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Greenland

Greenland

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Most traveled places in Greenland:

  • Day12

    Wir sind inzwischen in unserer 4. Unterkunft in IIulissat untergekommen. Im Ice Cap Hostel sind wir Selbstversorger und schlafen in Stockbetten. Vor unserem Haus ist ein Rudel Schlittenhunde geparkt. Wirbel machen die Vierbeiner nur, wenn der Besitzer mit dem Futter kommt. Er holt aus einer großen Kiste einen Seehund Kadaver, den er mit einem Messer in Stücke schneidet und anschließend den Hunden zuwirft. Die Wuffis stürzen sich wie verrückt darauf, uns stinkt das Fleisch zu intensiv, als dass wir Lust auf eine Kostprobe hätten. Übrigens haben grönländische Schlittenhunde keine blauen Augen. Die Lebenserwartung der vierbeinigen Laufmaschinen liegt im Schnitt bei 7 Jahren.

    Wir bewegen uns inzwischen sehr routiniert in der Stadt. Wir kennen alle Ecken und Gassen. Im Supermarkt werden wir bereits freundlich begrüßt, wenn wir unsere Lebensmittel einkaufen. Nur mit den speziellen Verkaufszeiten von Alkohol kennen wir uns noch nicht so recht aus. Manchmal ist das Gitter vor dem Bier- und Weinregal herunten und der Verkäufer zuckt mit den Schultern. Man stelle sich vor, bei uns wäre der Verkauf von Alkohol reglementiert! Ein Volksaufstand wäre wohl die Folge.

    Tagsüber, oder Nachts (die Tageszeiten verschwimmen) wandern wir durch die Tundra, meistens am Fjord entlang. Warm eingepackt sitzen wir auf Felsen und schauen der Eisbergparade zu, die langsam an uns vorüberzieht. Ein Anblick, an dem wir uns nicht sattsehen können. Je nachdem, wie das Licht fällt, ändern sich Farben und Stimmung. Die Polarmücken sind je nach Temperatur etwas lästig oder nicht vorhanden. Meistens ist es zu kühl für die Blutsauger. Vom Wetter und Temperaturempfinden her, fühlt es sich für uns an, wie wenn man bei uns zur Zeit der Schneeschmelze über der Baumgrenze unterwegs ist. Letzte Schneefelder tauen, der Boden ist tief, die Frühlingsboten beginnen zu blühen. Die Sonne wärmt, aber sobald sie hinter Wolken verschwindet, kühlt es merklich ab. Es ist ständiges An- und Ausziehen angesagt. Beim Gehen wird einem warm, aber sobald man sitzt, kühlt man rasch aus. Die Luft ist herrlich frisch. Es riecht nach Schnee - wahrscheinlich sind das die Eisberge. Lautes Grollen und Donnern vom Meer her, wenn größere oder kleinere Eisstücke abbrechen, abrutschen und ins Wasser stürzen. Interessant ist die Beobachtung, wenn scheinbar stabile Eisbrocken plötzlich kippen und um ihre Achse rotieren. Man weiß bei einem Eisberg nie, was als nächstes passiert. Aus sicherer Entfernung beobachtet ist das ein faszinierendes Schauspiel der Natur.
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  • Day14

    Nach einer zweistündigen Fahrt durchs Eismeer erreichen wir Qeqertarsuaq, die südlichste Siedlung auf der Insel Disko. Der Ort wurde 1773 von den Dänen als Walfangstation gegründet. Wegen seiner günstigen Lage nannten sie den Ort Godhavn. Heute leben 850 Einwohner in Qeqertarsuaq. Im Vergleich zum geschäftigen Ilulissat geht es hier in Qeqertarsuaq gemütlich zu. Ein Ort zum Verlieben.

    Typisch für die Insel sind die hohen Tafelberge. Vulkane (vor 60 Millionen Jahre) und Gletscher formten die Insel. Langgezogene Strände mit schwarzem Vulkansand laden zum Strandspaziergang ein. Das Schwarz des Sandes kontrastiert eindrucksvoll mit dem Weiß und Blau der Eisberge, die in der Bucht treiben. Schon bei unserem ersten Ausflug beobachten wir Buckelwale, die nahe der Küste auftauchen und blasen. Ein Eisberg, groß wie ein mehrstöckiges Haus, bricht mit lautem Krachen vor unseren Augen entzwei. So viel Action, wir können es gar nicht fassen!

    Unsere Unterkunft ist diesmal sehr geräumig. Wir haben ein halbes Haus für uns alleine. Der Ausblick auf Bucht und Tafelberge ist einmalig!
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  • Day15

    Das kleine Fischerdorf hat unsere Herzen im Sturm erobert. Wir fühlen uns hier auf Anhieb sehr wohl. Keine Hektik, kein Lärm, kaum Stechmücken und noch weniger Touristen, Kinder spielen auf der Straße, jeder grüßt freundlich, Wale und Eisberge vor der Haustüre, beeindruckende Tafelberge ... Ich denke, in Uummannaq hätten wir ähnliche Bedingungen vorgefunden und wir hätten uns auf der kleinen Insel sicher auch sehr wohl gefühlt. Schade, dass die Anreise nicht geklappt hat. Andererseits war das Tsunami Ereignis sicher kein guter Zeitpunkt für einen Besuch.

    Heute entdecken wir die nähere Umgebung von Qeqertarsuaq. Wir wandern die Bucht entlang, klettern über erstarrte Lavaströme und überqueren Gletscherabflüsse, die ins Meer münden. Im Rücken stets die gigantischen Tafelberge aus Basalt, vor uns die unzähligen Eisberge, die, wenn sie von der Sonne beschienen werden, wie Ozeanriesen oder Hochhäuser einer fernen Großstadt wirken.

    Apropos Großstadt: wir kommen zufällig (meine berühmten Abkürzungen!) an der überschaubaren örtlichen Müllkippe vorbei. Im Wesentlichen wird der Abfall vergraben. Und ja, wie überall stinkt der Müll zum Himmel. Im Ort haben wir Altglas Container gesehen und Problemstoffe scheinen gesondert behandelt zu werden. Der Rest landet, wie gesagt, unter der Erde. Wie übrigens bei uns früher auch.

    Den Aufstieg zum Lyngmarksbraen Gletscher verschieben wir auf unsere nächste Grönlandreise. Oder so. Obwohl uns der geschäftstüchtige Veranstalter der Hundeschlitten Tour versichert, sogar 90 jährige Frauen hätten den mehrstündigen Aufstieg problemlos geschafft, sehen wir der Realität ins Auge, dass ich, mit der Kondition eines Hundertjährigen ausgestattet, mit einer 9-stündigen Tagestour (inkl. Schlittenfahrt) etwas überfordert sein könnte. Üblicherweise nächtigen die Wanderer in einer Hütte am Gletscher, bevor sie am nächsten Tag den mehrstündigen Abstieg auf sich nehmen. Wir müssten am selben Tag wieder runterkraxeln, weil uns das Boot am Sonntag wieder nach Ilulissat bringt. Hört sich für mich nicht nach Entspannung im Urlaub an und darum lassen wir das. Abends treffen wir Franzosen, die die Tour in 2 Tagen gemacht haben und berichten, dass sowohl Auf- als auch Abstieg durchaus eine konditionelle Herausforderung seien. Am Ende hätte es mich dann doch fast gereizt, es den Neunzigjährigen zu zeigen... aber eben nur fast.

    Ein Schlagzeug wird auf der Ladefläche eines rostigen Pickup angeliefert. In der Veranstaltungshalle des Dorfes wird ein Benefizkonzert für die Tsunami Opfer gespielt. Gar nicht schlecht, was die Burschen und Mädchen da spielen. Rockige Eigenkompositionen - der Text, wie immer, unverständlich. Punkt 23:00 endet die Veranstaltung. Alle gehen brav nachhause. Kein Alkohol - keine Probleme. Wir sind auch zufrieden - haben uns schließlich rechtzeitig mit Tuborg Øl eingedeckt.
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  • Day13

    Der 21. Juni ist in Grönland der Nationalfeiertag. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Es gibt weder Salutschüsse noch Militärparaden. Die Flaggen wehen wegen der Opfer des Tsunamis in Uummannaq auf Halbmast. Es wird gesungen und getanzt, man fährt mit den Qajaqs (Kajak) aufs mehr und als Höhepunkt gibt es einen Wettkampf, bei dem die Fischer aufs Eismeer hinausfahren und wer zuerst mit einer erlegten Robbe zurückkommt, ist der Held des Tages. Der Älteste der Siedlung gibt das Startsignal. Als der Sieger nach einer Stunde zurückkommt, gibt es standing ovations am Strand. Die Robbe wird sofort fachmännisch zerlegt und jeder will ein Stück davon. Rohe Innereien von der Robbe gelten als Köstlichkeit. Wir beschränken uns aufs Zuschauen. Einige Frauen tragen die Tracht der Inuit. Es ist meines Wissens die einzige Tracht weltweit, bei der die Frauen Hosen anhaben. Die Robbenfell Shorts schauen sexy aus. Uns gefällt die farbenfrohe Bekleidung. Die Männer tragen schlichte weiße Hemden und schwarze Hosen. Am Strand gibt es Kaffee und Kuchen und alle unterhalten sich gut. Wir sind froh, dieses Ereignis miterleben zu dürfen.

    Morgen fahren wir mit dem Boot nach Qeqertarsuaq. Am Sonntag kommen wir von der Insel zurück nach Ilulissat.
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  • Day16

    Über den Røde Elv (Roter Fluss) zum Wasserfall bei Qolortorsuaq und dann weiter zu den faszinierenden Basaltfeldern bei Kuannit (Platz des Engelwurzes) führt uns die heutige Erkundungstour. Auf der gesamten Strecke haben wir wieder einen herrlichen Blick auf Meer, Eisberge und Wale. Eine erstaunlich üppige Vegetation prägt hier die Küste: Engelwurz, Moose, Zwergpappeln und Weidenbüsche wachsen bei Kuannit. "Warme" (bis zu 8 Grad) Quellen und fruchtbarer Vulkanboden fördern das Wachstum vieler Pflanzenarten auch nördlich des Polarkreises.

    Leider ist heute der Himmel den ganzen Tag bedeckt. Zwischendurch nieselt es sogar leicht. Trotzdem genießen wir unseren letzten Tag auf der Insel Disko. Qeqertarsuaq ist ein Ort, den wir jederzeit wieder besuchen würden. Wir nehmen viele gute Erinnerungen mit.

    Unsere Grönland Reise neigt sich dem Ende zu. Morgen geht es mit dem Boot zurück nach Ilulissat. Am Montag fliegen wir nach Kangerlussuaq und anschließend gleich weiter nach Kopenhagen. Vierzehn Tage sind schnell vergangen. Wir haben in kurzer Zeit viel Schönes erlebt und beeindruckende Einblicke in eine andere Welt bekommen. Ein Besuch im arktischen Winter wäre mit Sicherheit eine interessante Erfahrung. Wie spielt sich das Leben in wochenlanger Dunkelheit ab? Mich würde es reizen, das herauszufinden.
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You might also know this place by the following names:

Greenland, Grönland, Groenland, Greenman, ግሪንላንድ, غرينلاند, Qrinland, Грэнландыя, Гренландия, Gɔrɔhenelandi, গ্রীনল্যান্ড, Greunland, Grenland, Grenlàndia, Grónsko, Yr Ynys Las, Grønland, Grinland nutome, Γροιλανδία, Gronlando, Groenlandia, Gröönimaa, گرینلاند, Gorwendland, Grönlanti, An Ghraonlainn, Grenlandia, ગ્રીનલેન્ડ, Grinlan, גרינלנד, ग्रीनलैण्ड, Grinlandia, Grænland, グリーンランド, გრენლანდია, Grinlandi, Kalaallit Nunaat, ಗ್ರೀನ್‌ಲ್ಯಾಂಡ್, 그린랜드, Gurenelandi, Gowelande, Grenlandija, Ngowelande, Grenlande, Гренланд, ഗ്രീന്‍ലാന്‍റ്, ग्रीनलंड, Grinlandja, ဂရင်းလန်း, Gröönland, ग्रिनल्याण्ड, ଗ୍ରୀନଲ୍ୟାଣ୍ଡ, Gronelândia, Grönlanda, Gurunilandi, Groenlanda, Gorolânde, ග්‍රීන්ලන්තය, கிரீன்லாந்து, గ్రీన్లేండ్, กรีนแลนด์, Kulinileni, Ґренландія, گرین لینڈ, Băng Đảo, Orílẹ́ède Gerelandi, 格陵兰, i-Greenland

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