Iran
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74 travelers at this place:

  • Day10

    Ein Paartherapeut frisst Stocki

    March 6 in Iran ⋅ ⛅ 10 °C

    Die Iraner haben aufgrund der US-Sanktionen fast alles verloren, was wichtig ist im Leben. Facebook, Twitter, Spotify, Youtube und höchst wahrscheinlich auch Youporn. Wahrscheinlich. Wissen tue ich das natürlich nicht. Woher auch? Nur das Softporno/Influencer-Netzwerk Instagram steht noch zur Verfügung. Noch. Denn auch dieses Gift für wahre Freundschaft und Nächstenliebe sollte Anfang diesen Jahres blockiert werden. Während es für die sozialen Netzwerke - und Pornoseiten - kaum Ersatz gibt, steht mit Snapp ein funktionierender Uber-Lookalike zur Verfügung. Doch während ich mich in Teheran und Isfahan noch darauf verlassen konnte, stehe ich bei meiner Ankunft in Shiraz etwas im Regen. Zwar scheint die Sonne, doch die mir zugeteilten Fahrer canceln entweder die Fahrt aus mir unerfindlichen Gründen, lassen mich eine Ewigkeit warten, um mich dann mit persischer Gelassenheit aber ohne jegliche Englischkenntnisse anzurufen oder sie nehmen mich mit, nur um mich an anderer Stelle, weit vom Ziel und mit gereiztem Unterton wieder aus dem Taxi zu schmeissen. Erneut aus mir unerfindlichen Gründen. Ein kurzer Riechtest bestätigt ... nein, ich stinke nicht. Ich rieche sicher nicht wie eine frisch gepflückte Blume, aber auch nicht unangenehm. Finde ich. Im Guesthouse stelle ich mich trotzdem als Erstes unter die Dusche. Sicher ist sicher.

    Ich bewege mich die Tage nach dem Prinzip der Resonanz, wonach die eigenen Gedanken und inneren Gefühle das äussere Erleben massgeblich beeinflussen. Positive Gedanken und eine optimistische Einstellung führen zu positiven Erfahrungen und umgekehrt. Man darf dies gerne der Esoterik zuordnen, da es keinerlei wissenschaftliche Belege für die beschriebenen Gesetze der Anziehung gibt. Mir egal. Denn ich hab weder Zeit noch Lust auf schlechte Stimmung und nichts zu verlieren. Vielen Iranern scheint es auch so zu gehen und da ich achtundneunzig Prozent der Zeit der einzige Westler im Raum oder auf Platz bin und auf diesem im Vergleich eher wie Goliath als David aussehe, ziehe ich auch sonst vieles an. Menschen aller Altersklassen wollen - meist freundlich lächelnd - ein paar englische Worte loswerden und mir für mein Geburtsglück gratulieren. Es ist hier gar nicht so einfach, "alleine" zu sein. Nächstes Mal vielleicht besser nach Schweden gehen. Weniger auffällig und die Temperaturen sind ja gleich wie hier. Arschkalt.

    Sollte ich dann doch einmal alleine sein, ziehe ich mir gerne Hörbücher rein. Darunter auch The Man on the Mountaintop. Die unterhaltsame und durchaus inspirierende Geschichte eines Holy Mans, zu dessen Berghütte tausende Seelen pilgern, um diesen um Rat zu bitten. Und so bewege ich mich wie ein inspirierter Kontrabass durch die Stadt und fokussiere mich beim Laufen auf meine Resonanz. Ich übe eine Art "meditation in motion". Den Moment und das Jetzt erleben, ohne stillzusitzen. Durch aufmerksames Beobachten und Fühlen des eigenen Körpers. Im aktuellen Fall ein fetter Kontrabass. Jede Bewegung. Jeder Atemzug. Jeder Muskel. Die Energie. Wärme. Total spirituell und abgehoben strahle ich also durch Shiraz Strassen. Schnödes schlendern im totalen Jetzt. Die Umwelt trotzdem wahrnehmend. Doch nicht lange und der nächste Local spricht mich in gut verständlichem Englisch an. Diesmal aus dem fahrenden Auto, zu dem ich nach entsprechender Aufforderung hinlaufe. Man(n) wolle kurz mit mir reden. Frau auf dem Beifahrersitz scheint wenig bis gar kein Englisch zu sprechen oder sie wurde ermahnt, die Schnauze zu halten. Ich weiss es nicht. Ich solle doch bitte ins Auto steigen, damit wir reden können. Hmm. Ich ziehe es vor zu laufen beziehungsweise hier zu sprechen. Ich bin ja nicht blöd. Glaube ich.

    Der etwas verzweifelt und aufgewühlt wirkende Mann parkiert das Auto vor meinen Füssen, macht den Motor aus und beginnt mit seiner Geschichte, während ich in der Hocke am Beifahrerfenster hänge. Er liebe diese Frau über alles und sie habe ihm soeben gesagt, dass sie die Beziehung beenden wolle. Ähh, wat? Darüber wollt ihr mit MIR reden? Auf der Strasse?! Mit so was habe ich definitiv nicht gerechnet. Er sterbe beim Gedanken daran, dass sie ihn nicht will. Was er denn nur tun solle. Hm ... und schon ist von Sterben die Rede. Toll. Ganz toll. Als ob ich die lokalen Dating- und Mating-Bräuche kennen und mich somit als muslimischer Paartherapeut qualifizieren würde. Grinsend davon laufen scheint mir aber auch keine angemessene Reaktion und Liebe ist ja mehr universelle als regionale Kraft. Es schiessen mir diverse Kurzgeschichten vom Holy Man auf dem Mountaintop und ein paar Folgen „Sex Education“ - eine erfolgreiche Netflix-Serie - durch den Kopf. Und natürlich mein Dad, mein Holy Man. Wie alt er sei, frage ich. Fünfundzwanzig. Jöö - das habe ich natürlich nicht laut gesagt. Dafür ... Liebe ist alles. Aber sie ist weder käuflich noch kann sie in irgendeiner Form erzwungen werden. Entweder man verliebt sich, oder eben nicht. Akzeptiere den Korb. Ich bin neununddreissig - ungläubiges Stirnrunzeln im Auto, was ich im Gegensatz zur gestellten Frage total nachvollziehen kann - und ich habe meine grosse Liebe mit neunundzwanzig gefunden. Dir bleiben noch etliche Jahre, um die richtige Frau zu finden, die dich ebenso liebt, wie du sie ... Aber auf diese Art zu lieben sei so schmerzhaft und das Gefühl töte ihn, sagt der Mann mit schmerzverzerrtem Gesicht ... Liebe tötet nicht. Nie. Akzeptiere diesen Schmerz als Bestätigung, dass du als Mann in der Lage bist, voll und ganz zu lieben. In einem Zustand von Wut, Verbitterung und mit verschlossenem Herz wirst du die grosse Liebe nicht finden. In deinem Zustand der Liebe bleiben die Chancen intakt ... Er lächelt, wirkt entspannter. Nach ein paar Sätzen zu seiner Herzdame in persisch und einem Kuss auf die Stirn, schenkt mir diese ein leises „thank you“. Einen intensiven Händedruck und zwei Lobgesänge auf die Schweiz später, macht sich der Mann wieder auf den Weg. Lächelnd. Ich bleibe noch einen Moment stehen. Immer noch irritiert aber irgendwie happy. Was ist hier gerade passiert? Egal. Ich hoffe sie lebt noch.

    Auf der Suche nach etwas, das noch heller strahlt als ich, besuche ich mit meinem Gastgeber spät am Abend den Schah Tscheragh Schrein hier in Shiraz. Eine der wichtigsten und bekanntesten Pilgerstätten der Schiiten im Iran. Eine solche Begräbnisstätte und Moschee habe ich definitiv noch nie gesehen und es dürfte schwierig sein, mich noch für andere Moscheen zu begeistern. Der Zugang ist - trotz kürzlich erworbener Akkreditierung als muslimischer Paartherapeut - nur mit einem Guide und Aufpasser möglich. Der kleine Mann Mitte Zwanzig wirkt ziemlich steif und wenig freundlich. Der Rundgang ist denn auch schon nach dreissig anstatt der üblichen sechzig Minuten erledigt. Ob ich noch Fragen hätte. Klar, "wie lang ist der Stock, den du dir höchst wahrscheinlich selber in den Arsch geschoben hast?", habe ich natürlich nicht gefragt. Aber am zweiundzwanzigsten März feiert der Iran ja Neujahr. Finden an diesem Ort dann auch Feierlichkeiten statt und wenn ja, welche? Dem Guide scheint die Frage zu gefallen, denn er wird etwas lockerer und zeigt eine Art Lächeln. Vielleicht kneift der schräge Vogel aber auch nur die Augen zu, weil sich der Stock ungewollt verschoben hat. Natürlich wird das neue Jahr hier zelebriert! Man warte auf Mitternacht und die Sekunde, wenn es Neujahr schlägt, erklärt Stocki. "Und dann habt ihr auch Feuerwerk und so?", frage ich begeistert. Stockis Miene ist schlagartig wieder finster. "No. We pray." ... Für einen langen Moment herrscht totale Stille. Was eine dämliche Frage. Ich hätte jetzt gerne was zu trinken. Aber egal. Der Kontrabass in mir setzt ein Lächeln auf und verabschiedet sich freundlich von Stocki. Nevertheless, that was not very holy, man!

    Eine Sache noch ...

    Ruhe in Frieden, Housi. Wir vermissen Dich!
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  • Day12

    Vodka und andere alte Karren

    March 8 in Iran ⋅ ☀️ 15 °C

    Ich hatte irgendwie vergessen, dass ich Nachtbusse scheisse finde. Jetzt weiss ich es wieder. Kerman erreiche ich frühmorgens nach sieben Stunden Fahrt und wenig Schlaf. Arash, mein Wüsten-Tourguide für die nächsten zwei Tage, holt mich dankenswerterweise zu dieser Unzeit ab. Der zu Beginn etwas steif wirkende junge Mann befinde sich offiziell im Militärdienst, was ihm nach lokalem Recht den Kontakt mit Ausländern verbiete. So so. Er arbeite aber am Computer und nicht an der Waffe und er habe sich soeben nochmals strafbar gemacht, da er einem Ausländer gegenüber erwähnt hat, beim Militär zu dienen. Wat?! Ich bin wie schon beim Taarof total verwirrt und nehme automatisch an, dass er für irgendeinen Geheimdienst arbeitet. Ist mit den Iranern also wie mit den Amis. Mir total egal, denn ich will weder militärische Geheimnisse wissen noch von irgendwelchen Zentrifugen zur Anreicherung von Uran hören. Ich will einfach nur Land und Leute kennenlernen und hoffe, der Arsch ... ähh, der Arash kann mir dabei helfen.

    Die meisten Autos hier dürften zwanzig und mehr Jahre alt sein. Man sieht erstaunlich viele Peugeot 406 auf den Strassen und auch der Arash fährt so ein Teil. Auf den Grund dafür angesprochen, behauptet das Kalb aber, sein Auto sei erst drei jährig und er hätte dieses neu gekauft. Ahh, shut up, bitch! Das Teil wurde 1996 gebaut. Im Gegensatz zu dir war ich dann schon geboren und im Vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten. Ok, das war jetzt vielleicht etwas übertrieben. Wir waren damals auch ab und zu stoned. Also oft. Trotzdem, die Karre ist alt. Der Arash besteht aber auf seiner Version der Geschichte und erklärt, im Iran würden noch immer die gleichen Modelle nach den selben Plänen und der selben Technologie wie in den Neunzigerjahren gebaut, als man dafür eine Lizenzvereinbarung mit dem französischen Autohersteller schloss. So so. Na denn. Klugscheisser.

    Die einzigartige Wüsten-Formation der Kaluts - immerhin Teil des UNESCO Weltnaturerbes - ist bei jungen Iranern aufgrund der Abgeschiedenheit äusserst beliebt für Openair-Parties, Saufgelage und Kiffer-Orgien. Wenn der Ajatollah das wüsste. In diesem Teil der Lut Desert wird es auch keine siebzig(!) Grad wie ein paar Kilometer weiter. Hier sind es im Sommer bloss fünfzig Grad. Bereits beim zweiten Zwischenhalt auf unserem Weg zu den Kaluts und sehr zu meiner Freude, bietet mir ein beduseltes Pärchen Vodka aus der Flasche an. Sicher nicht schlecht bei der Hitze. Wobei jetzt im Winter sind es ja nur knapp dreissig Grad. Trotzdem. Der liebe Arsch ... ähh Arash fürchtet allerdings eine der regelmässigen Kontrollen bei der er seine Akkreditierung als Guide verlieren und vor einem Militärgericht landen könnte. Tsss, laaaangweilig! Ich verspreche dem Angsthasen meine kürzlich in Shiraz erworbene Paartherapeuten-Lizenz zu überlassen, sollte er sein Touri-Ding verlieren. Das klinge interessant. Aber nein danke. Sturer Bock, verdammter. Bis auf diesen unnötigen Stimmungsausrutscher zeigt sich Arash aber als vielwissender und unterhaltsamer Begleiter, mit dem ich weit über die vereinbarte Zeit der zweitägigen Wüsten-Tour umher ziehe und die iranische Kultur dieser Region erkunde. Zum oft kolportierten Kiffen, Saufgelage oder Opiumrauchen kommt es in meiner Zeit in Kerman aber nicht. Schade eigentlich. Oder auch nicht.
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  • Day16

    Wilson der alte Kiffer

    March 12 in Iran ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach weiteren sieben Stunden Busfahrt stehe ich endlich am persischen Golf. Genauer gesagt in Bandar Abbas, von wo mich eine Fähre zur Insel Hormuz bringt. Also bringen sollte. Heute Abend aber nicht mehr. Zu viel Wind und somit Wellen. Verdammt. Dem Florian aus Stuttgart geht es ähnlich beschissen und so teilen wir uns ein mittelmässiges Zimmer in einem mittelmässigen Hotel, um unser Glück am nächsten Morgen nochmals zu versuchen. Nach den romantischen Stunden haben wir es dann auch, dieses Glück. Noch eine kurze Umarmung nach der ersten - und wahrscheinlich letzten - gemeinsamen Nacht und wir besteigen verschiedene Boote in verschiedene Richtungen. Bye Flo. Hallo Mostafa. Mein nächster Gastgeber und Zugang zur iranischen Subkultur. Knapp fünf Minuten nach meiner Ankunft und somit noch vor dem Mittag, macht der erste Joint die Runde. Hier sind sie also, die iranischen Kiffer. Ich lehne dankend ab. Noch. Mostafas Mitbewohner hat die letzten acht Monate in einer Höhle irgendwo auf dieser Insel gewohnt. Er sieht daher auch ein wenig nach Tom Hanks in „Cast Away“ aus. Im Nebenamt sammelt der äusserst liebenswerte Cave Man ausserdem ausländisches Geld. Ein durchaus beliebtes Hobby im Iran. Auch wenn ich keine Münzen und lediglich ein Zehner-Nötli habe, erweitere ich seine Sammlung mit Selbigem gerne. Ihn haut das total aus den Socken und er verbringt eine ganze Stunde mit der Begutachtung des Schatzes. Sogar eine Lupe kommt zum Einsatz. Mir wird dabei bewusst, dass unser Geld im Vergleich - und dank eines sympathischen Le Corbusier anstelle eines grimmigen Ajatollahs - wirklich extrem schön ist. Auch unbekifft. Ich muss es aber genau wissen. Ein paar Minuten später halte ich die Lupe selber in der Hand und grinse wie lovely Cave Man vor mich hin.

    Ich schlafe die Tage in einem Sechserschlag auf dem unteren Brett - genau, mit „r“ - eines Kajütenverschlags. Unbequem aber gut für den Rücken. Cave Man schläft über mir. Als ich mich gegen Mitternacht ins Bett lege, scheint der Typ noch lauthals zu telefonieren. Er erzählt, lacht und hüpft grotesk herum. Ich hau die Kopfhörer und ein Hörbuch rein. Nach knapp einer Stunde immer noch die selbe Scheisse. Doch dann fällt es mir wieder ein. Der lustige Vogel hat mir zuvor erzählt, dass er seit zehn Jahren kein Telefon mehr hat. Also nix telefonieren. Höchstens mit sich selber. Oder mit Wilson, dem ollen Volleyball. Gegen zwei Uhr ist dann irgendwann Ruhe und seine Diskussion beendet. Wilson ist wohl zu bekifft und eingeschlafen. War das Einschlafen doch ziemlich langwierig und schräg, geht das Aufwachen ganz zügig und zum Dahinschmelzen süss. Auch für Hunde-Menschen. Schau Foto. Cave Man ist natürlich schon wieder am Kiffen. Und am Diskutieren. Hmm, liebenswert aber definitiv einen an der Klatsche. Und wenn der nächste Nacht wieder so abgeht - liebenswerter Mensch hin oder her -, ich schwöre, ich lass seinem imaginären Wilson die scheiss Luft raus. Verdammter Volleyball.

    Hormuz wird auch Rainbow Island genannt. Wegen den Gesteinsfarben, Einhörner soll es hier keine geben. Wobei meine Freunde Cave Man und Virtual Wilson das wahrscheinlich anders sehen. Wie auch immer. Mir fallen in erster Linie die Unmengen an Fliegen auf. Nicht ganz so schlimm wie Mücken, aber auch scheisse. Die Insel hat man mit dem Rad in wenigen Stunden umrundet, was ich die Tage neben lässig chillen und lecker kochen auch mache. Radfahren ist schliesslich auch eine meiner Paradedisziplinen. Wie Yoga und am Boden essen. Ein paar Grappas, „Rauchis“ und ein Space-Gugelhupf später bin ich aber schon wieder unterwegs. Auf einer Fähre zum Festland, von wo es nach Kish Island soll, meiner letzten Destination im Iran. Hormuz hat durchaus Spass gemacht und mir Zeit zum Denken gelassen. Es hat aber ohne zu werten auch gezeigt, dass mich ein solches - täglich berauschtes - Leben definitiv nicht erfüllt. Zu viel Flucht. Zu wenig Aktivität und Jetzt. Und ja, die Kätzchen sind zuckersüss. Aber stubenrein? Noch lange nicht ... Kleine Scheisserlein.
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  • Day7

    Sidi lass die Hosen runter

    March 3 in Iran ⋅ ☀️ 10 °C

    Ich reise also weiter nach Isfahan. Ohne Sue. Ohne Freunde. Alleine. Und das ist gut so. Um mit anderen und der Welt klarzukommen, ist es hilfreich bis essentiell, mit sich selber klarzukommen. Und die Zeit mit sich alleine ist der beste Übungsraum. Natürlich vermisse ich die schöne Sue an jedem Tag, schliesslich gehören wir zusammen. Ich weiss, jöööö. Und zusammen werden wir auch schon bald wieder sein. Bis es soweit ist, macht der Bus auf der sechsstündigen Fahrt nach Isfahan eine kurze Pinkel-Pause und ich realisiere plötzlich, dass es sich bei den Iranern ja auch um ein Volk von Stehscheissern und Arschduschern handelt. Hatte das Hostel in Teheran noch Schüsseln und Klopapier zu bieten, sieht das die Raststätte etwas anders. Also ganz anders. Und ich hatte mich hier schon sicher gefühlt. Aber egal, seit Myanmar kann ich ja mit so ziemlich allem umgehen. Ausser mit Kritik. Die hasse ich immer noch. Auch konstruktive.

    Der Empfang im Nargol Guest House ist unerwartet crazy. Es ist Freitag und somit „Family-Sonntag“ und man feiert ausserdem Muttertag und irgendein Hochzeitsjubiläum. Forouzan drückt mir als erstes ein Stück Torte in die Hand, setzt mich in die Familienrunde und zwingt die eben aufgestandene Band noch eine Stunde dran zu hängen. Ich bin der einzige Gast hier - es ist quasi „off-off-off-season“ - und als Folge werde ich von der Familie kurzerhand adoptiert. Die Menschen sind unheimlich liebenswert und zugänglich. Weit entfernt vom Bild, welches uns aufgrund der aussenpolitischen Schwierigkeiten und dem rigiden Regime in den Medien vermittelt wird. Ich erlebe die herzliche Gastfreundschaft und Offenheit, von der ich so viel gelesen habe. Das islamische Regime geniesst kaum Support von der breiten Bevölkerung - was dieses mit eiserner Faust zu kompensieren weiss - und die auferlegten Regeln und religiösen Vorgaben gehen einer grossen Mehrheit mächtig auf den Sack. Als Folge gibt es hierzulande zwei diametrale Welten: das öffentliche und das private Leben. Veränderung ist nur spärlich zu erkennen. Viele die können, gehen ins Ausland. Da es hier - wie so vieles anderes - auch keine Discos, Clubs oder Bars gibt, wird eben im Auto zu Selena Gomez getanzt. Und kaum ist die Haustür zu, fliegt das Kopftuch in die Ecke und der Spass beginnt. Aufgrund des fehlenden Alkohols besteht der Spass allerdings eher aus einer Mischung von Kindergeburtstag mit mir bis dato unbekannten Spielen und Zitar-Karaoke. Ich bringe der Runde ausserdem „Hose abe“ bei. Gar nicht einfach den Namen zu erklären, ohne irgendwelche mir unbekannten Tabus zu brechen. Zumindest denke ich das. Aber wir befinden uns in der privaten Welt und da findet Iran das so lustig, dass ich ab sofort alle zwei Minuten die Aufforderung „Hose abe“ höre. Man kann tatsächlich auch ohne Alkohol lustig sein. Also die anderen. Ich will einfach gewinnen.

    Die Familie lädt mich zum Lunch im äusserst schönen Elternhaus ein, wo mich die Mutter mit einem lauten „Hose abe“ und schallendem Lachen empfängt. Das lustige Schweizer Kartenspiel hat sich also bereits herumgesprochen. Gegessen wird am Boden sitzend, was wie Yoga offensichtlich nicht zu meinen Stärken zählt. Wie schon der olle Jogi in Indien, empfiehlt man mir hier freundlich, mich doch an den Tisch nebenan zu setzen. Aber das hier ist anders und ich bleibe sitzen. Trotz steifen Knien. Das Essen ist total lecker und auf einmal steht da eine Flasche Cognac. Echt jetzt?! Der Herr des Hauses liebt das Zeugs und so gönnen wir uns ein Gläschen nach dem anderen. Zum Lunch. Verdammt, ich hatte mich doch auf einen Monat „Trockenheit“ eingestellt. Egal, der alte Mann - ein an den Rollstuhl gebundener Kriegs-Veteran - riskiert dafür Gefängnis. Grund genug mit den eigenen Vorgaben zu brechen und zum Schluss bin ich sogar so beschwipst, dass ich bei der anschliessenden Tee- und Musik-Runde ein Schweizer Liedchen zum Besten gebe. Und was würde da melodisch besser passen als „Dr Sidi Abdel Assar“ von Mani Matter? Genau, dem Baschi sein „Bring en hei“. Schau Video. Danach lege ich mich mit der ganzen Familie und warm eingepackt auf den flauschigen Teppichboden und wir machen ein Ausnüchterungs-Schläfchen bis spät in den Nachmittag. Das Leben kann so schön sein. Auch hier.

    Was täglich auffällt, ist der enorme Wertzerfall des iranischen Rials. Mit der Metro quer durch Teheran kostet mich lediglich sieben(!) Rappen, dreissig Minuten im Taxi quer durch Isfahan sechzig(!) Rappen. Diverse Snacks, Getränke und Tee für fünf Leute deutlich weniger als ein einfacher Kaffee im Starbucks am Stauffacher. Ein Paradies für Backpacker, eine Katastrophe für die international bereits stark isolierte iranische Bevölkerung. Neben den ganzen religiös-kulturellen Regeln, bietet das sogenannte Taarof eine Reihe weiterer Fettnäpfchen. Taarof ist eine zeremonielle Unaufrichtigkeit, bei der ein Angebot erst drei Mal dankend abgelehnt wird, bevor man es annimmt. So ein Sheldon-Ding. Mich verwirrt das trotzdem massiv und ich bin mir nie wirklich sicher, ob ich etwas bereits annehmen darf und ob ich schon oft genug gefragt habe, ob jemand das letzte Stück Torte will, bevor ich es mir genüsslich zwischen die Kiemen schiebe. Aber egal, ich bin Touri, habe im Vergleich sau viel Geld und wohl unlimitierten Kredit. Wenn das doch nur in allen Beziehungen so einfach wäre. Das Leben könnte so schön sein. Nicht nur hier.
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  • Day19

    Couchsurfing mit Spongebob

    March 15 in Iran ⋅ 🌬 23 °C

    Neda darf mein erster Couchsurfing-Host überhaupt sein. Lieb von mir. Mich aufzunehmen von ihr und ihrem Mann Hamed natürlich auch. Ich gönne mir einen halbstündigen Flug von Bandar Abbas nach Kish Island, um nicht nochmals aufgrund übertrieben ängstlicher Fähr-Kapitäne irgendwo zu stranden. Nicht einmal zwanzig Stutz kostet der kleine Luxus. Hektisch verteilter Snack inklusive. Das dürfte in erster Linie an den iranischen Spritpreisen von weniger als sieben Rappen pro Liter liegen. Eine CO2-Sünde ist es natürlich trotzdem und ich schäme mich dementsprechend. Auch für meine Frisur, denn ich habe mich schon länger nicht mehr rasiert. Aber das Leben geht weiter. Irgendwie. Da Kish Island lediglich teure Hotelbunker zu bieten hat, habe ich mich für diesen Couch-Versuch entschieden. Und ich werde nicht enttäuscht. Sogar vom Flughafen holt man mich ab. Neda und Hamed bewohnen eine schmucke Zweizimmerwohnung in einem vornehmen Apartmentblock mit Concierge. Und wie es sich für kultivierte Menschen gehört, kann man auf Neda’s Toiletten sogar sitzen. Halleluja! Wie schon in Isfahan, starte ich auch hier mit einem Stück Torte. Schon schön dieser Iran. Laut Couch-Surfing Profil steht Neda‘s Couch aber lediglich von Mittwoch bis Freitag zur Verfügung: „To make u enjoyable time with our partying“. Doch das matched zum Glück genau mit meinen drei letzten Tagen im Iran. Na dann lasset die Spiele beginnen!

    Neda und Hamed sind Teil einer Clique die sich scherzhaft „Black Light“ nennt. In Anlehnung an die Schwarzlicht-Röhren und sonstigen Licht-Spektakel, die jeder in seiner Wohnung installiert hat. Jeden Mittwoch - was unserem Freitag entspricht - wird in einem dieser heimischen Clubs gefeiert. Mit lauter Musik, üppigen Speisen, hartem Alkohol und weichem Weed. Eigentlich wie bei uns. Einfach anders. Der Abend bei Reza und seiner Frau ist total geil und ich habe schon länger nicht mehr so viel gelacht. Trotz Sprachbarriere. Oder vielleicht auch wegen. Man verabreicht mir die volle Ladung dieser einzigartigen, iranischen Gastfreundschaft. Während man(n) versucht, aktiv und unterhaltsam zu sein, sind die Iraner völlig unvoreingenommen und freuen sich einfach von Herzen, mich als Gast zu haben. Pure Freude an der reinen Anwesenheit. Man darf hier einfach nur sein. Herrlich.

    Ich dachte ja auch, ich hätte mit dem zu Beginn meiner Iranreise in Teheran gebuchten Flug von Kish zurück nach Teheran ein Schnäppchen gemacht. Dreissig Dollar habe ich bezahlt. Meine Gastgeber lachen mich allerdings lauthals aus und zeigen mir die aktuellen Preise für den Folgetag. Umgerechnet $3,50. Jup, richtig gelesen. Drei Dollar und fünfzig Cents für einen Flug quer durchs Land. Inklusive Gepäck und was zu futtern. Ich krieg schon wieder Durst. Zum Glück saufen die hier genauso gern wie ich. Und am Donnerstagabend geht man dazu an den Strand, macht ein grosses Feuer und feiert ohne Kopftuch und völlig ausgelassen erneut mit lauter Musik, üppigen Speisen, hartem Alkohol und weichem Weed. Um die lieben Leute keinem unnötigen Risiko auszusetzen - für diese Art der Ausgelassenheit landet man hierzulande leider im Gefängnis -, habe ich keine Party-Fotos geschossen. Irgendwie wollte ich hier auch einfach nur sein. Werden tue ich ja noch genug. Alt zum Beispiel.

    Anders als bei der schönen Sue, heisst es bei mir also nicht „you get what you pay for“. Ganz im Gegenteil. Um die Gastfreundschaft und Grosszügigkeit nochmals zu verdeutlichen: Ich habe drei Tage feudal gewohnt, wurde mindestens drei Mal pro Tag gefüttert, konnte meine Wäsche waschen, wurde auf der Insel rumgefahren, war an zwei total steilen Partys mit genug Alkohol, um selbst Spongebob an die Grenze seiner Saugfähigkeit zu bringen und - last but not least - ich durfte nach Lust und Laune an irgendwelchen Raucherwaren nuckeln. Und während den drei Tagen wurden sämtliche Versuche, mich in irgendeiner Art zu beteiligen oder etwas beizusteuern, im Keim erstickt. Ich bin schon fast ein wenig pissed. Neda arbeitet Vollzeit und verdient zweihundert Dollar. Im Monat. Auf dem Weg zum Flughafen erzwinge ich aber einen letzten Lunch-Halt, bei dem ich mit finsterer Miene keinen Zweifel aufkommen lasse, wer diesmal die Rechnung übernimmt. Es wird ja wohl noch möglich sein. Verdammt nochmal. Und tatsächlich. Man lässt mich ausnahmsweise gewähren und so endet das Highlight meiner Iranreise ohne wüste Keilerei. Zum Glück.
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  • Day91

    What a hospitality!

    November 28, 2017 in Iran ⋅ ⛅ 11 °C

    It all started with a marathon through several classes of an English school and ended three days later with a heavy-heartedly good bye.

    Teymour, Rooshanak and their son Nima incorporated us in their family and from the beginning it felt like we were a part of it. We went to the sea and countryside together, visited other family members and saw their houses. We had great conversations, lots of laughs and enjoyed delicious food.

    We learned a lot about family life in Iran, cultural specifics and habits, how to play the Santoo, teacher motivation, problems of the educational system, independency of the government and still protest, the sadness of Iranian music, Iranian jokes about the wedding night and that women are actually not allowed to ride a bike (and policemen turning a blind eye to it).

    We were fascinated by their beautiful carpets, slept, ate and sat on them and made the mistake too say how much we like them so that Teymour's uncle asked us for an address to send a carpet to.

    There is so much on our mind about these days that we hardly find words. Thank you for a great time and everything you did for us!
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  • Day119

    Merry Christmas from Yazd in Iran!

    December 26, 2017 in Iran ⋅ ⛅ 10 °C

    What can you expect of Christmas while cycling through Iran? Not that much! At least, Isfahan has a large Christian community in the Armenian quarter where it is celebrated. But we left the city behind us a week ago and didn't expect anything. And so did the unpredictable happen...

    By chance, we met 4 other cyclists from the Netherlands and Spain on our way to Yazd through the desert and cycled together for a few days. And cycling simply connects people... it turned out that there would be 20 cyclists in Yazd these days, so why not having a Christmas party together? Thanks to Silvio & Lena for the spontaneous organization and a great evening! The 20 of us could even enjoy 1.5L of homemade wine :)

    Most of us are staying in the same hostel and we're having a very relaxed time together which makes this Christmas a special and unique experience while temperatures reach 25 degrees during the day.

    Now we're going to hit the road again with a lot of nice group cycling, Persepolis and Shiraz ahead.

    Impressions of our journey from Ghom to Yazd via Kashan and Isfahan will follow.

    We wish you all a Merry Christmas and a great time with your beloved ones!
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  • Day107

    Crossing the mountains to Isfahan

    December 14, 2017 in Iran ⋅ ☀️ 4 °C

    Uneasy feelings dominated as we left Abyaneh in Western direction, on a road only dotted on our maps nobody would recommend us. But our courage should reward us during the next days. We didn't meet anybody, enjoyed the pure
    silence and felt that we could reach for infinity in the starry winter sky.

    We climbed and partly pushed our bikes up on rough gravel to an altitude of 2875m and the surrounding landscape was so overwhelming that it took a while until we realized that the following 150km to Isfahan would be a single downhill run :)

    While the pass has been the highest we've climbed so far, the night has been the coldest on our trip. Minus 15 degrees made even the water in our tent frozen.
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  • Day147

    Good bye Iran!

    January 23, 2018 in Iran ⋅ 🌙 8 °C

    It's been more than 3 weeks now since we left Iran after spending 2 months there and we're still struggling to process all impressions of a certainly intense time. So, this is a try to roughly summarize:

    We found it incredibly easy to travel through this country. The selflessness, helpfulness, ease, hospitality and kindness of the people knows no limits and when we realized that after some time, there was in fact absolutely nothing we had to worry about. Maybe we've lost this feeling at all and that's why it felt really weird to board a ferry that would eventually take us to another country, where things would be different - and new, which made it exciting of course, as well. After all, that's one essence of traveling.

    We must admit that we felt safer than in any other country and thefts are probably a good example. What's going on in Germany and other European countries regarding bike thefts? It appears unthinkable to us that this would happen in Iran. There are always exceptions, of course, but we got the impression that criminality only plays a marginal role in the Iranian society - the social interaction is simply too warm-hearted! And we're pretty sure that the religion, especially the prayers as a form of meditation, and the absence of alcohol play a key role. It is certainly striking that there seems to be no stress but only calmness, everywhere. We finally got clear about this when we encountered the rude interaction of people in Dubai for the first time, and were kind of shocked.

    We're also wondering which value love and sexuality have in a society where it's almost impossible for boys and girls to get to know each other because they grow up apart (meaning separated classes, sports and music activities, no bars and clubs) and the traditional 'marrying somebody off' is still common practice. Some unmarried men in their late twenties told us that there is a 'modern way to get married' as well, but we felt that they were desperate to find or even get to know a woman. When they asked us about our relationship and we started talking about emotions and feelings, we could feel their uncomfortableness and consciously didn't mention 'love'. We don't want to judge about all Iranians, but we've thought and talked about this topic a lot and we believe that the various restrictions of the Iranians by their government prevent a development of love and sexuality from happening - with exceptions, which, in the public, immediately catch one's eye.

    The Iran is absolutely huge and so diverse, you can go skiing in the North and swimming in the gulf in the South at the same time, the variety of landscapes and climates, the natural beauty, the contrasts between bustling cities and the silence of mountains, deserts and coastline, the fresh fruits and vegetables, the spices, the tea and bread culture, the picnic and camping culture - traveling through this country is an adventure and each day is a different story.

    The fake news in the media and the fact that World War II propaganda is still alive is certainly one of the sad stories we experienced. How often did even young people praise the 'strong leader' in our past or tell us that Iranians, Japanese and Germans are of the same (Aryan) race? How can a father be so proud that his son looks 'almost German', after dying blond his hair? How can a TV program spread rumors that 1.7million Canadians are threatened by starvation in their country (we saw this in the police office for foreign affairs where we extended our visa - and where Iranians try to collect their passports to leave the country, Canada is a popular destination...)? Not everybody is questioning things and makes use of other sources to overcome the manipulation. We see the root of many issues in the educational system which is probably the strongest weapon of the government to keep control over the Iranian folk - and we hope that the Iranian people will never lose their courage, for a better future, and for more freedom.

    Here are some statistics of 59 days in Iran:
    Cycled kilometers: 3052
    Wild camping: 32 nights
    Hosted: 18 nights
    Hostel or Guesthouse: 7 nights
    Hotel: 1 night
    Max/min temperatures: 30/-14 degrees
    Fellow cyclists met: Karamat, Lena & Silvio, Mohamed, Abbas, Jan & Hannes, Valerie & Stijn, Gabriel, Lorenzo, Dennis, Anneke & Tane, Lorenzo, Frederic, Robert & Florian, Jakob, Philipp, Jean-Baptiste & Stephane
    Invitations, selfies, honking and waving, consumed bread, tea, fruits and nuts, mountain passes >2000m: countless :)
    'Where are you from?' answered: 15 times/day in average

    Cheers!
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  • Day138

    Endless great ocean road

    January 14, 2018 in Iran ⋅ ☀️ 21 °C

    We easily noticed that people are dressed different in this region: Turbans with colored checks are common and there are ghosts passing by on motorbikes, their bright white clothes fluttering in the airstream. The women are wearing colorful dresses with metal masks on their noses. Even the mosques and minarets look more modest and we're missing the blue tiles. The clue are the many Arabs living here and being the majority.

    The landscape is partly adorned with cisterns and we're wondering how life looks like in summer as it goes already pretty slow at this time. But surprisingly, we also spot verdurous fields with tomatoes, beans and peppers surrounded by date trees and the powerful green appears almost surreal to us.

    When locals advise us against taking a road, we take the challenge, of course. After all, we want to stay at the coast! But this road has definitely been impossible for cars: Deep, sandy creeks, coarse gravel and rocks. We had to push our bikes many times which reminded us of Samuel's Iceland stories, save that we stayed dry and could jump into the sea anytime :)

    Can you ever get enough of this coastline?
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You might also know this place by the following names:

Islamic Republic of Iran, Iran (Islamische Republik), Iran, ኢራን, Irán, إيران, ܐܝܪܐܢ, İran, Іран, Ісламская Рэспубліка, Иран, Iraŋ, ইরান, ཨི་རཱན།, Írán, Den Islamiske Republik Iran, ཨི་རཱན, Iran nutome, Ιράν, Ισλαμική Δημοκρατία του, Persujo, Iraan, ایران, Éran, An Iaráin, ઈરાન, איראן, ईरान, Islamska Republika, Իրան, Íran, イラン・イスラム共和国, iran, ირანი, Uajemi, អ៊ីរ៉ង់, ಇರಾನ್, 이란, ئێران, Persia, Yiraani, Irâ, ອີລ່ານ, Iranas, Ira, Irāna, Īrāna, ഇറാൻ, ईराण, အီရန်, इरान, Iran (Islamitische Republiek), ଇରାନ୍, ايران, República Islâmica do Irã, Irã, Irani, Iran (Republica islamică), Iräan, ඉරානය, Iiraan, ஈரான், ఇరాన్, Эрон, อิหร่าน, ʻIulaani, ئىران, Ісламська Республіка, Eron, Lirän, Orílẹ́ède Irani, 伊朗伊斯兰共和国, i-Iran

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