Ecuador
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405 travelers at this place:

  • Day71

    Montañita (Ecuador)

    December 1, 2018 in Ecuador ⋅ ⛅ 23 °C

    Unglaublich schöne Tage mit Henne, Jana und Steffen in Montañita gehen vorbei. Das Hostel war grandios und so haben wir aus 3 Tagen 6 Tage gemacht: Pool, Strand, Ausflüge, Restaurant, Spiele und eine BAR. Was will man mehr? Jedenfalls führen wir wohl die nächsten Jahre die Bestenliste der Rechnungen hier an und sind überall als die verrückten Deutschen bekannt geworden.

    Wir waren auf der Isla del Plata bei den Blaufußtölpen, haben Schlangen, Schildkröten und einen Skorpion gesehen, waren Schnorcheln, am Strand, im Nationalpark und haben auch das Surfen nochmal ausprobiert.

    Alles in allem war Ecuador wohl meine teuerste Station mit den Galapagos Inseln und dieser gemeingefährlichen Bar, aber auch eine wunderschöne! Ecuador bietet so viel und ich hab viel zu wenig Zeit, also muss ich wohl wiederkommen ;)

    Morgen geht es für mich mit dem Flieger nach Panama! Eines der Länder, dass ich UNBEDINGT sehen will! Ich freu mich auf mein nächstes Land, auf weitere Abenteuer, auch auf das Alleinereisen wieder und bin aber unendlich dankbar für diese tollen Freunde, die um die Welt reisen um mit mir ein Bier zu trinken ;)
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  • Day161

    Quito - Herzlich Willkommen Würmlis

    April 16 in Ecuador ⋅ 🌧 23 °C

    Nun sitzen wir wieder einmal im Bus, es stehen un 7 Stunden Fahrt bevor von Quito nach Lago Agrio. Zeit, um über die vergangenen zwei Tage in Quito zu berichten.
    Der 15. April ist schon seit Monaten fett in unserem Kalender eingetragen. Nun ist der Tag tatsächlich gekommen! Wir machen uns auf zum Flughafen, wo heute Dani's Eltern ankommen, um die nächsten dreieinhalb Wochen Ferien mit uns zu verbringen. Doch nicht nur Dani's Eltern werden erwartet! Etwa 10 Kamerateams stehen am internationalen Ankunftsausgang für ihren Einsatz bereit. Meine Neugier kann erst gestillt werden, als ich ein Reporter ausfrage. Die Eltern von Oni Bini werden erwartet! Cool, und wir sind live dabei... Doch wer ist dieser Mann? Der Reporter erklärt mir, dass er evtl. ein Verbündeter sei von Julien Assange, dies sei jedoch nicht bestätigt. Auf jedenfall wurde er von wenigen Tagen inhaftiert und die Eltern kommen ihn besuchen. Da haben Dani's Eltern definitiv das Glück, das bessere Motiv zu haben. Wir warten und warten.. wer kommt wohl zuerst? Und dann plötzlich, totale Aufregung, die Kamerateams rennen einmal quer durch die Halle und wenig später tauchen die Bini's auf. Die Armen... besuchen ihren Sohn im Gefängnis und werden von lauter Blitzlichter empfangen. Als sie die Ankunftshalle, gefolgt von Kameras verlassen, haben wir endlich freie Sicht. Und dann, nach einer gefühlten Ewigkeit erblicken wir endlich die Gesichter von Lilian (alias Brynn) und Marc! Dicke Umarmungen werden ausgetauscht (@Mami, deine Umarmung ist ebenfalls angekommen, Danke, 😘) und mit dem Taxi geht es ins Hotel! Wir geben den beiden zwei Stunden Zeit um anzukommen, bevor es mit Alexandra zum Nachtessen geht. Unser Freund Paul hat uns diesen goldigen Kontakt vermittelt und sie hat uns sehr bei der Planung der nächsten dreieinhalb Wochen unterstützt. Alex ist aus Deutschland und lebt seit 15 Jahren hier. In einem Restaurant mit fantastischer Aussicht über die Altstadt von Quito lassen wir den ereignisreichen Tag ausklingen und erhalten noch wertvolle Tipps von Alex.
    Um einen ersten Überblick über die schöne koloniale (Alt)stadt zu gewinnen, schliessen wir uns zu viert einer Free Walking Tour an. Dani und ich verlassen diese nach 3 Stunden, um den Bus, in dem wir nun sitzen, noch zu erwischen.

    Die Busfahrten hier sind ziemlich unterhaltsam. Manchmal könnte man meinen, man sei auf einem Handelsmarkt. Der Bus stoppt ständig und fliegene Verkäufer stürmen herein. Jeder hat eine andere Taktik. Die einen laufen einmal durch den Bus und schreien im Sekundentakt, was sie im Angebot haben, andere wiederum nehmen sich viel Zeit und steigen erst beim nächsten Stopp aus. Diese halten dann spannendere und weniger spannendere Reden. Zuerst begrüssen sie die Fahrgäste sehr höflich, stellen sie sich vor und entschuldigen sich für die Störung. Handelt es sich um Esswaren, wird oft ein Probiererli verteilt oder es werden Quizzfragen gestellt und wer die richtige Antwort errät, erhält ein Probiererli. Bei Gesundheitsprodukten erfolgt eine simple, detaillierte Verkaufsrede. Am Schluss hat jeder Verkäufer eine tolle Aktion im Angebot und je nachdem wie überzeugend er war, zücken mehr oder weniger Passagiere ihre Münzen und schlagen zu!
    In etwa 4-5 Stunden kommen wir hoffenltich in Lago Agrio an, wo wir einmal übernachten und dann Lilian und Marc wieder treffen, die mit dem Flugzeug nach Lago Agrio reisen. Und dann freuen wir uns ungeheim auf 5 Tage Dschungel Abenteuer🐒🐀🦎🐍🐤
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  • Day166

    Cuyabeno Reservat - 5 Tage Dschungel pur

    April 21 in Ecuador ⋅ 🌧 23 °C

    Wo ist meine Kunstdaunen Jacke, die mich in kalten Zeiten so schön warm gehalten hat? Ich durchsuche den ganzen Rucksack, wo ich sie doch eingepackt habe, aber sie ist einfach nicht mehr da. Um alle Eventualitäten auszuschliessen, frage ich im letzten Hostel nach, doch sie ist auch dort nicht. Komisch... Mal die Nacht abwarten, vielleicht werde ich schlauer. Und tatsächlich, am nächsten Morgen ist auch meine Sonnebrille unauffindbar und die habe ich während der Busfahrt in meinen kleinen Rucksack verstaut. Da dämmert es mir langsam, jemand hat sich während der Busfahrt wohl meines Rucksacks bedient! Der Chauffeur meinte noch zu uns, wir sollen auf unsere Rucksäcke aufpassen, da Touristen wohl öfters mal dran glauben müssen. Tja.. zum Glück hatte ich alle Wertsachen direkt bei mir und um die gefälschte Sonnebrille ist es mir auch nicht schade. Der Jacke trauere ich schon noch nach aber wenigstens sind die kalten Zeiten vorbei und mein Rucksack hat wieder etwas Luft!

    Durch kurvenreiche Strassen verlassen wir Lago Agrio und verabschieden uns langsam von der Zivilisation. Zwei Stunden später und (die einen) etwas bleicher, werden wir in Boote verfrachtet, wo uns weitere zwei Stunden Fahrt im Dschungel erwartet. Unser "Abhol" Guide erweist sich als eher stumm und unmotiviert, zum Glück haben wir aber einen Fahrer, der weiss wo die Tiere stecken. Zuerst bin jedoch ich erfolgreich - mono! rufe ich und der Fahrer hält an und lässt uns Zeit, die herzigen Äffchen in den Bäumen zu beobachten. Weiter geht's und plötzlich herrscht Aufregung, wir nähern uns dem Ufer und wenig später haben wir sie alle erspäht, da liegt sie seelenruhig und eingerugelt - eine schwarze Anakonda, wow! Auf dem Weg in unsere Lodge begrüssen uns noch zwei weitere Affenarten (von insgesamt 10, die hier leben), eine weitere Anakonda, eine Echse sowie verschiedene Vögel.
    Wir wohnen für die nächsten 4 Nächte in der Jamu Lodge, gleich am Fluss (einen anderen Zugang gibt es nicht), inmitten des Dschungels.
    Noch vor dem Abendessen steht ein Ausflug in den nahegelegenen See an, wo die Waghalsigen einen Sprung ins Kalte nass tätigen können. Es sei die einzige Lagune, die sicher sei. Wie die Guides wissen, dass es hier weder Krokodile noch sonstige böse Tiere gibt, fragen wir uns besser nicht sondern geniessen die Erfrischung in romantischer Sonnenuntergangsstimmung.
    Beim Abendessen herrscht Aufregung, irgendetwas gibt es am Baun zu sehen. Als Neuankömmlinge sind wir besonders gwunderig und eilen auch zum Baum. Wir stauen nicht schlecht, als dort eine Tarantel (grosse, pelzige Spinne!) nur einen Meter entfernt von uns sich zur Schau stellt. Da werden die coolen Stäcklitiere auf der anderen Seite des Baumes gerade leicht in den Schatten gestellt. Als wir etwas später direkt über unserem Nachbartisch eine weitere Tarantel entdecken, die gerade dabei ist, eine frisch geschnappte Fledermaus zu verspeisen(!), sind wir definitiv im Dschungelcamp angekommen. Was für ein fantastischer Auftakt in unser Abenteuer. Als wir auch den Fröschen mit den wunderschönen Augen Gutnacht gesagt haben, summen uns die Insekten lautstark in den Schlaf.

    Auf die selbe Art werden wir am nächsten Morgen angenehm aus dem Schlaf gerissen. Heute steht ein Besuch beim Schaman (Natur-Heil-Doktor) an. Ich frage Dani, ob er mich verlassen würde, falls der Shaman aussagt ich sei eine schlechte Person - ein eindeutiges Ja kommt zurück. Meine Nervosität steigt. Mit dem Boot holen wie ihn ab und fahren zu seiner "Dschungelpraxis". Dort erzählt er uns, wie Ayuasca, das natürliche, starke Entgiftungs-Gift, funktioniert und wie er Krankheiten erkennt. Ich frage, ob ich auch Shamanin werden könne und überraschenderweise könnte ich das. Wenn ich nicht schwanger bin und meine Menstruation nicht habe, bin ich jederzeit willkommen. Die Ausbildung dauert mehrere Jahre und man darf während und auch danach niemals von schwangeren oder menstruierenden Frauen Essen annehmen, auch wenn es die eigene Frau ist. Er geht nicht auf einzelne Personen ein und somit ist Dani zum Glück nach wie vor mein Freund. Wir lernen zum Schluss noch wie die Einheimischen früher mit einer Art Blasrohr vergiftete Zahnstocher durch die Luft geschossen haben um Tiere zu jagen, bevor es weiter geht in ein Dschungeldorf. In dieser Community stellen wir Yuca Brot her! Zuert ernten wir das Gemüse im Dschungel, bevor es geschält, gewaschen und geraffelt wird. Als nächstes wird es in eine Art "Tasche" eingepackt und ausgewindet, damit alle Flüssigkeit rauskommt. Nun wird es noch ganz fein verribelt (sieht aus wie Mehl) und anschliessend ohne irgendwelche weitere Zutaten auf eineTonscheibe auf das Feuer gelegt. Ca 5 Minuten später ist unsere perfekte Tortilla fertig, wird mit Thonsalat und Reis gefüllt und wir geniessen unser Mittagessen. Ein kurzer Verdauungsspaziergang führt uns zum grössten Baum im Dschungel welcher als einer der wenigen Orten in der Gemeinde Handyempfang bietet. Unser Guide Pedro macht sich mit dem Rest der Gruppe auf den Rückweg, während wir vier noch mit einem kurzen Fotoshooting beschäftigt sind. Wenn wir jetzt nur noch wüssten, welcher Weg zurückführt... jedenfalls nicht unser auserwählte. Auch Pedro hat unsere Abwesenheit wohl bemerkt und ruft durch den Dschungel - happy end!
    Auf der Rückfahrt zur Lodge und dem täglichen Sonnenuntergangsausflug zum See erwarten uns weitere tierische Highlights. Hoch auf den Palmen strahlen 4 blau-gelbe Papageien im wunderschönen Abendlicht um die Wette, was für ein Anblick. Nachdem sie geduldig für unsere Kameras posiert haben, bieten sie eine kurze Flugshow und verschwinden von der Bildfläche. Als nächstes suchen wir die Flussdelphine. Ich kann es kaum erwarten doch diese Show ist nicht ganz so umwerfend. In der Ferne sehen wir sie jeweils für wenige Sekunden, bevor sie wieder im Wasser verschwinden. Nach dem Eindunkeln möchten wir den Kaimanen hallo sagen. Direkt vor einer anderen Lodge werden wir fündig, anscheinend wird er öfters hier gesichtet, da er vermutlich gefüttert wird. Als unser Boot direkt neben seinem Kopf halt macht, lasse ich Dani den Vortritt und geniesse den Anblick von der zweiten Reihe aus.

    Das Abendessen bietet erneut Spannung. Wir dürfen unseren Tisch zuerst auswählen und ein paar Spinnenfreunde in unserer Gruppe entscheiden sich ausgerechnet für den Tisch unterhalb der Tarantel. Ich esse mit meinem Tächlichäppli, sicher ist sicher! Nachdem sie uns beim Essen zugeschaut hat, scheint sie ebenfalls Appetit bekommen zu haben. Sie krabelt langsam den Holzbalken hoch Richtung Frosch. Dieser macht keinen Wank. Mit Feldstecher lehne ich mich zurück und bin gespannt auf die Show. Sie kommt näher und näher und ZÄG, mit gestrecktem Bein direkt auf den Frosch, oh nein armer Frosch😓 doch das Schauspiel nimmt eine überraschende Wende, die Spinne macht einen Rückzieher, der Frosch bleibt am Leben 💪🐸 und ich kann nun endlich mein Dessert geniessen😋.

    Mit Gummistiefel und Regenpellerine geht es am Tag 3 auf die Pirsch. Wir spazieren durch schlammige Pfade voller Insekten, lernen z.B dass man Termitten essen kann und diese wie Karotten schmecken (was der Italiener in unserer Gruppe nach der Degustation bestätigen kann) oder dass man beim Latex Baum etwas Rinde aufritzen muss, damit die weisse Flüssigkeit rauskommt, die süsslich schmeckt und gegen Bauchschmerzen eingesetzt wird (und die Überresten am Finger sich wie Kaugummi anfühlen). Der Rückweg zur Lodge mit dem Paddel Boot ist definitiv anstrender als die Anreise mit de Motorboot. Zum Glück sind Lilian und Manuela so gute Ruderer, so dass die Schwäche der anderen wetgemacht wird (oder doch eher umgekehrt?)
    Einen Teil des Pfades erkundigen wir auf einem Nachtspaziergang erneut. Ganz schön unheimlich! Wir entdecken Spinnen, Spinnen und nochmals Spinnen. (Alessia und Jenni, falls ihr das liest, ich hätte diesen Spaziergang gerne mit euch gemacht:-)) Ab und zu auch Frösche, Heugümper, eine Art Lobster und weitere Insekten.
    Erneut ein erfolgreicher Tag - nebst vielen Insekten haben wir weitere Affenarten, farbige Vögel sowie ein Faultier entdeckt.

    Tag 4 müssen wir früh auf! Um 6h15 verlässt das Boot die Lodge um mit den Vögeln in den Tag zu starten. Sie scheinen jedoch noch nicht so aktiv und präsentationsfreudig zu sein, auch verständlich bei diesem bewölkten Himmel. Spannender wird's nach dem Frühstück, als wir durch enge Dschungelgassen paddeln und dabei den Affen zuschauen können, wie sie von Baum zu Baum die Flusseite wechseln. Einer nach dem anderen nimmt Anlauf und wagt den Sprung, grosses Kino! Wir verlassen das Boot um das Festland zu erkunden und müssen dabei aufpassen, nicht auf die Ameisen Autobahn zu trampeln. Eine Tarantel und eine sich verpuppende Raupe versüssen uns den Spaziergang. Zmittag gibt's heute auf dem Boot und zwar ein echter Dschungel Lunch - Spaghetti Bolognese! Vögel und Affen begleiten uns beim gemütlichen zurückpaddeln zur Lodge.
    Am späteren Nachmittag auf dem Weg zum See thront zuoberst im Baum ein faules Faultier. So majestätisch, man könnte meinen es sei gerade Dschungelkönig geworden! Faultiere haben einen grossen Vorteil gegenüber den anderen Tieren - sie bleiben an Ort und Stelle und man muss absolut keine Angst haben, dass es schon verschwunden ist, kaum hat man es entdeckt.
    Der nächtliche Ausflug ist heute der Suche nach Wasserboas gewidmet. Unsere Hoffnungen sind gering - unsere Freude umso grösser, als Pedro plötzlich mit der Taschenlampe fuchtelt, er hat etwas entdeckt! Unser Boot nähert sich langsam dem Baum, wo die reflektierenden Augen herfunkeln. Da liegt sie auf dem Ast, eine gelbe, lange Boa. Ob sie vor lauter Freude uns zu sehen mit der Zunge züngelt, können wir nicht beurteilen. Das ganze Boot ist begeistert! Weiter geht die Suche und wir werden nochmals fündig. Diesmal sind andere Boote bereits vor Ort, gefundenes Fressen für uns! Diesmal eine weiss graue Boa, die den Ast verziert und sich langsam entlang schlängelt. Auf dem Rückweg sehen wir noch eine dritte Boa, bevor es dann endlich Abendessen gibt.
    Schon steht die letzte Nacht in unserem Dschungelzimmer bevor. Wir verabschieden uns von allen "Haustieren" und geniessen ein letztes Mal das harmonische Einschlafkonzert!
    Mit dem Motorboot fahren wir am nächsten Morgen zurück Richtung Cuyabeno Brücke. So schön wie uns die Sonne vor 5 Tagen begrüsst hat, so heftig regnet es nun heute. 2 Stunden Fahrt in strömenden Regen sorgt dafür, dass wir trotz Regenpellerine heute Abend wohl nicht mehr duschen müssen!

    Morgen folgt das nächste grosse Highlight, wir fliegen auf die Galapagos Inseln und freuen uns unglaublich auf die bevorstehende 8 tägige Kreuzfahrt!
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  • Day179

    Galapagos - Inseltage auf Isabela

    May 4 in Ecuador ⋅ ⛅ 29 °C

    Nachdem schon seit Geburt unseres Blogs klar war, dass Dani über die Galapagos Inseln berichten darf, bin ich (Manuela) nun wieder am Zug und darf noch über den zweiten Galapagos Teil erzählen.
    Am ersten Tag nach der Kreuzfahrt gilt Ausschlafen als höchste Priorität. Endlich mal nicht zwischen 5h und 6h aufstehen, da kommt richtiges Ferienfeeling auf! Doch leider ist auch niemand mehr da, der für uns kocht und unser Programm zusammenstellt. Um einen Landschock zu vermeiden nach 8 Tagen auf hoher See, haben wir ein Hotel direkt am Strand gewählt und geniessen das Einschlafen bei Wellenrauschen.
    Nach dem Frühstück gibt's gleich mal eine Runde Freizeit - oder auch Internerzeit. Nach 8 Tagen Funkstille hat man einiges nach zu holen! Als Abwechslung kommt ein Schwumm im offenen Meer-Wellenbad gerade richtig. Am Nachmittag spazieren wir in der Gegend umher, entdecken jenste Meer Leguane und spüren 3 Flamingos auf, die sich 5 Meter vor uns herauspützeln.
    Am nächsten Morgen ist Ausschlafen schon wieder wunschdenken für Lilian, Daniel und mich. Um 7h20 werden wir abgeholt und aufs Boot gebracht. Wir rasen durch das Meer, sehen immer wieder mal einen Flossen oder Buckel aus dem Wasser ragen und kommen 45 Minuten später am Ziel an, den "tuneles". Heute hat der Pinguin Empfangsdienst und begrüsst uns freundlich. Wir bööteln im Schritttempo durch die malerischen Lavalandschaften bis das Boot zu einem Stopp kommt und ein Landgang ansteht. Zu Fuss spazieren wir über die Lava Tunnels, winken den vorbeischwimmenden Schildkröten zu und tanzen mit dem Blaufuss Tölpel. Ein paar hundert Meter entfernt, Schnorchel und Tauchbrille aufgesetzt, begeben wir uns ins Nass und beobachten die Unterwasser-Welt. Eine Schildkröte nach der anderen paddelt gemütlich an uns vorbei, begleitet von farbigen Fischen. In einer Höhle finden wir ein Dutzend Haifische beim gemütlichem Zusammensein. Als letztes machen wir uns auf die Suche nach Seepferdchen, wobei unser Guide schnell fündig wird. Jedoch zeigt sich nur ein einziges Geschöpf und 10 sehensgierige, mit Flossen strampelnde Schnorchler, versuchen einen Blick zu erhaschen....
    Am Nachmittag gehen wir in der Perla de la concha (nur ein 20 minütiger Spaziergang von unserem Hotel) auf eigene Faust schnorcheln. Da ich keine Schnorchel Ausrüstung habe, warte ich auf dem Steg, während Dani und Lilian die Umgebung unter Wasser erkunden und Marc eine Abkühlung im Wasser geniesst. Als vier entenähnliche Gestalten gemütlich vor Marc vorbeischwimmen überlege ich noch, ob ich ein Foto machen soll aber Enten sind ja langweilig. Bis Marc ruft "Pinguuuus". Doch bis die Kamera eingeschaltet ist, sind sie bereits aus dem Bild. Ich kann es nicht fassen, dass ich diese einmalige Fotogelegenheit verpasst habe🙈🐧. Als Lilian mir ihr Schnorchelzeug übergibt, ist mein einziges Ziel dem Blog Namen gewidmet: Find penguins! Vom Steg aus können wir gleich einen sichten, Dani und ich stürzen ins Wasser und wenig später haben wir ihn erwischt und können friedlich hinterherschwimmen. Er schwimmt an der Wasseroberfläche und zwitschert alle 5 Sekunden etwas in die Welt hinaus bis er irgendwann abtaucht und sich verabschiedet. Die Faszination Galapagos hat mich nun definitiv auch erreicht! Ich spüre eine Schildkröte auf, schwimme mit ihr bis zu den Mangroven und leiste ihr Gesellschaft beim Z'vieri. Plötzlich rufen mir die Würmlis vom Steg her zu "Seelöwe! Hinter dir, nein rechts, nein andere Seite...! Tja verpasst, dafür sagt nochmals ein Pingu kurz hola und ich kann das Wasser zufrieden verlassen.
    Für unseren letzten Tag variieren die Interessen. Dani möchte die Gelegenheit unbedingt noch nutzen, um beim Hafen schwimmende Meer Leguane zu sehen und die besste Chance eröffnet sich jeweils am Morgen. Marc und ich gehen währenddessen auf die Vulkanwanderung. Der zweitgrösste Krater weltweit erwartet uns auf dem Sierra Niegra. Doch der Guide muss uns des besseren belehren - die Info in den Reisehandbücher ist falsch - es gibt einige grössere Krater. Und trotzdem ist er mit 35km2 eindrücklich gross! Noch eindrücklicher wird es, als unsere Wanderung über Lavagesteine führt. Die bizarre Umgebung gibt einem das Gefühl, als befänden wir uns auf einem anderen Planeten. Die 9km auf derselben Strecke zurück ziehen sich ziemlich in die Länge. Wir erfreuen uns an leichtem rägele als Abkühlung. Aber die Freude währt nicht lange, schon bald bin ich in der Regenjacke eingepackt und von oben bis unten pflotschnass.
    Zurück in Villamil finde ich Dani nicht im Hotelzimmer vor. Die wasserdichte Kamera auf dem Bett verrät jedoch, dass die beiden nicht mehr am schnorcheln sind. Gwunderig wie ich bin, drücke ich den "Ein" Knopf und warte gespannt... Nein wie süss, ein Pinguin strahlt mich aus nächster Nähe an. Ich weiss nicht genau, ob bei mir nun Freude oder Eifersucht überwiegt;-). So richtig freue ich mich aber, als ich jenste Fotos von schwimmenden Meer Leguanen finde. Seit Tagen hat er sich das gewünscht und endlich wurde der Wunsch erfüllt.
    Am Nachmittag möchte ich mein Glück mit dem Pinguin auch noch versuchen doch er steht, wie erwartet, nicht mehr auf seinem Stein. Immerhin sehe ich einen Aal und eine Schildkröte.
    Nach insgesamt 12 Tagen sind unsere Galapagos Ferien leider zu Ende. Um 5h15 holt uns das Taxi ab und bringt uns zum Hafen, wo wir mit dem Wassertaxi zum Boot fahren. In der Weite sehe ich einen weissen Punkt. Sofort schnappe ich mir meinen Feldstecher und meine Vermutung stellt sich als Tatsache heraus - da ist tatsächlich ein Pinguin so früh aufgestanden, um uns Tschüss zu winken😍🐧👋
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  • Day81

    San Cristobal - Galapagos

    June 10 in Ecuador ⋅ ☀️ 27 °C

    Von Guayaquil aus flogen wir auf die Galapagosinseln, genauer gesagt auf die Insel San Cristobal. Vom Flughafen aus konnten wir bequem ins Dorf laufen und in unserem Hostel einchecken. Es zog uns aber sofort wieder raus, wir wollten gleich anfangen uns zu erkundigen und umzusehen. Oft hört man, dass die Galapagosinseln nur in Form einer Kreuzfahrt sinnvoll zu bereisen sind. Das gilt bestimmt für die kleineren Inseln, aber die großen Hauptinseln kann man durchaus auf eigene Faust erkunden und sich dabei einige tausend Euro sparen!
    Wir informierten uns bei verschiedenen Anbietern und buchten dann eine Schnorcheltour und eine 360° Grad Tour (einmal mit dem Boot um die Insel mit viel Schnorcheln).

    An der Promenade angekommen sahen wir sofort die ersten Seelöwen, die in der Sonne chillten und verschiedenste lustige Geräusche von sich gaben, von Rülpsen bis Husten war alles mit dabei 😀 Auch unter verschiedenen Bänken hatten sie sich im Schatten niedergelassen und ließen sich von Menschen nicht stören.

    Wir machten uns auf den Weg um noch eine kleine Wanderung zu machen. Schmale Wege führten uns in eine Bucht, wo man angeblich gut schnorcheln kann. Das Wasser war richtig kalt, aber die Überwindung hat sich gelohnt: wir sahen unsere allererste Wasserschildkröte in freier Wildbahn, ein entspanntes Tier mit mehr als einem halben Meter Durchmesser, das sich lange beobachten ließ. Auch Seelöwen kamen uns nahe und spielten im Wasser miteinander. Nachdem wir an einer Darwinstatue und an einem Aussichtspunkt vorbeigekommen waren, schauten wir uns den schönen Sonnenuntergang an einem Strand an, wo ebenfalls viele Robben unterwegs waren. Ein toller erster Tag mit vielen Tieren!

    Am nächsten Tag fuhren wir mit einem kleinen Boot los, außer uns waren noch vier weitere Passagiere an Bord. Als wir über das Wasser bretterten tauchte plötzlich eine große Gruppe von Delfinen auf, bestimmt um die 30! Immer wieder sprangen sie neben dem Boot aus dem Wasser, bis sie irgendwann wieder verschwunden waren. Bald waren wir an der ersten Schnorchelstelle angekommen und stürzten uns ins Wasser, diesmal immerhin mit Neoprenanzügen. Dort sahen wir Schildkröten, und nicht viel später tauchten auch schon die ersten Haie auf: Black Tipped Reef Sharks. Beeindruckende Tiere, und weitaus größer als die Riffhaie die wir in Thailand schonmal gesehen hatten. In einer mit Mangroven umgebenen Bucht sahen wir unzählige rote Krabben, und auch ein Stachelrochen huschte an uns vorbei. Einen Schwarm Barracudas haben wir auf dem Rückweg getroffen.

    Die Fahrt ging weiter, und wir machten Halt in verschiedenen Buchten mit weißem Sand und türkisem Wasser - traumhaft! Hier beobachteten wir Pelikane, und auch unterwegs haben wir vom Boot aus verschiedene große Vögel gesehen. Der Kapitän warf seine Angeln aus, und tatsächlich bissen zwei Fische an! Die wurden direkt zu leckerem Ceviche verarbeitet, frischer geht's nicht.

    Unser letzter Schnorchelstopp war bei einem riesigen Felsen der aus dem Wasser ragte, dem Kickers Rock. Hier war das Wasser noch kälter, um die 19°C. Aber schon nach kurzer Zeit sahen wir einen Galapagoshai sowie Black und White Tipped Reef Sharks. Außerdem waren richtig viele Wasserschildkröten unterwegs, die uns auch sehr nahe kamen.

    Den Abend genossen wir im Hostel auf der Terrasse und schauten uns begeistert die Fotos und Videos von diesem Tag an.

    An unserem dritten Tag auf Galapagos stand ein Tauchausflug an! Mit einem unerwartet luxuriösen Boot fuhren wir wieder zum Kickers Rock, wo man beim Tauchen mit etwas Glück Hammerhaie sehen kann. Bei unserem ersten Tauchgang gingen wir bis auf 27 Meter Tiefe runter und sahen Schildkröten, Robben und verschiedene Fische. Beim zweiten Tauchgang blieben wir in 10 Metern Tiefe und hatten Glück: wir sahen mindestens 5 Hammerhaie! Zwar nicht so nah wie die Schildkröten und anderen Haie, aber das ist wohl auch besser so. 😀 Wir konnten unser Glück kaum fassen und genossen die Augenblicke in vollen Zügen. Dann gerieten wir auch noch in einen riesigen Schwarm von Galapagos-Salemas, und als wir mitten im Schwarm waren wurde es regelrecht dunkel! Zurück auf dem Boot bekamen wir noch Mittagessen, dann ging es zurück an Land.

    Wir sind von Galapagos bisher richtig begeistert und freuen uns auf die zwei anderen Inseln, die wir noch besuchen werden. 😍

    P.S.: Wir haben schon so viele Fotos und vor allem (Unterwasser-) Videos, dass wir am Ende noch ein “Special“ machen werden.
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  • Day86

    Santa Cruz - Galapagos

    June 15 in Ecuador ⋅ ⛅ 25 °C

    Santa Cruz ist die dritte und letzte der Hauptinseln von Galapagos. So auch für uns. Mit Puerto Ayora verfügt sie über die größte Ortschaft auf den Inseln. Der Ort kam uns insgesamt am touristischen vor. Um die Insel herum gibt es sehr viele Tauchspots und dementsprechend viele Tauchschulen. Trotzdem ist der Ort gemütlich und lädt zum Verweilen ein.

    Auf der Überfahrt nach Isabela blieben wir ja ca. 4 Stunden auf der Insel und besuchten die Charles Darwin Forschungsstation, genau gesagt die Aufzuchtstation für Landschildkröten. Dort werden, wie auf Isabela auch, Schildkröten zunächst groß gezogen und dann ausgewildert. Das Ganze ist mit Schautafeln sehr gut und verständlich illustriert. Man bekommt in kürzester Zeit einen sehr guten Überblick.

    Als wir dann zum zweiten Mal auf Santa Cruz waren, blieben wir einen guten Tag vor Ort und hatten uns für einen Ganztagestrip zum Tauchen entschieden. Wir wollten unbedingt nochmal Hammerhaie aus nächster Nähe sehen und der Tauchspot Gordon Rock ist dafür einfach prätestiniert. Also, ab aufs Boot mit einer (leider) größeren Gruppe. Wir machten zwei Tauchgänge und wurden nicht enttäuscht. Wir sahen ganze Schulen von Hammerhaien und auch kleinen Schwarzspitzenhaien. Obendrauf gab's noch Schildkröten, Adlerrochen und Moränen quasi als Beigabe. Wir waren maximal begeistert von den Eindrücken, auch wenn die etwas große Tauchgruppe die Freude ein wenig eintrübte. Aber das ist Jammern auf höchstem Taucherniveau.

    Wir blieben dann noch über Nacht auf der Insel und fuhren am nächsten Morgen mit dem Boot nach San Cristobal, wo unser Flugzeug zurück nach Guayaquil ging.

    Wir haben die drei Hauptinseln der Galapagos innerhalb einer Woche auf eigene Faust und ohne Vorplanung bereist, was erstens durchaus möglich ist und zweitens den Geldbeutel deutlich weniger strapaziert. Die teure Kreuzfahrt (Preise ab 4.000 USD pro Kopf und Woche) braucht es wirklich nicht. Wir haben für uns auf jeden Fall das maximale rausgeholt und sind total von der Tierwelt begeistert. Schön, dass es sowas noch gibt.
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  • Day91

    Unser neuer Reisegefährte

    June 20 in Ecuador ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach den Galapagosinseln haben wir einige Tage in Guayaquil verbracht, an denen wir kaum etwas unternommen haben. Das tat auch mal wieder gut. Erlebt haben wir trotzdem einiges: als wir spazieren gegangen sind und an einem Stand Saft kaufen wollten, hat uns ein Einheimischer angesprochen, Antonio. Wir haben uns eine Zeit lang mit ihm unterhalten, er sprach sogar ganz gut deutsch, weil er 4 Jahre in Deutschland studiert hat. Nachdem er seine Pause beenden und zurück zur Arbeit gehen wollte hat er uns kurzerhand einfach mit dorthin genommen 😀 Er arbeitet in der Stadtverwaltung von Guayaquil in einem Büro, das für Öffentlichkeitsarbeit und verschiedene Aktionen für die Bürger zuständig ist. Er und seine Chefin zeigten uns Fotos und Videos der Aktionen die sie organisieren, von Umzügen bis zu Sportevents. Zum Abschied schenkten sie uns noch eine Flagge von Guayaquil. Diese Gastfreundschaft und Spontanität hat uns wieder mal richtig beeindruckt!

    Aber wir hatten uns nicht ohne Grund Guayaquil für unseren längeren Aufenthalt ausgesucht. Schon vor einigen Wochen haben wir auf Facebook einen Eintrag von einem Paar aus den USA gesehen, das einen VW Bully verkauft. Wir haben uns gemeldet und sind uns einig geworden, und jetzt war es endlich soweit! Hier in Guayaquil haben wir uns getroffen und einen gemeinsamen Besuch beim chilenischen Konsulat sowie die Übergabe des Vans gemacht. Wir waren schon vor Galapagos beim deutschen und beim chilenischen Konsulat, um die ersten bürokratischen Schritte zu erledigen. Das chilenische Konsulat ist nötig, weil der Bully in Chile zugelassen ist. Bei unserem gemeinsamen Termin mussten wir verschiedene Verträge und Vollmachten unterschreiben, damit eine chilenische Agentur im Namen der Verkäufer den Van verkaufen und in unserem Namen kaufen kann. In Chile zugelassene Fahrzeuge können nämlich scheinbar nur von Chilenen so einfach gekauft und verkauft werden, deshalb das Ganze. Die Lady im Konsulat stellte sich erstmal quer weil es nötig war dass sie in den Dokumenten eine Kleinigkeit ergänzt, aber schließlich hat sie doch noch ihren Job gemacht und wir konnten alles noch am gleichen Tag erledigen. Schon am nächsten Tag konnten wir alles mit Unterschrift vom Konsul abholen.

    Dann konnte auch unsere Reise mit dem Bully beginnen, der von den Vorbesitzern den Namen Julio bekommen hat. Das Fahrgefühl war erstmal äußerst ungewohnt, die nicht vorhandene Servolenkung sorgt für ein stetiges Workout 😀 Als wir auf einem Supermarktparkplatz die ersten Vorräte einräumten, sprach uns schon der erste Begeisterte auf unseren Van an, ein 88-jähriger Mann, mit dem wir uns dann einige Zeit unterhielten. So können wir auch unser Spanisch weiter vertiefen! Nachdem wir Julio erstmal aus dem chaotischen Stadtverkehr manövriert hatten, wurde es schon entspannter. Auch die erste Polizeikontrolle haben wir ohne Probleme bestanden 😀

    Eigentlich wollten wir bis Alausí fahren, aber dafür waren wir zu spät losgefahren. Es ging über kurvenreiche Bergstraßen mit vielen Schlaglöchern, weshalb wir nicht länger als nötig im Dunkeln weiterfahren wollten. Also suchten wir uns in Huigra, einem verschlafenen Dorf in den Bergen, einen Stellplatz. Das war gar nicht so einfach, denn die einzige Campingmöglichkeit existierte scheinbar nicht mehr. Als wir in einem Hotel nach dem Campingplatz fragten, bot uns die Frau an, im Hinterhof des Hotels zu bleiben. Das Angebot nahmen wir gerne an, und sie ließ sogar die Tür zum Hinterhof offen, sodass wir die Toiletten vom Restaurantbereich benutzen konnten.

    Zum Abendessen gab es Salchipapas (Pommes mit frittierter Wurst) in einem kleinen Laden, wo wir uns mit den beiden Betreibern unterhielten. Sie hatten uns bereits erkannt und wussten, dass wir im Bully an ihrem Imbiss vorbeigefahren sind 😀 Von ihnen erfuhren wir, dass in Alausí an diesem Wochenende ein Fest stattfindet, gut dass wir morgen dorthin fahren!

    Nachdem wir durch die Spanischkurse und den Ausflug auf Galapagos in den letzten Wochen nicht mehr so viel vom wahren ecuadorianischen Leben mitbekommen hatten, haben wir jetzt wieder das Gefühl mittendrin zu sein 😊
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  • Day2

    Angekommen

    July 2 in Ecuador ⋅ ⛅ 23 °C

    An sich hat mir das Fliegen besser gefallen, als in meiner Erinnerung von früher. Ich hatte als Kind immer extreme Probleme mit dem Druckausgleich, aber das war überhaupt kein Problem. Trotzdem hatte ich dann auf einen dritten Start und Landung nicht mehr soo viel Lust. Ich war so übermüdet wie ich es selten war, weil ich bisher, obwohl ich sonst dafür bekannt bin immer und überall schlafen zu können, auf der Reise noch nicht eine Minute gepennt hatte. Zudem ist das Fliegen in den Bergen sehr viel turbulenter, als über flaches Land. Laut meiner geschätzten Sitznachbarin ist das so, weil die Luftströmungen und Winde dort viel stärker sind, und wir wurden alle ziemlich hart durchgeschüttelt. Ich war also wirklich fix und alle, aber auch echt glücklich, als ich endlich in Guayaquil ankam.
    Mein erster Eindruck, als ich meinen Fuß aus dem Flughafen raus setzte, war: Fuck, ist das schwül. Ich hab recherchiert, dass in meiner Reisezeit die "trockene, kalte" Zeit ist. Also kein Niederschlag und bis zu 30 Grad, also im Prinzip wie Deutschland die letzten Wochen. Aber weit gefehlt. Es drückt schon ziemlich und ein Punkt verbessert die Lage nicht wirklich: die Luft ist sehr schlecht, vermutlich von den ganzen Abgasen. Dann wurde ich von meinem Gastvater und einem Freund von ihm abgeholt. Mein Gastvater heißt Markos und ist so um die 30, und ein netter und gemütlicher Typ. Nach nochmal über einer Stunde Fahrt kamen wir dann endlich an. Insgesamt war ich also 21h unterwegs, in denen ich in Summe vielleicht ne Stunde gepennt hab. Nach einer 2h Nacht wohlgemerkt. Mein eh schon unzumutbares Spanisch wurde dadurch natürlich noch viel schlimmer ich bekam echt nix mehr auf die Kette.
    Markos musste noch kurz in der Musikschule was holen und zeigte sie mir auch direkt noch, der Bericht dazu folgt. Ich traf gleich noch ein paar junge Leute in der Schule, die alle super offen und nett waren, die aber außer meinen Namen und zwei mal "Si ☺️" nichts von mir zu hören bekamen.
    Markos unterhielt sich kurz mit ihnen und zu meiner Überraschung konnte ich seiner Erzählung über den grausamen Verkehr vom Flughafen heim sogar folgen. Mein erster kleiner Sieg. Dann brachte er mich zu sich heim (2 Minuten Fußweg) und ich schmiss mich direkt ins Bett (8 Uhr nach ecu. Zeit).
    Jetzt ist halb 6 und ich bin voll da und motiviert meine Footprints zu verfassen. Schlafen ist gerade auch schwierig, die Hähne in der Straße geben seit einer Stunde ein Kräh-Konzert und Markos süßer Hund Chewi (benannt nach Chewbakka) langweilt sich wohl so sehr, dass er in der Küche mit seinem Futternapf Fußball spielt. Fotos und Berichte vom Viertel folgen im nächsten Footprint :)
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  • Day2

    Eine andere Mentalität

    July 2 in Ecuador ⋅ ☁️ 26 °C

    Nachdem ich von den Tieren geweckt worden war, die es wohl alle gar nicht abwarten konnten, dass der Tag endlich beginnt, stand ich um halb 8 auch auf. Ich war eh schon mega neugierig, was die Ecuadorianer so zum Frühstück essen. Das was kam, hab ich auf jeden Fall nicht erwartet: frische Empanadas mit Lauch und Käse gefüllt. Ich hab keine Ahnung ob das als Willkommens-Essen gemeint war oder hier die Standartprozedur ist, aber ich finds geil 😄.
    In der Schule traf ich zwei Deutsche, die hier Gesang und Klavier unterrichten und zwischen mir und Markos die detaillierten Arbeitsfragen dolmetschten. Wir verständigen uns sonst großteils mit mittelmäßigem Englisch (kann er nicht so gut), grauenhaftem Spanisch (kann ich nicht) und mit Händen und Füßen (klappt meistens, aber nicht bei sowas wie "Ich brauche Brennspiritus", da vertrau ich auch Google Übersetzer nicht. Sonst kommt noch raus, dass ich nen Molotov Cocktail basteln will).
    Nachdem ich meinen Arbeitsplatz eingerichtet hatte, dünsten wir kurz mit "Taxirob" (wir kennen ihn von Tag 1, damals dachte ich es wär einfach ein Freund, aber wie sich rausstellt finanziert er sich wohl so :D) in die Stadt und besorgten Spiritus. Den Namen Taxirob hab ich mir übrigens nicht ausgedacht, ich hab gesehen, dass Markos ihn so eingespeichert hat 😄. Einen Guayaquil-Bericht mache ich mal, wenn ich mehr von der Stadt gesehen hab, aber über das Viertel in dem ich wohne, wollte ich noch ein bisschen erzählen.
    Es ist echt schwer zu beschreiben oder mit Bildern einzufangen. Man merkt, dass die Leute ihr Zuhause einfach lieben. Morgens putzen, streichen oder werkeln sie an ihrer Fassade oder vor dem Haus, abends sprühen sie sich n neues Graffiti hin, wenn ihnen das alte nicht mehr gefällt. Den ganzen Tag sitzen alle vor dem Haus und hören laut Musik, schauen wer vorbei läuft, ratschen oder reparieren was. Jeder hier grüßt sich herzlich und die Kinder winken, wenn man vorbei kommt, ohne dass sie einen je gesehen haben. Es gibt überall kleine Läden, in denen man Kleinkram und frisches Obst kaufen kann und man wacht morgens von Hahnenkrähen oder den Hühnerbesitzern auf, die laut schreiend durch die Straßen fahren und ihre Eier anbieten. Manches ist gewöhnungsbedürftig, aber alles in allem hat man das Gefühl, das die Leute hier noch wissen, worum es im Leben wirklich geht.

    Abends war in der Musikschule Tag der offenen Tür. In dem Raum, in dem ich meinen Arbeitsplatz hab, zeigten die Kinder den Besuchern, was sie so gelernt hatten. Da konnte ich nicht mehr weiterarbeiten sondern musste mich dann darzustellen, zuhören und schauen.

    [Auf Bild 5 und 6 sieht man die Musikschule von außen]
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  • Day3

    Von Talent und Orange am Stil

    July 3 in Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C

    Den Grund, aus dem ich ausgerechnet hierher gefahren bin, wissen die meisten ja, aber um mal alle anderen noch abzuholen eine kleine Zusammenfassung: es gibt eine Organisation, Musiker ohne Grenzen, die Musikschulen an den verschiedensten Orten der Welt aufbaut und so den Menschen dort die Möglichkeit gibt, Unterricht zu bekommen. Die Schule hier hat sogar noch 3 weitere Zweige: Tanz, Rap und beim dritten hab ich leider nicht verstanden worum es sich handelt 😅, aber das Prinzip ist erkennbar.
    Es herrscht den ganzen Tag reges Treiben. Mein Arbeitsplatz befindet sich im Tanzstudio, und so war ich gestern das erste Mal bei einer Unterrichtsstunde der kleinen Ballerinas dabei. Der Lehrer war ein junger Typ, den die Kleinen total angehimmelt haben, es war echt ne Freude zuzusehen. Später hat er dann noch eine Choreografie vorgetragen und wurde musikalisch von einer Gesangsschülerin begleitet, die, die auch im gestrigen Post war. Das Mädchen hat einfach eine Wahnsinns-Stimme und die beiden so zusammen in ihrer Sache aufgehen zu sehen, war echt ein sehr rührender Moment.

    Die Arbeit an sich ist... etwas mühsam. Ich hab natürlich nicht jedes erdenkliche Werkzeug dabei und muss viel herumimprovisieren. Dinge, die normal ein paar Sekunden dauern, dauern dann mal ne viertel Stunde. Das nervigste ist aber, Kleinteile zu suchen, die mir abhanden kommen. In einer Werkstatt würde man nach einer verlorenen Schraube vielleicht eine Minute suchen, und sich dann ne neue holen. Aber das kann ich hier halt nicht, weil ich gerade mal 5 Ersatzschrauben dabei hab. Klar hab ich ein Ablagesystem und Becher und alles Mögliche wo ich die Sachen hinlege, aber es ist das gleiche wie mit dem Schlüssel, Handy oder Brille: in Gedanken kurz woanders, abgelegt und - zack, weg. Es kündigen sich auch schon leichte Materialmängel an, weil die doofen Böhmklarinetten Polstergrößen haben, die so kaum hergestellt werden und daher in meiner Wunder-Mischtüte kaum vertreten sind. Aber das ist ein Problem für Zukunft-Sili.

    Am Abend bin ich noch ein bisschen durch die Straßen geschleudert, ich kam gerade einmal bis zur nächsten Ecke, bis ich enthusiastisch von der Seite angeredet wurde. Mein bedauerndes "Lo siento, no hablo español!" irritierte ihn keineswegs und er redete munter weiter. Um ihn herum standen ein paar Jugendliche und Kinder, und alle waren ziemlich neugierig, was diese Deutsche denn hier so treibt. Es entstand ein sehr witziges Gespräch aus vielen Missverständnissen, abwechselnd mit Erkenntnissen. Den Inhalt hätte man vielleicht in 3 Minuten abhandeln können, aber ich stand dort bestimmt ne halbe Stunde und die anderen wurden nicht ungeduldig mir Sachen 10 mal zu sagen oder in mein Handy zu tippen, um es für mich zu übersetzen.
    Mein Highlight war allerdings die Orange am Stil. Ich sah einen der Jungs damit rumlaufen und fragte ihn, was das ist, weil ich mir nicht erklären konnte, wieso man ne geschälte Orange nicht einfach so isst, sondern von nem Holzstäbchen knabbert. Er flitzte direkt los und holte mir auch eine. Jetzt erkannte ich auch den Witz daran: die Orange war tiefgefroren. Und wenn man die äußere Schale erstmal abgeknabbert hat, ist es echt der der Hammer, ein 1A Sommersnack. Wobei das Zuhause vllt etwas schwierig wird, da sich Sommer- und Orangenzeit bei uns selten überschneidet. Aber das geht mit anderem Obst bestimmt auch sehr gut 🍊🍦😋
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You might also know this place by the following names:

Republic of Ecuador, Ecuador, Ikuwadɔ, ኢኳዶር, الاكوادور, Ekvador, Эквадор, Еквадор, Ekwatɔr, ইকুয়াডর, ཨི་ཁྭ་ཌོར།, Equador, Ekvádor, Ecwador, Ekuadɔ nutome, Εκουαδόρ, Ekvadoro, Ekuador, اکوادور, Ekuwatoor, Équateur, Eacuadór, એક્વાડોર, Ekwador, אקוודור, इक्वाडोर, Էկվադոր, エクアドル共和国, ეკვადორი, Ekwado, អេក្វាឌ័រ, ಈಕ್ವೆಡಾರ್, 에콰도르, ئیکوادۆر, Ekwatɛ́lɛ, ເອກວາດໍ, Ekvadoras, Ekwatele, Ekvadora, Ekoatera, ഇക്വഡോര്‍, အီကွေဒေါ, इक्वडेर, Eqüator, ଇକ୍ୱାଡୋର୍, Ekwateri, Ekuatëre, ඉක්වදෝරය, Ikuwadoor, Ekuator, ஈக்வடார், ఈక్వడోర్, เอกวาดอร์, ʻEkuetoa, ایکواڈور, Ê-qu-a-đo (Ecuador), Orílẹ́ède Ekuádò, 厄瓜多尔, i-Ecuador

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