Bolivia
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Top 10 Travel Destinations Bolivia

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548 travelers at this place

  • Day55

    Uyuni

    March 9 in Bolivia ⋅ ☁️ 14 °C

    Today has been a salty day...
    After a short flight from La Paz to Uyuni, we first went to see a train cemetery. The idea was that Uyuni would be a big train intersection but it didn’t work out, so now there are lots of mostly rusted steam trains sitting in the middle of nowhere. My dad and I had lots of fun pretending we were in Red Dead Redemption 2! We pretended to rob people with out pretend guns an we pretended to drive the train! It was so much fun 🚂!

    Next we drove to the salt flats and you could see all around you for miles without seeing other people. If there were cars far away they looked like hovercrafts because of the heat haze. At one point we stopped to take some silly photos which looked great because of the plain white background of the salt flats.

    In the evening we went to watch the sunset at a place in the salt flats with 5 centimetres of water, and everything reflected off it as there was plain white underneath. It was like the world’s largest mirror!

    Uyuni is supposed to have a great night sky but there were so many clouds we only saw 4 stars.
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  • Day18

    Uyuni 2.0

    June 3, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 10 °C

    Day 2 & 3 of our Uyuni tour.
    Day 2: Today was a bit of a slower day! More driving, some more lagoons and Leroy (our awesome tour guide) directing some epic film. We also had the awesome delight of seeing the sunset over some geysers 4,000m high. The day was finished off perfectly with a hearty dinner and a dash down the cold street to some 40 degree hot springs at an elevation of 4,300m. No light pollution anywhere nearby meant an insane sky. -3 outside temperatures kept Tabby, Tallara and I sitting in there chatting for a long time about the meaning of life and all those things you’d expect in an incredible setting like that. Absolute beaut last night of our tour. Definitely an enormous highlight so far. God is so good.
    Day 3 consisted a lot of driving and a lovely visit to a lagoon on our way back to Uyuni! So good. Thank you Leroy and Housway for the brilliant tour. Goodby Uyuni.
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  • Day93

    Tupiza - Hola Bolivia

    February 7, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir haben es nun geschafft, Argentinien zu verlassen! Zu Fuss spazieren wir über die Grenze von La Quiaca nach Villazon und möchten dort einen Bus nach Tupiza nehmen. 20 Bolivianos kostet dieser Minibus pro Person für ca 2h, das sind umgerechnet etwa 7 Franken!! Wollen die uns abzocken??? Doch wir haben keine andere Wahl, los geht's. Etwa in der Hälfte merken wir, dass wir den Wechselkurs verwechselt haben und wir nur etwa CHF 2.50 bezahlt haben, ein Schnäpli!
    Tupiza ist ein gemütliches Dörfchen inmitten eindrücklicher Felsformationen. Den ersten Tag widmen wir der Planung. Wir klappern diverse Reisebüros ab, lesen Kommentare auf tripadvisor bis wir unsere Agentur gefunden haben! Mit Natural Adventure buchen wir für den Folgetag eine Rössliriite Tour und anschliessend eine 4 Tagestour bis zur Salzebene von Uyuni.
    Ab 7 Uhr gibt es Frühstück in unserem Hostel. Wir staunen nicht schlecht, als es um 7h50 erst gerade vorbereitet wird. Anderes Land, andere Sitten. Überpünktlich um 8h55 stehen wir vor unserer Agentur, voller Vorfreude auf die Rösslitour. Als bis um 9h10 weder unsere zwei französischen Tourkollegen noch irgend ein Guide aufgetaucht ist, erkundigen wir uns bei einem Herr, der in der Agentur sitzt. Natürlich weiss er nicht Bescheid. Er versucht jemanden anzurufen, doch erfolglos... Und plötzlich stellt Dani die alles entscheidende Frage: was isch denn eigentlich für Ziit? Und sofort ist alles klar. Der Herr und die Rezeptionistin brechen in Gelächter aus, als uns bewusst wird, dass Bolivien eine Stunde hinter Argentinien ist. Wir sind eine Stunde zu früh! Und nun ist auch klar wieso das Frühstück noch nicht bereit war:-)
    Das Umland von Tupiza ist optimal, um es hoch zu Ross zu erkundigen. Wie in einem gemütlichen Wilden Westen Streifen, streift die eindrückliche Landschaft an uns vorbei.
    Am Nachmittag geht es mit einem Touri Bus noch in eine anderen Ecke. Wie sind die einzigen Teilnehmer und erfreuen uns ab einer Privattour. Schön und gemutlich bis fast zum Schluss. Auf dem Rückweg möchte unser Fahrer den im schneckentempo fahrenden Lastwagen vor uns überholen. Das gelingt auch fast, nur hat er wohl die Länge des Busses unterschätzt und ist zu früh wieder eingebogen. Es knatterte etwas und wie halten an, um die Situation zu klären. Resp. unser Guide, denn Dani und ich warten gespannt im Auto. Wir können jedoch erkennen, dass die Stossstange runterhängt. Es wird diskutiert, telefoniert und einige Minuten später rollt ein Jeep an mit zwei Mechaniker. Nun wird weiter diskutiert und plötzlich wird der Lastwagenfahrer agressiv gegenüber dem einen Mechaniker, es kommt leicht zu Körperkontakt doch der Sohn des Lastwagenfahrers kann eine Schlägerei vermeiden. Wir können nicht deuten, was das Problem ist. Ein paar Minuten später rollt ein Mototaxi heran und eine Frau und einen Mann steigen aus. Wie wir später erfahren, die Besitzer der Lastwagenfirma. Wir können die Situation nach wie vor nicht genau deuten doch wenig später kommt unser Fahrer zurück und weiter geht's. Er erklärt uns, dass der Lastwagenfahrer angetrunken war und es sein Fehler war. Schliesslich war ja die Stossstange kaputt, also sei der Lastwagen von hinten in unseren Touribus gefahren. Naja, interpretationssache... So kann ich die Agressionen des Lastwagemfahrers irgendwie nachvollziehen. Wir sind zum Glück dann aber doch noch heil in Tupiza angekommen.
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  • Day117

    Oruro - Karneval

    March 3, 2019 in Bolivia ⋅ ⛅ 16 °C

    Vor etwa einer Woche sind wir auf die Idee gekommen, wir könnten nach Oruro an den Karneval gehen. Respektive haben wir in einem Restaurant gegessen und der Besitzer hat uns vom grössten Karneval Boliviens vorgeschwärmt. Die Situation auf booking.com, wo wir eigentlich immer unsere Unterkünfte buchen, sieht düster aus. Noch ein Hotel hat Zimmer frei für 1000$ für zwei Nächte. Die haben den Preis gerade mal ver-10-facht. Oruro hat ausser dem jährlichen Karneval nicht viel zu bieten aber dieses eine Mal im Jahr platzt die Stadt aus allen Nähten. Meine Hoffnung war schon fast gestorben, als ich auf Air BnB eine Unterkunft für 15$ pro Nacht pro Person gefunden habe. Sofort gebucht! Osmar der Gastgeber meldet sich wenig später und gibt uns weitere Tipps.
    Am 1. März ist es soweit und wir kommen im 3700 Meter hohen Oruro an. Osmar holt uns vom Busterminal ab und bringt uns in die Unterkunft. Ein einfaches Zimmer mit zwei quitschenden Betten, dreckigem Boden und einem Geruch als wäre etwas frisch lackiert worden. Das Gemeinschaftsbad hat gerade kein Wasser aber sollte morgen wieder kommen. Osmar selber wohnt nicht hier, die Unterkunft war von seiner Grossmutter und das ist das erste Mal, dass er drei Zimmer vermietet, nur für den Karneval. Am Abend um 22 Uhr treffen wir uns mit Osmar und 10 weiteren Touristen, welche ebenfalls durch Osmar eine Unterkunft gefunden haben, am Ort, wo der Umzug morgen beginnen wird. Die ganze Strasse verwandelt sich in eine riesige Openairparty. Obwohl Strasse ist nicht ganz korrekt, eigentlich sind hier die Zuggleise. Doch für den Karneval werden diese jeweils kurz über-betoniert.
    Auf jeden Fall wird getrunken, gegessen, gemalt, gehandelt und Sitzplätze für den Umzug werden verkauft. Osmar vermittelt uns die Sitze eines Freundes von ihm, wo wir auf der Tribüne einen Zweitagespass für knapp 50 Franken kaufen.
    Um etwa 1 Uhr morgens kommen wir an der Plaza an, wo der Umzug dann enden wird.
    Dani und ich verabschieden uns und kehren zur Unterkunft zurück.
    Am 2. März steht der grosse Umzug an. Er beginnt um 8 Uhr morgens und dauert bis um ca 3 Uhr in der Nacht(!). Wir sind ab 10 Uhr anwesend und geniessen das Spektakel. Diese Farben, diese Masken, diese Kostüme, diese Musik, diese Stimmung... Nicht erstaunlich dass dieser Carneval zu den 10 besten der Welt gehört. Ein pures Feuerwerk für Augen und Ohren. Am späteren Nachmittag machen wir eine Siesta & Essenspause und kehren dann wieder zum Geschen zurück. Da dieser Umzug zu Ehren der Virgen Socavon (Jungfrau der Bergwerkstollen) veranstaltet wird, wird tagsüber kein Alkohol getrunken. Doch ab 19 Uhr ist dieser erlaubt und so verwandeln sich die Zuschauer mehr und mehr in ein Partyfolk und verdecken die Sicht. Dani und ich haben genug gesehen für heute und gehen um 21 Uhr nach Hause.
    Am 3. März treten alle Gruppen nochmals auf aber in umgekehrter Reihenfolge. Um 9 Uhr klingelt der Wecker. Auch unser Zimmernachbar aus Chile, Pablo ist schon auf. Soeben hat er von einem Cousin von Osmar (wohnt in unserem Air BnB) erfahren, dass Osmar in der Nacht auf Samstag gestorben ist. Wir sind geschockt! Eben noch waren wir am Freitag mit ihm unterwegs und er hat sich so gut um uns gekümmert. Was genau passiert ist, weiss man noch nicht. Pablo kehrte Freitag Nacht etwa um 3 Uhr zurück und Osmar muss zu diesem Zeitpunkt extrem betrunken gewesen sein, er habe dann noch bolivianische Freunde getroffen..
    Nachdem wir die Nachricht etwas verdaut haben, gehen wir erneut zum Karneval. Nicht mehr ganz so spannend wie gestern. Die Energie scheint den einen Gruppen etwas verloren gegangen zu sein - auch nicht erstaunlich, wenn sie vermutlich die letzte Nacht kaum geschlafen haben. Auch die grossen, wunderschönen Masken, sind nur noch selten zu sehen, wurden in den meisten Fällen durch Hüte ersetzt.
    Nach dem Mittag kommt das befreundete Paar von Osmar; Boris und Rita auf uns zu, welche uns die Plätze verkauft haben. Sie haben eine traurige Nachricht für uns, welche wir ja bereits vernommen haben. Sie fragen uns aus über Freitag Nacht, weil bis jetzt noch nicht bekannt ist, mit wem er anschliessend unterwegs war. Sie erzählen uns, dass man ihn am Samstag Morgen auf einem Tribünen Sitzplatz gefunden habe. Er sah aus als habe er geschlafen, bis dann jemand merkte, dass er wohl für immer eingeschlafen ist. Vermutlich konnte sein Herz die Alkoholmenge nicht verarbeiten.
    Sie erklären uns noch einiges zum Karneval, wie das so läuft. Boris scheint irgendwie an Dani Gefallen gefunden zu haben. Ständig gibt es einen Handshake und er würde uns später ein Abendessen kochen (was natürlich nicht zustande gekommen ist).
    Am späteren Abend, als wir eigenrlich schon heim gehen wollen, überredet er uns, noch zu bleiben. Er stellt uns all seine Freunde und Freundinnen vor. Zwei Freundinnen sind begeistert, Schweizer kennenzulernen und möchten auch gleich ein Selfie mit uns machen. Wir bleiben noch eine Weile, trinken noch ein Bierchen und tanzen zu der Musik. Boris erwähnt immer und immer wieder, wie er uns mag, wie er zwar mit Osmar einen Freund verloren hat, er ihm dafür zwei neue Freunde gebracht hat. Zudem seien wir seine ersten ausländischen Freunde.
    Allgemein sieht man kaum Gringos (wie hier alle Nicht-Südamerikaner genannt werden). Von den über 300'000 Besucher sind die Mehrheit Einheimische oder bolivianische Touristen.
    Wie verlassen Oruro am folgenden Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Karneval war definitiv ein Highlight und wer die Chance hat, irgendwann einmal zu Karnevalszeit in Bolivien zu sein, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.
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  • Day135

    Gefühlschaos in La Paz

    March 19 in Bolivia ⋅ ☁️ 16 °C

    Sollen wir bleiben und ausharren? Wäre es vernünftiger zurückzukehren, in das Hochrisikogebiet das sich unsere Heimat nennt? Aber wir haben doch noch zwei Monate Zeit um das auszusitzen? Aber so schnell wird es kaum besser werden?
    Diese und noch viele weitere Fragen haben wir uns gestellt und sind nach einem Telefonat mit dem Reisebüro zum Schluss gekommen, dass unsere Sicherheit und Gesundheit trotzdem in der Schweiz am ehesten gewährleistet sind. Unsere Herzen bluten. Wir ergattern immerhin zwei der letzten Plätze aus dem Land, bevor in Bolivien komplett der Flugverkehr eingestellt wird. Und wir rennen durch La Paz, saugen Eindrücke in uns auf, fahren mit dem höchsten Pendler-Gondelnetz der Welt und weinen bittere Tränen. Ab 17:00 ist dann Schluss, die Ausgangssperre verschafft uns genügend Zeit um zu packen, unsere Entscheidung in Frage zu stellen und unserem Verstand auch nur den Hauch einer Chance zu geben, dieses viel zu aprupte Ende unserer Reise zu verarbeiten.

    Schön, dass ihr uns auf unserer Reise auf diesem Weg begleitet habt. Wir sind wahnsinnig dankbar, für all die tollen Erlebnisse, Momente, Begegnungen, Fotos, Fellnasen und Eindrücke, die wir in den letzten Monaten gewonnen haben.
    Wir kehren sehr reich zurück nach Hause ♥️✈️
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  • Day97

    Salar de Uyuni - 4 Tagestour

    February 11, 2019 in Bolivia ⋅ ☁️ 10 °C

    Die grösste Salzpfanne der Welt, der Salar de Uyuni, liegt in Bolivien. Er ist über 10'000 km2 gross, also etwa gleich gross wie einen Viertel Schweiz! Von Tupiza aus möchten wir eine Viertagestour durch das bolivianische Hochland machen, wo am letzten Tag dann das Highlight (eben der Salar de Uyuni) auf uns wartet.
    Um 7 Uhr morgens holt uns Hernan, unser Fahrer und Guide für die nächsten 4 Tage, im Hostel ab. Mit dabei ist eine Köchin und unsere Tourgenossen, ein französisches Geschwisterpaar. Am ersten Tag steht vor allem viel Fahrzeit an. Immer wieder dürfen wir uns an der Anwesenheit von Lamas erfreuen. Wir besuchen unterwegs das Pueblo Fantasma, ein "Phantom Dorf" wo einst Silber augegraben wurde, heute jedoch nur noch ein paar Ruinen von den damailigen Wohnhäuser übrig bleiben. Gemäss einer Legende haben die Bewohner mit dem Teufel einen Pakt abgeschlossen, damit er ihnen durch die Mienen zu Reichtum verhilft. Die Einwohner haben sich jedoch nicht an ihre Versprechungen gehalten und somit hat sie der Teufel ausgelöscht.
    Wir erreichen ausserdem auf der Strecke einen neuen Höhenrekord, 4855 Meter!
    In Quetana Chico, das aus nichts mehr als ein paar Häusern besteht, erwartet uns das erste Übernachtungsrefugio. Von aussen erweckt es eher den Eindruck einer unfertigen Baustelle. Das es viel geregnet hat in letzter Zeit funktioniert der Generator nicht und ausser im Essensraum funktioniert kein Licht. Unsere Betten sind Betonklötze. Es ist kalt im Haus doch zum Glück erhalten wir warmen Tee. Die Heldin des Tages ist unsere Köchin. Sie verwöhnt uns mit einem hervorragenden Nachtessen inklusive Suppe. Wenig später fallen wir auf 4150m mit etwas schwerem Atem in den Tiefschlaf, müde aber zufrieden.
    An Tag zwei klingelt der Wecker bereits wieder um 6 Uhr. Als erster Stopp wartet der "Lama Selfie Ort" auf uns. Die Selfies gelingen nicht optimal, dafür können wir die Gesichter der eingezäunten Lamas schön festhalten. Weiter geht es zur Laguna Verde. Dieser See sollte bei etwas Wind in wunderschönem Grün erleuchten. Bei Ankunft ist alles bewölkt doch wir haben Glück und schon bald verziehen sich die meisten Wolken. Der Wind will jedoch nicht so recht und so geben wir uns auch mit der türkisen Farbe des Sees zufrieden.
    Nun erfreuen wir uns an einem heissen Bad in der Thermalquelle eines Vulkans. Einfach herrlich! Nach 20 Minuten müssen wir wieder raus, wegen den vielen Mineralien. Und schon hat uns die Köchin Saida wieder ein leckeres Menü vorbereitet. Zum Glück sitzen wir drinnen, als es plötzlich mit voller Ladung zu hageln beginnt! Innert kürzester Zeit verfärbt sich die Landschaft weiss. Als sich die Lage etwas bessert, fahren wir weiter. Nun liegt sogar ein wenig Schnee auf der Strecke, unglaublich. Wir fahren durch die Steinwüste Dali (desierto de dali), die ihren Namen vom Spanischen Maler Salvador Dali erhalten hat, da dieser einige Gemälde mit solcher Landschaften gemalt hat. Nur haben sie bei der Namensbenennung wohl nicht bedacht, dass in der Regenzeit tiefe Wolken und schneebedeckte Vulkane nicht viel mit farbigen Landschaften zu tun haben.
    Als nächstes folgt das heutige Highlight, die Geysire auf knapp 5000 Meter! Ein etwa zwei Kilometer grosses Geothermalgebiet, wo immer wieder Wasser aus dem Boden in die Höhe schiesst. Der Grund dafür ist Hitze im Erdboden. Geysire befinden sich in der Nähe von Vulkangebieten. Wenn Wasser im Erdboden auf heiße Steine trifft, wird es erhitzt. Als heißes Wasser und Dampf braucht es plötzlich mehr Platz und sucht einen Ausweg. Wegen dieses Drucks schießt es durch ein Loch im Boden nach oben wie eine Fontäne. Normalerweise sieht man die Fontänen am morgen am besten wegen der kalten Luft. Da es aber gerade wieder leicht hagelt und kalt ist, sind wir dem schlechtem Wetter zur Abwechslung mal dankbar, da wir so das Spektakel hervorragend beobachten können.
    Eigentlich sollte nun ein weiteres Highlight folgen, die Laguna Colorada (farbige Lagune) mit ihren Flamingos. Leider verdirbt uns der Regen die Sicht etwas, trotzdem überwinden wir uns, den kurzen Spaziergang zu bewältigen. Wir kommen ziemlich nahe an die Flamingos ran, was echt cool ist. Auch Lamas versüssen uns den Spaziergang.
    Total nass und ohne Autoheizung sind die weiteren zwei Stunden bis zu unserem Refugio in Villa Mar kalt und nicht gerade lässig. Immerhin haben wir im zweiten Refugio nun Licht und Strom. Wir warten eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich essen erhalten und sind froh, uns nachher endlich unter der warmen Decke aufwärmen zu können.
    Tag 3 begrüsst uns zum Glück wieder mit Sonnenschein. Wir besichtigen den WM Pokal und das Lama, beides sind Steinformationen inmitten im Nirgendwo.
    Bei der Laguna Negra (schwarze Lagune), inmitten eines Steintals, kommt der Affe aus Dani raus. Er klettert hoch oben über die Steinwand und erfreut sich ab den vielen Viscachas. Das sind Hasengrosse Tiere, die Beine haben wie Käguruhs, einen Schwanz wie Eichhörnchen und Ohren wie der Hase.
    Hier sind wir ebenfalls auf den Spuren von Quinoa! Die Naturgegebenheiten scheinen optimal zu sein, dass dieser Superfood hier gut wächst. Auf der langen Fahrt erzählt uns Hernan ein bisschen aus seinem Leben. Er ist in sehr armen Verhältnissen aufgewachsen. Es gab eine Mahlzeit pro Tag und zwar immer die selbe. Er hat mit 14 angefangen zu arbeiten und später zog es ihn in die Mienen, bis sein Rücken kaputt war und er eine Alternative brauchte. Durch den guten Lohn in den Mienen konnte er sich diesen Jeep leisten, wo er nun damit im Tourismus Touren anbieten kann. Heute ist er 35 Jahre und hat ein Kind. Auch unsere Köchin Saida hat ein Kind. Leicht verlegen kommt zur Sprache, dass es dasselbe Kind ist und die beiden ein Paar sind, wie süss!:-)

    Langsam nähern wir uns der Salzpfanne. Aber zuerst beziehen wir noch unser letztes Refugio in Colchani. Wir sind begeistert, es ist ein Salzhostel! Boden, Betten, Wände, Tische, Stühle... alles ist aus Salz, was auch der unvermeidbare Schleck mit der Zunge bestätigt. Da wir so begeistert sind, haltet sich der Frust über nicht funktionierendes fliessendes Wasser (=kein Händewaschen, keine richtige WC Spülung...) in Grenzen. Nach einem warmen Tee und frisch gepoppten Popkorns begeben wir uns zur Küste des Salars, um von dort aus den Sonnenuntergang zu bestaunen, wie hunderte weitere Touristen ebenfalls. Die Stimmung ist hinreissend, die sinkende Sonne und die Blitze in der Ferne stehlen sich gegenseitig die Show.
    Bei unserem letzten Abendessen in der Gruppe wird sogar Wein aufgetischt. Beim Zapfen entfernen ist Daniel etwas zu euphorisch und so landen ein paar rote Tropfen auf unseren Hosen. Aber das ist ja kein Problem hier, man nimmt eine Handvoll Salz vom Boden, reibt die Flecken ein und schon sind sie verschwunden.
    Am vierten und letzten Tag unserer Tour werden wir bereits um 4h30 geweckt. Ohne Früstück geht's los Richtung Salar. Heute ist der ganze Vormittag ihm gewidmet. Wir fahren soweit in die Salzpfanne hinein, bis wir einen guten Blick haben um den Sonnenaufgang zu geniessen. Da 10-20 Zentimeter Wasser auf der Salzschicht liegen, heisst es Schuhe ausziehen und raus. Aber brrrr nach 10 Sekunden fühlen wir die Zehen kaum mehr und suchen wieder Unterschlupf im Auto. Kurz bevor uns die Sonne zuzwinkert, wagt es Dani nochmals raus, klettert auf das Autodach un beobachtet das ganze von oben - mit eiskalten Füsse.
    Nach dem Frühstück im Salzhotel inmitten des Salars steht das unerlässliche Fotoshooting in der Salzpfanne an. Durch den vielen Regen in den vergangenen Tagen wirkt die ganze Ebene wie ein riesengrosser Spiegel und es ist kaum zu erkennen, wo der Horizont endet und wo der Himmel beginnt. Etwa zwei Stunden geniessen wir dieses einzigartige Szenario und schiessen hunderte Fotos.
    Der Abschluss der Tour bildet der Zugfriedhof in Uyuni. Irgendwie schräg, dass bei all den Naturhighlights der Zugfriedhof ein fester Bestandteil der Tour ist. Wir hatten das grosse Glück, dass wir wie auch bei vielen anderen Stops, fast die einzigen Touris waren, da die meisten Tourjeeps von Uyuni oder von San Pedro in Chile starten und zu anderen Zeiten unterwegs sind. So kletterte das Daniäffchen von Wagen über Wagen und geniesst es sichtlich.

    Unsere Tour endet damit, wir verabschieden uns von allen und geniessen unsere erste Dusche nach vier Tagen.

    Unser nächstes Ziel: Atacama Wüste in Chile. Wir sind guten Mutes, dass es nun endlich klappen soll!
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  • Day102

    Wild West Amazonas

    January 31 in Bolivia ⋅ ☁️ 8 °C

    Drei Wochen Verwahrlosung im Urwald Boliviens gehen zu Ende.
    Caranavi, hier ist das ganze Jahr Kirmes - und zwar Jahrmarkt der Hässlichkeit. Die Behausungen befinden sich im Rohbau, vieles ist kaputt oder verfallen und der Staub der unbefestigten Straßen wirbelt sich in jede Ritze und gibt dem Ganzen noch den Rest.
    Daher denkt ihr euch sicher: man sind die braun geworden. Falsch! Wir sind einfach nur dreckig, trotz 3 Duschen täglich. Die Einheimischen haben dennoch immer was zu lachen, auch wenn dabei mehr Lücken als übrige Zähne zum Vorschein kommen. Im Schlange (elastic chicken) und Leguan Wettknabbern wären wir mit unserem Mahlwerk aber sicher überlegen. (Wobei Sie vielleicht den Staubsaugermove bringen können?)

    Ästhetisch war das Erlebnis nicht, aber ein interessanter, ungeschminkter Einblick ins bolivianische Chaos, äh Alltag. Außerdem gab es kühle Chelas puuuueees (das Kaltgetränk Biiiirrrrr, das auch in Deutschland gerne in Massen konsumiert wird).
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  • Day30

    Huyana Potosi - 6.088m

    November 30, 2018 in Bolivia ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute habe ich meinen ersten (und wahrscheinlich auf sehr lange Zeit einzigen) 6.000er bestiegen. Wie läuft so eine „Expedition“ ab: Vorgestern haben wir auf einem Gletscher Steigeisen und Eispickeltechnik geübt. Gestern sind wir dann vom Base Camp zum High Camp aufgestiegen und haben dort versucht ein paar Stunden zu schlafen. Um Mitternacht war Wecken, Ankleiden ( jeweils 4 Schichten unten und oben, Stiefel, Gamaschen, Steigeisen, Gurt, Baklava, Helm, Stirnlampe) und ab 1 Uhr „schnauften“ wir dann bei fast keinem Sauerstoff in der Luft 4,5 - bis kurz vor dem Gipfel in der eiskalten Dunkelheit bergauf... und danach folgten dann noch 4 h Abstieg ins Base Camp...so KO wie nach dem Tag war ich selten.Read more

  • Day29

    Essen in Sucre

    July 10, 2019 in Bolivia ⋅ ☀️ 19 °C

    Während der Reise braucht man immer mal wieder Tage, an denen man die nächsten Schritte plant. Wir waren heute (mehr oder weniger erfolgreich) daran, die nächsten paar Tage zu planen und haben ansonsten nicht viel gemacht. Essen natürlich. Besonderes Highlight waren die venezoelanischen Arepas, Maisfladen gefüllt mit Fleisch, Käse und Gemüse. Hinterher gab's noch ein Eis und jetzt ab ins Bett.Read more

  • Day51

    Sucre, du Schönheit!

    February 27 in Bolivia ⋅ ⛅ 16 °C

    Mit Wasserbomben und lauter "Guggenmusik" werden wir am Busterminal in Sucre empfangen. Die Stadt ist für die Tage im Ausnahmezustand - EL CARNEVAL - wo das Auge hinreicht. In diesen Tagen ist man vor keiner Wasserbombe (sei dies ein Wasserballon, ein Wasserkübel oder Wasserpistole) sicher. In verschiedenen Kleingruppen laufen die Musiker (ähnlich wie unsere Guggenmusik, aber nur mit einem gleichfarbigen T-Shirt) in der Stadt umher und werden von tanzenden und wasserspritzenden Leuten begleitet. Auf unsere Frage, wieso so viel Wasser, da Bolivien kein Wasserschloss ist, lautet die Antwort: es ist Tradition.

    Wir beginnen unseren Aufenthalt in Sucre mit einem kurzen Marsch auf den Aussichtspunkt "La Recoleta", von wo wir einen herrlichen Blick über die weisse, hügelige Stadt bekommen.
    Obwohl auf 2800 müm. hat Sucre ein angenehmes Klima. Die Innenstadt besteht aus vielen schönen Bauwerken aus der spanischen Kolonialzeit, was sie vielleicht deshalb zu einer der schönsten Städte Südamerikas macht. Uns gefällt sie sehr gut. In Sucre wurde 1825 die Unabhängigkeit von ihrer Kolonialmacht Spanien ausgerufen.

    Sucre hat viele interessante Museen zu bieten. Wir besuchen das Haus der Freiheit sowie das Museum für indigenes Webe-Handwerk. Dort werden Frauen (und mittlerweile auch Männer) gefördert, eine uralte Technik des Webens zu erlernen und vor allem weiterzuführen und so am Leben zu erhalten.

    Auch unternehmen wir einen tollen Tagesausflug in den Maragua-Krater. Dies ist ein riesengrosser Krater, worin heute ein kleines Dorf steht und Mais, Quinoa angepflanzt und Schafe gehalten werden. Laut unserem Guide gibt es 5 verschiedene Theorien wie dieser Krater entstand und man sich aussuchen darf, welche Entstehungsart einem am besten zusagt...

    Sucre und Umgebung ist auch sehr bekannt für seine Millionenjahre alten Dinosaurier-Fussabdrücke, welche in Felswänden - meistens durch Zufall- entdeckt wurden. Nebst den Spuren im Dino-Museum in Sucre bestaunen wir auf unserem Tagesausflug im Maragua-Krater 68 Mio. alte Dino-Spuren.

    Abends in Sucre gehen wir sehr lecker Essen. Es gibt viele kleine Cafés mit gutem Kaffee und Dessert. Der Hauptplatz mit seinen hohen Bäumen lässt uns immer wieder ein Päuschen machen.
    Sucre können wir von Herzen weiterempfehlen.

    Nun sind wir gespannt auf den höchstgelegenen Regierungssitz der Welt: La Paz.
    12 Stunden Nacht-Busfahrt ahoi!
    Übrigens: Mittlerweile haben wir bereits dreieinhalb Tage im Bus verbracht ;-)
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You might also know this place by the following names:

Plurinational State of Bolivia, Bolivien, Bolivia, Bolivië, ቦሊቪያ, Bolibia, بوليفيا, Wuliwya, Boliviya, Балівія, Боливия, Bolivi, বোলিভিয়া, བོ་ལི་ཝིཡ།, Bolivija, Bolívia, Bolívie, Bolifia, Bolivia nutome, Βολιβία, Bolivio, Boliivia, بولیویا, Boliwii, Bolivie, An Bholaiv, Boilibhia, બોલિવિયા, Bolibiya, בוליביה, बोलीविया, Բոլիվիա, Bólivía, ボリビア共和国, ბოლივია, បូលីវី, ಬಲ್ಗೇರಿಯಾ, 볼리비아, बोलिविया, بۆلیڤیا, ໂບລິເວຍ, Mbolivi, Bolīvija, Боливија, ബൊളീവിയ, बोलिव्हिया, Bolivja, ဘိုလီးဘီးယား, Boribiya, Bolivtlān, Bholiviya, बोलिभिया, ବୋଲଭିଆ, Boliwia, Puliwya, Bolivïi, බොලීවියාව, Boliifiya, பொலிவியா, బొలీవియా, โบลิเวีย, Polīvia, Bolivya, بولىۋىيە, Болівія, Bô-li-vi-a (Bolivia), Bolivän, Orílẹ́ède Bọ̀lífíyà, 玻利維亞, i-Bolivia

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