunj“, dem „armenischen Stonehenge“. Karahunj, die Steine mit Stimmen, ist ein Höhepunkt unserer Reise durch Armenien. Es gibt einen Kreis aus mächtigen Steinen, die Landschaft ist atemberaubend, nichts behindert den Ausblick.
    Der Name Karahunj weist zumindest sprachlich auf Zusammenhänge mit Stonehenge hin. Kar bedeutet Stein auf Armenisch und Hunj ist vom Klang her dem henge sehr ähnlich und hat im Englischen keine Bedeutung. Auf dem Gebiet von sieben Hektar stehen 223 große vertikale Steine, einige mit Löchern im oberen Bereich. Es wird angenommen, die Anlage datiere auf das 1. bzw. 2. Jahrtausend vor Christus, vielleicht sogar auf das 6. Jahrtausend v. Chr. Damit wäre es 3.500 Jahre vor Stonehenge entstanden. Hier konnten Beobachtungen der Sonne, des Mondes und der Sterne ausgeführt werden.
    Östlich von Goris gibt es beim Dorf Khndzoresk bizarre Felsformationen und zahlreichen Höhlen. Die letzten Höhlenbewohner verließen ihre Behausungen in den 1980-er Jahren. Während des Konflikts um Bergkarabach Anfang der 1990-er Jahre flüchteten die Bewohner des neuen Dorfes in die Höhlen, um sich vor Artilleriebeschuss zu schützen. Heute ist die Anlage eine Besucherattraktion, die meisten stehen aber leer. Zur Übernachtung fahren wir nach Goris.
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    Werner Kirchhoff

    In Armenien Schafhirte - das wäre auch was für mich😊👍 viel Spaß euch weiterhin auf den coolen Mopeds!!

    10/11/19Reply
     
  • Day12

    Zu den bekanntesten Wasser Armeniens

    October 9, 2019 in Armenia ⋅ ⛅ 8 °C

    Wir fahren auf der alten Straße über einen Pass weiter nach Süden durch das Molokotendorf Semyonovka und sehen gleich danach auf den 1.900 m hoch gelegenen Sewan-See, den wir an seinem nordwestlichen Ende auf der alten Uferstraße passieren. Dabei wird uns deutlich, was der Eingriff in die Natur während der Zeit als sowjetische Republik hier bewirkt hat. Durch Wasserentnahme zur Landgewinnung und für hydroelektrische Projekte ging die Fläche von 1.262 km² auf 940 km² zurück. Im Vergleich dazu hat der Bodensee 571,5 km², mit großen Folgen für Flora und Fauna. Heute versucht man das ein wenig zu korrigieren. Unweit des Sees liegt der Friedhof von Noratus, ein mittelalterliches Gräberfeld. Mit seinen rund 900 Kreuzsteinen beherbergt er seit der Zerstörung des Friedhofes Culfa in Nachitschewan / Azerbaijan das weltweit größte Chatschkarenfeld. Viele Legenden ranken sich um ihn, unter anderem wird einigen von ihnen bis heute heilende oder schützende Wirkung nachgesagt. Alte Frauen bieten geschäftstüchtig am und auf dem Friedhof die verschiedensten Strickwaren an.
    Über den 2.410 m hohen Sulema-Pass erreichen wir die Selim Karawanserei, die im Mittelalter eine von vielen Übernachtungsplätzen für Karawanen waren, die über die Seidenstraße zogen, beladen mit Waren, die für die Märkte in Europa und im Orient bestimmt waren.
    1.200 m tiefer im Tal des Arpa bei der Stadt Jeghegnadsor wird es wieder deutlich wärmer. 29° C zeigt ein lokales Thermometer an. Dann zweigen wir zur Übernachtung nach Dschermuk ab. In der landschaftlich reizvollen Gegend gibt es viele Thermalquellen. Deshalb wurde Dschermuk zu Sowjetzeiten zu einem bekannten Kurort ausgebaut und wird als solcher noch heute genutzt.
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  • Day11

    Die Dilidschan Runde

    October 8, 2019 in Armenia ⋅ 🌙 17 °C

    Aus unserem Waldhotel geht es nach Süden. Die Hauptstrecke M3 hat man inzwischen mit einem Tunnel durch den Berg geführt, aber wir ziehen die alte Passstraße vor. Sie wird allerdings nicht mehr gepflegt, dafür ist die Aussicht grandios. Ab Wanadsor, der Hauptstadt der Provinz Lori, ist die Strecke nach Dilidschan eine staubige Baustelle. Unterhalb der Straße liegt die Dörfer Lermontovo und Fioletovo, die Mitte des 19. Jahrhunderts von spirituellen Christen aus Russland besiedelt wurden. Sie werden Molokanen genannt, „Milchtrinker“, weil sie an den Fastentagen nur Milch zu sich nehmen. Sie lassen nur die Bibel für ihre Lebensführung gelten. In Dilidschan trennen wir uns für kurze Zeit. Drei fahren mit Vahe auf der ursprünglich geplanten Route und besuchen die Klöster Goshavank und Haghartsin sowie den Parz- See, während Jens, Arsen und ich noch eine ganz besondere „off-Road“-Runde über Berge und durch Schluchten rund um den Mount Miapor drehen. Ohne uns dazu verabredet zu haben, treffen wir zur selben Zeit am Hotel ein. Es besteht aus einem Gebäudeensemble an einer der alten Straßen Dilidschan. Etwas später fahren wir dann zu einem Restaurant, dessen Spezialität Schweinefleisch ist.Read more

  • Day10

    Zurück nach Armenien

    October 7, 2019 in Armenia ⋅ ⛅ 13 °C

    Von Tiflis aus fahren wir zurück nach Armenien in die Provinz Lori. Wieder kommen wir später los, denn nur selten gibt es vor 9 Uhr Frühstück. Dafür läuft der Grenzübertritt ausgesprochen zügig und entspannt, nach einer dreiviertel Stunde sind wir in Armenien.
    Es wäre noch schneller gewesen, hätten Vahe und Arsen nicht noch bei der Ausreise aus Georgien ihre Strafen für das Überqueren von durchgezogenen Linien bezahlen müssen.
    Wir folgen den Fluss Debed Richtung Alaverdi mit einem Stopp am Kloster Haghpat, das aus dem 10. Jahrhundert stammt. Dort haben wir auch wieder eine Gelegenheit zu einer Mittagspause. Weiter geht es durch die Stadt Sanahin zum dortigen Kloster, das im Mittelalter ein bedeutendes Ausbildungs- und Kirchenzentrum war. In der Nähe ist auch das Mikoyan Museum, denn Sanahin ist der Geburtsort der zwei bekannten Brüder Mikojan: Artjom Iwanowitsch Mikojan war ein bekannter Flugzeugkonstrukteur und einer der Väter der MiG und sein älterer Bruder Anastas Hovhannessi war der Politiker mit der längsten Karriere im Politbüro der KPdSU. Er hatte beginnend bei Lenin unter Stalin und Chruschtschow verschiedene Ministerposten inne und war auch in der Ära Breschnew 1964 bis 1965 als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets Staatsoberhaupt der Sowjetunion. Über traumhafte Straßen geht es zur mittelalterlichen Festung Lori Berd, die an einer tiefen Schlucht liegt, die weiträumig das Gelände durchschneidet. Weiter anschließend zum Sochut Resort Stepanavan am Baumpark von Gyulagarak, eine interessante Anlage noch aus sowjetischer Zeit.
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    Werner Kirchhoff

    Hallo Jürgen, euch allen weiterhin gute Fahrt durch 🇦🇲 konnte diesmal gar nicht alles verfolgen, weil ich auch für ein paar Tage weg war .... aber hab mal nur die Bilder angesehen und da sieht man schon muss ja wieder mal eine super super Reise sein und das so kurz nach dem langen Weg in die Mongolei🇲🇳 Respekt! LG

    10/8/19Reply
    Jürgen Grieschat

    Übrigens war ich zwischendurch noch 14 Tage in Ostpolen, in der Polnischen Toskana. Auch eine wunderbare Reise bei bestem Wetter!!!

    10/9/19Reply

    e [QPbmCRVM]

    4/24/21Reply
     
  • Day8

    Wunderbare Herbsttage

    October 4, 2019 in Armenia ⋅ 🌙 15 °C

    Nach einer ruhigen Nacht im edlen Hotel wollten wir mittels Sessellift noch hoch hinaus. Für etwa 3.- pro Person wurde extra für uns die Bahn gestartet. Oben liefen wir zu einem nahen Hügel und genossen die Rundumsicht. Danach ging es auf die längste Fahretappe über einen schönen Pass nordwärts sowie entlang dem riesigen Sewansee (doppelt so groß wie der Bodensee) zum Kloster Sewanank. Etwas geschafft von der Fahrt erkundeten wir die Halbinsel, schauten einer weiteren Hochzeit zu und probierten Backwaren. Das Tagesziel erreichten wir dann nach einem Tunnel und einer Passabfahrt in ein bewaldetes Tal - die armenische Schweiz. Der Ort heißt Dilidschan und hier verbringen wir 2 Nächte. Nach gestrigem Gaumenschmaus wachten 3 von 4 mit Bauchschmerzen auf. Erklären können wir es uns nicht, aber irgendwas scheint uns nicht zu bekommen... Trotzdem fuhren wir in den Debed Canyon, ca. 1 Autostunde entfernt. Dort wanderten wir hoch über dem Tal auf schönem Bergwanderweg 10km in ein Dorf mit schöner Kirche. Zurück besorgten wir uns dank den netten Einheimischen eine Mitfahrgelegenheit. Auch ohne einander zu verstehen kann man sich irgendwie verständigen. :-)
    Eine Anmerkung haben wir noch, leider sind die freundlichen Armenier nicht besonders umweltbewusst. Überall wird die Natur zugemüllt. Hoffentlich wird das nicht noch schlimmer...
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You might also know this place by the following names:

Republic of Armenia, Armenien, Armenia, Arminië, Aamenia, አርሜኒያ, ارمينيا, ܐܪܡܢܝܐ, Ermənistan, Арменія, Армения, Arimeni, আর্মেনিয়া, ཨར་མེ་ནི་ཡ།, Ermenija, Armènia, Arménie, Армєнїꙗ, Эрмени, Armenia nutome, Αρμενία, Armenujo, Armeenia, ارمنستان, Armenii, Armènie, Armeenje, An Airméin, આર્મેનિયા, Armeniya, Jermenija, ארמניה, आर्मीनिया, Armenija, Armenska, Örményország, Hayastani Hanrapetut’yun, Armenía, アルメニア共和国, სასომხეთი, អារមេនី, ಅರ್ಮೇನಿಯಾ, 아르메니아, ئەرمەنستان, Armeni, Arameniya, Armenië, Amɛni, ອາມິເນຍ, Armėnija, Ameni, Armēnija, Ерменија, അർമേനിയ, आर्मेनिया, Armenja, အာမေနီးယား, Arminiya, Armienii, ଆର୍ମେନିଆ, Armênia, Arminya, Arumeniya, Armenïi, ආර්මේනියාව, Arménsko, Armeeniya, Арменија, ஆர்மேனியா, ఆర్మేనియా, Арманистон, อาร์เมเนีย, Armenya, ʻĀminia, Ermenistan, Вірменія, آر مینیا, Armaniston, Ác-mê-ni-a (Armenia), Larmeniyän, ארמעניע, Orílẹ́ède Améníà, 亚美尼亚, i-Armenia

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