Faroe Islands
Faroe Islands

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Top 10 Travel Destinations Faroe Islands

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67 travelers at this place

  • Day36

    Torshavn und die ersten Inseln

    August 9, 2019 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 13 °C

    Nachdem uns von letzter Nacht vier bis fünf Stunden Schlaf abgingen (die Fähre legte um 3 Uhr an, das Zimmer mussten wir 1h zuvor räumen) und unsere Nachbarn auf der Fähre beschlossen zu allem Überfluss auch noch, bis dahin lautstark durchzumachen), beschlossen wir, nach dem Frühstück das Vormittagsschläfchen von Theresa zu nutzen, um uns ebenfalls noch etwas zu erholen. Frisch und munter marschierten wir los, um Thorshavn zu erkunden. Am Weg dorthin hatte Theresa ihre große Freude mit Schafen, Ziegen, Pferden und Gänsen, welche am Grünstreifen zwischen Strand und Gehsteig immer wieder anzutreffen waren. Thorshavn hat uns sofort begeistert. Kleine, alte, bunte Wellblechhäuser wo man nur hinsieht. Das spezielle daran ist, dass die meisten davon Grasdächer haben. Zahlreiche Kaffees, Boutiquen und Restaurants sind zu betrachten. Da uns nur ein einziger Souvenirshop auffällt, schließen wir daraus, dass hier der Tourismus noch nicht so extrem Einzug gehalten hat, wie in Island. Wir beschließen uns in einem kleinem Restaurant zu stärken und schlendern anschließend, vorbei an kleinen Booten im Hafen, zurück zu Swami. Auf den Färöerinseln gehört neben Bus- und Fährbetrieb auch Hubschrauber zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir staunten nicht schlecht, als wir von letzterem gehört haben. Offenbar kommen Fährverbindungen oder gar Tunnel zwischen den vielen Inseln für die wenigen Bewohner teurer, als ein Hubschrauberlinienverkehr. Ich bin fest entschlossen, dies auszuprobieren und tüftle an verschiedenen Szenarien. Eine einzige Bedingung gibt es nämlich: nur ein Flug pro Tag. Jetzt müssten wir einen Weg finden, entweder am Zielort zu übernachten, oder eine Fährverbindung zurück zu finden. Es gibt in etwa zehn Hubschrauber-"Wartehäuschen". Wir mach
    en uns zu jenem, das nur 400m von unserem Stellplatz entfernt ist, auf den Weg um Näheres in Erfahrung zu bringen. Dort scheitere ich am störrischen Fluglotsen, dem es wohl zuwider ist, dass Touristen das staatlich subventionierte Hubschraubersystem für einen Sightseeingflug auszunutzen. Ist ja auch verständlich.
    Weiter geht es also zu Lande, aber nicht weniger schön, in Richtung Norden. Wir legen kein bestimmtes Ziel fest, sondern beschließen dort zu bleiben, wo es uns gefällt. Diese Zieldefinition wird dann zur Herausforderung, wenn es überall wunderschön ist. Speziell die steilen und grünen Bergflanken sind ein wesentliches Landschaftsmerkmal der Färöerinseln. Wir richten uns also, wie sonst auch, nach Theresa und ziehen dort die Handbremse für unseren Nächtigungsstellplatz, wo sie von ihrem Nachmittagsschläfchen aufwacht. Ich mache mit Theresa einen ausgedehnten Erkundungsspaziergang entlang des Fjordes, um rechtzeitig zum Abendessen wieder zurückzukehren. Einen Steinwurf vom Ufer entfernt wird uns heute das Wellenrauschen in den Schlaf wiegen. Wir freuen uns darauf. Hängt uns doch die gestrige Nacht noch immer etwas nach.
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    Der mit der Pudelhaube ist der Tormann von den Färör........!

    8/10/19Reply
    Gabi Roth

    Gefälkt mir sehr

    8/10/19Reply
    Gabi Roth

    2 Swami nebeneinander 😀

    8/10/19Reply
    5 more comments
     
  • Day1

    Erster Bummel durch Thorshavn

    June 16, 2019 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 9 °C

    Obwohl ich heute sehr früh aufgestanden bin und durch den Flug doch etwas müde bin, hält es mich nicht im Apartment. Ich will unbedingt gleich mal Thorshavn entdecken, bin doch zu neugierig ;) Also marschiere ich mit Rucksack los. Meine Unterkunft ist nicht sehr weit vom Zentrum entfernt. Ich komme an einer alten Festungsanlage vorbei, von der man einen schönen Blick auf den Hafen, das Meer und gegenüberliegende Hänge hat. Auch zwei Kanonen der Briten aus dem zweiten Weltkrieg sind hier „geparkt“.

    Dann schlendere ich weiter am Hafen entlang. Im Hintergrund liegt ein großes Containerschiff. Dann komme ich am Fähranleger der „Smyril Line“ vorbei. Ja, man kann auch mit dem Schiff hierherfahren! Später sehr ich noch, wie große LKW’s auf die Fähre verladen werden. Außerdem sind hier viele kleinere und größere Segel-und Fischerboote zu sehen. Auf einer Art Halbinsel liegt das politische Zentrum und der Ursprung von Thorshavn - Tinganes. Die Holzhäuser sehen sehr beschaulich aus. An einer Tür sind die Schilder verschiedener Ministerien (u.a. Finanzministerium) zu erkennen - sehr goldig. Wo kommt man schon mal so nah an Regierungsgebäude heran (und übersieht sie fast)?

    Auf der Rückseite sind ein paar kleine Restaurants und Cafés angesiedelt. Ich habe inzwischen ordentlich Hunger, also kehre ich in das “Kaffihusid” ein. Dort gibt es Foccacia mit Lachs - das kann ich mir hier nicht entgehen lassen, sehr lecker! Da steht plötzlich wieder eine Frau vor mir, mit der ich mich schon am Flughafen in Kopenhagen unterhalten hatte. Sie ist Dänin und trifft heute Abend eine Wandergruppe, mit der sie die kommenden Tage verbringen wird. Ich freue mich sie wieder zu sehen. Tja, Thorshavn ist überschaubar, wahrscheinlich sind wir uns nicht zum letzten Mal begegnet.

    Dann schlendere ich noch am sog. “Alten Hafen” entlang und dann Richtung “Shopping Meile”. Letzteres ist natürlich übertrieben, aber in der Niels Finsen Gota finden sich einige der Läden, in denen man die typisch färöischen Wollwaren kaufen kann. Da werde ich in den nächsten Tagen mal reinschauen (heute ist ja Sonntag). Das Parlament der Färöer ist genauso wie die Regierungsgebäude wirklich goldig. Es liegt auf einem kleinen Hügel mit Rasen davor, ist weiß und sieht eher aus wie ein etwas größer geratenes Wohnhaus. Diese offiziellen Gebäude machen den Eindruck, als ob man sich in einer Puppenstube befindet, haha. Naja, die Färöer haben eben auch insgesamt nur 50.000 Einwohner (+ 70.000 Schafe), das entspricht Eschborn mal 2,5!
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    Rita Bus

    Das wirkt wirklich sehr überschaubar, und diese Häuser, eine wunderschöne Farbenpracht. Eine schöne Zeit dir mit vielen interessanten Menschen.

    6/16/19Reply
    Petra Hielscher

    Dankeschön liebe Rita!

    6/17/19Reply
     
  • Day1

    Ankunft auf den Färöern

    June 16, 2019 in Faroe Islands ⋅ 🌧 10 °C

    Der Landeanflug ist spektakulär: Der Flieger kämpft sich durch eine dicke Wolkenschicht. Plötzlich tauchen aus dem Nebel Klippen auf, wow! Wir fliegen entlang grüner Hänge mit kleinen bunten Häusern und schönen Buchten. Juhu, ich freue mich! Das Ende der Tragflächen des Fliegers ist gefühlt nicht weit entfernt von den grünen Hängen.

    Hier klappt alles wie am Schnürchen. Landung auf den Färöer 20 min. früher als geplant. Der Taxifahrer (Sammeltaxi) wartet schon auf mich mit Schild. Dann gondeln wir zu fünft (drei Däninnen sind auch dabei) über die Insel Vagar. Ich darf vorne neben dem Fahrer sitzen und fange gleich an zu fotografieren und zu filmen.

    Ich bin so glücklich hier zu sein und beeindruckt von der schönen Landschaft: Es geht hoch und runter, grüne Grasflächen, Schafe, kleine Blümchen, kleine Wasserfälle und Fjorde um jede Ecke. Und viele Lachsfarmen. Das Wetter ist - naja- färöisch eben: 9 Grad, es nieselt leicht und der Nebel hängt auf den Hügeln. Aber das hatte ich erwartet und es stört mich überhaupt nicht!

    Zwischen Vagar und der Hauptinsel Streymoy gibt es sei 2004 einen Meerestunnel. Den durchqueren wir - 5 km lang und bis zu 100 m unter der Meeresoberfläche.

    Auf der Fahrt lerne ich, dass die Dänen die färöische Sprache kaum verstehen, obwohl beide Sprachen im Altnordischen wurzeln. Aber der Fahrer ist perfekt dreisprachig (färöisch, dänisch, englisch), so dass wir uns alle gut verständigen können.

    Nachdem wir die drei Ladies abgesetzt haben, geht’s zu meiner Unterkunft. Anette und Eyðun begrüßen mich herzlich. Mein „Zimmer“ ist seit meiner Buchung zum Appartment „mutiert“. Die beiden haben den unteren Stock ausgebaut. Ich habe eine vollständige Küche, Wohnbereich und Schlafzimmer. Unglaublich, ich bin total geflasht! Hier werde ich mich wohlfühlen :)
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    Udo Hielscher

    das ist ja ein nettes zu Hause!

    6/16/19Reply
    Udo Hielscher

    Na, wie sieht Dein Abendprogramm auf den Inseln aus? Ich werd jetzt mal Rocketman, den Elton John-Film im Kino anschauen gehen.

    6/16/19Reply
     
  • Day7

    Ein Tag auf der südlichsten Insel

    June 22, 2019 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 11 °C

    Insel Nummer 10!

    Anette hat mir den Tipp gegeben, dass dieses Wochenende das jährliche Festival auf der südlichsten Insel Suduroy stattfindet mit traditionellen Sportwettbewerben. Da es außerdem auf der Insel auch eines der schönsten Wanderziele auf den Färöern geben soll, habe ich diese Idee gerne aufgenommen.

    Auch die Fähre von Torshavn nach Suduroy hat an diesem besonderen Tag einen anderen Fahrplan. Heute morgen um 10 Uhr fuhr sie los und war nach ca. 2 Stunden im Süden. Zurück fährt sie auch um 10 Uhr, so dass ich um Mitternacht wieder in Torshavn lande:)

    Neben vielen Passagieren und Autos werden auch traditionelle Ruderboote transportiert! Es finden in Suduroy etliche Ruderwettbewerbe statt, an denen Teams aus verschiedenen Teilen der Färöer teilnehmen. Die ersten Boote wurden schon gestern transportiert. Vermutlich reicht die Kapazität der Fähre auch sonst nicht aus ;) Die Boote sind in vielen bunten Farben gestrichen. Es ist echt ein Schauspiel, wie sie auf die Fähre geladen werden!

    Christine und John aus dem B&B in Torshavn sind ebenfalls auf der Fähre, allerdings mit Mietwagen. Sie möchten 2 Tage auf der Insel verbringen. Es trifft sich gut, da die beiden mich dann nach Ankunft auf die andere Seite der Bucht mitnehmen können, wo die Wanderung startet und auch das „Volksfest“ stattfindet. Ich kann ihnen mit meinem Iphone und Google maps dafür ebenso behilflich sein, ihre neue Unterkunft zu finden.

    Dann starte ich auf den Wanderweg oberhalb des Ortes Tvoroyri. Nach ca. 2 km kommt mir eine Wanderin entgegen, die umgekehrt ist, weil sie sich nicht sicher war, wohin der Weg führt. Ich habe zwar auch nur eine grobe Wegbeschreibung, biete ihr aber an, dass wir zusammen gehen können. Sie scheint sehr offen, eine nette Wegbegleiterin. Sie heißt Marina und ist Dänin. Sie arbeitet zur Zeit auf Suduroy als Physiotherapeutin für ältere Menschen und ist auf unbestimmte Zeit hier. Die Färöer lernen dänisch in der Schule, daher kann sie sich gut mit ihnen verständigen.

    Wir gehen also zusammen weiter und kommen bei Hvannhagi an. Eine große Bucht, die sich zum Meer öffnet. Sie wird umrahmt von einer faszinierenden Felslandschaft im oberen Teil und Grasflächen im unteren Teil. Geologen finden dieses Gebiet wohl auch sehr interessant. Das kann ich nicht beurteilen, wohl aber die tolle Aussicht und Landschaft genießen.

    Wir gehen am Hang entlang oberhalb der Bucht bis wir um eine Ecke kommen mit „wow“-Effekt! Nach innen öffnet sich ein Halbrund mit einem See in der Mitte. Der See wird ebenfalls von Grasflächen und hohen Felsen umrahmt. Am See machen wir unsere wohlverdiente Rast. Laut Beschreibung könnte man ab hier einen Rundweg laufen durch eine Schlucht. Wir können ihn allerdings nicht entdecken. So beschließen wir, denselben Weg zurück zu gehen. Der war ja auch sehr schön!

    Marina kennt ein nettes Café in Tvoroyri. Da bin ich doch gern dabei! Es ist eine Mischung aus Café, Heimatmuseum und Omas guter Stube. Hier gibt es viel zu entdecken: lebensgroße Puppen, Sofas, Bücher und allerlei Krimskrams. Und es gibt leckeren Kuchen, Säfte und warme Kokoshörnchen. Die will ich unbedingt probieren! Dann laufen wir noch durch den Ort zurück und stoßen auf die Siegerehrung der Ruderer. Hier verabschieden wir uns, da Marina den einzigen Bus erwischen möchte, der sie nach Hause bringt.

    Ich schaue noch eine Weile bei der Siegerehrung der verschiedenen Wettbewerbe zu. Die Goldmedaillengewinner erhalten jeweils einen Pokal. Nebenan gibt es eine Kirmes mit verschiedenen Buden und Spielen für die Kinder. Dazwischen sind viele Menschen in traditionellen Trachten zu sehen, das sieht schön aus! Auch Kleinkinder sind eingekleidet - sehr goldig!

    Ich laufe jetzt den Weg zur Fähre zurück, ca. 4 km um die Bucht herum. Ich habe Lust, noch zu laufen und außerdem sind die meisten Autos, die vorbeikommen vollgepackt. Sie wollen wohl alle auf die Fähre. Auf der Fähre herrscht buntes Treiben: Viele Teilnehmer der Ruderwettbewerbe, Kinder, die herumrennen, Alkohol fließt auch und es wird gesungen :) Ich laufe über die verschiedenen Decks, einen anderen Touristen kann ich nicht entdecken. Dabei fasst die Fähre fast 1.000 Menschen und scheint wirklich voll zu sein!

    Die Fährfahrt in der Abendstimmung ist ein tolles Erlebnis: Blick auf verschiedene Inseln, goldenes Abendlicht mit ein paar Wolken und viel blauer Himmel.
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    Wie toll als einziger Tourist auf dieser Fähre unterwegs zu sein, liebe Petra. Das Grün der Landschaft ist faszinierend. Weiterhin viel Spaß! Birgit

    6/23/19Reply
     
  • Day3

    Fahrt in den Norden

    June 18, 2019 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 8 °C

    Heute ist wieder ganz anderes Wetter: Als ich um 7 Uhr aufstehe, wabert dichter Nebel über dem Meer. Hier könnte man zum Meterologen werden! Ich glaube, hier kann man alle möglichen Wetterphänomene studieren :)

    Es gibt zwei Neuankömmlinge aus den USA in der Unterkunft, die beiden Jungs machen einen netten Eindruck. Sie waren davor auf Island und fliegen im Anschluss nach Edinburgh - auch ein schönes Urlaubsprogramm!

    Für die nächsten drei Tage habe ich ein Auto gemietet, so werde ich deutlich flexibler sein. Das öffentliche Busnetz ist doch recht spärlich. Ich fahre mit dem kostenlosen Stadtbus zur Autovermietung. Anette hatte mir den Autovermieter genannt. Die beiden sind wirklich äußerst hilfsbereit!

    Dann geht’s los, zuerst durch dichten Nebel. Nach einigen Kilometern fängt der Nebel an, sich zu lichten. Es gibt ein faszinierendes Spiel mit Sonnenstrahlen und Nebelschwaden. Wieder tolle Ausblicke - und um jede Ecke ein Fjord bzw. Blick aufs Meer und Lachsfarmen. Ich fahre über die Brücke auf die zweitgrößte Insel Esturoy. Ich halte immer wieder an, um Fotos zu machen und die Ausblicke zu genießen.

    Dann nähere ich mich dem Meerestunnel nach Klakswik. Auch was Besonderes! Es geht in einer Gesteinsschicht nach unten. Am tiefsten Punkt sind an der Decke verschiedenfarbige Lichter eingebaut in blau, rot, grün, lila, die auf die Gesteinswände strahlen. Sieht toll aus. Dann geht es wieder nach oben. Später gibt es noch zwei ganz besondere Tunnel - sie sind einspurig! Wow, das habe ich noch nie gesehen: Meine Spur hat auf der Hinfahrt mit weißem Pfeil Vorfahrt, der im Tunnel entgegen kommende Verkehr muss auf kleine Buchten ausweichen. Das geht mir dann auf der Rückfahrt ebenso. Da heißt es ungefähr abzuschätzen, wie weit der Gegenverkehr noch entfernt ist, um rechtzeitig auszuweichen. Und das alles in einem dunklen engen Tunnel - ganz schön spannend!

    Schließlich komme ich auf einer der nördlichsten Inseln - Vidoy - an. Vom Hafen Hvannasund möchte ich mit dem Postschiff mitfahren zu einer Rundtour zu den beiden Inseln Svinoy und Fugloy (s. separater Footprint).

    Die nördlichsten Inseln sind nochmal sehr besonders: sehr schroffe Klippen, isoliert und wirklich kleine Dörfer. Ich fühle mich wie am Ende der Welt. Toll - Natur pur, Ruhe und Einsamkeit. Die Menschen, die hier leben, brauchen offenbar nur wenig Ansprache und Unterhaltung von außen und ruhen wohl sehr in sich selbst.

    Als ich vom Hafenparkplatz nochmal losfahren will, geht plötzlich gar nichts mehr - das Auto streikt. Nichts zu machen, es springt nicht mehr an! Ich rufe also die Autovermietung an und führe ihm den sound per Handy vor. Klarer Fall - Batterie ist leer. Ich vereinbare mit ihm, dass ich mir Hilfe suche von jemandem mit einem Starterksbel. Und heute abend tausche ich den Wagen, das ist meine Bitte. Schließlich möchte ich nicht in den nächsten Tagen an noch einsameren Plätzen ohne Hilfe stehen bleiben...

    Nach der Schiffsfahrt hilft mir tatsächlich der Captain des Schiffs mit seinem Kabel. Es klappt! Ich lasse den Wagen noch eine Weile laufen und fahre dann weiter. Ich möchte gern noch auf die andere Seite der Insel - nach Vidareidi. Hier kommt die nördlichste Straße der Färöer an, eine Sackgasse, nördlicher geht es nicht mehr.

    Als ich hier ankomme, denke ich, das ist ein absoluter Lieblingsplatz! Vidareidi liegt auf einem Sattel, links und rechts das Meer, hoch oben thront das Kap Enniberg, einer der höchsten senkrechten Klippen der Welt. Gegenüber Blick auf weitere Klippen, und natürlich das Meer. Ein wunderschönes Fleckchen Erde! Ich treffe hier am Ende der Welt noch ein Paar mit kleinem Baby, er aus Deutschland, sie aus Frankreich.

    Dann geht’s wieder zurück Richtung Torshavn, durch alle Tunnels und über Brücken im schönen Abendlicht. In Torshavn übernehme ich dann das Austauschauto. Mit manueller Gangschaltung, da muss ich mich erst mal wieder dran gewöhnen ;) Im sehr gemütlichen Restaurant „Barbara“ esse ich dann noch eine leckere Seezunge - die sieht größer aus als zu Hause und scheint wirklich sehr frisch zu sein. „Barbara” ist in der Altstadt in einem süßen kleinen Häuschen. Im Gastraum ist ein Felsen mit eingebaut, auf den Kerzen drapiert wurden - sehr stimmungsvoll!
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  • Day6

    Wanderung und Konzert auf Nolsoy

    June 21, 2019 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 9 °C

    Insel Nummer 9 erwartet mich heute! Nolsoy liegt gegenüber von Torshavn und ist per Fähre erreichbar. Von den Einheimischen in Torshavn wird die Insel geliebt, das habe ich schon rausgehört. Es sei wie 100 Jahre zurück in der Zeit. Ja, das ist wohl oft so. Wenn eine Stadt wächst und sich kommerziell entwickelt sehnen sich die Menschen irgendwann nach dem einfachen Leben zurück...

    Bevor es auf die Insel geht, gibts aber noch Shopping Programm in Torshavn. Ich stöbere bei der Tourist Info, die auch allerlei Handgemachtes/-gemaltes von den Inseln verkaufen und in zwei Wolleläden. Und ich werde auch fündig! Zufrieden lade ich alles in meiner Unterkunft ab.

    Um 12.30 Uhr legt die Fähre ab. Bei Ankunft gehe ich erst mal zu Maggies, ein Café/Bar/Musikkneipe, die auch in Torshavn sehr bekannt ist. Anette hat sie mir empfohlen. Als ich dort bin, erfahre ich, dass es heute abend ein Konzert gibt. Das werde ich mir nicht entgehen lassen! Sofort reserviere ich. Nach einer heißen Schokolade mache ich mich zur Wanderung auf.

    Es geht Richtung Leuchtturm am anderen Ende der Insel. Die Entfernungsangaben schwanken zwischen 13 und 18 km hin und zurück. Ok, mal sehen ;) Der Wanderweg ist extrem gut markiert und auch viel begangen. Zunächst geht der Weg recht steil nach oben, der höchste Punkt liegt auf 280 m. Danach zieht sich der Weg den Hang entlang - die Kilometer waren nicht übertrieben! Aber ich halte durch bis zum Leuchtturm💪 Dann alles wieder zurück, puh!

    Ich freue mich auf Maggies - und Fish and Chips!! Die habe ich mir jetzt verdient, wahrhaftig! Es ist super lecker. Das Konzept von Maggies ist was Besonderes. Der Betreiber ist selbst Musiker, wie ich von einem Einheimischen erfahre. Er hat sehr viele Kontakte in die Musikszene auf den Färöern, daher kommen auch viele Bands und Musiker auf die Insel (obwohl es ja auch etwas umständlich ist). Die letzte Fähre zurück nach Torshavn ist extra auf Maggies und die Konzerte abgestimmt!

    Ich habe vor einigen Jahren Eivor - eine färöische Sängerin mit gigantischer Stimme - in Frankfurt in der Brotfabrik gehört. Sie ist das musikalische „Aushängeschild“ der Inseln. Jeden, den ich hier drauf anspreche, ist stolz auf Eivor und dass sie die Nation musikalisch nach außen vertritt.

    Das Konzert einer einheimischen Band startet um 20 Uhr. Zwei Gitarren, Bass, Cello, Synthesizer und Schlagzeug. Das alles in einer kleinen Musikkneipe mit Minibühne, wow! Die Atmosphäre ist intim, ich sitze in der dritten Reihe keine fünf Meter von der Band entfernt. Es scheint ausverkauft, lauter Einheimische, andere Touristen entdecke ich nicht.

    Tolle Musik und Melodien, skandinavisch eben, teilweise mit einer gewissen Melancholie. Ich habe riesen Spaß damit und genieße es! Heute morgen hat Eyðun mir erklärt, dass die beiden singer songwriter sehr experimentierfreudig sind. Das kann ich gut nachvollziehen, wenn ich an das Konzert zurück denke. Die Färöer sind grundsätzlich eher zurück haltende Menschen, das merkt man auch während des Konzerts und beim Applaus;) Außer mir wippt glaube ich keiner auf seinem Stuhl...

    An der Fähre spreche ich dann noch mit einem Teil der Musiker. Ja, Musik ist wichtiger Bestandteil der Inselkultur. Und Eivor wird auch von diesen Musikern hochgehalten.

    Auch Fußball wird hier übrigens sehr groß geschrieben! Man sieht hier überall große Kunstrasenfelder, auch auf Nolsoy. Wie mir jemand erzählt hat, spielt fast jeder hier Fußball. Und da es Kunstrasen ist, kann auch mehrmals am Tag auf demselben Feld gespielt werden.
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  • Day8

    Erste Wanderung auf der Insel Vagar

    June 23, 2019 in Faroe Islands ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute geht die Zeit in Torshavn zu Ende. Mit großer Dankbarkeit blicke ich zurück. Bei Anette und Eydun zu wohnen, war ein echter Glücksgriff. Torshavn verabschiedet sich mit strahlendem Sonnenschein ☀️. Da der Bus nach Sandavagur erst um kurz vor 13 Uhr fährt, gehe ich nochmal an den Hafen runter. Sonntag morgens ist es dort total ruhig, die Cafés haben noch nicht geöffnet. Ich sitze in der Sonne und genieße die Ruhe und den Blick aufs Wasser und die Boote.

    Dann hole ich mein Gepäck in der Unterkunft ab und laufe mit Sack und Pack runter zur Bushaltestelle, es ist ja echt nicht weit. Bis Sandavagur dauert es mit dem Bus eine knappe halbe Stunde. Dort verabschiede ich mich von Oliver, der noch ein Dorf weiterfährt. Das neue B&B liegt in letzter Reihe oben am Hang. Ein traumhafter Blick auf die Bucht!

    Das B&B wird von einem älteren Ehepaar geführt - Pauline und George. Sie empfangen mich auch sehr freundlich. Es gibt eine Küche, Wohnzimmer und Bad für die Gäste. Mein Zimmer ist zwar klein (Einzelzimmer), dafür mit fantastischem Blick auf die Bucht.

    Angesichts des traumhaften Wetters hält es mich nicht drinnen. Ich marschiere also los Richtung Midvagur und dem Wasserfall Bosdalafossur. Der Wasserfall speist sich aus dem See und ergießt sich ins Meer. Es ist wieder eine tolle Landschaft - Felsen überall, dazwischen schlängelt sich der Abfluss aus dem See zwischen den Felsbrocken entlang. An einer schönen Stelle in den Felsen oberhalb mache ich Vesperpause. Ich genieße den Blick aufs Meer und die Klippen und die Sonne!

    Dann klettere ich über die großen Steine auf die andere Seite und mache Fotos von dort. Als ich wieder zurück will, treffe ich Oliver. Es ist sein letzter Hike - bei super Wetter! Er gibt mir den Tipp, nochmal nach oben zu gehen. Die höchste Stelle mit Blick auf den See hatte ich vorhin verpasst. Also wandere ich wieder nach oben. Der Blick und die Landschaft sind einfach wunderschön! Ganz oben sind Grasflächen und es ist sehr entspannend. Hier bleibe ich noch eine Weile sitzen, bevor ich mich auf den Rückweg mache. Ein paar Kilometer liegen noch vor mir ;)

    In Midvagur angekommen, habe ich Hunger. In dem kleinen Dorf ist die Auswahl begrenzt. Nachdem ich etwas herumgeirrt bin, treffe ich andere Touristen, die ich frage. Sie haben einen Tipp und ich freue mich bei Smidjan über Fish and Chips!

    Am Meer entlang laufe ich zurück und genieße vom Balkon noch die schöne Abendstimmung.
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  • Day10

    Sandavagur und der Trollkonufingur

    June 25, 2019 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute ist mein letzter Tag auf den Färöern. Nach den Wanderungen der letzten Tage lasse ich es heute gemütlich angehen und frühstücke erst um halb 10. Das Wetter hat sich wieder etwas eingetrübt, ist aber ganz ok ohne Regen.

    Ich bleibe heute in Sandavagur, was ja durchaus auch seine landschaftlichen Reize hat. Unter anderem gibt es hier am Ende der großen Bucht eine über 300 m hohe Felszacke, die aus dem Meer ragt. Sie sieht aus wie ein Finger und die Einheimischen kennen hierzu auch eine Sage. Es soll der Finger einer Trollfrau sein, die die Färöer nach Island schleudern wollte. Daraufhin erstarrte sie zu Stein und fiel ins Meer. Nur ein Finger und ihr Nacken ragen aus dem Ozean heraus. Daher der Name „Trollkonufingur“.

    Als ich zu der Felsnase komme, liegt die im Nebel. Ja, so ist das Wetter hier;) An einer Stelle ist blauer Himmel, während unweit Nebel aufsteigt. Außerdem scheint die Sonne zwischen Wolken hindurch und es fallen ein paar Regentropfen. Alles gleichzeitig! Aber ich habe hier schon gelernt, dass sich Warten lohnt. Das ist auch diesmal so! Die Wolken lichten sich und der Felsfinger kommt vollständig zum Vorschein, sieht super aus! Dann kommen noch zwei US-Amerikaner vorbei, vermutlich Vater und Tochter. Die sind echt nett, wir fotografieren uns gegenseitig und haben Spaß.

    Den restlichen Nachmittag verbringe ich in der schönen Unterkunft, höre Musik und mache es mir im großen Wohnzimmer/Küche gemütlich. Dabei schaue ich aus dem Fenster auf das große Fußballfeld im Dorf. Da trainieren grade Kinder. Es ist immer wieder erstaunlich: Fast jedes kleine Dörfchen hat sein eigenes großes Fußballfeld, das top in Schuss ist. Und es gibt für alle Altersklassen die entsprechenden Torgrößen. So auch in Sandavagur.

    Heute abend esse ich im Nachbardorf Midvagur Pizza bei Smidjan. Das sind immerhin ca. 3 km Fußmarsch. Zurück werde ich wohl per Anhalter fahren. Es ist das einzige „Restaurant“ hier im Ort. In Sandavagur gibt es noch eine Kneipe, die hat aber heute zu. Ja, diesbezüglich ist die Auswahl sehr begrenzt. Mit Ausnahme von Torshavn scheinen die Einheimischen nicht auszugehen (wahrscheinlich auch aus finanziellen Gründen) und für die paar Touristen hier in der Gegend scheinen sich mehr Kneipen nicht zu lohnen.
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  • Day2

    Torshavn im Sonnenschein

    June 17, 2019 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 9 °C

    Nachdem ich Torshavn zuerst unter Wolken und Regentropfen kennen gelernt habe, präsentiert sich das Städtchen heute von seiner lieblichen Seite.

    Schon heute morgen vor der Busfahrt konnte ich schöne sonnige Blicke genießen. Und abends ist es ja immer noch sonnig! Nach der Wanderung habe ich mir in Torshavn am Hafen ein Stück super leckeren Apfelkuchen mit heißer Schokolade in der Sonne gegönnt :)

    Ich hatte den Eindruck, alle holen ihre Sommerklamotten raus - ich sah sogar Spagettiträger und kurze Kleider. Alle sitzen draußen, Kinder hüpfen auf ihren Trampolins mit kurzen Hosen... Ja, das ist wohl Sommer „a la Färöer“ :) Eine schöne Stimmung.

    Im Moment sitze ich noch beim Abendessen in einem kleinen Restaurant. 22.30 Uhr und immer noch sehr hell. Ja, die Tage sind jetzt unglaublich lang! Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt richtig dunkel wird. Um das zu wissen, müsste ich wohl die ganze Nacht aufbleiben. Oliver meinte heute morgen, er wäre mal um 2 Uhr aufgewacht, da wäre es auch nicht richtig dunkel gewesen.
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  • Day26

    Unterwegs auf Eysturoy

    July 11, 2020 in Faroe Islands ⋅ 🌧 12 °C

    Heute haben wir die zweitgrößte Insel Eysturoy genauer unters Auge genommen. Nach einem ausgewogenen Frühstück ging es über enge Bergstraßen (die ich abends zuvor auf dem Fahrrad erkundet hatte) los nach Elduvík. Dort sind wir knapp 2-3 min durch das Örtchen geschlendert und hatten dann schon alles gesehen. Danach ging es weiter zum Naturhafen eine Runde Klettern.

    Nachdem wir noch weitere „Panoramastraßen“ abgefahren hatten, haben wir den Campingplatz in Æðuvík direkt am Meer angesteuert. Die Kinder haben die Chance genutzt und mit den Kindern der einheimischen Dauercamper gespielt. Es gab einiges zu erledigen: Der Hase des Campingplatzes musste gefüttert, Felsen erklommen, Burgen gebaut und am Ende Leni geduscht werden, da sie von Kopf bis Fuß mit Sand beklebt war.

    Das Wetter ist hier sehr wechselhaft und hinter jedem Berg kann sich das Wetter ändern.
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You might also know this place by the following names:

Faroe Islands, Färöer-Inseln, Faroëreilande, የፋሮ ደሴቶች, جزر فارو, Islles Feroe, Faro Adaları, Фарэрскія выспы, Фарьорски О-ви, ফ্যারও দ্বীপপুঞ্জ, Inizi Faero, Farska ostrva, Illes Fèroe, Faerské ostrovy, Ynysoedd Ffaröe, Færøerne, Faroe ƒudomekpowo nutome, Νήσοι Φερόε, Ferooj, Islas Feroe, Fääri saared, Faroe uharteak, جزایر فارو, Färsaaret, Føroyar, Îles Féroé, Iles Fèroè, Oileáin Fharó, Illas Feroe, ફૅરો આઇલેન્ડ્સ, Farski Otoci, פרואר, איי, फरोए द्वीप, Färöer, Feröer-szigetek, Insulas Feroe, Kepulauan Faroe, Færeyjar, Isole Faroe, フェロー諸島, ფაროს კუნძულები, Фарер аралдары, Savalimmiut, ಫರೋ ದ್ವೀಪಗಳು, 페로제도, Giravên Faroe, Ynysow Faroe, Faeröer, Farerų salos, Fēru salas, Фарски Острови, ഫറോയി ദ്വീപുകള്‍, फरोए बेटे, Gżejjer Faroe, ဖာရိုး ကျွန်းစုများ, Færøyene, फारोर टापु, Færøyane, Illas Feròe, ଫାରୋଇ ଦ୍ବୀପପୁଞ୍ଜ, Wyspy Owcze, Ilhas Faroe, Inslas Feroe, Insulele Faroe, Фарерские о-ва, Fearsullot, ෆැරෝ දූපත්, Fersko otočje, Ishujt Faroe, Фарска острва, Färöarna, Visiwa vya Faroe, ஃபெரௌ தீவுகள், ఫారో దీవులు, หมู่เกาะฟาร์โร, የፋሮይ ደሴቶች, ʻOtumotu Felou, Faroe Adaları, Острови Фаро, فروئی آئلینڈز, Quần Đảo Faroe, Feroe nga Islas, 法罗群岛, i-Faroe Islands