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  • Day12

    Iguazu Falls to Bonito

    February 10, 2020 in Brazil ⋅ ☀️ 30 °C

    Dragoman Itinerary
    Day 7: Bonito (Sun 09 Feb)
    Today we have a full drive day north to the Brazilian eco-tourism capital of Bonito. In Bonito we will camp in the grounds of an excellent hostel with a pool and good facilities. Estimated Drive Time - 11-12 hours. About Bonito: The small town of Bonito in the southern Brazilian state of Mato Grosso do Sul is perfectly located in a beautiful and unique area. The area's main attractions are the crystal clear rivers, springs and the stunning caves, not to mention the abundant wildlife, which includes monkeys, alligators, anacondas, over 30 varieties of fish and tremendous birdlife. Unsurprisingly, the town is often described as the "eco-tourism capital of Brazil". There are endless activities on offer, from spectacular walks through the surrounding hills and forests, to caving, horse-riding, abseiling, and snorkeling. Many of the best attractions are on private land and the area is being very carefully managed in order to protect the wildlife and habitats found here.

    Gestern Abend gab es „ein wenig kreatives Abendessen“ zum Abgewöhnen von „cook group 2“. Auch das ist Teil von Overlanding: Abnehmen ist garantiert. Schlechtes Essen und extreme Hitze reduzieren meinen Appetit auf ein Minimum. Heute morgen sind wir bereits um 05:40 Uhr losgefahren. Wir haben den 24. Breitengrad Süd erreicht und fahren in nördlicher Richtung. Wir durchqueren endlose Weiten von Farmland. Diese Landschaft sieht aus wie Deutschland im Juni, nur viel größere Flächen. Kleinere Orte alle paar Kilometer - wie in Deutschland - gibt es hier aber nur nach langen Distanzen. Um 17:00 Uhr sind wir bereits auf dem 21. Breitengrad Süd und ca. 290 müN. Die Luft, die jetzt von draußen in unser Truck reinkommt, ist nicht mehr so warm wie ein Fön. Aber die kurzen Hosen werden die ganze Reise noch dominieren. Am Abend sind alle 3 Trucks im “Basislager” angekommen. Weil wir (ich) nicht schnell genug upgegradet haben, mussten wir die erste Nacht ins Zelt. Das Restaurant und das Essen ist eine Zumutung. Heidi hat sich zwanzig Minuten in einer Schlange angestellt, um Essen und Getränke zu bestellen. Ist eher eine Kantine ohne Niveau - eben Dragoman Standart!

    Heidi:
    Also zuerst: das Essen gestern Abend war nicht so schlecht, wie Wolfgang es hier darstellt. Nochmal, was für ein Essen soll man denn für 22 Leute kochen. Er übertreibt maßlos. Die Kochgruppe musste ausserdem den Lunch für den nächsten Tag für alle vorbereiten. Vielleicht sollte Wolfgang „Studiosus“ buchen, dass entspricht dann wohl eher seinen Ansprüchen. Muss er leider alleine fahren, sind mir zu viele Deutsche in einem Reisebus. Die Fahrt an diesem Tag ist die längste auf unserer 80-Tage Tour durch Südamerika. Sehr zeitig aufstehen, kurz Kaffee, denn Essen um diese Uhrzeit ist nicht wirklich was für mich. 14 Stunden im Truck bei brütender Hitze müssen dann irgendwie überstanden werden. Trotz dem zeitigen Aufstehen bin ich tagsüber nicht müde. Ich habe mir gestern noch ein neues e-Book geladen und bin fleißig am Lesen. Leider haben wir nur ein Paar von unseren Bose-Kopfhörern mitgenommen und die benutzt Wolfgang, d.h. meine aus der ARD-Mediathek offline geladenen Teile von „Babylon Berlin“ müssen warten. Ist eine gute Sache, dass man aus der Mediathek die Filme offline laden kann, denn unterwegs hat man kein Wifi. Irgendjemand ist auf die Idee gekommen, ein Hörbuch im Truck abzuspielen. Gegen Musik habe ich nichts einzuwenden, aber ein englisches Hörbuch, in dem Fall „Harry Potter“ überfordert mich. Ich versuche dem Gelaber mit Ohrstöpsel zu entgehen, klappt nicht wirklich.
    Also, meine einfachen Sony-Kopfhörer drauf und Musik abspielen. Zusätzlich noch das Nackenkissen über die Ohren.Und jetzt können alle mal lachen: Ich wundere mich, dass ich nur eine geringe Lautstärke für meine „Queen-Album“ habe und versuche es lauter zu stellen. Keine Chance! Denke noch, dass ich vielleicht beim Laden der Musik Fehler gemacht habe und fluche über die Euro-Norm der Lautstärke (gibts es wirklich!). Kann sich jemand denken, was los war????
    Hier die Antwort: ich hatte noch meine Ohrstöpsel im Ohr. 😂😂😂 Es ist noch hell, als wir auf unserem Campground ankommen. Wir hatten uns, und in dem Fall muss ich sagen: wir beide, gegen ein Upgrade entschieden, da es keine 2-Bettzimmer gab. Wir stellen dann fest, dass außer uns nur noch Bill im Zelt schläft.
    Nun gut, Zeltaufbau kein Problem und es ist ja trocken. Es gibt hier einen schönen Pool, die sanitären Einrichtungen sind ok. Gut, das Essen hier ist auch einfach, aber Wolfgangs Omelett und meine Pizza konnte man gut essen. Die Bestellung aufgeben und dann die Zubereitung hat aber ewig gedauert. Es gibt nur eine Frau, die sich um alles kümmern muss. Ich bewundere ihre Ruhe, die sie trotz allem ausstrahlt. Das scheint hier überall in Brasilien der Fall zu sein: nicht stressen lassen. Sehr vernünftig, wir müssen uns aber erst daran gewöhnen. Schlafenszeit, wir krauchen in unser Zelt. Ohrstöpsel rein, Schlafmaske drauf. Gute Nacht!

    Editiert am 06.11.2020
    Text von Wolfgang und Heidi
    ÖFFENTLICH
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