Bolivia
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Top 10 Travel Destinations Bolivia:

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504 travelers at this place:

  • Day18

    Uyuni 2.0

    June 3, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 10 °C

    Day 2 & 3 of our Uyuni tour.
    Day 2: Today was a bit of a slower day! More driving, some more lagoons and Leroy (our awesome tour guide) directing some epic film. We also had the awesome delight of seeing the sunset over some geysers 4,000m high. The day was finished off perfectly with a hearty dinner and a dash down the cold street to some 40 degree hot springs at an elevation of 4,300m. No light pollution anywhere nearby meant an insane sky. -3 outside temperatures kept Tabby, Tallara and I sitting in there chatting for a long time about the meaning of life and all those things you’d expect in an incredible setting like that. Absolute beaut last night of our tour. Definitely an enormous highlight so far. God is so good.
    Day 3 consisted a lot of driving and a lovely visit to a lagoon on our way back to Uyuni! So good. Thank you Leroy and Housway for the brilliant tour. Goodby Uyuni.
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  • Day93

    Tupiza - Hola Bolivia

    February 7, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir haben es nun geschafft, Argentinien zu verlassen! Zu Fuss spazieren wir über die Grenze von La Quiaca nach Villazon und möchten dort einen Bus nach Tupiza nehmen. 20 Bolivianos kostet dieser Minibus pro Person für ca 2h, das sind umgerechnet etwa 7 Franken!! Wollen die uns abzocken??? Doch wir haben keine andere Wahl, los geht's. Etwa in der Hälfte merken wir, dass wir den Wechselkurs verwechselt haben und wir nur etwa CHF 2.50 bezahlt haben, ein Schnäpli!
    Tupiza ist ein gemütliches Dörfchen inmitten eindrücklicher Felsformationen. Den ersten Tag widmen wir der Planung. Wir klappern diverse Reisebüros ab, lesen Kommentare auf tripadvisor bis wir unsere Agentur gefunden haben! Mit Natural Adventure buchen wir für den Folgetag eine Rössliriite Tour und anschliessend eine 4 Tagestour bis zur Salzebene von Uyuni.
    Ab 7 Uhr gibt es Frühstück in unserem Hostel. Wir staunen nicht schlecht, als es um 7h50 erst gerade vorbereitet wird. Anderes Land, andere Sitten. Überpünktlich um 8h55 stehen wir vor unserer Agentur, voller Vorfreude auf die Rösslitour. Als bis um 9h10 weder unsere zwei französischen Tourkollegen noch irgend ein Guide aufgetaucht ist, erkundigen wir uns bei einem Herr, der in der Agentur sitzt. Natürlich weiss er nicht Bescheid. Er versucht jemanden anzurufen, doch erfolglos... Und plötzlich stellt Dani die alles entscheidende Frage: was isch denn eigentlich für Ziit? Und sofort ist alles klar. Der Herr und die Rezeptionistin brechen in Gelächter aus, als uns bewusst wird, dass Bolivien eine Stunde hinter Argentinien ist. Wir sind eine Stunde zu früh! Und nun ist auch klar wieso das Frühstück noch nicht bereit war:-)
    Das Umland von Tupiza ist optimal, um es hoch zu Ross zu erkundigen. Wie in einem gemütlichen Wilden Westen Streifen, streift die eindrückliche Landschaft an uns vorbei.
    Am Nachmittag geht es mit einem Touri Bus noch in eine anderen Ecke. Wie sind die einzigen Teilnehmer und erfreuen uns ab einer Privattour. Schön und gemutlich bis fast zum Schluss. Auf dem Rückweg möchte unser Fahrer den im schneckentempo fahrenden Lastwagen vor uns überholen. Das gelingt auch fast, nur hat er wohl die Länge des Busses unterschätzt und ist zu früh wieder eingebogen. Es knatterte etwas und wie halten an, um die Situation zu klären. Resp. unser Guide, denn Dani und ich warten gespannt im Auto. Wir können jedoch erkennen, dass die Stossstange runterhängt. Es wird diskutiert, telefoniert und einige Minuten später rollt ein Jeep an mit zwei Mechaniker. Nun wird weiter diskutiert und plötzlich wird der Lastwagenfahrer agressiv gegenüber dem einen Mechaniker, es kommt leicht zu Körperkontakt doch der Sohn des Lastwagenfahrers kann eine Schlägerei vermeiden. Wir können nicht deuten, was das Problem ist. Ein paar Minuten später rollt ein Mototaxi heran und eine Frau und einen Mann steigen aus. Wie wir später erfahren, die Besitzer der Lastwagenfirma. Wir können die Situation nach wie vor nicht genau deuten doch wenig später kommt unser Fahrer zurück und weiter geht's. Er erklärt uns, dass der Lastwagenfahrer angetrunken war und es sein Fehler war. Schliesslich war ja die Stossstange kaputt, also sei der Lastwagen von hinten in unseren Touribus gefahren. Naja, interpretationssache... So kann ich die Agressionen des Lastwagemfahrers irgendwie nachvollziehen. Wir sind zum Glück dann aber doch noch heil in Tupiza angekommen.
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  • Day117

    Oruro - Karneval

    March 3, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 16 °C

    Vor etwa einer Woche sind wir auf die Idee gekommen, wir könnten nach Oruro an den Karneval gehen. Respektive haben wir in einem Restaurant gegessen und der Besitzer hat uns vom grössten Karneval Boliviens vorgeschwärmt. Die Situation auf booking.com, wo wir eigentlich immer unsere Unterkünfte buchen, sieht düster aus. Noch ein Hotel hat Zimmer frei für 1000$ für zwei Nächte. Die haben den Preis gerade mal ver-10-facht. Oruro hat ausser dem jährlichen Karneval nicht viel zu bieten aber dieses eine Mal im Jahr platzt die Stadt aus allen Nähten. Meine Hoffnung war schon fast gestorben, als ich auf Air BnB eine Unterkunft für 15$ pro Nacht pro Person gefunden habe. Sofort gebucht! Osmar der Gastgeber meldet sich wenig später und gibt uns weitere Tipps.
    Am 1. März ist es soweit und wir kommen im 3700 Meter hohen Oruro an. Osmar holt uns vom Busterminal ab und bringt uns in die Unterkunft. Ein einfaches Zimmer mit zwei quitschenden Betten, dreckigem Boden und einem Geruch als wäre etwas frisch lackiert worden. Das Gemeinschaftsbad hat gerade kein Wasser aber sollte morgen wieder kommen. Osmar selber wohnt nicht hier, die Unterkunft war von seiner Grossmutter und das ist das erste Mal, dass er drei Zimmer vermietet, nur für den Karneval. Am Abend um 22 Uhr treffen wir uns mit Osmar und 10 weiteren Touristen, welche ebenfalls durch Osmar eine Unterkunft gefunden haben, am Ort, wo der Umzug morgen beginnen wird. Die ganze Strasse verwandelt sich in eine riesige Openairparty. Obwohl Strasse ist nicht ganz korrekt, eigentlich sind hier die Zuggleise. Doch für den Karneval werden diese jeweils kurz über-betoniert.
    Auf jeden Fall wird getrunken, gegessen, gemalt, gehandelt und Sitzplätze für den Umzug werden verkauft. Osmar vermittelt uns die Sitze eines Freundes von ihm, wo wir auf der Tribüne einen Zweitagespass für knapp 50 Franken kaufen.
    Um etwa 1 Uhr morgens kommen wir an der Plaza an, wo der Umzug dann enden wird.
    Dani und ich verabschieden uns und kehren zur Unterkunft zurück.
    Am 2. März steht der grosse Umzug an. Er beginnt um 8 Uhr morgens und dauert bis um ca 3 Uhr in der Nacht(!). Wir sind ab 10 Uhr anwesend und geniessen das Spektakel. Diese Farben, diese Masken, diese Kostüme, diese Musik, diese Stimmung... Nicht erstaunlich dass dieser Carneval zu den 10 besten der Welt gehört. Ein pures Feuerwerk für Augen und Ohren. Am späteren Nachmittag machen wir eine Siesta & Essenspause und kehren dann wieder zum Geschen zurück. Da dieser Umzug zu Ehren der Virgen Socavon (Jungfrau der Bergwerkstollen) veranstaltet wird, wird tagsüber kein Alkohol getrunken. Doch ab 19 Uhr ist dieser erlaubt und so verwandeln sich die Zuschauer mehr und mehr in ein Partyfolk und verdecken die Sicht. Dani und ich haben genug gesehen für heute und gehen um 21 Uhr nach Hause.
    Am 3. März treten alle Gruppen nochmals auf aber in umgekehrter Reihenfolge. Um 9 Uhr klingelt der Wecker. Auch unser Zimmernachbar aus Chile, Pablo ist schon auf. Soeben hat er von einem Cousin von Osmar (wohnt in unserem Air BnB) erfahren, dass Osmar in der Nacht auf Samstag gestorben ist. Wir sind geschockt! Eben noch waren wir am Freitag mit ihm unterwegs und er hat sich so gut um uns gekümmert. Was genau passiert ist, weiss man noch nicht. Pablo kehrte Freitag Nacht etwa um 3 Uhr zurück und Osmar muss zu diesem Zeitpunkt extrem betrunken gewesen sein, er habe dann noch bolivianische Freunde getroffen..
    Nachdem wir die Nachricht etwas verdaut haben, gehen wir erneut zum Karneval. Nicht mehr ganz so spannend wie gestern. Die Energie scheint den einen Gruppen etwas verloren gegangen zu sein - auch nicht erstaunlich, wenn sie vermutlich die letzte Nacht kaum geschlafen haben. Auch die grossen, wunderschönen Masken, sind nur noch selten zu sehen, wurden in den meisten Fällen durch Hüte ersetzt.
    Nach dem Mittag kommt das befreundete Paar von Osmar; Boris und Rita auf uns zu, welche uns die Plätze verkauft haben. Sie haben eine traurige Nachricht für uns, welche wir ja bereits vernommen haben. Sie fragen uns aus über Freitag Nacht, weil bis jetzt noch nicht bekannt ist, mit wem er anschliessend unterwegs war. Sie erzählen uns, dass man ihn am Samstag Morgen auf einem Tribünen Sitzplatz gefunden habe. Er sah aus als habe er geschlafen, bis dann jemand merkte, dass er wohl für immer eingeschlafen ist. Vermutlich konnte sein Herz die Alkoholmenge nicht verarbeiten.
    Sie erklären uns noch einiges zum Karneval, wie das so läuft. Boris scheint irgendwie an Dani Gefallen gefunden zu haben. Ständig gibt es einen Handshake und er würde uns später ein Abendessen kochen (was natürlich nicht zustande gekommen ist).
    Am späteren Abend, als wir eigenrlich schon heim gehen wollen, überredet er uns, noch zu bleiben. Er stellt uns all seine Freunde und Freundinnen vor. Zwei Freundinnen sind begeistert, Schweizer kennenzulernen und möchten auch gleich ein Selfie mit uns machen. Wir bleiben noch eine Weile, trinken noch ein Bierchen und tanzen zu der Musik. Boris erwähnt immer und immer wieder, wie er uns mag, wie er zwar mit Osmar einen Freund verloren hat, er ihm dafür zwei neue Freunde gebracht hat. Zudem seien wir seine ersten ausländischen Freunde.
    Allgemein sieht man kaum Gringos (wie hier alle Nicht-Südamerikaner genannt werden). Von den über 300'000 Besucher sind die Mehrheit Einheimische oder bolivianische Touristen.
    Wie verlassen Oruro am folgenden Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Karneval war definitiv ein Highlight und wer die Chance hat, irgendwann einmal zu Karnevalszeit in Bolivien zu sein, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.
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  • Day86

    Potosí

    June 3, 2019 in Bolivia ⋅ 🌫 10 °C

    Ich mache einen kurzen Zwischenstopp in der Minenstadt Potosí auf meinem Weg von Sucre nach La Paz. Die Stadt liegt auf 4.000m und beim erkunden merkt man die Höhe deutlich. Die Hauptindustrie ist hier seit Jahrhunderten der Bergbau mit den vielen Silberminen im Cerro Rico, der die Stadt überschattet. Die Arbeitsbedingungen auf dieser Höhe sind hart und die technologischen Mittel begrenzt. Viele der Minenarbeiter fangen schon als Kinder an hier zu Arbeiten und die Lebenserwartungen sind entsprechend gering. Als Tourist kann man hier eine der Minen besuchen um eine Vorstellung zu bekommen wie der Arbeitsalltag für die Arbeiter ist. Man bringt dabei Geschenke für die Arbeiter mit (hauptsächlich Kokablätter, süße Getränke und Dynamit).

    On my way from Sucre to La Paz I stop in Potosí. Potosí is a mining town at 4.000m (which you can definitely feel when you explore it). The mountain in the backdrop, Cerro Rico, has been mined for silver for centuries. Working conditions at this height are hart and new mining technologies virtually nonexistent. Many miners start working here as kids and and have repository issues when they grow up. As a tourist it is possible to visit the mines on a tour to get a first hand picture of the working conditions. On these tours it is customary to bring gifts for the working miners, mostly coca leaves, sweet drinks or dynamite.
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  • Day97

    Salar de Uyuni - 4 Tagestour

    February 11, 2019 in Bolivia ⋅ ☁️ 10 °C

    Die grösste Salzpfanne der Welt, der Salar de Uyuni, liegt in Bolivien. Er ist über 10'000 km2 gross, also etwa gleich gross wie einen Viertel Schweiz! Von Tupiza aus möchten wir eine Viertagestour durch das bolivianische Hochland machen, wo am letzten Tag dann das Highlight (eben der Salar de Uyuni) auf uns wartet.
    Um 7 Uhr morgens holt uns Hernan, unser Fahrer und Guide für die nächsten 4 Tage, im Hostel ab. Mit dabei ist eine Köchin und unsere Tourgenossen, ein französisches Geschwisterpaar. Am ersten Tag steht vor allem viel Fahrzeit an. Immer wieder dürfen wir uns an der Anwesenheit von Lamas erfreuen. Wir besuchen unterwegs das Pueblo Fantasma, ein "Phantom Dorf" wo einst Silber augegraben wurde, heute jedoch nur noch ein paar Ruinen von den damailigen Wohnhäuser übrig bleiben. Gemäss einer Legende haben die Bewohner mit dem Teufel einen Pakt abgeschlossen, damit er ihnen durch die Mienen zu Reichtum verhilft. Die Einwohner haben sich jedoch nicht an ihre Versprechungen gehalten und somit hat sie der Teufel ausgelöscht.
    Wir erreichen ausserdem auf der Strecke einen neuen Höhenrekord, 4855 Meter!
    In Quetana Chico, das aus nichts mehr als ein paar Häusern besteht, erwartet uns das erste Übernachtungsrefugio. Von aussen erweckt es eher den Eindruck einer unfertigen Baustelle. Das es viel geregnet hat in letzter Zeit funktioniert der Generator nicht und ausser im Essensraum funktioniert kein Licht. Unsere Betten sind Betonklötze. Es ist kalt im Haus doch zum Glück erhalten wir warmen Tee. Die Heldin des Tages ist unsere Köchin. Sie verwöhnt uns mit einem hervorragenden Nachtessen inklusive Suppe. Wenig später fallen wir auf 4150m mit etwas schwerem Atem in den Tiefschlaf, müde aber zufrieden.
    An Tag zwei klingelt der Wecker bereits wieder um 6 Uhr. Als erster Stopp wartet der "Lama Selfie Ort" auf uns. Die Selfies gelingen nicht optimal, dafür können wir die Gesichter der eingezäunten Lamas schön festhalten. Weiter geht es zur Laguna Verde. Dieser See sollte bei etwas Wind in wunderschönem Grün erleuchten. Bei Ankunft ist alles bewölkt doch wir haben Glück und schon bald verziehen sich die meisten Wolken. Der Wind will jedoch nicht so recht und so geben wir uns auch mit der türkisen Farbe des Sees zufrieden.
    Nun erfreuen wir uns an einem heissen Bad in der Thermalquelle eines Vulkans. Einfach herrlich! Nach 20 Minuten müssen wir wieder raus, wegen den vielen Mineralien. Und schon hat uns die Köchin Saida wieder ein leckeres Menü vorbereitet. Zum Glück sitzen wir drinnen, als es plötzlich mit voller Ladung zu hageln beginnt! Innert kürzester Zeit verfärbt sich die Landschaft weiss. Als sich die Lage etwas bessert, fahren wir weiter. Nun liegt sogar ein wenig Schnee auf der Strecke, unglaublich. Wir fahren durch die Steinwüste Dali (desierto de dali), die ihren Namen vom Spanischen Maler Salvador Dali erhalten hat, da dieser einige Gemälde mit solcher Landschaften gemalt hat. Nur haben sie bei der Namensbenennung wohl nicht bedacht, dass in der Regenzeit tiefe Wolken und schneebedeckte Vulkane nicht viel mit farbigen Landschaften zu tun haben.
    Als nächstes folgt das heutige Highlight, die Geysire auf knapp 5000 Meter! Ein etwa zwei Kilometer grosses Geothermalgebiet, wo immer wieder Wasser aus dem Boden in die Höhe schiesst. Der Grund dafür ist Hitze im Erdboden. Geysire befinden sich in der Nähe von Vulkangebieten. Wenn Wasser im Erdboden auf heiße Steine trifft, wird es erhitzt. Als heißes Wasser und Dampf braucht es plötzlich mehr Platz und sucht einen Ausweg. Wegen dieses Drucks schießt es durch ein Loch im Boden nach oben wie eine Fontäne. Normalerweise sieht man die Fontänen am morgen am besten wegen der kalten Luft. Da es aber gerade wieder leicht hagelt und kalt ist, sind wir dem schlechtem Wetter zur Abwechslung mal dankbar, da wir so das Spektakel hervorragend beobachten können.
    Eigentlich sollte nun ein weiteres Highlight folgen, die Laguna Colorada (farbige Lagune) mit ihren Flamingos. Leider verdirbt uns der Regen die Sicht etwas, trotzdem überwinden wir uns, den kurzen Spaziergang zu bewältigen. Wir kommen ziemlich nahe an die Flamingos ran, was echt cool ist. Auch Lamas versüssen uns den Spaziergang.
    Total nass und ohne Autoheizung sind die weiteren zwei Stunden bis zu unserem Refugio in Villa Mar kalt und nicht gerade lässig. Immerhin haben wir im zweiten Refugio nun Licht und Strom. Wir warten eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich essen erhalten und sind froh, uns nachher endlich unter der warmen Decke aufwärmen zu können.
    Tag 3 begrüsst uns zum Glück wieder mit Sonnenschein. Wir besichtigen den WM Pokal und das Lama, beides sind Steinformationen inmitten im Nirgendwo.
    Bei der Laguna Negra (schwarze Lagune), inmitten eines Steintals, kommt der Affe aus Dani raus. Er klettert hoch oben über die Steinwand und erfreut sich ab den vielen Viscachas. Das sind Hasengrosse Tiere, die Beine haben wie Käguruhs, einen Schwanz wie Eichhörnchen und Ohren wie der Hase.
    Hier sind wir ebenfalls auf den Spuren von Quinoa! Die Naturgegebenheiten scheinen optimal zu sein, dass dieser Superfood hier gut wächst. Auf der langen Fahrt erzählt uns Hernan ein bisschen aus seinem Leben. Er ist in sehr armen Verhältnissen aufgewachsen. Es gab eine Mahlzeit pro Tag und zwar immer die selbe. Er hat mit 14 angefangen zu arbeiten und später zog es ihn in die Mienen, bis sein Rücken kaputt war und er eine Alternative brauchte. Durch den guten Lohn in den Mienen konnte er sich diesen Jeep leisten, wo er nun damit im Tourismus Touren anbieten kann. Heute ist er 35 Jahre und hat ein Kind. Auch unsere Köchin Saida hat ein Kind. Leicht verlegen kommt zur Sprache, dass es dasselbe Kind ist und die beiden ein Paar sind, wie süss!:-)

    Langsam nähern wir uns der Salzpfanne. Aber zuerst beziehen wir noch unser letztes Refugio in Colchani. Wir sind begeistert, es ist ein Salzhostel! Boden, Betten, Wände, Tische, Stühle... alles ist aus Salz, was auch der unvermeidbare Schleck mit der Zunge bestätigt. Da wir so begeistert sind, haltet sich der Frust über nicht funktionierendes fliessendes Wasser (=kein Händewaschen, keine richtige WC Spülung...) in Grenzen. Nach einem warmen Tee und frisch gepoppten Popkorns begeben wir uns zur Küste des Salars, um von dort aus den Sonnenuntergang zu bestaunen, wie hunderte weitere Touristen ebenfalls. Die Stimmung ist hinreissend, die sinkende Sonne und die Blitze in der Ferne stehlen sich gegenseitig die Show.
    Bei unserem letzten Abendessen in der Gruppe wird sogar Wein aufgetischt. Beim Zapfen entfernen ist Daniel etwas zu euphorisch und so landen ein paar rote Tropfen auf unseren Hosen. Aber das ist ja kein Problem hier, man nimmt eine Handvoll Salz vom Boden, reibt die Flecken ein und schon sind sie verschwunden.
    Am vierten und letzten Tag unserer Tour werden wir bereits um 4h30 geweckt. Ohne Früstück geht's los Richtung Salar. Heute ist der ganze Vormittag ihm gewidmet. Wir fahren soweit in die Salzpfanne hinein, bis wir einen guten Blick haben um den Sonnenaufgang zu geniessen. Da 10-20 Zentimeter Wasser auf der Salzschicht liegen, heisst es Schuhe ausziehen und raus. Aber brrrr nach 10 Sekunden fühlen wir die Zehen kaum mehr und suchen wieder Unterschlupf im Auto. Kurz bevor uns die Sonne zuzwinkert, wagt es Dani nochmals raus, klettert auf das Autodach un beobachtet das ganze von oben - mit eiskalten Füsse.
    Nach dem Frühstück im Salzhotel inmitten des Salars steht das unerlässliche Fotoshooting in der Salzpfanne an. Durch den vielen Regen in den vergangenen Tagen wirkt die ganze Ebene wie ein riesengrosser Spiegel und es ist kaum zu erkennen, wo der Horizont endet und wo der Himmel beginnt. Etwa zwei Stunden geniessen wir dieses einzigartige Szenario und schiessen hunderte Fotos.
    Der Abschluss der Tour bildet der Zugfriedhof in Uyuni. Irgendwie schräg, dass bei all den Naturhighlights der Zugfriedhof ein fester Bestandteil der Tour ist. Wir hatten das grosse Glück, dass wir wie auch bei vielen anderen Stops, fast die einzigen Touris waren, da die meisten Tourjeeps von Uyuni oder von San Pedro in Chile starten und zu anderen Zeiten unterwegs sind. So kletterte das Daniäffchen von Wagen über Wagen und geniesst es sichtlich.

    Unsere Tour endet damit, wir verabschieden uns von allen und geniessen unsere erste Dusche nach vier Tagen.

    Unser nächstes Ziel: Atacama Wüste in Chile. Wir sind guten Mutes, dass es nun endlich klappen soll!
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  • Day30

    Huyana Potosi - 6.088m

    November 30, 2018 in Bolivia ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute habe ich meinen ersten (und wahrscheinlich auf sehr lange Zeit einzigen) 6.000er bestiegen. Wie läuft so eine „Expedition“ ab: Vorgestern haben wir auf einem Gletscher Steigeisen und Eispickeltechnik geübt. Gestern sind wir dann vom Base Camp zum High Camp aufgestiegen und haben dort versucht ein paar Stunden zu schlafen. Um Mitternacht war Wecken, Ankleiden ( jeweils 4 Schichten unten und oben, Stiefel, Gamaschen, Steigeisen, Gurt, Baklava, Helm, Stirnlampe) und ab 1 Uhr „schnauften“ wir dann bei fast keinem Sauerstoff in der Luft 4,5 - bis kurz vor dem Gipfel in der eiskalten Dunkelheit bergauf... und danach folgten dann noch 4 h Abstieg ins Base Camp...so KO wie nach dem Tag war ich selten.Read more

  • Day29

    Essen in Sucre

    July 10, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 19 °C

    Während der Reise braucht man immer mal wieder Tage, an denen man die nächsten Schritte plant. Wir waren heute (mehr oder weniger erfolgreich) daran, die nächsten paar Tage zu planen und haben ansonsten nicht viel gemacht. Essen natürlich. Besonderes Highlight waren die venezoelanischen Arepas, Maisfladen gefüllt mit Fleisch, Käse und Gemüse. Hinterher gab's noch ein Eis und jetzt ab ins Bett.Read more

  • Day5

    Salzwüste - mit Überraschung

    June 5, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 14 °C

    Früh morgens werden wir abgeholt für die Fahrt nach Uyuni über das bolivianische Hochland. Wir werden schon vorgewarnt, dass es auf dieser Strecke zu einer Demonstration kam und wir das Auto wechseln müssen. Was soll man sagen, demonstrierende Bolivianer sind nicht zu vergleichen mit europäischen. Als wir aus dem Auto stiegen, hätte diese Veranstaltung auch gut ein Treffen des Dorfes sein können. Alle sassen am Boden und die Dezibelhöhe überschreitet die einer Bibliothek nicht...
    So überqueren wir die Absperrung (ein Baumstamm) und fahren weiter mit zwei Bolivianer, die nur spanisch sprechen und einem leicht mulmigen Gefühl.
    Endlich in Uyuni angekommen, sollen wir hier die anderen Teilnehmer unserer 3-tägigen Gruppenreise treffen. Das wurde für uns zu einer riesige Überraschung, denn anstelle von beliebigen Mitreisenden stehen da Alois und Nicole neben unserem Auto!! Diese Überraschung ist ihnen geglückt.
    So starten wir unsere Gruppenreise, fast ununterbrochen redend im Auto, so dass der Guide nicht wirklich zu Wort kam.
    Der erste Stopp führt uns zu einem Zugfriedhof. Die Gleise verbinden Chile und Bolivien und sind immer noch in Betrieb, jeden Monat fahren zwei Züge vorbei.
    Anschliessend fahren wir in die Salar de Uyuni, ein ehemaliges Binnenmeer welches der grösste Teil Südwesten Boliviens bedeckte. Heute die grösste Salzpfanne der Welt. In dieser Salar befinden sich einige Inseln, wir machen noch ein Abstecher zur Isla Incahusi. Dort gibt es bis zu 6 Meter hohe Kakteen, sonst ist dieses Gebiet vegetationslos.
    In unserer Unterkunft angekommen gibt es zuerst mal was zu essen mit leckerem Wein. Danach starren wir etwas abseits den Sternenhimmel an, grandios wie klar der Himmel hier ist!
    P.s. In der Nacht mutierten wir zu „Frozen Touristen“...
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  • Day92

    Huayna Potosí - 6088m

    June 9, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ -10 °C

    Der Huayna Potosí ist ein 6.088m hoher Berg in der Nähe von La Paz (von El Alto aus kann man den Gipfel sehen). Hier ist etwas möglich, was man sonst wohl fast nirgendwo auf der Welt machen kann: Ohne viel Erfahrung im Bergsteigen einen 6.000m Gipfel erklimmen. In einer 3 Tagestour von La Paz nehme ich mir also vor, das erste mal auf 6.000m zu steigen. Das erste Camp liegt auf 4.700m und am ersten Tag wandere ich mit meinem Bergführer zum Gletscherausläufer um hier die etwas Technik zu üben (Verhalten in der Seilschaft, Gehen mit Steigeisen, Benutzung der Eisaxt und ein bisschen Eisklettern, das ist aber zum Glück bei der Gipfelbesteigung nicht nötig). Am nächste Tag geht es ca. 2 1/2 Stunden rauf ins High Camp (5.130m). Der Rest des Tages ist zum ausruhen und akklimatisieren gedacht. Nachts um 1:30 Uhr geht es dann los in Richtung Gipfel. Die 5 Stunden Aufstieg über Schnee und Eis sind zwar technisch nicht schwer, aber trotzdem echt hart, in dieser Höhe merkt man jeden Schritt. Auf dem Gipfel angekommen sind alle Strapazen vergessen und man wird mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt. Auf dem Abstieg sieht man dann auch durch was für eine tolle Schneelandschaft man im Dunkeln gestapft ist. Eine wahnsinnig tolle Erfahrung aber auch ein wahnsinnig anstrengender Tag!

    The Huayna Potosí is a 6,088m high mountain close to La Paz (the peak is visible from El Alto). You can do something here that’s probably not possible anywhere else in the world: climb a 6,000m peak without much mountaineering experience. So I take the three day tour from La Paz to attempt my first 6,000m peak. The first camp is at 4,700m and at a nearby glacier my mountain guide shows me some techniques that I will need the next day (walking in a rope team, walking with crampons, using an ice axe and some ice climbing, which I will luckily not need to get to the peak). The next day consists of a 2 1/2 hour hike to the high camp at 5,130m. The rest of the day is to rest up and to acclimatize. At 1:30am we start our hike to the peak. The 5 hour ascent over snow and ice is not very technical but never the less very challenging! Every step at this altitude is hard work and the higher you get the slower you have to go. Everything is forgotten though once you reach the peak and you are rewarded with a beautiful sunrise. On the way down you can finally take in the beautiful snowy landscape you worked your way up through before. An unforgettable and beautiful experience but also an absolutely exhausting day!
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  • Day124

    Copacabana & Isla del Sol - Titicacasee

    March 10, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

    Nein wir sind nicht am berühmtesten Strand Brasiliens angekommen sondern in der gleichnamigen Stadt in Bolivien. Dieses Copacabana war anscheinend zuerst und der Strand in Brasilien hat den Namen hier abgeschaut.
    Ein eigentlich ganz gemütliches kleines Dörfchen am Ufer des Titicacasee. Sehr touristisch, was evtl auch für die Unfreundlichkeit und das Desinteresse der Einwohner verantwortlich ist. Hier treffen wir Mathias und Selina wieder, unsere schweizer Reisegefährten vom argentinischen Norden. Gemeinsam wandern wir in ca. 40 Minuten den Berg hoch und berichten gegenseitig von dem Erlebten in den letzten Wochen. Allzuviel Atem bleibt jedoch nicht übrig, der steile Anstieg über Stock und Stein auf 3800 Meter ist dafür verantwortlich. Oben angekommen geniessen wir die Aussicht über Copacabana und den etwas bewölkten Sonnenuntergang. Nach dem Nachtessen verabschieden wir uns wieder und wer weiss, vielleicht sieht man sich in Peru wieder.
    Für uns geht es am nächsten Tag mit dem Schiff auf die Isla del Sol - die Sonneninsel auf dem Titicacasee. Der Titicacasee ist mit 8288 km2 übrigens der höchste kommerziel schiffbare See auf der Welt und der höchste Süsswassersee Südamerikas. Ist lustig, wie die Südamerikaner fast immer irgendetwas finden, was das beste, grösste, älteste.. der Welt ist.
    Auf jedenfall ist der See wirklich riesig und man könnte meinen es sei das Meer. Bevor wir die Isla del Sol ansteuern, machen wir einen Stop auf der Isla de la Luna (Mondinsel). Mit weiteren 100 Touristen bezahlen wir die 10 Bolivianos (CHF 1.50) um irgendwelche Ruinen zu bestaunen. Eine Stunde später fahren wir nun zu unserer Destination. Die Sonneninsel ist etwa 10 km lang und es gibt weder Strassen noch Verkehrsmittel. Drei Völker leben in den drei Gemeinden auf der Insel. Durch einen Konflikt der seit 2017 besteht, ist der nördliche Teil der Insel nicht für Touristen zugänglich und wir besuchen deshalb nur das Dorf Yumani im Süden. Zusammen mit unseren Bootsgenossen und dem Guide spazieren wir etwas auf der Insel herum, bevor wir uns verabschieden und eine Unterkunft suchen. Wir werden schnell fündig - 80 Bolivianos (ca CHF 12) für eim Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad. Toilettenpapier ist jedoch nicht inklusive und ein WC Ring nicht vorhanden.
    Ich geniesse den sonnigen Nachmittag auf der Terasse mit Blick auf den See währenddem der verschnupfte Daniel eine Siesta bevorzugt.
    Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 6h15. Ich möchte mir den Sonnenaufgang ansehen. Dani pfuust weiter und ich spaziere ein paar Meter weiter hoch ins Dorf, um eine gute Sicht zu finden. Sogar die verschneiten Anden sind in der Ferne zu sehen. Nachdem die Sonne die Insel erhellt, bin ich voller Tatendrang. Ich spaziere durchs Dorf, begegne Hunden, Eseln, Katzen, Schweinen und ein paar weiteren Frühaufsteher. Kurzerhand besteige ich noch schnell einen 4000er in 30 Minuten und geniesse den herrlichen Ausblick rund um die Insel.
    Um 10h30 geht's mit dem Boot zurück nach Copacabana, wo wir uns nun auf den Weg machen nach Peru.
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You might also know this place by the following names:

Plurinational State of Bolivia, Bolivien, Bolivia, Bolivië, ቦሊቪያ, Bolibia, بوليفيا, Wuliwya, Boliviya, Балівія, Боливия, Bolivi, বোলিভিয়া, བོ་ལི་ཝིཡ།, Bolivija, Bolívia, Bolívie, Bolifia, Bolivia nutome, Βολιβία, Bolivio, Boliivia, بولیویا, Boliwii, Bolivie, An Bholaiv, Boilibhia, બોલિવિયા, Bolibiya, בוליביה, बोलीविया, Բոլիվիա, Bólivía, ボリビア共和国, ბოლივია, បូលីវី, ಬಲ್ಗೇರಿಯಾ, 볼리비아, बोलिविया, بۆلیڤیا, ໂບລິເວຍ, Mbolivi, Bolīvija, Боливија, ബൊളീവിയ, बोलिव्हिया, Bolivja, ဘိုလီးဘီးယား, Boribiya, Bolivtlān, Bholiviya, बोलिभिया, ବୋଲଭିଆ, Boliwia, Puliwya, Bolivïi, බොලීවියාව, Boliifiya, பொலிவியா, బొలీవియా, โบลิเวีย, Polīvia, Bolivya, بولىۋىيە, Болівія, Bô-li-vi-a (Bolivia), Bolivän, Orílẹ́ède Bọ̀lífíyà, 玻利維亞, i-Bolivia

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