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  • Day8

    Geierlay & Cochem

    September 18 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute hatten wir geplant uns früh auf den Weg zur Geierlay Hängeseilbrücke zu machen. Früh hat nicht ganz geklappt, jedoch waren wir vor den Massen vor Ort. Auf dem Parkplatz standen nur vereinzelt Autos und auch auf dem 1,5km Fußweg haben wir nicht übermäßig Menschen getroffen.

    Die Geierlay Hängeseilbrücke ist 360m lang, ist ca. 100m über dem Boden und wurde 2015 eröffnet. Bis 2017 war sie die längste Hängebrücke Deutschlands.
    Leider ist zur Coronazeit aktuell Einbahnstraßen Verkehr auf der Brücke, Hinweg um 11, 13, 15 Uhr etc. und Rückweg um 10, 12, 14 Uhr. Ratet wann wir dort ankamen, 10:05 Uhr. 🙈 Dumm gelaufen.
    Also schön in die Schlange gestellt für die Überquerung, da das Wetter aber super war, kein Problem. Jedoch wurde es ab dann von Minute zu Minute voller. In einer Stunde werden aktuell vom Sicherheitspersonal 200-300 Menschen über die Brücke geschleust, in Ruhe irgendwo stehen bleiben war leider nicht wirklich möglich. Schnell ein paar Fotos und das war es dann schon. Trotzdem ein beeindruckendes Erlebnis, aber vielleicht eher wenn weniger los ist. So waren wir knapp 3h vor Ort für ca. 20 Minuten Brückenerlebnis...
    Die Parkgebühren lagen am Ende bei 8€, dafür dass die Brücke kostenlos war echt okay!

    Am Nachmittag ging es dann endlich so richtig nach Cochem. Nach einer etwas langwierigen Parkplatz Suche, sind wir am Moselufer in Richtung Stadt geschlendert. Der Anblick vom Cochem ist wirklich schön, tolle alte Häuschen wie an vielen Moselorten. In der Stadt allerdings viele viele Touristen. Wir entscheiden uns für einen etwas speziellen Sightseeing Punkt, den Bundesbankbunker. Mit einem Shuttle für 4€ p.P. haben wir uns auf die andere Moselseite hoch auf den Berg mitten ins Wohngebiet fahren lassen. Dort liegt ein Bunker der von 1964-1988 streng geheim gehalten wurde. Den Anwohner von Cochem wurde erklärt, dass es sich nur um einen Luftschutzbunker handelt, der dort mitten in den Berg gebaut und mit einer Doppelgarage getarnt wurde. 100 Personen hätten dort Platz im Notfall, also sollten sie das bitte nicht weitererzählen. Diese Taktik funktionierte hervorragend und bis zuletzt ahnte keiner der Nachbarn was wirklich hinter dem Bunker steckte.
    Im BuBaBu lagerten nämlich zur Zeit des Kalten Krieges rund 15 Milliarden DM einer ganz neuen Serie, der BBK 2. Im Falle einer Überschwemmung des Landes mit Falschgeld durch die Russen und einem damit einhergehenden Wertverlust der DM und Einbruch der Wirtschaft, sollte die Ersatzwährung innerhalb von 14 Tagen in Umlauf gebracht werden. Insgesamt wurden 26 Milliarden DM der Ersatzwährung gedruckt, der restliche Teil lagerte in einem Bunker in Frankfurt. 1988 wurde die BBK 2 Währung nicht mehr länger benötigt und komplett verbrannt.
    Für 10€ Eintritt wurden wir sehr spannend von einem holländischen Mitarbeiter durch die Bunkeranlage geführt und haben noch allerlei spannende Dinge erfahren. Es war in jedem Fall einen Besuch wert, sich eines der bestgehüteten Geheimnisse Deutschlands anzuschauen.

    Zurück in der Stadt haben wir uns auf dem Marienplatz ein sehr leckeres Getränk in der Cochemer Kaffeerösterei (wirklich lecker) gegönnt und sind dann zum Abendessen zurück zum Campingplatz gefahren.
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