Bolivia
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232 travelers at this place:

  • Day50

    Nach zwei Alibi-Posts wird dieser wieder etwas substanzieller, wenn nicht gar lang ausfallen. Kurt mit seiner Leseschwäche und schwachen Vorhand darf sich also gerne schon an dieser Stelle ausklinken. Adée.

    Bevor wir San Pedro de Atacama verlassen konnten, mussten wir uns natürlich noch um den Cäsh in der Täsch kümmern. Argentinien ist ja vorbei, Chile so gut wie und Bolivien wird es auch nur kurz sein, bevor wir schon bald in Peru aufschlagen werden. Leider hatten die Argentinos nur noch Ramsch-Wert und der Kurs für Bolivianos war auch nicht berauschend. Grund genug den kleinen Frust der beschissenen Businesstransaktion mit grossen Flaschen zu behandeln. So wurde es denn unser Ziel, unsere verbleibenden Chilenos noch am selbigen Abend bis auf den letzten Pesos zu vertünterlen. Die Blösse mit Verkauf zu Ramsch-Wert im nächsten Land wollten wir uns nicht nochmals geben. Nach 2l Bier waren noch exakt 12’500 Chilenos übrig (etwas weniger als 20 Stutz) und unsere zwei Mathe-Hirne kamen in Fahrt. Also meins. Sue war bereits betrunken und hatte einfach Hunger. Nachdem alle Optionen aufgrund der Speisekarte im Bruchteil einer Sekunde durchgerechnet wurden, gab es Quesadilla, Enchilada mit Pollo und zwei gütig gefüllte Glas Rotwein. Und die Rechnung? Natürlich genau die erwarteten 12’500 Cheap-Fuck-Touri-Pesos. Allerdings, wie üblich, plus 10% Trinkgeld. Hmm, shit, da hatte jemand wohl ein Bier zu viel. Sorry! Adée. (Bzw hasta)

    Unsere Wüsten-Tour zum Discount-Preis startet früh und es ist doch massiv kälter als wir erwartet haben und unsere Touri-Ankleide augenscheinlich zum Ausdruck bringt. Wir tun einfach mal so als ob wir Schweizer uns das gewohnt sind. Also ich, Sue friert. Da wir noch nicht genau wissen, was uns genau erwartet und mit wem wir wie unterwegs sein werden, bleiben wir vorerst gewohnt optimistisch. Und dann kommts. Erstes Frühstuck im Freien an der Grenze zu Bolivien, wo wir auf die 4x4 umsatteln und unsere Tour-Crew kennenlernen. Und? Absolute Bombe! Also das Frühstück. Mit Avocado, frischem Brot, Fleisch, Käse, ... andere Shit! So kann es gerne weiter gehen. Wie alle anderen Crews anstehen für die Grenzformalitäten? Nope. Macht in unserem Fall der geile Guide. Läuft. Versprochen bzw verkauft wurde uns ja ein Englisch sprechender Fahrer. Nennen wir ihn Charles, denn seinen koreanisch klingenden Namen können wir - und Europäer generell - eh nicht richtig aussprechen. Charles spricht fünf bis zehn indigene Sprachen, die allesamt an Irrelevanz für uns nicht zu übertreffen waren. Und Spanisch. Aber Charles spricht kein Englisch. Nada - wie er sagen würde. Wir sind kurzerhand entsetzt, lassen es uns aber natürlich nicht anmerken. Verdammte Falschwerbung! Wo ist der Verbraucherschutz wenn man ihn braucht?! Unsere AXA Rechtsschutzversicherung wollte sich dem Fall auf Anfrage übrigens auch nicht annehmen. War ja klar.

    Aber hey, in unseren weissen Toyota Land Cruiser passen ja neben Charles sechs Leute und bei der zufälligen Zulosung unserer Mitinsassen hat die schöne Sue - wie soll ich sagen? - unbewusst ins Honigtöpfchen gegriffen. Oder zumindest in ein angefangenes Marmeladenglas. Mit dem Vierergrüppchen bestehend aus drei Spaniern (einer -in) und einem Brasilianer klickte es von Anfang an. Geili Sieche. Eigentlich langweilig. Wobei, eine Sache war dann doch. Drei unserer 4x4-Companieros sprechen einwandfreies Englisch und trösten somit über die inakzeptabel inexistenten Englischkenntnisse von Charles hinweg. Der Vierte nicht. Also eigentlich spricht er gar nicht. Irgendwie erinnert er stark an Alan von Hangover. Auch optisch. Ihr wisst schon, der Typ mit Bart (https://en.m.wikipedia.org/wiki/The_Hangover). Ziemlich einen an der Waffel aber auch total lieb und so. Ich hoffe der taucht nicht auch plötzlich mit einem gefundenen Baby auf. Und wenn doch soll er wenigstens auch „Ruufies“ mitbringen! Wir werden sehen.

    Die 4x4-Fahrten mit Charles sind echt lustig, sein Mixtape auch. Er bewegt uns oft einen Ticken über dem schon oft rezitierten „flüssig“ und auf den billigen Plätzen haut man sich des Öfteren die Rübe ans Dach. Scho no geil. Und Charles entpuppt sich auch sonst als lustiger Kauz mit einem Fable für bolivianische Folklore und Kuschelrock. Erinnert mich irgendwie auch an The Stig - also den echten, nicht Pedro Fictivo. Dieser fährt seine Speed-Runden ausschliesslich bei völlig skurril anmutender Musik (https://youtu.be/OVuUNmGtiCA). Bei Celine Dion und Brian Adams geht Charles fahrerisch ab wie Schmitts Katze - oder Schrödingers? Ich weiss es nicht. Über weite Strecken total grotesk und unwirklich, aber das passt ja zur Landschaft durch die wir brettern. Bei Charles kommt allerdings noch das ultimative Race-Outfit dazu: Totenkopf-Sturmmaske, plastifizierte Gartenhandschuhe und rotes Cap auf Ost-Nord-Ost. Schau Foto. Dieser nach eigenen Angaben semi-professionelle Parcour-Hüpfer hat definitiv einen an der Klatsche und sollte weniger Kräuter rauchen. Sonst endet er noch wie der verwirrte Vogelbeeren-Bob.

    Unsere Tour führt uns stellenweise auf über 5‘000m und ist in etwa so eintönig wie ein 100-teiliger Kasten von Faber-Kastell. Wie immer bringen das die Bilder aber viel besser zum Ausdruck als meine teils frivole Ausdrucksweise. Ein Ort muss aber definitiv auch schriftlich erwähnt sein, da die Fotos das effektive Ausmass auf keinste Weise einzufangen vermochten. Einer der unwirklichsten Orte unserer Tour ist die Laguna Colorada, irgendwo im Nirgendwo. Stürmisch, im Winter bis -30 Grad. Und was lebt hier das ganze Jahr durch? Wer? Ja, die zu Tränen gerührte Mia? Genau, Flamingos! Aber nicht wie auf den Fotos ersichtlich ein paar Dutzend, es sind tausende! Es scheint als hätte es an diesem Ort mehr Flamingos als auf dem gesamten Globus. Totaler Alien-Wahnsinn. Und was treibt (an anderer Stelle) der schönen Sue Tränen in die Augen? Ausser Pfefferspray? Genau, ein flauschiges Lama-Baby in den Armen zu halten, während der durchgeknallte Charles zum dicken Kuss ansetzt. Also mit dem Lama, nicht mit Ihr. Auch irgendwie abartig. Abartig schön.

    Wir enden also glücklich und gesund in Uyuni, von wo uns ein Nachtbus nach La Paz bringen wird. Unsere 4x4-Companieros tun es uns übrigens gleich und wir sind bereits für weitere Schweinereien in der Stadt verabredet. Das dürften also zwei lustige Tage werden in La Paz, bevor unser Peru Hop in Richtung Cusco und Machu Picchu startet.

    PS: Sue der kleine Foto-Maniac kommt bei diesem Post leider nicht mit 10 Fotos aus und einen Clip aus ein paar Drohnen-Shootings (nicht zu verwechseln mit Drive-By-Shootings, obwohl sich der Jeep teils auch bewegt hat) gibts dann auch noch. Kommt also irgendwann noch ein zusätzlicher Picture- und Clip-Post ... Stay tuned.
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  • Day52

    La Paz, 2-Millionen-Metropole auf über 3’500m. Eine andere Welt. Die Luft ist dünn. Der Nachtbus wie auch unser Hostel sind aber definitiv von dieser Welt und unerwartet erstklassig. Wir werden um 06:00 und für die Uhrzeit äusserst freundlich empfangen, umgehend in ein geräumiges Doppelzimmer einquartiert und eingeladen, uns nach einem 2h-Power-Nap noch am Frühstücksbuffet vom dazugehörigen Hotel gütlich tun. Und das zum Preis von umgerechnet zwei Bananen und drei Tafeln Schokolade. Ok, gekauft im Globus. Wir absolvieren als erstes eine dieser allseits beliebten, informativen und unterhaltsamen City-Walking-Tours, auf welcher wir ua erfahren, dass ein Grossteil der regionalen Kokain-Produktion im städtischen Gefängnis erfolgt, welches direkt im Stadtzentrum liegt, von den Insassen selbst verwaltet wird und zu welchem auch die Frauen und Kinder der Insassen freien Zugang haben. Führungen gibt es leider keine mehr, nachdem zwei Touristen unfreundlich abgestochen wurden. Schade wie ich finde. Sue teilt das Bedauern nicht.

    Die für die Produktion notwendigen Chemikalien werden ganz unspektakulär in grossen Lastwagen angeliefert, das Endprodukt in Windeln verpackt etwas spektakulärer und für alle sichtbar jeweils vom Dach geworfen. Aufheben sei nicht ratsam, wie uns versichert wird. Lustige Welt. Wie wir im Anschluss an die Tour beim zweiten Betreten unseres Hostel-Zimmers wenig begeistert feststellen, ist die vorherrschende Temperatur ca. 10 Grad - gefühlt 0 Grad. Heizung? Nope. War ja klar, dass das mit dem Schoggi/Bananen-Preis einen Haken haben musste. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als uns im Pub um die Ecke an Kelchen voller Hauswein aufzuwärmen. Das klappte aber aufgrund der einschlägigen Erfahrung auch in dieser Welt erwartungsgemäss ganz gut.

    Und dann waren wir ja noch mit unseren 4x4-Companieros zu Dinner und Party verabredet. Da die ca. 20 Minuten zu Fuss zum Restaurant nachts „not save“ wären - als ob sich jemand trauen würde, zwei MMA-Fighter ähnliche Gestalten wie uns anzugehen -, lässt man sich eben ein Taxi rufen, mit welchem der Transfer alles in allem und dank unendlich verstopfter Strassen 50 Minuten dauert. Wer mich kennt, weiss, „I was not amused“. Spiele ich eben Samschtig-Jass. Und verliere. Scheiss Leben. Ein Bier später war die Lebensfreude wieder da und der Abend entwickelte sich prächtig. Sogar Hangover-Alan versucht ein paar Worte Englisch mit mir zu reden. Leider nichts was ich verstanden hätte. Also lächle ich, bestelle ihm noch einen Whiskey-Cola und hoffe die Situation damit zu entschärfen. Auch das klappte ganz gut.

    Die Menschen hier und wahrscheinlich in ganz Bolivien sind überaus freundlich und zuvorkommend. Zumindest zu uns. Zu Recht wie ich finde. Das liegt wohl auch an den Coca-Blättern die hier Tag ein Tag aus gekaut und als Tee geschlürft werden. Das Zeug schmeckt allerdings grässlich und wurde umgehend von meinem Speise- und Snackplan gestrichen. Wobei die versammelte Snus-Fraktion in unseren Breitengraden - zu der ich nicht gehöre - die jeweils durch Kontakt mit Speichel entstehende braune Kack-Grütze ja auch nicht stört, wenn man(n) sich einen Stinkbeutel nach dem anderen unter die ausgehöhlte Oberlippe schiebt und das sonst sympathische Lächeln in ein grenz-debiles Grinsen verwandelt. Jaja, auf der ganzen Welt der gleiche Scheiss. Wobei die Abfalllastwagen, welche die Strassen - eigentlich ein einziger grosser Markt - neben dem müffeligen Gestank mit lauter Klaviermusik eindecken, kennen wir in unserer Welt noch nicht. Die Idee gefällt aber!

    Unser nächster Reiseschritt nennt sich Peru-Hop. Eine Busreise in mehreren Etappen von La Paz nach Lima. Grösster Halt wird mit 6 Tagen Cusco sein, von wo aus wir den 5-tägigen und wohl ziemlich anstrengenden Salkantay-Trek zum Machu Picchu absolvieren werden. Gejammer vorprogrammiert. Mal schauen von wem. Ich freu mich.
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  • Day51

    Schon ein Weilchen her waren wir auf einem grandiosen Road-Trip durch einige der unwirklichsten Orte, die wir bisher gesehen haben. Der dazugehörige und von ein paar weiteren Fotos umrahmte Clip mit Knallfrosch Charles hat es nun endlich auf YouTube geschafft: https://youtu.be/QBVmXW3ojvA

    Wir sind derweil (mit Flug FC8076) auf dem Weg von Medellin nach Cartagena.

  • Day102

    Eine kleine Stadtführung durch Sucre, oder auch die weiße Stadt.
    Diese wunderschöne Mittelgroße Stadt im Kolonial Still erbaut (schuld daran wohl vornehmlich die Franzosen oder deren Einfluss) und in weiß gehaltene Stadt trägt ihren Namen mit allen Ehren.
    Stolz und Prunkvoll, mit vielen französischen Balkonen und kleinen Gimmicks wie verzierte Ampelanlagen an die sich die Leute dort fast wirklich halten. Aber weiter aus der Tür unseres Platzes ( Gartens) geht man nach links bis zur nächsten Querstraße, hier wieder links abbiegen dann zwei Blocks gerade aus und schon trift man auf den Mercado Central. Der große Marktplatz der Stadt hier drängen sich Obststände an Rindfleisch-Metzger, Hühnchen-Schlachter an Wurst-Verkäufer und natürlich das alles ungekühlt. Das deutsche WKD hätte hier seine helle Freude am kontrollieren aber auch eine Mammut Aufgabe zu bewältigen die kein Beamter in Lebzeiten schaffen könnte. Die Obststände allesamt wohl bestückt mit frischen Früchten aller Art sowie unzählige Gemüsesorten und die getrennt von den andern Aßagierenden Kartoffel- stände mit mindestens 10 verschiedenen Kartoffelsorten von denen mit sicherheit die meisten aus dem Hochland stammen den davon haben die hier ja genug. Eine weitere Köstlichkeit Saltenas ( Mais -Teigtaschen mit Fleisch, Kartoffel, Gemüse und Rosinen gefüllt) die einen süßlichen herzhaften Curry Geschmack vorweisen ( was für ein Teufelszeug da kann ein Empanada nicht viel entgegen setzen), welche aber wie die Tradition es in München verlangt, bei der Weißwurst auch vor Mittag gegessen werden nicht weil sie sonst ungenießbar wären aber dann eben seit früh um ca. 9 Uhr in einem Glaskasten warm gehalten wurden. Aber weiter das dichte Gedränge im Markt und unaufhörliche Rufe nach den zwei weißen, ( ich muss zugeben ich stach unter der vornehmlich indigenen Bevölkerung mit ca. 6 Kopf Längen dann doch etwas raus) setzt sich im zweiten Stock fort. Hier wie auch im Unteren Marktbereich reihen sich unzählige Gar- Küchen an einander, jeder lockt mit dem gleichen und will seine 5-15 Sitzplätze auch ständig besetzt wissen. Auch hier gilt wie bei jedem Marktbesuch erst Überblick verschaffen dann kaufen oder eben auch nicht. Aber der Markt ist nicht die Haupt- Attraktion in der Stadt in der damals die bolivianische Unabhängigkeit ausgerufen wurde. Nein die Casa de la Libertad beispielsweise, eines der Hauptmuseen in der Stadt (also wer das nicht kennt hat Sucre verpennt) aber auch die unzähligen Kirchen die zu besichtigen sind ( ich hab keine einzige von innen gesehen) gehören zur Stadt wie die Plaza “de 25 de Majo“ ( ja was da wohl geschah?). Ein Besuch im Museum für traditionelle Webkunst mit Vorstellung der regionalen Sitten und Gebräuche ist nur zu empfehlen und wer will kann dann auch im Souvenirshop gleich noch einen Poncho oder Wandteppich kaufen (die Einnahmen kommen wohl zum größten Teil wirklich den Weberinnen zu Gute). Mein Poncho war nicht dabei das Muster das mir gefallen hätte gabs nur als Wandteppich und dazu ist der Bus zu klein (Wände haben wir grad keine mehr frei). Noch hinzu zufügen ist, die Innenstadt ist Fussläufig sehr leicht zu erkunden wenn auch die ein oder andere Steigung, (vor allem zum Kaffee der Touristenabzocke, hier kostet ein Eiskaffeei soviel wie eine Portion gegrilltes Fleisch mit Salat, Reis und Pommes) die einem dann doch den Schweiß auf die Stirn treibt und das Herz höher schlagen lässt und das nicht zwingend vor Freude. Doch rund um eine sehr schöne Innenstadt welche es sich lohnt und gelohnt hat zu besuchen. Aber wer Rastet der Rostet und so gings weiter in die 4 größte Stadt Boliviens, Cochabamba ein Name der den Trubel der Märkte und die verstopften Verkehrsadern umschreibt wie kein zweiter. Eine Fahrt über asphaltierte Anden- Passstraßen die nur gelegentlich von Geröll an den Rändern eingeengt wurde. Hier in der Regenzeit ist es ja wie der Name sagt etwas regnerisch doch dieses Jahr fällt wohl soviel Regen wie seit 40 Jahren nicht mehr. Das präsentierte sich uns dann auch bei der Anfahrt zu unserem Stellplatz wunderbare Matschpfützen die sich über die ganze Strasse ausbreiten, doch auch die Barrikaden der Anwohner und Schlammmassen zeugen von einem Chaos das hier wohl nicht Alltag ist. Unser Platz ist aber schön grün, sauber und sicher. Der heutige Tag stand im Zeichen der Märkte für die Cochabamba bekannt ist des liegt in einer Region das für Gemüse und Obst Vielfalt bekannt ist. Der Zufall wollte es wohl das wir die Gelegenheit bekamen und vom Hostel Besitzer mit in die Stadt genommen wurden. Das erkunden der Märkte war sehr schön aber auch über Schattet von Autoabgasen, Hitze und dem süßlichen Geruch von totem Tier der allem Anschein nach von der ungekühlten Ware, schlechter Reinigung und dem Wellblech Dach das alles dann auch noch verschloss wie ein Deckel. Unser erster Markthallen Besuch war denkbar kurz und nur zur Eingewöhnung. Die Innenstadt mit der größten Christus Statue Südamerikas ( ja sie ist genau 42 cm größer als sie in Rio de Janeiro, Schwanz Vergleich auf Südamerikanisch wer hat den größeren Christus) war auch zu Fuß zu bewältigen und ohne mörder Anstiege durchzogen. Ohne gute Straßenkarte allerdings war es das reinste Labyrinth und ein heiloses hin und her nur Ansatzweise zu wissen wo man ist. Was uns aber nicht davon abhielt den Mercado de Place de 25 Mayo zu finden und dort in einem Meer aus Gar- Küchen eine zu wählen. Der Aufbau ist denkbar einfach im Hintergrund ist die Küche mit 2-4 Damen direkt daran schließt der “ Gastraum“ an davor ist der Weg durch die Halle auf dem eine weitere Dame steht ( in unserem Fall eine ältere Dame die mir Vorkam wie eine Deutsche Oma die panisch spricht) welche die Leute mit zurufen und fast schon zerren auf die 20 Plätze setzt und die Bestellungen aufnimmt. Einfache Gerichte mit oder ohne Suppe vor weck sind das Angebot. Sehr interessant ist das alle das gleiche anbieten aber nicht jeder alles hat und so wird dann wie in meinem Fall das Essen vom Nachbarstand geholt oder auch mal eine Flasche Sprite gegen eine Flasche Cola getauscht. Das Essen das wir bis jetzt bekamen war durchwegs gut, sehr lecker und von der Zubereitung einwandfrei ( mal davon abgesehen das hier das Fleisch immer richtig durch ist, aber bei den Lager -Gepflogenheiten auch durchaus verständlich) und vor allem immer frisch zubereitet. Den restlichen Tag wollten wir dann nach einem erneuten Bummel zum Markt mit einem Einkauf abschließen und zurück in unseren Garten fahren. Der Bus Namens “J“ sollte unsere Wahl sein und so taten wir. Der Preis für eine Fahrt beträgt 2 Bol. ( 2 Bolivianos). Also mit dem Geld parat Richtung Busstation und da kamm auch schon der besagte J- Bus wir rein und los, was wir nicht wussten der Bus fährt nicht nur in eine Richtung und zurück. Nein das Zentrum ist die Mitte und so fuhren wir zur Endhaltestelle in der verkehrten Richtung, dort angekommen haben wir kurz ziemlich blöd geschaut und dann über unser Weiterfahr Möglichkeiten informiert. Alles klar der Bus fährt auch wieder in die andere Richtung nach ca. 25 Minuten und einer kalten Cola später gings wieder ins Gewühl der Stadt und in den Markt. Ja richtig der Markt ist zum größten Teil ein Straßenmarkt (Stadtteil) und durch den Fährt dann auch mal ein Bus. Schön im Stau fällt unserm Busfahrer ( der ca. 80 Jahre alt war) auf das er tanken muss und gibt den Fahrgästen ein Teil des Fahrpreises zurück und sagt der nächste kommt ja gleich. Also raus auf die Strasse rein in den Markt und warten darauf das keiner den Rucksack klauen will. Gefühlte 50 Minuten später stand dann auch der nächste J- Bus schon einen halben Kilometer früher im Stau und wir stiegen ein. Uns wurde gesagt das wir 3 Blocks vor der Endhaltestelle aussteigen sollen und den Fahrer bitten uns das zu sagen. Wie befohlen taten wir und er sagte uns auch Bescheid, nur leider eine Stunde Fußmarsch zu früh wie wir in einem kleinen Laden heraus fanden um nach dem Weg zu fragen. Die sehr hilfsbereite Dame googelte das Hostel ( eigentlich wars Dolly mit ihrem Handy) und empfahl uns dann ein Taxi zu nehmen. Aber nicht irgend eins das ist zu gefährlich, also hielt sie uns eins an das sicher war. Warum das wusste Wohl nur sie, aber sie hat dann auch gleich dem Fahrer erklärt wo er hin muss. Der Fahrpreis wurde auf 20 bol. festgelegt ( zur verständlichen Umrechnung ihr habt alle Internet) und es ging los. Bis zu jenem Punkt an dem Gestern die Strasse noch leicht geflutet war und heut aufgeräumt wurde, also keine Durchfahrt. Der vermeintlich Ortskundige Fahrer hatte nicht so recht Ahnung von dem Terrain und wir baten ihn nach der zweiten gesperrten Straße uns doch zur ersten gesperrten Strasse zurück zu bringen das wir den Rest laufen. So geschah es auch, wirklich glücklich mit dem Fahrpreis schien er nicht aber “was licht des picht“ und wir liefen Heim. Morgen geht es dann weiter wohin wissen wir noch nicht genau, nur die Richtung und die ist La Paz doch am Mittwoch sind Streiks in Bolivien angesetzt und Touristen sollten sich besser nicht in Städten aufhalten. Also schauen wir das wir uns ins Off zurück ziehen.Read more

  • Day105

    Copocabana und dann nach LaPaz

    February 22 in Bolivia

    Hier in Copacabana sind die Damen nicht leicht bekleidet und die Herren nicht durch trainiert und braun gebrannt, aber und das ist für die Kollegen von der Insel in Konstanz: Der Kaffee ist hier ja wie drücke ich das nur aus OK so miserabel dass man sich selbst nach fast drei Jahren nicht hätte daran gewöhnen können.
    Doch die Truchas ( die Forellen aus dem Titicacasee) sind spitze und fast Gräten frei. Unser Ausflug zum Titicacasee war leider dann doch verregnet und wir entschlossen uns nochmal nach La Paz zu fahren (es ist ja schließlich die höchst gelegene Hauptstadt der Welt). Allerdings muss man gestehen das es hier in La Paz auch einen Bäcker gibt oder geben soll der Laugen Gebäck offeriert und in näherer Umgebung auch einen Metzger der wohl Weißwürste darbietet. Diese beiden Gründe waren es Wert ein zweites mal durch das nächtliche El Alto zu fahren um Quartier am Flughafen (der höchstgelegene Zivilflughafen 4020m der Welt) zu beziehen. Um einen Eindruck von einer Fahrt in einer Südamerikanischen Großstadt bei Nacht zu geben:
    Klare Rollenverteilung, Dolly navigiert, ich fahre im Fahrstil der Collectivo Fahrer ( Minibus die billig sind und fahren wie die Schweine) .
    Aber weiter es gehört zum guten Ton zu Hupen, Drängeln, schimpfen und Aggressiv zu fahren all diese Attribute beherrsche ich fast zur Vollendung. 😎
    Ich bin nur froh dass ich damals soviel Lehrstunden vom Axer erhalten habe. Wir fahren also von einer Zweispurigen Autobahn auf eine einspurige Strasse die dann auch bald zwischen 2 und 6 Spuren variiert mit immer wieder kehrenden Engpässen weil besagte Busse am Straßenrand Fahrgäste Ein- und Aussteigen lassen, aber damit nicht genug wildes Abbiegen über 2-3 Spuren oder vom Gegenverkehr ohne Ampel oder Kreuzung Abbiegen auf die andere Seite. Ich kann mich langsam ganz gut ein finden in diese Fahrweise und habe über legt den Herren Collectivofahren mal Unterricht zu geben, Dolly allerdings bekommt das nicht so sonderlich denn sie bekommt Herzrasen und Angstzustände wegen meiner Fahrweise und der der Anderen natürlich allem voran.
    Unser Parkplatz ist sicher also starteten wir dann am Morgen mit dem Collectivo nach La Paz, eine günstige Sache für 4 bol. direkt in die Innenstadt. Angekommen an der Iglesia San Francisco ging es in Richtung Hexen Markt hier bieten alte Damen all das an was helfen soll und kann und könnte. Man könnte diesen Markt auch mit einer Mischung aus Souvenir Ständen und kuriositäten Markt beschreiben wobei die getrockneten Baby Alpacas auch an einen Trockenfleisch Markt zu Trapper Zeiten erinnern könnte. Etwas Kultur kam auch zum tragen wir besichtigten das Coca Museum und den Platz an dem der Evo seinen Regierungssitz hat mit anschließender Kirchen Besichtigung und dann noch das Nationale Kunst Museum von Bolivien alles sehr interessant und äusserst zeitraubend. Bevor ich nun zur schon normalen Heimfahrt Odyssee komme, unser haupt Augenmerk lag ja auf besagten Würsten und dem lange vermissten Laugen Gebäck. Ja diese Aufgabe haben wir mit Bravour gemeistert. Die Suche war nicht ganz einfach da die Beschreibung im Reiseführer doch etwas wage war und in so einer Stadt nicht gleich an jedem Laden steht “ Hallo hier ihr Touristen die Brezen gibts bei uns“. Doch zur Entschädigung wartete die Bäckerei dann noch mit Puddingplundern, Schokohörnchen, Berlinern oder verständlicher Krapfen sowie einer Art Nuss Hörnchen auf, ja man kann es ahnen das Sortiment wurde doch gut ausgeschöpft. Selig nach unserm Krapfenstop beendeten wir das Touriprogramm und machten uns auf die Suche nach unserm Collectivo. Eine leichte Sache eigentlich,man stellt sich also an den Straßenrand und wartet bis eins vorbeikommt und hält es an. Soweit die Theorie. Die ersten vier waren voll gestopft mit Menschen, die anderen haben wir dan zum Teil verpasst oder sie waren ebenso voll wie der Rest. Also machten wir uns auf die Suche nach dem Nest die hatten ja eine Endstation irgendwo in La Paz. Nach 10 Blocks und gefühlten 10 Km Strecke kamen wir an eine weiter Station, nicht das Nest aber wohl nahe dran. Hier sahen wir den Grund für die Völle eine Schlange von Fahrgästen die wohl alle auf diese eine Mitfahr Möglichkeit warteten. Hier bot sich dan die Chance ein Taxi zu nehmen was wir taten für Umgerechnet 5,80€ sind wir dann die 14 km zum Flughafen gefahren worden und es hat nur grob 1 Stunde gedauert, inklusive der Befürchtung der Herr versucht uns hinters Licht zu führen und irgendwo im Nirgendwo abzusetzen. Hat er aber nicht.
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  • Day35

    To Uyuni - Tag 2

    April 13 in Bolivia

    Abfahrt um 08:30 Uhr zu einem anderen Mirador Laguna Colorada. Weiter zum Arbol de Piedra auf 4'350 m.ü.M. mit "vielen" anderen Touristen. Fotostopp bei Montaña de 7 Colores und enge, holprige Fahrt duch den Canyon del Paso del Inca. Hier konnten wir Viscachas füttern, was für ein Erlebnis. Vicuñas und Lamas sehen wir mittlerweile ständig. Es folgten mehrere Lagunen mit Flamingos - wir haben eine kleine Überdosis und können uns nicht mehr wirklich ab jeder Lagune erfreuen. Picknick war wiederum ausgezeichnet und so futterten wir alles leer. Die Unterkunft ist auch hier ein Abenteuer für sich - so landet man im kleinen Dorf bei irgendwelchen Einheimischen, die ein paar Zimmer zu vermieten haben.Read more

  • Day36

    Uyuni - Tag 3

    April 14 in Bolivia

    Nach dem ich die Nacht nicht ausser Reichweite der Toilette verbrachte, war ich am Morgen nicht wirklich transportfähig. So gings zu einem Hospital, wo sie mir wieder einigermassen auf die Beine halfen - zu mindest konnte so die Autofahrt in Angriff genommen werden.
    Kurzer Fotostopp bei einer tollen Kirche und beim Eisenbahnfriedhof in Uyuni bevor es dann zum Highlight- Salar de Uyuni - ging.
    Der Wind verhinderte die bekannten Reflexionen leider, tolle Bilder gibt's trotzdem.
    Gegen 18:00 kommen wir im Hostal an - ab in die Federn :)
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  • Day38

    Uyuni - ¡Adiós!

    April 16 in Bolivia

    Heute war mal wieder ausschlafen, entspannen, lesen und hemmungsloses WiFi nutzen angesagt.
    Seit langem gibts mal wieder richtig leckeres Essen :)
    Später suchten wir dann den "Busbahnhof" und begaben uns auf die lange Fahrt nach La Paz. Der Busbahnhof war eher eine Strasse, an der gefühlte 100 Busse standen, wo man nur rasch den Richtigen finden muss. Mit einer halben Stunde Verspätung fuhren wir mehr als pünktlich los. So machten wir es uns bequem - man konnte fast ganz liegen - diesen Luxus wünschte ich mir für den Rückflug :)Read more

  • Day39

    Nach einem perfekten Frühstück im Cafe del Mundo schlenderten wir durch den Hexenmarkt und dann vià Plaza San Francisco durch die Strassen von La Paz zum Mirador Killi Killi. Die Stadt hat viel Charme, so gibt es wieder mehr Bilder als vom Ort Uyuni. Die Strassen sind stets mit vielen alten, klapprigen MiniVans und Bussen gestopft und überall sitzen alte, dicke Damen in traditioneller Kleidung am Strassenrand, die ihre Sachen verkaufen wollen.Read more

You might also know this place by the following names:

Plurinational State of Bolivia, Bolivien, Bolivia, Bolivië, ቦሊቪያ, Bolibia, بوليفيا, Wuliwya, Boliviya, Балівія, Боливия, Bolivi, বোলিভিয়া, བོ་ལི་ཝིཡ།, Bolivija, Bolívia, Bolívie, Bolifia, Bolivia nutome, Βολιβία, Bolivio, Boliivia, بولیویا, Boliwii, Bolivie, An Bholaiv, Boilibhia, બોલિવિયા, Bolibiya, בוליביה, बोलीविया, Բոլիվիա, Bólivía, ボリビア共和国, ბოლივია, បូលីវី, ಬಲ್ಗೇರಿಯಾ, 볼리비아, बोलिविया, بۆلیڤیا, ໂບລິເວຍ, Mbolivi, Bolīvija, Боливија, ബൊളീവിയ, बोलिव्हिया, Bolivja, ဘိုလီးဘီးယား, Boribiya, Bolivtlān, Bholiviya, बोलिभिया, ବୋଲଭିଆ, Boliwia, Puliwya, Bolivïi, බොලීවියාව, Boliifiya, பொலிவியா, బొలీవియా, โบลิเวีย, Polīvia, Bolivya, بولىۋىيە, Болівія, Bô-li-vi-a (Bolivia), Bolivän, Orílẹ́ède Bọ̀lífíyà, 玻利維亞, i-Bolivia

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